27.05.2011

Namibiareise von K. Berse

Guten Tag Herr Garstka,

wir sind nun seit einer guten Woche wieder in Deutschland – in Gedanken aber noch häufig in unserem Namibia-Urlaub.

Zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen und dem Umfulana-Team für die vielen guten Reiseempfehlungen bedanken.
Unsere Reiseroute hat uns einen kleinen – aber sehr schönen – Einblick über Namibia gegeben. Auch wenn es sicherlich eine "Standardroute" für "Namibia-Anfänger" war, hat diese uns neugierig auf mehr gemacht (Skeleton Coast, etc.)!!

Auch die Wegbeschreibungen waren leicht verständlich. Einzige Ausnahme war die Waterberg Lodge, bei der wir nach dem Weg fragen mussten.
Bis zum Abzweig auf die D2512 war alles noch klar (obwohl in ihrer Karte D-2112 steht). Den Abzweig nach Bernabé de la Bat haben wir nicht gefunden, auch ein Hinweisschild auf die Lodge fehlte. Die Fahrstrecke auf der D-Straße ist ca. 26 km lang, bevor man links auf den Weg zur Lodge abbiegen muss. An dieser Kreuzung ist dann auch endlich eine Beschilderung vorhanden. (Anmerkung von Umfulana: Die Beschreibung ist jetzt korrigiert!)
Ebenso vorteilhaft waren unsere 4x4-Leihwagen, die die Fahrten auf den (C- und D-)"Straßen" Namibias einfacher machten. Zudem hatten wir eine bessere Übersicht aufgrund der höheren Sitzposition. Die Abwicklung mit Avis klappte einwandfrei. Auch unser Schaden am PKW stellte keine große Herausforderung dar – sicher auch aufgrund Ihrer empfohlenen Max cover-Versicherung.
Das Tankstellennetz in Namibia hatte ich mir wesentlich problematischer vorgestellt. Unser Leihwagen hatte einen großen Diesel-Tank mit dem wir leicht und gut weite Strecken fahren konnten. Zudem hatte jedes etwas größere Dorf eine Tankstelle.
Ein Satelitentelefon ist unserer Erfahrung nach in Namibia nicht von nöten. Wir hatten auf unserer Reiseroute fast immer eine Verbindung über den Anbieter MTC, von dem wir uns direkt am Flughafen eine Prepaid-Karte kauften.

Auch die von Ihnen reservierten Unterkünfte waren wieder einmal sehr schön. Besonders hat uns gefallen, dass wir von Pension über Lodge und Hunting-Farm viele unterschiedliche Arten genießen konnten. Bei der Beurteilung der Unterkünfte kann ich leider keine besonders hervorheben.
Jede hatte sein eigenes Flair, das Personal war sehr zuvorkommend und der Service gut (auch im Okaukuejo Camp!)
Die Pension in Windhoek renoviert z. Z. ihre Zimmer nach und nach – was aber auch nötig ist. Der Service war aber trotzdem gut. Da Windhoek aber nun wirklich nicht die schönste und interessanteste Stadt ist, würden wir bei unserem nächsten Urlaub dort keine Übernachtung mehr einplanen, sondern direkt weiterfahren. Das ist aber natürlich geschmacks- und ansichtssache (und je nachdem wie müde man noch vom Flug ist).
Das Gästehaus am Rande der Dünen ist wirklich schön gelegen, nicht nur durch seine Nähe zum Sossusvlei. Die direkte Umgebung – der Ausblick von der Terasse – hat seinen ganz eigenen Charme und die Stille tut gut. Dort hat man die Gelegenheit wirklich anzukommen und sich einzugewöhnen.
Beim Intermezzo in Swakopmund muss man ganz besonders den Service hervorheben. Wir hatten ja das Problem mit dem Auto:-) und zudem auch aus Versehen einen Schlüssel vom Desert Homestead mitgenommen (Also Vorsicht, die Chaos-Truppe kommt!). Sie haben aber alles mit Humor genommen und super geregelt. Ein ganz, ganz großes Lob!!! Die Zimmer und auch das Frühstück waren auch toll! Jederzeit wieder.
Die Immenhof Hunting and Guest Farm haben wir als familiär empfunden. Gemeinsame Mahlzeiten und gute Betreuung machten den Aufenthalt wirklich schön, sodaß wir einen Aufenthalt dort nur empfehlen können. Da wir erst in der Abenddämmerung dort ankamen, sahen wir auf dem Weg dorthin die ersten typisch afrikanischen Tiere. Ein gemeinsamer Rundflug mit dem familieneigenen Flugzeug rundete die dort verlebten Tage ab.
Den von vielen bemängelte Service des Okaukuejo Camps können wir nun wirklich nicht bestätigen. Eher das Gegenteil. Das Essen war gut und die Zimmer sauber und ordentlich. Das Camp kann man beruhigt buchen.
Das einzige "Manko" waren die starken Regenfälle des dortigen Sommers. Dadurch mussten die Tiere nicht zu den künstlich angelegten Wasserstellen kommen. Auch die Etosha-Pfanne war reichlich mit Wasser gefüllt (ein unvergesslicher Anblick!) und im Sossusvlei blühten sogar einige Blumen (super!). Angeblich wird für das kommende Jahr mit ähnlich starken Regenfällen gerechnet (was die reichlich vorhandenen Moskitos aber wahrscheinlich freut).
Die Bush Logde im Osten des Parks ist natürlich toll. Wir wurden ganz herzlich empfangen und haben uns dort sofort wohl gefühlt. Es hätten nicht die Luxury Bungalows sein müssen, aber der Aufenthalt dort war wirklich schön und wir haben ihn zu weiteren Game drives genutzt.
Die Gegend um den Waterberg hat uns wieder an die ganze Natur-Vielfalt erinnert. Wenn man vom Etosha-Park in die Omaheke-Halbwüste mit dem Waterberg-Gebirge kommt hat man das Gefühl, in ein anderes Land zu reisen. Und die Aussicht von der Lodge ist natürlich grandios. Auch diese Unterkunft hat uns allen sehr gefallen.
Vielleicht sollte man neben einer besseren Anfahrtsbeschreibung auch darauf hinweisen, dass der Weg von der Rezeption zu den Bungalows doch sehr steil und eng ist. Uns hat es natürlich Spaß gemacht – andere sind vielleicht ängstlicher.
Zum Abschluss unseres Urlaubes durften wir noch eine Nacht in der Ondekaremba Guest Farm in der Nähe des Flughafens verbringen.
Allerdings würden wir auch dieses beim nächsten Mal nicht mehr machen. Da unser Rückflug erst am Abend war und der Flughafen Windhoek übersichtlich ist würden wir an unserem letzten Urlaubstag direkt dorthin fahren.

Also – dank Ihrer Hilfe – ein sehr gelungener Urlaub, den wir stets in Erinnerung behalten werden!

Nun geht es los, die vielen Fotos durchzusehen, zu sortieren und dabei nicht allzulange in Erinnerungen zu schwelgen (sonst wird man ja nie fertig:-)).

Ich wünsche noch einen schönen Tag und bis zum nächsten Mal.
Mit freundlichen Grüßen

K. Berse



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