17.05.2009

Namibiareise von Piotr Korek

Sollte man nach der Definition der absoluten Stille suchen,dann sind einige Beiträge in Kalahari und Namib zu finden. Sie sind einfach Herr über eine Menge Sand und Gras. Allerdings würde ich lügen,daß man die Eintönigkeit der Landschaft und das Einsamkeitgefühl etwas deprimierendes wäre. Im Gegenteil nach 2 Wochen Kalahari kommt man erholt und neugeschaffen nach Hause und in den Beruf.

Nach einigen Tagen in Namibia kann man sich nur schlecht vorstellen,dass die Welt manchmal auch anders aussehen mag. Die Dünen in Soussusvlei, der Ersteigerung von 900 m hochen Sandbergen um 5 Uhr früh um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, wird es sich abends 300 km weiter gen Westen in Swakopmund in einem deutschen Brauhaus noch einmal erinnert. Von da aus ein Wüstenweg führt nach Skeleton Coast mit ewigem dichten Bodennebel und salzigem Windgeschmack von Salzförderungsanlagen,die an der Küste für die Namibiaexporte sorgen. Zurück auf dem Weg nach Windhoek kommt man an zahlreichen Hunting und Gamefarms vorbei,wo die deutsche Geschichte kurz nach Versailler Vertrag stehengeblieben war. Im Irrtum wäre jedoch derjenige,der glaube würde in einem historischen Skansen zu übernachten. Die Nachkommen von deutschen Kolonialzeiten sind durchaus modern, schauen zuversichtlich auf die Zukunft ab und freuen sich auf vom Herzen auf einen Besuch aus Polen. Hier in Immehof bricht die Stille zusammen, ein großer Tisch, mehrere Sprachen und ein Mann an der Stirn der großen Tafel, der den Ton angibt – Graf Friedhelm – eine Persönlichkeit und ein Mensch,dem man immer wieder begegnen möchte. Von Immehof will man sich nur ungerne trennen.

Der Bericht ehebt keinen Ehrgeiz auf die Vollständigkeit, selbst über Wolwededans könnte man einen Roman schreiben,ein kurzer Reisebericht wäre eine Schändung...

Mit dem Umfulanateam waren wir bestens beraten. Wie sonst könnte man von zahlreichen Angeboten das richtige wählen. Es ist nicht meine erste Reise mit Umfulana und selbstverständlich nicht die letzte. Ein besonderer Dank geht an Frau Schloßmacher,die die Reise vorbereitete und betreute. Viele Dank und bis zum nächsten Mal.

Piotr Korek



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