02.02.2012

Neuseelandreise von Jürgen von Stein-Lausnitz

Neuseeland 28.12. – 14.01.12

Die Ankunft am Flughafen Christchurch war sicher und alles hat wunderbar geklappt, dank Umfulanas weisser Voraussicht, einige Tage vorher aufgrund eines Nachbebens in dieser Stadt eine Email zu schreiben und vorsorglich noch anzurufen, um nur kurz zu bestätigen, dass der Flughafen sowie die Unterkunft unserer ersten Station in NZ heil geblieben sind und wir uns keine Sorgen zu machen brauchen. Und dies war am 25.12. – ein perfekter Kundenservice.
Unser erster Gastgeber Donald war sehr freundlich, wir haben natürlich aufgrund des Jetlags lange und intensiv Schlaf nachgeholt.
Christchurch an sich wurde von uns nicht besucht, da Teile der Innenstadt gesperrt waren und wir auch keinerlei Intention auf Katastrophentourismus hatten. Es wird zur Zeit überlegt, ob man Christchurch überhaupt wieder aufbauen kann, da in der Zeit unseres Aufenthaltes in der Gegend die leichten Nachbeben 5786-5834 stattfanden und Christchurch bisher nicht als Erdbebengebiet bekannt war, man somit auch keinerlei bauliche Besonderheiten berücksichtigte.
Aber wir hoffen das Beste und die Neuseeländer tun es auch.

Am nächsten Tag fuhren nach Lake Tekapo, ein unglaublich grünblauer See vor einer traumhaften Kulisse des Mt. Cook, die Gastgeber Jerry & Steve waren nett, wenn auch ein wenig unpersönlich.

Wir fuhren nach einer Übernachtung dort weiter in das Adrenalinzentrum des Südens, Queenstown, um dort zwei Tage in einer sehr schönen B&B Unterkunft uns bei traumhaftem Wetter und herrlicher Umgebung um den Lake Wakatipu herum zu entspannen. Die Gastgeberin war bezaubernd, hilfsbereit und sehr unterhaltsam, so dass der Aufenthalt zu einem der schönsten Silvesterabende führte.

Dann fuhren wir weiter nach Wanaka, wo wir in einem Guesthaus nächtigten, dessen atemberaubender Blick auf einer Anhöhe seinesgleichen suchte. Unser Bed & Breakfast unter Verwaltung von Trish und ihrem Mann Stephen waren wundervolle Gastgeber und in diesem Moment war uns bewusst geworden, dass wir wiederkommen wollen und diesmal mehr als nur einen Tag bei diesen Gastgebern. Beim nächsten Mal möchten wir einfach eine schöne Wanderung dort machen.

Wir fuhren dann für eine Nachtdurch die Berge zur WestCoast, wo sich das Wetter schlagartig änderte und man in ein tropisches Gebiet kommt, schöne reizvolle Stille, gepaart mit den beiden einzigen Gletschern der südlichen Hemisphäre, die bis zum Meer hinunter gehen. Beeindruckend, diese Kombination aus Eismassen und tropischen, nahezu unberührten tropischen Wäldern. Die Übernachtung im Arts-and-Crafts-Haus war schön und sehr gepflegt. Die liebenswürdige Gastgeberin, very british, versorgte uns mit einem schönen Aufstell-Kalender für das Jahr 2012 mit neuseeländischen Landschaftsimpressionen.

Wir reisten am nächsten Tag weiter Richtung Norden, immer an der West Coast entlang zwischen Westport und Greymouth, dort lag eine bezaubernde Villa inmitten der tropischen Wälder.
In der Lodge am Meer sollte man schon am späten Nachmittag ankommen, was wir auch taten, um in den Stunden, in denen das Tageslicht so langsam schwindet, die stürmische Küste entlang zu wandern und den Sonnengang zu geniessen. Da dies in der Nähe der Pancake Rocks lag, gab es passenderweise auch Pancakes zum Frühstück, wunderbar. Und erst die quirlige Gastgeberin.

Wir fuhren dann weiter Richtung Montueka bei Nelson, ein zauberhaftes Gebiet mit wunderschönen Lagunen und Küstenabschnitten, wo wir zwei Tage bei Margeret nächtigten, einer sehr freundliche ältere Dame, die sehr weltgewandt war und ihren Mann auf viele Reisen begleitete. Ihr B&B hiess Olives@Marini, und von ihrer nun nicht gerade üppigen Olivenplantage schenkte sie uns ein Fläschchen Olivenöl. Charmant. Dann fuhren wir noch an einem Mittag nach Renwick Richtung Eastcoast und hatten ein wunderbares Mittagessen in einem Weingut nahe Wainarau River. Unvergesslich.

Am nächsten Morgen starteten wir Richtung Picton, um mit der Fähre nach Wellington, genannt "windy Welli", überzusetzen. Das Auto konnte problemlos in Picton angegeben werden, wir hatten von Umfulana einen Voucher pro Person für die Überfahrt erhalten und nahmen in Wellington einen schönen Mietwagen wieder im Empfang, es hat alles reibungs- und problemlos geklappt. Diesmal war es ein Mazda mit Stufenheck, der uns besser gefiel, als der uns zur Verfügung gestellte Mazda auf der Südinsel, dessen Kofferraum zu klein war.

Wir blieben in windy Welli dann zwei Tage, ein angenehmer Ort, eine etwas unpersönliche städtische Gastgeberin, allerdings mit einem schönen Haus und extra angebautem Appartment, welches wir bewohnten. Und es gab zweimal traumhaftes Abendessen, einmal polnische, einmal chinesische gehobene Küche mit unglaublichen Speisefolgen. Das Wetter verschlechterte sich dann leider aufgrund eines tropischen Wirbelsturms, dessen Ausläufer wir dann auf der Nordinsel zu spüren bekamen, Wind, Regen und Temperaturen nur noch um 15-18 Grad.

Wir blieben dann unterwegs eine Nacht in der Wild-Farm, dessen Umgebung schön sein soll, wir aber vor Regen und schlechtem Wetter bei noch schlechterer Sicht so gut wie nichts gesehen haben. Sehenswert soll hier die Vulkanlandschaft mit dem schneebedeckten Vulkankegel des Tongariro Nationalparks sein, den wir leider nicht sahen.

Die beiden nächsten Nächte verbrachten wir in der Lodge am Rotorua See, einem schönen Anwesen direkt am Lake Rotorua, mit traumhaftem Blick auf den See. Leider war es auch hier eher verregnet, so dass wir einmal dann für einen Tag an die Küste fuhren, nach Whakatane, ein zauberhafter Küstenort mit schönem Flair. Unvergesslich auch ein Tangi, ein maorisches Abendessen, sehr touristisch, aber doch noch mit einem tieferen Einblick in das Leben der Maori, deren Brauchtümer und Riten.

Dann verbrachten wir zwei Nächte in einer schönen Villa in Hahei mit Blick auf die Bucht. Traumhaft zum Erkunden der Coromandel Halbinsel, leider war das Wetter hier auch ein wenig unbeständig, es wechselten Sonne und Wolken ab mit einigen Regenschauern.

Den letzten Tag verbrachten wir in Auckland, einer schönen, an einer Landenge gelegenen Stadt mit viel polynesischem Flair sowie Segelbooten und Yachten, soweit das Auge reichte.
Unsere Gastgeber waren ein niederländisch/englisches Paar, sehr hilfreich und sehr freundlich, mit einem traumhaften Frühstück und selbstgemachtem Lemon Curd .

Ja und dann mussten wir schon wieder zurückfliegen.

Alles in allem sehr schön geplant, gut durchdacht, alle größeren Highlights und Hot Spots waren inbegriffen, so dass man sich einen umfassenden Blick über dieses aufregende Land machen konnte, das Gott sei Dank sehr weit weg ist, denn sonst würden dort schon 100 Millionen Europäer leben wollen:-)

Danke



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