Ost-Caprivi

Viele Wildreservate: Ost-Caprivi-Region

Viele Wildreservate: Ost-Caprivi-Region

Dünn besiedelte Region mit vielen Wildreservaten

Im Osten weitet sich der Caprivi Zipfel bis zu einer Nord-Süd-Ausdehnung von über hundert Kilometern. Der im Süden mäandrierende Linyanti River bildet die Grenze zu Botswana. Im Norden wurde die Grenze mit dem Lineal gezogen, dahinter liegen Angola und Zambia. Östlich von Katima Mulilo, der Hauptstadt von Ost-Caprivi ist der Sambesi der Grenzfluss. Im Vierländereck von Kazangula gibt es sogar einen Berührungspunkt mit Simbabwe. Schon jetzt ist ein großer Flächenanteil der dünn besiedelten Region durch Wildreservate geschützt. Zukünftig sollen diese Gebiete jedoch zu einem Schutzgebiet vereint werden, dem Kavango-Sambesi-Transfrontier-Park. Er könnte dann der größte der Erde werden.



Sehenswürdigkeiten Ost-Caprivi


Mudumu Park

Wildreiche Savanne am Kwando River

Der über 1000 Quadratkilometer große Park im Caprivi Zipfel ist erst 1990 gegründet worden und schützt die wildreiche Savanne östlich des Kwando River. Weiter südlich verzweigt sich der Fluss in zahllose Wasserarme, die in die Linyanti-Sümpfe übergehen – eine Landschaft, die dem Okavango Delta so ähnlich ist, dass manche Reiseführer sie als das Okavango Delta von Namibia bezeichnen. Elefanten, Büffel, Kudus, Impalas, Säbelantilopen, Flusspferde und Krokodile sind hier zu Hause, daneben eine Vielzahl seltener Vogelarten. Für die Erkundung des Parks benötigt man einen Allradwagen. 19 Kilometer nördlich von Kongola liegt bei dem Dorf Singalame das Freilichtmuseum des Mafwe-Stammes, das wie ein afrikanisches Dorf gestaltet ist. Dort gibt es Kunstgewerbe zu kaufen, Gebräuche werden erklärt und Tänze vorgeführt.


The Living Museum of the Mafwe

Freilichtmuseum des Mafwe-Stammes

Das Museum hat zum Ziel, die Tradtionen des Mafwe-Stammes zu bewahren und zum Lebensunterhalt der Kommune beizutragen. Es besteht aus einem Dorf aus Strohhüten, die im Schatten mächtiger Baobab Bäume stehen. Die Bewohner, die sich in den traditionellen Kostümen zeigen, geben eine Einführung in das Leben ihrer Vorfahren. Ein Dolmetscher übersetzt auf Englisch. Vorbuchen von Aktivitäten ist nicht möglich. Man kann einfach hinfahren und für ca. 150 Namibian Dollar an einem Kurzprogramm teilnehmen.


Mamili-Nationalpark

Größtes Feuchtgebiet Namibias

Der 32.000 Hektar große Nationalpark schützt das größte Feuchtgebiet Namibias. Er liegt zwischen den Inseln Nkhasa und Lupala, die durch die Flüsse Cuando und Linyanti gebildet werden. Offiziell heißt der Park in der südwestlichen Ecke des Caprivi Zipfels daher auch Nkasa Lupala Nationalpark. Während der Trockenzeit können die Inseln über Wege im Park erreicht werden. Nach Regenfällen steht bis zu 80 % des Bodens unter Wasser, sodass die Inseln dann vom Festland abgeschnitten sind. Im Park leben vor allem Tiere, die sich an die Sumpflandschaft angepasst haben: Wasserkudus, Büffel, die selten gewordenen Wildhunde und eine Vielzahl von Vögel, die das Herz eines jeden Ornitologen höher schlagen lässt. In der Regenzeit(November – April) ist der Park am besten per Boot zu erreichen. In der Trockenzeit braucht man einen Allradwagen und Erfahrung.


Katima Mulilo

Hauptstadt des Ost-Caprivi

Die Stadt liegt am Sambesi, der hier die Grenze zu Angola bildet. Gegründet wurde sie 1911 von der deutschen Kolonialverwaltung, als der Caprivizipfel Deutsch-Südwestafrika zugeschlagen wurde. Aufgrund der undurchdringbaren Sumpflandschaft zwischen Okavango und Cuando war der Caprivi-Streifen jedoch bis in die 1940er Jahre nicht auf dem Landweg zu durchqueren. Daher konnte das 1.250 Kilometer von Windhoek entfernte Katima Mulilo nur über Botswana oder Sambia erreicht werden. Witterungsbedingt waren auch diese Wege oft unpassierbar, sodass der Ostcaprivi bis in 21. Jahrhundert weitgehend abgeschnitten war. Mit dem Bau des Trans Caprivi Highways hat sich das deutlich geändert. Den Schlussstein dieses Mammutprojekts war die Eröffnung der Katima-Mulilo Brücke 2004.




Reisebeispiele Ost-Caprivi

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