12.05.2007

Namibiareise von Carola Wagner

Lieber Hr. Garstka,

hier etwas verspätet unsere Reiseeindrücke:

Es war ein wunderschöner Urlaub bei dem das, was von Umfulana organisiert wurde sehr gut geklappt hat.

Die Route war optimal um das Land kennenzulernen. Manchmal waren uns die Tagesetappen allerdings etwas zu lang.Die Entfernungen waren z.T. zu kurz angegebenen, was uns einmal unter erheblichen Zeitdruck gebracht hat. (Wir haben an diesem Tag zu spät in der Karte nachgelesen). Die Straßenkarte vom ''Reise-Know-How''-Verlag fanden wir etwas übersichtlicher als die vom Baedeker Verlag.

Ausserdem hatten wir uns zustätzlich noch den Loose- und den Iwanowski-Reiseführer besorgt, weil beide detaillierte Angaben machen und auch den ein oder anderen interessanten Hinweis geben. Welcher besser ist lässt sich schlecht sagen, ist Geschmacksache. Der Loose ist etwas aktueller.

Leider begann unser Urlaub mit Verzögerung. Bedingt durch einen technischen Defekt am Flugzeug kamen wir nicht wie geplant in der Früh um 7:00 Uhr an, sondern landeten erst um Mitternacht in Windhoek. Dadurch mussten wir die Reise umstellen und den Fish River Canyon streichen. Vielen Dank an dieser Stelle für Ihre perfekte Hilfe beim Umbuchen und für das Organisieren eines Fahrers, der uns in der Nacht um 1 Uhr zu unserer ersten Unterkunft in Windhoek gebracht hat. Wir waren wirklich froh, dass wir um diese Zeit kein Auto mehr abholen mussten um dann in der Dunkelheit die Unterkunft in Windhoek zu suchen.

Mietwagen: Wir bekamen statt eines Nissan Almeras einen fast neuen (1000km) Toyota Corolla mit dem wir sehr zufrieden waren. Wir hatten bei Avis zwar einen 2. Reservereifen bestellt, dieser war aber nicht verfügbar. Letztendlich hätten wir ihn aber auch nicht gebraucht, da wir keine einzige Reifenpanne hatten. Tip: Vor Fahrten auf Schotterstraßen den Luftdruck reduzieren und auf diesen nicht schneller als 80 km fahren. Auch wenn die Straßen ein paar Kilometer sehr gut sind kann plötzlich ein größerer Stein, ein Loch oder eine nicht vorhersehbare Mulde kommen. Bei einem Aufsweichmanöver sind wir dabei einmal ins Schleudern gekommen. Es ist Gott sei Dank nichts passiert, aber ab da haben sind wir nicht mehr schneller als 80 km/h gefarhen. Im Nachhinein sind wir froh, das Geld für einen 4x4 Wagen gespart zu haben. Nur im Etoshapark wäre es der besseren Sicht wegen ganz nett gewesen ein höheren Wagen zu haben.

Die einzelnen Stationen:

Auf einer Oase bei Maiental: Freundliche Begrüßung und genau das Richtige um erst mal in Namibia anzukommen und den Flugstress zu vergessen.

Das Abendessen war köstlich und die Atmosphäre richtig stimmungsvoll. (Vor allem am zweiten Abend als der Reisebus weg war.)

Die Sundowner Fahrt ist auf alle Fälle zu empfehlen.

Aus - Adlernest
Sehr einsam gelegene originelle Unterkunft in bzw. an den Felsen mit tollem Ausblick. Da ohne Klimaanlage und Ventilator aber unangenehm warm in der Nacht.

Gästehaus am Rande der Dünen:
Schön gelegene Lodge, wunderschöne Bungalows und vor allem sehr freundliches Personal.
Haben die fast-Sonnenaufgangstour ins Sossousvlei in guter Erinnerung bei der wir anschließend mit Blick auf die Dünen ein perfektes Frühstück serviert bekamen.
Ebenfalls empfehlenswert ist der Sun-Downer-Ausritt.

Intermezzo:
Nettes Haus in Strandnähe. Auf das Frühstücksbuffet waren wir durch die Reiseberichte ja schon vorbereitet und wurden auch nicht enttäuscht.

Für Swakopmund würden wir 3 Nächte empfehlen. Es ist einfach schön, nach den vielen Wüstentagen am Meer zu sein, ausserdem kann man hier mal so richtig gemütlich durch eine schöne Stadt bummeln und einkaufen. Ferner gibt es dort die Gelegenheit, an Ausflügen in der Umgebung teilzunehmen. Wir haben uns für die Katamaranfahrt entschieden. Diese ist zwar sehr tourimäßig, hat aber trotzdem viel Spass gemacht. Wann kommt man Robben, Pelikanen und Kormoranen ansonsten schon so nah und wann bekommt man Austern wirklich fangfrisch serviert?

Abendessen: Am 2.Abend waren wir im Ocean Basket was wir weiterempfehlen würden. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut und man bekommt frischen Fisch und Meeresfrüchte und das Ganze mit Blick aufs Meer.

Brandberg:
Anlage sehr gepflegt und sauber. Allerdings sind die Bungalows als Reihehäuser angelegt was nicht besonders schön und dazu sehr hellhörig ist

Vingerklippe:
Gepflegte große Anlage in toller Lage. Schöne geräumige Zimmer und sehr gutes Essen.
Hatten von unserem Bungalow einen guten Blick auf das Wasserloch und konnten so von unserer Terrasse aus einige Tiere beobachten.
Bei der Sundownerfahrt wurden wir nur durch die Gegend kutschiert ohne große Erklärungen. Verglichen mit anderen Fahrten würden wir diese nicht noch einmal mitmachen.

Etosha:
Die Bungalows werden gerade renoviert. Wir hatten einen der bereits fertiggestellten Luxusbungalows direkt am Wasserloch. Es fehlte zwar noch die Klimanalge, aber das konnte man für 2 Nächte schon mal in Kauf nehmen. Dafür sind es nur ein paar Schritte von der Terrasse zum Wasserloch.

Halali:
Wird auch gerade renoviet. Unser Standardbungalow war schon fertig und steht dem Luxusbungalow von Okaukuejo in nichts nach. Vor allem funktionierte dort die Klimaanlage bereits.

Das Essen in den Camps lässt sich mit dem der Lodges in keiner Weise vergleichen, aber das wussten wir ja. Dafür ist man direkt im Park und muss nicht die lange Anfahrt in Kauf nehmen.

Vor allem am Abend, wenn man bis spätestens zum Sonnenuntergang den Park verlassen haben muss ist es von Vorteil, wenn man dann nur noch bis zum Camp fahren muss.

historische Pionierfarm:
Ein Highlight dieses Urlaubs. Ausgesprochen geschmackvolle Anlage am Fuße des Waterbergs von Grün umgeben. Hier kann man den Urlaub gut ausklingen lassen und sich von den Strapazen erholen. Die Sundownerfahrt mit Hr. Rust ist empfehlenswert. Sie bietet Einblick in die Probleme der Farmerei und ist äusserst informativ.

Ausserdem werden hier am Morgen und am Nachmittag geführte Wanderungen angeboten. Die Landschaft hier ist so grün und schön dass man sich den Blick vom Plateau nicht entgehen lasssen sollte.

Guesthouse in Windhoek:
Freundlich, hilfsbereit. In der ersten Nacht wurden wir auch um 1.30 gastfreundlich aufgenommen.

Wir freuen uns auf ein nächstes Mal in Namibia,
mit freundlichen Grüßen

Eva Busse Carola Wagner



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