01.03.2012

Neuseelandreise von Holger T.

Liebe Frau Mandlmeier:
Es war traumhaft! Dickes Kompliment an Sie und alle bei Umfulana die die Reise gebucht haben. Man hat gemerkt, dass Sie sich in Neuseeland auskennen und die B&B-Häuser besucht haben. Die Anfahrtsbeschreibungen waren immer zielführend.
Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Die Südinsel leidet dieses Jahr unter wenig Niederschlag, was uns zu Gute kam. Sogar die Catlins waren herrlich sonnig. Nur der Doubtful Sound war wie immer....
Avis Car Rental war eine gute Wahl und auch Max Cover eine gute Entscheidung und unbedingt zu empfehlen ist. Wir hatten einen Steinschlag mit Riss in der Scheibe, was bei der Art der Straßen (Rollsplitt) kein Wunder war. Es gab viele Baustellen mit Fahrbahnerneuerungen, auf denen die Steine noch recht lose rumflogen. Der Fahrzeugwechsel in Invercargill verlief ohne Probleme. Max Cover hat sich also gelohnt.
One Night-Stays würden wir nicht mehr machen wollen oder Freunden empfehlen. Das ist zu kurz und wir hätten lieber auf ein oder zwei Ort verzichtet.

Bewertungen 1 -5 * für Ort bezeichnet den Ort (was sonst) sowie die Umgebung und wie wir ihn empfunden haben. Gastgeber/Frühstück: Wie nett die Gastgeber waren, und wie liebevoll Sie das Frühstück gemacht haben, stand manchmal nicht ganz im Einklang mit dem Zimmer und dem Anwesen. Deshalb die Unterteilung. B&B für das Zimmer und die Ausstattung bzw. das Haus.

Christchurch: Haus auf Scarborough Hill: Toller Shuttle von Barbara. Leider kommt man sich dort auch noch ein Jahr nach dem Beben als Katastrophentourist vor. Auch die Anfahrt zum Anwesen zu den wirklich reizenden Gastgebern, lässt einem nach 30 Stunden Flug etwas zusammenzucken...
Die Sprünge in der Panoramascheibe des B&B im Frühstücksraum machen einen traurig und lassen tief in die Seele von Barbara und Brian blicken. 2 kleine Beben hatten wir...aber nur 3,4 und 4,2. Das Erste hab ich nicht gemerkt, das 2. war auch kaum zu spüren.
Die Stadt ist touristisch praktisch nicht mehr vorhanden.
Ich hoffe, dass die Menschen dort alles schnell vergessen können und den Alltag in den Griff bekommen. Die Häuser die an den Klippen halb überhängen tragen nicht wirklich zur Beruhigung bei.
Wir sind dann gleich raus nach Akaroa auf eine Bootstour...das ist sehr zu empfehlen. Ein Stop im Cafè On the Top bevor es nach Akaroa den Berg runter geht ist sehr zu empfehlen. Das freilaufende Schwein auf der Terrasse war der Hingucker und auch der Delphinspürhund auf dem Boot eine Sensation. Er hat die Delfine schon Minuten vorher gewittert und angeschlagen!
Ort: * Gastgeber/Frühstück: ***** B&B: ****

Dunedin. B&B auf der Otago Halbinsel.
Zauberhaft. Portobello ein Traum. Dunedin ganz nett. Pinguin Place kann man besuchen, aber dann die letzte Tour, da die Gelbaugenpinguine erst spät von Fischfang zurück kommt um die Jungen zu füttern. Der Fish and Chips Take Away in Portobello ist eigentlich sehr gut, der angepriesene Fish Burger ist nicht zu empfehlen. Gebackener Fish (Kabeljau) sehr lecker, aber dann kam Salat, Ananas, Rote Beete, Zwiebel und Tomate drauf. Besser einfach Fish und Chips bestellen denn die Pommes waren sehr gut und wurden im letzten Jahr sogar ausgezeichnet. Das Restaurant ein Stück weiter ist ebenfalls prima.
Die Gastgeber haben sowieso immer die besten Tipps! Die Beiden vom Lookout waren sehr hilfreich beim Buchen der Doubtfull Sound Tour per Telefon.
Ort: **** Gastgeber/Frühstück: ***** B&B: *****

Cartlins. (zauberhafter) Farmstay. Wie bei den Waltons...Essen in der "Alten Schule" sehr zu empfehlen. Curio Bay Walk sehr schön mit Pinguinen und dem versteinerten Wald. Wir fanden das für diesen Abstecher der Aufenthalt zu kurz war- aber das Wetter war auch sehr gut...bei schlechtem Wetter fühlt man sich da etwas verloren und wir würden wahrscheinlich anders urteilen.
Ort: *** Gastgeber/Frühstück: *****B&B: ****

Te Anau B&B
Leider etwas verregnet. Den Film über den Doubtfull Sound im Kino sollte man sich NACH der Tour unbedingt anschauen. Auch die Besichtigung des Kraftwerks ist faszinierend außer man hat Angst in einem engen Tunnel 200 Meter in die Tiefe nach Mittelerde zu fahren. Ich war heilfroh als ich wieder draussen war, aber im nachhinein froh das ich unten war:-)
Süßer Golden Retriever im B&B der vom Betteln allerdings schon etwas rund geraten ist.
Ort: ** Gastgeber/Frühstück: **** B&B: ****

Pension in Wanaka:
Absolute Bestnote – volle Punkte in allen Bereichen...der See, der Ort. Unbedingt die Anfahrt über den Pass von Queenstown aus nehmen und auf dem Pass in dem Restaurant halt machen. Im Garten hinter dem Haus kann man schön sitzen.
Ein MUSS: Rob Roy Glacier Walk!!! Der Wahnsinn. Die Anfahrt über 20 km Schotterpiste aber sehr mühsam....aber mit Max Cover Versicherung sicherlich entspannter als ohne.
Tolle Tipps von Blair und Rosie, Grillplatz, Bach hintern Haus...wären wir gerne länger geblieben.... Rosie hat uns sogar angeboten die Wäsche zu machen (ab 2 Nächten)!!!
Ort: ***** Gastgeber/Frühstück: *****(*) B&B: *****(*)

Pension am Franz Josef Glacier:
Beeindruckend. Wir haben auf der Anfahrt auch einen Stopp beim FOX gemacht. Empfehlenswert.
Sind nicht zum FJG hochgeflogen oder hoch gelaufen da wir nur eine Übernachtung hatten. Der Gletscher zieht sich immer weiter zurück. Die Tour dauert schon fast 4 Stunden. Und den Helikopter -Wahnsinn wollten wir nicht mitmachen. Man kommt sich fast schon vor wie bei einem Spazierganz an einem Flugplatz...der Gang zum Gletscher hat uns gereicht.
Ort: **** Gastgeber/Frühstück: **** B&B: **
Das Zimmer war schon sehr klein, aber der Blick am Morgen aus dem Fenster Wahnsinn.

Anwesen des Dorfarztes in Hokitika
...ein Paradies in einer sonst eher überschaubaren Stadt mit einem wilden Strand...der Jakuzi war die Krönung. Greenstones suchen an der Flussmündung macht besonders Spaß und gelegentlich hat man Glück und man findet welche...
Ort: *** Gastgeber/Frühstück: ***** B&B: *****

Da wäre anzumerken, dass Überschrift im Heft Greymouth verwirrend ist. Wir dachten wir müssen nach Greymouth und haben in Hokitika gestoppt für Green Stones und Picknick.
Dann sind wir Richtung Greymouth gestartet und haben nach einiger Zeit gemerkt, dass wir schon am Ziel waren....aber das nur so als kleine Randbemerkung. Es war auch die "härteste Tour". Hokitika ist eigentlich zu weit weg von den Pancake Rocks. Der Umweg hat die Anfahrt nach Kaikoura sehr in die Länge gezogen.

Kaikoura im B&B mit Panoramablick:
B&B mit Traummhalfter Lage. Der Ort ganz nett. Unbedingt zum Barbeque-Crayfish-Essen. Tipp: etwas Salatdressing/Sauce mitnehmen, denn dem Salat und den Crayfish gibt’s ohne alles.
Ort: **** Gastgeber/Frühstück: ***** B&B: *****

Leider war am Tag der geplanten Whale Watch Tour das Wetter so schlecht, dass alle Touren abgesagt wurden. Am Tag der Abreise war eine hohe "seasickness“ Stufe mit 1,5 m hohen Wellen. Da ich als alleiniger Fahrer an diesem Tag wieder 4-5 Stunden Fahrt vor mir hatte, war mir das zu gefährlich bzw. zu unsicher...mir war stellenweise ja schon von eigenen Fahrstil unwohl:-)Ich schicke Ihnen die Voucher mit Vermerk der Whale Way Station zurück und hoffe auf Erstattung.

Motueka B&B auf einer Halbinsel Nelson: Super Klasse. Abel Tasman Park...der Wahnsinn...Das Angebot: Mit dem Boot einen Punkt im Park anfahren und nach einer strammen Wanderung an einem anderen Punkt wieder an Bord gehen! Die angebotene Tour mit „Beach, Bridges und so weiter“ fanden wir sehr schön. Unsere Gastgeber haben das empfohlen und für uns gebucht.
Auf dem Campingplatz kann man unglaublich gut essen und schön sitzen: Boot Shed.
Leider waren die Gastgeber bei unserer Anreise um 14 Uhr noch nicht da, so dass wir an einem nahegelegenen Strand picknicken „mussten“. Als wir es gegen 15:30 wieder versuchten waren sie dann da, deshalb nur 4 und ein halber statt der 5 Punkte. Der Pool uns viel Spaß gemacht.
Ort: ***** Gastgeber: **** und ein halber B&B: *****

Wellington Residenz über Oriental Bay: Kaum auf der Nordinsel, war das Wetter schlecht. Gut das es das Te Papa Museum gibt. Die Stadt ist sehr nett auch bei Schauerwetter. Cable Car lohnt nur wenn man hinterher auch durch den Botanischen Garten in die Stadt geht.
Die Angabe 15 Minuten vom B&B zum Zentrum halte ich für gewagt. Wir waren wohl zu müde von der Fahrt und gut 30 Minuten unterwegs bis wir im belebteren Teil der Stadt waren.
Ort: **** Gastgeber/Frühstück: **** B&B: ***
(das hintere Zimmer war schön eingerichtet, hatte etwas Souterrain Charakter)

Im modernen Haus in Napier:
Der ganze Ort war ganz aufgeregt wegen des Art Deco Weekends. Überall standen Oldtimer und die Menschen liefen im Outfit der 30er Jahre durch die Gegend.
Das B&B liegt toll und das Essen an der Warft war super. Der Blick auf den Hafen mit einer Unzahl von „Hamburg-Süd“ Container von der Reederei des Herrn Dr. Oetker lies einen kurz an die Heimat denken.
Ort: **** Gastgeber/Frühstück: ***** B&B: *****

B&B in Rotorua: Auf der Anreise haben wir uns dort den geothermischen Park Wai-o-Tapu angesehen. Sehr interessant.
Ort: ** Gastgeber: ****B&B: ---
Durch das B&B in Napier war das B&B in Rotorua eine ziemlich Fallhöhe im negativen Sinn. Die Gastgeber sind ganz zauberhaft, aber wir haben uns entschieden einen Tag früher abzureisen und einen Tag eher nach Hahei zu fahren. Es war doch sehr muffig und etwas verwohnt. Leider war das B&B in Hahei noch nicht frei, aber wir haben uns ein Cottage im Ort genommen.

Coromandel: B&B am Hang von Hahei Beach
Der Wahnsinn – auf dem Weg dorthin sintflutartiger Regen, aber bei Ankunft Sonnenschein. Toller Spot zu entspannen. Das „self-contained“ Zimmer hatte etwas Souterrain-Flair und das Getrampel der Besitzer auf der Terrasse war stellenweise etwas nervig, aber der Grill und die Terrasse „oben“ beim Frühstück haben entschädigt. Die Gastgeber waren sonst Klasse und hilfreich und der Ort zum entspannen optimal. Ebenfalls die Umgebung: Hot Water Beach, Cathedral Cove und der Weg dorthin, die kleine Fähre von Ferry Landing nach Whitianga....und und und...In der Nähe gibt es eine Macadamia Nut Plantage in der wir tolles Öl und Honig gekauft haben.
Ort: ***** Gastgeber: ***** B&B: ***

Auckland Villa in Devonport: Auckland leider im Regen...mit einem Sonnenuntergang der für alles entschädigt hat. Das Museum bei schlechtem Wetter sehr interessant. Die Linienbusse fahren es an. Die Fahrt mit dem teuren „on – off“ Touristenbussen haben wir uns gespart.
Jonathan ist ein Sweetheart und wir konnten am Abreisetag noch bis 14 Uhr im Zimmer bleiben. Das Wetter war dann auch gnädig und so hat alles zu einem guten aber viel zu frühen Ende der Tour geführt. Jonathan würde sagen: Chillaxed last day!
Seit Auckland ist „chillax“ fester Bestandteil unseres „denglischen“ Wortschatzes?
Ort: *****Gastgeber/Frühstück: *****(*)B&B: *****

Liebe Grüße Holger T. und Claudia T.



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