Blaue Berge, rote Dünen: zwischen Namib und Kalahari - Namibia
Wolwedans

Zwischen Namib und Kalahari

Einsamkeitserfahrung zwischen Namibia und Südafrika

Die Reise führt von Windhoek in den extrem trockenen Süden Namibias: zu den Dünen von Sossusvlei, durch die Märchenlandschaft der Namib, über den Urzeitcanyon des Fish Rivers in den wildreichen Kgalagadi-Nationalpark. Diese sinnvolle Tour ist erst seit der Öffnung des Grenzübergangs Mata Mata möglich geworden.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Windhoek

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS Namibia
Fahrzeug: Hyundai Tucson (2x4) o.ä. Automatik (Group K)
Tarif: premium cover + Navi
Station: Windhoek, Airport

Windhoek

44 km | 34 Minuten
A

Windhoek

Deutsches Kolonialerbe in Namibias Haupstadt

Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt.

Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Kattutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Windhoek

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Gäste­haus der geho­benen Klasse liegt zentrumsnah in einem stillen Vorort von Windhoek. Jedes Zimmer hat einen Zugang zur Veranda.

Die Open-Air-Lounge und der Garten mit kleinem Pool und Sonnenliegen laden zur Entspan­nung unter freiem Himmel ein. Das Innere der Lodge und die rund zehn Zimmer überzeugen durch schlichte Eleganz in einem kolo­nial anmu­tenden Landhaus­stil, ohne jedoch auf Annehm­lichkeiten wie Klima­anlage und Minibar zu verzichten. Morgens wird ein gutes Früh­stück im Buffet­stil ange­boten.

Windhoek-Zentrum

Zwischen Kolo­ni­al­ar­chitektur und Unabhängigkeit

Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Bedeu­ten­dste Sehens­wür­digkeit und Wahrzei­chen von Windhoek ist die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil. Daneben stand das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolo­ni­al­kriege des deut­schen Kaiser­reichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erin­nern soll. 2009 wur­de das Denkmal abge­baut und hundert Meter weiter südlich wieder aufge­baut. Es steht nun vor der Alten Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wur­de. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.

Katutura

Town­ship von Windhoek

Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Town­ship für schwarze Arbeiter in den 1950iger Jahren entstanden. Schulen, Kran­ken­häuser und Einkaufs­zentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewoh­nern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Well­blechhüt­ten­masse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afri­ka­nisch: Zahl­lose Straßenver­käufer, Bars und Gemüse- und Obst­stände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebra­tenem Fleisch. Wer Katutura besich­tigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.

Daan-Viljoen-Wild­park

Steile Berge, Hoch­landsavanne

Der 40 Quad­ratki­lometer große Wild­park liegt west­lich von Windhoek im Khomashoch­land. Steile Bergen, tiefe Täler, Hoch­land-Savanne und Dornbü­sche machen den besonderen Reiz der Land­schaft aus, die bekannt ist für die vielen Vogel­arten. Wande­rungen und Rundfahrten im eigenen Wagen sind möglich. Dabei kann man Wild­tieren begegnen, darunter Kudu, Oryx, Strei­fengnu und Bergzebra.

Von Windhoek nach Nauk­luft

294 km | 4:30 h
Bei Reho­both verlässt man die Teer­straße und bekommt einen Vorge­schmack auf das wilde, einsame Namibia. Höhe­punkt der Land­schaft ist die Nauk­luft, auf die man kilome­ter­lang zufährt.

Reho­both

Heimat des Bastervolks

Die 30.000-Einwohner-Stadt im staubigen Süden hat wenig Attrak­tionen zu bieten, dafür aber eine unglaub­liche Geschichte. Sie beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts rund 2.000 Kilometer weiter südlich am Kap der Guten Hoff­nung. 
Dort war es  üblich geworden, dass die weißen Herren mit ihren Arbeite­rinnen Neben­be­zie­hungen unter­hielten. Auch wenn dies totge­schwiegen wur­de, war es nicht zu über­sehen: Es gab jede Menge unehe­li­cher Kinder, die man je nach Aussehen Kleinboi, Witboi oder Swartboi nannte. Im Gegen­satz zu ihren weißen Halbge­schwistern hatten die „Bastarde“ kaum Rechte. Viele fanden bei Missio­naren Zuflucht, wo sie getauft wurden und zur Schule gingen. Die bibli­schen Geschichten halfen ihnen, Ihre Iden­tität zu finden. Sie iden­ti­fi­zierten sich mit dem Volk Israel, das wie sie in der Knechtschaft wohnte. Bald nannten sie sich selbst mit Stolz „das Volk der Baster“. In den 1860iger Jahren kam es dann zu einer großen Auswande­rungs­welle. Da ihnen der Osten versperrt war, blieb ihnen nur – wie den Israeliten – die Wüste im Norden. Nach über 2.000 Kilome­tern Wande­rung gruben sie einen Brunnen, in dem es ganzjährig Wasser gab. Sie nannten ihn Reho­both – nach dem Brunnen, den Isaak am Rand der Wüste gegr­aben hatte. Noch heute sind in Reho­both die häufigsten Nach­namen „Kleinboi“ oder „Swartboi“. Wer in Reho­both einkauft oder tankt, wird schnell merken, dass die Nach­fahren der Baster bis heute eine dem Holländi­schen verwandte Sprache spre­chen und ganz andere Gesichts­züge haben als die benach­barten Nama oder Herero.

Klein Aub

Einge­stürzte Kupfermine

Nur wenige Hütten säumen die Kreuzung der unge­teerten Pisten C14 und D1290. Von 1964 bis 1987 gab es am Ort eine Kupfermine, in der auch Gold und Silber gefunden wur­de. 2010 stürzte die verlas­sene Mine ein und hinter­ließ einen 50 Meter tiefen Krater.

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Naukluft

Vegetationsreiches Gebirge am Wüstenrand

Das Gebirge im Dreieck Soli­taire, Sesriem und Maltahöhe ragt bis knapp 2.000 Meter auf und ist daher ein Regen­fänger.

Die Vege­ta­tion ist hier üppiger als in der Umge­bung. Es gibt sogar Bäche, die während der Trockenzeit Wasser führen. Durch das Gebirge führen ein Wanderweg und eine Piste für Allradfahrzeuge. Nachts kann es, besonders im Winter, mit Minus­tempe­raturen empfind­lich kalt werden.

Auf einer Gästefarm an der Naukluft

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das tradi­tionelle Farmhaus liegt auf einem privaten Gelände von über 12.500 Hektar vor der drama­ti­schen Kulisse der Tsarisberge.

Als sich in den trockenen 80er Jahren die Schafzucht nicht mehr lohnte, wur­de ein erster Gäste­be­trieb einge­richtet, den die heutigen Besitzer von Grund auf renoviert haben. Unter­halb des Hauses ist ein Wasserloch, das Tag und Nacht Wild­tiere anzieht. Geologen, Archäo­logen und Vogelkundler schätzen den Ort ebenso wie Wanderer und Liebhaber von Natur und Stille.

Von Nauk­luft nach Sesriem

60 km | 58 Minuten
Begleiter der Tages­e­tappe ist das majestätische Nauk­luftgebirge, das sich in einiger Ferne aus den trockenen Niede­rungen erhebt.
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Namib-Naukluft Park

Größter Nationalpark der Erde

Der Namib-Nauk­luft Park ist mit knapp 50.000 Quad­ratki­lometer größer als Nieder­sachsen und gilt als der größte Natio­nal­park welt­weit.

Er erstreckt sich im Norden bis zur Skelettküste und im Süden bis zum Diaman­ten­sperrgebiet. Im Osten wird der Park durch das private Namib Rand Nature Reserve Schutzgebiet begrenzt. Er enthält die höchsten Dünen der Welt, die zerklüf­teten Nauk­luft-Berge, die unwirt­liche Westküste und endlose Karst­ebenen – eindrucksvoller als in Afrikas größtem Natur­schutzgebiet Namib-Nauk­luft-Park zeigt sich in ganz Namibia die Land­schaft selten.

In einem Gästehaus am Rande der Dünen

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das Gäste­haus liegt am Rande der Wüste – in der weiten Savanne zwischen den Tsarisbergen und der Nauk­luft – und ist ein idealer Ausgangs­punkt, um die Dünen von Sossus­vlei zu besu­chen, die in der Ferne zu sehen sind.

In dieser einzig­ar­tigen Umge­bung wirken das Haupt­haus und die 20 Chalets wie eine Oase, in der man sich nach einem heißen, anstren­genden Tag auf der Sonnen­ter­rasse unter Schat­tendäc­hern erholen und im Swimmingpool abkühlen kann. Nach dem Abend­essen im Freien kann man von hier entspannt den Sonnen­un­ter­gang verfolgen, der die Land­schaft in herr­liche Pastell­töne taucht. Ausritte in die Wüste werden ange­boten.

Ausflug (OPTIONAL)

Ballonfahrt (1 Stunde, englisch)

Bereits vor Morgen­grauen beginnen die Vorbe­rei­tungen zu einem einzig­ar­tigen Erlebnis, das etwa mit den ersten Sonnen­strahlen startet.

Je nach Wind­rich­tung geht die etwa einstün­dige Fahrt über die Nauk­luftberge oder über die Dünen der Namib. Ein Allradwagen fährt die maximal 16 Gäste zum anschließenden Sektfrüh­s­tück in die Wüste.

Sossus­vlei

über­irdi­sche Farben­spiele am Rand der Namib

Nach Sossus­vlei gelangt man von Sesriem aus. 65 Kilometer lang fährt man durch eine einzig­ar­tige Dünenwelt. Die letzten fünf Kilometer sind nur zu Fuß oder per Allradwagen(4x4) zu bewäl­tigen. Gegen Gebühr kann man auch den Transfer­service nutzen. Sossus­vlei ist eine Lehm­senke, die Dünen ringsum werden bis zu 300 Metern hoch und gehören zu den höchsten der Welt. Selbst in den Trockenzeiten kann man hier Strauße, Oryxan­tilopen und andere sehen. Diese Tiere leben von der Feuch­tigkeit der selten mit Wasser gefüllten Senke. Wer auf die Dünen steigt, besonders morgens oder abends, dem wird das Farb­spiel der orangefarbenen Dünen, der weißen Lehm­senke und des grünen Vege­ta­ti­ons­bands am Vlei sowie der atembe­rau­bende Fern­blick auf steinerne Gebirge in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung bleiben. Da das Sossus­vlei ein Teil des Namib Nauk­luft Parks ist, benö­tigt man für die Fahrt eine Erlaubnis, die am Eingang erteilt wird.

Wilder­ness Lodges in der Namib

Über­nachten unter dem Ster­nenhimmel der Wüste

Wer in der Namib unter freiem Himmel über­nachtet, kann eine Erfah­rung machen, die nur wenigen Menschen vorbe­halten ist: Voll­kom­mene Stille, ein Ster­nenhimmel, der zum Greifen nah ist, und eine Urwelt, in der man mutter­see­le­n­allein ist. Namib heißt in der Sprache der Nama soviel wie „die große Leere“. Wegen der extremen Trocken­heit gibt es dort kaum mensch­li­ches Leben, wohl aber Schakale, Hyänen und andere nacht­ak­tive Tiere. In der Namib unter freiem Himmel zu über­nachten, ist ohne Schutz nicht ratsam. Einige wenige Lodges ermög­li­chen ihren Gästen dieses unver­gess­liche Erlebnis an besonders ausge­suchten und geschützten Orten.

Sesriem-Canyon

Trockenfluss in schat­tiger Schlucht

Heutzu­tage ist der Tsauchab ein Trockenfluss, der nur nach den seltenen Regen­fällen Wasser führt. Vor mehreren Millionen von Jahren muss er ein reißendes Wild­wasser gewesen sein, sonst hätte er nicht einen bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedi­mentge­stein graben können. Als im 19. Jahr­hun­dert die Trekburen den Canyon fanden und das in ihm stehende Wasser schöpfen wollten, benö­tigten sie ein langes Seil aus sechs Riemen, von denen jeder aus einem Oryxfell gemacht war. So heißt die schat­tige Schlucht bis heute Sesriem-Canyon (Sechsrie­menschlucht).

Von Sesriem nach Wolwedans

83 km | 2:00 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur linken. Rechts liegt die grandiose Namib.
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NamibRand Nature Reserve

Wüstenparadies am Rande der Namib

1984 erwarb der Windhoeker Geschäfts­mann, J.A. Brückner, am Rande der Wüste Namib eine Farm – aus Liebe zu dieser einmalig schönen Land­schaft.

Nach und nach kamen weitere Farmen hinzu. Entstanden ist daraus ein Wüsten­pa­ra­dies am 1976 Meter hohen Losberg, das mit über 2.000 Quad­ratki­lome­tern zu den größten privaten Natur­schutzgebieten Afrikas gehört. Die Rinderzucht wur­de einge­stellt; stattdessen leben wieder Bergze­bras, Kuhan­tilopen, und Springböcke auf Namib­Rand, aber auch Leoparden, Giraffen, Hyänen und Löffelhunde. Die Zäune zum angrenzenden Namib-Nauk­luft Park sind abge­rissen, so dass die Tiere sich groß­flächig bewegen und dem Regen nach­ziehen können.

Zu Gast auf Wolwedans

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension mit Aktivitäten

Wolwedans – zu Deutsch Wolf­stanz – heißt der magi­sche Platz in den roten Dünen von Namib Rand. Wander­buren vom Kap haben ihm im 19. Jahr­hun­dert diesen Namen gegeben – wegen der umher­sprin­genden Hyänen. Gäste werden in dem Camp unter­ge­bracht, das mit allergrößter Sorgfalt in die empfind­li­chen Dünen gebaut wur­de. Haut­naher Kontakt mit der Sandwüste und eleganter Luxus sind hier auf unüber­treff­liche Weise verbunden.

Wich­tiger noch sind die Führungen durch das ökologisch einzig­ar­tige Namib Rand Reserve, die den Tages­ab­lauf der Lodge prägen. In kaum einer anderen Lodge wird man auf so viel Wissen über die sensi­blen ökologi­schen Zusam­men­hänge der Wüste treffen. Gäste werden in kleinen Gruppen geführt und sehr persön­lich betreut.

Von Wolwedans nach Aus

297 km | 5:00 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur linken. Rechts liegt die grandiose Namib. Ein Abste­cher nach Schloss Duwisib ist empfehlens­wert.

Schloss Duwisib

Rheinromantik in der Wüste

Am Rande der Wüste Namib steht ein Schloss im Stile roman­ti­scher Rheinburgen – mit Zinnen und Brunnen im Innenhof. An seinem Ort wirkt das grundso­lide Bauwerk doch etwas skurril. 1908 hat es Baron von Wolff, der mit der Schutz­truppe nach Namibia gekommen war, in Auftrag gegeben. Architekt war Wilhelm Sander, der auch die Heinitzburg in Windhoek gebaut hat. Die Baukosten explodierten, aber glück­li­cherweise war von Wolff mit einer reichen Amerika­nerin verhei­ratet. Der fröh­liche Draufgänger von knapp zwei Metern Länge hatte den kühnen Plan, eine Farm von 150.000 Hektar (!) um sein Schloss herum zusam­menzukaufen. Doch dann kam der Erste Welt­krieg. Als glüh­ender Patriot meldete er sich zu den Waffen und fiel kurze Zeit später in Frank­reich. Das histo­risch restau­rierte Schloss dient heute als Museum.

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Namib

älteste Wüste der Welt

Die Namib, was in der Hotten­tot­ten­sprache soviel wie „große Leere“ bedeutet, ist die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich entlang der Küste von Namibia über eine Länge von 1.300 km (Nord-Süd) und eine Breite von etwa 120 km (Ost-West).

Der Kuiseb, der von Windhoek nach Walvis Bay fließt und nur selten Wasser führt, teilt die Namib in zwei landschaft­lich sehr verschiedene Teile. Nörd­lich ist sie von schroffen Felsen unter­schied­lichster Färbung und Schluchten geprägt. Südlich breitet sich ein Sand­meer mit langen rötli­chen Dünen aus, die ständig in Bewe­gung sind. Im Sommer herr­schen extreme Ober­fläc­hen­tem­pe­raturen von bis zu 70° Celsius. Bemerkens­wert ist der Küsten­streifen, in dem sich Walvis Bay und Swakop­mund befinden. Aufgrund des kalten Benguela Stroms im Atlantik herrscht hier an etwa 100 Tagen im Jahr dichter Nebel, der sich 10 km land­einwärts abrupt auflöst.

Zu Gast in einer Felsenlodge über der Wüste

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Dort, wo das Huib Plateau hoch aus der Wüste Namib aufragt, befindet sich einsam und allein die Lodge, deren wenige Stein­häuser wie Adler­nester in den Granitfelsen gebaut sind.

Wer möchte, kann von hier aus Tages­ausflüge nach Lüde­ritz machen; die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Die Besitzer bieten ihren Gästen Fahrten im Jeep zu den dort seit über 100 Jahren lebenden Wildpferden an. Wer genug hat vom Fahren, kann nach Belieben wandern, durch das Gebirge streifen und den herr­li­chen Blick über die Wüste in Ruhe genießen. Lunch und Dinner werden im Restau­rant ange­boten. Auf Wunsch wird auch ein Grill- und/oder Früh­s­tücks­paket zur Mitnahme ins Chalet vorbe­reitet.

Aus

Oase zwischen Huib-Gebirge und Namib-Wüste

Die kleine Ortschaft liegt auf 1500 Metern im Huib-Gebirge hoch über der Namib und wirkt wie eine Oase. Grund dafür ist das Kap-Klima, das etwa bis zu dieser Breite für Winter­regen sorgt. So leben um Aus bis heute Wildpferde, die aus der Pferde­hal­tung der deut­schen Schutz­truppe vor 1914 hervor­gegangen sind. Bizarre Landschaften und eine reiche Sukkulen­tenve­ge­ta­tion entlang der Felsklippen machen ein faszi­nierendes Landschafts­bild aus. Unter den vielen Fels­zeich­nungen der San gibt es eine stark verwit­terte Besonder­heit: ein Segel­schiff, dessen Maler vor 500 Jahren vom Kap viele tausend Kilometer bis hierher zurückge­legt haben muss.

Lüde­ritz

Diaman­ten­stadt am stürmi­schen Atlantik

Die Stadt am stürmi­schen Atlantik ist nach dem Bremer Kaufmann benannt, der 1883 die Bucht und das weite Umland für 250 Gewehre und 600 engli­sche Pfund als seinen Privat­be­sitz erwarb. Ein Jahr später stellte Bismarck die Bucht unter den Schutz des Deut­schen Reiches, was als Beginn der Kolo­niali­sie­rung Südwest-Afrikas gilt. Aufgrund seiner abge­schiedenen Lage blieb die Stadt lange Zeit wirt­schaft­lich unbedeu­tend. Dies änderte sich schlag­artig, als 15 Kilometer land­einwärts bei Kolmanskuppe Diamanten gefunden wurden. Dieser Boom endete jedoch nach wenigen Jahren, als die Diaman­ten­ge­sellschaft ihren Sitz an den Oranje verlegte. Im Stadt­zentrum erin­nern noch einige Häuser im Jugend­stil oder wilhelmi­ni­schen Stil an den Diaman­tenrausch.

Kolmanskop

Ghost-Town in der Wüste

Das Diaman­ten­fieber in Namibia begann, nachdem in 1908 grandiose Steine unweit von Lüde­ritz gefunden wurden. Vor dem Ersten Welt­krieg wurden mehr als 1000 Kilogramm Diamanten gefunden. Mittel­punkt der Diaman­ten­indu­s­trie war Kolmannskop, das schnell wuchs und über Schule, Kasino und Kran­ken­haus verfügte.
Nach 1918 verla­gerte sich das Zentrum der Diaman­ten­suche nach Süden zum Orange River, so dass Kolmannskop zur Geis­ter­stadt wur­de. Noch heute ist die Region südlich von Lüde­ritz – das „Sperrgebiet“ – für die Öffent­lichkeit nicht zugäng­lich. Kolmanskop Tour Company hat jedoch eine Konzes­sion, Touren ins Sperrgebiet zu unter­nehmen. Die Öffnungs­zeiten sind wetterbedingt auf Vormit­tags 08:00 – 13:00 Mo – Sa begrenzt. In dieser Zeit werden zwei geführte Touren(09:30 und 11:00) ange­boten. Sonn­tags zwischen 10 und 13 Uhr können Sie die Kolmans­koppe eben­falls besich­tigen, aber nur ohne Führung! Die Führungen sind informativ und im Eintritts­preis bereits enthalten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und die Teil­nahme nicht verpf­lich­tend. Man kann sich im Gelände frei bewegen. Wer das gute Licht der auf- und unter­ge­hende Sonne zum Fotogra­fieren nutzen möchte, besorge sich ein Foto Permit unbedingt am Tage vorher bei Lüde­ritz Safaris & Tours in Lüde­ritz. Damit kommt man bereits zu Sonnen­aufgang hinein. Mit dieser Geneh­migung kann man eben­falls an den Touren teil­nehmen.

Von Aus nach Fish River Canyon

287 km | 3:30 h
Der Fish River wird überquert, was kaum zu merken ist, da er nur selten Wasser führt. Dass dieses kläg­l­iche Rinnsal vor Jahrmil­lionen ein gewal­tiger Strom gewesen sein muss, erfährt man am Ziel der Reise, wo er einen Canyon von gewal­tigen Ausmaßen gegr­aben hat.

Betha­nien

ältestes Stein­haus in Namibia

1815 wanderte der Missionar Heinrich Schmelen aus der Kapregion in den öden Norden. In seinem Gefolge war eine Gruppe der verach­teten Orlam, wie man die unehe­li­chen Kinder weißer Buren und Nama­f­rauen nannte. Nörd­lich des Oranje-Flusses fand er eine Quelle und gutes Weide­land. Er nannte den Ort Betha­nien – nach der Stätte, wo Jesus getauft wur­de – und baute das erste Stein­haus in Südwest-Afrika. Es ist heute noch zu besich­tigen. 1959 kam eine Kirche hinzu. Heute ist Betha­nien ein kleiner, aber wich­tiger Versorgungs­stütz­punkt, in dem es außer Post und Polizei alles gibt, was für das tägl­iche Leben benö­tigt wird.

Naute-Damm

Dattelpalmen am drittgrößten Stausee Namibias

Die drittgrößte Talsperre von Namibia staut den Löwenfluss auf, einen rechten Zufluss des Fish River. Die Flächen rings um den See werden land­wirt­schaft­lich genutzt. Unter anderem werden Dattelpalmen und Wein ange­baut. Das Naute Recrea­tion Resort am Ufer wird haupt­säch­lich von Wassersportlern und Anglern genutzt. Auf dem rest­li­chen Gebiet haben sich Springböcke, Kudu und Duiker ange­siedelt.

F

Fish River Canyon

Zweitgrößter Canyon der Erde

Er gilt nach dem Grand Canyon als der zweitgrößte Canyon der Erde und ist 161 Kilometer lang, fast 30 Kilometer breit und 550 Meter tief.

In präh­is­to­ri­schen Zeiten muss der Fish River einmal viel Wasser geführt haben. Anders ist diese gewal­tige Erosi­on­s­tä­tigkeit des Flusses nicht zu erklären. Heute ist er ein Rinnsal, das in Trockenzeiten bis auf einige Wasser­stellen austrocknet. Der Haupt­aus­sichts­punkt mit grandiosem Blick ist von der D324 aus zugäng­lich. Durch die Schlucht führt ein drei- bis fünf­tägiger Wanderweg vom Haupt­aus­sichts­punkt bis nach Ai Ais ohne feste Über­nach­tungs­stellen. Der Weg ist in den Sommermo­naten (Oktober bis März) wegen uner­träg­l­i­cher Hitze gesperrt. In Ai Ais gibt es die Möglichkeit, in heißen Quellen zu baden.

Zu Gast in einer Lodge am Fish River Canyon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge erstreckt sich über ein weit­räu­miges Gebiet mit skurrilen Granitfelsen im Süden Namibias, 20 Kilometer vom Fish River Canyon entfernt.

Die 30 Gäst­e­bungalows sind teilweise in den Fels gebaut und aus Natur­steinen gemauert und mit Gras gedeckt. Bemerkens­werter noch als die architek­to­ni­sche Gestal­tung der Lodge ist der Blick vom Restau­rant, das im histo­risch restau­rierten Farmhaus von 1910 unter­ge­bracht ist. Auf der Terrasse und am Pool kann man wunderbar entspannen.

Hell’s Bend

Aussichts­platt­form über dem Fish River Canyon

Wer auf der guten Piste von Hobas zehn Kilometer zum Canyonrand fährt, kommt zu einem Pick­nick­platz mit der besten Aussicht über den Fish River Canyon. Der Fish River macht dort eine 180-Grad-Biege, die soge­nannte Hell's Bend. Seit 2010 gibt es eine Aussichts­platt­form

An der Abbruchkante zum Fish River Canyon

Aussicht in schwindel­er­regende Tiefe

An der Ostseite des Fish River Canyons führt ein Pad entlang, wie man in Namibia die unge­teerten Staub­pisten nennt. Wer vom View Point nach Süden geht, kommt an Aussichts­punkten vorbei, die aus immer neuen Blickwin­keln einen Einblick in die Großar­tigkeit des Canyons geben. Mit einem Allradwagen kann man die Strecke auf fahren. (hin und zurück auf demselben Weg, bis zur 4 Stunden und 8,5 Kilometer, auf und ab 20 Meter)

Durch­que­rung des Fish River Canyons

Mehr­tägiges Abenteuer für trai­nierte und erfah­rene Wanderer

Wer den kompletten Canyon durch­queren will, sollte sich an einige Regeln halten: Zuge­lassen sind nur Gruppen von mindes­tens drei und maximal 40 Personen. Jeder der Teil­nehmer muss vor Beginn der Wande­rung ein ärzt­li­ches Attest vorlegen, in dem bestä­tigt wird, dass die Person fit genug für die vier- bis fünf­tägige Tour ist. Dass es unter­wegs keine sani­tären Einrich­tungen oder Unterkünfte gibt, sollte jedem Teil­nehmer vorher klar sein, ebenso, dass alles an Verpfle­gung und vor allem Wasser selbst zu tragen ist. Auch eine recht­zei­tige Buchung wird auf Grund der großen Beliebt­heit empfohlen, ebenso wie sehr gutes Schuh­werk. Bewäl­tigt man die komplette Strecke durch den Canyon, gelangt man am Ende zu den 60 ºC heißen Mine­r­alquellen von Ai-Ais. Hier befindet sich auch nach der ganzen Tortur wieder das erste staat­liche Rest Camp mit Bungalows, Camping­plätzen, Restau­rants und einer Tank­stelle. Erholen kann man sich im Freibad, den Thermalquellen und weiteren Bade­einrich­tungen. (vier bis fünf Tage, 86 Kilometer, ab: 1000 Meter, auf: 360 Meter)

Von Fish River Canyon nach Springbok

345 km | 4:00 h

Eine der am wenigsten besiedelten Regionen der Welt wird durch­fahren. Am Orange River wird die Grenze nach Süda­frika überquert.

Der Grenzfluss ist der größte und wich­tigste Fluss beider Länder, der an dieser Stelle von seiner Quelle in Lesotho schon tausende Kilometer durch die Halbwüste zurückge­legt hat.

Ai-Ais

Heiße Quellen im Canyon

Auf dem Talgrund des Fish River Canyon liegt das Thermalbad mit 60 °C heißen schwefelhal­tigen Quellen. Die Außen­tem­pe­raturen im Canyon steigen bis auf 45 °C, nicht selten sogar noch höher. Das Wasser gilt besonders für Rheu­ma­kranke als heilsam. Es gibt ein Hallenbad mit unter­schied­lich tempe­rierten Becken sowie ein Freibad. Von Mai bis August ist Ai-Ais Ausgangs­punkt für die 5-Tage-Wande­rung durch Fish-River-Canyon oder in die Hunsberge. Hierbei können zahlreiche Wild­tier­arten und Vögel beob­achtet werden.

Goegap Nature Reserve

Oryxan­tilopen im Blumenmeer

Das kleine Reservat im Osten von Sprinbok gehört zur Sukkulen­tenkaroo, wo die mittlere Nieder­schlags­menge kaum 150 Millimeter je Jahr beträgt. Die Tempe­raturen sind extrem, im Winter Frost und im Sommer über 40 Grad Celsius. Berge und weite sandige Ebenen wech­seln einander ab. Haupt­at­trak­tion ist die Wüsten­blüte, die im Frühjahr – genügend Winter­regen vorausge­setzt – die Ebenen in wahre Blütenmeere mit über 600 verschiedenen Pflanzen­arten verwandelt. Haupt­blütezeit ist August und September. Es gibt Rund­wege für normale PKW und Stre­cken für 4x4. Die Wege, die man zu Fuß machen kann, sind jedoch beein­dru­ckender. Informa­tionen gibt es im Hesters Malan Wild Flower Garden gibt es Center.

G

Namaqualand

Prachtvolle Blumenteppiche nach Frühjahrsregen

Auf den ersten Blick wirkt das Namaqua­land öde und menschenfeind­lich. Die Nieder­schläge liegen oft unter 50 mm pro Jahr.

Seinen unver­gleich­li­chen Reiz entfaltet das Namaqua­land aber, wenn Regen fällt, was meist zwischen August und Oktober passiert. Dann verwandelt sich die Halbwüste in ein prachtvolles Blumenmeer. Besonders geeig­nete Gebiete zur Blumenschau sind rechts und links der N7, bei Springbok und im Goegab Nature Reserve. Aber auch zu anderen Jahres­zeiten ist die Land­schaft beein­dru­ckend. Wer Zeit hat, sollte im Zickzack um die N7 herum zwischen Atlantik und der Karoo hin- und herfahren. Wichtig ist, immer genügend Trink­wasser und Benzin zu haben.

Auf einer Gästefarm bei Springbok

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Farm in der maje­s­tä­ti­schen Berg­landschaft west­lich von Springbok ist eine der schönsten im ganzen Namaqua­land.

Großzügiges Früh­stück und Cand­le­light Dinner sorgen für einen ange­nehmen Aufent­halt. Wande­rungen durch das wilde Berg­land der Farm sind das ganze Jahr hindurch möglich. Für einen Tages­ausflug eignet sich die Fahrt über den Pass nach Hondeklip Bay, einem verschlafenen Fischerdorf am Atlantik oder der Besuch des Goegab Nature Reserve. Dieser 7500 Hektar große Natur­park, 15 Kilometer östlich von Springbok, beheimatet ungezählte Sukkulenten und ist ein Muss für jeden Pflanzenfreund.

Springbok

Haup­tort des Namaqua­landes

Der größte Ort des unwirt­li­chen Namaqua­landes liegt zwischen felsigen Bergen in einer  tro­ckenen Gegend und verdankt seine Entste­hung den Kupferminen, die 1856 in Betrieb genommen wurden und dem Ort bald einen schlechten Ruf eintrugen. Als ein neuer Magi­s­trat sein Amt aufnahm, bestellte er als erstes einen Stock, um Misse­täter zu bestrafen. Heute sind die Minen geschlossen. Dafür ist es ein guter Ausgangs­punkt, um das Namaqua­land zu erkunden, das sich besonders im August und September in ein prachtvolles Blumenmeer verwandelt. Die ehema­lige Synagoge von 1930 ist heute ein Heimatmuseum.

Namaqua-Natio­nal­park

Wunderwelt der Sukkulenten

Der über 1.000 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt die typi­sche Namaqua­land-Land­schaft mit einer großen Viel­zahl von Sukkulenten, von denen manche nirgendwo anders vorkommen. In der Wunderwelt mit mehr als 3.000 verschiedenen Pflanzen­arten lebt die Homopus signatus, die kleinste Schildkrö­t­enart der Welt. Wenn im August und September Winter­regen fällt, über­zieht anschließend ein kilome­terweiter Blumen­teppich das ansonsten graue bis braune Land. Dann ist auf dem mit einem normalen PKW befahrbaren Rundweg und auf den Wander­wegen auch mit vielen Besu­chern zu rechnen, für den Rest des Jahres ist man als Besu­cher meist alleine mit der Land­schaft.

Von Springbok nach Augrabies

341 km | 3:30 h
Die N14 besticht durch ihre Mono­tonie. Die einzige Sied­lung auf der Strecke ist Pofadder, ein verschlafener Ort in der Halbwüste.

Pofadder

Von der Missi­ons­sta­tion zum Farmer­zentrum

1875 errich­tete der Missionar Chris­tian Schröder eine Missi­ons­sta­tion an einer Quelle, die von eine Khoikhoi-Gruppe zur Vieh-Tränke genutzt wur­de. Der Chef des Clans ließ sich taufen und erhielt den schönen Namen Klaas Pofadder (afri­kaans für: Puffotter). Pofadder bürgerte sich bald auch als Orts­name ein. Einige Jahre später jedoch erhielten weiße Farmer die Weide­nutzungs­rechte rund um Pofadder. Da sie unmög­lich in einem Ort leben konnten, der nach einem Hotten­totten benannt war, gaben sie ihm den (etwas hoch­tr­a­benden) Namen Theronsville. Inzwi­schen trägt die unscheinbare Wüsten­sied­lung wieder den ursprüng­l­i­chen Namen.

H

Orange River

Fremdfluss in der Wüste

Der Orange River ist mit 2000 Kilome­tern Länge Süda­frikas größter und wasser­reichster Fluss. Er entspringt im regenrei­chen Hoch­ge­birge von Lesotho und durch­quert den trockenen Westen als Fremdfluss, d.h.

er hat nach dem Zufluss des Vaal keinen Zulauf mehr. Bei Colesberg ist er zum Gariep Damm aufge­staut, ein gigan­ti­sches Bewäs­se­rungs­system aus den 1960ger Jahren. Ein Wild­wasser also, das mitten durch die Wüste fließt. Bei Augrabies donnert er in grandiosen Wasser­fällen 160 Meter in die Tiefe und fließt danach durch eine roman­ti­sche, kaum zugäng­liche Schlucht. Zum Kanu­fahren ist er ganzjährig geeignet.

Zu Gast im Augrabies Falls Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Ohne Verpflegung

Die Chalets liegen in unmit­telbarer Nähe der grandiosen Wasser­fälle, haben eine Klima­anlage und sind mit Bett­wä­sche, Hand­tüc­hern und Kochu­ten­silien ausge­stattet.

Im Park befinden sich ein Restau­rant und ein Schwimmbad. Einige Wander­wege nehmen hier ihren Ausgang.

Augrabies Falls

Donnernder Wasserfall in der Halbwüste

Die Augrabies Falls liegen 120 Kilometer west­lich von Upington und 40 Kilometer nordwest­lich von Kakamas. Der durch­schnitt­liche Regen­fall beträgt 107 mm/Jahr und beschränkt sich vor allem auf die Zeit zwischen Januar und April. Im Park domi­nieren die Kontraste: Von den grandiosen Wasser­fällen des Orange Rivers unweit des Camps bis zur Halbwüste ist das Land das ideale Ökosystem für Springbok, Klipspringer, Kudu, Eland, Gemsbok, Breitmaul­nashorn und eine Viel­zahl von Vögeln. Der Wasserfall ist der sechstgrößte der Erde und zählt zu den Naturwundern Afrikas. Die Flora ist typisch für wasser­arme Zonen. Sie besteht aus dem eigen­tüm­li­chen Köcherbaum, dessen groß­zel­lige Blätter hervor­ra­gende Wasser­spei­cher sind, dem Kameldorn, der Baumfuchsie und der wilden Olive.

Wande­rung am Orange River

Erfah­rung von Einsamkeit und Stille

Die Wande­rung führt von den Augrabies Falls über dem Ufer des Orange Rivers fluss­abwärts. Zurück geht man durch das Hinter­land. Eine Erfah­rung von Einsamkeit und Stille. (HIn und zurück: 4 Stunden, 14 Kilometer, auf und ab: 90 Meter)

Von Augrabies nach Twee Rivieren

372 km | 4:30 h
Die einzig nennens­werte Ansied­lung ist Upington, die ihre Exis­tenz dem Orange River verdankt. Von dort fährt man nach Norden in die schier endl­lose Kala­hari. Im letzten Abschnitt bildet die Straße die Grenze zu Botswana.

Upington

Grüne Oase am Orange-River

Die Stadt am Oranje Fluss ist Haupt­stadt der nörd­li­chen Kapregion und Tor zur Kala­hari. Wer zum Kala­hari Park will, hat hier die letzte Möglichkeit, in den gut sortierten Super­märkten einzukaufen und die Vorräte aufzu­füllen. Upington gilt als eine der heißesten Städte Süda­frikas. Obwohl das Ther­mometer oft die 40-Grad-Marke über­steigt, bleibt die Hitze wegen der geringen Luftfeuch­tigkeit erträg­lich. Dass die Stadt trotzdem grün wirkt, verdankt sie dem Orange River und der künst­li­chen Bewäs­se­rung. Ein schmales, grünes Band zieht sich über 280 Kilometer am Fluss entlang, wo neben Weizen, Gemüse, Zitrusfrüc­hten, Datteln und Baumwolle vor allem Wein ange­baut wird.

Kala­hari Oranje Museum

Heimatmuseum von Upington

Sehens­wert in Upington ist besonders die alte, am Oranje-Fluss gelegene Missi­ons­sta­tion, der der deutsch­stäm­mige Reve­rend Schröder 1875 aufge­baut hat. Heute ist dort das Heimatmuseum von Upington, das Kala­hari Oranje Museum, unter­ge­bracht. Vor dem Haus steht ein lebens­großer Esel aus Bronze, ein Denkmal für die zahl­losen Esel, die selbstlos und bescheiden zum Aufbau Süda­frikas beige­tragen haben.

Askham

Verschlafenes Nest in der Kala­hari

Der verschlafene Ort auf dem Weg zum Kala­hari Transfron­tier Park hat sich ab 1931 um eine Schule entwi­ckelt, in die Kinder aus der halben Kala­hari gegangen sind. Bereits mit sieben Jahren wohnten sie im Internat und haben ihre Eltern oft ein halbes Jahr nicht gesehen. Ein paar Kilometer weiter wur­de gleichzeitig eine Polizei­sta­tion einge­richtet, die in einem riesigen Gebiet für Ordnung sorgen sollte. Da die Polizei mit Kamelen auf Streife ging, wur­de eine Kame­laufzucht begonnen – mit zeitweise mehr als 400 Tieren. Heute ist Askham eine Versorgungs­sta­tion für die Farmer ringsumher. Reisende finden eine Tank­stelle und einen Super­markt.

I

Kgalagadi Transfrontier National Park

Größtes Landgebiet der Erde im Urzustand

Der Park (früher Kala­hari Gemsbok Park) umfasst zusammen mit dem Reservat auf der Seite Botswanas 3,8 Millionen Hektar (!) und ist damit eines der wenigen großen Gebiete der Erde, die im Urzu­stand erhalten sind.

Große Herden von Wild können unge­hindert umher­ziehen. Zu den Raubtieren des Parks gehören der große Kala­hari Löwe, Leopard, Gepard, verschiedene Arten der Hyäne, Wildhund und Schakal. Nicht weniger als 215 Vogel­arten sind verzeichnet. Die Tages­tempe­raturen steigen im Sommer oft über 40 Grad und sinken in Winternächten bis unter null Grad ab. Insbe­sondere in der Regenzeit gibt es unbe­schreib­lich schöne Farb­spiele: Rötliche Dünen, grüne Akazien, ein tiefblauer Himmel und zum Greifen nahe Haufenwolken.

Zu Gast in Twee Rivieren Camp

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Ohne Verpflegung

Das Camp befindet sich am Eingang des Parks und ist daher das Basis- und Versorgungs­camp für den riesigen Park. Hier laufen zwei Fluss­betten zusammen, die aber nur selten Wasser führen.

Die strohge­deckten Chalets verfügen über eine Klima­anlage im Schlaf­raum, ein Wohnzimmer, Bad und Küche. Restau­rant, Tank­stelle, ein kleiner Laden und ein Swimmingpool sind vorhanden.

Von Twee Rivieren nach Kala­hari Tented Camp

113 km | 2:00 h
J

Wilderness Camps in der Kalahari

Urerfahrungen jenseits der Zivilisation

Was man in den Wilder­ness Camps des Kgalag­kadi Transfron­tier Natio­nalparks erlebt, ist selten geworden: voll­kom­mene Stille, einen Nacht­himmel, der seines­glei­chen sucht, und eine Welt im Urzu­stand, in der es außer der Camp­struktur kein Anzei­chen mensch­li­cher Zivili­sa­tion gibt.

Dafür muss man auf Komfort verzichten. Die Camps liegen mutter­see­le­n­allein im „Land of Thirst“. Es gibt keine Restau­rants, keine Tank­stellen, keinen Pool. Nur wenige, unbe­wirt­schaf­tete Wohn­stellen, die teils fest verbaut und teils aus Zelt­stoff gefer­tigt sind. Was man essen und trinken will, muss vorher mitge­bracht und selbst zubereitet werden. Dafür ist ein Abend am Lagerfeuer mit selbst gebra­tenem Fleisch ein unver­gess­li­ches Erlebnis.

Zu Gast im Kalahari Tented Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Ohne Verpflegung

Das Camp liegt hoch auf einer roten Sand­düne, mit Blick auf ein Wasserloch in einem ausge­trock­neten Fluss­bett, wo sich ständig Tiere zur Tränke sammeln.

Da es keine Zäune gibt, muss nachts mit Über­ra­schungs­be­su­chen von Löwen oder Schakalen gerechnet werden. Die schlichten Wohn­zelte haben einen Schlaftrakt mit Deckenven­ti­lator, ein Bad und eine voll ausge­stat­tete Küche. Drei Kilometer weiter liegt das Camp Mata Mata, wo es einen Shop und eine Tank­stelle gibt. Insge­samt gibt es 15 Zelte, doch sie stehen so weit ausein­ander, dass man sich allein in der Wüste wähnt.

Von Kala­hari Tented Camp nach Kalkrand

380 km | 5:00 h

Bei Mata Mata verlässt man den Natio­nal­park und zugleich Süda­frika. Ein Visum für den Grenzüber­tritt wird vor Ort ausge­stellt. Man folgt der Staub­piste in den Westen der Kala­hari bis Stam­priet.

Wich­tiger Hinweis: Da es hinter der Grenze keine Geld­automaten gibt und das Tanken in Namibia nur mit Bargeld möglich ist, sollten Sie ausrei­chend Süda­fri­ka­ni­sche Rand in bar mitnehmen, bis Sie in die nächste Stadt in Namibia kommen, um sich an einem Geld­automaten mit Landes­wäh­rung zu versorgen. Der Rand wird in Namibia 1 zu 1 akzep­tiert. Das Wech­selgeld erhalten Sie dann in Namibia Dollar.

Hardap-Damm

Wassersport am größten Stau­damm Namibias

Der größte Stau­damm Namibias liegt bei Mari­ental und staut den Fischfluss auf. Über 860 Meter lang und fast 40 Meter hoch ist die Mauer, hinter der ein See von fast 30 Quad­ratki­lome­tern Fläche und einem Volumen von fast 300 Millionen Kubikme­tern beginnt. Die Stau­anlage hat eine große Bedeu­tung für Mari­ental und die Land­wirt­schaft ringsum. Der Stausee ist ein beliebtes Wassersport­revier und Naher­ho­lungs­gebiet für die Windhoeker. Am west­li­chen Seeufer schließt sich ein kleines Natur- und Wild­schutzgebiet mit wenig Touristen und vielen Tieren an. Auf rund 20.000 Hektar kann man wandern und Tiere beob­achten.

K

Kalahari

Rote Dünen, weiße Gräser, schimmernde Salzpfannen

Die 1,2 Millionen Quad­ratki­lometer große Senke bedeckt einen großen Teil des südli­chen Afrika. Das voll­kommen flache Becken reicht von Süda­frika über Namibia bis Angola und nimmt den größten Teil Botswanas ein.

Nach Osten erstreckt sie sich bis Zambia und Zimb­abwe. Eigent­lich ist die Kala­hari eine Trockensavanne, wird aber wegen des roten Sandes als Wüste bezeichnet. Charak­te­ris­tisch sind die sog. Pfannen, in denen der selten fallende Regen zusam­men­läuft und bald wieder verdunstet. Zurück bleibt dann eine weiß gelb­liche Salzkruste. Promi­nen­testes Beispiel ist die Etosha Pfanne in Namibia. Obwohl es kein Ober­fläc­hen­wasser gibt, ist die Kala­hari über­ra­schend wild­reich. Die Tiere ziehen – von Zäunen unge­hindert – hin und her, immer dem Regen nach.

Teufelskrallen Tented Lodge

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Teufels­kralle ist ein Sesamge­wächs, das nur in der Steppe des südli­chen Namibia vorkommt. Ihre Früchte haben eine merkwür­dige, krallenhafte Gestalt. Bota­niker und Phar­mazeuten inter­es­sieren sich aber mehr für die Wurzel, deren schmerzlinderne und entzündungs­hem­mende Wirkung bereits die San kannten. Die große Nach­frage bedroht die faszi­nierende Pflanze, daher wird sie jetzt bei Kalkrand gezüchtet.

Ganz in der Nähe liegt die nach ihr benann­te Lodge, die aus einem umge­bauten Farmhaus und ein paar einfa­chen Zelt­häusern besteht. Letztere stehen auf Holz­decks und schauen weit in die Kala­hari, wo bis zum Horizont sanfte Dünen und Kamelbäume zu sehen sind. Auf dem 400 Hektar großen Gelände gibt es ausge­schilderte Wander­wege zwischen fünf und 20 Kilome­tern Länge, wo man die Stille der Halbwüste erleben oder auf die Suche nach der wilden Teufels­kralle gehen kann. Ein Swimmingpool und ein Barbecue-Platz sind vorhanden.

Mari­ental

Ver­sor­gungs­zen­trum im Westen der Kala­hari

Die heutige Haupt­stadt der Region Hardap mit 12.000 Einwoh­nern wur­de 1894 von einem Siedler aus Porta Westfa­lica gegründet, der den Ort nach seiner Ehefrau Anna Maria Brandt nannte. Mari­ental ist heute ein Ver­sor­gungs­zen­trum für die umliegenden Farmen und Nama Gemeinden. Durch den 1962 errich­teten Hardap Stausee konnte in der Region Bewäs­se­rungs­landbau eingeführt werden, was auch dem Ort Mari­ental erheb­li­chen Auftrieb gab.

Von Kalkrand nach Windhoek

Mietwagenabgabe

Von Kalkrand nach Windhoek

236 km | 3:00 h
Rund 25 Kilometer südlich von Reho­both überquert man den südli­chen Wendekreis (23° südli­cher Breite). Danach steigt die Land­schaft an. Einen weiteren Höhe­punkt bilden die Aub Berge, wo die Straße eine Höhe von über 1900 Meter erreicht.

Mietwagenabgabe

Station: Windhoek, Airport

21 Tage
ab 3.489,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • AVIS-Permit für Südafrika (vor Ort zu zahlen)
  • Umfulana Klimaspende

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–November

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Das Afrika Team

Tel.: +49 (0)2268 92298-61

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  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
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