13.02.2004

Namibiareise von Helma Haarmeyer

Unsere Namibia Reise im September verlief übrigens perfekt. Wir haben uns mit dem Wiedereingewöhnen ausgiebigst Zeit lassen können, was wir jedem wünschen. Schrecklich, wer gleich wieder einen Tag später zur Arbeit muß! Die vielen Eindrücke kann man gar nicht so schnell verarbeiten.

Unsere Unterkünfte waren alle schön, jede auf ihre Art. Am intensivsten hat uns Wolwedans beeindruckt. Zuerst hat man das Gefühl, gar nicht so richtig für sich zu sein, da immer ein Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe sitzt oder steht. Allmählich bekommt man mit, daß sie einfach dazu da sind, einem jeden nur gedachten Wunsch von den Augen abzulesen. Auch, daß einige von ihnen sich zum Essen mit an den großen Gästetisch setzen, fanden wir äußerst angenehm. Unaufgefordert wurde mir Kamillentee und eine Wärmflasche ins Zelt gebracht, weil ich Magenbeschwerden hatte. – Die Fahrt mit dem Lodge-Auto wurde unfreiwillig um 4 – 5 Stunden überzogen, was uns zu den besten Namibia Fotos verhalf (intensive und unglaubliche Farben am späten Nachmittag) und zu vielerlei Gesprächsstoff beitrug. 45 km entfernt von der Basis hatten wir einen Platten, das Reserverad stellte sich ebenfalls als kaputt heraus, genauso das Funkgerät und das Handy war in der Gegend nicht zu gebrauchen. Unser sehr engagierter und kundiger Fahrer Francis machte sich auf auf Schusters Rappen, 7 km querfeldein – wenn man so sagen darf -, um von dort aus dann die Basis zu imformieren. Der Ärmste kam fast zurück gekrochen, mit lauter Blasen an den Füßen. Zu der Zeit war ein Ersatzauto aber bereits von Wolwedans aus bei uns eingetroffen.

Wir waren zu keinem Zeitpunkt in Sorge, man würde uns in der Wüste vergessen, denn in so überschaubaren Lodges weiß jeder, wer wie lange irgendwohin fährt. Und dann wäre man auch ohne Anruf noch vor Dunkelheit auf die Suche gegangen.

Wie gesagt, ein unvergeßliches Erlebnis.



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