Etosha Nationalpark

Gut getarnt: Leopard im Etosha Park

Gut getarnt: Leopard im Etosha Park

Namibias Wildparadies

Der Park ist ein Teil der Kalahari Senke, ein riesenhaftes abflussloses Becken, das sich bis nach Botswana ausdehnt. Die Etosha Pfanne war früher ein großer Binnensee, der nach und nach ausgetrocknet ist und Salzablagerungen zurückgelassen hat. Daher hat der Park auch seinen Namen. Er stammt aus der Ovambo Sprache und bedeutet soviel wie „großer weißer Platz“. Der Park hat eine Größe von 20.000 Quadratkilometern und eine Längenausdehnung von Ost nach West von fast 300 Kilometern. Während im Winter (April – September) angenehme Temperaturen herrschen, wird es im Sommer sehr heiß. An der Südseite des Parks, wo sich auch die Camps befinden, liegen viele Wasserlöcher, die besonders im trockenen Winter die Tiere anlocken. 1500 Elefanten leben hier, 300 Löwen, das bedrohte Spitzmaulnashorn, Leoparden und die verschiedensten Antilopen.
Trotz seiner gewaltigen Ausdehnung ist der Park eigentlich noch zu klein – jedenfalls für Elefanten, die Tausende von Kilometern in ihrem Leben wandern und immer wieder die Zäune des Parks niederreißen. In den Schubladen der Regierung liegen Pläne, den Park erheblich zu vergrößern.



Sehenswürdigkeiten Etosha Nationalpark


Etosha Park – der Westen

Tierleben rund um 27 Wasserlöcher

Vor der Einzäunung des Etosha-Parks konnten die Tiere frei migrieren und sind bei Trockenheiten bis zum Kunene-Fluss an der Grenze zu Angola gewandert. Heute ist ihnen diese Möglichkeit versperrt. Damit das Wild nicht verdurstet, wurden künstliche Wasserstellen angelegt, von denen die meisten – insgesamt 27 – im Westen liegen. So kommt es, das der Tierreichtum in den letzten Jahren stark zugenommen hat.


Etosha-Pfanne

Der „große, weiße Platz“

Der „große, weiße Platz“, was die Wortbedeutung von „Etosha“ in der Ovahimba-Sprache ist, ist ein ausgetrockneter Binnensee 1000 Meter über dem Meer, der Salzablagerungen zurückgelassen hat. 4760 Quadratkilometer ist die gigantische Pfanne groß. Die Länge in Ost-West-Richtung beträgt 120 Kilometer, die Breite 55 Kilometer. In besonders reichen Regenjahren läuft die Etosha-Pfanne bis zu zehn Zentimeter hoch voll und lockt dann tausende Flamingos, Wat- und andere Wasservögel an, die hier auch brüten. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt von November bis Februar ca. 410–440 mm. Das Wasser hat dann einen doppelt so hohen Salzgehalt wie Meerwasser.


Halali

Wasserloch für nachtaktive Tiere

Rund 600 Meter vom Halali-Camp mit Restaurant, Toilette und Café liegt ein Wasserloch, das vom Camp aus zu Fuß erreichbar und von den Wildtieren inzwischen gut akzeptiert ist. Abends wird das Wasserloch beleuchtet, so dass man auch nachtaktive Tiere beobachten kann.


Im Osten des Etosha Parks

Private Wildreservate im Schatten des Nationalparks

Östlich des Etosha Parks haben sich während der deutschen Kolonialzeit Siedler niedergelassen, die das Land unter sich aufteilten. Auf großen Arealen betrieben sie Rinderzucht und behielten ihre Farmen in der Regal auch nach dem Ersten Weltkrieg, als Namibia südafrikanisches Protektorat wurde. Heute gehört das Land ihren Nachfahren, die meist noch deutschsprachig sind. Allerdings wurde in der Trockenheit in den 1980iger Jahren überall die Rinderzucht aufgegeben, das Gelände renaturiert und Wild angesiedelt. Auf dem Gelände der ehemaligen Farmen bieten die Nachfahren der deutschen Siedler heute Pirschfahrten in offenen Wagen an. Besonders attraktiv sind ihre Lodges auch wegen der Nähe zum Etosha Park.


Im Süden des Etosha Parks

Vor dem Haupteingangstor zu Namibias Tierparadies

Das Haupteingangstor zum Etosha Park ist das Anderson Gate im Süden von Okaujuejo. Wer nicht in einem staatlichen Camp innerhalb des Parks wohnen will, sondern den Charme einer privaten Lodge erleben will, findet vor dem Eingangstor ein paar Möglichkeiten in allen Preisklassen. Oft sind die Lodges in einem privaten Wildreservat angesiedelt und bieten auf ihrem Gelände Pirschfahrten an. Sie liegen meist versteckt in der Wildnis und bieten ultimativen Luxus, so etwa die Ongava Lodge. Andere sind direkt an der Straße, so dass man in wenigen Minuten am Eingangstor ist.


Im Westen des Etosha Parks

Private Camps mit Zugang zur „restricted Area“

Der Etosha Park war bis Anfang 2014 zweigeteilt. Der östliche, von der Etosha-Pfanne geprägte Teil war für Touristen mit Pkw frei zugänglich. Der westliche Teil dagegen durfte nur in Begleitung registrierter Reiseführer besucht werden. Seit Frühjahr 2014 ist der Westteil am Galton Gate für alle Besucher geöffnet. Aus diesem Grund entstanden rings um Kamanjab neue Camps und private Wildreservate, die eine gute Alternative zum staatlichen Dolomite-Camp bilden, das im Westen des Parks liegt.


Kalkheuwel

Wasserloch für Fotosafaris

Die Wasserstelle gilt bei Kennern als eine der besten zum Fotografieren, da man den Tieren sehr nahe kommt. Besonders in der Trockenzeit wird das Wasserloch von allen Wildarten stark frequentiert. Wenn Löwen in der Gegend sind, müssen die anderen Tiere warten, bis die Könige der Tiere ihren Durst gestillt haben. Oryx, Giraffen und Elefanten werden oft angetroffen. Leoparden ebenfalls. Die Wasserstelle ist auch gut zur Vogelbeobachtung geeignet. Greifvögel, wie Schwarzbrust-Schlangenadler, Raubadler und Schmarotzermilane werden oft angetroffen. Häufig sind auch die seltenen, blaugelben Rüpelspapageien zu beobachten. 


Namutoni

Festung der deutschen Schutztruppe

Ursprünglich war der Ort im Osten der Etoshapfanne ein Kontrollpunkt, der von der deutschen Schutztruppe während der Rinderpest errichtet wurde. Nach dem Herero-Aufstand wurde das Camp befestigt. Heute befindet sich in den Mauern des Forts eines der drei großen Park-Camps. Ein Museum informiert über die Geschichte des Militärpostens. Vor der Mauer liegt das King Nehale Wasserloch, wo man auch abends Tiere beobachten kann, wenn man im Camp untergebracht ist.


Okaukuejo

Dichtes Tierleben am großen Wasserloch

Die Wasserstelle von Okaukuejo ist beleuchet und kann vom Rastlager abends und nachts beobachtet werden. Das Wasserloch bietet den Touristen besonders im Winter ein einzigartiges Erlebnis. Elefantenherden von bis zu vierzig Tieren können gesichtet werden und auch Spitzmaulnashörner besuchen die Wasserstelle oft. Weitere regelmäßige Besucher sind Löwen, Geparden und braune Hyänen. Manchmal kann man den Löwen sogar bei der Jagd zusehen.


Olifantsbad

Bei Elefanten beliebtes Wasserloch

Das Wasserloch ist, wie der Name nahelegt, besonders bei Elefanten wegen der Mopanebäume in der Umgebung beliebt. Gern nehmen sie dort zwischen den Mahlzeiten ein Bad. Auch Zebras und Antilopen sind regelmäßige Gäste an der Tränke, wo sie oft von Hyänen und anderen Raubtieren belauert werden.


Viewpoint Etosha-Pfanne

Bester Ausblick über die schimmernde Salzebene

Die fast 5.000 Quadratkilometer große und 120 Kilometer lange Salzpfanne entstand vor fast vier Millionen Jahren, als durch Veränderung von Flussläufen ein großer Binnensee austrocknete. In besonders reichen Regenjahren läuft die Etosha-Pfanne bis zu zehn Zentimeter hoch voll und lockt dann tausende Flamingos, Wat- und andere Wasservögel an, die hier auch brüten. Ansonsten bildet die Salzkruste eine weißlich schimmernde Schicht, die der Pfanne ihren Namen eingetragen hat. „Etosha“ heißt auf Ovahimba: „großer weißer Platz“.




Reisebeispiele Etosha Nationalpark

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