Swakopmund

Wie eine deutsche Kleinstadt: Swakopmund

Wie eine deutsche Kleinstadt: Swakopmund

Deutsche Kleinstadt zwischen Wüste und Skelettküste

Blutwurst und Bienenstich: Schützenverein und Kirchengemeinde: Swakopmund wirkt auf den ersten Blick wie eine deutsche Kleinstadt. 80% der Bewohner sprechen noch deutsch. Sogar das Klima ist eher mitteleuropäisch – wegen des kalten Benguela Stroms, der Swakopmund an vielen Tagen mit Nebel und Dunst umhüllt. Nur zehn Kilometer landeinwärts weicht der Schleier der strahlende Sonne Afrikas. Dieses Temperaturgefälle nutzen die hitzegeplagten Namibianer und machen dort im Sommer (Oktober bis März) Urlaub. Man sollte aber in Swakopmund nicht einen Badeurlaub wie in der Karibik erwarten. Die Wassertemperaturen übersteigen kaum die Temperaturen der Nordsee. Dafür kann man von Swakopmund Streiftouren an der Küste gen Norden unternehmen, z.B. zum Cape Cross, wo hunderttausende von Robben zu sehen sind oder zur düsteren Wildnis der Skeleton Coast. 



Sehenswürdigkeiten Swakopmund


Dampflokomobil Martin Luther

1896 ließ Oberstleutnant Trost eine in Deutschland gefertigte Dampflokomobile nach Walvis Bay bringen. Das Dampffahrzeug ohne Schienen sollte Material von Swakopmund in die Namib bringen und damit die Ochsenkarren ersetzen. Allerdings erwies es sich als komplett untauglich. Es verbrauchte immense Wassermengen und blieb ständig im Sand stecken. In drei Monaten soll es nicht mehr als 25 Kilometer zurückgelegt haben. So kam es zu seinem Namen „Martin Luther“, der auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Bis heute steht Martin Luther bei Arandis. Zu seinem Schutz wurde ein Museumsgebäude errichtet.


Swakopmund Museum

Geschichte der deutschen Kolonialzeit

Die Schwerpunkte der Ausstellungen liegen auf der Geschichte und Natur der namibischen Küstenregionen und der Heimatgeschichte der Stadt Swakopmund. Besonderer Anziehungspunkt ist die Originaleinrichtung der berühmten Swakopmunder Adler-Apotheke, sowie eine umfangreiche Ausstellung über die ethnischen Gruppen Namibias, ein originaler Ochsenwagen, diverse Dioramen zu geschichtlichen Ereignissen in Namibia sowie eine umfangreiche Sammlung namibischer Insekten.

Nähere Informationen:
www.scientificsocietyswakopmund.com


Welwitschia Trail

Rundfahrt zu den ältesten Pflanzen der Erde

Die von dem Österreicher Friedrich Welwitsch entdeckte Pflanze wächst nur im Hinterland von Swakopmund. Obwohl sie bis zu 2000 Jahre alt wird, besitzt sie nur zwei Laubblätter, die über 2,5 Meter lang werden können. Ihr Wurzelwerk breitet sich unterirdisch über einen Radius von 15 Metern aus. Die erstaunliche Pflanze, die mehrere Jahre ohne Wasser leben kann, ist ins Wappen von Namibia eingegangen. 


Arandis

Uranstadt in der Wüste

60 Kilometer nordöstlich von Swakopmund liegt die 5000-Einwohner-Siedlung mit Polizeistation, Kirche, Krankenhaus, Schule, Shop und Tankstelle. Die Reissbrettstadt von 1972 wurde für die Arbeiter in der nahegelegenen Uranmine gegründet. 1992 wurde Arandis vom Minenbetreiber, dem Rössing-Konzern, anlässlich der zwei Jahre zuvor errungenen Unabhängigkeit des Landes als „Geschenk“ an den namibischen Staat übergeben und erhielt den Status einer Stadt. Bis heute ist Arandis fast zu 100 Prozent von der Minengesellschaft abhängig, die bis mindestens 2021 dort Uran gewinnen will.




Reisebeispiele Swakopmund

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