18.12.2017

Myanmarreise von Manfred & Anja

Aber wie immer bei Reisen mit Umfulana, sind es oft auch die sogenannten kleinen Dinge, die uns nachhaltig in Erinnerung geblieben sind.

Liebe Frau Wixforth,

jetzt sind wir zwar schon wieder 5 Wochen zu Hause, aber die Eindrücke aus unserer Myanmar-Reise wirken immer noch nach ???
Unsere fünfte Reise mit Umfulana war wieder einwandfrei organisiert. Es ist toll, wie gut Sie inzwischen wissen, was uns liegt und was wir gerne sehen möchten und uns so eine für uns perfekte Reise zusammenstellen. Dass es mit dem Mogok-Ausflug nicht geklappt hat, lag ja nicht an Ihnen, sondern an der burmesischen Regierung. Hochachtung, dass es Ihnen trotzdem so toll gelungen ist, unsere Reiseplanung sechs Tage vor dem Abflug noch einmal komplett neu zu organisieren! Ganz lieben Dank an Sie und das burmesische Team! 

Yangon, Hpa An und Khaityio, Mandalay und Amarupura, Bagan (mit einem spontan vor Ort gebuchten Ausflug zum Mount Popa), Pindaya und Kalaw, der Inle-See mit dem Ausflug nach Taunggyi und nicht zuletzt noch einmal ein paar Stunden in Yangon – schöne Hotels, wunderschöne Landschaften, beeindruckende Sehenswürdigkeiten, prachtvolle Klöster, faszinierende Buddha-Höhlen und Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen, die einen nicht jeder Reiseanbieter ermöglicht. 

Es ist schwierig Highlights herauszupicken, aber der Flug mit dem Heißluftballon über das Tempelfeld von Bagan gehörte sicherlich dazu. Und auf jeden Fall auch der Abend-Wettbewerb auf dem Balloon-Festival in Taunggyi, das seinesgleichen sucht. es war ein unglaubliches Erlebnis, die geschmückten Ballons hochsteigen zu sehen. Aber bei dem man sich sehr bewusst sein muss, dass es nicht ungefährlich ist – auf keinen Fall etwas für Kinder oder Personen, die nicht gut laufen können. Die Feuerwerksraketen gehen aus nur 30-40 Meter oft direkt in die Menge. Wir waren froh, mit unserem Guide da gewesen zu sein; nicht nur, weil er uns viel zu den Hintergründen erzählen konnte, sondern auch, weil er wusste, wo man einen guten Blick hatte und trotzdem relativ sicher war. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Die Fahrradtouren in Mandalay, Pindaya und am Inle-See gehörten für uns auch zu den Highlights. Es war toll, die Stadt, Landschaften und Menschen nicht nur aus dem Autofenster zu sehen, sondern auch die Atmosphäre zu spüren, zu riechen und hautnah zu erleben, z.B. beim Besuch einer typisch burmesischen Teeküche an frühen Morgen. 

Aber wie immer bei Reisen mit Umfulana, sind es oft auch die sogenannten kleinen Dinge, die uns nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Allen voran die Menschen, die einen tatsächlich immer ein herzliches „Mingalaba“ zurufen und einem das Gefühl geben, in ihrem Land ein lieber Gast zu sein und kein Tourist. Die offen sind und Scherze gemacht haben, wenn wir sie fotografiert haben oder ihrerseits mit uns fotografiert werden wollten. Die einen nicht anbetteln und, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen ein „nein, Danke“ auch akzeptieren. Und dann der Besuch in der zerstörten Glasfabrik in Yangon, der zunächst eher uninteressant begann, aber dann ein tolles Erlebnis wurde, als der Bruder des verstorbenen Gründers so lebhaft von der Geschichte und der Zerstörung durch den Zyklon „Nagris“ erzählte, dass wir alles geradezu vor Augen sehen konnten. Auch zu sehen und zu erleben, dass die Menschen in Myanmar trotz der in unseren Augen (und selbst für Asien) oft sehr sehr einfachen Verhältnisse, in denen sie leben einen glücklichen Eindruck machen, hat uns beeindruckt. Wie Religion ohne jeglichen Fanatismus! in das tägliche Leben integriert und an jeder Ecke gelebt wird, ohne aufdringlich zu sein – auch etwas, das uns in dieser Form noch nicht begegnet ist (nebenbei haben uns Gespräche mit den Guides auch eine etwas andere, objektivere, (Ein)Sicht auf den Rohynga-Konflikt gegeben…). Umfulana hat einfach ein Gespür dafür, solche Momente mit in die Reiseplanung einzubeziehen! 

Unsere Guides und Fahrer haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Eindrücke dieser Reise für uns gefühlte acht Wochen Urlaub waren :-) Sie sind stolz auf ihr schönes Land und das konnte man merken. Das English war immer auf sehr hohem Niveau und sie taten einfach alles, damit wir uns wohl gefühlt haben. Soviel persönliches Engagement haben wir bisher noch nicht erlebt. Jede/r von Ihnen ging flexibel auf unsere Wünsche ein und hat uns unvergessliche Erlebnisse geschenkt: 

Zin Zin, die mit uns ihr Deutsch geübt hat und uns zu Beginn unserer Reise mit Yangon und dem Süden erste tolle Eindrücke zu Ihrem Land nahe gebracht. Su, mit der wir in Mandalay die erlebnisreiche Radtour durch die Stadt und Amarapura gemacht haben und die uns in Ihrer Freizeit einen Longyi zusammengenäht hat. Swe, für den „my Bagan“ nicht nur ein Begriff, sondern eine Grundeinstellung ist und der uns viel über den Buddhismus erklärt hat. Nyi Nyi, der uns die perfekten Räder (ich sage nur: weiche Sättel und einmal extra klein :-) bereit gestellt hat und dies nicht nur in Pindaya, sondern die gleichen Räder auch 80 km entfernt am Inle-See! Der uns seine Heimat am Inle-See auf unnachahmlich authentische Art gezeigt hat und uns sicher über das Baloon-Festival geführt hat. Mo Mo, mit dem wir durch die wunderschönen Berge Kalaws gewandert und vor einem Gewitter davon gelaufen sind, mit dem wir herzlich lachen konnten und der so viel über die Natur und das Leben in den Dörfern erzählen konnte; der heimlich Avocados gekauft hat, nachdem wir ihm erzählt haben, das wir die sehr gerne essen, um sie uns zum Lunch in einem nepalesischen Lokal zusätzlich zum normalen Essen als leckeren Avocadosalat zu reichen. 

Aber auch bei den Fahrern konnte man merken, dass eine Ausbildung dahinter steckte, so dass sie uns sicher über, manchmal im wahrsten Sinne, Stock und Stein gefahren haben.

Liebe Frau Wixforth, trotz Bedenken, ob wir unseren Urlaub in einem Land verbringen möchten, dass sich uns vorher politisch als etwas unzuverlässig gezeigt hat und momentan in der Kritik steht, sind wir sehr froh, dass wir diese Reise gemacht haben. Obwohl wir inzwischen schon so viele tolle Länder kennengelernt haben, wird uns Myanmar wegen seiner einmalig schönen und abwechslungsreichen Landschaften und der so offenen und freundlichen Menschen immer in besonderer Erinnerung bleiben. Wir wünschen uns sehr, dass Myanmar diese Offenheit, das Ursprüngliche und Authentische auch in Zukunft behalten wird und sich der Tourismus auf eine nachhaltige Art entwickeln wird, die dies ermöglicht. 

Manfred & Anja
 



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