06.04.2009

Neuseelandreise von Rolf Hackbarth

Hallo Brinka,

das deutsche Sie ist uns auf unserer 20 tägigen Rundreise in Neuseeland verloren gegangen. Die Herzlichkeit aller Gastgeber und die freundlichen Kiwi`s werden uns noch öfter auf dieses herrliche Stück Erde locken.
Im Haus auf Scarborough Hill beginnen auch Brigitte und Peter Ihren Urlaub. Während wir in der Akaroa Bay einen kleine Maori Siedlung entdecken, besuchen die beiden den botanischen Garten mit fantastischen Bäumen in Christchurch.

Am Lake Tekapo empfehlen uns Gil + Peter ein Japanisches Restaurant, der Fisch war genial. Die Farbenpracht von Himmel, Berge und See lässt unsere Fotoapparate heiß laufen.

In Queenstown fällt der gebuchte Flug zum Milfort Sound wegen Regen aus, dafür entschädigt uns die Gegend mit tollen Schluchten und dem netten Städtchen Arrowtown, das uns an eine alte Goldgräber Stadt aus Wildwestfilmen erinnert. Im Stadtpark lenken uns die Jugendlichen im Frisbyparcour zuerst von den Riesenbäumen ab, dann lockt uns das Tuten des Dampfschiffes „Earnslaw“ an den See und beschert einen phantastischen Sonnenuntergang.

Leider haben wir zu wenig Zeit, bei der Fahrt über die Southern Alps, die vielen Wasserfälle und den dichten Regenwald zu erkunden. An der Westküste halten wir oft für kleine Wanderungen an, wir erfahren wieder, das die von Umfulana geplanten Fahrzeiten von uns verdoppelt werden. Wir finden dennoch Zeit für Spaziergang über das Geröllfeld zum Franz Josef Gletscher. Jetzt im März überziehen sich über Nacht die Berge mit einer Schneeschicht. Vom Frühstücksraum sehen wir am Morgen eine Märchenlandschaft.

Weiter an der Westküste gehört das Breakers zu den Hightlight`s unserer Reise. Am Strand zeugen vereinzelte Betonpfeiler von den Naturgewalten des Meeres, die eine alte Küstenstraße vernichtet haben. Wir hinterlassen die einzigen Fußspuren am Strand. Eigentlich möchten wir dutzende Muscheln mitnehmen, wenn diese kein Gewicht hätten. Der Übergang von wilder Küste mit bizarren Klippen direkt zum Regenwald füllt die Speicherkarte der Kamera.

Bei der Wanderung im Abel Tasman Park finden wir einsame Buchten jedoch ohne Strand, erst nach einigen Stunden gibt die Flut weißgelbe Sandstrände frei.
Weinfreunde finden hier viele Gelegenheiten zur Verköstigung.

Wir verlassen die Südinsel, es ist kaum zufassen, wie der Kapitän die Fähre durch den Tory Channel lenken kann. Lange kann diese Tour nicht mehr genossen werden, da es Bestrebungen gibt einen neuen Hafen zu errichten.

Das Te Papa Museum in Wellington fasziniert mit seiner modernen Architektur. Mehrere Stunden kann man hier zubringen. Uns lockt doch mehr die Natur vor der Stadt. Unsere Gastgeber empfehlen uns ein polnisches Restaurant, das einzige in Neuseeland, und wir liegen richtig, bekommen gerade noch einen Tisch. Am nächsten Abend gibt es mal Pizza auf der Balkonterasse mit Blick auf Meer und vorgelagerten Inseln.

Im Tongariro Park empfangen uns Geisterorte, die nur im Winter belebt sind. Die Wanderwege haben wir daher auch nur für uns allein. Jeder Blick auf Mount Ruhapehu ist einem Gemälde entsprungen. Abends und morgens erfüllt ein noch nie gehörtes Vogelkonzert die Gegend um die Wild Farm.

Weiter geht die Fahrt in die anrüchigste Gegend unseres Urlaubes, erst die Schwefelquellen im WAI O TAPU Park und dann das faulende Seegras am Lake Rotorua. Wir erkunden den grünen und blauen See, finden Natur im Überfluss, sehen Krater vom Heilcopter an und lernen etwas über die Historie der Maoris kennen. Am Hell`s Gate erzählt Ruh, das im Frühjahr die Frösche in die warmen Quellen gespült werden, hier warten Möwen um sich nach genügen Garzeit zu bediehnen, kein Joke!

Zwei – drei Stunden bei Wolkenbruch-Regen auf bergigen Kurven machen keinen Spaß, die Buchten der Coromandel Halbinsel entschädigen für die Strapaze. Am Cathedral Cove dürfen wir am Strand eine Maori Hochzeit miterleben. Wieder empfängt uns eine tolle Unterkunft, hier in Kuaotuno lockt das beste Eis zu einem Besuch in den Dorfladen. Strände, Muscheln, Meer, Palmen und Wälder, alles ein Traum.

In Auckland folgen wir dem Tip von Christine und nehmen ein Tagesticket der Green Line, so kommen wir auch in die Vororte der Stadt. Nach den tollen Landschaften kann uns die Stadt leider nicht so viel Begeisterung abringen.

Während unserer gesamten Reise haben wir versucht die Unterkünfte von 1(schlecht) bis 10(super) zu bewerten, wir haben 8 bis 10,5 vergeben, dabei sechs mal die 10. Alle Gastgeber haben uns warm und herzlich aufgenommen und immer bemüht alle Wünsche zu erfüllen. Es gab viele wertvolle Hinweise zum Erkunden der Kiwi Welt. Unsere Reisezeit im März hatte den Vorteil, das einige Touristenpunkte leer nur uns vorbehalten waren.
Vielen dank an das Team von Umfulana, Ihr habt einen großen Anteil daran, das und dieses Land wiedersehen wird.



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