Einsamkeit, Weite und Stille: Namibia intensiv
Kalahari

Einsamkeit, Weite und Stille

Namibia intensiv

Eintauchen in Namibias majestätische Landschaften. Einsamkeit, Weite und Stille erleben. Die Etappen zwischen den Unterkünften sind kurz. So bleibt viel Zeit zum Wandern, zum Schauen, zum Entdecken.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Windhoek nach Kalkrand

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS Namibia
Fahrzeug: Hyundai Tucson (2x4) o.ä. Automatik (Group K)
Tarif: premium cover + Navi
Station: Windhoek, Airport

Von Windhoek nach Kalkrand

236 km | 3:00 h

Einen ersten Höhe­punkt bilden die Aub Berge, wo die Straße eine Höhe von über 1.900 Metern erreicht. Nach Reho­both, dem Zentrum der Baster, fällt die Land­schaft ab.

Flache Savanne herrscht vor. Rund 25 Kilometer südlich von Reho­both überquert man den südli­chen Wendekreis (23° südli­cher Breite).

Reho­both

Heimat des Bastervolks
Die 30.000-Einwohner-Stadt im staubigen Süden hat wenig Attrak­tionen zu bieten, dafür aber eine unglaub­liche Geschichte. Sie beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts rund 2.000 Kilometer weiter südlich am Kap der Guten Hoff­nung. 
Dort war es  üblich geworden, dass die weißen Herren mit ihren Arbeite­rinnen Neben­be­zie­hungen unter­hielten. Auch wenn dies totge­schwiegen wur­de, war es nicht zu über­sehen: Es gab jede Menge unehe­li­cher Kinder, die man je nach Aussehen Kleinboi, Witboi oder Swartboi nannte. Im Gegen­satz zu ihren weißen Halbge­schwistern hatten die „Bastarde“ kaum Rechte. Viele fanden bei Missio­naren Zuflucht, wo sie getauft wurden und zur Schule gingen. Die bibli­schen Geschichten halfen ihnen, Ihre Iden­tität zu finden. Sie iden­ti­fi­zierten sich mit dem Volk Israel, das wie sie in der Knechtschaft wohnte. Bald nannten sie sich selbst mit Stolz „das Volk der Baster“. In den 1860iger Jahren kam es dann zu einer großen Auswande­rungs­welle. Da ihnen der Osten versperrt war, blieb ihnen nur – wie den Israeliten – die Wüste im Norden. Nach über 2.000 Kilome­tern Wande­rung gruben sie einen Brunnen, in dem es ganzjährig Wasser gab. Sie nannten ihn Reho­both – nach dem Brunnen, den Isaak am Rand der Wüste gegr­aben hatte. Noch heute sind in Reho­both die häufigsten Nach­namen „Kleinboi“ oder „Swartboi“. Wer in Reho­both einkauft oder tankt, wird schnell merken, dass die Nach­fahren der Baster bis heute eine dem Holländi­schen verwandte Sprache spre­chen und ganz andere Gesichts­züge haben als die benach­barten Nama oder Herero.
A

Kalahari

Rote Dünen, weiße Gräser, schimmernde Salzpfannen

Die 1,2 Millionen Quad­ratki­lometer große Senke bedeckt einen großen Teil des südli­chen Afrika. Das voll­kommen flache Becken reicht von Süda­frika über Namibia bis Angola und nimmt den größten Teil Botswanas ein.

Nach Osten erstreckt sie sich bis Zambia und Zimb­abwe. Eigent­lich ist die Kala­hari eine Trockensavanne, wird aber wegen des roten Sandes als Wüste bezeichnet. Charak­te­ris­tisch sind die sog. Pfannen, in denen der selten fallende Regen zusam­men­läuft und bald wieder verdunstet. Zurück bleibt dann eine weiß gelb­liche Salzkruste. Promi­nen­testes Beispiel ist die Etosha Pfanne in Namibia. Obwohl es kein Ober­fläc­hen­wasser gibt, ist die Kala­hari über­ra­schend wild­reich. Die Tiere ziehen – von Zäunen unge­hindert – hin und her, immer dem Regen nach.

Teufelskrallen Tented Lodge

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Teufels­kralle ist ein Sesamge­wächs, das nur in der Steppe des südli­chen Namibia vorkommt. Ihre Früchte haben eine merkwür­dige, krallenhafte Gestalt. Bota­niker und Phar­mazeuten inter­es­sieren sich aber mehr für die Wurzel, deren schmerzlinderne und entzündungs­hem­mende Wirkung bereits die San kannten. Die große Nach­frage bedroht die faszi­nierende Pflanze, daher wird sie jetzt bei Kalkrand gezüchtet.

Ganz in der Nähe liegt die nach ihr benann­te Lodge, die aus einem umge­bauten Farmhaus und ein paar einfa­chen Zelt­häusern besteht. Letztere stehen auf Holz­decks und schauen weit in die Kala­hari, wo bis zum Horizont sanfte Dünen und Kamelbäume zu sehen sind. Auf dem 400 Hektar großen Gelände gibt es ausge­schilderte Wander­wege zwischen fünf und 20 Kilome­tern Länge, wo man die Stille der Halbwüste erleben oder auf die Suche nach der wilden Teufels­kralle gehen kann. Ein Swimmingpool und ein Barbecue-Platz sind vorhanden.

Trans Kala­hari Walk

Urerfah­rungen in der Savanne
Wandern und Über­nachten in der afri­ka­ni­schen Savanne – das ist die Urerfah­rung der Menschheit seit Hundert­tausenden von Jahren. Hautnah den heißen Wüstenwind spüren. Antilo­pen­herden auf der weiten Steppe erspähen. Giraffen beim Äsen der Baumkronen zuschauen. Der Sonnen­un­ter­gang, das Lagerfeuer, der Duft von gebra­tenem Fleisch, der Ster­nenhimmel und die geheim­nisvollen Laute der Nacht. Und dann in der Morgendämme­rung frös­telnd mit damp­fendem Kaffee auf den spekta­kulären Moment zu warten, da die Sonne hinter den Dünen gleißend hervor­bricht.

Mari­ental

Ver­sor­gungs­zen­trum im Westen der Kala­hari
Die heutige Haupt­stadt der Region Hardap mit 12.000 Einwoh­nern wur­de 1894 von einem Siedler aus Porta Westfa­lica gegründet, der den Ort nach seiner Ehefrau Anna Maria Brandt nannte. Mari­ental ist heute ein Ver­sor­gungs­zen­trum für die umliegenden Farmen und Nama Gemeinden. Durch den 1962 errich­teten Hardap Stausee konnte in der Region Bewäs­se­rungs­landbau eingeführt werden, was auch dem Ort Mari­ental erheb­li­chen Auftrieb gab.

Von Kalkrand nach Canyon Village

460 km | 5:30 h
Bis Keetmanshoop bleibt man auf dem Highway, der Windhoek mit Kapstadt verbindet. Ein landschaft­li­cher Höhe­punkt ist  der Köcherbaum­wald bei Keetmanshoop.

Richtersveld

Wild zerklüf­tete Wüste mit endemi­scher Pflanzenwelt
Richtersveld ist eine wild zerklüftete Wüsten­landschaft an der Grenze nach Namibia, wo die lebens­notwen­dige Feuch­tigkeit durch die Frühnebel kommt. Kleine Säugetiere, Reptilien und Vögel siedeln hier sowie eine verblüffende Viel­falt von Pflanzen, von denen manche nirgendwo sonst exis­tieren. Vor allem Sukkulenten kommen in einer Viel­falt vor, die den Bota­nikern Mühe bei der Beschreibung macht. Ab Alexander Bay wird die Strecke auch für Allradwagen unwegsam, aber die Schönheit der Land­schaft lohnt die Mühe.

Hardap-Damm

Wassersport am größten Stau­damm Namibias
Der größte Stau­damm Namibias liegt bei Mari­ental und staut den Fischfluss auf. Über 860 Meter lang und fast 40 Meter hoch ist die Mauer, hinter der ein See von fast 30 Quad­ratki­lome­tern Fläche und einem Volumen von fast 300 Millionen Kubikme­tern beginnt. Die Stau­anlage hat eine große Bedeu­tung für Mari­ental und die Land­wirt­schaft ringsum. Der Stausee ist ein beliebtes Wassersport­revier und Naher­ho­lungs­gebiet für die Windhoeker. Am west­li­chen Seeufer schließt sich ein kleines Natur- und Wild­schutzgebiet mit wenig Touristen und vielen Tieren an. Auf rund 20.000 Hektar kann man wandern und Tiere beob­achten.

Köcherbaum­wald bei Keetmannshoop

Außer­irdi­sche Impres­sionen in der Dämme­rung
In ganz Namibia gibt es Köcherbäume, vor allem im trockenen und stei­nigen Süden. Nord­öst­lich von Keetman­hoop stehen diese Pflanzen mit eigen­ar­tiger Gestalt relativ dicht beiein­ander, weshalb man mit einiger Über­treibung auch von einem Wald spricht. Köcherbäume sind jedoch gar keine Bäume, sondern eine großge­wach­sene Art der Aloe. Sie sind mit ihren groß­zel­ligen Stämmen und Blättern Meister der Wasser­spei­che­rung und können mehrere Jahre ohne Regen über­stehen. Köcherbäume werden sie genannt, weil die Busch­männer die Äste aushöhlten und aus der Rinde Köcher für ihre Pfeile machten. Wer im Köcherbaum­wald spazieren geht, kann vor allem in der Dämme­rung, wenn die Farben unwirk­lich werden, den Eindruck gewinnen, er befinde sich in einer Phan­ta­siewelt oder auf einem anderen Planeten.
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Fish River Canyon

Zweitgrößter Canyon der Erde

Er gilt nach dem Grand Canyon als der zweitgrößte Canyon der Erde und ist 161 Kilometer lang, fast 30 Kilometer breit und 550 Meter tief.

In präh­is­to­ri­schen Zeiten muss der Fish River einmal viel Wasser geführt haben. Anders ist diese gewal­tige Erosi­on­s­tä­tigkeit des Flusses nicht zu erklären. Heute ist er ein Rinnsal, das in Trockenzeiten bis auf einige Wasser­stellen austrocknet. Der Haupt­aus­sichts­punkt mit grandiosem Blick ist von der D324 aus zugäng­lich. Durch die Schlucht führt ein drei- bis fünf­tägiger Wanderweg vom Haupt­aus­sichts­punkt bis nach Ai Ais ohne feste Über­nach­tungs­stellen. Der Weg ist in den Sommermo­naten (Oktober bis März) wegen uner­träg­l­i­cher Hitze gesperrt. In Ai Ais gibt es die Möglichkeit, in heißen Quellen zu baden.

Zu Gast in einem Resort am Fish River Canyon Village

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Einige Kilometer vom Fish River Canyon entfernt liegt das Resort, das einem Nama­dorf nach­empfunden ist. Hier wird die Geschichte der ursprüng­l­i­chen Bewohner dieser Gegend – der Bond­elswart-Nama – lebendig.

Ihre semi-nomadi­sche Lebens­weise wird durch Bilder nami­bi­scher Künstler im Restau­rant und in den Bungalows eingefangen. Alle Zimmer sind komfor­tabel einge­richtet und mit Badezimmern ausge­stattet. Das Resort verfügt über ein strohge­decktes Panora­mare­stau­rant und einen Swimmingpool, der in den Granitfelsen einge­lassen ist. Sundowner-Fahrten, geführte Wande­rungen und Rundflüge über dem Fish River Canyon werden ange­boten.

Hell’s Bend

Aussichts­platt­form über dem Fish River Canyon
Wer auf der guten Piste von Hobas zehn Kilometer zum Canyonrand fährt, kommt zu einem Pick­nick­platz mit der besten Aussicht über den Fish River Canyon. Der Fish River macht dort eine 180-Grad-Biege, die soge­nannte Hell's Bend. Seit 2010 gibt es eine Aussichts­platt­form

An der Abbruchkante zum Fish River Canyon

Aussicht in schwindel­er­regende Tiefe
An der Ostseite des Fish River Canyons führt ein Pad entlang, wie man in Namibia die unge­teerten Staub­pisten nennt. Wer vom View Point nach Süden geht, kommt an Aussichts­punkten vorbei, die aus immer neuen Blickwin­keln einen Einblick in die Großar­tigkeit des Canyons geben. Mit einem Allradwagen kann man die Strecke auf fahren. (hin und zurück auf demselben Weg, bis zur 4 Stunden und 8,5 Kilometer, auf und ab 20 Meter)

Durch­que­rung des Fish River Canyons

Mehr­tägiges Abenteuer für trai­nierte und erfah­rene Wanderer
Wer den kompletten Canyon durch­queren will, sollte sich an einige Regeln halten: Zuge­lassen sind nur Gruppen von mindes­tens drei und maximal 40 Personen. Jeder der Teil­nehmer muss vor Beginn der Wande­rung ein ärzt­li­ches Attest vorlegen, in dem bestä­tigt wird, dass die Person fit genug für die vier- bis fünf­tägige Tour ist. Dass es unter­wegs keine sani­tären Einrich­tungen oder Unterkünfte gibt, sollte jedem Teil­nehmer vorher klar sein, ebenso, dass alles an Verpfle­gung und vor allem Wasser selbst zu tragen ist. Auch eine recht­zei­tige Buchung wird auf Grund der großen Beliebt­heit empfohlen, ebenso wie sehr gutes Schuh­werk. Bewäl­tigt man die komplette Strecke durch den Canyon, gelangt man am Ende zu den 60 ºC heißen Mine­r­alquellen von Ai-Ais. Hier befindet sich auch nach der ganzen Tortur wieder das erste staat­liche Rest Camp mit Bungalows, Camping­plätzen, Restau­rants und einer Tank­stelle. Erholen kann man sich im Freibad, den Thermalquellen und weiteren Bade­einrich­tungen. (vier bis fünf Tage, 86 Kilometer, ab: 1000 Meter, auf: 360 Meter)

Von Canyon Village nach Aus

285 km | 3:30 h
Der Fish River wird überquert, was kaum zu merken ist, da er nur selten Wasser führt. Die Straße führt schnurge­rade nach Westen. Vom Huib Plateau eröffnen sich erste Ausblicke über die Wüste Namib.

Betha­nien

ältestes Stein­haus in Namibia
1815 wanderte der Missionar Heinrich Schmelen aus der Kapregion in den öden Norden. In seinem Gefolge war eine Gruppe der verach­teten Orlam, wie man die unehe­li­chen Kinder weißer Buren und Nama­f­rauen nannte. Nörd­lich des Oranje-Flusses fand er eine Quelle und gutes Weide­land. Er nannte den Ort Betha­nien – nach der Stätte, wo Jesus getauft wur­de – und baute das erste Stein­haus in Südwest-Afrika. Es ist heute noch zu besich­tigen. 1959 kam eine Kirche hinzu. Heute ist Betha­nien ein kleiner, aber wich­tiger Versorgungs­stütz­punkt, in dem es außer Post und Polizei alles gibt, was für das tägl­iche Leben benö­tigt wird.
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Namib

älteste Wüste der Welt

Die Namib, was in der Hotten­tot­ten­sprache soviel wie „große Leere“ bedeutet, ist die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich entlang der Küste von Namibia über eine Länge von 1.300 km (Nord-Süd) und eine Breite von etwa 120 km (Ost-West).

Der Kuiseb, der von Windhoek nach Walvis Bay fließt und nur selten Wasser führt, teilt die Namib in zwei landschaft­lich sehr verschiedene Teile. Nörd­lich ist sie von schroffen Felsen unter­schied­lichster Färbung und Schluchten geprägt. Südlich breitet sich ein Sand­meer mit langen rötli­chen Dünen aus, die ständig in Bewe­gung sind. Im Sommer herr­schen extreme Ober­fläc­hen­tem­pe­raturen von bis zu 70° Celsius. Bemerkens­wert ist der Küsten­streifen, in dem sich Walvis Bay und Swakop­mund befinden. Aufgrund des kalten Benguela Stroms im Atlantik herrscht hier an etwa 100 Tagen im Jahr dichter Nebel, der sich 10 km land­einwärts abrupt auflöst.

Zu Gast in einer Felsenlodge über der Wüste

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Dort, wo das Huib Plateau hoch aus der Wüste Namib aufragt, befindet sich einsam und allein die Lodge, deren wenige Stein­häuser wie Adler­nester in den Granitfelsen gebaut sind.

Wer möchte, kann von hier aus Tages­ausflüge nach Lüde­ritz machen; die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Die Besitzer bieten ihren Gästen Fahrten im Jeep zu den dort seit über 100 Jahren lebenden Wildpferden an. Wer genug hat vom Fahren, kann nach Belieben wandern, durch das Gebirge streifen und den herr­li­chen Blick über die Wüste in Ruhe genießen. Lunch und Dinner werden im Restau­rant ange­boten. Auf Wunsch wird auch ein Grill- und/oder Früh­s­tücks­paket zur Mitnahme ins Chalet vorbe­reitet.

Aus

Oase zwischen Huib-Gebirge und Namib-Wüste
Die kleine Ortschaft liegt auf 1500 Metern im Huib-Gebirge hoch über der Namib und wirkt wie eine Oase. Grund dafür ist das Kap-Klima, das etwa bis zu dieser Breite für Winter­regen sorgt. So leben um Aus bis heute Wildpferde, die aus der Pferde­hal­tung der deut­schen Schutz­truppe vor 1914 hervor­gegangen sind. Bizarre Landschaften und eine reiche Sukkulen­tenve­ge­ta­tion entlang der Felsklippen machen ein faszi­nierendes Landschafts­bild aus. Unter den vielen Fels­zeich­nungen der San gibt es eine stark verwit­terte Besonder­heit: ein Segel­schiff, dessen Maler vor 500 Jahren vom Kap viele tausend Kilometer bis hierher zurückge­legt haben muss.

Lüde­ritz

Diaman­ten­stadt am stürmi­schen Atlantik
Die Stadt am stürmi­schen Atlantik ist nach dem Bremer Kaufmann benannt, der 1883 die Bucht und das weite Umland für 250 Gewehre und 600 engli­sche Pfund als seinen Privat­be­sitz erwarb. Ein Jahr später stellte Bismarck die Bucht unter den Schutz des Deut­schen Reiches, was als Beginn der Kolo­niali­sie­rung Südwest-Afrikas gilt. Aufgrund seiner abge­schiedenen Lage blieb die Stadt lange Zeit wirt­schaft­lich unbedeu­tend. Dies änderte sich schlag­artig, als 15 Kilometer land­einwärts bei Kolmanskuppe Diamanten gefunden wurden. Dieser Boom endete jedoch nach wenigen Jahren, als die Diaman­ten­ge­sellschaft ihren Sitz an den Oranje verlegte. Im Stadt­zentrum erin­nern noch einige Häuser im Jugend­stil oder wilhelmi­ni­schen Stil an den Diaman­tenrausch.

Kolmanskop

Ghost-Town in der Wüste
Das Diaman­ten­fieber in Namibia begann, nachdem in 1908 grandiose Steine unweit von Lüde­ritz gefunden wurden. Vor dem Ersten Welt­krieg wurden mehr als 1000 Kilogramm Diamanten gefunden. Mittel­punkt der Diaman­ten­indu­s­trie war Kolmannskop, das schnell wuchs und über Schule, Kasino und Kran­ken­haus verfügte.
Nach 1918 verla­gerte sich das Zentrum der Diaman­ten­suche nach Süden zum Orange River, so dass Kolmannskop zur Geis­ter­stadt wur­de. Noch heute ist die Region südlich von Lüde­ritz – das „Sperrgebiet“ – für die Öffent­lichkeit nicht zugäng­lich. Kolmanskop Tour Company hat jedoch eine Konzes­sion, Touren ins Sperrgebiet zu unter­nehmen. Die Öffnungs­zeiten sind wetterbedingt auf Vormit­tags 08:00 – 13:00 Mo – Sa begrenzt. In dieser Zeit werden zwei geführte Touren(09:30 und 11:00) ange­boten. Sonn­tags zwischen 10 und 13 Uhr können Sie die Kolmans­koppe eben­falls besich­tigen, aber nur ohne Führung! Die Führungen sind informativ und im Eintritts­preis bereits enthalten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und die Teil­nahme nicht verpf­lich­tend. Man kann sich im Gelände frei bewegen. Wer das gute Licht der auf- und unter­ge­hende Sonne zum Fotogra­fieren nutzen möchte, besorge sich ein Foto Permit unbedingt am Tage vorher bei Lüde­ritz Safaris & Tours in Lüde­ritz. Damit kommt man bereits zu Sonnen­aufgang hinein. Mit dieser Geneh­migung kann man eben­falls an den Touren teil­nehmen.

Von Aus nach Namib Rand Nature Reserve

261 km | 4:30 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur rechten. Links liegt die grandiose Namib. Ein Abste­cher nach Schloss Duwisib ist empfehlens­wert.

Schloss Duwisib

Rheinromantik in der Wüste
Am Rande der Wüste Namib steht ein Schloss im Stile roman­ti­scher Rheinburgen – mit Zinnen und Brunnen im Innenhof. An seinem Ort wirkt das grundso­lide Bauwerk doch etwas skurril. 1908 hat es Baron von Wolff, der mit der Schutz­truppe nach Namibia gekommen war, in Auftrag gegeben. Architekt war Wilhelm Sander, der auch die Heinitzburg in Windhoek gebaut hat. Die Baukosten explodierten, aber glück­li­cherweise war von Wolff mit einer reichen Amerika­nerin verhei­ratet. Der fröh­liche Draufgänger von knapp zwei Metern Länge hatte den kühnen Plan, eine Farm von 150.000 Hektar (!) um sein Schloss herum zusam­menzukaufen. Doch dann kam der Erste Welt­krieg. Als glüh­ender Patriot meldete er sich zu den Waffen und fiel kurze Zeit später in Frank­reich. Das histo­risch restau­rierte Schloss dient heute als Museum.
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NamibRand Nature Reserve

Wüstenparadies am Rande der Namib

1984 erwarb der Windhoeker Geschäfts­mann, J.A. Brückner, am Rande der Wüste Namib eine Farm – aus Liebe zu dieser einmalig schönen Land­schaft.

Nach und nach kamen weitere Farmen hinzu. Entstanden ist daraus ein Wüsten­pa­ra­dies am 1976 Meter hohen Losberg, das mit über 2.000 Quad­ratki­lome­tern zu den größten privaten Natur­schutzgebieten Afrikas gehört. Die Rinderzucht wur­de einge­stellt; stattdessen leben wieder Bergze­bras, Kuhan­tilopen, und Springböcke auf Namib­Rand, aber auch Leoparden, Giraffen, Hyänen und Löffelhunde. Die Zäune zum angrenzenden Namib-Nauk­luft Park sind abge­rissen, so dass die Tiere sich groß­flächig bewegen und dem Regen nach­ziehen können.

Tok Tokkie Trails

2 Nächte | Vollpension mit Aktivitäten & Getränken | 1x Mittagessen bei Ankunft pro Person

Die meisten Touristen erleben die Namib aus dem Auto oder dem Bus heraus. Wer die älteste Wüste der Welt wirk­lich kennenlernen will, muss aussteigen und zu Fuß gehen. Nur so erlebt man Hitze, Kälte, Einsamkeit, Stille, Sterne, unver­gess­liche Sonnen­un­ter­gänge und die faszi­nierende biologi­sche Viel­falt, die sich im roten Sand versteckt.

Tag 1
Gehzeit am Nach­mittag: 1 – 2 Stunden, Über­nach­tung im Freien auf Feld­betten, Abend­essen

Anreise bis 14:00 Uhr. Vor der kurzen Fahrt zum Ausgangs­punkt händigt der Führer Wasser, Tage­s­proviant und einen Tagesruck­sack aus. Mitzubringen sind der Fotoapparat, ein Fern­glas, Sonnen­schutz und ein Buch für die heißesten Stunden des Tages. Das Hauptgepäck wird zum Über­nach­tungs­lager gebracht. Es ist nur eine kurze Wande­rung zum ersten Camp. Die Dünen hier sind, anders als am Sossus­vlei, nicht hoch und massiv, sondern bewachsen und von einer eigenen Schön­heit.

Tag 2
Gehzeit am Vormittag: 4 – 4.5 Std/am Nach­mittag: 2 – 2.5 Std; Über­nach­tung im Freien auf Feld­betten; alle Mahlzeiten

Vor Sonnen­aufgang wird Tee oder Kaffee serviert, danach das reichhal­tige Früh­stück. Die anschließende Morgenwande­rung wird mit einer grandiosen Sicht auf die Dünen gekrönt. Dass die Wüste erwacht, kann man sehen, riechen und schme­cken. Dem geübten Auge des Führers bleibt nichts verborgen. Er kann die Spuren im Sand lesen wie andere die Morgenzei­tung. Alle nächt­li­chen Besu­cher hinter­lassen unver­wech­selbare Spuren, so der Goldmull, die Radspinne, das bellende Gecko, die Dünenlerche oder die Spin­nenwespe, um nur einige zu nennen.

Nach Überque­rung eines Berg­sat­tels geht es hinunter in ein ausge­trock­netes Fluss­bett. Im Laufe des Tages kommt der Führer immer wieder auf die Wunder der Namib zu spre­chen, die sich meist ums Wasser drehen. Wie ist Leben in der extremen Trocken­heit möglich? Woher beziehen Pflanzen und Tiere das lebens­notwen­dige Wasser? Unter­wegs sind immer wieder Tiere zu sehen wie z.B. die nur in der Namib vorkom­mende Dünenlerche, der Löffelhund, die Oryx-Antilope, Springböcke und Strauße.

Mit zuneh­mender Hitze wird es Zeit für das Lunch und eine ausgiebige Rast an einem schat­tigen Platz. Erst wenn die Hitze nach­lässt, wird die Wande­rung zum zweiten Camp fortge­setzt. Sie führt durch ein endloses Dünenmeer, an rätselhaften Feenkreisen vorbei, immer auf eine maje­s­tä­ti­sche Berg­landschaft im Hinter­grund zu. Die ständig wech­selnden Farben der Dünen bieten außergewöhn­liche Möglichkeiten zum Fotogra­fieren.

Das Dinner am Lagerfeuer beschließt den ereig­nis­rei­chen Tag. Das Bellen der Geckos, ein gelegent­li­ches Lachen der Hyäne und der Ruf des Flecken­uhus begleiten in die Stille der Nacht.

Tag 3
Gehzeit: Vormittag: 3 – 3.5 Std/Nach­mittag: 0 Std; Früh­stück

Nach dem Erwa­chen in der stim­mungs­vollen Dämme­rung kurz vor dem Sonnen­aufgang wird wieder Tee, Kaffee und das Früh­stück serviert. Wie schon am Tag zuvor beginnt danach die Wande­rung über die sanften Dünen, auf denen einzelne Kameldornbäume stehen, die Schatten für eine Ruhe­pause spenden. Zwischen 10:30 und 11:00 Uhr erreicht man das Farmhaus von Tok Tokkie. Wer will, kann danach das NaDEET-Zentrum (Namib Desert Environ­mental Educa­tion Trust) besu­chen. Die Stif­tung hat das Ziel, Kindern einen nach­hal­tigen Lebens­stil zu vermit­teln und so die Umwelt zu schützen. (www.nadeet.org)

Wich­tige Hinweise:
1) Die Gruppe besteht aus zwei bis acht Teil­nehmern.
2) Der Guide spricht Englisch.
3) Bitte treffen Sie bis spätes­tens 14 Uhr bei Tok Tokkie Trails ein. Wenn Sie Ihre Gruppe verpassen, können wir keinen Transfer garan­tieren. Falls Sie unter­wegs Probleme haben und daher zu spät kommen, rufen Sie bitte 0026-63693011 oder 00264-81 124 7398 an.
4) Ihr Tagesruck­sack sollte nicht mehr als 10 kg wiegen. Begrenzen Sie Ihre Fotoausrüs­tung; ein Tele­ob­jektiv für Tiere und Vögel und ein Weitwin­kel­objektiv für die Land­schaft wird empfohlen. Während der Wande­rung gibt es keine Möglichkeiten, Batte­rien zu laden.
5) Sie schlafen unter den Sternen auf bequemen Feld­betten in Bett­rollen (Matratze, Decke und Kissen).
Bei ungüns­tigem Wetter werden Zelte gestellt.
6) Die sani­tären Anlagen in den Über­nach­tungs­la­gern bestehen aus einer Toilette im Freien, einer Eimerdu­sche und einem Wasch­be­cken. Frisches Trink­wasser steht an den Rast­plätzen und in den Über­nach­tungs­camps zur Verfügung.
7) Bitte informieren Sie uns vorher, wenn Sie eine besondere Diät benö­tigen, so dass wir dement­spre­chend vorsorgen und Ihnen eine ange­nehme Wande­rung sichern können.
8) Einge­schlossen im Preis sind alle Mahlzeiten wie oben beschrieben, der Guide und die Bereitschaft­s­crew sowie der Gruppen­transfer zum Ausgangs­punkt. Tee, Kaffee und Saft sowie Bier, Wein und alko­holf­reie Getränke stehen in den Über­nach­tungs­la­gern frei zur Verfügung.
9) Für den unwahr­schein­li­chen Falle eines Notfalls hat Ihr Guide ein Funkgerät dabei.
10) Ihr Guide trägt eine Erste-Hilfe-Box mit sich. Alle unsere Guides besitzen einen Erste-Hilfe-Schein.
11) Kontakt­linsen können in sandigen, trockenen Wüstengebieten sehr unan­ge­nehm sein. Tragen Sie stattdessen besser eine Brille.
12) Bitte mitbringen: Gemüt­liche, gut einge­laufene Wander­schuhe – neue Schuhe verur­sa­chen oft Beschwerden. Ein Buch für den zweiten Tag (lange Mittags­pause). Fern­glas und Stirn- oder Taschenlampe. Leichte gemüt­liche Kleidung, Jacke oder Pull­over für kühle Abende bzw. warme Kleidung samt Mütze, Schal und Hand­schuhe in den Wintermo­naten. Bequeme, geschlos­sene Schuhe für den Abend. Sonnenbrille, Sonnencreme (mind. Faktor 30), Insek­ten­schutz­mittel und Hut sind unentbehr­lich. 
13) Charakter und Anforde­rungen des Trails: Die Wande­rungen sind zwar tech­nisch nicht schwierig, aber anspruchsvoll: Fitness und gute Kondi­tion sind ­un­abdingbar. Sie wandern in gemüt­li­chem, der Gruppe ange­passtem Tempo, norma­lerweise nicht mehr als 10 km pro Tag. Erhöhte Anforde­rungen an den Or­ga­nismus stellen das warme Klima und die ­Tempe­ratur­un­ter­schiede zwischen Tages- und Nach­twerten. Herz und Kreislauf müssen gesund sein.
Sie benö­tigen gute Kondi­tion und müssen tritt­si­cher ­sein, da Sie in unter­schied­lich beschaffenem Gelände ­un­ter­wegs sind. Bitte bringen Sie Ihren Kreislauf vor der Reise in Schwung, damit Ihr Körper der zu­sätz­li­chen Belas­tung durch das heiße und trockene ­Klima gewachsen ist. Das Hauptgepäck wird stets befördert, so dass Sie während der Wande­rung nur Ihren Tagesruck­sack selbst tragen.
14) Höhere Gewalt: Selbst­ver­ständ­lich wird alles daran gesetzt, die Tour genau wie beschrieben durch­zu­führen; eine Garantie können wir jedoch nicht über­nehmen. Ungüns­tige Wetterver­hält­nisse, orga­ni­sa­to­ri­sche Schwie­rigkeiten, nicht vorher­sehbare Ereig­nisse oder sons­tige Faktoren können uns zu Ände­rungen des Tour­ab­laufes zwingen. Wir bitten um Verständnis.

Von Namib Rand Nature Reserve nach Sesriem

108 km | 2:00 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur rechten. Links liegt die grandiose Namib.
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Sossusvlei

überirdische Farbenspiele am Rand der Namib

Nach Sossus­vlei gelangt man von Sesriem aus. 65 Kilometer lang fährt man durch eine einzig­ar­tige Dünenwelt.

Die letzten fünf Kilometer sind nur zu Fuß oder per Allradwagen(4x4) zu bewäl­tigen. Gegen Gebühr kann man auch den Transfer­service nutzen. Sossus­vlei ist eine Lehm­senke, die Dünen ringsum werden bis zu 300 Metern hoch und gehören zu den höchsten der Welt. Selbst in den Trockenzeiten kann man hier Strauße, Oryxan­tilopen und andere sehen. Diese Tiere leben von der Feuch­tigkeit der selten mit Wasser gefüllten Senke. Wer auf die Dünen steigt, besonders morgens oder abends, dem wird das Farb­spiel der orangefarbenen Dünen, der weißen Lehm­senke und des grünen Vege­ta­ti­ons­bands am Vlei sowie der atembe­rau­bende Fern­blick auf steinerne Gebirge in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung bleiben. Da das Sossus­vlei ein Teil des Namib Nauk­luft Parks ist, benö­tigt man für die Fahrt eine Erlaubnis, die am Eingang erteilt wird.

Zu Gast in der Sossusvlei Lodge

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge liegt direkt am Eingang zum Namib Nauk­luft Park. Wer die Dünen von Sossus­vlei in der Morgen- oder Abenddämme­rung erleben will, findet hier die ideale Bleibe.

Äußer­lich ist die Anlage aufgrund ihrer Farbge­bung kaum von der Umge­bung zu unter­scheiden. Die Lehmmauern verschmelzen mit dem pastell­farbenen Sand und dem goldenen Wüstengras. Die 45 Zelte, in denen die Gäste unter­ge­bracht werden, sind denen der Beduinen nach­empfunden. Die Lichter werden mit Solar­en­ergie betrieben. Die deutsch-nami­bi­sche Küche wird durch süda­fri­ka­ni­sche Weine ergänzt. Ein Swimmingpool ist vorhanden, Allradwagen werden vermietet und Touren zur Sternbe­ob­ach­tung und nach Sossus­vlei werden ange­boten.

Nauk­luft

Vege­ta­ti­ons­rei­ches Gebirge am Wüstenrand
Das Gebirge im Dreieck Soli­taire, Sesriem und Maltahöhe ragt bis knapp 2.000 Meter auf und ist daher ein Regen­fänger. Die Vege­ta­tion ist hier üppiger als in der Umge­bung. Es gibt sogar Bäche, die während der Trockenzeit Wasser führen. Durch das Gebirge führen ein Wanderweg und eine Piste für Allradfahrzeuge. Nachts kann es, besonders im Winter, mit Minus­tempe­raturen empfind­lich kalt werden.

Sesriem-Canyon

Trockenfluss in schat­tiger Schlucht
Heutzu­tage ist der Tsauchab ein Trockenfluss, der nur nach den seltenen Regen­fällen Wasser führt. Vor mehreren Millionen von Jahren muss er ein reißendes Wild­wasser gewesen sein, sonst hätte er nicht einen bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedi­mentge­stein graben können. Als im 19. Jahr­hun­dert die Trekburen den Canyon fanden und das in ihm stehende Wasser schöpfen wollten, benö­tigten sie ein langes Seil aus sechs Riemen, von denen jeder aus einem Oryxfell gemacht war. So heißt die schat­tige Schlucht bis heute Sesriem-Canyon (Sechsrie­menschlucht).

Dune 45

Charak­te­ris­ti­sche Düne mit geschwun­gener Kammlinie
Auf halber Strecke zwischen Sesriem und Sossus­vlei liegt bei Kilome­ter­stein 45 eine besonders charak­te­ris­ti­sche Düne. Wegen ihrer geschwun­genen Kammlinie wird sie häufig fotogra­fiert, besonders in der Dämme­rung, wenn die Kontraste über­scharf hervor­ste­chen. Sie ist über 170 Meter hoch. Der Sand, aus dem sie besteht, soll über fünf Millionen Jahre alt sein.

Von Sesriem nach Swakop­mund

348 km | 5:30 h

Nach dem schwarzen Kuiseb Pass eröffnet sich die gewal­tige und leere Namib. Für die Abenteuer­lus­tigen gibt es die Möglichkeit, die Wüste auf Neben­wegen zu durch­queren.

Dazu benö­tigt man ein Permit, das in Sesriem erhält­lich ist. Einer dieser Wüsten­wege führt an der Blutkuppe vorbei (4x4 erforder­lich), einem rostroten Hügel, der einen überwäl­tigenden Blick über Hunderte von Kilome­tern bietet.

Namib-Nauk­luft Park

Größter Natio­nal­park der Erde
Der Namib-Nauk­luft Park ist mit knapp 50.000 Quad­ratki­lometer größer als Nieder­sachsen und gilt als der größte Natio­nal­park welt­weit. Er erstreckt sich im Norden bis zur Skelettküste und im Süden bis zum Diaman­ten­sperrgebiet. Im Osten wird der Park durch das private Namib Rand Nature Reserve Schutzgebiet begrenzt. Er enthält die höchsten Dünen der Welt, die zerklüf­teten Nauk­luft-Berge, die unwirt­liche Westküste und endlose Karst­ebenen – eindrucksvoller als in Afrikas größtem Natur­schutzgebiet Namib-Nauk­luft-Park zeigt sich in ganz Namibia die Land­schaft selten.

Soli­taire

Kleinst­sied­lung am Namib-Nauk­luft Park
Bereits der Name verweist auf die Abge­schieden­heit und Einsamkeit: In der Mitte von Nirgendwo liegt seit 1848 eine private Kleinst­sied­lung mit weniger als hundert Bewoh­nern. Ältestes Gebäude ist der 1849 errich­tete Laden. Zwei Jahre später kam die Kirche dazu, die sogar eine eigene Orgel hat. Von über­regio­naler Bedeu­tung ist die Tank­stelle, sie ist weit und breit die einzige zwischen Windhoek und Walvis Bay. Der Bäcker, Percy „Moose“ McGregor, hatte Soli­taire mit seinem Apfelku­chen berühmt gemacht; alle bedeu­tenden Touris­ten­ratgeber, darunter der Lonely Planet, verweisen auf den Apple Pie in Soli­taire, viele mit dem Zusatz „bester Apfelku­chen in Afrika“. Leider ist Percy inzwi­schen vers­torben.

Kuiseb Pass

Außer­irdi­sche Impres­sionen am Rande der Namib
Der Pass führt über keinen Berg, sondern durch eine vom Fluss ausge­wa­schene Schlucht, die mit ihrem schwarzen Geröll fast unirdisch wirkt. An einigen Aussichts­punkten lohnt sich ein Stopp, um den Rund­blick zu genießen. Die Geologen Henno Martin und Hermann Korn versteckten sich hier in der Region während des Zweiten Welt­kriegs zwei Jahre lang, um der drohenden Inter­nie­rung zu entgehen. Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist die Repor­tage eines ungewöhn­li­chen Abenteuers und eine Liebe­s­erklärung an die Namib.
F

Swakopmund

Deutsche Kleinstadt zwischen Wüste und Skelettküste

Blut­wurst und Bienenstich, Karneval und Kirchengemeinde: Swakop­mund wirkt auf den ersten Blick wie eine deut­sche Klein­stadt.

Prozent der Bewohner spre­chen noch deutsch. Sogar das Klima ist eher mittel­eu­ro­päisch – wegen des kalten Benguela Stroms, der Swakop­mund an vielen Tagen mit Nebel und Dunst umhüllt. Nur zehn Kilometer land­einwärts weicht der Schleier der strah­lende Sonne Afrikas. Dieses Tempe­raturgefälle nutzen die hitzege­plagten Namibianer für ihren Sommer­ur­laub (zwischen Oktober bis März). Man sollte aber in Swakop­mund nicht einen Bade­ur­laub wie in der Karibik erwarten. Die Wasser­tempe­raturen über­steigen kaum die Tempe­raturen der Nordsee. Dafür kann man von Swakop­mund Streif­touren an der Küste gen Norden unter­nehmen, z.B. zum Cape Cross, wo hundert­tausende von Robben zu sehen sind oder zur düsteren Wildnis der Skeleton Coast.

Zu Gast in einer Lodge bei Swakopmund

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Am Rande von Swakop­mund liegt eine Lodge, die so wirkt, als sei sie mitten in der Wüste. Dabei sind es nur wenige Minuten ins Stadt­zentrum.

Da sie etwas erhoben auf einer Felsklippe erbaut ist, schaut man weit in die menschenleere, stille Namib hinein. Gäste werden in zwölf modernen Bungalows unter­ge­bracht, deren Stil zugleich einen Kontrast zur Umge­bung bildet und sich dennoch einpasst. Die großen Eckfenster öffnen sich zu den Sand­dünen. Zum Früh­stück im Haupt­haus werden frische Produkte serviert. an der Rezep­tion kann man Ausflüge und Aktivi­täten buchen.

Ausflug (OPTIONAL)

Living Desert Tour (5 Stunden, englisch)

Diese Wüsten­tour erkundet den Wüstengürtel zwischen Swakop­mund und Walvis Bay mit einem Allradwagen. Dabei wird auf das empfind­liche Öko-System Rück­sicht genommen. 
Zwischendurch wird ange­halten, etwa um nach Spuren auf den Dünen zu suchen und sie zu inter­pre­tieren.

Geckos, rollende Spinnen, Skorpione, Eidechsen, Schlangen, Chamäleons, Echsen und eine Viel­falt von Käfern und Insekten sind einige der Lebe­wesen, denen man auf dieser Tour begegnet.

Dampf­lo­komobil Martin Luther

Hier stehe ich, ich kann nicht anders
1896 ließ Oberst­leutnant Trost eine in Deutsch­land gefer­tigte Dampf­lo­komobile nach Walvis Bay bringen. Das Dampffahrzeug ohne Schienen sollte Mate­rial von Swakop­mund in die Namib bringen und damit die Ochsenkarren ersetzen. Allerdings erwies es sich als komplett untaug­lich. Es verbrauchte immense Wasser­mengen und blieb ständig im Sand stecken. In drei Monaten soll es nicht mehr als 25 Kilometer zurückge­legt haben. So kam es zu seinem Namen „Martin Luther“, der auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Bis heute steht Martin Luther bei Arandis. Zu seinem Schutz wur­de ein Muse­umsgebäude errichtet.

Swakop­mund Museum

Geschichte der deut­schen Kolo­ni­alzeit
Die Schwer­punkte der Ausstel­lungen liegen auf der Geschichte und Natur der nami­bi­schen Küsten­regionen und der Heimatge­schichte der Stadt Swakop­mund. Besonderer An­zie­hungs­punkt ist die Origi­nal­einrich­tung der berühmten Swakop­munder Adler-Apotheke, sowie eine umfang­reiche Ausstel­lung über die ethni­schen Gruppen Namibias, ein origi­naler Ochsenwagen, diverse Dior­amen zu geschicht­li­chen Ereig­nissen in Namibia sowie eine umfang­reiche Samm­lung nami­bi­scher Insekten.

Welwit­s­chia Trail

Rundfahrt zu den ältesten Pflanzen der Erde
Die von dem Öster­rei­cher Fried­rich Welwitsch entdeckte Pflanze wächst nur im Hinter­land von Swakop­mund. Obwohl sie bis zu 2000 Jahre alt wird, besitzt sie nur zwei Laubblätter, die über 2,5 Meter lang werden können. Ihr Wurzel­werk breitet sich unter­irdisch über einen Radius von 15 Metern aus. Die erstau­n­liche Pflanze, die mehrere Jahre ohne Wasser leben kann, ist ins Wappen von Namibia eingegangen. 
Ein 4x4 ist erforder­lich, ebenso ein Permit.

Von Swakop­mund nach Usakos

173 km | 2:30 h

Von der Küste fährt man durch die Dünen­landschaft, dann an den Erongo Bergen vorbei. Hier lohnt sich ein Abste­cher zur Spitzkoppe, den man wegen seiner eigen­tüm­li­chen Form das Matter­horn Namibias nennt.

Dort kann man Busch­mannzeich­nungen anschauen. Weiter östlich wird die Vege­ta­tion dichter. Man nähert sich Omaruru, dem grünen Herzen Namibias.

Arandis

Uran­stadt in der Wüste
60 Kilometer nord­öst­lich von Swakop­mund liegt die 5000-Einwohner-Sied­lung mit Polizei­sta­tion, Kirche, Kran­ken­haus, Schule, Shop und Tank­stelle. Die Reißbrett­stadt von 1972 wur­de für die Arbeiter in der nahegelegenen Uranmine gegründet. 1992 wur­de Arandis vom Minen­be­treiber, dem Rössing-Konzern, anläss­lich der zwei Jahre zuvor errun­genen Unabhängigkeit des Landes als „Geschenk“ an den nami­bi­schen Staat übergeben und erhielt den Status einer Stadt. Bis heute ist Arandis fast zu 100 Prozent von der Minen­ge­sellschaft abhängig, die bis mindes­tens 2021 dort Uran gewinnen will.

Spitzkoppe

Namibias Matter­horn
Der Inselberg, der seine Umge­bung um mehr als 700 Meter über­ragt, gehört du den meist fotogra­fierten Motiven Namibias. Rings um die bizarren Gesteins­forma­tionen ist die Vege­ta­tion relativ üppig, da das „Matter­horn Namibias“ Regen abfängt. Wie am Brandberg und in Twyfelfontein gibt es auch hier jahr­tausende­alte Felsma­le­reien. Die bekann­teste Fund­stelle ist das Busch­mann-Para­dies. Durch Vandalismus sind diese Male­reien aber weitge­hend zerstört. Daneben gibt es noch die Nashorn­wand, was zeigt, dass diese hier früher auch gelebt haben müssen.
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Erongo Gebirge

Zerklüftetes Vulkangebirge mit üppiger Vegetation

Entstanden ist das wild zerklüf­tete Gebirge vor Jahrmil­lionen durch einen Vulkan­ausbruch, der nicht bis zur Ober­fläche gelangte.

Da es aufgrund seiner Höhe viel Regen abfängt, ist es relativ dicht bewachsen und kaum zu durch­dringen. Die üppige Vege­ta­tion hat seit jeher Tiere und Menschen angezogen, wovon zahlreiche Felsgravie­rungen der San zeugen. Sobald es zu Regen­fällen kommt, wachsen außerdem diverse Savan­nengräser. Die größte Pflanze ist der Spro­kiesboom, der eine Höhe von maximal acht Meter erreicht und vor allem an Steilhängen wächst. Sein Samenöl enthälte antibiot­hi­sche Substanzen und  wird in der Medizin einge­setzt.

Zu Gast in einer Lodge am Hohenstein

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge liegt am Fuße des Hohen­steins, dem höchsten Berg des Massivs, am südwest­li­chen Rand des Erongogebirges. Von allen 14 Bungalows und dem Restau­rant aus hat man den glei­chen schönen Ausblick, u. a, auf den Hohen­stein, der zum Sonnen­un­ter­gang in rotem Licht erstrahlt. Tages­touren zur Spitzkoppe und dem Brandberg sind lohnens­wert. Wer auf den Kanachab steigt, wird mit einem spekta­kulären Rund­blick belohnt. Während des Dinners auf der Veranda sollte man ein Fern­glas dabei haben, um das Wild zum Wasserloch ziehen zu sehen.

Es werden unter­schied­liche Aktivi­täten ange­boten. Besonders inter­essant ist ein Besuch des Basisla­gers der Mine­rali­en­su­cher. 
Mehrere beschilderte Rund­wege unter­schied­li­cher Länge führen über das menschenleere Busch­land zu geheim­nisvollen Felsen und maje­s­tä­ti­schen Bergen. Unter­wegs begegnet man den größten Bewoh­nern dieser Wunderwelt, den Gnus und Springbö­cken. Geführte Wande­rungen werden eben­falls ange­boten. Dabei wird eine Schlucht durch­quert, die geologisch und archäo­logisch glei­cher­maßen inter­essant ist. Zum Sonnen­un­ter­gang laden die Ranger auf einen Sundowner ein.

Von Usakos nach Brandberg

199 km | 3:30 h

Omandumba

Living Museum of the San
Male­reien und archäo­logi­schen Funde zeigen, dass die Farm Omandumba über Jahr­tausende ein Sied­lungs­schwer­punkt der San war. Durch das Eindringen anderer Ethnien wurden die Urein­wohner Namibias schon vor langer Zeit aus diesem Gebiet vertrieben. Um die Jahr­tausendwende wur­de ihren Nach­fahren die Möglichkeit eröffnet, auf dem Gebiet ihrer Vorfahren ein Museum zu betreiben, in dem man einen Ein­blick in die uralte Jäger- und Samm­ler­kultur der San bekommt. Verschiedene Programme werden ange­boten, unter anderem eine Buschwande­rung zu Felsma­le­reien und Nutzpflanzen der San. Dabei kann man mit den San auf Jagd gehen oder Fallen zu stellen. Im Museum kann man lernen, Schmuck, Medizin, Pfeile und Bögen herzu­stellen. Ein Höhe­punkt sind die Darbie­tungen ritueller Tänze .

Uis

Kaffee und Buren­wurst in einer grünen Oase
In ihrer Blütezeit war Uis einmal die größte Zinnmine der Welt. Durch fallende Welt­markt­preise wur­de sie aber schon vor Jahren unren­tabel und schließ­lich stillgelegt. Nur wenige ehema­lige Minen­arbeiter graben noch auf eigene Faust. Bis 2010 hatte Uis noch den Status eines Dorfes, wur­de dann jedoch zu einer Sied­lung herun­ter­ge­stuft. Dafür hat sich gegenüber vom Camping­platz ein nettes Café etab­liert. Im Coffee and Cactus werden Snacks von Boer­e­wors (Buren­wurst) bis zu frischen Salaten serviert. Man sitzt im Schatten zwischen Kakteen, genießt das kühle Windhoek Lager und erfreut sich am Grün der Oase.
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Brandberg

Der Brandberg ist mit seinem Gipfel, dem 2574 Meter hohen König­stein, das höchste Massiv Namibias. Vor 120 Millionen Jahren ragte hier aus einer weiten Ebene ein Vulkan heraus.

Das Granit­massiv, das der Sonne und der Witte­rung trotzt, hat mit seinen zahlrei­chen Über­hängen Busch­män­nern Zuflucht geboten. Viele Zeich­nungen sind zu sehen; am bekann­testen ist die „White Lady“, eine Zeich­nung, die die Wissenschaftler lange Zeit mit der minoi­schen Kultur auf Kreta in Zusam­menhang gebracht haben. In jüngster Zeit überwiegt die Meinung, dass es sich nicht um eine weiße Frau, sondern um einen Medi­zinmann handelt. Ein fünf Kilometer langer Wanderweg durch eine Schlucht führt vom Park­platz zu der inzwi­schen durch Gitter geschützten Zeich­nung.

Zu Gast in einer Lodge am Brandberg

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die einfache Lodge liegt am Fuße des Brandbergs am Ugab River, der nur alle paar Jahre Wasser führt. Sein Fluss­bett ist dennoch etwas grüner als die Umge­bung.

Die Unter­kunft ist ideal für Touren und Wande­rungen ins Massiv. Neben den zweckmäßig einge­rich­teten Chalets gibt es auch einen Camping­platz, eine Bar und ein Restau­rant. Tages­touren zu den seltenen und scheuen Wüsten­ele­fanten werden ange­boten.

Skeleton Coast

Unheim­liche Küste zwischen Swakop­mund und Angola
Die Skelettküste trägt ihren Namen nach den zahlrei­chen Schiffwracks, die hier im wetter­um­tosten Süda­t­lantik im dichten Nebel geken­tert sind. Selbst wenn die Schiffbrüc­higen lebend an Land gelangten, hatten sie keine Über­lebens­chance. Sie sind in der Wüste jämmer­lich umge­kommen. Die Skeleton Coast gehört zu den urtüm­lichsten Landschaften der Welt und reicht vom Ugab Fluss im Süden bis zum Kunene an der Grenze zu Angola.

Damar­a­land

Sied­lungs­gebiet der Damara
Der Name stammt noch aus der deut­schen Kolo­ni­alzeit und bezeichnete das Haupt­sied­lungs­gebiet der Damara. Es erstreckt sich südlich des Kaokoveldes bis zur heutigen Natio­nal­straße B2 zwischen Swakop­mund und Usakos. Im Westen reicht es bis an die Skelettküste. Unter  der süda­fri­ka­ni­schen Admi­ni­s­t­ra­tion wur­de der Name beibe­halten und für das Home­land verwendet, das den Damara zugewiesen wur­de. Nach der Unabhängigkeit Namibias wur­de das Home­land abge­schafft, so dass es das Damar­a­land als Verwal­tungs­ein­heit nicht mehr gibt. Die Damara kommen ursprüng­l­i­ch aus Zentral­afrika und wurden von den Hereros unter­drückt und in trockene Gegenden abge­drängt. Die Fels­zeich­nungen, die man im ganzen Land findet, zeugen jedoch davon, dass die Urein­wohner des Landes keine Bantuvölker, sondern die San gewesen sind.

Von Brandberg nach Khorixas

183 km | 3:00 h
Ange­sichts der relativ kurzen Entfer­nung lohnt ein Abste­cher von Khorixas nach Westen, wo man bei Twyfelfontein beein­dru­ckende Felsgravuren der San besich­tigen kann, deren Alter auf über 20.000 Jahre geschätzt wird. Dabei kommt man an einem Naturwunder, dem Petri­fied Forest, vorbei.

Khorixas

Versor­guns­zentrum im Damar­a­land
Unter der süda­fri­ka­ni­schen Verwal­tung war das Damar­a­land ein selb­stän­diges Home­land, das allerdings von der UNO nie als Staat anerkannt war. Khorixas war bis 1987 die Haupt­stadt. Auch nach der Auflösung des Home­lands ist es bis heute fast ausschließ­lich von Damara bevöl­kert. Rund 7.000 Menschen wohnen in der Streu­sied­lung aus Bretter- und Well­blechhütten. Inzwi­schen gibt es ein Kran­ken­haus, eine Bank, einen Super­markt und eine Tank­stelle.
I

Fingerklippe

Bizarre Felsnadel im Ugabtal

Die Fels­nadel, die einem ausge­streckten Zeige­finger ähnelt, ist das Ergebnis einer 30 Millionen Jahre währenden Erosion in einer Kalk­stein­schicht.

Die Spitze der Fingerklippe liegt bei 929 m Höhe über dem Meer­es­spiegel, der Fels selbst ist etwa 35 Meter hoch und hat an seiner Basis einen Umfang von 44 Metern. Neben der Fingerklippe ragen noch zahlreiche weitere Tafelberge und Restfelsen aus dem Talgrund hervor.

Zu Gast in einer Lodge am Fuße der Fingerklippe

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge am Fuße der Fingerklippe, die zu den Ugab-Terrassen gehört, bietet einen Blick auf diese und das weite Damar­a­land – besonders in den Abend­stunden zum Sundowner ein überwäl­tigendes Erlebnis.

Tages­ausflüge zum Versteinerten Wald, nach Twyfelfontein oder zum Brandberg, dem höchsten Massiv Namibias, sind möglich. An der Lodge beginnen mehrere Wander­wege – unter anderem zur Fingerklippe. Ein Swimmingpool ist vorhanden.

Ugab-Fluss

Gale­rie­wälder am Trockenbach
Nur selten führt der Ugab Wasser. Dabei ist er einer der größten Flüsse Namibias. Zwischen seinen Quellen bei Otavi und seiner Mündung bei Ugab­mund liegen immerhin 450 Kilometer. Dazwi­schen passiert er Outjo und den Brandberg. Wenn es stark regnet, fließt er ein paar Tage, wobei die Wasser­menge fluss­abwärts deut­lich abnimmt. Danach bleiben nur ein paar feuchte Senken zurück. Dass ein Teil des Wassers unter­irdisch fließt, kann man an den Gale­rie­wäl­dern erkennen, die den Fluss säumen. Das Dickicht aus Kameldornbäumen, Tama­risken und Mopanebäumen steht in starkem Kontrast zur wüstenhaften Umge­bung.

Von Khorixas nach Okau­kuejo

214 km | 3:00 h
Kurz hinter Vingerklip liegt die Omburu Farm, auf der es Felsma­le­reien der San (Namibias Urein­wohner) gibt. Eine Führung mit dem Besitzer sollte vorher in Ihrer Unter­kunft ange­meldet werden. Höhe­punkt der Etappe ist das Ziel: die Trockensavanne am Rande des Etosha Parks.

Outjo

Klein­stadt im Kunene-Land
Die Kreis­stadt im Kunen­e­land hat ca. 6.500 Einwohner und wur­de 1897 von der deut­schen Schutz­truppe gegründet. Bereits zuvor hatte Major Leutwein hier eine Militärbasis errichtet, um den noch unbe­kannten Norden der dama­ligen deut­schen Kolonie zu erfor­schen. Seit dem 16. Jahr­hun­dert leben in der Region die Himbas, eine den Hereros verwandte Volks­gruppe. West­lich von Outjo befindet sich im Tal des prähisto­ri­schen Ugab-Flusses eine magi­sche Kalk­stein­landschaft. Durch Erosion sind hier faszi­nierende Fels­forma­tionen entstanden, deren bekann­teste die Fingerklippe ist.
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Etosha Nationalpark

Namibias Wildparadies

Der Park ist ein Teil der Kala­hari Senke, ein riesenhaftes abfluss­loses Becken, das sich bis nach Botswana ausdehnt.

Die Etosha Pfanne war früher ein großer Binnensee, der nach und nach ausge­trocknet ist und Salz­ab­la­ge­rungen zurückge­lassen hat. Daher hat der Park auch seinen Namen. Er stammt aus der Ovambo Sprache und bedeutet soviel wie „großer weißer Platz“. Der Park hat eine Größe von 20.000 Quad­ratki­lome­tern und eine Länge­n­ausdeh­nung von Ost nach West von fast 300 Kilome­tern. Während im Winter (April – September) ange­nehme Tempe­raturen herr­schen, wird es im Sommer sehr heiß. An der Südseite des Parks, wo sich auch die Camps befinden, liegen viele Wasserlöcher, die besonders im trockenen Winter die Tiere anlo­cken. 1500 Elefanten leben hier, 300 Löwen, das bedrohte Spitzmaul­nashorn, Leoparden und die verschiedensten Antilopen.
Trotz seiner gewal­tigen Ausdeh­nung ist der Park eigent­lich noch zu klein – jeden­falls für Elefanten, die Tausende von Kilome­tern in ihrem Leben wandern und immer wieder die Zäune des Parks nieder­reißen. In den Schub­laden der Regie­rung liegen Pläne, den Park erheb­lich zu vergrößern.

Zu Gast im Okaukuejo Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Wasserloch von Okau­kuejo ist wohl das berühm­teste in Etosha. Zahl­lose Tiere kommen hier jahraus, jahrein, Tag und Nacht zur Tränke.

Direkt ober­halb des Tümpels liegt das Südcamp des Etosha Parks. Das Okau­kuejo Camp ist aus einer deut­schen Polizei- und Mili­tär­sta­tion hervor­gegangen und heute ein staat­li­ches Camp. Der Aufent­halt hier ist inter­essant, da man die Tiere in Inter­ak­tion mitein­ander erleben kann – auch nachts, wenn das Wasserloch beleuchtet ist. Dies gleicht den im Vergleich zu einer privaten Lodge etwas schwäc­heren Service aus.

Im Süden des Etosha Parks

Vor dem Haupt­ein­gangstor zu Namibias Tier­pa­ra­dies
Das Haupt­ein­gangstor zum Etosha Park ist das Anderson Gate im Süden von Okaujuejo. Wer nicht in einem staat­li­chen Camp inner­halb des Parks wohnen will, sondern den Charme einer privaten Lodge erleben will, findet vor dem Eingangstor ein paar Möglichkeiten in allen Preis­klassen. Oft sind die Lodges in einem privaten Wild­re­servat ange­siedelt und bieten auf ihrem Gelände Pirschfahrten an. Sie liegen meist versteckt in der Wildnis und bieten ultima­tiven Luxus, so etwa die Ongava Lodge. Andere sind direkt an der Straße, so dass man in wenigen Minuten am Eingangstor ist.

Okau­kuejo

Dichtes Tier­leben am großen Wasserloch
Die Wasser­stelle von Okau­kuejo ist beleu­chet und kann vom Rast­lager abends und nachts beob­achtet werden. Das Wasserloch bietet den Touristen besonders im Winter ein einzig­ar­tiges Erlebnis. Elefan­ten­herden von bis zu vierzig Tieren können gesichtet werden und auch Spitzmaul­nas­hörner besu­chen die Wasser­stelle oft. Weitere regelmäßige Besu­cher sind Löwen, Geparden und braune Hyänen. Manchmal kann man den Löwen sogar bei der Jagd zusehen.

Olifantsbad

Bei Elefanten beliebtes Wasserloch
Das Wasserloch ist, wie der Name nahelegt, besonders bei Elefanten wegen der Mopanebäume in der Umge­bung beliebt. Gern nehmen sie dort zwischen den Mahlzeiten ein Bad. Auch Zebras und Antilopen sind regelmäßige Gäste an der Tränke, wo sie oft von Hyänen und anderen Raubtieren belauert werden.

Von Okau­kuejo nach Windhoek

432 km | 5:00 h
Auf sehr guter Teer­straße führt die Route zurück ins Zentrum. Am Waterberg wird die Hoch­e­bene, zu der auch der Etosha Park gehört, verlassen und man gelangt ins Zentral­massiv Namibias, das den letzten Regen abfängt. So weicht die Trockensavanne dichtem Busch­land.

Otjiwa­rongo Croco­dile Ranch

Rund um das Krokodil – im Teich und auf dem Teller
60 männ­liche und 40 weib­liche Nilk­rokodile leben inzwi­schen auf der Farm bei Otjiwa­rongo, die auf Krokodilzucht umge­stellt hat. Außerdem gibt es dort Vögel und Schildkröten. Ein Führer begleitet die Besu­cher durch das Gelände rund um einen großen Teich. Im Restau­rant wird ein leichtes Lunch ange­boten – natür­lich auch Krokodilf­leisch, das ähnlich wie Geflügel schmeckt.

Cheetah Conserva­tion Fund

Reha­zentrum für bedrohte Geparden
Der amerika­ni­sche Verein zum Schutz des Gepards unter­hält in Namibia ein Info-Zentrum inner­halb der Waterberg Conservancy. Der Gepard ist zwar im südli­chen Afrika auf Grund der pionier­haften Arbeit des DeWildt Zentrums bei Pretoria derzeit nicht mehr vom Aussterben bedroht, seine Bestände sind jedoch immer noch gering. Da Geparden taga­ktiv sind und gelegent­lich Schafe rissen, wurden sie in der Vergan­gen­heit von Famern gnadenlos gejagt. Das Cheetah Zentrum liegt rund 45 Kilometer südöst­lich von Otjiwa­rongo.

AfriCat Foun­da­tion

Rehabili­ta­ti­ons­sta­tion für bedrohte Raubkatzen
Auf der Farm Okonjima hat die AfriCat Foun­da­tion ihren Sitz. Die Non-Profit-Orga­ni­sa­tion wur­de von Familie Hanssen gegründet und hat seit 1992 über 1.000 Geparden, Leoparden, Löwen, Hyänen, Karakale und Wildhunde gerettet. Nach eigenen Angaben konnten davon über 85% der großen Katzen wieder ausgewildert werden. AfriCat betreibt das größte Raubtier Save-and-Release-Programm der Welt. Raubkatzen, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden konnten, fanden ihr zu Hause bei der AfriCat Foun­da­tion auf der Farm Okonjima. Ein Besu­cher­zentrum klärt über die Bedeu­tung des Natur­schutzes und eines funk­tio­nierenden Ökosys­tems auf. Ein Besuch schließt auch eine kurze Rundfahrt über die Farm und einen kleinen Snack ein.
K

Windhoek

Deutsches Kolonialerbe in Namibias Haupstadt

Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt.

Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Kattutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Windhoek

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Gäste­haus der geho­benen Klasse liegt zentrumsnah in einem stillen Vorort von Windhoek. Jedes Zimmer hat einen Zugang zur Veranda.

Die Open-Air-Lounge und der Garten mit kleinem Pool und Sonnenliegen laden zur Entspan­nung unter freiem Himmel ein. Das Innere der Lodge und die rund zehn Zimmer überzeugen durch schlichte Eleganz in einem kolo­nial anmu­tenden Landhaus­stil, ohne jedoch auf Annehm­lichkeiten wie Klima­anlage und Minibar zu verzichten. Morgens wird ein gutes Früh­stück im Buffet­stil ange­boten.

Khomas-Hoch­land

Grünes Hoch­pla­teau in Zentral-Namibia
Das knapp über 2.000 Meter hoch gelegene Gebirgs­pla­teau liegt im Zentrum Namibia mit der Haupt­stadt Windhoek in seiner Mitte. Am Gamsberg im Westen grenzt das Khomashoch­land an die Namib. Dort fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab, was man die Große Rand­stufe“ nennt. Im Osten trifft das Khomashoch­land auf die Kala­hari. Die hohen Gebirge fangen den letzten Regen ab, der vom Indi­schen Ozean her nach Westen zieht. Daher ist die Vege­ta­tion viel üppiger als in der Kala­hari oder der Namib. In der rich­tigen Jahres­zeit kann man im Khomas-Hoch­land ein grünes Namibia erleben.

Windhoek-Zentrum

Zwischen Kolo­ni­al­ar­chitektur und Unabhängigkeit
Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Bedeu­ten­dste Sehens­wür­digkeit und Wahrzei­chen von Windhoek ist die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil. Daneben stand das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolo­ni­al­kriege des deut­schen Kaiser­reichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erin­nern soll. 2009 wur­de das Denkmal abge­baut und hundert Meter weiter südlich wieder aufge­baut. Es steht nun vor der Alten Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wur­de. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.

Katutura

Town­ship von Windhoek
Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Town­ship für schwarze Arbeiter in den 1950iger Jahren entstanden. Schulen, Kran­ken­häuser und Einkaufs­zentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewoh­nern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Well­blechhüt­ten­masse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afri­ka­nisch: Zahl­lose Straßenver­käufer, Bars und Gemüse- und Obst­stände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebra­tenem Fleisch. Wer Katutura besich­tigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.

Windhoek

Mietwagenabgabe

Windhoek

44 km | 32 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Windhoek, Airport

21 Tage
ab 2.959,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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Empfohlene Reisezeit: April–November

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  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
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