Central Otago

Dünn besiedeltes Land im Schatten der Southern Alps: Otago

Dünn besiedeltes Land im Schatten der Southern Alps: Otago

Klein-Schottland im Süden Neuseelands

Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quadratkilometern ist Otago die zweitgrößte Region in Neuseeland. Sie ist nach einer kleinen Maori-Siedlung auf der Otago-Halbinsel benannt und erstreckt sich von der Pazifikküste über fruchtbares Acker- oder Weideland bis mitten in die Neuseeländischen Alpen hinein. Die ersten europäischen Sieder waren Wal- und Robbenfänger. 1848 begann die planmäßige Ansiedlung von schottischen Auswanderern mithilfe der Church of Scotland, die die Region bis heute prägt. Die neu gegründete Hauptstadt bekam den gälischen Namen von Edinburgh, Dunedin. In den 1860er Jahren gab es einen kurzen Goldrausch, der Dunedin für wenige Jahre zur reichsten Stadt Neuseelands machte. Heute leben nur noch etwa 200.000 Menschen in der Region, die meisten von ihnen in Dunedin.



Sehenswürdigkeiten Central Otago


Ranfurly

1000-Seelen-Stadt am Central Otago Trail

Während des Otago-Goldrausches der 1860er Jahre wurden mehrere wichtige Goldvorkommen nahe Ranfurly auf der Südseite der Kakanui Range gefunden. Ranfurly wuchs, als die Eisenbahn 1898 gebaut wurde. Ein paar schöne Art-Deco-Gebäude entstanden. Heute hat die Stadt knapp 1.000 Einwohner. Die Bahnstrecke wurde 1990 stillgelegt und demontiert, Die ehemalige Trasse, der Otago Central Rail Trail, ist heute ein Wander- und Radweg und die frühere Bahnstation ein Museum.


Central Otago Rail Trail

152 km langer Wander- und Radwanderweg durch Otago

Der 152 km langer Wander- und Radwanderweg durch Otago folgt exakt einem Teilstück der alten Trasse der Otago Central Railway. Es durchkreuzt von Middlemarch ausgehend die Ebene von Strath Taieri in nördliche Richtung bis nach Hyde und folgt dann dem Taieri River nach Westen. Von Waipiata über Ranfurly bis nach Wedderburn verläuft die Strecke dann fast geradlinig nordwestwärts durch die Maniototo Plain und macht schließlich vom höchsten Punkt der Strecke aus, am nördlichen Ende der Rough Ridge, einen Bogen nach Westen durch das Ida Valley. Anschließend geht es nach Südwesten, über Omakau durch das Tal des Manuherikia Rivers, Alexandra entgegen. Von dem 90-Grad-Schwenk nach Nordwesten in Alexandra sind es dann nur noch acht Kilometer bis zu dem Endpunkt in der Stadt Clyde, die am Clutha River liegt.

Umfulana Route


Moeraki Boulders

Sagenumwobene Kugelsteine am Koekohe Strand

Die kugelförmigen Steine am Koekohe-Strand sind bis zu zwei Metern groß und so ungewöhnlich, dass sie Erklärungen verlangen. Einer Maori-Legende zufolge sind sie versteinerte Flaschenkürbisse, die von dem großen Reisekanu Araiteuru heruntergespült wurden, als es beim Sichten von Land in Neuseeland vor tausend Jahren Schiffbruch erlitt. Wissenschaftler erklären die Felsblöcke als Septarien, die sich vor ungefähr 65 Millionen Jahren gebildet haben. In der Nähe von Moeraki Village, am Leuchturm von Katiki Point gibt es auch eine Pinguin-Kolonie. Hier kann man jeden Abend, zwei Stunden vor Sonnenuntergang von einer Schutzhütte aus, die Gelbaugen-Pinguine dabei beobachten wie sie nach einem langen Tag im Meer zu ihren Nestern an Land kommen.


Fleurs Place

Uriges Fischrestaurant am Hafen von Moeraki

Ein altes Fischerhaus am Hafen von Moeraki beherbergt eines der ungewöhnlichsten Restaurants der Südinsel. Von Fleurs Place hat man einen weiten Blick über die Bucht. In uriger Atmosphäre werden frischer Fisch und Sea Food vom Feinsten serviert – ergänzt von Gemüse aus eigenem Anbau. Der Service ist aufmerksam und freundlich. Ein Besuch lohnt sich. 

www.fleursplace.com


Oamaru

Zwergpinguine und viktorianische Straßenzüge

Das Zentrum des nördlichen Otago ist eine historische Kleinstadt, deren Sehenswürdigkeiten man zu Fuß auf dem „Oamuru Historic Walk“ kennenlernen kann. Die viktorianischen Häuser sind aus weißem Kalkstein gebaut, der in den Steinbrüchen der Umgebung abgebaut wurde. Dieser Stadtteil und das Hafenviertel stehen unter Denkmalschutz. Im Hafen lebt die Oamaru Blue Penguin Colony, eine Kolonie von Zwergpinguinen. Direkt südlich der Stadt befindet sich eine Kolonie Gelbaugenpinguine. Bis heute leben Pinguine vereinzelt auch unter einigen strandnahen Gebäude, z.B. unter dem Musikclub namens Penguin Club. Vor allem bei Einbruch der Dunkelheit können sie auf dem Weg zu ihren Nestern beobachtet werden.

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