Myanmar


Myanmar / Praktische Hinweise


Allgemeine Länderinfo

Hauptstadt

Die Hauptstadt Myanmars ist Naypyidaw. 

Konsulate

Die deutsche Botschaft sitzt in Rangoon und ist wie folgt zu erreichen: 
Adresse: Rangun (Yangon) 9 Bogyoke Aung San Museum Road, Bahan Township, Rangoon (Yangon) 11201
Telefon: +95 1 54 89 51
Telefax: +95 1 54 88 99
Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, GPO Box 12, Rangoon (Yangon) 11181, Myanmar

Sicherheit

Die Kriminalität in Myanmar ist äußerst gering. Taschenraub oder Diebstahl gibt es nur ganz selten. Dennoch sollte man Geld und Wertgegenstände nicht offen liegen lassen - auch nicht im geschlossenen Hotelzimmer. Dafür gibt es in allen Hotels Safes. Als Tourist sollte man sich überdies nicht an Demonstrationen und anderen politischen Aktivitäten beteiligen.

Sprache

Amtssprache ist Burmesisch, das im ganzen Land gesprochen wird. Darüber hinaus gibt es über hundert verschiedene Dialekte und Sprachen ethnischer Minderheiten. Englischkenntnisse gibt es vor allem in den Städten. Gezählt wird im ganzen Land auf Englisch. Insgesamt ist die Verständigung kein großes Problem. Oft wird jemand hinzugezogen, der besser Englisch spricht.

Essen und Trinken

Myanmars Küche ist so vielfältig wie seine Ethnien. Süßigkeiten, indisches Curry und chinesische Nudelgerichte kommen ebenso vor wie lokale Spezialitäten. Grundnahrungsmittel sind Reis und Nudeln. Obst, Gemüse und Fleisch stehen häufig auf der Speiseliste. Gegessen wird überall: an der Straße oder in Restaurants. Traditionell isst man mit den Fingern und sitzt dabei auf dem Boden; in den Restaurants gibt es aber Besteck sowie Tische und Stühle. In der Regel wird früh gegessen. Meist machen die Restaurants gegen 21:30 h zu.

Klima und Reisezeit

Myanmar liegt in den Tropen und zwar im Einflussbereich der Monsunwinde. Grundsätzlich ist das Land ganzjährig zu bereisen. Man unterscheidet drei Jahreszeiten:
1. Der birmanische Winter zwischen November und Februar: die Durchschnittstemperatur bewegt sich zwischen angenehmen 20 und 30 Grad, jedoch wird es in den höher gelegenen Gebieten und am Inle Lake nachts sehr kalt. Die Luftfeuchtigkeit ist niedrig; es regnet nur selten. Insgesamt ist der Winter die beste Reisezeit.
2. Die heiße Zeit zwischen März und Mai: besonders in Mandalay und Bagan kann es bis zu 45 Grad heiß werden.
3. Die Regenzeit zwischen Juni und Oktober: es herrscht schwüles Klima, die Temperaturen bewegen sich tagsüber zwischen 25 und 35 Grad. Südwestliche Winde bringen oft Starkregen mit sich, besonders in der Küstenregion. Die Straßen können in dieser Zeit in manchen Regionen matschig und schwer passierbar werden. Trotzdem werden Reisen im Juli und August empfohlen, vor allem in die regenärmeren Gebiete Myanmars.

Zeitzone

Die Myanmar Time (MMT) ist der mitteleuropäischen Zeit um 5,5 Stunden und der mitteleuropäischen Sommerzeit um 4,5 Stunden voraus.

Strom und Wasser

Standard sind 230 V und 50 Hz. Stromausfälle in großen Städten sind häufig. In Kleinstädten gibt es oft nur zu bestimmten Tageszeiten Strom. Das Land ist noch nicht flächendeckend mit Elektrizität versorgt.
Die Steckdosen orientieren sich mit drei flachen Stiften an englischen Vorbildern. Meist passen sie zu den deutschen Elektroartikeln. Adapter kann man, falls doch nötig, in Myanmar bekommen.

Internet

Die meisten Hotels haben mittlerweile Internet - WLAN gibt es fast immer im Zimmer und der Zugang ist umsonst.

Kosten vor Ort

ggf. Verpflegungskosten, Kosten für selbstgebuchte Ausflüge vor Ort, private Ausgaben (z.B. Kosten für Souvenirs, Medikamente, etc.), Trinkgelder, ggf. Transportkosten (siehe grüne Hinweise im Reiseverlauf)

Ein- und Ausreise

Anreise

Yangon und Mandalay besitzen internationale Flughäfen. Die meisten Fluggesellschaften fliegen nach Yangon, der Airport in Mandalay wird von Bangkok und Chiang Mai aus angeflogen.

Reisedokumente und Formalitäten

Touristen aus Deutschland, Österreich, die Schweiz und alle EU-Länder können ein e-Visum für eine einmalige Einreise und für einen Aufenthalt von max. 28 Tagen online beantragen.

Visum

Wer nach Myanmar reist benötigt ein Visum. Ein eVisa zur Einreise in Yangon oder Mandalay kann unter http://evisa.moip.gov.mm/index.aspx beantragt werden. Die Bearbeitung dauert etwa fünf Arbeitstage.

Voraussetzungen für den Antrag sind:
- Der Reisepass muss bei Reiseantritt noch mindestens ein halbes Jahr gültig sein. 
- Ein Passfoto (4,8 cm x 3,8 cm) nicht älter als drei Monate,
- 50 USD zahlbar per Kreditkarte.

Das eVisa ist nach Ausstellung 90 Tage und nach Einreise noch 28 Tage gültig.

Zoll

Zollfrei dürfen pro Person eingeführt werden 
- 200 Zigaretten,
- 1 Liter Alkohol
- 1/2 Liter Parfum.

Offiziell dürfen nur mit Sondergenehmigung ausgeführt werden:
- Geld in Landeswährung
- Edelsteine und Antiquitäten
- Religiöse Gegenstände
- Archäologische Objekte

Geldangelegenheiten

Währung

Landeswährung ist der Kyat. Der Kyat wird in Scheinen von 1 bis 10.000 Kyat ausgegeben. 

Geldautomaten

Bankautomaten gibt es verbreitet im Land, besonders dort, wo Touristen sind. Abgehoben werden kann mit Master/Visa, American Express oder auch mit Maestro-Karten. Wer eine Maestro-Karte benutzen will, sollte vorher bei seiner Bank sicherstellen, dass sie für Myanmar freigeschaltet ist.

Selbst in Mawlamyine und Hpa An gibt es jetzt vermehrt Geldautomaten. In Ngapali ist in Strandnähe gibt es bisher nur einen Automaten, der jedoch nicht immer funktionstüchtig ist. 

Tipp: Weltweite Auskunft über ATM-Standorte gib es auf der Website www.mastercard.com/atmlocator

Zahlungsmittel

Wer Bargeld mitnehmen möchte, sollte 50- und 100-Dollar-Scheine nehmen, da der Umtauschkurs für kleinere Scheine schlechter ist. Außerdem müssen die Banknoten unbeschädigt und druckfrisch, sein.

Seit dem 01.11.2015 dürfen Hotels, Restaurants und Geschäfte keine US Dollar mehr annehmen. Reisende können nur noch mit Kyat oder Kreditkarte bezahlen.
Mit der Entscheidung möchte die Zentralbank die einheimische Währung stärken. Welche Auswirkungen das Dollar-Verbot in Myanmar für den Tourismus haben wird, ist noch nicht klar. Trinkgelder für die Guides und Fahrer können jedoch in Dollar bezahlt werden.

Gesundheit

Medizinische Versorgung vor Ort

Das Risiko, auf der Reise krank zu werden, ist bei umsichtigem Verhalten relativ gering.

Viele Ärzte haben in England studiert. Außerhalb Mandalays und Yangon kann es aber schwierig werden medizinisches Personal zu finden, das Englisch spricht. Die Ausstattung der Krankenhäuser entspricht nicht dem westlichen Standard. So ist es beispielsweise üblich, dass Patienten sich selbst versorgen. Medizinische Leistungen müssen im Voraus bezahlt werden.

In besonderen Notfällen werden sie nach Bangkok gebracht, wo es medizinische Versorgung auf westlichem Niveau gibt.

Impfungen

Folgende Impfungen sollten nicht älter als zehn Jahre sein: Tetanus, Polio, Diphterie, Hepatitis A und bei längeren Aufenthalten auch Hepatitis B. Die aktuelle Impfberatung führt der Hausarzt oder ein Tropenarzt durch. 

Malaria

In abgelegeneren Gebieten kann eine Malariaprophylaxe sinnvoll sein.

Trinkwasser

Wasser sollte vor dem Trinken abgekocht werden.

Vorbereitung

Kleidung

Leichte, aber dezente Freizeitkleidung sollte mitgebracht werden. Im Dezember und Januar wird es abends empfindlich kalt. Besonders in den höheren Lagen, werden Pullover und Jacke benötigt, auch am Inle Lake. 
Da Myanmar ein konservatives Land ist, sollten Schultern und Knie bedeckt sein - auch bei Männern. In den besseren Hotels gilt als Kleiderordnung: smart casual. 

Reiseapotheke

Eine größte Auswahl an Medikamenten gibt es in Yangon. Wichtige Medikamente sollten von zuhause mitgebracht werden.

Landesspezifisches

Spenden und Mitbringsel
Myanmar ist ein armes Land. Almosen, Spenden und Geschenke sind tief in der Tradition verwurzelt. Wer etwas geben möchte sollte bedenken, dass er mit einem Gegenstand, den er im Land gekauft hat, auch die heimische Wirtschaft stärkt. Wer ein Geschenk an eine Gruppe machen möchte, sollte es den Ältesten geben. Ebenso kann es sinnvoll sein, ein kleines Geschäft zu unterstützen. Wer Schulen, Waisenhäuser oder ein Krankenhaus besucht, sollte ein paar Fotos oder Postkarten aus der Heimat dabei haben. Sie wirken oft wie Eisbrecher...

Telefonieren

Wer nach Myanmar reist, kann seine SIM-Karte nicht benutzen, jedoch gibt es lokale Karten am Flughafen zu kaufen - zu empfehlen ist momentan die MPT-SIM Karte. 

Verhaltenshinweise

Einkaufen

Mit zunehmendem Tourismus wurde das brachliegende Kunsthandwerk vielerorts wiedergeboren. Einkaufen sollte man am besten am Herstellungsort. Dort ist die Auswahl meist größer und die Preise sind günstiger als in den Souvenirläden der Touristenzentren.
Achtung beim Kauf von Antiquitäten: Für viele der angebotenen Antiquitäten gibt es keine Exporterlaubnis. Kunstwerke, Münzen, Bronze- und Messinggewichte, buddhistische Faltbücher, Ton- und Bronzepfeifen, antike Bronzeskulpturen und alle religiösen Bildnisse dürfen nicht ausgeführt werden. Verboten ist ebenso der Export nationaler Kulturschätze: Gold und Silber mit Inschriften, prähistorische Funde, historische Dokumente, Fresken und nationale Insignien und Embleme. Ohne Zertifikat erworbene Edelsteine darf der Zoll ebenfalls konfiszieren.

Fotografieren

Wie überall sollte man auch in Myanmar um Erlaubnis bitten, wenn man Personen fotografieren möchte. In der Regel ist das kein Problem; in abgelegenen Bergregionen aber sind Kameras noch nicht lange bekannt. Wer Videos oder Fotos macht und hinterher auf dem Kamerabildschirm zeigt, hat bald eine große Gruppe Zuschauer um sich. An manchen Sehenswürdigkeiten wird eine (geringe) Gebühr für das Fotografieren erhoben.

Trinkgeld

Trinkgelder bei Taxifahrten sind unüblich. Meist wird allerdings die Rechnung aufgerundet - aus Mangel an Kleingeld. Wird im Restaurant die Rechnung in einer Mappe präsentiert, ist das ein Zeichen, dass Trinkgeld von 5 bis 10 Prozent erwartet wird. Reiseführer erwarten ein Trinkgeld von etwa 5 bis 10 USD pro Tag, Fahrer von 3-5 USD pro Tag, basierend auf zwei Personen. Trinkgelder für die Guides und Fahrer können in Dollar bezahlt werden.

Landesspezifisches

Wie in jeder Kultur gibt es auch in Myanmar ungeschriebene Gesetze:
- Wer mit den Füßen auf jemand zeigt, äußert seine Verachtung.
- Niemals die Füße unter dem Tisch ausstrecken.
- Die Finger sollten nach unten zeigen, wenn man mit einer anderen Person spricht.
- Mönche dürfen nicht berührt werden.
- Der Kopf einer anderen Person darf nicht berührt werden.

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