18.08.2003

Namibiareise von Christian Jäkel

Hi Umfulana-Team,
seit einer Woche nunmehr aus dem Namibia-Urlaub zurück kann ich für uns feststellen dass das der schönste Urlaub wahr den wir je unternommen haben.
Die Anreise mit umsteigen in Zürich und Johannesburg war mit einer Zeit von ca.21 Stunden ziemlich lang. Die Fahrzeugübernahme auf dem Windhoeker Flugplatz bei AVIS war völlig unproblematisch. Der Linksverkehr erforderte hingegen einiges an Gewöhnung (beim blinken nicht den Wischer anschalten, mit der linken Hand schalten wahr Anfangs etwas haklig, beim abbiegen ja nicht in den Gegenverkehr fahren).
Die Ankunft und der Aufenthalt im Tamboti Gästehaus wahr sehr herzlich und persönlich, Siggi's Tamboti Gästehaus ist ein sehr guter Ausgangspunkt für eine Namibia-Reise.
Die Fahrt zur Zebra River Lodge mit ca.100km Asphalt und ca.180km Schotter gab einen guten Vorgeschmack auf den bevorstehenden Urlaub.
Die Anfahrt zur Zebra River Lodge ist sieht zwar anspruchsvoll aus ist aber eigentlich ganz easy und passt zum rustikalen Ambiente der Lodge. Diese allein ist schon die Reise wert, die sehr persönliche Aufnahme und Betreuung zeichnen Marianne & Rob aus. Das Abendessen und das Frühstück am großen runden Tisch mit allen Mitbewohnern ist ein weiteres Highlight der Zebra River Lodge. Wir saßen mit drei Franzosen, einem Spanier, einem Süd-Afrikaner, zwei Engländer & einer Irin am Tisch. Die sehr spannenden Gespräche forderten all unser Schul-Englisch und haben viel Spaß gemacht. Die Fahrt am nächsten Tag zum Soussusvlei war sehr interessant. Die 400km Schotter-Pad am darauf folgenden Tag mit einem Abstecher zur Blutkuppe nach Swakopmund war allerdings an der Grenze dessen was ich mir im Urlaub zumuten möchte.
Das deutsche Haus könnte so wie es da steht ebenso gut irgendwo in Deutschland stehen. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass man sich im Süden Afrikas befindet, übt das einen besonderen Reiz aus. Allerdings möchte ich Swakopmund nicht am Wochenende erleben, da ist Totentanz. Als Großstädter ist man da ziemlich verwöhnt. Die anschließenden Asphalt-Pads waren sehr entspannend, auch war die Entfernung zur Omauru Game Lodge locker zu bewältigen.
Der Aufenthalt auf der, um eine Wasserstelle herum gebaute Lodge, zählt zu den Highlights dieser Reise. Kudus Zebras Strauße, Nashörner zum anfassen und die Fahrt zu den Elefanten waren überwältigend.
Halali als nächste Unterkunft versprüht dagegen den Charme eines Straflagers. Viel sollte man von einer staatlichen Unterkunft in Namibia nicht erwarten. Aber auch hier gibt es positives zu erwähnen. Die Gastronomie war ordentlich und abwechslungsreich. Das beleuchtete Wasserloch ist ein absolutes Muss und entschädigt für die kargen renovierungsbedürftigen Bungalows. Der Etosha Nationalpark erschien uns atemberaubend. So viele Viecher aller Art und teilweise so nah, waren vor allem für meinen neunjährigen Sohn ein Erlebnis der besonderen Art.
Die Mushara Lodge entschädigte uns für die Nächte in Halali. Architektur, Ausstattung und Personal genügen auch höheren Ansprüchen. Das erste Mal das wir versucht haben unser Outdoor-Outfit abzulegen, um uns zum Abendessen "aufzutakeln".
Im Waterberg Resort konnten wir dann wieder staatliche Gastlichkeit genießen. allerdings ist diese Anlage bei weitem nicht so reparaturbedürftig wie Halali. Man merkt aber auch hier das fehlende Engagement einer privaten Lodge. Aber auch hier gefällt Architektur, Flora & Fauna. Eine, morgens um 7 Uhr, durch die Bungalows ziehende, ca. 40-köpfige Pavian-Herde, die in den Mülltonnen nach Grillresten sucht, übt schon einen besonderen Reiz aus.
Ein Besuch im Cheetah Conservation Fund war auch jeden zurückgelegten Kilometer wert. Die Rückfahrt nach Windhoek war schon voller Wehmut geschwängert. In Windhoek angekommen gingen wir noch ein bisschen shoppen. Die letzte Nacht im Tamboti war wieder von der vertrauten Herzlichkeit. Die Abgabe des Mietwagens gestaltete ebenso problemlos wie der Empfang.
Der Rückflug war allerdings, wie der Hinflug recht anstrengend.
Mein Fazit ist: Die von Ihnen zusammengestellte Reise übertraf all unsere Erwartungen. Ich würde immer wieder eine Namibia-Reise mit Ihnen buchen.

Mit namibischen Gruß "Gute Pad"

Christian Jäkel



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