24.02.2015

Neuseelandreise von Beate

Neuseeland aber jederzeit!

Die Reise war erwartungsgemäss ein grosser Erfolg.
Der Anfang war etwas hakelig: nachdem bei unserer ersten Umfulana-Reise die Flieger-Meilen unter die Räder gekommen waren, hatte ich beschlossen , dieses Mal die Buchung selbst zu machen. Trotz der hohen Kosten hatten wir uns zur Business-Klasse entschlossen, was ich nur jedem raten kann, der es irgendwie finanzieren kann. Wir haben bestens geschlafen, in Shanghai geduscht, umgezogen, entspannt, dann wieder geschlafen und frisch aus dem Flieger gestiegen.
Dann gab's da aber ein Problem. Offensichtlich hatte ich mich bei der Zeitverschiebung um einen Tag verrechnet. Wir kamen Dienstag an und der Reisebeginn war Mittwoch. Also, leider teures Umbuchen, dann Avis anrufen, Auto geht einen Tag früher, alles o.k., dann Touri - Organisation: ich wollte doch nach Kaikura, die Wale sehen. Mit dem vorigen Programm wäre das nicht möglich gewesen, so buchten wir direkt am Flughafen das Walboot und eine Backpacker -Unterkunft , das ar alles sehr kundenfreundlich und einfach. Dann ging's nach Christchurch, Auto abholen ( zum Glück eine Automatik !) und straff gefahren , nach Kaikura.
Backpacker-Unterkünfte sind zwar keine B&B's, aber es war einigermassen sauber und günstig gelegen. Wir erwandern uns in der untergehenden Sonne den Ort, staunen über die horrenden Essenspreise, landen schlussendlich bei open-air Fish and Chips, die aber köstlich sind.
Am nächsten Morgen gehen wir in ein nettes Cafe nebenan zum Frühstücken, anschliessend Wal-Infos ohne Ende. Man wird komplett mit Broschüren zugeschüttet ( das sollte auch die ganze Reiseber so bleiben ) . Das Boot prescht voll beladen bei schönem Wetter, aber heftigen Wellen in die Bucht. Das erfahrene Personal ortet sofort den ersten Wal. ich bin sehr beeindruckt, obwohl man von diesen Tieren nicht so viel sehen kann . Die tauchen eine Dreiviertelstunde, dann kommen sie zu Atmen an die Oberfläche, man sieht ein Stück des Rückens und die Atemfontäne ( ahnt, wieviel Tier da noch dran hängt) , nach ca. 10 Min. , Buckel und die Fluke ( hoffentlich mit startklarem Foto ) und weg ost er. Das erleben wir 3 Mal, dann noch ein kleiner Hai. Auf dem Rückweg werden wir von Delfinen begleitet, die das ganze zum echten Erlebnis machen. Nicht ganz seefesten Fotografen kann ich sehr zu einer vorbeugenden Massnahme raten, denn beim Sucher gucken kann's einem recht elend werden.
Dann geht' s zurück nach Christchurch. Dort suchen wir erst einmal unser erstes Umfulana-Quartier auf: die Oakhampton-Lodge. Ein bisschen mühsam zu finden, da durch Erdbeben und Wiederaufbau viel Umleitungen bestehen, aber doch traumhaft schön. Die Gastgeber Jacky und Angus sind so recht auf unserer Wellenlänge und wir verquatschen den halben Tag und gehen auch nicht mehr zum Essen aus. Die Sandwichreste und ein Glas köstlichen Neuseelandweins reicht auch. Nach einem üppigen Frühstück mit den Gastgebern lassen wir uns noch etliche Tips geben und fahren dann zur Stadterkundung los. Christchurch ist immer noch in einem erschreckend desolaten Zustand: freie Flächen, leerstehende Hochhäuser mit kaputten Scheiben, abgetützte altenglische Steinhäuser. In der Stadt scheint es nur Touristen zugeben. Wir machen eine Rundfahrt mit der Touristenbahn, das ist ganz nett, besichtigen die Container-Mall und erfahren, dass das alles noch Versicherungs-und Geldfälle sind . Als wir dann nach Akaroa rausfahren, sehen wir, dass die eigentlich lebendigeStadt jetzt in den Aussenbezirken angesiedelt ist. Wir fahren nicht die grosse Strasse, sondern über die Pässe ( sehr kleine Strasse und dann der Gebbies-Pass ). Das ist sehr sehr lohnend, weil man ständig grandiose Fernblicke geniessen kann. Akoroa ist ein süsser kleiner Hafenort mit französischen Wurzeln, wo alleine der Kaffee am Hfen in der Sonne Spass macht. Zurück fahren wir über Lyttelton, den ursprünglichen Hafen Christchurchs, der aber seit dem Erdbeben nocht mehr so frequentiert wird. Zurück in Christchurch essen wir noch eine Kleinigkeit, denn mein mann will joggen gehen. Die Neuseeländer sind ein sportverrücktes Volk und er kann sich unter ohnen voll austoben.
Am nächsten Tag geht's wohlgestärkt Richtung Lake Tekapo. Wir wählen die empfohlene Sceenic-Route die erst kurz vor Geraldine wieder auf die 79 trifft. Man fährt durch Obstplantagen und Bauernmärkte, wir deckn uns für die Fahrt ein. Zwischen Geraldine und Fairly gibt es schöne Landschaft zu sehen, alles vom Auto aus. Die 8 führt uns dann nach Lake Tekapo. Es ist sehr sehr windig geworden, die fetten Wolken krallen sich an die Passhöhen. Wir checken in Alpine Vista ein. Fann rüsten wir zum Entdecken der Umgebung. In Anbetracht des sich immer mehr bedeckenden Wetters ( zwischenzeitlichregnet es schon ) begrenzen wir unseren Aktionsradius. Wir schauen die Kapelle am Wasser an, das Schäferhundedenkmal, dann fahren wir rauf zur Sternwarte Mt. John. Das lohnt sich unbedingt! Man hat Vogelperspektive, trotz nicht perfekten Wetters einen grandiosen Ausblick und wenn man will, im Cafe hinter Glas auch alles windfrei. Nach diesem Erlebnis treibt uns der Bewegungsdrang noch auf den Weg zum Campingplatz und zu den heissen Bädern. Leider kann ich meine bessere Hälfte dafür nicht motivieren und wir ziehen es vor, in den Ort zurück zu gehen und in einem der empfohlenen Restaurants essen zu gehen.
Nächsten morgen geht's weiter. Da jetzt die längste Strecke zu bewältigen ist , brechen wir früh auf. Der Mount Cook möchte sich nicht zeigen und wir fahren zwischen Seen und Kanälen über Twizel, Omarama , Tarras, Cromwell Richtung Queenstown. Es regnet immer wieder, aber die Leute versichern ins, es sei der erste Regen seit Mitte Dezember. Wir glauben das, weil die Weiden so verbrannt aussehen. Überall gibt es Riesenherden, entweder Milchvieh ( 500- 1000 Stück ) oder Fleischrinder, Schafe und Hirsche. Nach Cromwell wird die Landschaft sehr interessant: die Karawau Schlucht, man fährt immer knapp daran, dann grosser Stau: in Gibbston ist ein Open-Air-Festival, trotz Regen, massig Leute, die sich auch aufs Campen eingestellt haben. Kurz drauf, die Karawau-Brücke: angeblich älteste Bungee-Brücke der Welt. Wir müssen das ansehen! Ganz schön verrückt! Ob jung oder alt, es gibt genug Leute, denen die 195 $ für wenige Sekunden Spass nicht zuviel sind. Immerhin wird alles akribisch dokumentiert zur Erinnerung. Wir stellen uns lieber als Zuschauer auf die besten Ränge und schauen zu.
Aus zeitlichen Gründen und weil's mittlerweile in Strömen regnet, lassen wir Queenstown heute aus und fahren dir 6 weiter am Lake Wakatipu entlang, dann 97 und 94 nach Te Anau. Den Strassen enlang sind immer Lookouts angekündigt, von denen sehr viele recht lohnend sind.
Freunde hatten uns gesagt, sie hätten am Tage der Ankunft gleich noch den Milford Sound angesehen und dann für den nächsten Tag die eintägige Fahrt zum Doubtful-Sound gemacht. Das hätte mir auch gefallen. Aber erstens regnet es mittlerweile echt gewaltig und zweitens sind wir von der Fahrt ganz schön erledigt. Wir haben für morgen also die Entscheidung Milford oder Doubtful... Unsere reizende Gastgeberin berät uns und da wir ein eigenes kleines Häuschen mit Ausstattung haben, kaufen wir uns das Essen und essen auf der Terrasse unterm Dach bei prasselndem Regen . Die Entscheidung ist für den Milford-Sound gefallen. Man empfiehlt uns einen kleinen Bootsverleiher ( Mitre ) und früh, vor den Chinesenbussen zu fahren. Das gelingt uns, denn trotz Regens ist die Karawane beachtlich. Wir verschieben alle auf dem Weg empfohlenen Wanderungen auf nach der Bootstour. Das lohnt sich, denn die grossen Massen kommen mittags. Die Bootsfahrt ist überwältigend und trotz riesiger Nebelschwaden beeindruckt dieser Sound mit Grösse, Steilheit, Wasserfällen, Seehunden und grandiosen Blicken auf Berge und Meer. Zurück an Land machen wir auf einem Parkplatz halt, weil uns der Hunger plagt. Wir essen unsere Sandwiches im Auto, weil mittlerweile der Regen so stark geworden ist, dass nur noch ein paar grosse geüne Papageien auf dem Platz rumlaufen und nach Essen fragen ( ist streng verboten, zu füttern! ). Wir fahren noch ein Stück, da stehen die Autos: ein Unfall, 3 Autos, die Feuerwehr, der Hubschrauber, bis die alle da sind , dauert das Stunden, weil in der Region kein Handynetz geht. Wir stehen gute 3 Stunden. Es kann auch keiner zu den Booten im Sound, die hatten dann einen ruhigen Nachmittag. Als wir endlich an unseren Wanderorten sind ist es schon nach 5 Uhr. Der Regen hat zwar aufgehört, aber wir haben keine Lust mehr. Bernd geht lieber eine Runde joggen. Anschliessend essen wir und - erstaunlicherweise schlafen wir hier bereits um 22 Uhr, bis 8 morgens. daheim sieht uns kein Mensch vor Mitternacht im Bett.
Nach einem netten Frühstück mit 2 anderen Umfulana-Reisenden geht's wieder auf die Strasse: Wanaka ist das Ziel. Es regnet wieder, aber nicht mehr ganz so ausdauernd wie geatern. Wir fahren die bekannte Strecke nach Queenstown. Das ist eine total nette kleine Stadt, quirlig, voller Leben und Tourismus. Wir schlendern durch die Strassen, gelegentlich ein Strahl Sonne, dann wieder Regen. Deshalb wandern wir durch die unzähligen Outdoorshops und staunen. Ich bekomme eine neue Regenjacke, weil meine undicht ist. Ein einmaliges Cafe mit Köstlichkeiten krönt den Tag und es geht weiter über den Pass nach. Arrowtown. Der Pass ist leider voll im Nebel, lohnt sich aber trotzdem, weil man immer wieder Ausblicke bekommt. Man fährt da durch ein Skigebiet, wo jetzt natürlich keiner ist. Arrowtown ist wieder voll im Regen und wir verzichten aufs Aussteigen. Dann liegt Wanaka vor uns, sehr malerisch mit See. Zur Orientierung steigen wir erst mal aus . Der Wind ist beträchtlich und wir fragen uns einmal mehr, warum die Leute lieber Speedboat fahren, statt zu segeln.
Unser heutiges Quartier ist ein bisschen schwer zu finden ( war aber gut beschrieben, nur denkt man, da kann doch kein Haus mehr stehen ). Traumlage!!! Unsere Gastgeber haben einen Zettel hinterlassen, der Schlüssel steckt auf der Wohnung, vor Einbrechern hat man offensichtlich keine Angst. Wir richten's uns in der geräumigen Wohnung mit Balkon und genialstem Blick auf Berge und See ein. Dann kommt unser Gastgeber Stephen, Trish, seine Frau ist noch als Reiseführerin unterwegs. Er erklärt uns alles, gibt noch ein paar Spaziergehtips und Restaurantempfehlungen. Wir fahren noch mal in den Ort, erwandern ein bisschen den See , gehen dann essen und wieder auf den Berg. Das Wetter ist immer noch ein bisschen regnerisch, aber man prophezeit für morgen Sonne. Am Frühstück lernen wir auch Trish kennen. Wir sitzen megatoll speisend mit phantastischer Aussicht und unterhalten uns bestens. Da die beiden dieses Jahr nach Deutschland und Österreich reisen werden, können auch wir einmal gute Tips geben. Wir lassen uns einige Wanderungen vorschlagen und entscheiden uns schlussendlich für die Wanderung am See. Man fährt erst ein Stück und läuft dann immer mit Blick Richtung Wanaka und die Alpen - im Prinzip bis Wanaka. Wäre ja gegangen, aber dann steht das Auto noch am Ausgangspunkt. also kehren wir nach 8 km um - macht zusammen auch 16, das reicht.
Die Sonne scheint non-stop, wir schmieren Sonnencreme, Schicht für Schicht und trotzdem bilden sich auf Bernds Arm schon Blasen - echt heftig. Zurück im Quartier flätzen wir uns auf den Höhenluftbalkon und geniessen den Urlaub, bis uns der Wind nahezu wegfegt.
Nächster Morgen: wieder leckerstes Frühstück mit frischen Früchten, sogar den ersten eigenen Brombeeren, guten Gesprächen etc. Leider schon wieder Aufbruch. Wir wollen über den Haast-Pass an die Westküste. Es ist wieder bedeckt und trisselt ein bisschen. Lake Hawea, Lake Wanaka liegen malerisch türkis solange man sie abschnittsweise zu sehen bekommt. Richtung Haast-Pass wird die Bewölkung immer dichter, an 2 Wassefällen ( Fantail und Thunder Creek ) halten wir an, um zu schauen. Bernd läuft raus ins Flussbett, wo viel vor ihm schon kleine Steintürmchen gesetzt haben. Er fotografiert und als er zurückkommen will, stellt er fest, dass der Fluss mittlerweile heftig angestiegen ist. Ich kriege es mit der Angst. Zum Glück geht's ein Stückchen flussab noch - aber mit sowas muss man wohl rechnen. Am Meer angekommen fahren wir erst einmal nach Haast-Beach. Der Ozean tobt und macht keinen sehr einladenden Eindruck. Wir fahren die 6 auf der Küstenstrasse weiter. Die Empfehlung unserer Gastgeberin, den Ship-Creek aufzusuchen, nehmen wir an. Es gibt zwei nicht zu lange Runden zu gehen: einer am Strand entlang, der andere am Fluss. Wir machen beide und sind vom Urwaldambiente sehr beeindruckt. Die Sonne kommt jetzt auch ein bisschen länger, aber der Ozean tobt wie gehabt. Wir fahren die Küstenstrasse, die nicht immer an der Küste geht weiter bis Fox-Glacier. Ich will unbedingt einen Helikopterflug über die Gletscher machen und erkundige mich gleich hier. Die Sonne strahlt, aber es stürmt entsetzlich. Der Herr bei den Helikopterbuchungen sagt, heute fliegt keiner , zu stürmisch. Wir fahren nach Franz Joseph, schauen achon mal Richtung Gletscher, na das untere Ende ist weit hintwn im Tal zu sehen. Bernie empfängt uns sehr freundlich. Hübsche altmodische, aber auf der Technik neuestem Stand, Zimmer. Eine wundervolle Riesenbadewanne, der ich später die Ehre geben will und ein grosses Wohnzimmer und ein separates Schlafzimmer. Ich begebe mich in den Kaminraum, wo schon andere Gäste sitzen, mein Mann geht joggen und ich bekomme ein Glas Rotwein kredenzt und schwatze mit den Engländern. Den nächsten Morgen regnet es wieder und der Gletscher zeigt sich im Morgenmantel. Unsere Gastgeberin fragt bei den Helikoptern nach. Die haben nach einem Probeflug alles storniert. Also fahren wir, das Gepäck können wir noch bis Mittag da lassen, zum Parkplatz am Gletscher und pilgern mit Scharen von mehr oder weniger geeignet angezogenen Touristen zum Gletscher hoch. Es regnet wie aus der Gieskanne.
Wir nehmen die Küstenstrasse Richtung Norden. In Hokitika steigen wir aus und wollen was essen. Hier ist ein Zentrum der Jadeschnitzerei. Das ist alles sehr schön, aber achlussendlich kaufen wir doch nichts ( die Menge erschlägt einen einfach ) und fahren nach Greymouth. Hinter Hokikita teilen sich Strasse und Eisenbahn eine Brücke, sehr sehenswert! In Greymouth fliesst ein riesiger Fluss ins Meer, der bei entsprechendem Druck nicht mehr ablaufen kann und deshalb immer die Stadt unter Wasser gesetzt hat. Jetzt gibt es da eine grosse Mauer, die die Stadt schützt. Wir fahren zum Leuchtturm raus, der an dem Zipfel liegt, wo der Fluss versucht ins Meer zu kommen. Dieses steht gut einen Meter höher und es kommt zu gigantischen Wellen und tobender Flut. Es regnet wieder, aber wir finden diesen Abstecher sehr lohnend. Auf dem Rückweg treffen wir 2 Holländerinnen auf dem Fahrrad, die gerne fotografiert werden wollen. Die nötigen uns echt Respekt ab. Nun ist es nicht mehr weit nach Punakaiki, zu den Pancake-Rocks. Da unser Quartier hinter den Rocks liegt, beschliessen wir, diese gleich zu besichtigen. Es regnet wild. Wir gehen voll regeneverkleidet mit Schirm den wunderbar angelegten Rundweg- einen Vorteil hat das, wir sind praktisch alleine da. Dann suchen wir unser Quartier auf. Joe ein schwäbischer Landsmann von mir plaudert ausführlich mit uns und gibt uns Tips. Wir wohnen in einem kleinen Zimmer mitten im"Urwald" und sehen das Meer und noch ein Stückchen der Pancakes. Wir fahren noch einmal zu einem kleinen Steig , dem Truman Walk, durch den Urwald, der uns an den Strand führt. Auch hier wildes Tosen der Wellen. Am Abend gehen wir zur einzigen Kneipe im Ort, um zu essen. Man vertröstet uns auf mindestens eine Stunde, aber ich frage einfach 2 ältere Neuseeländerinnen, ob wir uns dazu setzen können. Und so klappt's mit Essen und wir haben gute Unterhaltung. Immerhin sind die beiden ca. 70 und mit dem Zelt aus Christchurch gekommen. Wenn's morgen immer noch regnet , wollen sie wieder heim.
Am Morgen scheint die Sonne. Es windet zwar immer noch, aber man sieht mehr. Nach deutsch angehauchtem Frühstück mit Holländern und unserem Gastgeber brechen wir auf. Westport ist das Nahziel. Vorher zweigt eine Strasse nache Cape Foulwind ab. Das sollte. An unbedingt mitnehmen. Die Robbenkolonie ist bestens in Schuss, die Jungtiere, von denen es hier massig viele gibt, sind farblich nach Geschlechtern markiert. Wir können uns an den lustigen Kerlen gar nicht satt sehen. Durch die Menge von Plankton schäumt das Wasser wie am Waschtag und die Jungen hüpfen darin herum. Erst denken wir, die ertrinken, weil sie so schreien, aber dann sehen wir, wie die Alten gemütlich herumliegen und zuschauen und begreifen, dass das der Kinderspielplatz ist. Westport durchfahren wir, weil wir keine Lust auf Stadt haben. Dann geht's zurück zur 6 ins Landesinnere. Die schlängelt sich durch die Berge, was ein Glück, dass ich seetauglich bin, sonst gienge das nur mit grosser Kotztüte. Immer wieder Ausblicke und Wasserfälle. In der Nähe von Murchison machen wor Rast an einem Fluss und essen unsere käsebrote und Obst. Vor Kohatu folgen wir der Empfehlung, die Nebenstrecke zu nehmen. Die sind eigentlich immer lohnender, weil nicht so viel Verkehr ist. So landen wir in Motueka wieder am Meer, dieses Mal Tasman Bay. Motueka ist ein hübscher, wunderbar mit Blühpflanzen geschmückter Ort. Von da nehmen wir die Küstenstrasse so weit wie möglich am Meer entlang bis Mapua, wo wir iin unserem B&B einchecken. Man gibt sich hier ein bisschen kühl und distanziert. Das ist für uns neu. Wir wandern in den Ort, wo an der Wharf wunderbar Leben ist, kein Wunder, heute ist Nationalfeiertag. Wir machen noch einen Autoausflug nach Nelson. Das ist recht hübsch da, aber eine Stadt abends am Nationalfeiertag ist eben eher still. Am Strand wandern wir noch ein bisschen herum, schauen den Kite-Surfern zu, dann geht' s zurück. Bernd will noch joggen gehen und hat sich von dem Amerikaner , der auch hier wohnt, eine Strecke abgeguckt. Ich gehe derweil ein bisschen zu Fuss durch den Ort.
Am nächsten Tag wollen wir in den Abel Tasman Park. Man empfiehlt uns , Abschnitte mit dem Wassertaxi anzusteuern. Freunda hatten gesagt, Kaiteriteri-Strand wäre ein Muss. Unsere Gastgeberin meint, Kaiteriteri wäre überlaufen, sie würde lieber an die Golden Bay fahren. Wir wählen erst Kaiteriteri: ein wunderschöner, echt kindersicherer Szrand, keine Riesenwellen, traumhafter Sand, warm, aber mit Schattenplätzen. Jetzt am Morgen ist da aber schon ganz schön was los. Wir fahren also zur Golden Bay weiter. Wir sind ein bisschen enttäuscht, weil dort der Wind wieder so doll ist, dass aus dem Baden wieder nichts wird und wir nur dn Surfern und Speedboats zusehen können. Aber die Szrasse über den Pass dorthin ist wunderbar ( irre kurvig !) , die Aussicht grossartig. Abends gehen wir mal schön essen, Fisch mit allem denkbar Guten.
Heute hat mein Mann Geburtstag. Wir fahren über Nelson erst an der Küste die 6 , dann über die Berge nach Havelock. Eigentlich möchte ich meinen Fahrer auf den Queen Charlotte Drive lotsen. Aber während ich auf die Karte schaue, ist er schon an der Abzweigung vorbeigefahren und schon fast in Blenheim - auch recht. So schauen wir uns die riesigen Weinfelder an. Leider ist Weinverkostung so mitten am Tag nicht die gute Idee, zumal unser Nachtquartier noch ein bisschen entfernt liegt. Blenheim ist aber trotzdem eine sehr schöne Stadt. Wir fahren also weiter nach Picton , von wo wir übermorgen auf die Nordinsel übersetzen werden. Da gefällt's uns so richtig gut. Es ist Sonntag und viele Leute sind, dank des guten Wetters vom Land gekommen und geniessen hier den Strand, das Leben, die Cafes, die Sonne. Das machen wir auch und nach einiger Zeit machen wir uns dann auf zum Ende des Queen Charlotte Sounds zu unserer Unterkunft bei den Künstlern auf. Ich hatte asketisch lebende Maler erwartet, aber Michelle, unsere Gastgeberin entsprach dieser Vorgabe wenig. Sie empfing uns mit Kaffee und Muffins sehr herzlich. Das war recht am Geburtstag. Die Grillen machen an diesem Ort einen unfassbaren Lärm. Ansonsten ist man sehr vom Schuss. Es gibt paradiesisch viele Früchte hier, ein Schwimmbad und einen Hot-Pot. Aber es windet schon wieder und wir ziehen es vor, ein bisschen Richtung Queen CharlotteTrack zu gehen. Das ist alles vorbildlich angelegt, allerdings geht der Weg sehr sehr lange im Wald. Wir gehen zum Quartier zurück, kaufen der Gastgeberin noch eine Flasche Wein ab und beschliessen den Abend.
Hervorragendes Frühstück auf der Terrasse, die Gastgeberin macht alles möglich, wir sind hin und weg. Erst wollen wir Kanu paddeln gehen. Aber die anderen Gäste am Frühstück haben das gestern gemacht und die Frau kann die Arme nicht mehr heben. Da verzichte ich lieber. Unsere Gastgeberin empfiehlt uns u.a. Pelorus Bridge. Da sind wir zwar gestern schon mal drübergefahren, haben das aber nicht wirklich registriert.Vorher fahren wir noch eine winzige Strasse am Mohau Spund entlang, zauberhafte Buchten, überall die riesigen Baumfarne, es ist wunderbar. Dann geht's zur Pelorus Bridge. Die Flusslandschaft ist wie im Märchen. Es ist auch recht warm, sodass man auch baden kann, was auch viele tun. Mir wäre das Wasser aber zu kalt. Wir steigen am Fluss entlang. Da ist auch ein hübscher Spazierweg angelegt. Nach einem Kaffee am " schönsten Campingplatz der Südinsel" entscheiden wir uns noch zu einer Wanderung. Es geht zu 2 Wasserfällen, danach zu einem Aussichtspunkt von dem man hätte auch direkt wieder zurücklaufen können. Wir kehren vorher um, weil uns der Weg zu weit vorkommt. Es ist aber wunderschön zu laufen. Auf dem Rückweg würden wir gerne noch in Havelock, dem Zentrum der Muschelzucht, Grünlippmuscheln essen. Aber leider sind noch 1 1/2 Std. Bis zir Dinnerzeit und die Restaurants haben zu. So kaufen wir uns einen Salat und fahren zu unserem Quartier.
Jetzt müssen die Koffer komplett gepackt werden, denn heute geht's auf die Nordinsel und dafür müssen wir das Auto abgeben. Noch einmal wunderbare Bewirtung zum Frühstück und auf geht's nach Picton. Dort ersteigen wir noch den Hausberg und geniessen die Aussicht. Dann wird's Zeit , das Auto abzugeben und den Koffer einzuchecken ( ein bisschen wie Flughafen ). Der Weg der Fähre führt noch sehr aussichtsreich dürch die Sounds. Nach gut 3 Stunden fahren wir bei windigem, aber strahlendn Wetter in den Hafen von Wellington ein. Dort nehmen wir ohne Probleme wieder ein Auto in Empfang und quälen uns in der Rush-Hour durch die Stadt. Nach über einer Stunde treffen wir im Quartier ein. Tolles Designer Haus. Die Ferienwohnung ist komplett abgetrennt, sehr edel und Modern, aber 0 Aussicht, der Innenhof ist komplett geschlossen. Es ergibt sich ein klein wenig Gefängnisatmosphäre. Die Gastgeber sind sehr nett aber distanziert. Es gibt Selbstversorgerfrühstück. Abends fahren wir die Küstenstrasse zum Flughafen. Der liegt genau an einem Surferstrand. Wir setzen uns in ein Restaurant, essen und schauen abwechselnd den Surfern und den Flugzeugen zu. Am nächsten Tag gilt es die Stadt zu entdecken. Wir fahren erst einmal praktisch alle vorhandenen Küstenstrassen ab, wunderbar und lohnend....man sieht viel und bekommt einen umfassenden Eindruck. Dannstellen wir sas Auto ab und wandern durch die Stadt. Die Waterfront hat's uns angetan. So viel Leben, Angebote, sportverrückte Neuseeländer, joggend, radelnd, skatend, segelnd, schwimmend, surfend.....unfassbar, wir fotografieren sehr viel. Abends geht's zum Quartier, mein Mann geht auf die Küstenstrasse joggen, ich marschiere über den nahegelegenen Bergrücken mit wunderbaren Aussichten bis zum Atatürk- Denkmal und zurück. Danach sind wir beide bettreif.
Nach dem knappen Frühstück verabschieden wir uns und sind schon wieder auf der Strasse. Esgeht weiter Richtung Norden über Porirua , Waikane, Levin, Bulls, Wanganui. Dort geht's auf die 4, die wir schon kurz nach Upokongaro nach links verlassen, um auf die empfohlene interessante Nebenstrecke zu geraten. Entgegen der Beschreibung ist diese mittlerweile vollständig geteert, aber absolut sehenswert: wunderbare Ausblicke in ein traumhaftes Tal, historisch interessante Stätten, es ist ein grosser Radweg ausgeschildert, wir sehen aber niemanden auf dem Rad. Nach einem Päuschen am Wasser ( angler braten gerade ihre frischgefangenen Regenbogenforellen ), sind wirauch bald in Raetihi und finden auf dem Weg nach Ohakune unser heutiges Quartier. Meine Freunde hatten mir alle empfohlen, den Tongariro Alpine-Crossing zu machen. Mein Mann hatte keine Lust dazu. Der Ruahpehu ,von hier aus der nächste Vulkan, hat eine fette Wolke auf dem Kopf und zeigt sich nicht. Ausserdem reicht dafür ein Tag nicht. Man hätte dafür 2 Übernachtungen gebraucht.
Unsere Gastgeberin empfängt uns sehr herzlich. Auf Anfrage gibt sie uns noch gute Ausflugstips. Wir entscheiden uns für eine Abendwanderung über den alten Postkutschenweg zur Eisenbahnbrücke. Es ist alles wunderbar illustriert, man kann sich die alten Zeiten. Gut vorstellen. Beim Gang über die alte Brücke wird mir recht mulmig und wir nehmen den Weg zurück durchs Tal, wunderbar umrahmt von blühenden Schmetterlingssträuchern. Als wir am Auto zurück sind möchte ich doch gerne noch zu dem Skigebiet hochfahren, wenn's da auch wolkig aussieht. Wir beschliessen so hoch zu fahre, dass man noch drunter raussehen kann. Am Ende der Strasse sind wir direkt unter den Wolken und es präsentiert sich ein gigantischer Rundumblick. Man sieht in der Ferne ( meiner Ansicht nach ) den Mount Egmont und das alles bei untergehender Sonne. Am nächsten Tag, nach netten Frühstücksgesprächen, brechen wir nach Rotorua auf. Noch einmal attackieren wir den Tongariro. Bei Whakapapa fahren wir noch einmal zum ausgewiesenen Skigebiet hoch. Heute ist das Wetter etwas freundlicher und wir sehen oben einzelne Schneefelder. An dieser Stelle endet auch der Alpine Crossing. Wir fahren an grossen Menschenmengen vorbei zum Skilift. Der geht zwar, verschwindet aber oben in den Wolken, so lassen wir das und geniessen nur die tolle Fernsicht. Ca. 100 Schneekanonen stehen hier rum und warten auf ihren Einsatz. Wir müssen denselben Weg wieder zurückfahren, das wird aber mit Traumausblicken versüsst. Über Tourangi geht's zum Lake Taupo. An seinem Ostufer fahren wir nach Taupo. Ab da wimmelt es von heissen Quellen und Thermalareas. Wir entscheiden uns fürs Thermal Wonderland. Das ist recht schön aufbereitet mit verschieden langen Spazierrunden, wo man eigentlich alles, was eine geothermale Landschaft so bieten kann, zu sehen bekommt. nur der Geysir und der brodelnde Schlamm sind ausserhalb. Zum Geysir fahren wir nicht, weil der mit Hilfe von Waschmittel morgens zur genauen Uhrzeit zum speien gebracht wird, später sieht man nichts mehr, und wir sind später. Den brodelnden Schlamm schauen wir uns aber an. An der restlichen Strasse sehe ich noch viele interessante Stellen, aber wir müssen ja noch unser Quartier erreichen und Bernd will jetzt keine Schwefelwölkchen mehr sehen. Wir erreichen Rotorua mit seinem See bei strahlendem Sonnenschein ( Sonnenbrand verdächtig ) und machen Picknick am Ufer, schauen den Wasserflugzeugen, Helikoptern, Tretbooten, Schwänen und heiteren Menschen zu. Dann fahren wir am Westufer des Sees zu unserer Unterkunft in Hamurana. Die Springwaterslodge wird von Steve und Katherine betrieben. Sie sind grosszügig, unkompliziert, es ist an alles gedacht. Wir breiten uns aus und beschliessen noch einmal in die Stadt zu fahren. Dort schlendern wir kreuz und quer und landen schliesslich in der eat-street, wo hier am Freitagabend die Hölle los ist. Alle Kneipen rappelvoll. Wir landen bei einer abenteuerlichen Pizza eines Griechen. Nach einem üppigen Frühstück lassen wir uns für ein Tagesprogramm beraten: also zuerst zu den nahegelegenen Okere Falls. Das ist ein beliebtes Rafting und Wildwasserrevier. Ein hübscher Wanderweg führt einen zu den interessanten Stellen, wo man die Boote den Wasserfall runterfahren sieht. Das ist schon recht spannend. Wir fahren noch einmal nach Rotorua rein und laufen im alten Maori Ortskern herum. Dort stehen lauter kleine Häuschen, eine Kirche , ein Kulturzentrum und überall brodelt es. Jedes Haus hat seine Thermalquelle, die fürs Haus, Heizung, heisses Wasser, Kochen etc. genutzt wird. Da läuft man übers Verbundpflaster und aus den Spalten dampfen die Wölkchen, die Gullies qualmen, ein Stück Strasse ist abgesperrt, weil sich da eine neue heisse Quelle den Weg gesucht hat. Wir sind fasziniert und fotografieren viel. Dann fahren wir zum Lake Tarawera. Unterwegs umrunden wir den Blue Lake ( wunderschöner Weg, 5 km ). Der macht schon Lust auf Baden, weil er ganz warm ist. Aber der Lake Okareka soll zum Baden geeigneter sein. Also fahren wir erst zum Lake Tarawera. Direkt dahinter ist der Mount Tarawera der oben eine riesige Spalte haben soll, die bei seiner Eruption 1886 entstanden ist. Dabei ist auch ein ganzes Dorf verschüttet worden, das von Privaten wieder ausgegraben und jetzt zur Besichtigung freigegeben wurde. Wir trinken dort Kaffee und schauen von aussen rein, fahren aber lieber noch ein bisschen am Lake Tarawera herum. Wir schlagen die Runde zum Badesee . Auch da ist das Wasser wunderbar warm, aber mittlerweile ist so ein scharfer kalter Wind aufgekommen, dass wir die Vorstellung, nass aus dem Wasser zu kommen zu schrecklich finden und lieber den Kindern beim Baden zuschauen. Wir fahren nach Rotorua zurück und wollen dort noch den Hügel erklimmen, von dem man aus den Geysir von Whararewarewa am Ortseingang von Rotorua sehen kann. Dort haben aber heute die nationalen Mountainbike Meisterschaften stattgefunden. Wir kriegen noch das Ende mit, krxeln auf dem Berg herum, sehen den Nebel des Geysirs, aber die Geduld fehlt, um ihn ( alle ca. 45 Minuten) speien zu sehen.Da ich aber unbedingt noch Thermalbad geniessen will, gehen wir abends noch ins Polynesian Spa. Leider ist Samstagabend und vor uns ergiesst sich eine Busladung Chinesen in das Bad, was für erhebliche Füllung sorgt. Wir entscheiden uns nur für die Draussenvariante und paddeln mit sehr vielen , permanent Handyknipsenden Chinesen im 38 - 42 Grad heissen Thermalwasser mit Blick auf den nächtlichen See.
Wir haben uns mit anderen Umfulana-Reisenden zum Frühstück verabredet. Diese hatten einen Flug zum White Island gemacht und berichten uns jetzt am Tisch davon. Dafür muss man aber einen vollen Tag einkalkuliern. Wir brechen auf in Richtung Coromandel Halbinsel. Wir nehmen die 33Richtung Tauranga. Das geht durch riesige Obstplantagen. Hier sehen wir, wie die Kiwipflanzen gezogen werden und dazwischen gibt es wieder die riesigen Winschutzhecken wie auf der Südinsel in der Christchurchregion. Wir kommen an die bay of Plenty. Um ein bisschen Strand zu sehen, fahren wir zum Mount Manganui. Das ist eine recht noble Strandregion. Aber der Sand ist grossartig, die Wellen auch, es kommt einmalige Sommerurlaubsstimmung auf. Die Wellen sind zwar auch recht hoch, aber die Temperatur stimmt und so ist der Weg in die kurze Hose ein kurzer. Über Taurangi geht's wieder nordwärts nach Waihi immer der 25 nach nach Whenaukite dort biegen wir zum Hot Water Beach ab. Es kommen uns sehr viele Autos entgegen, so vermuten wir, dass die für diesen Strand relevante Zeit gerade vorbei ist. So ist es dann auch. So können wir uns keinen eigenen Heisswasserpool schaufeln, aber dafür ist der Strand auch nicht voll und wir sonnen uns und waten durchs Wasser. Dann fahren wir weiter zur Cathedral Cove. Da ist allerdings massig Betrieb. Wir fahren auf den oberen Parkplatz, von dem uns sehr abgeratwn wurde, weil die Chance, dort einen Platz zu finden praktisch 0 ist. So ist es wohl auch, aber mit viel Geduld kriegen wir ein halb-legales Plätzchen. Wir gehen ein Stück weit , um die spektakulären Formationen zu sehen. Ganz runter wollen wir aber nicht, denn das hätte 45 Minuten in Karawane bedeutet. So geniessen wir die Aussicht auf dem Gras sitzend. Dann geht's weiter nach Whitianga und Kuatunu zu unserem nächsten Quartier, von dem uns die Deutschen der letzten Unterkunft schon vorgeschwärmt haben. Es enttäuscht uns nicht. Lorraine und Bill empfangen uns herzlich, es gibt erst einmal Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Wir freunden uns gleich mit den beiden Deutschen aus dem Nachbarzimmer an. Die erzählen, dass sie gerade vom Schwimmen kommen. Da hüpfen wir doch gleich in die Badesachen, laufen über die Strasse und springen ins Wasser.....köstlich, warm und toll. Anschliessend geniessen wir auf der Bank im Garten bei einem Glas Wein den Sonnenuntergang. Das Frühstück gibt's zu 8: 2x Franzosen, 2x Holländer, 4 x Deutsche. Wir tauschen Erfahrungen aus und lassen uns noch von Bill beraten. Wir wollen heute am Strand bleiben. Wir fahren nach Opito Bay, laufen am Dtrand, steigen auf dn Berg dort, sammeln Muscheln und geniessen den den Tag mit Sonnen und Baden. Nachmittags treffen wir uns mit den Deutschen bei Lukes, der Kneipe im Ort. Und abends gehen wir dort zusammen essen - endlich noch einmal Neuseeländische Grünlippmuscheln. Am nächsten Morgen müssen wir schon wieder los. Noch einmal Traumfrühstück auf der Terrasse, dann bestückt mit guten Tips von Bill Richtung Coromandel. Wir machen noch einen Abstecher Richtung Castle Rock zum Kauri Wald. Das ist sehr , sehr beeindruckend und schön. Eigentlich wären wir gerne in Mussel Kitchen essen gegangen ( auch Empfehlung von Bill ) , dazu ist es aber noch zu früh. Also immer am Wasser entlang mit Blick auf riesige Muschelanlagen nach Thames, dann über eine gigantische Flussebene nach Waitakaruru. Dann geht's eine sehr schöne Strasse immer an der Küste entlang bis Clevedon. Dann würde ich gerne auf der Küstenstrasse über Maraetai nach Auckland fahren. Mein Chauffeur ist aber mal wieder zu schnell und wir geraten auf auf die direkte Strasse nach Whitford. Nun zwirbeln wir uns auf Nebenwegen in die Stadt, am Hafen entlang , über die grosse Brücke nach Devonport. Von der Stadtimitte bis dorthin sind das immerhin eine Stunde. Mit der Fähre von Devonport sind das 10 Minuten. Dort suchen wir unser letztes Quartier. Die alten Leutchen sind reizend, aber die versprochene Familiensuite ist ein sehr kleines Zimmerchen. Den Geschichtsausflug mit der Gastgeberin schlagen wir aus und laufen auf eigene Faust durch den Ort und auf einen der Vulkane, den Mount Viktoria. Das ist sehr, sehr lohnend, denn man hat die ganze Stadt vor sich. Dann landen wir auf dem Rückweg in einer kleinen Kneipe, wo eine 5 köpfige Band unseres Alters Country Musik spielt. Wir essen, trinken und halten es recht lange aus.
Frühstück am nächsten Tag ist kompliziert. Wir dürfen entweder im Garten oder auf dem Gang frühstücken. Wir entscheiden uns für Garten . Es ist ziemlich frisch noch, aber umser Gastgeber versucht uns mit Charme aufzuheitern. Wir fahren dann mit der Fähre rüber in die Stadt. Das Hafenviertel ist sehr interessant und schön. Hier wird jetzt auch viel gesegelt. Dann wollen wir auf den Tower. Das lohnt sich unbedingt und es gibt sogar schon Seniorenermässigung ab 60. wir geniessen den grandiosen Blick ( ich mit mulmigem Höhengefühl ). Bernd fährt noch höher rauf, das brauch ich nicht. Dann durchstreifen wir noch die Stadt, bis die Füsse nicht mehr wollen, essen am Hafen und fahren dann wieder nach Devonport, das definitiv der schönste Stadtteil Aucklands ist. Abends gehen wir noch an einen hübschen Strand gleich um die Ecke, baden und sonnen uns. Anschliessend geht Bernd joggen, ich spaziere auf den zweiten Vulkan, der eine bestechende Aussicht auf einen Segeltörn bietet. Ein letztes Mal essen am Abend und der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Unser letztes Frühstück ist um 9 und deshalb im Garten nicht ganz so frisch. Wir packen, haben aber noch den ganzen Tag Zeit. Wir beschliessen, noch einmal ans Meer zu fahren. Aus verkehrstechnischen Gründen wählen wir Muriwai-Beach. Das ist noch einmal ein Highlight: schwarzer glitzernder Sand ( wie ich später lese, magnetisch), eine grosse Gannet- Kolonie , wo man aus nächster Nähe die Vögel mit ihren Jungen beobachten kann.
Schliesslich machen wir uns auf den Weg zum Flughafen.
Mein Plan war einmal rund um die Welt, deshalb der Rückflug über San Francisco. Da kann ich nur von abraten! Der Transit ist eine einzige Schikane, musste per esta noch bezahlt werden, die Launch mega-primitiv, ohne Duschen und nur spärlich ausgestattet, 2 Stunden in der Schlange stehen, Fingerabdrücke, Kofferkonteolle, die man selbst wieder neu einchecken muss.....das bestimmt nie wieder.

Neuseeland aber jederzeit! Ein tolles Reiseland mit vielen Möglichkeiten....einziges Problem: es liegt entsetzlich weit weg ( weiter geht nicht )



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