Angebot: Das nördliche Namibia

Auf Safari in den Norden

Übernachten auf Gästefarmen und in B&B's

Fotosafaris im Norden und spektakuläre Landschaftserlebnnisse im Zentrum: Für Entspannung und gute Kontakte sorgen Gästefarmen und landestypische B&B's.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Windhoek nach Kalkrand

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS Namibia
Fahrzeug: Toyota Corolla Stufen­heck o.ä. (Group C)
Tarif: premium cover + Navi
Station: Windhoek, Airport

Von Windhoek nach Kalkrand

236 km | 3:00 h

Einen ersten Höhe­punkt bilden die Aub Berge, wo die Straße eine Höhe von über 1.900 Metern erreicht. Nach Reho­both, dem Zentrum der Baster, fällt die Land­schaft ab.

Flache Savanne herrscht vor. Rund 25 Kilometer südlich von Reho­both überquert man den südli­chen Wendekreis (23° südli­cher Breite).

Windhoek-Zentrum

Zwischen Kolo­ni­al­ar­chitektur und Unabhängigkeit
Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Bedeu­ten­dste Sehens­wür­digkeit und Wahrzei­chen von Windhoek ist die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil. Daneben stand das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolo­ni­al­kriege des deut­schen Kaiser­reichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erin­nern soll. 2009 wur­de das Denkmal abge­baut und hundert Meter weiter südlich wieder aufge­baut. Es steht nun vor der Alten Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wur­de. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.

Reho­both

Heimat des Bastervolks
Die 30.000-Einwohner-Stadt im staubigen Süden hat wenig Attrak­tionen zu bieten, dafür aber eine unglaub­liche Geschichte. Sie beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts rund 2.000 Kilometer weiter südlich am Kap der Guten Hoff­nung. 
Dort war es  üblich geworden, dass die weißen Herren mit ihren Arbeite­rinnen Neben­be­zie­hungen unter­hielten. Auch wenn dies totge­schwiegen wur­de, war es nicht zu über­sehen: Es gab jede Menge unehe­li­cher Kinder, die man je nach Aussehen Kleinboi, Witboi oder Swartboi nannte. Im Gegen­satz zu ihren weißen Halbge­schwistern hatten die „Bastarde“ kaum Rechte. Viele fanden bei Missio­naren Zuflucht, wo sie getauft wurden und zur Schule gingen. Die bibli­schen Geschichten halfen ihnen, Ihre Iden­tität zu finden. Sie iden­ti­fi­zierten sich mit dem Volk Israel, das wie sie in der Knechtschaft wohnte. Bald nannten sie sich selbst mit Stolz „das Volk der Baster“. In den 1860iger Jahren kam es dann zu einer großen Auswande­rungs­welle. Da ihnen der Osten versperrt war, blieb ihnen nur – wie den Israeliten – die Wüste im Norden. Nach über 2.000 Kilome­tern Wande­rung gruben sie einen Brunnen, in dem es ganzjährig Wasser gab. Sie nannten ihn Reho­both – nach dem Brunnen, den Isaak am Rand der Wüste gegr­aben hatte. Noch heute sind in Reho­both die häufigsten Nach­namen „Kleinboi“ oder „Swartboi“. Wer in Reho­both einkauft oder tankt, wird schnell merken, dass die Nach­fahren der Baster bis heute eine dem Holländi­schen verwandte Sprache spre­chen und ganz andere Gesichts­züge haben als die benach­barten Nama oder Herero.
A

Kalahari

Rote Dünen, weiße Gräser, schimmernde Salzpfannen

Die 1,2 Millionen Quad­ratki­lometer große Senke bedeckt einen großen Teil des südli­chen Afrika. Das voll­kommen flache Becken reicht von Süda­frika über Namibia bis Angola und nimmt den größten Teil Botswanas ein.

Nach Osten erstreckt sie sich bis Zambia und Zimb­abwe. Eigent­lich ist die Kala­hari eine Trockensavanne, wird aber wegen des roten Sandes als Wüste bezeichnet. Charak­te­ris­tisch sind die sog. Pfannen, in denen der selten fallende Regen zusam­men­läuft und bald wieder verdunstet. Zurück bleibt dann eine weiß gelb­liche Salzkruste. Promi­nen­testes Beispiel ist die Etosha Pfanne in Namibia. Obwohl es kein Ober­fläc­hen­wasser gibt, ist die Kala­hari über­ra­schend wild­reich. Die Tiere ziehen – von Zäunen unge­hindert – hin und her, immer dem Regen nach.

Teufelskrallen Tented Lodge

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Teufels­kralle ist ein Sesamge­wächs, das nur in der Steppe des südli­chen Namibia vorkommt. Ihre Früchte haben eine merkwür­dige, krallenhafte Gestalt. Bota­niker und Phar­mazeuten inter­es­sieren sich aber mehr für die Wurzel, deren schmerzlinderne und entzündungs­hem­mende Wirkung bereits die San kannten. Die große Nach­frage bedroht die faszi­nierende Pflanze, daher wird sie jetzt bei Kalkrand gezüchtet.

Ganz in der Nähe liegt die nach ihr benann­te Lodge, die aus einem umge­bauten Farmhaus und ein paar einfa­chen Zelt­häusern besteht. Letztere stehen auf Holz­decks und schauen weit in die Kala­hari, wo bis zum Horizont sanfte Dünen und Kamelbäume zu sehen sind. Auf dem 400 Hektar großen Gelände gibt es ausge­schilderte Wander­wege zwischen fünf und 20 Kilome­tern Länge, wo man die Stille der Halbwüste erleben oder auf die Suche nach der wilden Teufels­kralle gehen kann. Ein Swimmingpool und ein Barbecue-Platz sind vorhanden.

Trans Kala­hari Walk

Urerfah­rungen in der Savanne
Wandern und Über­nachten in der afri­ka­ni­schen Savanne – das ist die Urerfah­rung der Menschheit seit Hundert­tausenden von Jahren. Hautnah den heißen Wüstenwind spüren. Antilo­pen­herden auf der weiten Steppe erspähen. Giraffen beim Äsen der Baumkronen zuschauen. Der Sonnen­un­ter­gang, das Lagerfeuer, der Duft von gebra­tenem Fleisch, der Ster­nenhimmel und die geheim­nisvollen Laute der Nacht. Und dann in der Morgendämme­rung frös­telnd mit damp­fendem Kaffee auf den spekta­kulären Moment zu warten, da die Sonne hinter den Dünen gleißend hervor­bricht.

Mari­ental

Ver­sor­gungs­zen­trum im Westen der Kala­hari
Die heutige Haupt­stadt der Region Hardap mit 12.000 Einwoh­nern wur­de 1894 von einem Siedler aus Porta Westfa­lica gegründet, der den Ort nach seiner Ehefrau Anna Maria Brandt nannte. Mari­ental ist heute ein Ver­sor­gungs­zen­trum für die umliegenden Farmen und Nama Gemeinden. Durch den 1962 errich­teten Hardap Stausee konnte in der Region Bewäs­se­rungs­landbau eingeführt werden, was auch dem Ort Mari­ental erheb­li­chen Auftrieb gab.

Von Kalkrand nach Sesriem

282 km | 4:30 h
Auf dem Weg von der Kala­hari Rich­tung Namib wird der zentrale Bergrücken Namibias überquert, der den letzten Regen abfängt. Wer will kann einen Abste­cher nach Schloss Duwisib machen.

Maltahöhe

Farmer-Treff in der Hotelbar
Der Ort 110 Kilometer west­lich von Mari­ental hat etwa 2100 Einwohner. Sein Name stammt von dem Bezirkshauptmann Henning von Burgsdorff, der hier 1895 eine Polizei­sta­tion der deut­schen Kolo­ni­alver­wal­tung leitete und den Ort nach seiner Frau Malta benannte. Das Städt­chen ist Zentrum der für Namibia wich­tigen Kara­kulzucht und die umliegenden Farmen. Beliebter Treff­punkt für die Farmer und Touristen ist die Bar im Maltahöhe-Hotel. Das Hotel wur­de 1907 gegründet und ist damit das älteste Landhotel Namibias. 2007 feierte das Hotel sein 100-jähriges Bestehen.
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Namib

älteste Wüste der Welt

Die Namib, was in der Hotten­tot­ten­sprache soviel wie „große Leere“ bedeutet, ist die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich entlang der Küste von Namibia über eine Länge von 1.300 km (Nord-Süd) und eine Breite von etwa 120 km (Ost-West).

Der Kuiseb, der von Windhoek nach Walvis Bay fließt und nur selten Wasser führt, teilt die Namib in zwei landschaft­lich sehr verschiedene Teile. Nörd­lich ist sie von schroffen Felsen unter­schied­lichster Färbung und Schluchten geprägt. Südlich breitet sich ein Sand­meer mit langen rötli­chen Dünen aus, die ständig in Bewe­gung sind. Im Sommer herr­schen extreme Ober­fläc­hen­tem­pe­raturen von bis zu 70° Celsius. Bemerkens­wert ist der Küsten­streifen, in dem sich Walvis Bay und Swakop­mund befinden. Aufgrund des kalten Benguela Stroms im Atlantik herrscht hier an etwa 100 Tagen im Jahr dichter Nebel, der sich 10 km land­einwärts abrupt auflöst.

Zu Gast in einem Wüsten-Camp bei Sesriem

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das einfach gehal­tene Wüsten­camp fünf Kilometer östlich von Sesriem kombi­niert gekonnt moderne Selbst­ver­pfle­gung mit Komfort und Stil.

Es verfügt über 24 Bungalows mit rich­tigen Betten und privatem Bad, die sich perfekt an ihre natür­liche Umge­bung anpassen. Zu jeder Wohn­ein­heit gehört ein eigener Grill­platz mit kleiner Terrasse und Außen­küche. Eine Bar und ein Pool stehen allen Gästen zur Verfügung. An der Rezep­tion erhält man die nötigen Kochu­ten­silien und kann außerdem täglich frische Zutaten bestellen. In der benach­barten Lodge, wo verschiedene Ausflüge und Aktivi­täten rund um die Dünen gebucht werden können, gibt es zudem ein Restau­rant.

Sossus­vlei

über­irdi­sche Farben­spiele am Rand der Namib
Nach Sossus­vlei gelangt man von Sesriem aus. 65 Kilometer lang fährt man durch eine einzig­ar­tige Dünenwelt. Die letzten fünf Kilometer sind nur zu Fuß oder per Allradwagen(4x4) zu bewäl­tigen. Gegen Gebühr kann man auch den Transfer­service nutzen. Sossus­vlei ist eine Lehm­senke, die Dünen ringsum werden bis zu 300 Metern hoch und gehören zu den höchsten der Welt. Selbst in den Trockenzeiten kann man hier Strauße, Oryxan­tilopen und andere sehen. Diese Tiere leben von der Feuch­tigkeit der selten mit Wasser gefüllten Senke. Wer auf die Dünen steigt, besonders morgens oder abends, dem wird das Farb­spiel der orangefarbenen Dünen, der weißen Lehm­senke und des grünen Vege­ta­ti­ons­bands am Vlei sowie der atembe­rau­bende Fern­blick auf steinerne Gebirge in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung bleiben. Da das Sossus­vlei ein Teil des Namib Nauk­luft Parks ist, benö­tigt man für die Fahrt eine Erlaubnis, die am Eingang erteilt wird.

Sesriem-Canyon

Trockenfluss in schat­tiger Schlucht
Heutzu­tage ist der Tsauchab ein Trockenfluss, der nur nach den seltenen Regen­fällen Wasser führt. Vor mehreren Millionen von Jahren muss er ein reißendes Wild­wasser gewesen sein, sonst hätte er nicht einen bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedi­mentge­stein graben können. Als im 19. Jahr­hun­dert die Trekburen den Canyon fanden und das in ihm stehende Wasser schöpfen wollten, benö­tigten sie ein langes Seil aus sechs Riemen, von denen jeder aus einem Oryxfell gemacht war. So heißt die schat­tige Schlucht bis heute Sesriem-Canyon (Sechsrie­menschlucht).

Dune 45

Charak­te­ris­ti­sche Düne mit geschwun­gener Kammlinie
Auf halber Strecke zwischen Sesriem und Sossus­vlei liegt bei Kilome­ter­stein 45 eine besonders charak­te­ris­ti­sche Düne. Wegen ihrer geschwun­genen Kammlinie wird sie häufig fotogra­fiert, besonders in der Dämme­rung, wenn die Kontraste über­scharf hervor­ste­chen. Sie ist über 170 Meter hoch. Der Sand, aus dem sie besteht, soll über fünf Millionen Jahre alt sein.

Von Sesriem nach Swakop­mund

345 km | 5:30 h

Nach dem schwarzen Kuiseb Pass eröffnet sich die gewal­tige und leere Namib. Für die Abenteuer­lus­tigen gibt es die Möglichkeit, die Wüste auf Neben­wegen zu durch­queren.

Dazu benö­tigt man ein Permit, das in Sesriem erhält­lich ist. Einer dieser Wüsten­wege führt an der Blutkuppe vorbei (4x4 erforder­lich), einem rostroten Hügel, der einen überwäl­tigenden Blick über Hunderte von Kilome­tern bietet.

Namib-Nauk­luft Park

Größter Natio­nal­park der Erde
Der Namib-Nauk­luft Park ist mit knapp 50.000 Quad­ratki­lometer größer als Nieder­sachsen und gilt als der größte Natio­nal­park welt­weit. Er erstreckt sich im Norden bis zur Skelettküste und im Süden bis zum Diaman­ten­sperrgebiet. Im Osten wird der Park durch das private Namib Rand Nature Reserve Schutzgebiet begrenzt. Er enthält die höchsten Dünen der Welt, die zerklüf­teten Nauk­luft-Berge, die unwirt­liche Westküste und endlose Karst­ebenen – eindrucksvoller als in Afrikas größtem Natur­schutzgebiet Namib-Nauk­luft-Park zeigt sich in ganz Namibia die Land­schaft selten.

Soli­taire

Kleinst­sied­lung am Namib-Nauk­luft Park
Bereits der Name verweist auf die Abge­schieden­heit und Einsamkeit: In der Mitte von Nirgendwo liegt seit 1848 eine private Kleinst­sied­lung mit weniger als hundert Bewoh­nern. Ältestes Gebäude ist der 1849 errich­tete Laden. Zwei Jahre später kam die Kirche dazu, die sogar eine eigene Orgel hat. Von über­regio­naler Bedeu­tung ist die Tank­stelle, sie ist weit und breit die einzige zwischen Windhoek und Walvis Bay. Der Bäcker, Percy „Moose“ McGregor, hatte Soli­taire mit seinem Apfelku­chen berühmt gemacht; alle bedeu­tenden Touris­ten­ratgeber, darunter der Lonely Planet, verweisen auf den Apple Pie in Soli­taire, viele mit dem Zusatz „bester Apfelku­chen in Afrika“. Leider ist Percy inzwi­schen vers­torben.

Kuiseb Pass

Außer­irdi­sche Impres­sionen am Rande der Namib
Der Pass führt über keinen Berg, sondern durch eine vom Fluss ausge­wa­schene Schlucht, die mit ihrem schwarzen Geröll fast unirdisch wirkt. An einigen Aussichts­punkten lohnt sich ein Stopp, um den Rund­blick zu genießen. Die Geologen Henno Martin und Hermann Korn versteckten sich hier in der Region während des Zweiten Welt­kriegs zwei Jahre lang, um der drohenden Inter­nie­rung zu entgehen. Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist die Repor­tage eines ungewöhn­li­chen Abenteuers und eine Liebe­s­erklärung an die Namib.
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Swakopmund

Deutsche Kleinstadt zwischen Wüste und Skelettküste

Blut­wurst und Bienenstich, Karneval und Kirchengemeinde: Swakop­mund wirkt auf den ersten Blick wie eine deut­sche Klein­stadt.

Prozent der Bewohner spre­chen noch deutsch. Sogar das Klima ist eher mittel­eu­ro­päisch – wegen des kalten Benguela Stroms, der Swakop­mund an vielen Tagen mit Nebel und Dunst umhüllt. Nur zehn Kilometer land­einwärts weicht der Schleier der strah­lende Sonne Afrikas. Dieses Tempe­raturgefälle nutzen die hitzege­plagten Namibianer für ihren Sommer­ur­laub (zwischen Oktober bis März). Man sollte aber in Swakop­mund nicht einen Bade­ur­laub wie in der Karibik erwarten. Die Wasser­tempe­raturen über­steigen kaum die Tempe­raturen der Nordsee. Dafür kann man von Swakop­mund Streif­touren an der Küste gen Norden unter­nehmen, z.B. zum Cape Cross, wo hundert­tausende von Robben zu sehen sind oder zur düsteren Wildnis der Skeleton Coast.

Zu Gast in einem Suitenhotel in Swakopmund

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Unter­kunft liegt optimal im Zentrum von Swakop­mund. Zur Fußgängerzone sind es wenige Schritte, zum Strand 200 Meter.

Die Zimmer wirken luftig, hell und modern, das Badezimmer ist direkt in den Schlafbereich inte­griert. Auf der schat­tigen Innen­ter­rasse kann man sich bei einem Glas Wein erholen oder mit anderen Gästen ins Gespräch kommen. Früh­stück gibt es außer­halb; hierfür werden Wert­gut­scheine zur Verfügung gestellt.

Ausflug (OPTIONAL)

Living Desert Tour (5 Stunden, englisch)

Diese Wüsten­tour erkundet den Wüstengürtel zwischen Swakop­mund und Walvis Bay mit einem Allradwagen. Dabei wird auf das empfind­liche Öko-System Rück­sicht genommen. 
Zwischendurch wird ange­halten, etwa um nach Spuren auf den Dünen zu suchen und sie zu inter­pre­tieren.

Geckos, rollende Spinnen, Skorpione, Eidechsen, Schlangen, Chamäleons, Echsen und eine Viel­falt von Käfern und Insekten sind einige der Lebe­wesen, denen man auf dieser Tour begegnet.

Ausflug (OPTIONAL)

Delfin und Robben-Safari (3,5 Stunden, englisch)

Der Agulhas­strom ist ein kalter Meer­es­strom, der direkt vom Südpol kommt und tief unten im Atlantik nach Norden fließt.

Dabei führt er jede Menge Plankton mit. Bei Walvis Bay taucht er plötz­lich auf und spült das Plankton an die Meeres­ober­fläche – ein Fest­mahl für zahl­lose Tiere, unter anderem für Schildkröten, Robben und Delfine. Hinzu kommen Flamingos, Pelikane und Kormo­rane. Mit einem Kata­maran werden die Gäste an der Anlege­stelle in Walvis Bay aufge­nommen und drei­einhalb Stunden durch die Bucht gefahren. Oft kommen die Tiere so nah ans Boot, dass man sie berühren kann. An Bord werden Champa­gner, frische Austern und Snacks serviert.

Swakop­mund Museum

Geschichte der deut­schen Kolo­ni­alzeit
Die Schwer­punkte der Ausstel­lungen liegen auf der Geschichte und Natur der nami­bi­schen Küsten­regionen und der Heimatge­schichte der Stadt Swakop­mund. Besonderer An­zie­hungs­punkt ist die Origi­nal­einrich­tung der berühmten Swakop­munder Adler-Apotheke, sowie eine umfang­reiche Ausstel­lung über die ethni­schen Gruppen Namibias, ein origi­naler Ochsenwagen, diverse Dior­amen zu geschicht­li­chen Ereig­nissen in Namibia sowie eine umfang­reiche Samm­lung nami­bi­scher Insekten.

Dampf­lo­komobil Martin Luther

Hier stehe ich, ich kann nicht anders
1896 ließ Oberst­leutnant Trost eine in Deutsch­land gefer­tigte Dampf­lo­komobile nach Walvis Bay bringen. Das Dampffahrzeug ohne Schienen sollte Mate­rial von Swakop­mund in die Namib bringen und damit die Ochsenkarren ersetzen. Allerdings erwies es sich als komplett untaug­lich. Es verbrauchte immense Wasser­mengen und blieb ständig im Sand stecken. In drei Monaten soll es nicht mehr als 25 Kilometer zurückge­legt haben. So kam es zu seinem Namen „Martin Luther“, der auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Bis heute steht Martin Luther bei Arandis. Zu seinem Schutz wur­de ein Muse­umsgebäude errichtet.

Welwit­s­chia Trail

Rundfahrt zu den ältesten Pflanzen der Erde
Die von dem Öster­rei­cher Fried­rich Welwitsch entdeckte Pflanze wächst nur im Hinter­land von Swakop­mund. Obwohl sie bis zu 2000 Jahre alt wird, besitzt sie nur zwei Laubblätter, die über 2,5 Meter lang werden können. Ihr Wurzel­werk breitet sich unter­irdisch über einen Radius von 15 Metern aus. Die erstau­n­liche Pflanze, die mehrere Jahre ohne Wasser leben kann, ist ins Wappen von Namibia eingegangen. 
Ein 4x4 ist erforder­lich, ebenso ein Permit.

Von Swakop­mund nach Karibib

196 km | 2:30 h

Von der Küste fährt man durch die Dünen­landschaft, dann an den Erongo Bergen vorbei. Hier lohnt sich ein Abste­cher zur Spitzkoppe, den man wegen seiner eigen­tüm­li­chen Form das Matter­horn Namibias nennt.

Dort kann man Busch­mannzeich­nungen anschauen. Weiter östlich wird die Vege­ta­tion dichter. Man nähert sich Omaruru, dem grünen Herzen Namibias.

Arandis

Uran­stadt in der Wüste
60 Kilometer nord­öst­lich von Swakop­mund liegt die 5000-Einwohner-Sied­lung mit Polizei­sta­tion, Kirche, Kran­ken­haus, Schule, Shop und Tank­stelle. Die Reißbrett­stadt von 1972 wur­de für die Arbeiter in der nahegelegenen Uranmine gegründet. 1992 wur­de Arandis vom Minen­be­treiber, dem Rössing-Konzern, anläss­lich der zwei Jahre zuvor errun­genen Unabhängigkeit des Landes als „Geschenk“ an den nami­bi­schen Staat übergeben und erhielt den Status einer Stadt. Bis heute ist Arandis fast zu 100 Prozent von der Minen­ge­sellschaft abhängig, die bis mindes­tens 2021 dort Uran gewinnen will.

Spitzkoppe

Namibias Matter­horn
Der Inselberg, der seine Umge­bung um mehr als 700 Meter über­ragt, gehört du den meist fotogra­fierten Motiven Namibias. Rings um die bizarren Gesteins­forma­tionen ist die Vege­ta­tion relativ üppig, da das „Matter­horn Namibias“ Regen abfängt. Wie am Brandberg und in Twyfelfontein gibt es auch hier jahr­tausende­alte Felsma­le­reien. Die bekann­teste Fund­stelle ist das Busch­mann-Para­dies. Durch Vandalismus sind diese Male­reien aber weitge­hend zerstört. Daneben gibt es noch die Nashorn­wand, was zeigt, dass diese hier früher auch gelebt haben müssen.
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Erongo Gebirge

Zerklüftetes Vulkangebirge mit üppiger Vegetation

Entstanden ist das wild zerklüf­tete Gebirge vor Jahrmil­lionen durch einen Vulkan­ausbruch, der nicht bis zur Ober­fläche gelangte.

Da es aufgrund seiner Höhe viel Regen abfängt, ist es relativ dicht bewachsen und kaum zu durch­dringen. Die üppige Vege­ta­tion hat seit jeher Tiere und Menschen angezogen, wovon zahlreiche Felsgravie­rungen der San zeugen. Sobald es zu Regen­fällen kommt, wachsen außerdem diverse Savan­nengräser. Die größte Pflanze ist der Spro­kiesboom, der eine Höhe von maximal acht Meter erreicht und vor allem an Steilhängen wächst. Sein Samenöl enthälte antibiot­hi­sche Substanzen und  wird in der Medizin einge­setzt.

Zu Gast in einem Wildschutzgebiet

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Fast unsichtbar fügt sich die Lodge in den trockenen Busch zwischen dem fast 2000 Meter hohen Otji­pa­tera Massiv und weißen Marmorbergen ein.

Sie liegt in einem 18.000 Hektar großen Wild­schutzgebiet südlich des Erongo-Gebirges, das wegen seiner unter­schied­li­chen Vege­ta­ti­ons­zonen eine erstau­n­liche Viel­falt an Flora und Fauna aufweist. Buschhasen, braune Hyänen, Geparden, Schildkröten und viele andere, zum Teil bedrohte Tier­arten sind hier heimisch. Gäste werden in Gras­dachbungalows unter­ge­bracht, die so weit ausein­ander stehen, dass man den Eindruck gewinnt, allein in der Savanne zu sein. Zum Früh­stück auf der Terrasse gibt es selbstge­ba­ckenes Brot. Die Wildge­richte zum Dinner werden unter dem offenen Stroh­dach serviert. Wandern und Reiten auf der Farm sind möglich, eine Pirschfahrt im offenen Jeep zum Sundowner kann vor Ort gebucht werden.

Von Karibib nach Okau­kuejo

400 km | 5:00 h
Nach den Bergen um Omaruru tut sich die weite, ebene Trockensavanne auf. Eine Einstim­mung auf die Etosha Pfanne.

Karibib

Halb­edel­steine und afri­ka­ni­sches Kunst­gewerbe
Der Ort in der Erongo Region wur­de 1900 als Bahn­sta­tion für die Schmal­spur­linie zwischen Swakop­mund und Windhoek gegründet. Als man sieben Jahre später eine neue Bahn mit breiterer Spur baute und die Bahn­sta­tion ins 30 Kilometer entfernte Usakos verlegte, wur­de es still in Karibib. Erst der Bergbau brachte dem Ort wenige Jahre später neuen Auftrieb. Bis heute werden Gold, Marmor und Halb­edel­steine abge­baut. Für den Besu­cher inter­essant ist das Henckert Tourist Centre in der Main Street. Auf über 1.000 Quad­r­at­me­tern gibt es hier das wohl größte Angebot an Schmuck, Edel- und Halb­edel­steinen sowie anderen kunst­handwerk­li­chen Artikeln in Namibia.

Erongo Moun­tain Winery

Verkos­tungen auf nami­bi­schem Weingut
Die Weinfarm am Fluss Omaruru gehört zu den ganz wenigen in Namibia. Sie liegt auf 1.200 Meter über dem Meer­es­spiegel am Fuß der Erongo-Berge, wo nachts die Winde aus den Bergen für die notwen­dige Kühle sorgen. Vor allem Rotweine gedeihen hier: Shiraz, Cabernet Sauvi­gnon, Pino­tage, Merlot und viele mehr. Neben Weinen werden auch Schnäpse und Liköre gebrannt, für die die aroma­ti­schen Kräuter der Region verwendet werden. Touren durch den Keller und Verkos­tungen werden ange­boten.

Omaruru

Geschicht­s­träch­tiger Ort mit Kunst­gewerbe und dem einzigen Weingut Namibias
Das wenige tausend Einwohner zähl­ende Städt­chen wur­de von der Rhei­ni­schen Mission gegründet, die 1872 hier einige Gebäude errich­tete. Der Missionar Gott­lieb Viehe schrieb hier die erste Bibelüber­setzung ins Herero. 1894 wur­de in Omaruru eine Mili­tär­sta­tion der Deut­schen Schutz­truppe. Heute ist Omaruru ein verschlafenes, aber kosmo­poli­ti­sches Städt­chen, in dem es eine deut­sche Schule gibt. Außer­halb liegt das einzige Weingut Namibias, die rund 3,5 Hektar große Kris­tall Kellerei. Wer die Städt­chen besucht, sollte im Wronsky-Haus vorbei­schauen. Im Erdge­schoss der ehema­ligen Sacher-Bäckerei ist ein Coffee- und Souvernir-Shop, im Oberge­schoss ein Heimatmuseum.
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Etosha Nationalpark

Namibias Wildparadies

Der Park ist ein Teil der Kala­hari Senke, ein riesenhaftes abfluss­loses Becken, das sich bis nach Botswana ausdehnt.

Die Etosha Pfanne war früher ein großer Binnensee, der nach und nach ausge­trocknet ist und Salz­ab­la­ge­rungen zurückge­lassen hat. Daher hat der Park auch seinen Namen. Er stammt aus der Ovambo Sprache und bedeutet soviel wie „großer weißer Platz“. Der Park hat eine Größe von 20.000 Quad­ratki­lome­tern und eine Länge­n­ausdeh­nung von Ost nach West von fast 300 Kilome­tern. Während im Winter (April – September) ange­nehme Tempe­raturen herr­schen, wird es im Sommer sehr heiß. An der Südseite des Parks, wo sich auch die Camps befinden, liegen viele Wasserlöcher, die besonders im trockenen Winter die Tiere anlo­cken. 1500 Elefanten leben hier, 300 Löwen, das bedrohte Spitzmaul­nashorn, Leoparden und die verschiedensten Antilopen.
Trotz seiner gewal­tigen Ausdeh­nung ist der Park eigent­lich noch zu klein – jeden­falls für Elefanten, die Tausende von Kilome­tern in ihrem Leben wandern und immer wieder die Zäune des Parks nieder­reißen. In den Schub­laden der Regie­rung liegen Pläne, den Park erheb­lich zu vergrößern.

Zu Gast im Okaukuejo Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Wasserloch von Okau­kuejo ist wohl das berühm­teste in Etosha. Zahl­lose Tiere kommen hier jahraus, jahrein, Tag und Nacht zur Tränke.

Direkt ober­halb des Tümpels liegt das Südcamp des Etosha Parks. Das Okau­kuejo Camp ist aus einer deut­schen Polizei- und Mili­tär­sta­tion hervor­gegangen und heute ein staat­li­ches Camp. Der Aufent­halt hier ist inter­essant, da man die Tiere in Inter­ak­tion mitein­ander erleben kann – auch nachts, wenn das Wasserloch beleuchtet ist. Dies gleicht den im Vergleich zu einer privaten Lodge etwas schwäc­heren Service aus.

Im Süden des Etosha Parks

Vor dem Haupt­ein­gangstor zu Namibias Tier­pa­ra­dies
Das Haupt­ein­gangstor zum Etosha Park ist das Anderson Gate im Süden von Okaujuejo. Wer nicht in einem staat­li­chen Camp inner­halb des Parks wohnen will, sondern den Charme einer privaten Lodge erleben will, findet vor dem Eingangstor ein paar Möglichkeiten in allen Preis­klassen. Oft sind die Lodges in einem privaten Wild­re­servat ange­siedelt und bieten auf ihrem Gelände Pirschfahrten an. Sie liegen meist versteckt in der Wildnis und bieten ultima­tiven Luxus, so etwa die Ongava Lodge. Andere sind direkt an der Straße, so dass man in wenigen Minuten am Eingangstor ist.

Okau­kuejo

Dichtes Tier­leben am großen Wasserloch
Die Wasser­stelle von Okau­kuejo ist beleu­chet und kann vom Rast­lager abends und nachts beob­achtet werden. Das Wasserloch bietet den Touristen besonders im Winter ein einzig­ar­tiges Erlebnis. Elefan­ten­herden von bis zu vierzig Tieren können gesichtet werden und auch Spitzmaul­nas­hörner besu­chen die Wasser­stelle oft. Weitere regelmäßige Besu­cher sind Löwen, Geparden und braune Hyänen. Manchmal kann man den Löwen sogar bei der Jagd zusehen.

Olifantsbad

Bei Elefanten beliebtes Wasserloch
Das Wasserloch ist, wie der Name nahelegt, besonders bei Elefanten wegen der Mopanebäume in der Umge­bung beliebt. Gern nehmen sie dort zwischen den Mahlzeiten ein Bad. Auch Zebras und Antilopen sind regelmäßige Gäste an der Tränke, wo sie oft von Hyänen und anderen Raubtieren belauert werden.

Von Okau­kuejo nach Mushara

Halali

Wasserloch für nacht­ak­tive Tiere
Rund 600 Meter vom Halali-Camp mit Restau­rant, Toilette und Café liegt ein Wasserloch, das vom Camp aus zu Fuß erreichbar und von den Wild­tieren inzwi­schen gut akzep­tiert ist. Abends wird das Wasserloch beleuchtet, so dass man auch nacht­ak­tive Tiere beob­achten kann.

View­point Etosha-Pfanne

Bester Ausblick über die schimmernde Salzebene
Die fast 5.000 Quad­ratki­lometer große und 120 Kilometer lange Salzpfanne entstand vor fast vier Millionen Jahren, als durch Verände­rung von Fluss­läufen ein großer Binnensee austrock­nete. In besonders reichen Regenjahren läuft die Etosha-Pfanne bis zu zehn Zentimeter hoch voll und lockt dann tausende Flamingos, Wat- und andere Wasservögel an, die hier auch brüten. Ansonsten bildet die Salzkruste eine weiß­lich schimmernde Schicht, die der Pfanne ihren Namen einge­tragen hat. „Etosha“ heißt auf Ovahimba: „großer weißer Platz“.

Kalkheuwel

Wasserloch für Foto­safaris
Die Wasser­stelle gilt bei Kennern als eine der besten zum Fotogra­fieren, da man den Tieren sehr nahe kommt. Besonders in der Trockenzeit wird das Wasserloch von allen Wildarten stark frequen­tiert. Wenn Löwen in der Gegend sind, müssen die anderen Tiere warten, bis die Könige der Tiere ihren Durst gestillt haben. Oryx, Giraffen und Elefanten werden oft ange­troffen. Leoparden eben­falls. Die Wasser­stelle ist auch gut zur Vogelbe­ob­ach­tung geeignet. Greifvögel, wie Schwarzbrust-Schlan­ge­nadler, Raubadler und Schma­rot­zermi­lane werden oft ange­troffen. Häufig sind auch die seltenen, blau­gelben Rüpels­pa­pa­geien zu beob­achten.
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Etosha-Pfanne

Der „große, weiße Platz“

Der „große, weiße Platz“, was die Wortbedeu­tung von „Etosha“ in der Ovahimba-Sprache ist, ist ein ausge­trock­neter Binnensee 1000 Meter über dem Meer, der Salz­ab­la­ge­rungen zurückge­lassen hat.

4760 Quad­ratki­lometer ist die gigan­ti­sche Pfanne groß. Die Länge in Ost-West-Rich­tung beträgt 120 Kilometer, die Breite 55 Kilometer. In besonders reichen Regenjahren läuft die Etosha-Pfanne bis zu zehn Zentimeter hoch voll und lockt dann tausende Flamingos, Wat- und andere Wasservögel an, die hier auch brüten. Der durch­schnitt­liche Nieder­schlag beträgt von November bis Februar ca. 410–440 mm. Das Wasser hat dann einen doppelt so hohen Salzge­halt wie Meer­wasser.

Zu Gast in einer Buschlodge am Etosha Park

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge, die acht Kilometer östlich vom Etosha Park liegt, überzeugt durch ihren tradi­tionellen afri­ka­ni­schen Stil in Kombi­na­tion mit modernem Dekor.

In der Lodge gibt es eine kleine Bibliothek, eine Bar mit Wein­keller und eine Lounge. Alle geräu­migen Bungalows sind mit Klima­anlage, Telefon, Bad, Minibar und Moski­tonetzen ausge­stattet. Von der Lodge aus können Fahrten in den Etosha Park oder Rundflüge orga­ni­siert werden. Geführte Wande­rungen auf dem eigenen Gelände werden eben­falls ange­boten. Entspan­nung und Abküh­lung findet man im Swimmingpool des parkähn­li­chen Gartens.

Osten des Etosha Parks

Private Wild­re­servate im Schatten des Natio­nalparks
Östlich des Etosha Parks haben sich während der deut­schen Kolo­ni­alzeit Siedler niederge­lassen, die das Land unter sich aufteilten. Auf großen Arealen betrieben sie Rinderzucht und behielten ihre Farmen in der Regel auch nach dem Ersten Welt­krieg, als Namibia süda­fri­ka­ni­sches Protek­torat wur­de. Heute gehört das Land ihren Nach­fahren, die meist noch deutsch­spra­chig sind. Allerdings wur­de in der Trocken­heit in den 1980iger Jahren überall die Rinderzucht aufge­geben, das Gelände renatu­riert und Wild ange­siedelt. Auf dem Gelände der ehema­ligen Farmen bieten die Nach­fahren der deut­schen Siedler heute Pirschfahrten in offenen Wagen an. Besonders attraktiv sind ihre Lodges auch wegen der Nähe zum Etosha Park.

Namu­toni

Festung der deut­schen Schutz­truppe
Ursprüng­lich war der Ort im Osten der Etoshapfanne ein Kontroll­punkt, der von der deut­schen Schutz­truppe während der Rinder­pest errichtet wur­de. Nach dem Herero-Aufstand wur­de das Camp befes­tigt. Heute befindet sich in den Mauern des Forts eines der drei großen Park-Camps. Ein Museum informiert über die Geschichte des Mili­tärpos­tens. Vor der Mauer liegt das King Nehale Wasserloch, wo man auch abends Tiere beob­achten kann, wenn man im Camp unter­ge­bracht ist.

Von Mushara nach Hamakari

362 km | 4:00 h
Die Strecke führt durch Tsumeb und Otavi, die beide in einem relativ feuchten Gebiet liegen. Schon von weitem ist die gewal­tige Silhou­ette des Waterbergs erkennbar, um den man einen großen Bogen fahren muss.

Lake Otji­koto

Ganzjährig mit Wasser gefüllter Karstsee
Der Karstsee im Norden Namibias ist einer von nur zwei ständig mit Wasser gefüllten Seen Namibias. Er wurde 1851 von Charles John Andersson und Francis Galton entdeckt und hat eine Größe von circa 100 mal 150 Meter. Otji­koto bedeutet in der Here­ro­sprache tiefes Loch; tatsäch­lich ist der See eine rund 76 Meter tief. Er soll über ein noch unerforschtes unter­irdi­sches Kanal­system  mit verschiedenen Wasser­stellen im Etosha-Natio­nal­park verbunden sein. Wäh­rend des Ersten Welt­krieges versenkte die deut­sche Schutz­truppe Waffen im See, um sie nicht dem Gegner über­lassen zu müssen. Beein­dru­ckend ist auch die Tier- und Pflanzenwelt rund um und in dem See.

Tsumeb

Minen­stadt im Otavi-Dreieck
Die Stadt wird wegen der vielen Bäume auch als Garten­stadt bezeichnet. Ihr Wirt­schafts­leben wird vom Minen­be­trieb geprägt. Kupfer, Zink und Blei werden hier gewonnen, jedoch auch seltene Mine­ralien. Aufgrund des relativ dichten Busch­lands war die Wilddichte groß, was längst vor der Ankunft der Weißen Siedler anlockte. Busch­männer bauten hier Kupfer ab und tauschten es gegen Tabak und Fleisch. Wer ein wenig Zeit in Tsumeb verbringen will, sollte sich den Otji­koto See ansehen, der durch den Einsturz einer Höhle entstanden ist und klares, fisch­rei­ches Wasser enthält. Ferner ist die Ombili Stif­tung sehens­wert, die sich um Inte­g­ra­tion und Über­leben der 250 verbliebenen Busch­leute kümmert.

Tsumeb Museum

Mine­rali­en­samm­lung mit Minen­be­sich­tigung
Für alle an Geologie und an Geschichte Inter­es­sierten ist das Museum in der Main Street von Tsumeb ein Muss. Es hat eine umfang­reiche Mine­ralien-Samm­lung, daneben informiert es über den Bergbau in Tsumeb und die Geschichte der Stadt. Das Museum orga­ni­siert auch eine Besich­tigung der Mine.
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Waterberg

Gewaltiger Tafelberg am Rande der Kalahari

Weithin sichtbar ragt der riesige Tafelberg aus der Savanne hervor. Bei Sonnen­un­ter­gang glüht er rot auf.

Das schwer zugäng­liche Plateau ist zu einem der wich­tigsten Refugien für bedrohte Tier­arten geworden. Spitz- und Breitmaul­nas­hörner leben hier, ebenso Büffel und seltene Antilopen, dazu 200 Vogel­arten und eine große Anzahl Reptilien und Amphibien. Die beste Möglichkeit, das Terrain zu erkunden, ist zu Fuß. Vom Waterberg Park am Fuß des Berges führt ein Pfad durch den Fels nach oben. Dort gibt ein breites Netz von Wander­wegen, vom kurzen Spaziergänge bis zur Drei­t­ages­wande­rung

Zu Gast auf einer Rinderfarm am Waterberg

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Mit seinen Gebäuden aus der Kolo­ni­alzeit und den alten Bäumen wirkt die Jagd- und Gästefarm wie eine Fata Morgana inmitten des staub­tro­ckenen Landes.

Die Gastgeber bieten nicht nur einen entspannten, familiären Aufent­halt, sondern auch ein umfang­rei­ches Programm. Dazu gehören die Be­grüßung auf der schat­tigen Terrasse mit haus­gemachter Limo­nade, Besich­tigungen der ökologisch ausge­rich­teten Farm, Wildbe­ob­ach­tung und ein Besuch der Kriegsgräber aus dem Herero-Aufstand gegen die deut­sche Kolo­ni­almacht. Wande­rungen am Waterberg oder auf dem Farmge­lände sind möglich, außerdem Schwimmen im Pool oder Stöbern in der großen Bibliothek. Weiterhin bieten die Gastgeber eine histo­risch und landschaft­lich beein­dru­ckende Farmrundfahrt an, die vor Ort gebucht werden kann.

Führung (OPTIONAL)

Hamakari Farm-Tour (2 Stunden, deutsch)

Die Tour beginnt am Nach­mittag, nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen in gemüt­li­cher Runde. Gastgeber Wilhelm führt über das Gelände des Gutshofs und vermit­telt seinen Gästen einen Eindruck davon, wie das tägl­iche Leben auf einer Rinderfarm in Namibia aussieht.

Neben Erklär­ungen zum land­wirt­schaft­li­chen Betrieb und zur heimi­schen Tier- und Pflanzenwelt, gibt es auch den ein oder anderen inter­essanten Exkurs in die Welt der nami­bi­schen Poli­tik sowie zur reichen Geschichte und Tradi­tion des Landes.

Deut­scher Friedhof am Waterberg

Erin­ne­rung an den ersten deut­schen Völkermord
Am 11. und 12. August 1904 kam es am Waterberg zur entschei­denden Schlacht zwischen der deut­schen Kolo­ni­almacht und den aufständi­schen Hereros. Danach begann das, was Histo­riker als den ersten deut­schen Völkermord bezeichnen. 2000 mit Kanonen und Maschi­n­enge­wehren gerüs­tete deut­sche Soldaten standen mehreren Zehn­tausenden Hereros gegenüber. Sie waren der deut­schen Waff­en­technik jedoch nicht gewachsen und wurden unter dem kommandierenden General von Trotha in die wasser­lose Kala­hari abge­drängt, wo sie verdurs­teten. Die wenigen gefal­lenen deut­schen Soldaten sind auf dem Friedhof begr­aben, wo es jeden zweiten Sonntag im August eine gemein­same deutsch-namibia­ni­sche Gedenkfeier gibt.

Cheetah Conserva­tion Fund

Reha­zentrum für bedrohte Geparden
Der amerika­ni­sche Verein zum Schutz des Gepards unter­hält in Namibia ein Info-Zentrum inner­halb der Waterberg Conservancy. Der Gepard ist zwar im südli­chen Afrika auf Grund der pionier­haften Arbeit des DeWildt Zentrums bei Pretoria derzeit nicht mehr vom Aussterben bedroht, seine Bestände sind jedoch immer noch gering. Da Geparden taga­ktiv sind und gelegent­lich Schafe rissen, wurden sie in der Vergan­gen­heit von Famern gnadenlos gejagt. Das Cheetah Zentrum liegt rund 45 Kilometer südöst­lich von Otjiwa­rongo.

Von Hamakari nach Windhoek

319 km | 3:30 h
Man verlässt das Waterberg­massiv und fährt zurück in die Landes­haupt­stadt. Bei Okahandja gibt es einen großen Straßen­markt mit afri­ka­ni­schem Kunst­gewerbe.

AfriCat Foun­da­tion

Rehabili­ta­ti­ons­sta­tion für bedrohte Raubkatzen
Auf der Farm Okonjima hat die AfriCat Foun­da­tion ihren Sitz. Die Non-Profit-Orga­ni­sa­tion wur­de von Familie Hanssen gegründet und hat seit 1992 über 1.000 Geparden, Leoparden, Löwen, Hyänen, Karakale und Wildhunde gerettet. Nach eigenen Angaben konnten davon über 85% der großen Katzen wieder ausgewildert werden. AfriCat betreibt das größte Raubtier Save-and-Release-Programm der Welt. Raubkatzen, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden konnten, fanden ihr zu Hause bei der AfriCat Foun­da­tion auf der Farm Okonjima. Ein Besu­cher­zentrum klärt über die Bedeu­tung des Natur­schutzes und eines funk­tio­nierenden Ökosys­tems auf. Ein Besuch schließt auch eine kurze Rundfahrt über die Farm und einen kleinen Snack ein.

Okahandja

Herero-Tradi­tion und Kunst­handwerksmärkte
Die kleine Stadt 70 Kilometer nörd­lich von Windhoek ist noch heute das wich­tigste kulturelle Zentrum der Herero. In Okahandja liegen auch ihre großen Führer, Samuel Maha­rero, Hosea Kutako und Clemens Kapuo, begr­aben. Alljähr­lich im August findet hier der tradi­tionelle Here­rotag statt – zum Gedenken an die Vernich­tung der Herero am Waterberg unter General von Trotha. An die Kolo­ni­alzeit erin­nern die 1876 errich­tete Rhei­ni­sche Missi­ons­kirche, das älteste Gebäude Namibias über­haupt, der Bahnhof (1901) und das alte Fort. Besonders beliebt bei den Touristen sind die zwei großen Kunst­hand­werkermärkte mit Holzschnitze­reien am Orts­ein­gang und Orts­ausgang von Okahandja.

Groß Barmen

Heiße Quellen im Erho­lungsbad
Das staat­liche Erho­lungs­gebiet grup­piert sich rund um eine heiße Quelle mit warmem, schwefe­ligem Heil­wasser. Das 2014 wieder­er­öffnete Thermalbad umfasst ein Innen- und ein Außen­be­cken. Der Ort ist nach dem dama­ligen Haupt­sitz der Rhei­ni­schen Mission in Barmen benannt. 1844 haben Wupper­taler Missio­nare hier die erste Missi­ons­sta­tion bei den Herero gegründet.
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Khomas-Hochland

Grünes Hochplateau in Zentral-Namibia

Das knapp über 2.000 Meter hoch gelegene Gebirgs­pla­teau liegt im Zentrum Namibia mit der Haupt­stadt Windhoek in seiner Mitte.

Am Gamsberg im Westen grenzt das Khomashoch­land an die Namib. Dort fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab, was man die Große Rand­stufe“ nennt. Im Osten trifft das Khomashoch­land auf die Kala­hari. Die hohen Gebirge fangen den letzten Regen ab, der vom Indi­schen Ozean her nach Westen zieht. Daher ist die Vege­ta­tion viel üppiger als in der Kala­hari oder der Namib. In der rich­tigen Jahres­zeit kann man im Khomas-Hoch­land ein grünes Namibia erleben.

In einem Gästehaus bei Windhoek

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Nicht weit von Windhoek entfernt und doch in idylli­scher Land­schaft gelegen, befindet sich das Gäste­haus auf einer sanften Anhöhe mit traumhaftem Ausblick. Ein besonderes Ambi­ente wird in dem um 1900 erbauten Farmhaus durch eine harmo­ni­sche Kombi­na­tion aus afri­ka­ni­schem und euro­päi­schem Stil sowie antiken und modernen Möbeln erzeugt. Neben der farmei­genen Simm­en­taler Rinderzucht, bei der es sich um eine der ältesten außer­halb von Europa handelt, können auch die auf dem Gelände lebenden Giraffen bestaunt werden.

Alle Mahlzeiten werden frisch zubereitet. Im Pool und auf der Sonnen­ter­rasse kann man sich wunderbar entspannen und den Ausblick in die weite Land­schaft genießen.

Windhoek

Deut­sches Kolo­nial­erbe in Namibias Haup­stadt
Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt. Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Kattutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen.

Windhoek

Mietwagenabgabe

Windhoek

22 km | 15 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Windhoek, Airport

15 Tage
ab 1.719,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
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Die Preise können je nach Saison variieren.
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Tel.: +49 (0)2268 92298-61

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