07.11.2012

Namibiareise von Eva Susanne Krögel

Liebe Frau Schlossmacher,

wir sind wohlbehalten zurück aus Namibia.

Dank Ihrer Vorschläge und Buchungen war die Reise sehr angenehm. Alles hat zu unserer Zufriedenheit geklappt.

Mit dem KIA Sportage waren wir sehr zufrieden. Er ist angenehm zu fahren. Die grössere Bodenfreiheit ist für Namibias Gravelroads, unserer Ansicht nach, unabdingbar. Für zwei Personen bietet er genügend Platz.

Die Reifenpanne hatten wir glücklicherweise in Swakopmund. Die Avisfiliale hat sich kostenfrei um die Reparatur gekümmert, solange wir die geführte Tour in die Mondlandschaft unternommen haben.

Unsere Befürchtung, dass wir zuviele Kilometer (ca. 4700) zu bewältigen hätten hat sich nicht bestätigt. Allerdings unter der Voraussetzung, dass man zwei Fahrer hat, die sich abwechseln können, denn die Strecken sind teilweise doch recht anstrengend zu fahren.

Jede einzelne Lodge ist ein Besuch wert, da sie sehr verschieden sind.

Da die Canon Village Lodge überbucht war, wurden wir in die Canon Lodge verwiesen. Dort würden wir sofort wieder buchen. Die Anlage ist einzigartig und auch der Service war sehr persönlich.

Besonders gut gefallen hat uns die Koiimasis Fest Inn Fels Lodge, da sie sehr klein und individuell ist. Ausserdem ist die abgeschiedene Lage ein Traum – vielleicht für manchen Grossstadtfreak ein Trauma(!)

A Little Sossusvlei Lodge ist etwas weiter von Sesriem entfernt. Wir empfanden dies eher positiv. Die geführte Tour nach Sossuvlei durch einen der Söhne des Hauses ist empfehlenswert.

Der Rhythmus zwei Nächte vor Ort zu sein war angenehm. In den Tagen vor Ort haben wir von den angebotenen geführten Touren profitiert. Auf diese Weise waren wir jeweils einen Tag nicht selbst am Steuer. Ausserdem kann man dabei sehr viel mehr über Land und Leute erfahren. Besonders interessant waren die Touren, die von Familienmitgliedern der jeweiligen Lodge selbst geführt wurden. Da diese meist schon seit Generationen in Namibia leben haben wir einen guten Einblick in die Gesellschaft, das Land und die spezifischen Gegebenheiten bekommen.

Ugab Terrace Lodge bietet durch seine Lage auf eine Anhöhe einen einmaligen Blick auf die Terrassenberge und das Vingerklip. Ruth und Urs sind entspannte Gastgeber,die durch Präsenz und Kontaktfreudigkeit auffallen. Die Qualität der Speisen, vor allem die des Fleisches, war hervorragend. Ein Muss wenn man in dieser Gegend weilt!
In der Nähe gibt es die Farm Omburo-Ost. Hendrik führt durch seine Farm und zu den Buschmannzeichnungen und Gravuren die dort entdeckt wurden.


Etoscha und das Halali Camp sind interessant, aber für unseren Geschmack zu "touristisch" (dennoch ein Muss!) nach der Weite und Einsamkeit .

Hamakari ist uns durch den" Familienanschluss", die hervorragende Küche und die Auskunfts-und Diskussionsbereitschaft der Familie Diekmann sehr positiv aufgefallen.
Sabine Diekmann machte uns auf ein in Okakarara angesiedeltes Hilfsprojekt aufmerksam. Es handelt sich um "Steps for children". Es ist ein Projekt das den Kinder des Ortes zu Gute kommt. Sie werden in einer Vorschule auf die Schule vorbreitet und besonders begabte und benachteiligte Kinder aus der Grundschule werden nach der Schule am Nachmittag bei den Hausaufgaben unterstützt. Ausserdem bekommen die Kinder zu essen. Angegliedert sind ein Gartenprojekt, eine Nähstube, ein Computerraum, ein Gästehaus und ein Kino. Finanziert wird das Projekt durch Spenden. Inzwischen erwirschaftet die Gemeinschaft jedoch schon einen erheblichen Anteil der Kosten selbst.Produkte aus der Nähstube können erworben werden.
(Link:http://www.stepsforchildren.de/sfc-projekte/okakarara-namibia/okakarara-namibia.html) Nathalie, eine Volontärin aus Deutschland hat sich viel Zeit genommen für Erklärungen.
Wir fanden das Projekt hochinteressant und es ist aus unserer Sicht wert in Reiseführeren erwähnt zu werden.

Swakopmund sollte man besucht haben. Das Central Guesthouse ist angenehm. Für die Stadt selbst reicht ein Tag völlig aus, es sei denn man möchte mehrere Touren von dort aus unternehmen.

In Windhuk ist eine Übernachtung ausreichend um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen.
Das Olive Grove Guesthouse war eine Wohltat und wir waren begeistert vom stimmigen Ensemble und der persönlichen Betreuung. Wir konnten noch bis Nachmittag das Auto auf dem Parkplatz stehen lassen und den Service und die Ruhe geniessen, bevor es dann zum Flugplatz ging.

Es war eine interessante Reise in ein faszinierendes Land, auch Dank Ihrer guten Organisation für uns ohne Stress.

Mit freundlichen Grüssen

S. und W. Krögel



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