Cheetah Conservation Fund

Namibias Superlative

Sensationelle Landschaften, exklusive Lodges

Die Reise führt zu einigen Superlativen der Erde: zu den höchsten Dünen und der ältesten Wüste der Welt. Die Unterkünfte sind sensationell: exklusiv, persönlich, kompromisslos gut.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Windhoek, Airport nach Kalkrand

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Mietwa­ge­n­an­nahme
Vermieter: AVIS Namibia
Fahrzeug: Hyundai Tucson (2x4) o.ä. Automatik (Group K)
Tarif: premium cover
Station: Windhoek, Airport

Am Flughafen werden Sie von einer Vertre­tung der Mietwa­gen­firma persön­li­ch ­empfangen und in das Büro in Windhoek transfe­riert, wo Sie eine ausführ­liche Einweisung in Ihren Mietwagen erhalten. Im Büro empfängt Sie außerdem eine Vertre­terin unserer Agentur. Nachdem Sie letzte Reise­un­ter­lagen und Informa­tionen erhalten haben, fahren Sie im Anschluss in Ihre erste Unter­kunft.

Von Windhoek nach Kalkrand

243 km | 3:00 h

Einen ersten Höhe­punkt bilden die Auasberge, wo die Straße eine Höhe von über 1.900 Metern erreicht. Nach Reho­both, dem Zentrum der Baster, fällt die Land­schaft ab.

Flache Savanne herrscht vor. Rund 25 Kilometer südlich von Reho­both überquert man den südli­chen Wendekreis (23° südli­cher Breite).

Khomas-Hoch­land

Grünes Hoch­pla­teau in Zentral-Namibia
Das knapp über 2.000 Meter hoch gelegene Gebirgs­pla­teau liegt im Zentrum Namibias mit der Haupt­stadt Windhoek in seiner Mitte. Am Gamsberg im Westen grenzt das Khomas-Hoch­land an die Namib. Dort fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab, weshalb diese Stelle Große Rand­stufe genannt wird. Im Osten trifft das Khomas-Hoch­land auf die Kala­hari. Die hohen Gebirge fangen den letzten Regen ab, der vom Indi­schen Ozean her nach Westen zieht. Daher ist die Vege­ta­tion viel üppiger als in der Kala­hari oder der Namib. In der rich­tigen Jahres­zeit kann man im Khomas-Hoch­land ein grünes Namibia erleben.

Reho­both

Heimat des Bastervolks
Die 30.000-Einwohner-Stadt im staubigen Süden hat wenig Attrak­tionen zu bieten, dafür aber eine unrühm­liche Geschichte. Sie beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts rund 2.000 Kilometer weiter südlich am Kap der Guten Hoff­nung.
Dort war es üblich geworden, dass die buri­schen Herren mit ihren Arbeite­rinnen Neben­be­zie­hungen unter­hielten. Auch wenn dies totge­schwiegen wur­de, war es nicht zu über­sehen: Es gab jede Menge unehe­li­cher Kinder, die man je nach Aussehen Kleinboi, Witboi oder Swartboi nannte. Im Gegen­satz zu ihren weißen Halbge­schwistern hatten diese Kinder kaum Rechte. Viele fanden bei Missio­naren Zuflucht, wo sie getauft wurden und zur Schule gingen. Die bibli­schen Geschichten stif­teten Iden­tität. Sie iden­ti­fi­zierten sich mit dem Volk Israel, das eben­falls in Unter­drü­ckung und Knechtschaft gelebt hatte. Bald nannten sie sich selbst mit Stolz „das Volk der Baster“. In den 1860er Jahren kam es dann zu einer großen Auswande­rungs­welle. Da ihnen der Osten versperrt war, blieb ihnen nur die Wüste im Norden. Nach über 2.000 Kilome­tern Wande­rung gruben sie einen Brunnen, in dem es ganzjährig Wasser gab. Sie nannten ihn Reho­both – nach dem Brunnen, den Isaak einst am Rand der Wüste gegr­aben hatte. Bis heute spre­chen die Nach­fahren der Baster eine dem Holländi­schen verwandte Sprache.
A

Kalahari

Rote Dünen, weiße Gräser, schimmernde Salzpfannen

Die 1,2 Millionen Quad­ratki­lometer große Senke bedeckt einen großen Teil des südli­chen Afrikas. Das voll­kommen flache Becken reicht von Süda­frika über Namibia bis Angola und nimmt den größten Teil Botswanas ein.

Nach Osten erstreckt sie sich bis Zambia und Zimb­abwe. Eigent­lich ist die Kala­hari eine Trockensavanne, wird aber wegen des roten Sandes als Wüste bezeichnet. Charak­te­ris­tisch sind die soge­nannten Pfannen, in denen der selten fallende Regen zusam­men­läuft und bald wieder verdunstet. Zurück bleibt dann eine weiß-gelb­liche Salzkruste. Berühm­testes Beispiel ist die Etosha-Pfanne in Namibia. Obwohl es kein Ober­fläc­hen­wasser gibt, ist die Kala­hari über­ra­schend wild­reich. Die Tiere ziehen – von Zäunen unge­hindert – hin und her, immer dem Regen nach.

Zu Gast in einer Lodge bei Mariental

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge mit zwölf strohge­deckten Gästecha­lets liegt in der Rotsand­landschaft der Kala­hari bei Mari­ental.

Die hoch­wer­tigen Gäst­e­häuser liegen weit ausein­ander und haben Panora­ma­fenster mit Blick auf eine Wasser­stelle, zu der Tag und Nacht viel Wild zum Trinken kommt. Alle Wege zwischen den Chalets und dem Haupt­haus mit seinem Restau­rant sind befes­tigt. Die afri­ka­ni­schen Strohdächer sorgen auch bei hohen Außen­tem­pe­raturen für ein ange­nehmes Klima. Die Gegend eignet sich gut zum Wandern, die bezeichneten Wege sind gut durch­dacht.

Mari­ental

Ver­sor­gungs­zen­trum im Westen der Kala­hari
Die heutige Haupt­stadt der Region Hardap mit 12.000 Einwoh­nern wur­de 1894 von einem Siedler aus Porta Westfa­lica gegründet, der den Ort nach seiner Ehefrau Anna Maria Brandt nannte. Mari­ental ist heute ein Ver­sor­gungs­zen­trum für die umliegenden Farmen und Nama Gemeinden. Durch den 1962 errich­teten Hardap Stausee konnte in der Region Bewäs­se­rungs­landbau eingeführt werden, was auch dem Ort Mari­ental erheb­li­chen Auftrieb gab.
Durch die Lage am Rande der Kala­hari, eignet sich Mari­ental ideal als Ausgangs­punkt für Tages­ausflüge. Game Drives führen in die sand­rote Welt der Trockensavanne, die mit ihrer reichen Tierwelt zu begeistern weiß.

Von Kalkrand nach Fish River

478 km | 5:30 h
Bis Keetmanshoop bleibt man auf dem Highway, der Windhoek mit Kapstadt verbindet. Ein landschaft­li­cher Höhe­punkt ist der Köcherbaum­wald bei Keetmanshoop.

Hardap-Damm

Wassersport am größten Stau­damm Namibias
Der größte Stau­damm Namibias liegt bei Mari­ental und staut den Fischfluss auf. Über 860 Meter lang und fast 40 Meter hoch ist die Mauer, hinter der ein See von fast 30 Quad­ratki­lome­tern Fläche und einem Volumen von fast 300 Millionen Kubikme­tern beginnt. Die Stau­anlage hat eine große Bedeu­tung für Mari­ental und die Land­wirt­schaft ringsum. Der Stausee ist ein beliebtes Wassersport­revier und Naher­ho­lungs­gebiet für die Windhoeker. Am west­li­chen Seeufer schließt sich ein kleines Natur- und Wild­schutzgebiet mit wenig Touristen und vielen Tieren an. Auf rund 20.000 Hektar kann man wandern und Tiere beob­achten.

Giants Playground

Wie von gigan­ti­scher Hand erschaffen
Giants Playground in der Nähe von Keetmanshoop hat seinen Namen von einer Viel­zahl gigan­ti­scher, aufge­türmter Dolerit-Felsblö­cken. Er soll vor etwa 180 Millionen Jahren entstanden sein, als in der Umge­bung dieser Fels­forma­tionen geschmolzenes Magma durch die Risse des Ober­fläc­hen­ge­steins drang. Im Laufe der Jahrmil­lionen entstanden durch Erosion und Verwitte­rung glatte Blöcke. Diese sind in bizarren Forma­tionen ange­ordnet und sehen dadurch so aus, als wären sie gezielt von einer gigan­ti­schen Hand über­ein­anderge­sta­pelt worden.

Köcherbaum­wald bei Keetmannshoop

Außer­irdi­sche Impres­sionen in der Dämme­rung
In ganz Namibia gibt es Köcherbäume, vor allem im trockenen und stei­nigen Süden. Nord­öst­lich von Keetman­hoop stehen diese Pflanzen mit eigen­ar­tiger Gestalt relativ dicht beiein­ander, weshalb man mit einiger Über­treibung auch von einem Wald spricht. Köcherbäume sind jedoch gar keine Bäume, sondern eine großge­wach­sene Art der Aloe. Sie sind mit ihren groß­zel­ligen Stämmen und Blättern Meister der Wasser­spei­che­rung und können mehrere Jahre ohne Regen über­stehen. Köcherbäume werden sie genannt, weil die Busch­männer die Äste aushöhlten und aus der Rinde Köcher für ihre Pfeile machten. Wer im Köcherbaum­wald spazieren geht, kann vor allem in der Dämme­rung, wenn die Farben unwirk­lich werden, den Eindruck gewinnen, er befinde sich in einer Fanta­siewelt oder auf einem anderen Planeten.
B

Fish River Canyon

Zweitgrößter Canyon der Erde

Er gilt nach dem Grand Canyon als der zweitgrößte Canyon der Erde und ist 161 Kilometer lang, fast 30 Kilometer breit und 550 Meter tief.

In präh­is­to­ri­schen Zeiten muss der Fish River einmal viel Wasser geführt haben. Anders ist diese gewal­tige Erosi­on­s­tä­tigkeit des Flusses nicht zu erklären. Heute ist er ein Rinnsal, das in Trockenzeiten bis auf einige Wasser­stellen austrocknet. Der Haupt­aus­sichts­punkt mit grandiosem Blick ist von der D324 aus zugäng­lich. Durch die Schlucht führt ein drei- bis fünf­tägiger Wanderweg vom Haupt­aus­sichts­punkt bis nach Ai Ais ohne feste Über­nach­tungs­stellen. Der Weg ist in den Sommermo­naten (Oktober bis März) wegen uner­träg­l­i­cher Hitze gesperrt. In Ai Ais gibt es die Möglichkeit, in heißen Quellen zu baden.

Zu Gast in einer Lodge über dem Canyon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Lodge klammert sich an die Abbruchkante des Fish River Canyons. Aufgrund dieser expo­nierten Lage hat man einen atembe­rau­benden Blick in die impo­sante Schlucht. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auf der weniger frequen­tierten west­li­chen Seite des Canyons liegt, wo man prak­tisch allein ist. Die Lodge besteht aus 20 Chalets mit Innen- und Außendu­sche sowie dem Hauptgebäude mit Restau­rant und Aussichts­deck.

Jahrhunder­te­alte Köcherbäume und Spuren verschiedener Saurier finden sich in der Umge­bung. Bergze­bras, Klipp­springer, Kudus, Oryxan­tilopen dösen in der Mittagshitze, Springböcke und Paviane sind regelmäßige Besu­cher. Morgens oder am Nach­mittag, wenn die Hitze nach­lässt, kann man auf einer zwei­stün­digen Wande­rung auf einem Weg ober­halb der Felswände von Aussichts­punkt zu Aussichts­punkt gehen. Wande­rungen, Reiten und Rundfahrten werden ange­boten.

Hell’s Bend

Aussichts­platt­form über dem Fish River Canyon
Wer auf der guten Piste von Hobas zehn Kilometer zum Canyonrand fährt, kommt zu einem Pick­nick­platz mit der besten Aussicht über den Fish River Canyon. Der Fish River macht dort eine 180-Grad-Biege, die soge­nannte Hell's Bend. Seit 2010 gibt es eine Aussichts­platt­form

An der Abbruchkante zum Fish River Canyon

Aussicht in schwindel­er­regende Tiefe
An der Ostseite des Fish River Canyons führt ein Pad entlang, wie man in Namibia die unge­teerten Staub­pisten nennt. Wer vom View Point nach Süden geht, kommt an Aussichts­punkten vorbei, die aus immer neuen Blickwin­keln einen Einblick in die Großar­tigkeit des Canyons geben. Mit einem Allradwagen kann man die Strecke auch fahren. (hin und zurück auf demselben Weg, bis zur 4 Stunden und 8,5 Kilometer, auf und ab 20 Meter)

Durch­que­rung des Fish River Canyons

Mehr­tägiges Abenteuer für trai­nierte und erfah­rene Wanderer
Wer den kompletten Canyon durch­queren will, sollte sich an einige Regeln halten: Zuge­lassen sind nur Gruppen von mindes­tens drei und maximal 40 Personen. Jeder der Teil­nehmer muss vor Beginn der Wande­rung ein ärzt­li­ches Attest vorlegen, in dem bestä­tigt wird, dass die Person fit genug für die vier- bis fünf­tägige Tour ist. Dass es unter­wegs keine sani­tären Einrich­tungen oder Unterkünfte gibt, sollte jedem Teil­nehmer vorher klar sein, ebenso, dass alles an Verpfle­gung und vor allem Wasser selbst zu tragen ist. Auch eine recht­zei­tige Buchung wird auf Grund der großen Beliebt­heit empfohlen, ebenso wie sehr gutes Schuh­werk. Bewäl­tigt man die komplette Strecke durch den Canyon, gelangt man am Ende zu den 60 ºC heißen Mine­r­alquellen von Ai-Ais. Hier befindet sich auch nach der ganzen Tortur wieder das erste staat­liche Rest Camp mit Bungalows, Camping­plätzen, Restau­rants und einer Tank­stelle. Erholen kann man sich im Freibad, den Thermalquellen und weiteren Bade­einrich­tungen. (vier bis fünf Tage, 86 Kilometer, ab: 1000 Meter, auf: 360 Meter)

Von Fish River nach Aus

248 km | 3:30 h
Der Fish River wird überquert, was kaum zu merken ist, da er nur selten Wasser führt. Die Straße führt schnurge­rade nach Westen. Vom Huib-Plateau eröffnen sich erste Ausblicke über die Wüste Namib.

Betha­nien

ältestes Stein­haus in Namibia
1815 wanderte der Missionar Heinrich Schmelen aus der Kapregion in den öden Norden. In seinem Gefolge war eine Gruppe der verach­teten Orlam, wie man die unehe­li­chen Kinder weißer Buren und Nama­f­rauen nannte. Nörd­lich des Oranje-Flusses fand er eine Quelle und gutes Weide­land. Er nannte den Ort Betha­nien – nach der Stätte, wo Jesus getauft wur­de – und baute das erste Stein­haus in Südwest-Afrika. Es ist heute noch zu besich­tigen. 1959 kam eine Kirche hinzu. Heute ist Betha­nien ein kleiner, aber wich­tiger Versorgungs­stütz­punkt, in dem es außer Post und Polizei alles gibt, was für das tägl­iche Leben benö­tigt wird.
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Namib

älteste Wüste der Welt

Die Namib, was in der Hotten­tot­ten­sprache soviel wie „große Leere“ bedeutet, ist die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich entlang der Küste von Namibia über eine Länge von 1.300 Kilome­tern (Nord-Süd) und eine Breite von etwa 120 Kilome­tern (Ost-West).

Der Kuiseb, der von Windhoek nach Walvis Bay fließt und nur selten Wasser führt, teilt die Namib in zwei landschaft­lich sehr verschiedene Teile. Nörd­lich ist sie von schroffen Felsen unter­schied­lichster Färbung und Schluchten geprägt. Südlich breitet sich ein Sand­meer mit langen rötli­chen Dünen aus, die ständig in Bewe­gung sind. Im Sommer herr­schen extreme Ober­fläc­hen­tem­pe­raturen von bis zu 70° Celsius. Bemerkens­wert ist der Küsten­streifen, in dem sich Walvis Bay und Swakop­mund befinden. Aufgrund des kalten Benguela Stroms im Atlantik herrscht hier an etwa 100 Tagen im Jahr dichter Nebel, der sich zehn Kilometer land­einwärts abrupt auflöst.

Zu Gast in einer Felsenlodge über der Wüste

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Dort, wo das Huib Plateau hoch aus der Wüste Namib aufragt, befindet sich einsam und allein die Lodge, deren wenige Stein­häuser wie Adler­nester in den Granitfelsen gebaut sind.

Wer möchte, kann von hier aus Tages­ausflüge nach Lüde­ritz machen; die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Die Besitzer bieten ihren Gästen Fahrten im Jeep zu den dort seit über 100 Jahren lebenden Wildpferden an. Wer genug hat vom Fahren, kann nach Belieben wandern, durch das Gebirge streifen und den herr­li­chen Blick über die Wüste in Ruhe genießen. Lunch und Dinner werden im Restau­rant ange­boten. Auf Wunsch wird auch ein Grill- und/oder Früh­s­tücks­paket zur Mitnahme ins Chalet vorbe­reitet.

Tirasberge

Im Schnitt­punkt verschiedener Vege­ta­ti­ons­zonen gelegen
Die Tirasberge sind ökologisch besonders viel­seitig, da sie im Schnitt­punkt von vier Vege­ta­ti­ons­zonen liegen: dem Sand­meer der südli­chen Namib, der Savan­nenübergangszone, der Namakaroo und der Sukkulen­ten­steppe. Die bis über 2.000 Meter hohen Berge fangen den letzten Regen vor der Wüste ab, weshalb hier seit der deut­schen Kolo­ni­alzeit exten­sive Rinderzucht betrieben wur­de. Heute wird die Land­schaft zuneh­mend renatu­riert, so dass sich die ursprüng­l­iche Tierwelt, vor allem eine erstau­n­liche Viel­zahl von Reptilien, wieder ausbreitet: unter anderem Schildkröten, Schlangen, Eidechsen, Chamäleons und Geckos.

Aus

Oase zwischen Huib-Gebirge und Namib-Wüste
Die kleine Ortschaft liegt auf 1.500 Metern im Huib-Gebirge hoch über der Namib und wirkt wie eine Oase. Grund dafür ist das Kap-Klima, das etwa bis zu dieser Breite für Winter­regen sorgt. So leben um Aus herum bis heute Wildpferde, die aus der Pferde­hal­tung der deut­schen Schutz­truppe vor 1914 hervor­gegangen sind. Bizarre Landschaften und eine reiche Sukkulen­tenve­ge­ta­tion entlang der Felsklippen machen ein faszi­nierendes Landschafts­bild aus. Unter den vielen Fels­zeich­nungen der San gibt es eine stark verwit­terte Besonder­heit: ein Segel­schiff, dessen Maler vor 500 Jahren vom Kap viele Tausend Kilometer bis hierher zurückge­legt haben muss.

Lüde­ritz

Diaman­ten­stadt am stürmi­schen Atlantik
Die Stadt am stürmi­schen Atlantik ist nach dem Bremer Kaufmann benannt, der 1883 die Bucht und das weite Umland für 250 Gewehre und 600 engli­sche Pfund als seinen Privat­be­sitz erwarb. Ein Jahr später stellte Bismarck die Bucht unter den Schutz des Deut­schen Reiches, was als Beginn der Kolo­niali­sie­rung Südwest-Afrikas gilt. Aufgrund seiner abge­schiedenen Lage blieb die Stadt lange Zeit wirt­schaft­lich unbedeu­tend. Dies änderte sich schlag­artig, als 15 Kilometer land­einwärts bei Kolmanskuppe Diamanten gefunden wurden. Dieser Boom endete jedoch nach wenigen Jahren, als die Diaman­ten­ge­sellschaft ihren Sitz an den Oranje verlegte. Im Stadt­zentrum erin­nern noch einige Häuser im Jugend­stil oder wilhelmi­ni­schen Stil an den Diaman­tenrausch.

Von Aus nach Namib Rand Nature Reserve

298 km | 5:00 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur rechten. Links liegt die grandiose Namib. Ein Abste­cher zum Schloss Duwisib ist empfehlens­wert.

Schloss Duwisib

Rheinromantik in der Wüste
Am Rande der Wüste Namib steht ein Schloss im Stile roman­ti­scher Rheinburgen – mit Zinnen und Brunnen im Innenhof. An seinem Ort wirkt das grundso­lide Bauwerk doch etwas skurril. 1908 hat es Baron von Wolff, der mit der Schutz­truppe nach Namibia gekommen war, in Auftrag gegeben. Architekt war Wilhelm Sander, der auch die Heinitzburg in Windhoek gebaut hat. Die Baukosten explodierten, aber glück­li­cherweise war von Wolff mit einer reichen Amerika­nerin verhei­ratet. Der fröh­liche Draufgänger von knapp zwei Metern Größe hatte den kühnen Plan, eine Farm von 150.000 Hektar (!) um sein Schloss herum zusam­menzukaufen. Doch dann kam der Erste Welt­krieg. Als glüh­ender Patriot meldete er sich zu den Waffen und fiel kurze Zeit später in Frank­reich. Das histo­risch restau­rierte Schloss dient heute als Museum.
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NamibRand Nature Reserve

Wüstenparadies am Rande der Namib

1984 erwarb der Windhoeker Geschäfts­mann J.A. Brückner am Rande der Wüste Namib eine Farm – aus Liebe zu dieser einmalig schönen Land­schaft.

Nach und nach kamen weitere Farmen hinzu. Entstanden ist daraus ein Wüsten­pa­ra­dies am 1.976 Meter hohen Losberg, das mit über 2.000 Quad­ratki­lome­tern zu den größten privaten Natur­schutzgebieten Afrikas gehört. Die Rinderzucht wur­de einge­stellt; stattdessen leben wieder Bergze­bras, Kuhan­tilopen und Springböcke auf Namib­Rand, aber auch Leoparden, Giraffen, Hyänen und Löffelhunde. Die Zäune zum angrenzenden Namib-Nauk­luft Park sind abge­rissen, sodass die Tiere sich groß­flächig bewegen und dem Regen nach­ziehen können.

Zu Gast in der Wolwedans Desert Lodge

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension & angegebene Aktivitäten | 2x Sustainability Levy pro Person

Wolwedans – zu Deutsch Wolf­stanz – heißt der magi­sche Platz in den roten Dünen von Namib­Rand. Wander­buren vom Kap haben ihm im 19. Jahr­hun­dert diesen Namen gegeben – wegen der umher­sprin­genden Hyänen. Bis heute hat sich der Ort den Charme vergan­gener Zeiten erhalten. Gäste werden in einer Lodge unter­ge­bracht, die mit allergrößter Sorgfalt in die empfind­li­chen Dünen gebaut wur­de. Haut­naher Kontakt mit der Sandwüste und stil­volle Eleganz sind hier auf unüber­treff­liche Weise verbunden.



Wich­tiger noch sind die Führungen durch das ökologisch einzig­ar­tige Namib­Rand Reservat, die den Tages­ab­lauf der Lodge prägen. In kaum einer anderen Unter­kunft wird man auf so viel Wissen über die sensi­blen ökologi­schen Zusam­men­hänge der Wüste treffen. Gäste werden in kleinen Gruppen geführt und sehr persön­lich betreut.

Von Namib Rand Nature Reserve nach Sesriem

104 km | 2:30 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur rechten. Links liegt die grandiose Namib.
E

Sossusvlei

überirdische Farbenspiele am Rand der Namib

Nach Sossus­vlei gelangt man von Sesriem aus. 65 Kilometer lang fährt man durch eine einzig­ar­tige Dünenwelt.

Die letzten fünf Kilometer sind nur zu Fuß oder per Allradwagen(4x4) zu bewäl­tigen. Gegen Gebühr kann man auch den Transfer­service nutzen. Sossus­vlei ist eine Lehm­senke, die Dünen ringsum werden bis zu 300 Metern hoch und gehören zu den höchsten der Welt. Selbst in den Trockenzeiten kann man hier Strauße, Oryxan­tilopen und andere Tiere sehen. Diese leben von der Feuch­tigkeit der selten mit Wasser gefüllten Senke. Wer auf die Dünen steigt, besonders morgens oder abends, dem wird das Farb­spiel der orangefarbenen Dünen, der weißen Lehm­senke und des grünen Vege­ta­ti­ons­bands am Vlei sowie der atembe­rau­bende Fern­blick auf steinerne Gebirge in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung bleiben. Da das Sossus­vlei ein Teil des Namib Nauk­luft Parks ist, benö­tigt man für die Fahrt eine Erlaubnis, die am Eingang erteilt wird.

Zu Gast in einer Lodge bei Sesriem

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Mahlzeiten & Aktivitäten wie angegeben

Die Lodge am Ufer des Tsauchab River hat zwölf reetge­deckte Bungalows, die so vonein­ander abge­schirmt sind, dass Ruhe und Privat­sphäre gewährleistet sind.

Jedes Chalet hat eine eigene schat­tige Terrasse und ein Open-Air-Bad. Über dem Tsauchab gibt es eine große Platt­form zum Ausruhen oder zur Tierbe­ob­ach­tung. Besonders an heißen Tagen ist der Natur­steinpool eine Wohltat. Im Restau­rant gibt es eine große Auswahl süda­fri­ka­ni­scher Weine.

Ausflug (OPTIONAL)

Ballonfahrt (1 Stunde, englisch)

Bereits vor Morgen­grauen beginnen die Vorbe­rei­tungen zu einem einzig­ar­tigen Erlebnis, das etwa mit den ersten Sonnen­strahlen startet.

Je nach Wind­rich­tung geht die etwa einstün­dige Fahrt über die Nauk­luftberge oder über die Dünen der Namib. Ein Allradwagen fährt die maximal 16 Gäste zum anschließenden Sektfrüh­s­tück in die Wüste.

Nauk­luft

Vege­ta­ti­ons­rei­ches Gebirge am Wüstenrand
Das Gebirge im Dreieck Soli­taire, Sesriem und Maltahöhe ragt bis knapp 2.000 Meter auf und ist daher ein Regen­fänger. Die Vege­ta­tion ist hier üppiger als in der Umge­bung. Es gibt sogar Bäche, die während der Trockenzeit Wasser führen. Durch das Gebirge führen ein Wanderweg und eine Piste für Allradfahrzeuge. Nachts kann es, besonders im Winter, mit Minus­tempe­raturen empfind­lich kalt werden.

Sesriem-Canyon

Trockenfluss in schat­tiger Schlucht
Heutzu­tage ist der Tsauchab ein Trockenfluss, der nur nach den seltenen Regen­fällen Wasser führt. Vor mehreren Millionen von Jahren muss er ein reißendes Wild­wasser gewesen sein, sonst hätte er nicht einen bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedi­mentge­stein graben können. Als im 19. Jahr­hun­dert die Trekburen den Canyon fanden und das in ihm stehende Wasser schöpfen wollten, benö­tigten sie ein langes Seil aus sechs Riemen, von denen jeder aus einem Oryxfell gemacht war. So heißt die schat­tige Schlucht bis heute Sesriem-Canyon (Sechsrie­menschlucht).

Von Sesriem nach Swakop­mund

350 km | 5:30 h

Nach dem schwarzen Kuiseb Pass eröffnet sich die gewal­tige und leere Namib. Für Abenteuer­lus­tige gibt es die Möglichkeit, die Wüste auf Neben­wegen zu durch­queren.

Dazu benö­tigt man ein Permit, das in Sesriem erhält­lich ist. Einer dieser Wüsten­wege führt an der Blutkuppe vorbei (4x4 erforder­lich), einem rostroten Hügel, der einen überwäl­tigenden Blick über Hunderte von Kilome­tern bietet.

Soli­taire

Kleinst­sied­lung am Namib-Nauk­luft Park
Bereits der Name verweist auf die Abge­schieden­heit und Einsamkeit: In der Mitte von Nirgendwo liegt seit 1848 eine private Kleinst­sied­lung mit weniger als 100 Bewoh­nern. Ältestes Gebäude ist der 1849 errich­tete Laden. Zwei Jahre später kam die Kirche dazu, die sogar eine eigene Orgel hat. Von über­regio­naler Bedeu­tung ist die Tank­stelle, sie ist weit und breit die einzige zwischen Windhoek und Walvis Bay. Der Bäcker, Percy „Moose“ McGregor, hatte Soli­taire mit seinem Apfelku­chen berühmt gemacht; alle bedeu­tenden Touris­ten­ratgeber, darunter der Lonely Planet, verweisen auf den Apple Pie in Soli­taire, viele mit dem Zusatz „bester Apfelku­chen in Afrika“. Leider ist Percy inzwi­schen vers­torben.

Namib-Nauk­luft Park

Größter Natio­nal­park der Erde
Der Namib-Nauk­luft Park ist mit knapp 50.000 Quad­ratki­lome­tern größer als Nieder­sachsen und gilt als der größte Natio­nal­park welt­weit. Er erstreckt sich im Norden bis zur Skelettküste und im Süden bis zum Diaman­ten­sperrgebiet. Im Osten wird der Park durch das private Namib Rand Nature Reserve begrenzt. In ihm befinden sich die höchsten Dünen der Welt, die zerklüf­teten Nauk­luft-Berge, die unwirt­liche Westküste und endlose Karst­ebenen – eindrucksvoller als hier in Afrikas größtem Natur­schutzgebiet zeigt sich in ganz Namibia die Land­schaft selten.

Kuiseb-Pass

Außer­irdi­sche Impres­sionen am Rande der Namib
Der Pass führt über keinen Berg, sondern durch eine vom Fluss ausge­wa­schene Schlucht, die mit ihrem schwarzen Geröll fast unirdisch wirkt. An einigen Aussichts­punkten lohnt sich ein Stopp, um den Rund­blick zu genießen. Die Geologen Henno Martin und Hermann Korn versteckten sich hier in der Region während des Zweiten Welt­kriegs zwei Jahre lang, um der drohenden Inter­nie­rung zu entgehen. Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist die Repor­tage eines ungewöhn­li­chen Abenteuers und eine Liebe­s­erklärung an die Namib.
F

Swakopmund

Deutsche Kleinstadt zwischen Wüste und Skelettküste

Blut­wurst und Bienenstich, Karneval und Kirchengemeinde: Swakop­mund wirkt auf den ersten Blick wie eine deut­sche Klein­stadt.

Nahezu 80 Prozent der Bewohner spre­chen noch deutsch. Sogar das Klima ist eher mittel­eu­ro­päisch – wegen des kalten Benguela Stroms, der Swakop­mund an vielen Tagen mit Nebel und Dunst umhüllt. Nur zehn Kilometer land­einwärts weicht der Schleier der strah­len­den­Sonne Afrikas. Dieses Tempe­raturgefälle nutzen die hitzege­plagten Namibier für ihren Sommer­ur­laub (zwischen Oktober bis März). Man sollte aber in Swakop­mund nicht einen Bade­ur­laub wie in der Karibik erwarten. Die Wasser­tempe­raturen über­steigen kaum die Tempe­raturen der Nordsee. Dafür kann man von Swakop­mund Streif­touren an der Küste gen Norden unter­nehmen, z.B. zum Cape Cross, wo Hundert­tausende von Robben zu sehen sind oder zur düsteren Wildnis der Skeleton Coast.

Zu Gast in einem Suitenhotel in Swakopmund

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Unter­kunft liegt optimal im Zentrum von Swakop­mund. Zur Fußgängerzone sind es wenige Schritte, zum Strand 200 Meter.

Die Zimmer wirken luftig, hell und modern, das Badezimmer ist direkt in den Schlafbereich inte­griert. Auf der schat­tigen Innen­ter­rasse kann man sich bei einem Glas Wein erholen oder mit anderen Gästen ins Gespräch kommen. Früh­stück gibt es außer­halb; hierfür werden Wert­gut­scheine zur Verfügung gestellt.

Ausflug (OPTIONAL)

Living Desert Tour (5 Stunden, englisch)

Diese Wüsten­tour erkundet den Wüstengürtel zwischen Swakop­mund und Walvis Bay mit einem Allradwagen. Dabei wird auf das empfind­liche Ökosystem Rück­sicht genommen. 
Zwischendurch wird ange­halten, etwa um nach Spuren auf den Dünen zu suchen und sie zu inter­pre­tieren.

Geckos, rollende Spinnen, Skorpione, Eidechsen, Schlangen, Chamäleons, Echsen und eine Viel­falt von Käfern und Insekten sind einige der Lebe­wesen, denen man auf dieser Tour begegnet.

Ausflug (OPTIONAL)

Delfin und Robben-Safari (3,5 Stunden, englisch)

Der Agulhas­strom ist ein kalter Meer­es­strom, der direkt vom Südpol kommt und tief unten im Atlantik nach Norden fließt.

Dabei führt er jede Menge Plankton mit. Bei Walvis Bay taucht er plötz­lich auf und spült das Plankton an die Meeres­ober­fläche – ein Fest­mahl für zahl­lose Tiere, unter anderem für Schildkröten, Robben und Delfine. Hinzu kommen Flamingos, Pelikane und Kormo­rane. Mit einem Kata­maran werden die Gäste an der Anlege­stelle in Walvis Bay aufge­nommen und drei­einhalb Stunden durch die Bucht gefahren. Oft kommen die Tiere so nah ans Boot, dass man sie berühren kann. An Bord werden Champa­gner, frische Austern und Snacks serviert.

Swakop­mund Museum

Geschichte der deut­schen Kolo­ni­alzeit
Die Schwer­punkte der Ausstel­lungen liegen auf der Geschichte und Natur der nami­bi­schen Küsten­regionen und der Heimatge­schichte der Stadt Swakop­mund. Besonderer An­zie­hungs­punkt sind die Origi­nal­einrich­tung der berühmten Swakop­munder Adler-Apotheke sowie eine umfang­reiche Ausstel­lung über die ethni­schen Gruppen Namibias, ein origi­naler Ochsenwagen, diverse Dior­amen zu geschicht­li­chen Ereig­nissen in Namibia und eine umfang­reiche Samm­lung nami­bi­scher Insekten.

Dampf­lo­komobil Martin Luther

Hier stehe ich, ich kann nicht anders
1896 ließ Oberst­leutnant Trost eine in Deutsch­land gefer­tigte Dampf­lo­komobile nach Walvis Bay bringen. Das Dampffahrzeug ohne Schienen sollte Mate­rial von Swakop­mund in die Namib bringen und damit die Ochsenkarren ersetzen. Allerdings erwies es sich als komplett untaug­lich. Es verbrauchte immense Wasser­mengen und blieb ständig im Sand stecken. In drei Monaten soll es nicht mehr als 25 Kilometer zurückge­legt haben. So kam es zu seinem Namen „Martin Luther“, der auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Bis heute steht Martin Luther bei Arandis. Zu seinem Schutz wur­de ein Muse­umsgebäude errichtet.

Welwit­s­chia Trail

Rundfahrt zu den ältesten Pflanzen der Erde
Die von dem Öster­rei­cher Fried­rich Welwitsch entdeckte Pflanze wächst nur im Hinter­land von Swakop­mund. Obwohl sie bis zu 2.000 Jahre alt wird, besitzt sie nur zwei Laubblätter, die über 2,5 Meter lang werden können. Ihr Wurzel­werk breitet sich unter­irdisch über einen Radius von 15 Metern aus. Die erstau­n­liche Pflanze, die mehrere Jahre ohne Wasser leben kann, ist ins Wappen von Namibia eingegangen.
Ein 4x4 ist erforder­lich, ebenso ein Permit.

Von Swakop­mund nach Omaruru

265 km | 3:30 h

Von der Küste fährt man durch die Dünen­landschaft, dann an den Erongobergen vorbei. Hier lohnt sich ein Abste­cher zur Spitzkoppe, die man wegen ihrer eigen­tüm­li­chen Form das Matter­horn Namibias nennt.

Dort kann man Busch­mannzeich­nungen anschauen. Weiter östlich wird die Vege­ta­tion dichter. Man nähert sich Omaruru, dem grünen Herzen Namibias.

Arandis

Uran­stadt in der Wüste
60 Kilometer nord­öst­lich von Swakop­mund liegt die 5.000-Einwohner-Sied­lung mit Polizei­sta­tion, Kirche, Kran­ken­haus, Schule, Shop und Tank­stelle. Die Reißbrett­stadt von 1972 wur­de für die Arbeiter in der nahe gelegenen Uranmine gegründet. 1992 wur­de Arandis vom Minen­be­treiber, dem Rössing-Konzern, anläss­lich der zwei Jahre zuvor errun­genen Unabhängigkeit des Landes als Geschenk an den nami­bi­schen Staat übergeben, und erhielt den Status einer Stadt. Bis heute ist Arandis fast zu 100 Prozent von der Minen­ge­sellschaft abhängig, die bis mindes­tens 2021 dort Uran gewinnen will.

Spitzkoppe

Namibias Matter­horn
Der Inselberg, der seine Umge­bung um mehr als 700 Meter über­ragt, gehört du den meist fotogra­fierten Motiven Namibias. Rings um die bizarren Gesteins­forma­tionen ist die Vege­ta­tion relativ üppig, da das „Matter­horn Namibias“ Regen abfängt. Wie am Brandberg und in Twyfelfontein gibt es auch hier jahr­tausende­alte Felsma­le­reien. Die bekann­teste Fund­stelle ist das Busch­mann-Para­dies. Durch Vandalismus sind diese Male­reien aber weitge­hend zerstört. Daneben gibt es noch die Nashorn­wand, was zeigt, dass diese hier früher auch gelebt haben müssen.

Karibib

Halb­edel­steine und afri­ka­ni­sches Kunst­gewerbe
Der Ort in der Erongo Region wur­de 1900 als Bahn­sta­tion für die Schmal­spur­linie zwischen Swakop­mund und Windhoek gegründet. Als man sieben Jahre später eine neue Bahn mit breiterer Spur baute und die Bahn­sta­tion ins 30 Kilometer entfernte Usakos verlegte, wur­de es still in Karibib. Erst der Bergbau brachte dem Ort wenige Jahre später neuen Auftrieb. Bis heute werden Gold, Marmor und Halb­edel­steine abge­baut. Für den Besu­cher inter­essant ist das Henckert Tourist Centre in der Main Street. Auf über 1.000 Quad­r­at­me­tern gibt es hier das wohl größte Angebot an Schmuck, Edel- und Halb­edel­steinen sowie anderen kunst­handwerk­li­chen Artikeln in Namibia.
G

Erongogebirge

Zerklüftetes Vulkangebirge mit üppiger Vegetation

Entstanden ist das wild zerklüf­tete Gebirge vor Jahrmil­lionen durch einen Vulkan­ausbruch, der nicht bis zur Ober­fläche gelangte.

Da es aufgrund seiner Höhe viel Regen abfängt, ist es relativ dicht bewachsen und kaum zu durch­dringen. Die üppige Vege­ta­tion hat seit jeher Tiere und Menschen angezogen, wovon zahlreiche Felsgravie­rungen der San zeugen. Sobald es zu Regen­fällen kommt, wachsen außerdem diverse Savan­nengräser. Die größte Pflanze ist der Spro­kiesboom, der eine Höhe von maximal acht Meter erreicht und vor allem an Steilhängen wächst. Sein Samenöl enthält antibiot­hi­sche Substanzen und wird in der Medizin einge­setzt.

Zu Gast in Epako Game Lodge

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Mahlzeiten & Aktivitäten wie angegeben

Maximal 20 Gäste können sich gleichzeitig auf der 11.000 Hektar großen Epako Game Farm aufhalten und die unter­schied­lichsten Wild- und Vogel­arten entde­cken: unter anderem Kudus, Giraffen und Nashörner, die sich am Wasserloch gleich unter­halb der Lodge einfinden und das von der großen Terrasse des Restau­rants wunderbar einsehbar ist.

Eine handver­le­sene Auswahl süda­fri­ka­ni­scher Weine passt perfekt zur inter­na­tional-nami­bi­schen Küche mit Zutaten aus der Region. Die zehn Zimmer und Suiten sind hoch­wertig und modern und mit afri­ka­ni­schen Stil­ele­menten einge­richtet. Einige der Bäder haben eine Außendu­sche. Pirschfahrten mit den Gästen im offenen 4x4 werden ange­boten.

Mount Etjo

Savanne und Busch­land am „Berg der Zuflucht“
Der „Berg der Zuflucht“ liegt in einer der schönsten Landschaften Namibias, die vom Okonjati Wild­re­servat geschützt wird. Auf dem 22.000 Hektar großen Busch­land wurden behutsam Wild­tiere ange­siedelt. Heute leben hier neben Elefanten, Löwen, Fluss­pferden, Breitmaul­nas­hör­nern und Leoparden auch viele bedrohte Tier­arten, unter anderen die Pferde- und die Rappen­an­tilope. 1989 fand eine UNO-Konf­rerenz am Mount Etjo statt, die einen wich­tigen Schritt zur Unabhängigkeit Namibias darstellt. Inter­essant und bekannt wur­de die Gegend auch wegen der gut erkennbaren knapp 230 Jahre alten Dino­sau­rier-Fußabdrücke. Entdeckt wurden sie 1925 durch zwei deut­sche Archäo­logen.
Fahrten im offenen Jeep werden von der Lodge ange­boten.

Erindi

Arten­rei­ches Wild­schutzgebiet nörd­lich von Windhoek
Erindi ist mit über 70.000 Hektar eines der größten privaten Wild­schutzgebiete in Afrika. Es entwi­ckelte sich aus überbe­las­tetem Farm­land. Der heutige Besitzer, Gert Joubert, über­nahm nach und nach zahlreiche Farmen in dem Gebiet, entfernte Zäune und grün­dete das Wild­schutzgebiet im Jahre 2007. Heute verfügt es über eine der umfang­reichsten Popu­la­tionen an Wild­tieren in Namibia. Mehr als 10.000 Großtiere sind beheimatet, darunter Elefanten, Spitzmaul­nas­hörner, Giraffen, Wildhunde, Fluss­pferde, Löwen, Krokodile sowie mehr als 20 verschiedene Antilo­pen­arten.
Auch bedrohte Tiere aus anderen Regionen werden hierher umge­siedelt. Im Juli 2013 erhielt Erindi den Zuschlag zur Umsied­lung von hundert Elefanten aus dem Khaudum-Natio­nal­park.

Das Gebiet ist nur für Hotelgäste der Lodges auf dem Gelände zugäng­lich.

Fran­keturm

Erin­ne­rung an den Herero-Aufstand
Als im Januar 1904 der Aufstand der Herero losbrach, war auch Omaruru betroffen. Die Herero überfielen die Farmen und umzingelten den Ort. Die Schutz­truppe war kurz zuvor ins 400 Kilometer entfernte Gibeon im Süden marschiert. Hauptmann Viktor Franke, Kommandeur der Omaruru-Kompanie, kehrte mit seinen Männern sofort um, als ihn die Nach­richt vom Aufstand via Heliograph erreichte. Nach einem nur fünf­tägigen Gewaltmarsch von 900 Kilome­tern (!) gelang es Franke, den Bela­ge­rungs­ring der Hereros um Omaruru zu durch­bre­chen und die einge­schlos­senen Siedler zu befreien. Der Beob­ach­tung­s­turm aus dem Jahre 1908 wur­de gebaut, um eine bessere stra­tegi­sche Posi­tion zu haben. Zu Ehren des Hauptmanns Viktor Franke wur­de er nach ihm benannt.

Von Omaruru nach Ongava Game Reserve

296 km | 3:30 h

Etosha Natio­nal­park

Namibias Wild­pa­ra­dies
Der Park ist ein Teil der Kala­ha­ri­senke, ein riesenhaftes abfluss­loses Becken, das sich bis nach Botswana ausdehnt. Die Etosha-Pfanne war früher ein großer Binnensee, der nach und nach ausge­trocknet ist und Salz­ab­la­ge­rungen zurückge­lassen hat. Daher hat der Park auch seinen Namen. Er stammt aus der Ovambo Sprache und bedeutet soviel wie „großer weißer Platz“. Der Park hat eine Größe von 20.000 Quad­ratki­lome­tern und eine Länge­n­ausdeh­nung von Ost nach West von fast 300 Kilome­tern. Während im Winter (April – September) ange­nehme Tempe­raturen herr­schen, wird es im Sommer sehr heiß. An der Südseite des Parks, wo sich auch die Camps befinden, liegen viele Wasserlöcher, die besonders im trockenen Winter die Tiere anlo­cken. Rund 1.500 Elefanten und 300 Löwen leben hier, das bedrohte Spitzmaul­nashorn, Leoparden und die verschiedensten Antilopen. Trotz seiner gewal­tigen Ausdeh­nung ist der Park eigent­lich noch zu klein – jeden­falls für Elefanten, die Tausende von Kilome­tern in ihrem Leben wandern und immer wieder die Zäune des Parks nieder­reißen. In den Schub­laden der Regie­rung liegen Pläne, den Park erheb­lich zu vergrößern.

Outjo

Klein­stadt im Kunen­e­land
Die Kreis­stadt im Kunen­e­land hat ca. 6.500 Einwohner und wur­de 1897 von der deut­schen Schutz­truppe gegründet. Bereits zuvor hatte Major Leutwein hier eine Mili­tär­basis errichtet, um den noch unbe­kannten Norden der dama­ligen deut­schen Kolonie zu erfor­schen. Seit dem 16. Jahr­hun­dert leben in der Region die Himbas, eine den Hereros verwandte Volks­gruppe. West­lich von Outjo befindet sich im Tal des präh­is­to­ri­schen Flusses Ugab eine magi­sche Kalk­stein­landschaft. Durch Erosion sind hier faszi­nierende Fels­forma­tionen entstanden, deren bekann­teste die Fingerklippe ist.
H

Im Süden des Etosha Parks

Vor dem Haupteingangstor zu Namibias Tierparadies

Das Haupt­ein­gangstor zum Etosha Park ist das Anderson Gate im Süden von Okaujuejo. Wer nicht in einem staat­li­chen Camp inner­halb des Parks wohnen will, sondern den Charme einer privaten Lodge erleben will, findet vor dem Eingangstor ein paar Möglichkeiten in allen Preis­klassen.

Oft sind die Lodges in einem privaten Wild­re­servat ange­siedelt und bieten auf ihrem Gelände Pirschfahrten an. Sie liegen meist versteckt in der Wildnis und bieten ultima­tiven Luxus, so etwa die Ongava Lodge. Andere sind direkt an der Straße, sodass man in wenigen Minuten am Eingangstor ist.

Zu Gast im Ongava Tented Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension mit Aktivitäten

Ongava ist das mit Abstand schönste und am besten geführte private Wild­re­servat rund um den Etosha Park. Es gehört zu dem Safari-Unter­nehmen Wilder­ness Safaris, dessen Camps zu den außergewöhn­lichsten im südli­chen Afrika zählen, was Service, ökologi­sches Wissen und Wahl des Ortes angeht.

Auf einer Anhöhe gelegen, eröffnet sich von hier ein phan­tas­ti­scher Blick über die tier­reiche Ebene des 30.000 Hektar großen privaten Wild­re­servats, das im Norden an den Etosha Park grenzt. Ein Wasserloch unter­halb der Anlage zieht vor allem in den trockenen Monaten Scharen von Wild an. In 15 Minuten ist man im Etosha Park.

Gäste werden in Zelten unter­ge­bracht, deren Doppel­türen einen Pa­no­ra­ma­blick ermög­li­chen. Sie sind im Kolo­ni­al­stil möbliert und haben alle ein eigenes, strohge­decktes Dach. Der frühe Morgen wird meist im Etosha Park zuge­bracht, während die Pirschfahrten am Nach­mittag durch das eigene Reservat führen. Im Gegen­satz zum Etosha Park kann man hier den großen Tieren Afrikas zu Fuß begegnen.

Okau­kuejo

Dichtes Tier­leben am großen Wasserloch
Die Wasser­stelle von Okau­kuejo ist beleu­chet und kann vom Rast­lager abends und nachts beob­achtet werden. Das Wasserloch bietet den Touristen besonders im Winter ein einzig­ar­tiges Erlebnis. Elefan­ten­herden von bis zu vierzig Tieren können gesichtet werden und auch Spitzmaul­nas­hörner besu­chen die Wasser­stelle oft. Weitere regelmäßige Besu­cher sind Löwen, Geparden und braune Hyänen. Manchmal kann man den Löwen sogar bei der Jagd zusehen.

Olifantsbad

Bei Elefanten beliebtes Wasserloch
Das Wasserloch ist, wie der Name nahelegt, besonders bei Elefanten wegen der Mopanebäume in der Umge­bung beliebt. Gern nehmen sie dort zwischen den Mahlzeiten ein Bad. Auch Zebras und Antilopen sind regelmäßige Gäste an der Tränke, wo sie oft von Hyänen und anderen Raubtieren belauert werden.

Von Ongava Game Reserve nach Mushara

230 km – 3 Stunden

Die Strecke führt quer durch den Etosha Park. Am Wegesrand sind viele Wasserlöcher und Tümpel, an denen sich besonders in der Trockenzeit Wild- und Raubtiere sammeln.

Man wird daher oft anhalten und mit dem Fern­glas aus dem Autofenster schauen. Aussteigen ist nur an besonders gekennzeichneten Stellen erlaubt. Höchstge­schwin­digkeit im Park ist 60 km/h.

Halali

Wasserloch für nacht­ak­tive Tiere
Rund 600 Meter vom Halali-Camp mit Restau­rant, Toilette und Café liegt ein Wasserloch, das vom Camp aus zu Fuß erreichbar und von den Wild­tieren inzwi­schen gut akzep­tiert ist. Abends wird das Wasserloch beleuchtet, sodass man auch nacht­ak­tive Tiere beob­achten kann.

View­point Etosha-Pfanne

Bester Ausblick über die schimmernde Salzebene
Die fast 5.000 Quad­ratki­lometer große und 120 Kilometer lange Salzpfanne entstand vor fast vier Millionen Jahren, als durch Verände­rung von Fluss­läufen ein großer Binnensee austrock­nete. In besonders reichen Regenjahren läuft die Etosha-Pfanne bis zu zehn Zentimeter hoch voll und lockt dann Tausende Flamingos, Wat- und andere Wasservögel an, die hier auch brüten. Ansonsten bildet die Salzkruste eine weiß­lich schimmernde Schicht, die der Pfanne ihren Namen einge­tragen hat. „Etosha“ heißt auf Ovahimba „großer weißer Platz“.

Kalkheuwel

Wasserloch für Foto­safaris
Die Wasser­stelle gilt bei Kennern als eine der besten zum Fotogra­fieren, da man den Tieren sehr nahe kommt. Besonders in der Trockenzeit wird das Wasserloch von allen Wildarten stark frequen­tiert. Wenn Löwen in der Gegend sind, müssen die anderen Tiere warten, bis die Könige der Tiere ihren Durst gestillt haben. Oryx, Giraffen und Elefanten werden oft ange­troffen. Leoparden eben­falls. Die Wasser­stelle ist auch gut zur Vogelbe­ob­ach­tung geeignet. Greifvögel, wie Schwarzbrust-Schlan­ge­nadler, Raubadler und Schma­rot­zermi­lane werden oft ange­troffen. Häufig sind auch die seltenen, blau­gelben Rüpels­pa­pa­geien zu beob­achten.
I

Osten des Etosha Parks

Private Wildreservate im Schatten des Nationalparks

Östlich des Etosha Parks haben sich während der deut­schen Kolo­ni­alzeit Siedler niederge­lassen, die das Land unter sich aufteilten.

Auf großen Arealen betrieben sie Rinderzucht und behielten ihre Farmen in der Regel auch nach dem Ersten Welt­krieg, als Namibia süda­fri­ka­ni­sches Protek­torat wur­de. Heute gehört das Land ihren Nach­fahren, die meist noch deutsch­spra­chig sind. Allerdings wur­de in der Trocken­heit in den 1980er Jahren überall die Rinderzucht aufge­geben, das Gelände renatu­riert und Wild ange­siedelt. Auf dem Gelände der ehema­ligen Farmen bieten die Nach­fahren der deut­schen Siedler heute Pirschfahrten in offenen Wagen an. Besonders attraktiv sind ihre Lodges auch wegen der Nähe zum Etosha Park.

Zu Gast in einer Buschlodge am Etosha Park

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das Camp liegt – acht Kilometer vor dem Osttor des Etosha Parks – über einem ausge­trock­neten Fluss­bett und beherbergt bis zu 16 Gäste in acht Chalets aus Holz und Segel­tuch. Das Haupt­haus der Lodge ist im Stil eines tradi­tionellen Farmhauses gebaut, mit hohen Decken und einer über­dachten Veranda ringsum. Die Zelt­cha­lets stehen auf einem Holz­deck eineinhalb Meter über der Erde und blicken in den Busch. Klima­anlage, Minibar, Kaffee­sta­tion, Moski­tonetz und andere Annehm­lichkeiten gehören zum Stan­dard. Ein etwas abseits gelegener Pool steht zur Verfügung. Von der Lodge aus können Fahrten in den Etosha Park oder Rundflüge orga­ni­siert werden. Geführte Wande­rungen auf dem eigenen Gelände werden eben­falls ange­boten.



Namu­toni

Festung der deut­schen Schutz­truppe
Ursprüng­lich war der Ort im Osten der Etosha-Pfanne ein Kontroll­punkt, der von der deut­schen Schutz­truppe während der Rinder­pest errichtet wur­de. Nach dem Herero-Aufstand wur­de das Camp befes­tigt. Heute befindet sich in den Mauern des Forts eines der drei großen Park­camps. Ein Museum informiert über die Geschichte des Mili­tärpos­tens. Vor der Mauer liegt das King Nehale Wasserloch, wo man auch abends Tiere beob­achten kann, wenn man im Camp unter­ge­bracht ist.

Von Mushara nach Kambaku

197 km | 2:30 h
Die Strecke führt durch Tsumeb und Otavi, die beide in einem relativ feuchten Gebiet liegen. Schon von Weitem ist die gewal­tige Silhou­ette des Waterbergs erkennbar, um den man einen großen Bogen fahren muss.

Tsumeb

Minen­stadt im Otavi-Dreieck
Die Stadt wird wegen der vielen Bäume auch als Garten­stadt bezeichnet. Ihr Wirt­schafts­leben wird vom Minen­be­trieb geprägt. Kupfer, Zink und Blei werden hier gewonnen, jedoch auch seltene Mine­ralien. Aufgrund des relativ dichten Busch­lands war die Wilddichte groß, was schon Siedler längst vor der Ankunft der Weißen anlockte. Busch­männer bauten hier Kupfer ab und tauschten es gegen Tabak und Fleisch. Wer ein wenig Zeit in Tsumeb verbringen will, sollte sich den Otji­koto See ansehen, der durch den Einsturz einer Höhle entstanden ist und klares, fisch­rei­ches Wasser enthält. Ferner ist die Ombili-Stif­tung sehens­wert, die sich um Inte­g­ra­tion und Über­leben der rund 250 verbliebenen Busch­leute kümmert.

Tsumeb Museum

Mine­rali­en­samm­lung mit Minen­be­sich­tigung
Für alle an Geologie und an Geschichte Inter­es­sierten ist das Museum in der Main Street von Tsumeb ein Muss. Es hat eine umfang­reiche Mine­ralien-Samm­lung, daneben informiert es über den Bergbau in Tsumeb und die Geschichte der Stadt. Das Museum orga­ni­siert auch eine Besich­tigung der Mine.

Otavi

Klein­stadt mit deut­schen Wurzeln im Maisdreieck
Die 5.000-Einwohner-Stadt liegt zusammen mit Grootfontein und Tsumeb im Otavi-Dreieck, das wegen seines hohen Nieder­schlags und der land­wirt­schaft­li­chen Nutzung auch Maisdreieck genannt wird. Die Stadt ist ein Verkehrs­kno­ten­punkt in Namibia: Hier treffen die Natio­nal­straße B1, der Trans-Caprivi-Highway (B8) und die Haupt­straße C39 zusammen. Drei Kilometer außer­halb von Otavi steht das Khorab Memo­rial. Das Friedensdenkmal erin­nert an die Kapitula­tion der deut­schen Schutz­truppe von Südwe­st­afrika am 9. Juli 1915. Die Deut­sche Privat­schule Otavi ist mit weniger als 20 Schülern von Klasse 1 bis 6 die kleinste deutsch­spra­chige Schule Namibias.
J

Waterberg

Gewaltiger Tafelberg am Rande der Kalahari

Weithin sichtbar ragt der riesige Tafelberg aus der Savanne hervor. Bei Sonnen­un­ter­gang glüht er rot auf.

Das schwer zugäng­liche Plateau ist zu einem der wich­tigsten Refugien für bedrohte Tier­arten geworden. Spitz- und Breitmaul­nas­hörner leben hier, ebenso Büffel und seltene Antilopen, dazu 200 Vogel­arten und eine große Anzahl Reptilien und Amphibien. Die beste Möglichkeit, das Terrain zu erkunden, ist zu Fuß. Vom Waterberg Park am Fuß des Berges führt ein Pfad durch den Fels nach oben. Dort gibt ein breites Netz von Wander­wegen, vom kurzen Spaziergang bis zur Drei­t­ages­wande­rung.

Zu Gast in der Kambaku Safari Lodge

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Vollpension & angegebene Aktivitäten

Die Lodge liegt im ca. 76 Quad­ratki­lometer großen Kambaku Wildlife Reserve, rund 25 Kilometer Luft­linie vom Waterberg entfernt. Die Anlage fügt sich harmo­nisch in die Baumsavanne der Umge­bung ein. Früher wur­de auf der Farm Rinderzucht betrieben, heute leben hier wieder die Tiere, die seit vielen Tausend Jahren hier zu Hause sind: Giraffen, Oryxe, Strauße, Gnus, Warzenschweine, Zebras, Kudus, Elen­an­tilopen, Impalas sowie zahlreiche Vogel­arten. In den afri­ka­nisch deko­rierten Gäst­ezimmern spürt man die Liebe der Gastgeber zum Detail. Im Haupt­haus mit kleiner Bibliothek, Bar und Kaminzimmer begegnet man in zwang­loser Atmo­sphäre den anderen Gästen. An die große Terrasse schließt sich ein gepflegter Garten mit Pool an. Wie inter­essant die Tierwelt des Reserves ist, zeigt sich daran, dass sie auch eine beliebte Unter­kunft für Jäger ist, von denen man in Gesprächen z. B. beim gemein­samen Abend­essen viel Wissens­wertes erfahren kann.

Etwas Besonderes sind die Bush­trai­nings, bei denen man durch die Savanne läuft und nach Spuren und Kleinle­be­wesen sucht; auch Trekking-, Jeep- und Pferdes­afaris werden ange­boten. Da gefähr­liche Raubtiere fehlen, kann man sogar auf eigene Faust losgehen. Für Kinder gibt es ein besonderes Programm mit Moun­tai­nbikes oder Pony­reiten.

Kambaku Wildlife Reserve

Über­nachten unter freiem Himmel
Das Reservat liegt 25 Kilometer nörlich vom Waterberg in der ursprüng­l­i­chen Buschsavanne. Früher weideten dort Rinder; heute leben dort wieder Antilopen, Zebras, Gnus und viele andere. Inzwi­schen sind auch Giraffen, Büffel und Elefanten heimisch. Mitten im Reservat fernab von Straßen befindet sich ein kleines Camp mit nur zwei Zelten. Wer dort über­nachtet, kann Stille und Erha­ben­heit erleben, vor allem aber einen unver­gleich­li­chen Ster­nenhimmel.

Deut­scher Friedhof am Waterberg

Erin­ne­rung an den ersten deut­schen Völkermord
Am 11. und 12. August 1904 kam es am Waterberg zur entschei­denden Schlacht zwischen der deut­schen Kolo­ni­almacht und den aufständi­schen Hereros. Danach begann das, was Histo­riker als den ersten deut­schen Völkermord bezeichnen. 2.000 mit Kanonen und Maschi­n­enge­wehren gerüs­tete deut­sche Soldaten standen mehreren Zehn­tausenden Hereros gegenüber. Diese waren der deut­schen Waff­en­technik jedoch nicht gewachsen und wurden unter dem kommandierenden General von Trotha in die wasser­lose Kala­hari abge­drängt, wo sie verdurs­teten. Die wenigen gefal­lenen deut­schen Soldaten sind auf dem Friedhof begr­aben, wo es jeden zweiten Sonntag im August eine gemein­same deutsch-nami­bi­sche Gedenkfeier gibt.

Von Kambaku nach Windhoek

324 km | 3:30 h
Man verlässt das Waterberg­massiv und fährt zurück in die Landes­haupt­stadt. Bei Okahandja gibt es einen großen Straßen­markt mit afri­ka­ni­schem Kunst­gewerbe.

AfriCat Foun­da­tion

Rehabili­ta­ti­ons­sta­tion für bedrohte Raubkatzen
Auf der Farm Okonjima hat die AfriCat Foun­da­tion ihren Sitz. Die Non-Profit-Orga­ni­sa­tion wur­de von Familie Hanssen gegründet und hat seit 1992 über 1.000 Geparden, Leoparden, Löwen, Hyänen, Karakale und Wildhunde gerettet. Nach eigenen Angaben konnten davon über 85% wieder ausgewildert werden. AfriCat betreibt das größte Raubtier Save-and-Release-Programm der Welt. Raubkatzen, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden konnten, fanden ihr zu Hause bei der AfriCat Foun­da­tion auf der Farm Okonjima. Ein Besu­cher­zentrum klärt über die Bedeu­tung des Natur­schutzes und eines funk­tio­nierenden Ökosys­tems auf. Ein Besuch schließt auch eine kurze Rundfahrt über die Farm und einen kleinen Snack ein.

Okahandja

Herero-Tradi­tion und Kunst­handwerksmärkte
Die kleine Stadt 70 Kilometer nörd­lich von Windhoek ist noch heute das wich­tigste kulturelle Zentrum der Herero. In Okahandja liegen auch ihre großen Führer, Samuel Maha­rero, Hosea Kutako und Clemens Kapuo, begr­aben. Alljähr­lich im August findet hier der tradi­tionelle Here­rotag statt – zum Gedenken an die Vernich­tung der Herero am Waterberg unter General von Trotha. An die Kolo­ni­alzeit erin­nern die 1876 errich­tete Rhei­ni­sche Missi­ons­kirche, das älteste Gebäude Namibias über­haupt, der Bahnhof (1901) und das alte Fort. Besonders beliebt bei den Touristen sind die zwei großen Kunst­hand­werkermärkte mit Holzschnitze­reien am Orts­ein­gang und Orts­ausgang von Okahandja.

Groß Barmen

Heiße Quellen im Erho­lungsbad
Das staat­liche Erho­lungs­gebiet grup­piert sich rund um eine heiße Quelle mit warmem, schwefe­ligem Heil­wasser. Das 2014 wieder­er­öffnete Thermalbad umfasst ein Innen- und ein Außen­be­cken. Der Ort ist nach dem dama­ligen Haupt­sitz der Rhei­ni­schen Mission in Barmen benannt. 1844 haben Wupper­taler Missio­nare hier die erste Missi­ons­sta­tion bei den Herero gegründet.
K

Windhoek

Zwischen Kolonialarchitektur und Unabhängigkeit

Die Haupt­stadt Namibias liegt im soge­nannten Windhoeker Becken, einem hüge­ligen Talbe­cken, das rundum von Gebirgs­zügen einge­schlossen wird.

Im Osten ragen die Erosbergen auf, im Süden die Auasberge. Das Khomashoch­land liegt im Westen und Norden. Die topogra­fi­schen Begeben­heiten bilden somit eine natür­liche Barriere für das weitere Wachstum der Stadt. So ist die moderne Wohnbebauung mittlerweile bis an die steilen Hängen der Berge herange­rückt.
Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur der Jahrhundert­wende geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Vom Ausspann­platz aus führt die Indepen­dence Avenue als eine der wich­tigsten Verkehrs- und Einkaufs­straßen gen Norden.
Zu den histo­ri­schen Sehens­wür­digkeit zählen die Alte Feste, in der heute das Natio­nalmuseum unter­ge­bracht ist, außerdem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil sowie der soge­nannte Tinten­pa­last, in dem das Unter­haus des Parla­ments seinen Sitz hat.

Zu Gast im The Olive Exclusive Hotel

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das kleine Boutique-Hotel liegt in einer ruhigen Ecke mitten in Windhoek und hat sieben individu­elle Gäste­zimmer mit einem Leitmotiv, das einer bestimmten Region Namibias zuge­ordnet ist.

Im Garten ist ein kleiner Pool. Die Premier-Suiten haben sogar einen eigenen Pool auf der privaten Terrasse. Die Lounge mit Bar und Sitz­gruppe vor dem offenen Kamin oder auf der Terrasse ist ein beliebter Treff­punkt, wo Gäste ihre Reise­erfah­rungen austau­schen. Wer vor oder nach einem langen Flug ein wenig Entspan­nung sucht, findet hier eine ideale Möglichkeit, vor allem, wenn der Flug über Nacht geht. Dann kann man nämlich spät ausche­cken und die vielen Annehm­lichkeiten voll auskosten.

Katutura

Town­ship von Windhoek
Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Town­ship für schwarze Arbeiter in den 1950er Jahren entstanden. Schulen, Kran­ken­häuser und Einkaufs­zentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewoh­nern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Well­blechhüt­ten­masse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afri­ka­nisch: Zahl­lose Straßenver­käufer, Bars und Gemüse- und Obst­stände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebra­tenem Fleisch. Wer Katutura besich­tigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.

Daan-Viljoen-Wild­park

Steile Berge, Hoch­landsavanne
Der 40 Quad­ratki­lometer große Wild­park liegt west­lich von Windhoek im Khomashoch­land. Steile Berge, tiefe Täler, Hoch­landsavanne und Dornbü­sche machen den besonderen Reiz der Land­schaft aus, die bekannt ist für ihre vielen Vogel­arten. Wande­rungen und Rundfahrten im eigenen Wagen sind möglich. Dabei kann man Wild­tieren begegnen, darunter Kudu, Oryx, Strei­fengnu und Bergzebra.

Von Windhoek nach Windhoek, Airport

Mietwagenabgabe

Von der Unter­kunft zur Mietwa­gen­sta­tion

44 km | 33 Minuten

Mietwagenabgabe

Mietwa­gen­abgabe
Station: Windhoek, Airport

19 Tage
ab 5.929,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

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3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.