Hoher Atlas

Schneebedecktes Hochgebirge: Hoher Atlas

Schneebedecktes Hochgebirge: Hoher Atlas

Klimascheide zwischen Maghreb und Sahara

Für die Griechen war Atlas der Titan, der das Himmelsgewölbe trug und dazu auf dem höchsten Punkt der Erde stand. Tatsächlich ist der Atlas das höchste Gebirge im Mittelmeerraum. Der Hohe Atlas südlich von Marrakesch erreicht auf dem Jbel Toubkal eine Höhe von 4.167 Metern. Der Atlas bildet die markante Klimascheide zwischen dem feuchten Norden des Maghreb und der extrem trockenen Sahara. Obwohl der Hohe Atlas vom Atlantik im Westen bis fast nach Algerien reicht und mit über 1000 Kilometern so lang ist wie die Alpen, gibt es nur ganz wenige befahrbare Pässe. Der wichtigste ist der Tizi n’Tichka-Pass (2260 m), der Marrakesch mit Ouarzazate verbindet.



Sehenswürdigkeiten Hoher Atlas


Ait Benhaddou

Festungsdorf und Welterbe der UNESCO

Das befestige Dorf am Fuße des Hohen Atlas gehört zu den schönsten in Marokko. Wie ein verschachteltes Labyrinth erstreckt es sich am Ufer des Trockenflusses Mellah. Die Bauten aus rotem Stampflehm haben meist Ecktürme und Zinnen, was dem Ort sein wehrhaftes Aussehen verleiht, Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Hanglage an einem Berg, auf dessen Gipfel die ehemalige Synagoge steht. Die meisten Ecktürme sind im oberen Bereich mit geometrischen Motiven dekoriert, die an abstrahierte Augen erinnern und vermutlich der Abschreckung böser Geister dienten. Heute ist der Ort Welterbe der UNESCO und Drehort für mehrere Hollywood Filme.


Antiatlas

Thymiansteppen und atemberaubende Landschaften

Südlich des Hohen Atlas liegt ein weiteres Gebirge, weniger hoch und viel trockener. Der Antiatlas erstreckt sich vom Atlantik im Südwesten bis auf die Höhe von Ouarzazate und wird nur durch das Dadès-Tal von ihm getrennt. Geologisch gesehen beginnt die Afrikanische Platte erst hier. Klimatisch gesehen gehört der Ostteil des Gebirges schon zur Steinwüste der Vorsahara. Während im Westen und Norden noch Thymian und Rosmarin Strauchsteppen bilden und einzelne Bäume wachsen, die gegen Dürre und UV-Strahlen gefeit sind, sind im Osten nur noch Dornbüsche anzutreffen. Der Antiatlas ist das Siedlungsgebiet der Schlöh-Berber, die ihr Zentrum in der Stadt Tafraoute haben. Wer von dort auf der neuen Straße nach Tata weiterfährt, taucht in eine menschenleere und atemberaubende Landschaft ein.


Durch den Urwald am Ouzoud

Lianen, Oliven und Berberaffen

Die Wasserfälle von Ouzoud sind zu Recht einer der Hauptanziehungspunkte in Marokko. Die meisten begnügen sich mit einem kurzen Abstieg zu den Fällen und steigen dann wieder in den Bus. Dabei lohnt es sich, dem Fluss abwärts bis zu seiner Mündung zu folgen. Der Pfad führt durch einen tropischen Wald mit Lianen, Oliven, Feigen und neugierigen Berberaffen. Zum Schluss kann man in dem von Felsen flankierten Becken ein kühles Bad nehmen. (hin und zurück 3:00 Stunden, 5, 8 Kilometer, auf und ab: 200 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Jbel Toubkal

Höchster Berg Marokkos mit Fernsicht in die Sahara

Der höchste Berg von Marokko (4.167 Meter) liegt in einer zerklüfteten Felsenlandschaft inmitten mehrerer Viertausender und ist bis in den April verschneit. Danach ist der Toubkal ist im Verhältnis zu seiner Höhe einfach zu besteigen. Vom Gipfel hat man einen unvergleichlichen Panoramablick über den Süden Marokkos und – bei günstigen Wetterbedingungen – auch über das Saharavorland. Ausgangspunkt für eine Besteigung ist das Berberdorf Imlil, in dem die Straße  aus Marrakesch endet. Von dort wandert man am ersten Tag zur Refuge du Toubkal les Mouflons. Am nächsten Tag muss man sehr früh aufstehen, wenn man den Gipfel besteigen und danach wieder nach Imlil absteigen möchte.

Umfulana Route:
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Ouzoud

Wasserfälle in urwaldartiger Umgebung

Die Wasserfälle von Ouzoud im Mittleren Atlas stürzen über hundert Meter und drei Stufen in die Tiefe. Bei gutem Wetter zaubert die Sonne aus den Wassertröpfchen einen leuchtenden Regenbogen zwischen Himmel und Erde. Die Ufer der Wasserfälle sind von Feigenbäumen und urwaldähnlichen Lianen bewachsen. Auf einem Fußweg gelangt man zur Oberkante der Wasserfälle und auf einem steilen Weg auf der rechten Seite wieder nach unten, wo man mit einem Fährboot wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt. Vor den dreisten Berberaffen, die sich unterhalb der Fälle ständig aufhalten, sollte man sich in Acht nehmen. Sie haben jegliche Scheu vor Menschen verloren. 


Sti Fatma

Tal der sieben Wasserfälle

Sti Fatma oberen Ourika-Tal ist ein Bergort, der aus mehreren ursprünglichen Berberdörfern zusammengewachsen ist. Die Umgebung ist idyllisch. Gärten, Kirschbäume und Lehmsiedlungen wechseln einander ab. Wenn man das steile Seitental hinaufwandert, kommt man zudem an mehreren Wasserfällen vorbei, die besonders im Frühjahr eindrucksvoll ins Tal stürzen. Die Route ist kurz, aber nicht ganz einfach, vor allem, wenn man im Frühjahr über Bachläufe springen muss. (hin und zurück: 3 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 240 Meter)

Umfulana Route:
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Taroudannt

Kleine Schwester von Marrakesch

Die „kleine Schwester von Marrakesch“ liegt im fruchtbaren Tal am Oued Souss, wo Bananen, Kürbisse und Tomaten angebaut werden. Im Hintergrund erheben sich die schneebedeckten Berge des Hohen Atlas. Bereits vor tausend Jahren erlebte Taroudannt eine erste Blüte als Residenz eines Berberfürsten. Im 17. Jahrhundert war es ein bedeutendes Karawanenzentrum. Die Medina erhielt ihre heutige Gestalt im 18. Jahrhundert. Mit ihrer Stadtmauer aus Stampflehm und den Souks, dem Basarviertel erinnert es tatsächlich an Marrakesch, nur dass es dort viel ursprünglicher zugeht.


Tizi n’Tichka

Wichtigster Pass über den Hohen Atlas

Der 2.260 Meter hohe Pass ist der höchste Punkt der Nationalstraße 9 zwischen Marrakesch und Ouarzazate. Der Name stammt aus der Berbersprache. Tizi bedeutet „Bergweide“ und tichka heißt „gefährlich“. Die Route war den Berberstämmen früherer Jahrhunderte bekannt. Während der französischen Kolonialherrschaft wurde der alte Handelsweg zu einer Piste ausgebaut. In den 1960er Jahren wurde die Strecke erstmals asphaltiert. Heute ist er die wichtigste Straße über den Hohen Atlas. Die gut befahrbare Straße kann in den Wintermonaten nach heftigen Schneefällen gesperrt werden. Am Pass befinden sich Souvenirgeschäfte und Cafés.


Todra-Schlucht

Durch einen Canyon zu einer Aussichtskanzel

Eine Bergkette mit schroffen Felshängen begrenzt den Hohen Atlas im Süden. Nördlich von Tizgui wird sie durchschnitten von einer Schlucht, die der Oued Todra gegraben hat. Die Todra Schlucht wirkt, als hätte sie jemand gesägt. Senkrecht ragen die Felsen rechts und links hunderte von Metern empor. Der Grund ist nur wenige Meter breit. Eine Wanderung beginnt kurz vor der Engstelle und führt nach ihrem Durchschreiten auf steinigen Pfaden hoch hinauf. Oben wartet eine Aussichtskanzel mit weitem Blick über die leere Bergwildnis. Auf dem Weg zurück kommt man an einem Nomadenlager vorbei, das aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. hin und zurück: 4 Stunden, 9,8 Kilometer, auf und ab: 630 Meter)

Umfulana Route:
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Weitere Sehenswürdigkeiten Hoher Atlas




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