11.02.2012

Namibiareise von Günther Mehl

Die von Ihnen geplante Tour durch Namibia hat uns wieder sehr gut gefallen.

Das Bemerkenswerteste war, dass es in der Zeit, in der wir unterwegs waren, Namibia sich von der grünen Seite gezeigt hat.
Der Regen hat uns tagsüber, bis auf die letzten 2 Nachmittage, verschont.
Was aber hier durch den Regen für die Tiere gut ist, ist für die Touristen, welche Tiere beobachten wollen, nachteilig, da es in den Parks neben den Wasserlöchern viele Wasserstellen gibt.
Trotzdem haben wir viele Tiere gesehen und beobachten können.

Am Flughafen haben wir, nach fast 1 Stunde Wartezeit, das beschriebene Fahrzeug erhalten.
Hier möchten wir darauf hinweisen, dass – wer wie wir, mit dieser Art Fahrzeug wenig vertraut ist – es für das Gepäck (Koffer, bzw. größere Taschen) nur die überdachte Ladefläche gibt. Hier wäre es gut, wenn es Vorrichtungen gäbe, welche das Gepäck zum einen, für Fremde nicht einsehbar, zum anderen die Gepäckstücke nicht verrutschbar machen. Bei unserem Fahrzeug war der Ladeflächenaufbau auch noch so undicht, dass nach der ersten Tour von Windhouk nach Sossuvlei-Sesriem das Gepäck vom eingedrungenen Staub total verdreckt war.
Abhilfe gegen das Verdrecken sind die im Supermarkt erhältlichen schwarzen Müllsäcke, in welche man das Gepäck stecken kann. Außerdem hilft es auch, die hinteren Seitenfenster einen Spalt zu öffnen, wobei hier ein Luftstau im Laderaum entsteht und der Staub nicht so leicht eindringen kann. Man muß aber daran denken, dass bei einem Stopp unterwegs die Fenster wieder geschlossen werden, sonst kann es sein, dass man sich um das Gepäck keine Sorgen mehr machen muss.

Die auf der Reiseroute liegenden Gästehäuser entsprechen dem guten Standard, den wir von Umfulana schon gewohnt sind.

In Sossuvlei sollte man unbedingt die Jeeptour in die Dünen buchen. Da eine Anfahrt von ca.1 1/2 Stunden bis dahin ansteht und die Tour auf Grund der mittags beginnenden Hitze bevorsteht ist hierfür Wecken um 4:45 h notwendig. Da der Jeep offen ist, sollte man sich gegen die morgentliche Kälte bei der Abfahrt schützen!

Auf dem Weg nach Swakopmund haben wir einen Abstecher zur "Blutkuppe" unternommen. Der Name kommt von dem rötlichen Schimmer bei entsprechender Sonneneinstrahlung. 4X4 kann nötig werden, wenn der Wind entsprechend Sandverwehungen auf die Straße bringt.

Swakopmund ist eindeutig in "Deutscher Hand".

Auf dem Weg nach Omaruru haben wir einen Abstecher in das spektakuläre Moon-landscape und zur Welwitschia-Region unternommen.

Onduruquea bietet auf dem Gamedrive erstaunlich viele Tierbeobachtungen.
Am Abend gemütliches Essen zusammen mit dem Hauseigner.
Wir haben dabei sehr viel von der Familie über das alltägliche Leben in Namibia erfahren!
Erlebenswert war auch der Besuch einer San-Gruppe in ihrem Camp. Dort erfährt man in Absprache mit einem der San, welcher Englisch spricht. diverse kulturelle Einblicke in deren Lebensweise. Die Anfahrt dauert ca. 11/4 Stunde.

Ethosha war wie schon oben beschrieben erstaunlich grün. Somit muß man sehr früh, oder abends in den Park einfahren, um Tiere zu sehen und zu beobachten.
Überraschenderweise gab es mittags am Wasserloch neben der Camp-Anlage eine riesige Zebraherde zu beobachten (ca. 200 – 250 Tiere).

In der Waterberg-Anlage leben Paviane und ziehen dort umher.
Auf der dort gebuchten Gamedrivetour konnten wir neben Giraffen und vielen Antilopenarten auch ein Nashorn beobachten, welches dem Fahrzeug sehr nahe kam!
Übrigens ist die Straßenabzweig Richtung Waterberganlage D2512 und nicht D2112.
Dieser Straßenverlauf ist ca. 20 km lang, bis es links in das Camp geht.
Auf alle Fälle ist spätestens auf der D2512 4x4 angesagt!

Der Service im Ethosa und Waterberg Park war gut.
Die Waterberg-Anlage bedarf jedoch einer generellen Sanierung.
Es gibt zwar viel Personal, aber anscheinend keine effektive Arbeitszuordnung.
Viele Reparaturen wurden nur provisorisch ausgeführt.
Die Anlage macht einen teilweise verwahrlosten Eindruck!

Das Huijs Haerlem entsprach bis auf unsere Zimmerlage Ihrer Beschreibung.
Aus unserem Zimmer (Nr.8) haben wir eine 2,5m hohe Hecke gesehen, vor der man zu einem Freisitz mit Blick auf das Meer gehen konnte.

Alles in allem wieder eine gut geplante Tour, welche wir weiterempfehlen werden.



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