Erongo-Gebirge

Zerklüftet: Erongo Gebirge

Zerklüftet: Erongo Gebirge

Zerklüftetes Vulkangebirge mit üppiger Vegetation

Entstanden ist das wild zerklüftete Gebirge vor Jahrmillionen durch einen Vulkanausbruch, der nicht bis zur Oberfläche gelangte. Da es aufgrund seiner Höhe viel Regen abfängt, ist es relativ dicht bewachsen und kaum zu durchdringen. Die üppige Vegetation hat seit jeher Tiere und Menschen angezogen, wovon zahlreiche Felsgravierungen der San zeugen. Sobald es zu Regenfällen kommt, wachsen außerdem diverse Savannengräser. Die größte Pflanze ist der Sprokiesboom, der eine Höhe von maximal acht Meter erreicht und vor allem an Steilhängen wächst. Sein Samenöl enthälte antibiothische Substanzen und  wird in der Medizin eingesetzt.



Sehenswürdigkeiten Erongo-Gebirge


Phillips-Höhle

Wandern zu denkmalgeschützten Höhlenmalereien

Die Höhle auf der Ameib-Farm im Erongogebirge enthält in ihrem Inneren denkmalgeschützte Höhlenmalereien der San. Die bekannteste Abbildung zeigt einen weißen Elefanten und eine rote Antilope, die nach Meinung der Forscher jedoch erst später eingefügt wurde. Das Alter der Zeichnung ist umstritten. Neuere Untersuchungen deuten auf die Zeit um  3400 vor Christus hin. Die Wanderung von der Farm zur Phillips Cave dauert rund 60 Minuten. Vom ausgeschilderten Parkplatz läuft man 30 Minuten. Das letzte Stück zur Höhle erfordert etwas Trittsicherheit.


Karibib

Halbedelsteine und afrikanisches Kunstgewerbe

Der Ort in der Erongo Region wurde 1900 als Bahnstation für die Schmalspurlinie zwischen Swakopmund und Windhoek gegründet. Als man sieben Jahre später eine neue Bahn mit breiterer Spur baute und die Bahnstation ins 30 Kilometer entfernte Usakos verlegte, wurde es still in Karibib. Erst der Bergbau brachte dem Ort wenige Jahre später neuen Auftrieb. Bis heute werden Gold, Marmor und Halbedelsteine abgebaut. Für den Besucher interessant ist das Henckert Tourist Centre in der Main Street. Auf über 1000 Quadratmetern gibt es hier das wohl größte Angebot an Schmuck, Edel- und Halbedelsteinen sowie anderen kunsthandwerklichen Artikeln in Namibia.


Omandumba

Living Museum of the San

Malereien und archäologischen Funde zeigen, dass die Farm Omandumba über Jahrtausende ein Siedlungsschwerpunkt der San war. Durch das Eindringen anderer Ethnien wurden die Ureinwohner Namibias schon vor langer Zeit aus diesem Gebiet vertrieben. Um die Jahrtausendwende wurde ihren Nachfahren die Möglichkeit eröffnet, auf dem Gebiet ihrer Vorfahren ein Museum zu betreiben, in dem man einen Einblick in die uralte Jäger- und Sammlerkultur der San bekommt. Verschiedene Programme werden angeboten, unter anderem eine Buschwanderung zu Felsmalereien und Nutzpflanzen der San. Dabei kann man mit den San auf Jagd gehen oder Fallen zu stellen. Im Museum kann man lernen, Schmuck, Medizin, Pfeile und Bögen herzustellen. Ein Höhepunkt sind die Darbietungen ritueller Tänze . 


Omaruru

Geschichtsträchtiger Ort mit Kunstgewerbe und dem einzigen Weingut Namibias

Das wenige tausend Einwohner zählende Städtchen wurde von der Rheinischen Mission gegründet, die 1872 hier einige Gebäude errichtete. Der Missionar Gottlieb Viehe schrieb hier die erste Bibelübersetzung ins Herero. 1894 wurde in Omaruru eine Militärstation der Deutschen Schutztruppe. Heute ist Omaruru ein verschlafenes, aber kosmopolitisches Städtchen, in dem es ein paar Läden mit Kunstgewerbe und auch eine Deutsche Schule gibt. Außerhalb liegt das einzige Weingut Namibias, die rund 3,5 Hektar große Kristall Kellerei.


Franketurm

Erinnerung an den Herero-Aufstand

Als im Januar 1904 der Aufstand der Herero losbrach, war auch Omaruru betroffen. Die Herero überfielen die Farmen und umzingelten den Ort. Die Schutztruppe war kurz zuvor ins 400 Kilometer entfernte Gibeon im Süden marschiert. Hauptmann Viktor Franke, Kommandeur der Omaruru-Kompanie, kehrte mit seinen Männern sofort um, als ihn die Nachricht vom Aufstand via Heliograph erreichte. Nach einem nur fünftägigen Gewaltmarsch von 900 Kilometern (!) gelang es Franke, den Belagerungsring der Hereros um Omaruru zu durchbrechen und die eingeschlossenen Siedler zu befreien. Der Beobachtungsturm aus dem Jahre 1908 wurde gebaut, um eine bessere strategische Position zu haben. Zu Ehren des Hauptmanns Viktor Franke wurde er nach ihm benannt.


Spitzkoppe

Namibias Matterhorn

Der Inselberg, der seine Umgebung um mehr als 700 Meter überragt, gehört du den meist fotografierten Motiven Namibias. Rings um die bizarren Gesteinsformationen ist die Vegetation relativ üppig, da das „Matterhorn Namibias“ Regen abfängt. Wie am Brandberg und in Twyfelfontein gibt es auch hier jahrtausendealte Felsmalereien. Die bekannteste Fundstelle ist das Buschmann-Paradies. Durch Vandalismus sind diese Malereien aber weitgehend zerstört. Daneben gibt es noch die Nashornwand, was zeigt, dass diese hier früher auch gelebt haben müssen.




Reisebeispiele Erongo-Gebirge

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