04.11.2003

Namibiareise von Klaus Zschokke

Sehr geehrte Frau Bosbach,
Sehr geerhter Herr Bach!

Wir sind – leider – schon wieder zurück. Es war wirklich wunderschön und eindrücklich. Ihre Reiseorganisation war sehr gut: alles hat geklappt! Dafür nochmals besten Dank. Ich möchte im folgenden ein paar Bemerkungen zu den einzelnen Lodges machen - es sind rein private Eindrücke, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Der erste schöne "Afrika-Eindruck" entsteht in der Anib Lodge, wo man sich langsam mit der neuen Lebensweise anfreunden kann. Der erste wirkliche Höhepunkt folgt ein wenig später: die beiden Übernachtungen im Wolwedans Private Camp. Wie Sie das geschafft haben, uns dort unterzubringen, dafür gebührt Ihnen ein extra Dank! So etwas kannten meine Frau und ich bis jetzt nur aus den Filmen. Dort funktionierte alles wirklich perfekt. Die kleine Verstimmtheit in der Namib Naukluft Lodge hatte vor allem damit zu tun, dass die "kleinere Unterkunft" einfach ein 1-er Zimmer war, in welches ein zweites Bett gestellt worden war, d.h. es gab nur eine Lampe, eine Tasse, ein Handtuch etc. Alles klärte sich schnell auf und – wie erwähnt – die beiden folgenden Tage/Nächte in Wolwendans waren dann so genial schön, dass sich auch der kleine Umweg "zurück" nach Süden absolut gelohnt hat.

Speziell erwähnen möchten wir auch die Matunda Gäste Farm: der Empfang ist sehr herzlich, die Umgebung friedlich und das Essen ausgezeichnet, da das gesamte Angebot auf der eigenen Farm produziert wird. Frau Jentzsch ist eine hervorragende Köchin und Herr Jentzsch hilft mit Rat und Tat. Seine Tipps sind gut zu gebrauchen. Dazu kommt, dass die Farm klein ist und dadurch auch auf persönliche Wünsche eingegangen werden kann – unbedingt empfehlenswert! Vor allem auch, weil der vorherige Aufenthalt als Nicht-Jäger auf der Schönfeld Farm ein bisschen "hart" sein kann. Die Besitzer sind sehr nett, die Lodge ist schön gelegen, der Garten ist wunderbar gepflegt, aber eben: wenn man nicht Jäger ist, dann trocknen die Gesprächsthemen rel schnell aus. Wir wären lieber nur eine Nacht auf Schönfeld und dafür zwei Nächte in Matunda geblieben. Es könnte sein, dass andere Reisende ähnlich empfinden.

Und nochmals: der Aufenthalt sonst auf Schönfeld ist sehr angenehm. Erwähnenswert ist sicher auch die Rustig Toko Farm und dort vor allem die Tagestour zu den Himbas. Herr Göthje kennt sich sehr gut aus, man merkt auch, dass die Himbas sich freuen, wenn Gäste kommen. Kulala, Onguma und Vingerklip sind ausgezeichnete Lodges, die man weiter empfehlen kann. Waterberg ist von der Lage her wieder eine Klasse für sich! Eine traumhafte Oase in grün inmitten der sonstigen Brauntöne. Nicht ganz auf dem Niveau der bis jetzt beschriebenen Unterkünfte ist das "Deutsche Haus". Nicht so sehr was die Infrastruktur betrifft, sondern eher der Stil (Nomen est omen bis hin zum deutschen Schäfer, der in der Hotelhalle Wache schiebt!). Was zudem sehr schade ist: man hat den Eindruck, irgendwo zu sein, aber sicher nicht am Atlantik! Nach der langen Fahrt durch die Kalahari eigentlich schade. Der absoltue Abfaller: Toshari Inn – den sollten Sie u.E. aus Ihrem Programm streichen: er passt nicht zum restlichen Stil von Umfulana (oder des Angebots). Zum Glück waren wir dort nur für eine Nacht gebucht, sonst hätten wir wohl versucht, nochmals in Matunda (das ja ganz in der Nähe liegt) zu übernachten. Toshari OUT! Sie passt nicht zum Rest Ihres Angebots.

In Windhoek war die Heinitzburg in Ordnung, das Hilltop House jedoch viel angenehmer, weil persönlicher und herzlicher. Nun, wie gesagt, alles funktionierte bestens, leider auch die Heimreise, was zur Folge hatte, dass wir pünktlich gestern abend in München gelandet sind. In der Onguma Gäste Farm trafen wir übrigens Herrn Heinig mit Frau, die ebenfalls Kunden von Ihnen und ebenfalls sehr zufrieden mit Ihrem Angebot waren.

Besten Dank nochmals, und wenn wir wieder nach Namibia fliegen – was ich sehr hoffe – werden wir uns sicher wieder bei Ihnen melden und Sie auch weiter empfehlen.

Mit freundlichen Grüssen
Ainhoa und Klaus Zschokke



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