21.11.2006

Namibiareise von Steffen Gail

Hallo Herr Garstka,

vielen Dank für die Organisation meiner vierwöchigen Rundreise durch Namibia und Botswana. Der Mietwagen, VW Polo, hat die 6500km klaglos überstanden und ich hatte trotz über 1000km Schotter- und Sandpisten keinen Reifenschaden zu verzeichnen (sicherlich Glückssache). Erstaunt war ich nur darüber, daß ich für das Cross border permit bei Avis nochmal N$ 1025,- zu entrichten hatte. Ich war davon ausgegangen, daß dies schon im Gesamtpreis enthalten sei.

Die von Ihnen vorgeschlagene Reiseroute war, wie gewohnt, sehr gut und die Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen waren gut zu bewältigen. Hier und da gab es ein paar Abweichungen zwischen den in der Wegbeschreibung angegebenen und den tatsächlichen Entfernungen, was sich aber über die komplette Distanz gesehen, fast wieder egalisiert hat.

Alle von Ihnen ausgesuchten Unterkünfte waren gut bis excellent. Selbst diejenigen, bei denen Sie darauf hingewiesen hatten, daß sie für einen Stop over akzeptabel seien, waren besser als erwartet.
Die Highlights bzgl. Unterbringung waren natürlich Wolwedans Dune Lodge, Lodge am Kwando River und das Camp im Okavango. Aber auch die Felsenlodge, das Gästehaus an den Dünen, die Oase in der Kalahari, die deutsch-südwester Farm und die Busch Lodge waren sehr gut und so gewählt, daß die Sehenswürdigkeiten gut und schnell zu erreichen waren, bzw. das Angebot an möglichen Aktivitäten abwechslungreich war.
Rein subjektiv würde ich die Unterbringungen in Swakopmund und die Wildfarm erst an zweiter Stellen nennen, wobei gesagt werden muß, daß es in beiden Fällen keinerlei Grund zu Beanstandungen hinsichtlich Service und der Unterbringung selbst gibt. Das Gästehaus in Swakopmund kam mir nur sehr deutsch vor, was ja an sich nichts Schlechtes sein muß, fiel mir aber deswegen und vermutlich deshalb im Kontrast zu den anderen Unterkünften auf. Ich hatte auf der Wildffarm kurz überlegt, den Aufenthalt von zwei auf eine Nacht zu verkürzen, um mir nochmal Windhoek anschauen zu können, was ich dann aber noch am Vormittag des Abflugtags gemacht habe.
In Botswana würde ich Lodge den Vorzug vor dem Hotel geben, hinsichtlich des Ambiente. Jedoch sind all die letzgenannten Dinge natürlich sehr subjektiv und es gab keinen wirklichen Grund zu irgendeiner Beanstandung.

Allgemein kann ich sagen, daß das Alleinreisen zu keinem Zeitpunkt ein Problem war, manchmal sogar ein Vorteil, da Alleinreisende sehr oft ungläubig angeschaut und ausgefragt werden, so schnell Kontakt zu anderen Reisenden, Gastgebern und dem Personal bekommen und ab und zu sogar „be(groß-)muttert“ werden.

Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher oder sogar bedroht gefühlt. Alle Menschen, die ich im Laufe meiner Reise getroffen habe, waren äußerst nett, zuvorkommend und hilfsbereit.

Manchmal hatte ich achtbeinige Zimmergenossen, bisher ungesehener Dimensionen, die ich aber meist für die Nacht im Zahnputzbecher in ihrer Bewegungsfreiheit eingschränkt und am nächsten Morgen wieder der Freiheit übergeben habe. Einmal hielt sich die Maus in meinem Chalet nicht an unsere stille Übereinkunft, sich nur auf dem Boden aufzuhalten, und ich mußte ihr den Weg aus dem Bett dorthin nachts um vier Uhr wieder zeigen, aber auch das machte die Reise erlebnisreich und unterhaltend. Außerdem habe ich mich sooft in den Lebensraum der Tiere begeben, daß diese durchaus auch mal das Recht hatten, sich in meinen zu begeben.

Die Natur und die Tierwelt in Namibia, Botswana und Zimbabwe waren beeindruckend und haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. An die Straße kreuzende Elefantenherden, brüllende Flußpferde vor dem Chalet und um das Zelt herumstreifende Löwen werde ich mich noch lange und gern erinneren.

Einzig die Reservierung des Satellitentelefons hat nicht funktioniert. Am Hertz-Schalter am Flughafen war, trotz Reservierungsbetätigung, keines verfügbar, und wohl auch der Versuch, mir eines nach Swakopmund zu bringen scheiterte, sofern er überhaupt gestartet wurde. Im Nachhinein betrachtet war ich aber sogar froh diese Kosten gespart zu haben, da ich es nicht benötigt hätte. Außerdem sollte man die Dinge einfach auf sich zukommen lassen und sich nicht unnötige Gedanken machen, schließlich war die von Ihnen geplante Reiseroute in jeder Hinsicht unproblematisch.

Als Hinweis an alle potentiellen Reisenden sei noch gesagt: Am Flughafen in Johannesburg niemals von einem Flughafenangestellten die Bordkarten einsammeln lassen, damit er sie und andere schneller zur/durch die Sicherheitskontrolle bringen kann. Wenn doch, darauf achten, diese gleich wiederzubekommen!

Vielen Dank an Sie und Ihre Kollegen für die Ermöglichung dieser gelungenen Reise!

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Gail

PS: Ich melde mich sofort, wenn ich wieder vier Wochen Zeit habe. Gibt es seitens Umfulana Pläne die Länderpalette um z.B. Sambia, Tansania etc zu erweitern? Ich wäre sofort dabei!



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