25.03.2003

Namibiareise von Ingrid Heisel

Guten Tag, liebe Frau Janisch,
wir, Erhard und Ingrid Heisel, sind nun zurück von einer wunderbaren Reise, die dank Ihrer Organisation auch gut geklappt hat. Um Ihnen ein Feedback zu geben und unsere Erfahrungen bzw. Eindrücke zu schildern, erhalten Sie heute per E-Mail einen kurzen Bericht.
'La Villa' in Kapstadt ist sehr zu empfehlen, allerdings muss man mit dem Auto zur Waterfront, was nicht unbedingt sein muss, wie wir finden. Die Zimmer, das Frühstück, der Service sind aber super!
'The Farmhouse' in Langebaan ist auch sehr zu empfehlen, zwar etwas unpersönlicher, aber hübsch und toller Blick über die Lagune.
In 'Naries Guest Farm' waren wir die einzigen Gäste, aber Allan, der Gastgeber, ist so herzlich, seine Küche sehr lecker, die Gespräche gut. Wenn er, wie geplant, wieder nach Capetown zurückkehren will, sollten Sie ihn nicht aus den Augen lassen. Die Fahrt zur Farm dagegen ist eine einzige Katastrophe!!!
In Springbock hatten wir dann übrigens am Sonntag die Reifenpanne, nur nach mehreren Telefonaten mit AVIS in Capetown durfte der nette Reifenmann uns einen ähnlichen Ersatz geben...
Die Strecke nach Augrabies Falls würden wir, zumindest zu dieser Jahreszeit, nicht mehr fahren, nur langweilig! Das Camp selbst ist auch recht heruntergekommen, wir werden beim nächsten Mal auf diesen Ort verzichten.
Nächste Station war das 'Canon Road House', was zwar immer noch recht hübsch anzusehen ist – die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet, aber wahnsinnig heiß in der Nacht. Der Service ist allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. Mit dem Umzug der wohl sehr netten Pächter in die Canon Lodge scheint auch die Freundlichkeit und das gute Essen verschwunden zu sein. Der jetzige Geschäftsführer findet es nicht einmal für nötig, seine wenigen Gäste zu begrüßen,obwohl er am Nebentisch speist! Die schwarzen Bedienungen waren aber sehr nett.
'Klein Aus Vista Eagles Nest' ist ja wirklich super romantisch und etwas ganz Besonderes – die 7 km vom Haupthaus bis zu den Felsenhüttchen sind allerdings besonders für den BMW nicht sehr spassig. Und auch hier wäre eine AC oder wenigstens ein Ventilator ein Segen gewesen... Nachts hat es leider überhaupt nicht abgekühlt. Essen und Service waren gut.
Die schönste Unterkunft und die nettesten Gastgeber hatten wir mit Rob und Marianne in der 'Zebra River Lodge'. Leider zwar auch hier nachts fast unerträglich heiß, aber ansonsten eine Oase des Friedens und der Schönheit. Hier wären wir gern noch geblieben!
Robs Fahrt mit uns zum Sossusvlei war zwar sehr eng und heitß, aber sonst sehr empfehlenswert.
'Sams Giardino Guesthouse' war dann natürlich etwas 'städtischer', sehr schön und gepflegt. Weinprobe und Essen sehr lecker. Mal was anderes nach all den einsamen Gegenden!
Wunderschön fanden wir auch die 'Omaruru Guest Farm'; der Game Drive hat sich auch auf jeden Fall gelohnt. Auch hier wären wir gern wenigstens eine Nacht länger geblieben.
Das 'Okaukuejo Camp' war natürlich, da staatliches Rastlager, nicht sehr schön, aber man nimmt es in Kauf wegen der Tiere; auch hier sollte man länger als eine Nacht bleiben. Man muss sich nur wehren bei der Ankunft, denn anscheinend bekommen alle 'Neuzugänge' erst einmal Zimmer 32, ein Raum mit nicht funktionierender, sehr lärmender Klimaanlage. Haben wir aber selbst geregelt. Die Fahrt durch die Etosha-Pfanne war natürlich ein Erlebnis mit all den großen und kleinen Tieren.
In der 'Aoba Lodge' haben wir uns auch sehr wohl gefühlt; sie gehört jetzt anscheinend zur Mushara Lodge und hat einen neuen Geschäftsführer, Pieter, der aber nett ist und eine lecker Küche aufweisen kann. Georg, wohl der ehemalige Besitzer, macht aber immer noch einen fantastischen Game Drive und erzählt so viel Interessantes über Flora und Fauna; man kann stundenlang zuhören. Das 'Waterberg Resort' war danach eine absolute Enttäuschung!!! Zwar kann keiner was für schlechtes Wetter, aber der Service, die Hütten, das Essen – eigentlich alles war – gemessen an all den anderen tollen Unterkünften – schlecht und traurig. Selbst der Game Drive wurde so lieblos durchgeführt dass man ihn vergessen konnte. Wir haben dafür übrigens mal gerade eben noch 100 Dollar bezahlt, ab dem 17. März wurde er auf 200 ( ! ) erhöht!
Vom Waterberg sind wir früher abgereist und waren – nach telefonischer Vorabfrage – schon eine Nacht früher in Windhoek in der Heinitzburg. Das ist natürlich ein wahres Kleinod, aber unserer Meinung nicht unbedingt notwendig. Sicher gibt es dort noch andere, ebenso hübsche Unterkünfte mit Pool für etwas weniger gehobene Ansprüche. Man berechnete uns nämlich für die eine Zusatznacht über 1500 Dollar. das fanden wir dann doch etwas viel.
Nun – alles in allem haben wir eine wunderbare Reise mit beeindruckenden Erlebnissen gehabt. Noch einmal würden wir aber nicht von Südafrika nach Namibia fahren. Beim nächsten Mal also dann entweder... oder...Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich bei Ihnen für die Planung und den reibungslosen Ablauf. Und sicher werden wir irgendwann wieder auf Sie und Ihre Reiseplanung zurückgreifen.

Mit herzlichen Grüßen
Ingrid Heisel



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