Damaraland: Siedlungsgebiet der Damara
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Damaraland

Schönes Wetter: Gewitter im Damaraland

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Siedlungsgebiet der Damara

Der Name stammt noch aus der deutschen Kolonialzeit und bezeichnete das Hauptsiedlungsgebiet der Damara. Es erstreckt sich südlich des Kaokoveldes bis zur heutigen Nationalstraße B2 zwischen Swakopmund und Usakos. Im Westen reicht es bis an die Skelettküste. Unter der südafrikanischen Administration wurde der Name beibehalten und für das Homeland verwendet, das den Damara zugewiesen wurde. Nach der Unabhängigkeit Namibias wurde das Homeland abgeschafft, sodass es das Damaraland als Verwaltungseinheit nicht mehr gibt. Die Damara kommen ursprünglich aus Zentralafrika und wurden von den Hereros unterdrückt und in trockene Gegenden abgedrängt. Die Felszeichnungen, die man im ganzen Land findet, zeugen jedoch davon, dass die Ureinwohner des Landes keine Bantuvölker, sondern die San gewesen sind.



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Sehenswürdigkeiten Damaraland

Damara-Museum

Freilichtmuseum zur Kultur der Damaras

In der Nähe von Twyfelfontein, in der Mitte des traditionellen Damaralandes informiert heute ein Freilichtmuseum über die Kultur der Damaras. Über Jahrhunderte lebten sie in kleinen Gruppen als Jäger und Sammler sowie als Viehzüchter. Um ihre Kultur vor dem Vergessenwerden zu bewahren und Besuchern das Leben der Damaras vor der Kolonisation Namibias näherzubringen, wurde 2010 das Museum eröffnet. Vorgestellt werden Schmiedetechniken, die Herstellung von Kleidung und Schmuck und – am wichtigsten – wie man sich im Busch mit Nahrung und Medizin versorgte.

Khorixas

Versorgunszentrum im Damaraland

Unter der südafrikanischen Verwaltung war das Damaraland ein selbständiges Homeland, das allerdings von der UNO nie als Staat anerkannt war. Khorixas war bis 1987 die Hauptstadt. Auch nach der Auflösung des Homelands ist es bis heute fast ausschließlich von Damara bevölkert. Rund 7.000 Menschen wohnen in der Streusiedlung aus Bretter- und Wellblechhütten. Inzwischen gibt es ein Krankenhaus, eine Bank, einen Supermarkt und eine Tankstelle.

Torra Conservancy

Schutzgebiet für Wüstenelefanten

Die Torra Conservancy im Kuneneland ist eines von etwa 60 namibischen Schutzgebieten, die unter lokaler Verwaltung – in diesem Fall der Damara – stehen. Auf über 350.000 Hektar schützt es die urtümliche Landschaft des Huab-Tals, durch das seit Jahrtausenden die Wüstenelefanten streifen.

Twyfelfontein

2.500 Felsgravuren der San

Rund 90 Kilometer westlich von Khorixas im Damaraland liegt eine der umfangreichsten Fundstätten von Felsgravuren auf der Welt. Über 2.500 Steingravuren auf den rötlichen Sandsteinplatten wurden gezählt. Sie stellen zumeist Tiere dar, wobei es sich sowohl um Wild als auch um Rinder handelt. Die Zeichnungen sind sehr gut erkennbar und werden den San zugeordnet. Über das Alter ist man sich nicht einig: Schätzungen bewegen sich zwischen 2.000 und 10.000 Jahren.
1952 wurde das Tal von Twyfelfontein zum Nationaldenkmal erklärt. Die UNESCO verlieh ihm 2007 den Weltkulturerbe-Status. Ein Rundwanderweg führt die Besucher zu den acht schönsten Steinplatten.
Führungen werden vor Ort angeboten.

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