23.08.2010

Namibiareise von Olof K. von Lindequist

Meine beiden Söhne und ich waren auf den Spuren unseres Vorfahren Friedrich von Lindequist, ehemaliger Gouverneur von Deutsch- Südwest afrika, unterwegs. Prominente Zeugen seiner Tätigkeit sind die Förderung der Karakulschafzucht und die Einrixhtung des Naturschutzgebiets der Etoscha Pfanne. Eine Strasse in Windhoek hinter dem Parlament und das östliche Tor der Etscha Pfanne sind nach ihm benannt.
Wir haben uns auf die nördliche Hältfe von Namibia beschränkt, mehr kann man in 14 Tagen auch nicht erreichen. Insgesamt sind wir 3250 km gefahren. Südlichster Punkt war das Sossuvlei und nördlichster Punkt war die Etoscha Pfanne. Nach schönem Quartier in Windhoek ♦war das Gästehaus am Rande der Dünen unser erstes richtiges Camp. Wir haben einen kleinen Umweg über den Spreetshogte Pass gemacht, der grossartige Ausblicke und aufregende Passfahrten ermöglichte.
Die wunderbare Lage bescherte uns herrliche Sonnenauf- und untergänge.
Die Fahrt in das südlich gelegene Namid Rand – Private Nature Reserve war enttäuschend, weil kaum Tiere zu sehen waren. Dafür entschädigte uns die nachmittägliche Fahrt ins Sossusvlei. Die Fahrt nach Swakopmund war wieder durch zwei Pässe, den Gaub und Kuiseb Pass, charakterisiert. Ein Abstecher zur Blutkuppe vervollständigte die Tour.In S. wurden wir von dem Partner von close-up-africa in Empfang genommen und am nächsten Morgen nach Walvis Bay gefahren, um eine aufregende kombinierte Boots- und Dünenfahrt zu unternehmen. Mit Lunch in den Dünen an weiss gedeckten Tischen mit Austern und Sparkling Wine. Von Swakopmund ging es über Cape Cross auf der D2303 zu dem Brandberg, der uns den ganzen Tag nicht verlassen sollte. Hier trafen wir auf unsere ersten Giraffen und sahen viele Welwitschia Pflanzen. nach langen 7 Stunden Fahrt erreichen wir endlich unser Quartier bei Egon Sibold auf der Onduruquea Farm.
Unser erstes Oryx Steak ließ die lange Fahrt vergessen.
Nach den Erfahrungen des letzten Tages wählten wir die direkte Route zu unserem nächsten Quartier, einer Lodge an den Ugab Terrassen. Von Omaruru auf der D 2351 nördlich war es nur eine schnelle und gute Fahrt auf gepflegten Schotterwegen. Die Ugab Terraces sind eine grosse Überraschung und bieten einen phantastischen Blick auf den Fransfontain Berg und den Rock Finger. Auf der nahe gelegenen Farm haben wir sehr gut erhaltene Felsmalereien sehen können, die einen Besuch von Twyfelfontein erübrigten.
Am nächsten Tag dann endlich mit Ziel Etoscha Camp.
Das Camp ist in gutem Zustand, das Wasserloch reichlich bestückt und eine Elefantenherde machte ihre Aufwartung. Der nächtliche Ausflug litt unter grosser Kälte im Fahrtwind des offenen Jeeps, aber der Anblick eines Nashorns und vieler schlafender Löwen entschädigte für alles.
Die Etoscha bot alles was das Herz begehrt und Mushara Outpost war dann eine sehr grosse positive Überraschung. Geleitet von drei namibischen jungen Damen, die mit Charme und Können den Laden gut im Griff hatten, konnte man sich wie in einem englisch-indischen Club fühlen. Die Kudus kommen zum Gute Nacht sagen an das sehr elegante Zelthaus. Das nächste und letzte Ziel war der Waterberg.
Das grosszügige Quartier inmitten eines botanischen Gartens und umgeben von den malerischen Steinformationen des Waterbergs war der krönende Abschluss. Ein Aufstieg auf den Waterberg forderte endlich auch die Physis und bot einen grossartigen Blick in die Kalahari Wüste.
Der Einkauf auf dem Markt in Okahandja war dann nicht sehr aufregend, aber einige kleine Erinnerungselefanten blieben doch übrig.

Alles in Allem eine wunderbare Reie mit gut ausgesuchten Quartieren und einer klugen Route durch das nördliche Namibia.



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