25.06.2011

Namibiareise von Kurt Notter

Vorneweg: Von Umfulana wurden wir sehr kompetent beraten, die Unterlagen, Weg- und Lodgebeschreibungen waren sehr gut, die Auswahl der Unterkünfte meist ebenfalls.
Für uns wichtig: mehrere Lodgebetreiber haben über Umfulana ein sehr gutes Feedback an uns gegeben. Umfulana sei anspruchsvoll und sehr korrekt. Die von den Reisenden einverlangten Gelder (Anzahlung, Schlusszahlung VOR Abreise) werden – so mehrere Aussagen – ebenfalls VOR dem Besuch der Reisenden an die Lodge ausbezahlt.
Andere Anbieter zahlen meist erst nach über 60 Tagen.
Dies ist sehr fair und ist ein gutes Argument mehr Pro-Umfulana.

Wir reisten von Windhoek nach Mariental, über Maltahöhe nach Sesriem, von dort in die Hakosberge, dann nach Swokapmund. Von dort ging die Reise ins Damaraland zur Vingerklip, dann in den Etosha-Park (Süd und Ost), weiter über Waterberg zurück nach Windhoek. Die Reise dauerte 3 Wochen, meist haben wir zwei Übernachtungen am selben Ort gebucht. So konnten wir "ankommen und geniessen" und waren nicht immer nur unterwegs. Dies war sehr lohnend und wir waren nie gestresst. Auch waren die Distanzen nie ein Problem, die Etappen waren kurz genug und wir konnten die Gegend wirklich etwas näher kennen lernen.

Autobuchung: Wir entschieden uns für einen Honda CR-V 2x4, für unsere Reise das perfekte Auto. Gross, geräumig, gut motorisiert, 2x4 völlig genügend.
Wir haben zwei Reifenpannen erlebt (bei Sesriem und bei den Hakosbergen). In Sesriem ist nebst der Tankstelle eine Reifenreparaturwerkstätte – funktionierte perfekt.

Schlecht: "Service" der AVIS in Swokapmund am Wochenende. Der Herr vertröstete uns per Telefon auf Montag (von Samstag-Morgen), er "hatte keine Zeit" (Lust). Service am Montag durch eine Dame war perfekt.
Es ist empfehlenswert, regelmässig zu tanken. Das Netz ist recht gut, doch wenn man unverhofft einen Abstecher machen möchte, sind die Distanzen plötzlich recht gross und .... kennen Sie Murphy?? Also bei knapp 50% tanken.

Lodges: Die Lodges Olive Grove in Windhoek, die Anib Kalahari in der Nähe von Mariental (sehr professionell), die Little Soussus nahe Sesriem, Rostock Ritz Desert Lodge in den Hakosbergen, Villa Margherita in Swokapmund und die Onduruquea (sehr sehr familiär), Etosha Aoba Lodge und die Vingerklip Lodge waren eine sehr gute Wahl.
Das Essen war durchwegs sehr gut (Villa Margherita in Swokapmund bietet kein Essen an übers Wochenende – doch in der Stadt gibt's genug gute Restaurants. Speziell gut die Kupferpfanne und The Tug.

Entgegen anderslautenden Informationen von Umfulana war der Service und das Essen beim Etosha Park Süd (Okaukuejo) tip top – es ist halt Buffet, Selbstbedienung. Doch das Personal war aufmerksam und sehr sympathisch.

Sehr bescheidener Service und nicht mal mittelmässig war das Essen in der Waterberg Wilderness Lodge und 70 km vor Windhoek die The Rock Lodge.
Letztere ist eine Lodge, in welcher sehr viele Seminare, vor allem kirchliche durchgeführt werden. Dies sollte der Reisende vorher zu wissen bekommen.

Ebenfalls recht schlecht war der Gamedrive von der Waterberg Lodge. Nach Etosha nicht wirklich sinnvoll und doppelt so teuer wie die anderen. "Dafür" haben sie dort kaum Tiere.......

Sehenswert, schön, lohnend waren vor allem der Gamedrive der Anib Kalahari Lodge (viele Tiere, sehr professionell geführt), die Fahrt über den Gaub-Pass (Hakosberge), Welwitscha-Trail, Mondlandschaft, Gamedrive in der Onduruquea Lodge – diese bietet neuerdings auch Sauna, Massagen u.a. an – super, Wanderung zur Vingerklip, Ethosha-Gamedrive und die Wanderung auf den Waterberg (geführt durch einen einheimischen Herero).

Wissen sollte man: Wer IM Park von Soussusvlei übernachtet (Zelt, Lodge) der darf am Morgen 1 Stunde!!! vor den anderen zu den Dünen fahren und muss erst 1 Stunde nach den anderen aus dem Soussus zurück sein – so gewinnt man 2 volle Stunden mit allerbestem Licht zum Fotografieren. Zudem ist die Little Soussus Lodge 38 km vom Park entfernt (Schotterpiste, Verkehr). Man verliert somit sehr sehr viel von der wirklich wertvollen Zeit – - leider von Umfulana nicht so mitgeteilt – und wir haben es nicht bemerkt. Unser Fehler.

So wie wir gereist sind, hatten wir immer genug Zeit für unsere Vorhaben. Allerdings würden wir von Waterberg direkt nach Windhoek fahren und dort die letzte Nacht verbringen. Der Halt bei der Rock Lodge war eine schlechte Empfehlung und Wahl.
Wir haben nicht gewusst und bedacht, dass die Strassen dort geteert sind und man mit 120 fahren kann. Es gibt praktisch keinen Verkehr ausser kurz vor und nach einer grossen Stadt (Windhoek, Walvish, Swokapmund).

Entgegen anderslautenden Empfehlungen haben wir mehrere Einheimische mitgenommen in unserem Auto. Viele gehen zu Fuss, sind sehr oft MEHRERE TAGE oder viele Stunden unterwegs. Wir hatten nie ein einziges Problem und unser Proviant wurde äusserst geschätzt. In Stadtnähe und bei Jungen haben wir – wie empfholen – dies ausgelassen. Wir würden es wieder so tun.

Wir hatten eine sehr spezielle Klimasituation. Bei der Kalahari-Loge sagten die Einheimischen, dass sie normalerweise 120-150mm Regen IM JAHR hätten. Diese Saison seien es schon gut 800!! Auch an anderen Orten war es ähnlich. Somit haben wir ein "grünes Namibia" gesehen. Einheimische sagten, dass dies das letzte Mal vor 50 Jahren so war............ Für uns schier nicht begreifbar.
Und es war nach Sonnenuntergang höllisch kalt – teilweise in der Nacht UNTER NULL. Am Morgen waren unsere Autoscheiben vereist........

Diese Reise war für uns äusserst positiv, Unterkunft, Essen, Service und Menschen. Die paar Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Wir empfehlen die sehr faire Umfulana gerne weiter.



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