Khomas-Hochland: Grünes Hochplateau in Zentral-Namibia
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Khomas-Hochland

Dichter Busch, viele Tiere: Khomas-Hochland

Dichter Busch, viele Tiere: Khomas-Hochland

Grünes Hochplateau in Zentral-Namibia

Das knapp über 2.000 Meter hoch gelegene Gebirgsplateau liegt im Zentrum Namibias mit der Hauptstadt Windhoek in seiner Mitte. Am Gamsberg im Westen grenzt das Khomas-Hochland an die Namib. Dort fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab, weshalb diese Stelle Große Randstufe genannt wird. Im Osten trifft das Khomas-Hochland auf die Kalahari. Die hohen Gebirge fangen den letzten Regen ab, der vom Indischen Ozean her nach Westen zieht. Daher ist die Vegetation viel üppiger als in der Kalahari oder der Namib. In der richtigen Jahreszeit kann man im Khomas-Hochland ein grünes Namibia erleben.



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Sehenswürdigkeiten Khomas-Hochland

Gamsberg

Eldorado für Astronomen

Der charakteristische Tafelberg im Khomas-Hochland ist mit 2347 Metern Höhe der vierthöchste Berg Namibias. Seine über zwei Quadratkilometer große Gipfelhochfläche ist im Besitz des Max-Planck-Institutes für Astronomie und kann nur mit einer Sondererlaubnis besichtigt werden. Im Naturreservat um den Berg gibt es ein paar schöne Wanderwege.

Groß Barmen

Heiße Quellen im Erholungsbad

Das staatliche Erholungsgebiet gruppiert sich rund um eine heiße Quelle mit warmem, schwefeligem Heilwasser. Das 2014 wiedereröffnete Thermalbad umfasst ein Innen- und ein Außenbecken. Der Ort ist nach dem damaligen Hauptsitz der Rheinischen Mission in Barmen benannt. 1844 haben Wuppertaler Missionare hier die erste Missionsstation bei den Herero gegründet.

Hakosberge

Tafelberge und ausgetrocknete Canyons

Das Gebirge in Zentralnamibia liegt 130 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Windhoek. Höchste Erhebung ist der Gamsberg, ein markanter Tafelberg mit 2.347 Metern Höhe. Zwei Pässe führen über die Hakosberge: der Gamsberg-Pass (1.494 m) und der Us-Pass (1.812 m). Die Gegend um den Gamsberg eignet sich für Wanderungen. Die Hakosberge bieten ideale Bedingungen zur Sternenbeobachtung. Neben der Internationalen Amateur-Sternwarte steht das HESS-Teleskop auf Göllschau. Durch die Hakosberge, die zur Großen Randstufe gehören, zieht sich der Kuiseb-Canyon. Südlich der Hakosberge liegen die Naukluftberge.

Kuiseb-Pass

Außerirdische Impressionen am Rande der Namib

Der Pass führt über keinen Berg, sondern durch eine vom Fluss ausgewaschene Schlucht, die mit ihrem schwarzen Geröll fast unirdisch wirkt. An einigen Aussichtspunkten lohnt sich ein Stopp, um den Rundblick zu genießen. Die Geologen Henno Martin und Hermann Korn versteckten sich hier in der Region während des Zweiten Weltkriegs zwei Jahre lang, um der drohenden Internierung zu entgehen. Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist die Reportage eines ungewöhnlichen Abenteuers und eine Liebeserklärung an die Namib.

Okahandja

Herero-Tradition und Kunsthandwerksmärkte

Die kleine Stadt 70 Kilometer nördlich von Windhoek ist noch heute das wichtigste kulturelle Zentrum der Herero. In Okahandja liegen auch ihre großen Führer, Samuel Maharero, Hosea Kutako und Clemens Kapuo, begraben. Alljährlich im August findet hier der traditionelle Hererotag statt – zum Gedenken an die Vernichtung der Herero am Waterberg unter General von Trotha. An die Kolonialzeit erinnern die 1876 errichtete Rheinische Missionskirche, das älteste Gebäude Namibias überhaupt, der Bahnhof (1901) und das alte Fort. Besonders beliebt bei den Touristen sind die zwei großen Kunsthandwerkermärkte mit Holzschnitzereien am Ortseingang und Ortsausgang von Okahandja.

Rehoboth

Heimat des Bastervolks

Die 30.000-Einwohner-Stadt im staubigen Süden hat wenig Attraktionen zu bieten, dafür aber eine unglaubliche Geschichte. Sie beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts rund 2.000 Kilometer weiter südlich am Kap der Guten Hoffnung.
Dort war es üblich geworden, dass die weißen Herren mit ihren Arbeiterinnen Nebenbeziehungen unterhielten. Auch wenn dies totgeschwiegen wurde, war es nicht zu übersehen: Es gab jede Menge unehelicher Kinder, die man je nach Aussehen Kleinboi, Witboi oder Swartboi nannte. Im Gegensatz zu ihren weißen Halbgeschwistern hatten die „Bastarde“ kaum Rechte. Viele fanden bei Missionaren Zuflucht, wo sie getauft wurden und zur Schule gingen. Die biblischen Geschichten halfen ihnen, ihre Identität zu finden. Sie identifizierten sich mit dem Volk Israel, das wie sie in der Knechtschaft wohnte. Bald nannten sie sich selbst mit Stolz „das Volk der Baster“. In den 1860er Jahren kam es dann zu einer großen Auswanderungswelle. Da ihnen der Osten versperrt war, blieb ihnen nur – wie den Israeliten – die Wüste im Norden. Nach über 2.000 Kilometern Wanderung gruben sie einen Brunnen, in dem es ganzjährig Wasser gab. Sie nannten ihn Rehoboth – nach dem Brunnen, den Isaak am Rand der Wüste gegraben hatte. Noch heute sind in Rehoboth die häufigsten Nachnamen „Kleinboi“ oder „Swartboi“. Wer in Rehoboth einkauft oder tankt, wird schnell merken, dass die Nachfahren der Baster bis heute eine dem Holländischen verwandte Sprache sprechen und ganz andere Gesichtszüge haben als die benachbarten Nama oder Herero.



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