16.10.2010

Namibiareise von Manuela Schlicht

Wir sind am 19.09.10 mit South African Airways von Frankfurt über Johannesburg nach Windhoek geflogen. Vom Service und Comfort her ist South African wirklich empfehlenswert, auch der Stopp in Johannesburg war aufgrund der Kürze nicht störend. Allerdings ist die Fluggesellschaft sehr streng und teuer hinsichtlich Übergepäck; es werden € 30,- pro Kilo verlangt.
In Windhoek haben wir ohne Probleme unser Auto am Flughafen in Empfang genommen. Wir haben einen Subaru Forester bekommen, und wir können wirklich nur jedem empfehlen, in Namibia mit einem Geländewagen (Allrad nicht zwingend) zu fahren.
Die 2 Nächte in Windhoek waren völlig ausreichend. Sofern man nicht unbedingt einen Tag zum "aklimatisieren" braucht, reicht auch eine Übernachtung.
Von Windhoek sind wir nach Sossusvlei gefahren und somit auch über die ersten "Gravel Roads". Die Pisten sind zwar grundsätzlich ganz gut präpariert, aber trotzdem zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Man sollte sich auf diesen Pisten auch nicht unbedingt an den Linksverkehr halten, sondern eher die für sich angenehmste Seite aussuchen. Aufgrund der geringen Verkehrsdichte ist das problemlos möglich und wird auch von Einheimischen so praktiziert. Vor Fahrtbeginn haben wir uns mit einer 5l-Flasche Wasser aus dem Supermarkt versorgt, was generell zu empfehlen ist.
In unserer Lodge angekommen haben wir einen Platten festgestellt. In der Lodge konnte man uns aber super helfen, indem unser Reifen geflickt wurde. Das hat dann auch die restliche Zeit gehalten und ein weiterer Platten ist auch nicht dazugekommen.
In Sossusvlei hatten wir ebenfalls 2 Nächte, die man auch braucht, wenn man entspannt die Dünen sehen will. Sofern man allerdings nicht direkt in dem "Park" übernachtet, hat man keine Chance, die Dünen in der roten Farbe zu sehen. Trotzdem war die Dünenlandschaft sehr beeindruckend.
Von Sossusvlei ging es für uns weiter nach Swakopmund. Diese Fahrtstrecke war die anstrengendste unserer ganzen Reise. Zum einen sind die Pisten im schlechten Zustand (viel "Wellblech") und man muss rd. 100 km durch die Namib. Dort ist die Landschaft sehr trostlos und die Piste verläuft durchweg geradeaus. Auf dieser Strecke haben wir uns einige Steinschläge eingefangen. Durch einen Steinschlag, unten mittig auf der Scheibe, ist die Scheibe auch gerissen (rund 20 cm waagerechter Riss). Wir könnten damit aber ohne Probleme den Rest der Reise weiterfahren; seitdem amüsiert uns auch die Werbung einer deutschen Fa. hinsichtlich Reparaturen von Windschutzscheiben.
In Swakopmund waren wir drei Nächte. Diese Stadt ist schon sehr merkwürdig; irgendwie vertraut, weil vieles in deutsch, aber auch fremd. Wichtig ist in Swakopmund frühzeitig einen Tisch im Restaurant zu bestellen, u.a. weil Sonntags die meisten Restaurants geschlossen haben. Kückis Pub ist übrigens nicht unbedingt ein Highlight; wenn man im Tug essen will, muss man mehrere Tage im vorraus reservieren.
In diesen Tagen haben wir eine Delphin Safari und die Living Desert Tour gemacht. Beides hat uns gut gefallen. Die Living Desert Tour war für uns aber mit einer der Höhepunkte. Wir waren ziemlich skeptisch, aber es war absolut klasse. Chris, der Crocodile Dundee der Wüste, hat uns alles mit einer enormen Begeisterung und Witz sehr anschaulich erklärt.
Von Swakop ging unsere Reise weiter nach Omaruru. Hier ist auch ein Abstecher zur Kristall Kellerei ganz interessant. Insbesondere der Mittagssnack (Wurstplatte und Käse mit hausgebackenen Brot) war lecker.
Wir haben hier auf einer Gästefarm 2 Nächte verbracht. Dort waren wir die einzigen Gäste und wurden praktisch als Familienmitglieder aufgenommen.
Danach ging es in den Etosha Park. Wir haben 2Nächte im Park verbracht und 2Nächte außerhalb in einer privaten Lodge. Die Camps im Park sind staatlich und somit nicht mit den anderen Unterkünften vergleichbar. Die Zimmer sind aber in Ordnung und das Essen okay (Buffet, so dass man auch etwas findet). Wenn man mehr Luxus haben möchte, sollte man besser nicht in diesen Camps übernachten. Das Wasserloch in Okakuejo-Camp ist allerdings schon sehr spannend. Die private Lodge war super. Tolle Atmospähre, super Essen.
Nach Etosha sind wir zum Waterberg gefahren. Mit der Unterkunft hatten wir nicht so viel Glück, wir haben das aber mit Umfulana im Nachhinein besprochen; an dieser Stelle: Vielen Dank!!!
Die Umgebung ist traumhaft, auch aufgrund der blühenden Yacaranda-Bäume. Hier hatten wir auch die Möglichkeit, die süssen Dassies, Buschbabys und Stachelschweine zu sehen. Das hat uns für vieles entschädigt.
Unsere letzte Nacht haben wir auf einer Gästefarm in Nähe des Flughafens verbracht. Hier hatten wir einen schönen Abschluss der Reise.
Zusammenfassend hatten wir einen wunderschönen Urlaub, viel gesehen und viel erlebt.
Die Zusammenstellung der Reise war optimal und die Organisation durch Umfulana super. Nachdem wir vor 5 Jahren Südafrika mit Umfulana gemacht haben, hat uns auch dieser Urlaub wieder voll überzeugt. Wir werden sicherlich auch weiterhin hier Reisen buchen.



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