Blaue Berge, rote Dünen: zwischen Namib und Kalahari - Namibia
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Wolwedans
Wolwedans BILD
KARTE

Zwischen Namib und Kalahari

Einsamkeitserfahrung zwischen Namibia und Südafrika

21 Tage | ab 3.779,00 EUR p.P. im DZ*
Windhoek – Naukluft – Sossusvlei – Namibrand – Fish River Canyon – Namaqualand – Augrabies Falls – Kalahari

Die Reise führt von Windhoek in den extrem trockenen Süden Namibias: zu den Dünen von Sossusvlei, durch die Märchenlandschaft der Namib, über den Urzeitcanyon des Fish Rivers in den wildreichen Kgalagadi-Nationalpark. Diese sinnvolle Tour ist erst seit der Öffnung des Grenzübergangs Mata Mata möglich geworden.

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1.–2. Tag: Windhoek

Deutsches Provinznest oder Hauptstadt?
Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt. Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Kattutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen. 

Vermieter: AVIS Namibia
Fahrzeug: Hyundai Tucson (2x4) o.ä. Automatik (Group K)
Tarif: premium cover + Navi

A

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Windhoek

Das kleine Gästehaus der gehobenen Klasse liegt zentrumsnah in einem stillen Vorort von Windhoek. mehr ...

Jedes Zimmer hat einen Zugang zur Veranda. Die Open-Air-Lounge und der Garten mit kleinem Pool und Sonnenliegen laden zur Entspannung unter freiem Himmel ein. Das Innere der Lodge und die rund zehn Zimmer überzeugen durch schlichte Eleganz in einem kolonial anmutenden Landhausstil, ohne jedoch auf Annehmlichkeiten wie Klimaanlage und Minibar zu verzichten. Morgens wird ein gutes Frühstück im Buffetstil angeboten.

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Leistungen: 1 Nacht | Bed & Breakfast

Windhoek-Zentrum

Zwischen Kolo­ni­al­ar­chitektur und Unabhängigkeit

Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Bedeu­ten­dste Sehens­wür­digkeit und Wahrzei­chen von Windhoek ist die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil. Daneben stand das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolo­ni­al­kriege des deut­schen Kaiser­reichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erin­nern soll. 2009 wur­de das Denkmal abge­baut und hundert Meter weiter südlich wieder aufge­baut. Es steht nun vor der Alten Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wur­de. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.

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Katutura

Town­ship von Windhoek

Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Town­ship für schwarze Arbeiter in den 1950iger Jahren entstanden. Schulen, Kran­ken­häuser und Einkaufs­zentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewoh­nern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Well­blechhüt­ten­masse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afri­ka­nisch: Zahl­lose Straßenver­käufer, Bars und Gemüse- und Obst­stände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebra­tenem Fleisch. Wer Katutura besich­tigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.

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Daan-Viljoen-Wild­park

Steile Berge, Hoch­landsavanne

Der 40 Quad­ratki­lometer große Wild­park liegt west­lich von Windhoek im Khomashoch­land. Steile Bergen, tiefe Täler, Hoch­land-Savanne und Dornbü­sche machen den besonderen Reiz der Land­schaft aus, die bekannt ist für die vielen Vogel­arten. Wande­rungen und Rundfahrten im eigenen Wagen sind möglich. Dabei kann man Wild­tieren begegnen, darunter Kudu, Oryx, Strei­fengnu und Bergzebra.

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2.–4. Tag: Naukluft

Vegetationsreiches Gebirge am Wüstenrand
Das Gebirge im Dreieck Soli­taire, Sesriem und Maltahöhe ragt bis knapp 2.000 Meter auf und ist daher ein Regen­fänger. Die Vege­ta­tion ist hier üppiger als in der Umge­bung. Es gibt sogar Bäche, die während der Trockenzeit Wasser führen. Durch das Gebirge führen ein Wanderweg und eine Piste für Allradfahrzeuge. Nachts kann es, besonders im Winter, mit Minus­tempe­raturen empfind­lich kalt werden.

Bei Rehoboth verlässt man die Teerstraße und bekommt einen Vorgeschmack auf das wilde, einsame Namibia. Höhepunkt der Landschaft ist die Naukluft, auf die man kilometerlang zufährt.

Reho­both

Heimat des Bastervolks

Die 30.000-Einwohner-Stadt im staubigen Süden hat wenig Attrak­tionen zu bieten, dafür aber eine unglaub­liche Geschichte. Rund 2.000 Kilometer weiter südlich war es am Kap um die Mitte des 19. Jahrhunderts üblich geworden, dass die weißen Herren mit ihren Arbeite­rinnen Neben­be­zie­hungen unter­hielten. Auch wenn dies totge­schwiegen wur­de, war es nicht zu über­sehen. Es gab jede Menge unehe­li­cher Kinder, die man je nach Aussehen  Kleinboi, Witboi oder Swartboi nannte. Im Gegen­satz zu ihren weißen Halbge­schwistern hatten die „Bastarde“ kaum Rechte. Viele fanden bei Missio­naren Zuflucht, wo sie getauft wurden und zur Schule gingen. Die bibli­schen Geschichten halfen ihnen, Ihre Iden­tität zu finden. Sie iden­ti­fi­zierten sich mit dem Volk Israel, das wie sie in der Knechtschaft wohnte. Bald nannten sie sich selbst mit Stolz „das Volk der Baster“. In den 1860iger Jahren kam es dann zu einer großen Auswande­rungs­welle. Da ihnen der Osten versperrt war, blieb ihnen nur – wie den Israeliten – die Wüste im Norden. Nach über 2.000 Kilome­tern Wande­rung gruben sie einen Brunnen, in dem es ganzjährig Wasser gab. Sie nannten ihn Reho­both – wie der Brunnen, den Isaak am Rand der Wüste gegr­aben hatte. Noch heute sind die häufigsten Nach­namen „Kleinboi“ oder „Swartboi“. Wer in Reho­both einkauft oder tankt, wird schnell merken, dass die Nach­fahren der Baster bis heute eine dem holländi­schen verwan­dete Sprache spre­chen und ganz andere Gesichts­züge haben als die Namas oder die Hereros.

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Klein Aub

Einge­stürzte Kupfermine

Nur wenige Hütten säumen die Kreuzung der unge­teerten Pisten C14 und D1290. Von 1964 bis 1987 gab es am Ort eine Kupfermine, in der auch Gold und Silber gefunden wur­de. 2010 stürzte die verlas­sene Mine ein und hinter­ließ einen 50 Meter tiefen Krater.

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B

Zu Gast auf einer afrikaansen Gästefarm

Das traditionelle Farmhaus liegt auf einem privaten Gelände von über 12.500 Hektar vor der dramatischen Kulisse der Tsarisberge. mehr ...

Als sich in den trockenen 80er Jahren die Schafzucht nicht mehr lohnte, wurde ein erster Gästebetrieb eingerichtet, den die heutigen Besitzer von Grund auf renoviert haben. Unterhalb des Hauses ist ein Wasserloch, das Tag und Nacht Wildtiere anzieht. Geologen, Archäologen und Vogelkundler schätzen den Ort ebenso wie Wanderer und Liebhaber von Natur und Stille.

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Leistungen: 2 Nächte | Halb­pen­sion

4.–6. Tag: Sossusvlei

überirdische Farbenspiele am Rand der Namib
Nach Sossus­vlei gelangt man von Sesriem aus. 65 Kilometer lang fährt man durch eine einzig­ar­tige Dünenwelt. Die letzten fünf Kilometer sind nur zu Fuß oder per Allradwagen(4x4) zu bewäl­tigen. Gegen Gebühr kann man auch den Transfer­service nutzen. Sossus­vlei ist eine Lehm­senke, die Dünen ringsum werden bis zu 300 Metern hoch und gehören zu den höchsten der Welt. Selbst in den Trockenzeiten kann man hier Strauße, Oryxan­tilopen und andere sehen. Diese Tiere leben von der Feuch­tigkeit der selten mit Wasser gefüllten Senke. Wer auf die Dünen steigt, besonders morgens oder abends, dem wird das Farb­spiel der orangefarbenen Dünen, der weißen Lehm­senke und des grünen Vege­ta­ti­ons­bands am Vlei sowie der atembe­rau­bende Fern­blick auf steinerne Gebirge in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung bleiben. Da das Sossus­vlei ein Teil des Namib Nauk­luft Parks ist, benö­tigt man für die Fahrt eine Erlaubnis, die am Eingang erteilt wird.

Begleiter der Tagesetappe ist das majestätische Naukluftgebirge, das sich in einiger Ferne aus den trockenen Niederungen erhebt.

C

In einem Gästehaus am Rande der Dünen

Das Gästehaus liegt am Rande der Wüste – in der weiten Savanne zwischen den Tsarisbergen und der Naukluft – und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Dünen von Sossusvlei zu besuchen, die in der Ferne zu sehen sind. mehr ...

In dieser einzigartigen Umgebung wirken das Haupthaus und die 20 Chalets wie eine Oase, in der man sich nach einem heißen, anstrengenden Tag auf der Sonnenterrasse unter Schattendächern erholen und im Swimmingpool abkühlen kann. Nach dem Abendessen im Freien kann man von hier entspannt den Sonnenuntergang verfolgen, der die Landschaft in herrliche Pastelltöne taucht. Ausritte in die Wüste werden angeboten.

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Leistungen: 2 Nächte | Halb­pen­sion

Sesriem-Canyon

Trockenfluss in schat­tiger Schlucht

Heutzu­tage ist der Tsauchab ein Trockenfluss, der nur nach den seltenen Regen­fällen Wasser führt. Vor mehreren Millionen von Jahren muss er ein reißendes Wild­wasser gewesen sein, sonst hätte er nicht einen bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedi­mentge­stein graben können. Als im 19. Jahr­hun­dert die Trekburen den Canyon fanden und das in ihm stehende Wasser schöpfen wollten, benö­tigten sie ein langes Seil aus sechs Riemen, von denen jeder aus einem Oryxfell gemacht war. So heißt die schat­tige Schlucht bis heute Sesriem-Canyon (Sechsrie­menschlucht).

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Dune 45

Charak­te­ris­ti­sche Düne mit geschwun­gener Kammlinie

Auf halber Strecke zwischen Sesriem und Sossus­vlei liegt bei Kilome­ter­stein 45 eine besonders charak­te­ris­ti­sche Düne. Wegen ihrer geschwun­genen Kammlinie wird sie häufig fotogra­fiert, besonders in der Dämme­rung, wenn die Kontraste über­scharf hervor­ste­chen. Sie ist über 170 Meter hoch. Der Sand, aus dem sie besteht, soll über fünf Millionen Jahre alt sein.

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Deadvlei

500 Jahre alte Baum­ruinen

Die Pfanne nahe Sossus­vlei besteht aus Lehm und Ton und ist von Namib­sand-Dünen umschlossen. Charak­te­ris­tisch für das Deadvlei sind die vielen toten Akazi­enbäume, die schon vor 500 Jahren vertrock­neten, als der Tsauchab, ein Trockenfluss, seinen Fluss­lauf änderte. Das Deadvlei ist vom Park­platz aus gut zu errei­chen.

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5. Tag: Sesriem

Ausflug

Ballonfahrt (1 Stunde, englisch)

Bereits vor Morgengrauen beginnen die Vorbereitungen zu einem einzigartigen Erlebnis, das etwa mit den ersten Sonnenstrahlen startet. mehr ...

Je nach Windrichtung geht die etwa einstündige Fahrt über die Naukluftberge oder über die Dünen der Namib. Ein Allradwagen fährt die maximal 16 Gäste zum anschließenden Sektfrühstück in die Wüste.

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6.–8. Tag: NamibRand Nature Reserve

Wüstenparadies am Rande der Namib
1984 erwarb der Windhoeker Geschäfts­mann, J.A. Brückner, am Rande der Wüste Namib eine Farm – aus Liebe zu dieser einmalig schönen Land­schaft. Nach und nach kamen weitere Farmen hinzu. Entstanden ist daraus ein Wüsten­pa­ra­dies am 1976 Meter hohen Losberg, das mit über 2.000 Quad­ratki­lome­tern zu den größten privaten Natur­schutzgebieten Afrikas gehört. Die Rinderzucht wur­de einge­stellt; stattdessen leben wieder Bergze­bras, Kuhan­tilopen, und Springböcke auf Namib­Rand, aber auch Leoparden, Giraffen, Hyänen und Löffelhunde. Die Zäune zum angrenzenden Namib-Nauk­luft Park sind abge­rissen, so dass die Tiere sich groß­flächig bewegen und dem Regen nach­ziehen können.

Das unwirklich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur linken. Rechts liegt die grandiose Namib.

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Zu Gast am Platz der tanzenden Hyänen

Wolwedans – zu Deutsch Wolfstanz – heißt der magische Platz in den roten Dünen von Namib Rand. mehr ...

Wanderburen vom Kap haben ihm im 19. Jahrhundert diesen Namen gegeben – wegen der umherspringenden Hyänen. Gäste werden in dem Camp untergebracht, das mit allergrößter Sorgfalt in die empfindlichen Dünen gebaut wurde. Hautnaher Kontakt mit der Sandwüste und eleganter Luxus sind hier auf unübertreffliche Weise verbunden.

Wichtiger noch sind die Führungen durch das ökologisch einzigartige Namib Rand Reserve, die den Tagesablauf der Lodge prägen. In kaum einer anderen Lodge wird man auf so viel Wissen über die sensiblen ökologischen Zusammenhänge der Wüste treffen. Gäste werden in kleinen Gruppen geführt und sehr persönlich betreut.

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Leistungen: 2 Nächte | Voll­pen­sion mit Aktivi­täten

8.–10. Tag: Aus

Oase zwischen Huib-Gebirge und Namib-Wüste
Die kleine Ortschaft liegt auf 1500 Metern im Huib-Gebirge hoch über der Namib und wirkt wie eine Oase. Grund dafür ist das Kap-Klima, das etwa bis zu dieser Breite für Winter­regen sorgt. So leben um Aus bis heute Wildpferde, die aus der Pferde­hal­tung der deut­schen Schutz­truppe vor 1914 hervor­gegangen sind. Bizarre Landschaften und eine reiche Sukkulen­tenve­ge­ta­tion entlang der Felsklippen machen ein faszi­nierendes Landschafts­bild aus. Unter den vielen Fels­zeich­nungen der San gibt es eine stark verwit­terte Besonder­heit: ein Segel­schiff, dessen Maler vor 500 Jahren vom Kap viele tausend Kilometer bis hierher zurückge­legt haben muss.

Das unwirklich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur linken. Rechts liegt die grandiose Namib. Ein Abstecher nach Schloss Duwisib ist empfehlenswert.

Schloss Duwisib

Rheinromantik in der Wüste

Am Rande der Wüste Namib steht ein Schloss im Stile roman­ti­scher Rheinburgen – mit Zinnen und Brunnen im Innenhof. An seinem Ort wirkt das grundso­lide Bauwerk doch etwas skurril. 1908 hat es Baron von Wolff, der mit der Schutz­truppe nach Namibia gekommen war, in Auftrag gegeben. Architekt war Wilhelm Sander, der auch die Heinitzburg in Windhoek gebaut hat. Die Baukosten explodierten, aber glück­li­cherweise war von Wolff mit einer reichen Amerika­nerin verhei­ratet. Der fröh­liche Draufgänger von knapp zwei Metern Länge hatte den kühnen Plan, eine Farm von 150.000 Hektar (!) um sein Schloss herum zusam­menzukaufen. Doch dann kam der Erste Welt­krieg. Als glüh­ender Patriot meldete er sich zu den Waffen und fiel kurze Zeit später in Frank­reich. Das histo­risch restau­rierte Schloss dient heute als Museum.

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Zu Gast in einer Felsenlodge über der Wüste

Dort, wo das Huib Plateau hoch aus der Wüste Namib aufragt, befindet sich einsam und allein die Lodge, deren wenige Steinhäuser wie Adlernester in den Granitfelsen gebaut sind. mehr ...

Wer möchte, kann von hier aus Tagesausflüge nach Lüderitz machen; die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Die Besitzer bieten ihren Gästen Fahrten im Jeep zu den dort seit über 100 Jahren lebenden Wildpferden an. Wer genug hat vom Fahren, kann nach Belieben wandern, durch das Gebirge streifen und den herrlichen Blick über die Wüste in Ruhe genießen. Lunch und Dinner werden im Restaurant angeboten. Auf Wunsch wird auch ein Grill- und/oder Frühstückspaket zur Mitnahme ins Chalet vorbereitet.

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Leistungen: 2 Nächte | Bed & Breakfast

Lüde­ritz

Diaman­ten­stadt am stürmi­schen Atlantik

Die Stadt am stürmi­schen Atlantik ist nach dem Bremer Kaufmann benannt, der 1883 die Bucht und das weite Umland für 250 Gewehre und 600 engli­sche Pfund als seinen Privat­be­sitz erwarb. Ein Jahr später stellte Bismarck die Bucht unter den Schutz des Deut­schen Reiches, was als Beginn der Kolo­niali­sie­rung Südwest-Afrikas gilt. Aufgrund seiner abge­schiedenen Lage blieb die Stadt lange Zeit wirt­schaft­lich unbedeu­tend. Dies änderte sich schlag­artig, als 15 Kilometer land­einwärts bei Kolmanskuppe Diamanten gefunden wurden. Dieser Boom endete jedoch nach wenigen Jahren, als die Diaman­ten­ge­sellschaft ihren Sitz an den Oranje verlegte. Im Stadt­zentrum erin­nern noch einige Häuser im Jugend­stil oder wilhelmi­ni­schen Stil an den Diaman­tenrausch.

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Kolmanskop

Ghost-Town in der Wüste

Das Diaman­ten­fieber in Namibia begann, nachdem in 1908 grandiose Steine unweit von Lüde­ritz gefunden wurden. Vor dem Ersten Welt­krieg wurden mehr als 1000 Kilogramm Diamanten gefunden. Mittel­punkt der Diaman­ten­indu­s­trie war Kolmannskop, das schnell wuchs und über Schule, Kasino und Kran­ken­haus verfügte.
Nach 1918 verla­gerte sich das Zentrum der Diaman­ten­suche nach Süden zum Orange River, so dass Kolmannskop zur Geis­ter­stadt wur­de. Noch heute ist die Region südlich von Lüde­ritz – das „Sperrgebiet“ – für die Öffent­lichkeit nicht zugäng­lich. Kolmanskop Tour Company hat jedoch eine Konzes­sion, Touren ins Sperrgebiet zu unter­nehmen. Die Öffnungs­zeiten sind wetterbedingt auf Vormit­tags 08:00 – 13:00 Mo – Sa begrenzt. In dieser Zeit werden zwei geführte Touren(09:30 und 11:00) ange­boten. Sonn­tags zwischen 10 und 13 Uhr können Sie die Kolmans­koppe eben­falls besich­tigen, aber nur ohne Führung! Die Führungen sind informativ und im Eintritts­preis bereits enthalten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und die Teil­nahme nicht verpf­lich­tend. Man kann sich im Gelände frei bewegen. Wer das gute Licht der auf- und unter­ge­hende Sonne zum Fotogra­fieren nutzen möchte, besorge sich ein Foto Permit unbedingt am Tage vorher bei Lüde­ritz Safaris & Tours in Lüde­ritz. Damit kommt man bereits zu Sonnen­aufgang hinein. Mit dieser Geneh­migung kann man eben­falls an den Touren teil­nehmen. 

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Diaz Point

Seelöwen­ko­lonie auf histo­ri­schem Boden

Am 25. Juli 1488 landete der erste Euro­päer in der Lüde­ritz-Bucht. Es war  Barto­lomeu Dias, der im Auftrag der portugie­si­schen Krone einen neuen Seeweg nach Indien suchte. Er stellte eine Kreuz­säule auf, die heute im Deut­schen Histo­ri­schen Museum von Berlin seht. Eine Kopie der Säule steht wieder am Diaz Point. Während der deut­schen Kolo­ni­alherr­schaft wurden an der Diaz-Spitze zwei Leuchtfeuer gebaut. Auf der Insel gegenüber ist eine Seelöwen­ko­lonie.

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10.–12. Tag: Fish River Canyon

Zweitgrößter Canyon der Erde
Er gilt nach dem Grand Canyon als der zweitgrößte Canyon der Erde und ist 161 Kilometer lang, fast 30 Kilometer breit und 550 Meter tief. In präh­is­to­ri­schen Zeiten muss der Fish River einmal viel Wasser geführt haben. Anders ist diese gewal­tige Erosi­on­s­tä­tigkeit des Flusses nicht zu erklären. Heute ist er ein Rinnsal, das in Trockenzeiten bis auf einige Wasser­stellen austrocknet. Der Haupt­aus­sichts­punkt mit grandiosem Blick ist von der D324 aus zugäng­lich. Durch die Schlucht führt ein drei- bis fünf­tägiger Wanderweg vom Haupt­aus­sichts­punkt bis nach Ai Ais ohne feste Über­nach­tungs­stellen. Der Weg ist in den Sommermo­naten (Oktober bis März) wegen uner­träg­l­i­cher Hitze gesperrt. In Ai Ais gibt es die Möglichkeit, in heißen Quellen zu baden.

Der Fish River wird überquert, was kaum zu merken ist, da er nur selten Wasser führt. Dass dieses klägliche Rinnsal vor Jahrmillionen ein gewaltiger Strom gewesen sein muss, erfährt man am Ziel der Reise, wo er einen Canyon von gewaltigen Ausmaßen gegraben hat.

Betha­nien

ältestes Stein­haus in Namibia

1815 wanderte der Missionar Heinrich Schmelen aus der Kapregion in den öden Norden. In seinem Gefolge war eine Gruppe der verach­teten Orlam, wie man die unehe­li­chen Kinder weißer Buren und Nama­f­rauen nannte. Nörd­lich des Oranje-Flusses fand er eine Quelle und gutes Weide­land. Er nannte den Ort Betha­nien – nach der Stätte, wo Jesus getauft wur­de – und baute das erste Stein­haus in Südwest-Afrika. Es ist heute noch zu besich­tigen. 1959 kam eine Kirche hinzu. Heute ist Betha­nien ein kleiner, aber wich­tiger Versorgungs­stütz­punkt, in dem es außer Post und Polizei alles gibt, was für das tägl­iche Leben benö­tigt wird.

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Naute-Damm

Dattelpalmen am drittgrößten Stausee Namibias

Die drittgrößte Talsperre von Namibia staut den Löwenfluss auf, einen rechten Zufluss des Fish River. Die Flächen rings um den See werden land­wirt­schaft­lich genutzt. Unter anderem werden Dattelpalmen und Wein ange­baut. Das Naute Recrea­tion Resort am Ufer wird haupt­säch­lich von Wassersportlern und Anglern genutzt. Auf dem rest­li­chen Gebiet haben sich Springböcke, Kudu und Duiker ange­siedelt.

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F

Zu Gast in einer Lodge am Fish River Canyon

Die Lodge erstreckt sich über ein weiträumiges Gebiet mit skurrilen Granitfelsen im Süden Namibias, 20 Kilometer vom Fish River Canyon entfernt. mehr ...

Die 30 Gästebungalows sind teilweise in den Fels gebaut und aus Natursteinen gemauert und mit Gras gedeckt. Bemerkenswerter noch als die architektonische Gestaltung der Lodge ist der Blick vom Restaurant, das im historisch restaurierten Farmhaus von 1910 untergebracht ist. Auf der Terrasse und am Pool kann man wunderbar entspannen.

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Leistungen: 2 Nächte | Bed & Breakfast

Hell’s Bend

Aussichts­platt­form über dem Fish River Canyon

Wer auf der guten Piste von Hobas zehn Kilometer zum Canyonrand fährt, kommt zu einem Pick­nick­platz mit der besten Aussicht über den Fish River Canyon. Der Fish River macht dort eine 180-Grad-Biege, die soge­nannte Hell's Bend. Seit 2010 gibt es eine Aussichts­platt­form

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An der Abbruchkante zum Fish River Canyon

Aussicht in schwindel­er­regende Tiefe

An der Ostseite des Fish River Canyons führt ein Pad entlang, wie man in Namibia die unge­teerten Staub­pisten nennt. Wer vom View Point nach Süden geht, kommt an Aussichts­punkten vorbei, die aus immer neuen Blickwin­keln einen Einblick in die Großar­tigkeit des Canyons geben. Mit einem Allradwagen kann man die Strecke auf fahren. (hin und zurück auf demselben Weg, bis zur 4 Stunden und 8,5 Kilometer, auf und ab 20 Meter)

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Durch­que­rung des Fish River Canyons

Mehr­tägiges Abenteuer für trai­nierte und erfah­rene Wanderer

Wer den kompletten Canyon durch­queren will, sollte sich an einige Regeln halten: Zuge­lassen sind nur Gruppen von mindes­tens drei und maximal 40 Personen. Jeder der Teil­nehmer muss vor Beginn der Wande­rung ein ärzt­li­ches Attest vorlegen, in dem bestä­tigt wird, dass die Person fit genug für die vier- bis fünf­tägige Tour ist. Dass es unter­wegs keine sani­tären Einrich­tungen oder Unterkünfte gibt, sollte jedem Teil­nehmer vorher klar sein, ebenso, dass alles an Verpfle­gung und vor allem Wasser selbst zu tragen ist. Auch eine recht­zei­tige Buchung wird auf Grund der großen Beliebt­heit empfohlen, ebenso wie sehr gutes Schuh­werk. Bewäl­tigt man die komplette Strecke durch den Canyon, gelangt man am Ende zu den 60 ºC heißen Mine­r­alquellen von Ai-Ais. Hier befindet sich auch nach der ganzen Tortur wieder das erste staat­liche Rest Camp mit Bungalows, Camping­plätzen, Restau­rants und einer Tank­stelle. Erholen kann man sich im Freibad, den Thermalquellen und weiteren Bade­einrich­tungen. (vier bis fünf Tage, 86 Kilometer, ab: 1000 Meter, auf: 360 Meter)

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12.–14. Tag: Springbok

Hauptort des Namaqualandes
Der größte Ort des unwirt­li­chen Namaqua­landes liegt zwischen felsigen Bergen in einer  tro­ckenen Gegend und verdankt seine Entste­hung den Kupferminen, die 1856 in Betrieb genommen wurden und dem Ort bald einen schlechten Ruf eintrugen. Als ein neuer Magi­s­trat sein Amt aufnahm, bestellte er als erstes einen Stock, um Misse­täter zu bestrafen. Heute sind die Minen geschlossen. Dafür ist es ein guter Ausgangs­punkt, um das Namaqua­land zu erkunden, das sich besonders im August und September in ein prachtvolles Blumenmeer verwandelt. Die ehema­lige Synagoge von 1930 ist heute ein Heimatmuseum.

Eine der am wenigsten besiedelten Regionen der Welt wird durchfahren. Am Orange River wird die Grenze nach Südafrika überquert. Der Grenzfluss ist der größte und wichtigste Fluss beider Länder, der an dieser Stelle von seiner Quelle in Lesotho schon tausende Kilometer durch die Halbwüste zurückgelegt hat.

Ai-Ais

Heiße Quellen im Canyon

Auf dem Talgrund des Fish River Canyon liegt das Thermalbad mit 60 °C heißen schwefelhal­tigen Quellen. Die Außen­tem­pe­raturen im Canyon steigen bis auf 45 °C, nicht selten sogar noch höher. Das Wasser gilt besonders für Rheu­ma­kranke als heilsam. Es gibt ein Hallenbad mit unter­schied­lich tempe­rierten Becken sowie ein Freibad. Von Mai bis August ist Ai-Ais Ausgangs­punkt für die 5-Tage-Wande­rung durch Fish-River-Canyon oder in die Hunsberge. Hierbei können zahlreiche Wild­tier­arten und Vögel beob­achtet werden.

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Goegap Nature Reserve

Oryxan­tilopen im Blumenmeer

Das kleine Reservat im Osten von Sprinbok gehört zur Sukkulen­tenkaroo, wo die mittlere Nieder­schlags­menge kaum 150 Millimeter je Jahr beträgt. Die Tempe­raturen sind extrem, im Winter Frost und im Sommer über 40 Grad Celsius. Berge und weite sandige Ebenen wech­seln einander ab. Haupt­at­trak­tion ist die Wüsten­blüte, die im Frühjahr – genügend Winter­regen vorausge­setzt – die Ebenen in wahre Blütenmeere mit über 600 verschiedenen Pflanzen­arten verwandelt. Haupt­blütezeit ist August und September. Es gibt Rund­wege für normale PKW und Stre­cken für 4x4. Die Wege, die man zu Fuß machen kann, sind jedoch beein­dru­ckender. Informa­tionen gibt es im Hesters Malan Wild Flower Garden gibt es Center.

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G

Zu Gast auf einer Gästefarm

Die Farm in der majestätischen Berglandschaft westlich von Springbok ist eine der schönsten im ganzen Namaqualand. mehr ...

Großzügiges Frühstück und Candlelight Dinner sorgen für einen angenehmen Aufenthalt. Wanderungen durch das wilde Bergland der Farm sind das ganze Jahr hindurch möglich. Für einen Tagesausflug eignet sich die Fahrt über den Pass nach Hondeklip Bay, einem verschlafenen Fischerdorf am Atlantik oder der Besuch des Goegab Nature Reserve. Dieser 7500 Hektar große Naturpark, 15 Kilometer östlich von Springbok, beheimatet ungezählte Sukkulenten und ist ein Muss für jeden Pflanzenfreund.

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Leistungen: 2 Nächte | Halb­pen­sion

Namaqua-Natio­nal­park

Wunderwelt der Sukkulenten

Der über 1.000 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt die typi­sche Namaqua­land-Land­schaft mit einer großen Viel­zahl von Sukkulenten, von denen manche nirgendwo anders vorkommen. In der Wunderwelt mit mehr als 3.000 verschiedenen Pflanzen­arten lebt die Homopus signatus, die kleinste Schildkrö­t­enart der Welt. Wenn im August und September Winter­regen fällt, über­zieht anschließend ein kilome­terweiter Blumen­teppich das ansonsten graue bis braune Land. Dann ist auf dem mit einem normalen PKW befahrbaren Rundweg und auf den Wander­wegen auch mit vielen Besu­chern zu rechnen, für den Rest des Jahres ist man als Besu­cher meist alleine mit der Land­schaft.

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14.–16. Tag: Augrabies Falls

Donnernder Wasserfall in der Halbwüste
Die Augrabies Falls liegen 120 Kilometer west­lich von Upington und 40 Kilometer nordwest­lich von Kakamas. Der durch­schnitt­liche Regen­fall beträgt 107 mm/Jahr und beschränkt sich vor allem auf die Zeit zwischen Januar und April. Im Park domi­nieren die Kontraste: Von den grandiosen Wasser­fällen des Orange Rivers unweit des Camps bis zur Halbwüste ist das Land das ideale Ökosystem für Springbok, Klipspringer, Kudu, Eland, Gemsbok, Breitmaul­nashorn und eine Viel­zahl von Vögeln. Der Wasserfall ist der sechstgrößte der Erde und zählt zu den Naturwundern Afrikas. Die Flora ist typisch für wasser­arme Zonen. Sie besteht aus dem eigen­tüm­li­chen Köcherbaum, dessen groß­zel­lige Blätter hervor­ra­gende Wasser­spei­cher sind, dem Kameldorn, der Baumfuchsie und der wilden Olive.

Die N14 besticht durch ihre Monotonie. Die einzige Siedlung auf der Strecke ist Pofadder, ein verschlafener Ort in der Halbwüste.

Pofadder

Von der Missi­ons­sta­tion zum Farmer­zentrum

1875 errich­tete der Missionar Chris­tian Schröder eine Missi­ons­sta­tion an einer Quelle, die von eine Khoikhoi-Gruppe zur Vieh-Tränke genutzt wur­de. Der Chef des Clans ließ sich taufen und erhielt den schönen Namen Klaas Pofadder (afri­kaans für: Puffotter). Pofadder bürgerte sich bald auch als Orts­name ein. Einige Jahre später jedoch erhielten weiße Farmer die Weide­nutzungs­rechte rund um Pofadder. Da sie unmög­lich in einem Ort leben konnten, der nach einem Hotten­totten benannt war, gaben sie ihm den (etwas hoch­tr­a­benden) Namen Theronsville. Inzwi­schen trägt die unscheinbare Wüsten­sied­lung wieder den ursprüng­l­i­chen Namen.

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Zu Gast im Augrabies Falls Camp

Die Chalets liegen in unmittelbarer Nähe der grandiosen Wasserfälle, haben eine Klimaanlage und sind mit Bettwäsche, Handtüchern und Kochutensilien ausgestattet. mehr ...

Im Park befinden sich ein Restaurant und ein Schwimmbad. Einige Wanderwege nehmen hier ihren Ausgang.

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Leistungen: 2 Nächte | Ohne Verpfle­gung

Wande­rung am Orange River

Erfah­rung von Einsamkeit und Stille

Die Wande­rung führt von den Augrabies Falls über dem Ufer des Orange Rivers fluss­abwärts. Zurück geht man durch das Hinter­land. Eine Erfah­rung von Einsamkeit und Stille. (HIn und zurück: 4 Stunden, 14 Kilometer, auf und ab: 90 Meter)

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16.–17. Tag: Kgalagadi Park

Größtes Landgebiet der Erde im Urzustand
Der Park (früher Kala­hari Gemsbok Park) umfasst zusammen mit dem Reservat auf der Seite Botswanas 3,6 Millionen Hektar (!) und ist damit eines der wenigen großen Gebiete der Erde, die im Urzu­stand erhalten sind. Große Herden von Wild können unge­hindert umher­ziehen. Zu den Raubtieren des Parks gehören der große Kala­hari Löwe, Leopard, Gepard, verschiedene Arten der Hyäne, Wildhund und Schakal. Nicht weniger als 215 Vogel­arten sind verzeichnet. Die Tages­tempe­raturen steigen im Sommer oft über 40 Grad und sinken in Winternächten bis unter null Grad ab. Insbe­sondere in der Regenzeit gibt es unbe­schreib­lich schöne Farb­spiele: Rötliche Dünen, grüne Akazien, ein tiefblauer Himmel und zum Greifen nahe Haufenwolken sichern ein grandioses Natur­er­lebnis.

Die einzig nennenswerte Ansiedlung ist Upington, die ihre Existenz dem Orange River verdankt. Von dort fährt man nach Norden in die schier endllose Kalahari. Im letzten Abschnitt bildet die Straße die Grenze zu Botswana.

Upington

Grüne Oase am Orange-River

Die Stadt am Oranje Fluss ist Haupt­stadt der nörd­li­chen Kapregion und Tor zur Kala­hari. Wer zum Kala­hari Park will, hat hier die letzte Möglichkeit, in den gut sortierten Super­märkten einzukaufen und die Vorräte aufzu­füllen. Upington gilt als eine der heißesten Städte Süda­frikas. Obwohl das Ther­mometer oft die 40-Grad-Marke über­steigt, bleibt die Hitze wegen der geringen Luftfeuch­tigkeit erträg­lich. Dass die Stadt trotzdem grün wirkt, verdankt sie dem Orange River und der künst­li­chen Bewäs­se­rung. Ein schmales, grünes Band zieht sich über 280 Kilometer am Fluss entlang, wo neben Weizen, Gemüse, Zitrusfrüc­hten, Datteln und Baumwolle vor allem Wein ange­baut wird.

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Kala­hari Oranje Museum

Heimatmuseum von Upington

Sehens­wert in Upington ist besonders die alte, am Oranje-Fluss gelegene Missi­ons­sta­tion, der der deutsch­stäm­mige Reve­rend Schröder 1875 aufge­baut hat. Heute ist dort das Heimatmuseum von Upington, das Kala­hari Oranje Museum, unter­ge­bracht. Vor dem Haus steht ein lebens­großer Esel aus Bronze, ein Denkmal für die zahl­losen Esel, die selbstlos und bescheiden zum Aufbau Süda­frikas beige­tragen haben.

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Askham

Verschlafenes Nest in der Kala­hari

Der verschlafene Ort auf dem Weg zum Kala­hari Transfron­tier Park hat sich ab 1931 um eine Schule entwi­ckelt, in die Kinder aus der halben Kala­hari gegangen sind. Bereits mit sieben Jahren wohnten sie im Internat und haben ihre Eltern oft ein halbes Jahr nicht gesehen. Ein paar Kilometer weiter wur­de gleichzeitig eine Polizei­sta­tion einge­richtet, die in einem riesigen Gebiet für Ordnung sorgen sollte. Da die Polizei mit Kamelen auf Streife ging, wur­de eine Kame­laufzucht begonnen – mit zeitweise mehr als 400 Tieren. Heute ist Askham eine Versorgungs­sta­tion für die Farmer ringsumher. Reisende finden eine Tank­stelle und einen Super­markt.

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I

Zu Gast in Twee Rivieren Camp

Das Camp befindet sich am Eingang des Parks und ist daher das Basis- und Versorgungscamp für den riesigen Park. mehr ...

Hier laufen zwei Flussbetten zusammen, die aber nur selten Wasser führen. Die strohgedeckten Chalets verfügen über eine Klimaanlage im Schlafraum, ein Wohnzimmer, Bad und Küche. Restaurant, Tankstelle, ein kleiner Laden und ein Swimmingpool sind vorhanden.

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Leistungen: 1 Nacht | Ohne Verpfle­gung

17.–19. Tag: Kala­hari Tented Camp

J

Zu Gast im Kalahari Tented Camp

Das Camp liegt hoch auf einer roten Sanddüne, mit Blick auf ein Wasserloch in einem ausgetrockneten Flussbett. mehr ...

Das kleine Zeltcamp spiegelt den Charakter des „land of thirst“ wider. Materialien und Farbgebung sind der Landschaft angepasst. Die eleganten Zelte verfügen über einen Schlaftrakt mit Deckenventilator, ein Bad und eine voll ausgestattete Küche. Nur drei Kilometer weiter liegt das Camp Mata Mata, in dem es einen Shop und eine Tankstelle gibt. Die 15 Zelte stehen so weit auseinander, dass der Besucher den Eindruck gewinnt, allein in der Wüste zu sein. Das Camp ist nicht umzäunt, daher muss mit Überraschungsbesuchen von Löwen und Schakalen gerechnet werden.

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Leistungen: 2 Nächte | Ohne Verpfle­gung

19.–21. Tag: Mariental

Versorgungszentrum für ein weites Umland
Die heutige Haupt­stadt der Region Hardap mit 12.000 Einwoh­nern wur­de 1894 von einem Siedler aus Porta Westfa­lica gegründet, der den Ort nach seiner Ehefrau Anna Maria Brandt nannte. Mari­ental ist heute ein Ver­sor­gungs­zen­trum für die umliegenden Farmen und Nama Gemeinden. Durch den 1962 errich­teten Hardap Stausee konnte in der Region Bewäs­se­rungs­landbau eingeführt werden, was auch dem Ort Mari­ental erheb­li­chen Auftrieb gab.

Bei Mata Mata verlässt man den Nationalpark und zugleich Südafrika. Ein Visum für den Grenzübertritt wird vor Ort ausgestellt. Man folgt der Staubpiste in den Westen der Kalahari bis Stampriet.

Wichtiger Hinweis: Da es hinter der Grenze keine Geldautomaten gibt und das Tanken in Namibia nur mit Bargeld möglich ist, sollten Sie ausreichend Südafrikanische Rand in bar mitnehmen, bis Sie in die nächste Stadt in Namibia kommen, um sich an einem Geldautomaten mit Landeswährung zu versorgen. Der Rand wird in Namibia 1 zu 1 akzeptiert. Das Wechselgeld erhalten Sie dann in Namibia Dollar.

Hardap-Damm

Wassersport am größten Stau­damm Namibias

Der größte Stau­damm Namibias liegt bei Mari­ental und staut den Fischfluss auf. Über 860 Meter lang und fast 40 Meter hoch ist die Mauer, hinter der ein See von fast 30 Quad­ratki­lome­tern Fläche und einem Volumen von fast 300 Millionen Kubikme­tern beginnt. Die Stau­anlage hat eine große Bedeu­tung für Mari­ental und die Land­wirt­schaft ringsum. Der Stausee ist ein beliebtes Wassersport­revier und Naher­ho­lungs­gebiet für die Windhoeker. Am west­li­chen Seeufer schließt sich ein kleines Natur- und Wild­schutzgebiet mit wenig Touristen und vielen Tieren an. Auf rund 20.000 Hektar kann man wandern und Tiere beob­achten.

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K

Teufelskrallen Tented Lodge

Die Teufelskralle ist ein Sesamgewächs, das nur in der Steppe des südlichen Namibia vorkommt. mehr ...

Ihre Früchte haben eine merkwürdige, krallenhafte Gestalt. Botaniker und Pharmazeuten interessieren sich aber mehr für die Wurzel, deren schmerzlinderne und entzündungshemmende Wirkung bereits die San kannten. Die große Nachfrage bedroht die faszinierende Pflanze, daher wird sie jetzt bei Kalkrand gezüchtet.

Ganz in der Nähe liegt die nach ihr benannte Lodge, die aus einem umgebauten Farmhaus und ein paar einfachen Zelthäusern besteht. Letztere stehen auf Holzdecks und schauen weit in die Kalahari, wo bis zum Horizont sanfte Dünen und Kamelbäume zu sehen sind. Auf dem 400 Hektar großen Gelände gibt es ausgeschilderte Wanderwege zwischen fünf und 20 Kilometern Länge, wo man die Stille der Halbwüste erleben oder auf die Suche nach der wilden Teufelskralle gehen kann. Ein Swimmingpool und ein Barbecue-Platz sind vorhanden.

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Leistungen: 2 Nächte | Halb­pen­sion

21. Tag: Windhoek

Rund 25 Kilometer südlich von Rehoboth überquert man den südlichen Wendekreis (23° südlicher Breite). Danach steigt die Landschaft an. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Aub Berge, wo die Straße eine Höhe von über 1900 Meter erreicht.

Mietwagenabgabe
Windhoek, Airport

Zusatzleistungen

Wir fordern die Erlaubnis an, um nach Südafrika mit dem gemieteten Fahrzeug fahren zu dürfen.
Um einen Teil der CO2-Emissionen, die Ihre Reise verursacht, zu kompensieren, erheben wir eine freiwillige Klimaspende, die wir zu 100 Prozent entweder an die Klima-Kollekte GmbH in Berlin oder Wildlands Südafrika abführen. 

Mit Ihrer Spende werden CO2-einsparende Projekte gefördert, wie zum Beispiel Solarkocher für Lesotho. Näheres unter www.klima-kollekte.de und www.wildlands.co.za

Sollten Sie an der Umfulana Klima-Aktion nicht teilnehmen wollen, vermerken Sie das bitte auf Ihrem Buchungsformular. 

Leistungen

Für diese Leistungen berechnen wir pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer, inklusive Mahlzeiten (wie im Reiseentwurf aufgeführt) und Mietwagen (falls oben angezeigt):ab 3.779,00 EUR*Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit:
April–Nov.

Bei Buchung erhalten Sie
» die Namen, Adressen, Telefonnummern der Unterkünfte,
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*) Die Preise sind pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer kalkuliert. Aufgrund von Saisonzeiten und unterschiedlich verfügbaren Leistungen können sich die Preise verändern.
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