25.06.2014

Namibiareise von Klaus und Dorothea

Herzlichen Dank an Umfulana für die perfekte Organisation einer unvergesslichen Reise!
Schöne Unterkünfte, übersichtliche Tagesetappen, alle großen Tiere gesehen.
Darüber hinaus: keiner krank geworden, kein Unfall, kein Reifenplatzer, kein Verlust, ein einziges Mal verfahren – was will man mehr?!

Wir bereisten das nördliche Namibia und Botswana (Caprivi- Zipfel, Okawango- Delta) vom 6.6. bis 23.6., dort war es Winter und Trockenzeit. Malaria- Gefahr gering, deshalb hatten wir ein Antibiotikum dabei, aber nichts prophylaktisch eingenommen. Mit dieser Entscheidung sind wir gut gefahren.
In allen Lodges gab es intakte Moskito- Netze, die wir auch immer zugezogen haben (sicher ist sicher), aber gesehen haben wir höchstens Fliegen, keine Mücken. Und an den Flussläufen im Caprivi- Zipfel und Okawango- Delta haben wir uns abends die unbedeckten Hautbereiche mit NoBite eingecremt. Das hat ausgereicht.

Aber wir waren nicht darauf gefasst, dass Winter in Namibia derart kalt sein kann. Bei Ankunft frühmorgens in Windhoek knapp unter Null Grad! Das einzige Unterhemd, nur prophylaktisch eingepackt, wurde zum geschätzten Reisebegleiter,
Fleeceweste und Kuschelpullover waren morgens und abends Grundausstattung.
Denn die zahlreichen Game- Drives (Foto- Pirsch- Fahrt) mit dem offenen Geländewagen gingen oft vor dem Sonnenaufgang los. Wir haben Mütze und Handschuhe vermisst – ungelogen! Zum Glück gab es Wolldecken und bei einer Lodge sogar morgens eine Wärmflasche auf den Schoß!
Die Game-Drives am Nachmittag boten deutlich andere Temperaturen, denn sobald die Sonne da ist, wird es auch wärmer. Aber Namibia war echt frisch, Botswana etwas wärmer, da zog man auch mal mittags ein T- Shirt an. Abends wird es wieder kalt, und Heizung in den Schlafzimmern gibt es nicht. Dafür findet man aber manchmal eine Wärmflasche im Bett!

Die Straßenverhältnisse waren deutlich besser als wir erwarteten. Auf unserer Strecke (Windhoek – Otjiwarongo – Rundu – Kasane – Nato – Maun – Windhoek) gab es überall eine geteerte Straße, nennenswerte Schlaglöcher nur zwischen Gweta und Maun. Trotzdem ist Vorsicht überall da angebracht, wo LKW auf oder abfahren (an den Wiegestationen u.a.) und wenn der seltene Gegenverkehr kommt, denn dann kann man nicht zur Mitte hin ausweichen.

Navigationsgerät hatten wir nicht und mussten uns auf unsere Kenntnisse im Kartenlesen zurückbesinnen. Da es nicht allzu viele Straßen gibt, sind wir gut zurecht gekommen. Nur einmal haben wir uns verfahren, wahrscheinlich, weil wir vom Nachtflug so müde waren: Gleich am ersten Tag haben wir in Windhoek den Abzweig nach Norden verpasst, wähnten uns auf der richtigen Route und mussten dann 50 km wieder zurück!
Also genau auf die Karte schauen und bedenken: Der Sonnenstand ist keine Richtungshilfe, denn auf der anderen Erdhälfte geht die Sonne zwar im Osten auf, steht Mittags aber im Norden!

Einheimisches Geld wird gebraucht zum Tanken, für Souvenirs am Straßenrand und für Trinkgelder; wobei man für die Trinkgelder auch Dollar oder Euro in die Tip- Box werfen kann. Wir sind 3100 km gefahren, Wagen verbrauchte 8 – 10 Liter, Diesel kostet etwa 1 Euro pro Liter – als Anhalt dafür, was man umtauschen muss.
Die Tagesetappen mit 300 – 500 km schienen lang, aber das Fahren auf den Teerstraßen ist wirklich entspannt, da die Strecken oft schnurgerade sind und der Gegenverkehr selten. Mit Schlaglöchern sollte man zwar immer rechnen, aber das hatten wir uns schlimmer vorgestellt. Sandpiste gab es nur, wenn wir zu den Lodges abbogen oder ein Extra- Ziel anfuhren.

Die Luft ist extrem trocken. Dran denken, dass man etwas Pflegendes für die Nase (und evtl. für die Augen) mitnimmt, denn es kann bis zu Nasenbluten durch Austrocknung kommen.

Ach ja, und eine Taschenlampe hätten wir ab und zu gebraucht, da man oft das Schlüsselloch für die Unterkunft im Dunkeln kaum noch gesehen hat.

Allen, die auf unseren Spuren wandeln möchten, wünschen wir genauso viel Freude, wie wir sie hatten und hoffen, mit diesen Tips Hilfestellung gegeben zu haben.

Dorothea und Klaus



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