29.06.2009

Namibiareise von Katharina Pfefferkorn

Namibia-Rundreise April/ Mai 2009

Da wir schon bei unserer ersten Namibia-Rundreise im Jahre 2006 sehr zufrieden mit der professionellen Organisation durch Umfulana waren, buchten wir hier auch unsere diesjährige knapp 3-wöchige Reise. Ein besonderes Dankeschön an dieser Stelle an Frau Christine Schloßmacher für die individuelle und flexible Zusammenstellung und Organisation der Reise und die ausführliche telefonische Beratung!

Auch wenn ich seitenlang über die landschaftlichen Schönheiten und die beeindruckende Tierwelt Namibias schreiben könnte, will ich mich hier vor allem auf eine kurze Bewertung der von uns gebuchten Unterkünfte beschränken, da dies für Umfulana und andere Reisende am interessantesten sein dürfte.

Bei unserer ersten Reise hatten wir einen „normalen“ PKW (Nissan Almera). Wir sind zwar gut und ohne Reifenpanne überall durchgekommen, auf einigen Strecken musste man jedoch aufgrund der geringen Bodenfreiheit sehr vorsichtig und langsam fahren.
Wir haben daher bei unserer zweiten Reise einen Kompromiss gemacht und einen Hyundai Tuscon gemietet: der hat die Bodenfreiheit eines Geländewagens, allerdings ohne Allrad-Antrieb, ist dafür aber billiger als ein 4x4. Wir waren mit dieser Wahl sehr zufrieden: Allrad-Antrieb haben wir auf unseren Strecken nicht benötigt, die größere Bodenfreiheit und die breiteren Reifen waren ein deutlicher Vorteil zum PKW auf Schotterpisten. Hilfreich war hier auch, gleich zu Anfang den Reifendruck etwas herunterzunehmen, da merkt man nicht jede Bodenwelle.

Bewertung der Lodges:

zu Gast in einem B&B in Windhoek:
Wir waren hier schon zum 2. Mal und hatten eines der neugebauten schönen Zimmer. Ruhige Lage, angenehme Atmosphäre, kompetentes freundliches Personal, Hund Schlumpi bewacht das Haus – alles in allem ein guter Ausgangs- oder Endpunkt für die Rundreise.

Intermezzo, Swakopmund:
Auch hier waren wir zum 2. Mal, diesmal im großzügigen schönen Eckzimmer mit Meerblick. Ruhige Lage, angenehme Atmosphäre, freundliches Besitzerehepaar, das gute Tipps gibt.

Camp von Wilderness Safaris im Damaraland:
Anreise von Swakopmund (via Brandberg) zwar landschaftlich wunderschön, aber doch recht lang und anstrengend, insbesondere das letzte Stück ab Khorixas zieht sich hin. Die letzten 13 km zum Camp wird man normalerweise aufgrund der schlechten Piste zu einem fixen Termin abgeholt, wir sind aber aus Zeitgründen selbst gefahren – aber nur einmal hin und zurück! Diese letzte Strecke ist nur routinierten Geländefahrern zu empfehlen, man braucht sehr lange dafür, wenn man das Auto heil durchbekommen will. Aufgrund dieser abgeschnittenen Lage ist man mit selbst organisierten Ausflügen doch sehr eingeschränkt und auf die vom Camp angebotenen Aktivitäten angewiesen.
Begeistert waren wir insbesondere von der Wüstenelefanten-Safari. Allerdings sind die Preise für Aktivitäten und im Camp extra bezahlte Getränke + Speisen hier im Vergleich zu anderen Lodges stark überteuert gewesen.
Positiv war die wunderschöne landschaftliche Lage des Camps, die letztes Jahr neu errichteten schönen großen Zelte und die sehr gute Qualität des Dinners.

stattliches Camp im Etosha Park:
2006 waren wir in einem geräumigen Rundbungalow zur Einzelbenutzung, diese werden nach der Renovierung in 2007 nur noch für Familien angeboten.
Wir hatten dieses Jahr einen Doppelbungalow in Toplage direkt am Wasserloch. Im Vergleich zu den alten Rundbungalows sind die Doppelbungalows allerdings etwas beengt. Sehr gutes Frühstücksbuffet, gute Qualität des Dinners, wobei es hier z.T. längere Wartezeiten am Fleischgrill gab.
Im Park selbst fiel uns – wie auch schon 2006 – der Service im Halali-Camp negativ auf: Wir wollten hier eine Kleinigkeit zu Mittag essen (Sandwiches o.ä.), es gab aber ausschließlich ein Lunch-Buffet (nur nach Vorbestellung) und Getränke, das Personal war hier äußerst lustlos.

Busch Lodge am Etosha Park (östlich Etosha-Park):
Vom Gesamteindruck beste Lodge, sehr schöne gepflegte parkartige Anlage, wir hatten ein geräumiges schönes Doppelzimmer (es gibt auch große Einzelbungalows), sehr gutes Dinner. Besonders positiv fiel hier das Personal auf: natürlich freundlich, aufmerksam und erstaunlich flexibel bei Änderungen der geplanten Abläufe (insbesondere letzteres ist eher die Ausnahme im Vergleich zu anderen Lodges).
Der Chef hält sich dezent im Hintergrund und der Laden läuft trotzdem reibungslos!

Lodge auf einer Halbinsel oberhalb des Okavango Flusses /Caprivi, Nähe Popa Falls:
Wunderschöne Lage direkt am Okavango mit Flusspferd- und Vogelgeräuschkulisse, hübsche Einzelbungalows, gutes Frühstücksbuffet, sehr gutes Dinner – aber leider: äußerst lustloses Personal, man hatte den Eindruck, man stört als Gast. Sehr schade, da ansonsten schöne Lodge.

Camp Kwando/ Caprivi:
Ebenfalls tolle Lage direkt am River Kwando. Dinner war auch hier sehr gut.
Wir wohnten in einem der Zelte mit schöner Terasse direkt am Fluß. Räumlich waren die Zelte etwas beengt.
Nicht gefallen hat uns, dass das zum Zelt gehörige Bad (WC, Waschbecken, Dusche) nicht überdacht unter freiem Himmel war. Das sieht zwar romantisch aus, ist u. E. aber keine so gute Idee zum einen wegen der vielen Mücken am Fluß (Malaria-Riskogebiet), zum anderen wird das Bad bei Regen total überschwemmt und man kann nicht mal das WC benutzen (oder nur sehr akrobatisch mit Regenschirm)!

Kubu Lodge, Chobe River / Botswana:
Sehr schöne Lage in einem gepflegten Parkgelände am Chobe River, schöne großzügige Einzelbungalows.
Leider passte hier das Frühstück nicht zum ansonsten guten Eindruck: am ersten Tag gab es keine Wurst und keinen Käse (nur Marmelade und Eier), am nächsten Tag fehlte auch noch das Brot bzw. Brötchen.
Dinner war dafür wieder gut.


Noch ein allgemeiner Tipp:
Man kann vielen Menschen in Namibia eine große Freude machen mit gut erhaltener Kleidung (T-Shirts, Sweat-Shirts o.ä.). Wir haben die Sachen meist an die Angestellten in den Lodges verschenkt. Wir hatten erst Bedenken, ob diese evtl. beleidigt sein könnten, aber das Gegenteil war der Fall: sie haben sich sehr gefreut.


Mai 2009 / K. Pfefferkorn



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