07.09.2008

Namibiareise von Brigitte Stöber

Im August 2008 unternahmen wir unserere erste mit Umfulana gebuchte Reise nach Namibia, Botswana und Sambia. Urteil insgesamt: wir sind begeistert.
Wir starteten in Windhoek, wo wir in der wunderschönen Heinitzburg untergebracht waren. Weiter ging es im VW Polo von Avis nach Süden über Marienthal durch die Kalahari zur Anib Kalahari Lodge. Am Nachmittag bis zum Sonnenuntergang unternahmen wir einen schönen Spaziergang auf dem Gelände der Lodge, wo wir die ersten Wildtiere erleben konnten. Weiter ging es Richtung Westen nach Sossusvlei. Untergebracht waren wir im Desert Homestead, wo wir die herrliche Natur in der Wüste, wunderschönes Farbspiel und grandiose Sonnenuntergänge erleben konnten. Die Nächte waren allerdings sehr kalt und windig. Einen Tag verbrachten wir in den roten Dünen im Sossusvlei – ein absolutes high-light. Die Fahrt auf der endlos lang erscheinenden Schotterpiste mit dem Polo war eine Grenzerfahrung. (1 Eimer voll Steine wurde in der VW-Werkstatt in Swakobmund aus der Achsaufhängung entfernt) In Swakobmund war die Luft angenehm kühl und leicht feucht. Die Sonne ließ sich nur mal ein Stündchen blicken. Lohnenswerter Ausflug nach Cape Cross, wo tausende von Robben zu bestaunen waren. Der Schweizer Besitzer des Sams Giardino berichtete uns einiges über die Lebensumstände eines zugewanderten Hoteliers in Namibia. Gutes Essen und angenehme, ruhige Atmosphäre.
Dann weiter zur Omaruru Game Lodge. Tolle Unterkunft und guter Service, aber kein unbedingtes Muss, denn es kam uns ein wenig vor, wie in einem Zoo. Nashörner, die von der Mauer des Restaurants fressen und sich das Horn streicheln lassen, vermitteln nicht unbedingt ein wildlife-feeling.
Nächste Station: Hamakari Gästefarm in den Waterbergen. Bei Wilhelm und Sabine (deutschstämmige Farmer in der 5. Generation) hätten wir es gerne auch länger als 2 Tage ausgehalten. Wir fühlten uns fast wie Familienangehörige und genossen die game-drives, die gemütlichen Abende, die interessanten Einblicke in den Farmbetrieb und das Leben der weißen Farmerfamilien.
Die nächsten 2 Tage verbrachten wir im Etosha National-Park. Der Service in den staatlichen Unterkünften im Park war, im Gegensatz zu den Informationen, die wir hatten, sehr gut und die Angestellen waren sehr freundlich. Wir bewohnten eine Hütte direkt am Wasserloch im Okaukuejo Camp. Für Tierbeobachtungen die beste Stelle im ganzen Park. Dank des reichlichen Regens im Frühjahr, befand sich sogar noch viel Wasser in der Pfanne des Nationalparks.
Wunderschön war auch die Mushara Lodge am Ostausgangs des Parks, wo wir eine Nacht verbrachten, bevor wir uns auf den langen Weg nach Norden zum Caprivi Streifen machten. Wir kamen an hunderten von kleinen Dörfern vorbei. Es herrschte nur wenig Verkehr auf der sehr guten Straße. Viele Leute liefen über die Straße, oder boten handwerkliche Arbeiten am Straßenrand an.
Am Okavango waren wir eine Nacht zu Gast in der schönen Mahangu Lodge.Wir genossen es, bei einer Bootsfahrt Flusspferde, Krokodile und wunderschöne Vögel zu beobachten und den herrlichen Sonnenuntergang zu erleben.
Nächste Station: Camp Kwando am Kwando-River. Die Lodge ist eigentlich ganz nett, aber unser Zelt mit open-air-bad war etwas gewöhnungsbedürfig. Der dampfende Kessel in der Nähe unserer Hütte diente nicht etwa zur Mückenvertreibung, was wir zunächst vermuteten, sondern zur Warmwasserbereitung für unsere Dusche.
Am nächsten Tag hieß es Abschied von unserem VW Polo zu nehmen, der sich über 4000 km wirklich tapfer geschlagen hat. In Kasane am Airport bei der Avis-Station bei einem sehr freundlichen Mitarbeiter (gut, also das Ende seiner Mittagspause nahm er nicht ganz so genau, so dass wir ein wenig auf ihn warten mussten). Der Abholservice von der Kubu-Lodge klappte reibungslos. Diese, direkt am Chobe-River gelegene Lodge gefiel uns am allerbesten von allen Unterkünften. Die Chalets sind sehr liebevoll eingerichtet, die Parkanlage ist schön gepflegt, es gibt einen schönen Pool und ein excellentes Essen. Die Bootsfahrt auf dem Chobe-River ist absolut lohnenswert. Flusspferde, 5 m lange Krokodile und Büffelherden kann man aus allernächster Nähe bewundern, Elefanten kommen zum Baden in den Fluss...einfach fantastisch.
Dann ging es zu unserer letzten Station nach Sambia zur Chundukwa River Lodge am Sambesi. Der Grenzübertritt von Botswana nach Sambia klappte dank der guten Organisation durch den Transfer Service reibungslos. Zum Glück brauchten wir uns nicht in die kilometerlange Schlange der LKWs einzureihen, die mit der Fähre über den Fluß nach Sambia übersetzen wollten. Auch die letzte Unterkunft war wieder sehr gut. Sie bestand nur aus 4 Bungalows (mit Blick auf den Sambesi incl. Wärmflasche unter der Bettdecke) und es herrschte daher eine fast familiäre Atmosphäre. Der krönende Abschluss für uns war dann der Besuch der Victoriafälle. Wir können nur allen empfehlen, diese auch von der Zimbabwe-Seite aus anzuschauen, was allerdings ein ziemlich kostspieliges und zeitaufwendiges Ein- u. Ausreiseprozedere erfordert. Spektakulär war dann noch der 30 minütige Hubschrauberflug über die Fälle und durch die Schlucht des Sambesi.

Fazit: Eine gelungene, unvergessliche Reise mit dem Appetit auf mehr!
Danke an das Umfulana-Team für die perfekte Organisation und die gute Auswahl er Unterkünfte.



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