14.01.2008

Neuseelandreise von Binder, Horst und Gisela

Liebes Umfulana-Team,

für unsere wunderbar organisierte Reise vom 8.11. bis 4.12.2007 von der Nordinsel bis zur Südinsel möchten wir uns bei Ihnen recht herzlich bedanken. Alles hat ausgezeichnet geklappt, und die Unterkünfte waren alle hervorragend. Besonders hervorzuheben ist das ausgezeichnete Frühstück und die Freundlichkeit bei allen Familien.

Bereits nach kleinen Anfangsschwierigkeiten haben wir die 5300 km Linksfahren ohne irgendwelche Schwierigkeiten gemeistert. Die Strecken waren sehr gut getimet, so dass wir immer genügend Zeit für Wanderungen und andere Unternehmungen hatten. Hier hat sich gezeigt, dass jeweils 2 Übernachtungen in einer Unterkunft große Vorteile hat. Man braucht das auch, um die schöne Landschaft und die Sehenswürdigkeiten zu genießen. Das Wetter hat es in diesen 4 Wochen besonders gut mit uns gemeint. Auf der Nordinsel hatten wir nur in Rotorua 1/2 Tag Regen und auf der Südinsel am Haastpass, in Dunedin und in Christchurch jeweils 1/2 Tag. Wir waren immer überrascht wie schnell die Wolken aufrissen und die Sonne wieder hervorkam. An allen anderen Tagen hatten wir Sonne, herrlich blauen Himmel, manchmal mit weißen Wolken – einfach traumhaft.

Nun noch ein kleiner Bericht zu unserer schönen Reise. Am Flughafen in Auckland wartet schon unser Chauffeur "Uncle" auf uns und bringt uns nach Devenport zur schönen Kauri-Villa. Hier werden wir ganz herzlich empfangen. Unser Zimmer ist liebevoll nostalgisch eingerichtet. Die Unterkunft liegt günstig, da man in ca. 20 Min. zur Fähre laufen kann und von dort nach Auckland übersetzen kann. Den Tag darauf verbringen wir mit der Besichtigung von Auckland.

Am nächsten Tag werden wir von einem Fahrer der Autovermietung abgeholt. Von dort ist es nur ein kurzes Stück zur Autobahn Richtung Bay of Island, so dass das Linksfahren zum Eingewöhnen kein Problem ist. Das Cottage in der Bucht von Russel war eine unserer Lieblingsunterkünfte. In dem hübsch eingerichteten Häuschen mitten in den Farnbäumen mit Blick auf die Bucht haben fühlen wir uns richtig wohl. Die ganztägige Fahrt am nächsten Tag zum "Cape Brett" und "Hole in The Rocks" ist ein herrliches Erlebnis. Hier holen wir uns den ersten Sonnenbrand.

Nach einem Besuch von Waitangi geht es weiter Richtung Westküste. Unterwegs fahren wir zu den wenig besuchten "Wairere Boulders", eine von einem Schweizer Ehepaar begehbar gemachte Schlucht mit einem riesigenen Felslabyrith und vielen exotischen Pflanzen und Farnbäumen. An der Westküste suchen wir die "Kouta-Boulders" und haben sie letztendlich auch gefunden. Das sind riesige Steinkugeln (größer als die Moeraki-Boulders) am Strand, nahe der großen Sanddüne bei Opononi. Bewundert haben wir auch die mächtigen Kauri-Bäume im Kauri-Forest. Gegen Abend suchten wir die Unterkunft. Es ist etwas schwierig. Wir haben Glück. Wir treffen hier eine Freundin der Gastgeber die uns bis an das Eingangstor bringt. Geoff hat schon ein Feuer im Gußofen vorbereitet, und so haben wir es gleich mollig warm in der großen schönen Wohnung.

Auf der Coromandel Halbinsel erwartet uns mit der "Lodge am Strand" wieder ein wunderbares Haus hoch über dem Meer. Schon morgens um 7 Uhr können wir vom Fenster aus vorbei schwimmende Delphine beobachten. Die Gastgeber geben uns gute Tippf für Unternehmungen, u.a. Besuch der riesigen "Kauri-Bäume" in der Nähe, "Hot Water Beach" und "Cathedral Cove". Auf dem Weg Richtung Rotorua sollen wir den Mt. Manganui umrunden. Diese Wanderung von ca. 1 Std. hat sich wirklich gelohnt.

Am Rotorua See beziehen wir eine sehr großzügige Wohnung direkt am See, in der es an nichts fehlt. Mit den Gastgebern haben wir nette Unterhaltungen. Im Wai-O-Topu Thermalgebiet bekommen wir leider den ersten Regen. So sieht alles nicht so farbig aus.

Schon der nächste Morgen bringt uns wieder den gewohnten Sonnenschein. Im Te Puia Thermalgebiet bewundern wir den großen Geysir "Pohutu" und nehmen an einer Maori-Vorführung teil. Sehr sehenswert ist auch das alte noch urtümliche Maori-Dorf "Ohine Matu" in Rotorua. Hier brodelt und kocht es noch überall rund um die Privathäuser.

Auf dem Weg Richtung Tongariro Nationalpark sollte man bei schönem Wetter nicht versäumen das herrliche Hidden Valley zu besuchen. Mit dem Schiff fährt man über den blauen See in ein prächtige farbiges Naturschauspiel mit Geysiren und blubbernden Schlammtümpeln. Wir sind begeistert. Unsere weitere Fahrt wird gesäumt von herrlich gelbem Ginster. Kilometerweit ist die ganze Landschaft damit bedeckt.

Die Hirschfarm bei Ohakune hat uns auch gut gefallen. Beim Frühstück treffen wir ein junges deutsches Paar auf Hochzeitsreise. Bei unserer Unterhaltung stellen wir fest, dass es Freunde unserer Tochter aus unserer Nachbarstadt sind. Das war eine Überraschung. Sie kommen vom Süden, wir vom Norden. So koennen wir am Abend Erfahrungen austauschen.

Am frühen Morgen machen wir bei stahlblauem Himmel vom Schloß Chateau aus eine 6 Stunden Wanderung zwischen den Vulkanen Ruapehu und Ngauruhoe zu den Tama Lakes und anschließend besuchen wir noch das Skigebiet. Viel Schnee gibt es zur Zeit jedoch nicht.

Die Weiterreise durch das Whanganui-Tal ist auch ein besonderes Erlebnis, schmale kurvenreiche Gravelroad, herrliche Farnwälder, tief eingeschnittenes Flußtal und sehenswerte Dörfchen wie Jerusalem und Atene.

In unserer herrlichen Ferienwohnung in Plimmerton hoch über dem Meer fühlen wir uns richtig wohl. Die "Hosts" lassen es an nichts fehlen. Von hier aus sieht man in der Ferne schon die Südinsel. An 2 Abenden haben wir den herrlichsten Sonnenuntergang erlebt.

Den ganzen nächsten Tag ist Besichtigung von Wellington bei Sonnenschein und ohne Wind angesagt. Cable Car, Botanischer Garten mit dem herrlichen Rosengarten, Bienenkorb (Parlament), interessantes Museum "TePapa" und Rundumblick vom Viktoria Hill.

Die Übergabe unseres Mietautos in Wellington ist problemlos, ebenso die Übernahme des neuen Autos in Picton. Die Fahrt durch die Marlborough Sounds ist angenehm und sehenswert. Weiterfahrt bei schönstem Wetter Richtung Abel Tasman. Hier erwartet uns ein hervorragendes B&B – einfach super! Die Gastgeber sind wieder sehr um uns bemüht und haben für uns gleich das Wassertaxi für die Wanderung am nächsten Tag im Abel Tasman Nationalpark gebucht. Hier wären wir auch gerne länger geblieben.

Mit dem Wassertaxi fahren wir von "Keiteriteri" zur "Tonga Bay" und laufen dann bei Bilderbuchwetter 4 Std. zurück zur "Torrent Bay". Es hat wirklich Spaß gemacht. An den weißen Sandbuchten mit den riesigen Farnbäumen fühlen wir uns fast wie in der Südsee.

Weiter geht es zur Westküste. Nach der Besichtigung der interessanten Pancake Rocks erreichen wir die Lodge am Meer, wieder ein sehr schönes Quartier hoch über dem Meer. Die Aussicht ist hier einfach phantastisch. Weiterfahrt Richtung Franz Josef Gletscher. Wer gerne wandert, sollte nicht versäumen, den "HariHari Coastel Walkway" zu machen. Es geht durch Regenwald und Sumpfgebiet bis ans Meer; nur bei Ebbe zu empfehlen. Wir wandern bei ablaufender Flut und müssen uns manchmal barfuß an den Agavenblätten entlanghangeln, um die Tümpel zu überqueren, ist aber sehr lustig.

In Franz Josef Town erwartet uns im Arts-and-Crafts-Haus zum ersten Mal ein kleines Zimmer, nach all dem Luxus etwas enttäuschend. Es ist ja nur für 1 Nacht. Wir wandern zum Franz Josef Gletscher und am nächsten Morgen zum Fox Gletscher. Da es am nächsten Morgen etwas bedeckt ist, fahren wir weiter Richtung Haast Pass. Hier regnet es in Strömen. Mit Regenschirm laufen wir zu den Wasserfällen "Thunder Creek" und "Fantail" und zu den "Blue Pools" über eine große "Swing Bridge". Je näher wir Richtung Wanaka kommen, reißen die Wolken auf, und wir haben wieder Sonne und blauen Himmel.

In Wanaka haben wir wieder ein kleines Zimmer. Dafür können wir den herrlich angelegten Garten richtig genießen und in der Sonne relaxen. Mitten hindurch fließt ein klarer Bach, Wildenten fliegen herein und fressen uns aus der Hand. Auch die Katze fühlt sich bei uns wohl. Die Stadtnähe ist auch sehr vorteilhaft. Die Gastgeber geben uns Super-Tipps zum Wandern und zum Essen. Bei ihnen wären wir gerne auch länger geblieben. Wer gerne wandert, sollte dies zum "Rob Roy Gletscher machen. Schon die Anfahrt über fast 50 km Gravelroad und einige Furten ist sehr interessant.

Das quirlige Städchen Queenstown sehen wir uns nur von oben an. Der alte Damper "Earnslaw" fährt gerade in den Hafen ein.
Das " B&B" mit Blick über den Manapouri See ist wieder äußerst angenehm. Janice bewirtet uns hervorragend. Schon morgens um 1/2 7 gibt es frisch gebackene Muffins. Wir haben sehr nette Unterhaltungen mir ihr.

Am nächsten Tag genehmigen wir uns eine Busfahrt von T Anau zum Milford Sound. Den ganzen Tag scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel, so dass die Schifffahrt auf dem Milford Sound und auch die Busfahrt durch die herrliche Landschaft ein voller Genuß ist.

Weiterfahrt von der Westküste zur Ostküste. Wir machen einen Besuch am "Nugget Point" in den Catlins und kurz vor Dunedin laufen wir hinunter zum Meer zum "Tunnel Beach Walk", eine wunderbare Felsformation mit Treppen durch die Felsen zum Wasser.

Kurze Besichtigung von Dunedin und Ankunft im "White House" auf der Otage Halbinsel bei Dunedin. Von unserem Zimmer haben wir einen schönen Blick auf die Hafeneinfahrt nach Dunedin. Abends machen wir einen Besuch bei den kleinen Gelbaugenpinguinen und haben auch viele gesehen. Am nächsten Tag bewandern wir die Peninsula. Die ganzen Dünen sind bewachsen mit gelben Lupinen, dazu der blaue Himmel und das blaue Meer. Es ist einfach traumhaft.

Heute ist ein ereignisreicher Tag. Am "Shag Point" gibt es viele Robben zu sehen, wenn man Glück hat auch Pinguine. Einige Kilometer weiter bewundern wir die "Moeraki Boulders". Sehr sehenswert sind auch die "Clay Cliffs" bei Oamaru. Das sind riesige Erdpyramiden aus einer Zusammenballung von Lehm und Kieselsteinen, umgeben von einer farbenprächtigen Lupinenlandschaft. Am späten Nachmittag erreichen wir den Flugplatz am Punaikaki See und können bei stahlblauem Himel noch einen 3/4 stündigen Hubschrauberflug um den Mt. Cook und alle bekannten Gletscher machen – der krönende Abschluß des Tages.

Im Abendlicht erreichen wir den türkisblauen Lake Tekapo mit der Steinkirche "Church of the Good Shepherd". Alles ist umrahmt mit Lupinen in den buntesten Farben. In unserer schönen Wohnung im "The Chalet" direkt am See würden wir auch gerne länger bleiben. Leider ist alles viel zu kurz.

Nun haben wir die letzten 2 Tage unserer Traumreise erreicht. Nach der Besichtigung von Christchurch ist das Haus auf Scarborough Hill fast mit Rundumblick über das Meer nochmal ein Höhepunkt unserer angenehmen Unterkünfte.

Unseren letzten Tag verbringen wir bei schönstem Sonnenschein auf der Bank Peninsula mit dem Städtchen Akaroa. Am Abend laden uns Barbara und Brian zum Dinner ein. Mit einem Fläschchen Rotwein und mit sehr netten Gesprächen endet unsere Reise durch das unvergessliche Neuseeland.

Wir machen noch eine Unterbrechung des langen Fluges mit 4 Tagen im lebhaften Sydney und anschließend 5 Tage mit einer Adventure Tour von Alice Springs zum Ayers Rock. Auch sind herrliche erlebnisreiche Tage.

Alles in allem hatten wir eine wunderbare unvergessliche Reise. Unser Dank geht nochmals an das Umfulana-Team für die perfekte Planung. Wir werden Sie gerne weiter empfehlen.



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