Windhoek

Denkmal der Unabhängigkeit: Heroes Acre in Windhoek

Denkmal der Unabhängigkeit: Heroes Acre in Windhoek © Andreas Juergensmeier

Deutsches Provinznest oder Hauptstadt?

Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deutsches Provinzstädtchens als eine Hauptstadt. Wenn man dagegen auf der Rückreise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahrnehmung in eine Weltstadt. Charakteristisch für das Stadtbild ist das Gemisch aus deutscher Kolonialarchitektur und modernen Zweckbauten. Sehenswürdigkeiten sind vor allem die evangelisch-lutherische Christuskirche, die alte Feste der deutschen Schutztruppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Kattutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Township von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, aber erinnert daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen. 



Sehenswürdigkeiten Windhoek


Windhoek-Zentrum

Deutsche Kolonialarchitektur zwischen Christuskirche und Reiterstandbild

Das politische und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deutschen Kolonialarchitektur geprägt. Im Süden wird der Central Business District vom historisch wichtigen Ausspannplatz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausgespannt wurden. Bedeutendste Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen von Windhoek ist die evangelisch-lutherische Christuskirche von 1910 im neoromanischen Stil. Daneben steht das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolonialkriege des deutschen Kaiserreichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erinnern soll. Noch zehn Jahre älter ist die Alte Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wurde. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.


Katutura

Township von Windhoek

Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Township für schwarze Arbeiter in den 1950iger Jahren entstanden. Schulen, Krankenhäuser und Einkaufszentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewohnern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Wellblechhüttenmasse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afrikanisch: Zahllose Straßenverkäufer, Bars und Gemüse- und Obststände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebratenem Fleisch. Wer Katutura besichtigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.




Reisebeispiele Windhoek

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