Fjordland Nationalpark

Gewaltige Urlandschaft: Milford Sound in den Fjordlands

Gewaltige Urlandschaft: Milford Sound in den Fjordlands

Majestätische Berge und stille Fjorde in Neuseelands größter Wildnis

Die gewaltige Urlandschaft der Fjordlands hat in der Eiszeit ihre Prägung erhalten, als die Täler von mächtigen Gletschern ausgehobelt wurden. Wegen ihrer Unzugänglichkeit und des extremen Niederschlage von bis zu 3000 Millimetern pro Jahr ist die Region die größte Wildnis Neuseelands geblieben und bis heute fast unbesiedelt. Im PKW ist nur der Milford Sound zugänglich. Der bekannteste neuseeländische Fjord ist 15 km lang, sehr eng und von majestätischen Bergen umgeben. Eine wunderschöne – in der Hochsaison aber auch recht befahrene – zweieinhalbstündige Bergstraße führt von Te Anau zum Milford Sound erschließt die Fjordlands.



Sehenswürdigkeiten Fjordland Nationalpark


Doubtful Sound

Pinguine und Seebären in Neuseelands längstem Fjord

James Cook bezeichnete den Fjord als Doubtful Harbour, da er es für zweifelhaft hielt, ob er hier je wieder heraussegeln könne. Der zweitgrößte Fjord Neuseelands ist vor allem für die grandiosen Wasserfälle bekannt, die sich spontan nach den enormen Regengüssen an den Steilhängen bilden. Dauerhafte Fälle sind die Helena Falls und die Browne Falls mit einer Fallhöhe von 600 Metern. Im Wasser leben viele Tiere, die davon profitieren, dass auf dem Meerwasser eine mehrere Meter tiefe Schicht aus Süßwasser liegt, die sich kaum mit dem Meerwasser mischt. Wegen der unterschiedlichen Brechung gelangt nur wenig Licht in den tieferen Bereich, so dass dort Tiefseearten siedeln, unter anderem Seesterne, Anemonen und schwarze Korallen. Neben einer Kolonie Großer Tümmler leben im Sound Dickschnabelpinguine und Neuseeländische Seebären. 


Fiordland National Park Visitor Centre

Informationen zu den Fjordlands

Ein Besuch im Visitor Centre lohnt sich, wenn man die Fjordlands erkunden will. Die Mitarbeiter sind erfahren und beraten individuell. Im einzelnen bekommt man Informationen und Kartenmaterial über kurze und lange Wanderwege, ebenso Aktuelles über den Zustand der Wege. Wer angeln will oder Führungen mitmachen möchte, erhält nützliche Adressen. Darüber hinaus gibt es ein Museum zur Naturgeschichte und einen Film.


Shallow Bay

Drehorte aus Herr der Ringe am Lake Manapouri

Der Wanderweg beginnt am Rainbow Reach und führt hinab zum Nordufer des Lake Manapouri. Am Wegesrand sollen einige Drehorte des Films „Herr der Ringe“ gewesen sein. (hin und zurück: 4:00 Stunden, 13,7 Kilometer, auf und ab 140 Meter)

Umfulana Route


Lake Monowai

Unbesiedelter See in den Fjordlands

Der See im Fiordland ist eine Station auf der Southern Scenic Route. Er befindet sich in einem langen, U-förmig gekrümmten Talabschnitt. Der Abfluss dess Sees erfolgt im Nordosten durch den kurzen Monowai River, der nach 8 km in den Waiau River mündet. Das Ostende des Sees ist über einen Fahrweg von der nordöstlich gelegenen Ansiedlung Monowai erreichbar. In der unbesiedelten Umgebung des Sees befinden sich lediglich wenige Schutzhütten.


Lake Hauroko

Tiefster See Neuseelands

Der malerische See in Southland liegt an der Southern Scenic Route und ist Teil des Fiordland-Nationalparks. Mit 463 Metern ist er der tiefste See Neuseelands und Ozeaniens. Über den Wairaurahiri River wird er in die Te Waewae Bay entwässert. Im See gibt es eine Insel, Mary Island, um die sich einige Maori-Legenden ranken. Vom Abfluss des Sees ist der Lake Poteriteri über den ausgeschilderten Harry's Track erreichbar.


Milford Sound

„das achte Weltwunder“ (Rudyard Kipling)

Der grandiose Fjord am Südwestende Neuseelands erstreckt sich über 15 Kilometer von der Tasmanischen See ins Landesinnere. Zu beiden Seiten wird er von bis zu 1200 Meter hohen Felswänden umgeben, die von Regenwald bewachsen sind. Majestätisch erhebt sich der Mitre Peak über das dunkle Wasser, das aus zwei Schichten besteht. Das schwerere salzhaltige Meerwasser wird von einer Schicht Süßwasser überdeckt. Dadurch herrschen im darunter liegenden Salzwasser Lichtverhältnisse die es sonst nur in weit größeren Tiefen gibt. So lassen sich im Milford Sound Flora und Fauna der Tiefsee beobachten. Die natürliche Schönheit zieht Tag für Tag viele Besucher an, die meist über die herrliche Bergstraße von Te Anau aus kommen. Rudyard Kipling hatte den Milford Sound einmal das achte Weltwunder genannt.


Key Summit

Flechten, Moose und Sumpfpflanzen am Quellenberg

Der 918 Meter hohe Berg ist insofern ein „Schlüsselberg“, als an ihm drei wichtige Flüsse entspringen: der Hollyford River fließt zur Westküste, der Greenstone River zur Ostküste und der Eglinton River nach Süden. Der hohe Berg fängt extrem viel Regen ab. Daher ist das Gipfelplateau sumpfig und an den Baumstämmen wachsen Moose und Flechten. (Hin und zurück: 2:30 Stunden, 6,8 Kilometer, auf und ab: 360 Meter)

Umfulana Route


Mossburn

Hirschhauptstadt Neuseelands

Die größte Ortschaft zwischen Queenstown und Te Anau hat etwa 240 Einwohner. Die Wirtschaft des Ortes ist von der Landwirtschaft, vor allem Rinderzucht, Hirschzucht und Schafhaltung geprägt. Wegen der Vielzahl der Hirschfarmen sieht sich Mossburn als „Hirsch-Hauptstadt“ Neuseelands. 


Southern Scenic Route

Durch den einsamen Süden

Die etwa 610 Kilometer lange touristische Straße verbindet Queenstown mit dem Fiordland und Te Anau über Manapouri und Riverton mit Invercargill und Bluff. Von dort führt sie durch die Catlins nach Balclutha und Dunedin. Die Route selbst nutzt durchgehend befestigte Straßen; viele der Sehenswürdigkeiten, die von der Southern Scenic Route erschlossen werden, liegen jedoch nicht direkt an der Straße und sind nur über unbefestigte Neben- und Wanderwege zu erreichen. Das Magazin Travel + Leisure bezeichnete die Strecke 2008 als „eine der großartigsten unentdeckten Routen der Welt“.

Route




Reisebeispiele Fjordland Nationalpark

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