14.05.2007

Namibiareise von Franz Koch

Mit Umfulana hatten wir eine wunderbare, jederzeit sichere und gute Namibiareise.
Von der Schweiz mit der Bahn nach Frankfurt und dann über Nacht direkt nach Windhoek ist eine mühelose Reisevariante. Wir waren sehr froh um die vorgebuchten Plätze, auch wenn Reihe 26 erst ganz am Schluss bedient wird und es nie mehr zu einer Menuwahl reicht-war trotzdem alles ok.
Bei AVIS mussten wir zwei Fahrzeuge zurückweisen, einmal wegen defekter Frontscheibe, dann wegen zuwenig Reifenprofil. Die Dame am Schalter meinte zwar keck, mit diesen Reifen könne man noch gut und gern tausend Kilometer fahren. Da wir über 3500 km fuhren, hätte man uns also einen Reifenwechsel irgendwo im Busch zugemutet. Dank unserer Beharrlichkeit erhielten wir schliesslich ein Upgrade, einen Luxus Nissan Xtrail 4x4 (Details, wie das gemacht wird, bitte im Buch "Alles kann sich ändern" nachlesen.)
Mit den gewählten Unterkünften waren wir meist sehr zufrieden. Den schönsten Sternenhimmel, die lustigsten Gespräche und die beste Massage gabs dabei auf der afrikaansen Gästefarm– in the middle of nowhere. Auch das Essen haben wir rundum genossen, und ich habe entsprechend zugenommen. Sehr herzlich war der Service im Naturhaus, unvergesslich die Intensität des Regenbogens bei einem Gewitter über der Kalahari.
In der Lodge bei Sesriem sieht der Pool auf dem Prospekt besser aus als in Wirklichkeit, zum Füsse schwenken reichts allemal. Das Essen hier ist – im Gegensatz zu Joe^s Beerhouse in Windhoek-dank der kleinen Fleischportionen für Vegetarier sehr geeignet.
Wunderbar war der Aufenthalt in der Lodge am Brandberg, auch hier ein Naturspektakel erster Güte.
Vingerclip Lodge: Herrlich für einen Ruhe- und Pooltag!
Obwohl der Sommer sehr trocken war, hat es unmittelbar vor unserer Ankunft im Etoscha Park stark geregnet, also waren die Tiere nicht auf die Wasserlöcher angewiesen und daher oft schwer zu finden. Als bei Halali abends um zehn dennoch ein Rhino aus dem Dickicht brach um sich zu laben, waren wir-mit nur vier weiteren Besuchern-natürlich sehr happy. Und alles in allem haben wir auch sehr viele Tiere gesehen.
Am Waterberg hat uns dann die deutsche Kolonialgeschichte doch noch etwas beschäftigt. Selten haben wir Zäune so stark trennend empfunden wie hier. Zum Sundowner fuhren wir grundsätzlich bewaffnet, falls irgendwo Wilderer anzutreffen gewesen wären. So haben wir rund um Okakarara auch so etwas wie Apartheit erlebt, deprimierend, auch wenn man das als Tourist wohl lieber ausblendet. Jenseits einer grossartigen Natur, von Fauna und Flora, sind die Probleme des Landes wohl nicht gelöst.
Die Heinitzburg war unser letztes Domizil, mit wunderschöner Terrasse hoch über Windhoek-zum geniessen, aber nach fast drei Wochen Natur pur fast zu steiff und zu theatralisch, so dass wir froh waren, abends im Städtchen noch ein lebendiges, pulsierendes Ambiente vorzufinden wie nie auf dieser wunderschönen Reise.

Fazit für uns: Umfulana würden wir uns sofort wieder anvertrauen!



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