Draa-Tal

Marokko aus dem Bilderbuch: Draa-Tal

Marokko aus dem Bilderbuch: Draa-Tal

Palmenhaine, Berbersiedlungen in zwischen Atlas und Sahara

Im Südosten von Ouarzazate öffnet sich ein idyllisches Tal mit Palmenhainen, Berbersiedlungen und alten Kasbahs. Lebensader ist der Draa-Fluss, der am Stausee El Mansour bei Ouarzazate entspringt und dann nach Südosten fließt. Der schönste Teil des Draa-Tals ist sein Oberlauf bis Zagora. Danach liegt der Fluss meist trocken und ist kaum noch erkennbar. Nur nach heftigen Regenfällen mündet er nach über 1100 Kilometern Länge in Süd-Marokko in den Atlantik. Während die Gärten und Felder meist am Fluss liegen, wurden die Siedlungen auf den Plateaus im Hinterland angelegt.



Sehenswürdigkeiten Draa-Tal


Erg Chegaga

Sanft schwingende Dünen in einsamer Wüstenwelt

Die Kilometer lange Dünenkette an der Grenze zu Algerien war bis 1990 militärisches Sperrgebiet. Aus diesem Grund ist sie touristisch weniger erschlossen als die Erg Chebbi bei Merzouga. Die Einsamkeit der Wüste ist hier noch erlebbar. Hinzu kommt die Schönheit der anmutig geschwungenen Dünen, deren Sand bei einem bestimmten Licht orangefarben wirkt. In der Nähe der Dünenkette liegt die Source Sacré. Die „heilige Quelle“ bildet ein gurgelndes Bächlein, das von sattgrünen Palmen und Akazien umgeben wird.


Mhamid

Tor zu den Dünen der Sahara

M’hamid El Ghizlane – die „Ebene der Gazellen“ ist der allerletze Außenposten Marokkos vor der algerischen Grenze. Es liegt im oberen Draa-Tal, aber der Fluss führt hier nur noch äußerst selten Wasser. Stattdessen sind die Dünen der Sahara in unmittelbarer Nähe. Wüstenwinde tragen Jahr für Jahr Unmengen Sand in die Stadt. Früher lebten die Einwohner von der Oasenwirtschaft, die jedoch aufgrund reduzierter oder sogar ganz ausbleibender Winterregenfälle seit den 1970er Jahren immer weniger Erträge hervorbrachte. Daneben war M’hamid ein Zentrum für Nomaden und durchreisende Karawanen. Heute ist die Kleinstadt Ausgangspunkt für touristische Kamel- oder Jeepsafaris in die Sahara.


Ouarzazate

Tor zum Süden Marokkos

Die 60.000-Einwohner-Stadt liegt auf 1.100 Metern Höhe zwischen dem Atlas und dem Antiatlas. Gegründet wurde Ouarzazate als Garnisonsstadt der Fremdenlegion. Am Stadtrand liegt eine der eindrucksvollsten Kasbahs des Landes – die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Kasbah Taourirt. Die große Wohnburg mit Stampflehm-Mauern war einst Palast eines Stammesfürsten und ist auch heute noch bewohnt. Etwa ein Drittel des Palastgebäudes ist heute öffentlich zugänglich. Auch wenn sonst kaum historische interessante Gebäude in der Stadt liegen, ist Ouarzazate eine Drehscheibe des Tourismus für den Süden Marokkos.


Tizi-n-Tinififft

Unheimlicher Hochgebirgspass im Atlasgebirge

Höhepunkt und höchster Punkt auf der Strecke zwischen Zagora und Ouarzazate ist der 1.660 Meter hohe Hochgebirgspass im Atlasgebirge. Heute führt die asphaltierte Nationalstraße 9 durch die von wilden Schluchten zerfurchte Landschaft. Auch wenn die Strecke normalerweise ungefährlich ist, sollte man sie nicht unterschätzen. Bei Regen können Lawinen und Erdrutsche auftreten. Auch im Sommer kann es zu starken Schneefällen kommen. Starke Winde sind üblich. 


Zagora

Handelsplatz an einer Palmenoase

Die Oasenstadt in der Draa-Region hat heute etwa 40.000 Einwohner. Die meisten sind Berber, in den letzten Jahrzehnten aus der Umgebung zugewandert sind. Sie sprechen ein Gemisch aus einem lokalen Dialekt, marokkanischem Arabisch und Französisch. Zentrum ist die große Dattelpalmenoase, wo auf kleinen Parzellen im Frühjahr Gerste, Bohnen, Ziebeln und Kohl angebaut werden. Zagora selbst bietet kaum Sehenswertes; lediglich Spaziergänge durch die Oasen entlang des Draa sind empfehlenswert.




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