24.03.2007

Namibiareise von Miriam Schindler

Lieber Herr Garstka, liebes Umfulana-Team,

nun sind wir schon seit einer Woche zurück aus Namibia und möchten hiermit wie versprochen unsere Reiseeindrücke mitteilen.
Zuallererst noch mal ein herzliches Dankeschön an das ganze Team für die tolle Betreuung und die Aufmerksamkeiten zu unserer Hochzeitsreise.
Was die Route unserer Reise betrifft können wir nur sagen, dass dies optimal war um ein Teil des Landes in den 3 Wochen kennenzulernen und das „Afrika-Fieber“ in uns zu wecken. Die Entfernungen variierten zwar teilweise von den angegebenen Entfernungen in den Unterlagen, was für uns jedoch kein Problem war, da wir sehr gut mit der Karte aus dem mitgeschickten Reiseführer (Baedecker) zurechtkamen und wir oft auch andere Strecken gewählt haben. Wir haben uns entschlossen noch zusätzlich den „Loose“-Reiseführer zu kaufen, da darin detailliertere Angaben zu manchen Orten gemacht werden. Wir können ihn deshalb nur weiterempfehlen, da die Ausgabe auch ziemlich aktuell ist (Stand 2007).
Der Fug mit Air Namibia und der Service an Board waren gut und freundlich und die Bestätigung des Rückfluges klappte einwandfrei.
Wir waren mit einem über Avis gebuchten VW-Polo unterwegs. Abgesehen davon, dass wir ein Teil unseres Gepäcks leider auf der Rückbank transportieren mussten, gab es keinerlei Probleme mit dem Auto. Wir sind insgesamt 4.000 km gefahren und hatten trotz der Regenzeit in Namibia mit unserem „Zweiradfahrzeug“ nirgendwo Probleme oder Schwierigkeiten. Einzig bei einem von 3 Besuchen im Etosha haben wir auf einige Wasserstellen verzichtet, da sehr große Pfützen auf den Anfahrtswegen waren.
Hier kommen nun die Bewertungen zu den Unterkünften während unserer Route:
- Kalahari Game Ranch:
Gleich zum Anfang das Highlight unserer Hochzeitsreise! Persönliches Begrüßungsschreiben und sogar der Sekt zum Anstoßen auf unseren „Honeymoontrip“ war schon kalt gestellt! Großes und absolut überwältigendes Chalet in den Dünen. Air-Condition, Moskitonetz, Kühlschrank, Safe vorhanden. Sehr nettes und aufmerksames Personal! Das Essen ist phänomenal und findet in toller Atmosphäre statt. Außerdem gibt es jeden Tag „Tea-Time“ mit frischem Gebäck. Der Game-Drive und die Gepardenfütterung sind beides sehr interessant und beeindruckend. Wunderschön war auch der guided walk am Morgen mit David, da man viel über die Kalahari und die Tiere erfahren kann (wie bei den anderen Angeboten auch). Wir würden jederzeit wieder hinfahren!

- Gästefarm an den Dünen:
Große Anlage mit 20 kleinen Häuschen. Hübsch eingerichtet mit ausreichend Platz.
Tea-Time mit Kuchen und Dinner auf der Terrasse. Sehr leckeres Essen.
Aufgrund der Größe ist es jedoch nicht so leicht mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Jeder sitzt eben an „seinem“ Tisch beim Abendessen.
Den Ausflug ins Sossusvlei würden wir nächstes Mal auf jeden Fall wieder auf eigene Faust unternehmen da man viel flexibler ist und somit auch das sehen kann was man möchte.

- Afrikaanse Gästefarm:
Interessante und witzige Anfahrt zur Lodge (vor allem im Polo). Sehr nette Begrüßung durch die Gastgeber Marianne und Rob!
Sehr nettes und freundliches Personal. Riesiges Zimmer und super gutes Essen.
Man sitzt auch hier wie auf der Bagatelle Ranch gemeinsam mit anderen am Tisch und kann sich dadurch super unterhalten.
Die Wanderung zum Köcherbaum ist ein tolles Erlebnis!
Die Anlage ist verhältnismäßig grün und absolut gepflegt. Die Atmosphäre ist sehr familiär und daher auch individueller. Rob gibt absolut gute Tipps für weitere Unternehmungen und Fahrten! Auch hier könnten wir uns einen weiteren Aufenthalt durchaus vorstellen.

- Intermezzo:
Schönes Anwesen in Strandnähe von Swakopmund. Nach einigen Tagen mal wieder deutsch sprechen! Harald ist absolut freundlich und gibt gute Tipps für Unternehmungen in und um Swakopmund. Außerdem reserviert er Tische und kümmert sich um alles was man möchte. Der Stadtplan von ihm ist sehr hilfreich.
Wir würden hier auf alle Fälle 3 Übernachtungen empfehlen um alles in Ruhe genießen zu können. Das Frühstücksbuffet ist so was von umfangreich und es gibt sogar frische Brötchen!
Ausgehtipps: Kupferpfanne, Village Cafe, Kückis Pub und Fisch esse so viel man kann, da er nirgendwo so frisch zubereitet wird und so lecker schmeckt!!
Katamaranfahrt macht Spaß (sofern man es verträgt) und man hat die Gelegenheit Seelöwen, Pelikane und Kormorane hautnah zu erleben und sogar zu füttern!
Den Holzschnitzermarkt in Swakop würden wir nicht mehr wieder besuchen da man dort fast schon belästigt wird und nicht in Ruhe schauen kann. Wer gerne handelt kann vielleicht ein Schnäppchen machen aber allen anderen empfehlen wir dann doch eher das Namibian Craft Center in Windhoek oder kleinere Craft Shops in Outjo oder Otjiwarongo… da man dort günstiger kaufen kann.

-Lodge am Hohenstein:
Die erste und einzige Lodge auf der wir 2 Nächte die einzigen Gäste waren. Für uns ein wenig ungewohnt aber das Personal gab sein Bestes und war jederzeit zur Stelle wenn man einen Wunsch hatte. Eine Lodge auf der uns zwei Nächte völlig gereicht hätten. Der Ausblick von der Terrasse ist unbezahlbar und sehr schön. Sonnenuntergänge tauchen das Hohensteinmassiv in ein Farbenmeer. Die Sundownerfahrt zu den Felsmalereien war sehr schön und im Preis auch noch inbegriffen. Auch der guided walk zum Boulder Forrest war sehr interessant und empfehlenswert.
Das Zimmer ist sehr groß und absolut sauber. Die Atmosphäre auf der Lodge ist jedoch eher nüchtern. Man merkt vielleicht dass die Lodge erst seit 2003 besteht und die Besitzer die meiste Zeit des Jahres in Deutschland verweilen. Schade!
Fernglas zum Abendessen und Frühstück mitnehmen wegen dem Wasserloch.
Super lustige und stimmlich tolle Gesangseinlage zum Abschiedsabendessen!
Das Personal gibt sich unheimlich Mühe um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

- Guest-Farm bei Outjo:
Herzliche Begrüßung durch Patricia. Unser erster und einziger Aufenthalt auf einer Farm. Sehr schönes Zimmer mit gemauertem Bett! Absolut traumhafte Anlage mit viel grün. Das beste Abendessen unserer gesamten Reise da hier noch Patricia selbst kocht!! Genial und abwechslungsreich! Leckeres selbstgebackenes Farmbrot und hausgemachte Kaktusfeigen und Zitrusmarmelade aus dem eigenen Garten zum Frühstück.
Michael ist der geborene Reiseführer und Entertainer und hat für fast alles einen guten Tipp. Hier sitzt man auch noch mit den Gastgebern am Tisch und bekommt auch Einblick ins Farmleben wenn gewünscht.
Ausflugsmöglichkeiten: Etosha und zur Fingerklippe. Geheimtipp: Besuch des Original! Himba Dorfes in der Nähe der Farm Gelbingen (Kamanjab). Außerdem gute und interessante Geschichten von Andrea!!
Nächstes Mal sind wir auf jeden Fall wieder ein paar Tage auf Matunda!

- Bush-Lodge:
Mitten im Busch mit einer längeren Anfahrt von 10 km. Schöne Anlage die sich perfekt in den Busch integriert. Freundliche Begrüßung durch Margret. Das Zimmer ist etwas kleiner aber völlig ausreichend.
Hier kann man sich die Zeit mit vielen kleinen squirrels vertreiben. Super Ausgangpunkt um früh morgens in den Etosha zu fahren. Sundownerfahrt mit Georg ist absolut genial und lehrreich! Unbedingt mitmachen!! Essen war hier auch gesellig und sehr gut. Das Frühstücksbuffet bietet für jeden etwas.
Der Reptilienpark auf der Mokuti Lodge ist ebenfalls interessant wenn man Schlangen hinter Glas beobachten möchte.
Margret hat auch gute Tipps für die weitere Reise.

Safari Lodge:
Tipp: Vorher anrufen wenn man in der Regenzeit mit einem Zweiradauto unterwegs ist ob die Strecke von der B1 befahrbar ist!
Unser größtes Zimmer mit eigenem Jacuzzi! Freundliches und sehr aufmerksames Personal.
Schön angelegte Lodge mit riesiger Grünfläche und zwei Seen in denen Rhinos, Pelikane und Riesentrappen leben. Flamingos spazieren am Abend sogar auf der Wiese…
Das Abendessen in der Lapa ist überwältigend, reichhaltig, frisch vor den Augen zubereitet und bietet eine unglaubliche Auswahl!
Gleiches gilt auch für das Frühstück. Solch eine große Auswahl gab es sonst nirgendwo.
Game-Drive und Löwenfütterung werden angeboten. Löwenfütterung ist allerdings nichts für schwache Gemüter! Auf dem Game-Drive sieht man auch Antilopenarten die sonst nur in Südafrika zu sehen sind.

- Gästehaus in Windhoek:
Sehr gute Unterkunft in Zentrumsnähe. Siggi organisiert alles was man braucht und ist absolut freundlich und nett.
Kühlschrank im Zimmer. Fernseher für alle die mal wieder deutsches TV brauchen.

- weitere Tipps:
Sossusvlei: Elim Düne gleich hinter der Einfahrt in den Park die erste rechts (keine Beschilderung)
Solitaire: Apfelkuchen bei Moose!
Omaruru: Kaffeetrinken im Sand Dragon schräg gegenüber vom Superspar
Otjiwarongo: Kameldorngarten bei Hanne Dore Schräg hinter der Shell Tankstelle und Cafe Carstensen
Tsumeb: Museum von Frau Schatz
Outjo: Bäckerei und African Craft Shop
Windhoek: Namibian Craft Center mit unglaublicher Souvenirauswahl und klasse Cafe (Frappuccino und Milchkaffee sind der Wahnsinn!), Holzschnitzermärkte lassen sich hier stressfreier und in Ruhe besuchen, Joes Beerhouse bietet eine urige Atmosphäre und lecker Essen

Abschließend bleibt uns nur zu sagen, dass wir absolut begeistert sind von dem vielseitigen Land mit der überwältigenden Landschaft, den sehr freundlichen und durchweg netten Menschen und natürlich den Tieren und Pflanzen!
Wir waren nicht das letzte Mal in Namibia!

Nochmal vielen Dank und herzliche Grüße,

Miriam und Marc Schindler



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