27.04.2006

Neuseelandreise von Sissi und Walter Gaidos

Liebe Susanne,
nun ist unser Reisebericht fertig, den wir unten anfügen.
Nochmals möchten wir Ihnen herzlich für die Wegbegleitung der letzten Monate danken. Ich werde Umfulana und speziell Sie, liebe Susanne, jedem weiterempfehlen. Unser schönes Fotoalbum geht durch viele, viele Hände.
Viele liebe Grüße aus Wien und weiterhin viel Erfolg sendet Ihnen
Sissi und Walter Gaidos
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Urlaub 7. – 27. März 2006,
19 Tage Neuseeland: Südinsel + Nordinsel

7. März – Ankunft in Christchurch
Freundlich begrüßt wurden wir von Barbara am Flughafen Christchurch.Wir fuhren nach Sumner, einem Vorort von Christchurch wo wir im B&B in Scarborough das schönste ensuite Zimmer mit Ausblick auf die Bucht und dem Pacific bezogen. Als Begrüßung bekamen wir Tee und Kaffee, sowie selbstgemachte Muffins und Kokosbusserln. Barbara gab uns Tips wie wir unsere Besichtigungstour gestalten könnten und es gab eine Liste fürs Frühstück wo wie aus diversen Köstlichkeiten auswählen konnten. Da wir das Leihauto erst am 8. März bekamen, brachte uns Barbara zur Busstation der Linie 3, mit der wir bis ins Stadtzentrum fuhren. Wir besichtigten die Central Cathedral, machten eine Turmbesteigung über 134 Stufen und eine Fahrt mit der Oldtimer Sightseeing Tram. Mit dem Bus fuhren wir von der Central Station wieder retour nach Sumner, wo wir auf der Esplanade im Restaurant „The Rocks“ herrlich dinierten. Nach einem kurzen Anruf bei Barbara wurden wir von Brian, er hat eine Apotheke in Sumner, abgeholt.

8. März – Christchurch
Zum Frühstück wählten wir Omelette St. Benedict, eine Spezialität mit Lachs oder Schinken. Als „Standard“ gab es Obst, Fruchtjoghurt, Müsli, Toast, Marmelade etc. etc. Barbara brachte zu in die Stadt zu AVIS wo wir unseren Toyota Corolla bekamen. Nach einiger Zeit gewöhnten wir uns an den Linksverkehr, es sollte keine Problem in den nächsten 3 Wochen sein. Wir besichtigten den Botanischen Garten und das sehr interessante Museum. Zum Lunch trafen wir uns mit Susanne Bonnemann von Umfulana, die wir ja bislang nur per Mail kannten, was uns sehr freute. Danach besichtigten wir noch die Altstadt. Retour nach Sumner nahmen wir die Bergstraße nach Lyttelton. In der Hafenstadt war nicht viel los und so fuhren wir wieder zum Dinner ins „The Rock“ nach Sumner.

9. März – nach Lake Tekapo
Nach dem ausgezeichneten Frühstück verließen wir unser ensuite Zimmer und weiter ging die Fahrt, 230 km bis Lake Tekapo. Mittagsrast machten wir in Geraldine im „Red Red Wine“. Der Lake Tekapo selbst hat eine wunderschöne grüne Farbe und eine kleine Kirche (ideales Ambiente für Hochzeiten) liegt sehr schön am Wasser. Die Gastgeber Pete & Jill begrüßten uns sehr herzlich. Von Umfulana wussten wir, dass ihr Sohn Pilot bei Air Safari Rundflüge ist. Nach einem kurzen Anruf bei ihm waren wir schon gebucht und wir fuhren zum Flughafen. 1 Stunde später genossen wir schon den Rundflug über den Mount Cook und die Gletscher Fox und Franz Josef. Es war ein herrliches Erlebnis bei noch schönem Wetter, denn für nächsten Tag war Regen angesagt. Abends gingen wir zu Fuß zu den nahegelegenen Restaurants und wir entschieden uns für den Italiener PePe’s Pizza & Pasta. Gemütlich mit offenem Kamin. Die Nacht verbrachten wir im schönsten Zimmer der Alpin Vista mit Blick auf den Lake Tekapo und die Berge.

10. März – nach Fiordland
Frühstück gab es in der großen Küche und es gab wieder alles was man sich nur vorstellen kann. Heute war unser Endtagesziel Manapouri (430 km). Das Wetter war, wie vorausgesagt, regnerisch, trotzdem fuhren wir die 55 km lange Strecke nach Mount Cook, wo wir leider gar nichts sahen, da es sehr nebelig war. Es ist also nur bei Schönwetter zu empfehlen, da die Tagesstrecke von nun 531 km sehr lang ist und uns die Zeit am Abend etwas gefehlt hat. Der Weg führte uns Richtung Queenstown, wo wir beim Kreisverkehr Richtung Frankton fuhren und nach weiteren 2 ½ Stunden in Manapouri eintrafen. In diesem erst 2 Jahre alten, ganz im modernen Stil erbauten und gehaltenem Haus bekamen wir das schönste Zimmer, diesmal mit Badewanne, die mir bei dem kalten Wetter etwas Wärme einbrachte. Meistens hatten wir ja auch Heizdecken im Bett.Steve hat uns sehr freundlich begrüßt und wir tranken zur Begrüßung ein Glas herrlichen Neuseeländischen Wein, Liz war etwas zurückhaltend und so kühl wie das gesamte Interieur. Abends fuhren wir nach Te Anau und da ist zu empfehlen, schon am Vorabend einen Ausflug zur Glühwürmchenhöhle zu buchen. Für uns war leider kein Platz mehr, so gingen wir zum Dinner ins „Olive Tree“.

11. März – Doubtful Sound
Frühstück war ausreichend und nach Wunsch. Steven erklärte uns noch den Weg zur Schiffsanlegestelle wo wir die Doubtful Sound Tour beginnen. Gastgeberin Liz ist etwas aufgetaut und hat mich bei der Verabschiedung sogar umarmt. Leider ist uns das Wetter nicht hold, es regnet und es ist ziemlich kühl. Man fährt ca. 45 min am Lake Manapouri bis zum Kraftwerk. Hier steigen wir in einen Bus der uns in 20-minütiger Fahrt durch den Regenwald zur Anlagestelle am Doubtful Sound bringt. Eine anschließende 3-stündige Fahrt führt uns durch Neuseelands herrliche Fjorde. Kaffee, Tee und Kakao gibt es gratis, Snacks sind auch an Bord zu kaufen. Leider regnet es teilweise stark und es war so nebelig, dass wir nicht viel gesehen haben. Am Ende der Tour besichtigten wir noch das Kraftwerk, dass 2 km im Berg liegt. Die Tour endete um 17.30 und wir fuhren gleich los, denn wir mussten ja heute noch nach Queenstown. Wir fuhren ca. 2 Stunden (170 km) nach Queenstown. Das Auto konnten wir direkt in der Hauseinfahrt parken. Das Zimmer hatte einen herrlichen Ausblick auf See und Berg – umwerfend. Wieder gab es einen Zettel fürs Frühstück und wir mussten nur ankreuzen was und wann wir essen wollten. Zum Dinner fuhren wir in die City von Queenstown. Nach einem kurzen Stadtrundgang gingen wir ins Restaurant „Britannia“. Wir bestellten traditioneller Weise Lammkeule und Pavlova, das mit Abstand das beste von allen Pavlovas war (Pavlova ist eine neuseeländische Süßspeise, benannt nach einer russischen Ballerina).

12. März – Queenstown
Frühstück war wieder ausgezeichnet, alles was wir wollten. Merlin empfahl uns für den heutigen Tag einige Ausflüge. Der erste war nach Arrowtown, ein kleines aber feines Goldgräberstädtchen. Danach ging es in den Deerpark, wo wir auf den Spuren von „Herr der Ringe“ waren. Mit dem Auto konnte man nach Bezahlung von $20 auf einen herrlichen Aussichtsberg fahren wo es viele Tiere gab, z.B. Esel, kleine Esel, Miniaturpferde, Lamas, Büffel, Ziegen, Schafe und viel Gefieder. Von hier aus hatte man einen herrlichen Blick nach Queenstown und Frankton. Nachmittags besichtigten wir das Stadtzentrum und den Hafen. Mit der Skyline-Gondola fuhren wir auf den Aussichtsberg wo man auch sportliche Betätigung machen kann, wie Bobfahren, Bungy Jumping und Parasealing. Beim Ausgang kann man dann von sich ein schönes Foto kaufen, sodass einem Queenstown immer in Erinnerung bleibt. Abends nutzten wir noch die angebotene Sauna im Haus, die uns aber nach neuseeländischer Art mit ca. 60 °C zu kühl war.

13. März – nach Franz Josef Gletscher
Frühstück wie immer nach unseren Wünschen. Heute musste es Ray machen, da Merlin ihre 94jährige Mutter in der Nacht mit einer Herzattacke ins Spital brachte. Es gelang ihm ganz gut, man merkte aber, dass er das sonst nicht macht. Das Wetter war kühl, aber sehr schön. Die heutige Tagesstrecke war 400 km. Nicht weit von Queenstown entfernt ist eine Bungy Jumping Brücke. Wir kamen gerade zur richtigen Zeit wo „todesmutige“ Menschen sich dort hinunterstürzten. Unter ihnen auch ein älterer Japaner der sich 20 x verbeugte bevor er sprang. Wahrscheinlich hat er sich von allen verabschiedet. Nun kamen wir ins Weinanbau Gebiet. Ein Weingarten nach dem anderen und bei vielen Weinstöcken stand in der ersten Reihe ein Rosenstrauch. Nach einer längeren Strecke mussten wir tanken und wir machten Rast in Haast. Wir nutzen die Pause gleich für einen Lunch gegenüber der Tankstelle und aßen Kürbiscremesuppe mit Garlic Bread. Am späten Nachmittag kamen wir nach Franz Josef und fanden gleich unser heutiges B&B. Zur Begrüßung gab es Tee und Kaffe, sowie hausgemachte Kekse. Weiters gab es von Bernie Erklärungen und gute Tipps zwecks unserer heutigen Freizeitgestaltung. Das Zimmer in diesem alten Haus war sehr schön, besonders an die Kaiserzeit hat einem das Badezimmer erinnert. Hier konnte ich auch Wäsche waschen lassen (kleine Maschine $5) und morgens war sie wieder in einem Körbchen vor der Türe. Abends besuchten wir das Helimax Kino wo wir ein Video über die Bergregionen und Gletscher sahen. Danach gingen wir ins „Blue Ice Cafe“ zum Dinner. Wir mussten ca. 40 min an der Bar warten bis ein Tisch frei wurde. Empfohlen hatte uns Bernie „Whitebait“ zu essen. Eine Spezialität des Landes. Das sind kleine durchsichtige Fische die in einem Omelette gebacken werden. Gut gesättigt gingen wir in unser „Kaiserhaus“.

14. März – nach Greymouth
Das Frühstück gab es in der riesigen Küche wo wir diesmal mit 6 anderen Gästen saßen. Gerard ist hier der Koch. Spezialität des Tages war Eieromelette mit Lachs, garniert mit 2 Schnittlauchstreifen. Wie gewohnt gab es auch alles andere. Nach einer herzlichen Verabschiedung spazierten wir Vormittag zum Franz Josef Gletscher. Ein Fußmarsch von 1 Stunde führt einem direkt vor die gewaltigen Eismassen, die wirklich sehr beeindruckend sind. Wieder 1 Stunde zurück zum Auto und weiter ging es Richtung Greymouth (180 km). Zwischenstation war in Ross wo wir einen Blick in das „Hystorical Hotel“ machten. Das Foto von der Bar habe ich im Baedeker gesehen – und es sieht wirklich so aus. In der Information kann man Gold suchen, viele Japaner nutzen die Gelegenheit. Weiter ging es nach Hokitika wo wir eine Jade Manufaktur besuchten. Wir machten auch einen „Stadtspaziergang“ bis zum Strand und besuchten die Kirche. Nach Shantytown, eine Schaustadt aus der Goldgräberzeit, kamen wir leider zu spät. In diesem Land sperrt alles um 17 Uhr zu. Genauso in Greymouth, hier war auch alles geschlossen, somit gingen wir auf einen späten Lunch zu McDonald. Am Weg zu unserem B&B sahen wir eine Werbetafel „Steak $9.95“. Das klang gut. In unserem heutigen B&B begrüßte uns nur ein Zettel an der Tür. Alles war offen – keiner zu Hause. Schriftlich erhielten wir die Anweisung das „Sunshine“ Zimmer zu beziehen. Es war sicherlich wieder das schönste im ganzen Haus und hatte einen herrlichen Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang, der sich aber leider hinter den Wolken versteckte. Abends fuhren wir dann in „unser“ Steakhouse und kehrten in „The Ranch“ in Dunidill ein. Der Koch war leider schon zu Hause, doch einer der 3 Gäste überredeten die Wirtin doch für uns das Steak zu machen. In der Zwischenzeit spielte ich mit $4 bei einem Spielautomat und gewann $18. Um diesen Gewinn kauften wir eine Flasche Rotwein. Das Steak war ausgezeichnet, garniert mit Salat und Pommes. Es war ein schöner Abend in einem Lokal wo normalerweise keine Touristen hinkommen.

15. März – nach Nelson / Motueka
Zum Frühstück gingen wir ins Haupthaus. Diesmal gab es nicht mehr „alles“ so wie wir es bisher gewöhnt waren. Das sollte in unserem Urlaub aber eine Ausnahme bleiben. Das Wetter ist heute regnerisch. Unsere Tagesroute ist heute 300 km. Wir fahren weiter zu den Panecake Rocks. Schöne Felsformationen im Meer. Lunch hatten wir in Westport, wo wir im Supermarkt Parmesan und Paradeiser kauften. 17.30 Ankunft in unserer Unterkunft zwischen Nelson & Motueka. Hier begrüßten uns Marion und Peter sehr herzlich und es gab gleich ein Glas schönen kühlen neuseeländischen Weißwein. Wir konnten auswählen ob wir ein Zimmer oder ein Cottage beziehen möchten. Beides haben wir angesehen und die Entscheidung war nicht schwer. Wir nahmen das Cottage und so hatten wir ein eigenes Häuschen für uns, bestehend aus Vorzimmer, Schlafzimmer Badezimmer, Waschmaschine (wurde gleich verwendet), Wohnzimmer mit Küche und Terrasse mit Griller. In der Küche fanden sich ein paar Spiralen und so hatten wir eine herrliche Pasta mit Olivenöl und Parmesan. Dazu Salat von unseren Paradeisern. Ein Glas Timara Rotwein dazu – herrlich. Abends sahen wir uns das Video „Lord of the Ring“ (Herr der Ringe) an. Es war eine sehr ruhige Nacht in „unserem“ Haus.

16. März – nach Golden Bay
Frühstück gab es im Wohnzimmer mit Blick auf den Garten. Der Tisch war mit schönstem Geschirr gedeckt und alles sah lecker aus. Auch hier konnten wir schon am Vorabend auswählen. Ich entschied mich für Feta fritter. Da war ich gespannt was das ist. Es war eine kleine Eierspeise mit gebratenen Schafkäse und Kräutern. Dazu gab es ein frisches, soeben aus dem Backofen gekommenes, Weißbrot. Früchte, Beeren und verschiedene Sorten Marmelade gab es auch. Marion schaltete mir dann den Laptop ein und ich konnte meine Mails checken. Da wir ja in 2 Tagen wieder zurück kommen, durften wir uns „unseren“ Haustorschlüssel behalten. Unser nächstes Ziel ist
Die heutige Tagesstrecke ist 130 km. In Takaka machten wir einen Stop und kauften im Supermarkt für das Abendessen ein und tankten noch unser Auto auf, da angeblich (lt. Umfulana) die letzte Möglichkeit (in Collingwood gibt es auch eine Tankstelle). Lunch hatten wir im Cafe Collingwood mit einem Chicken Cordon Bleu und wir buchten im Büro von „Farewell Spit“ einen Ausflug zu den Sanddünen für den nächsten Tag. Wir fuhren dann, wie beschrieben, Richtung Westhaven Inlet. Uns erwartete eine 22 km lange Schotterstraße, teilweise durch Seen, eigentlich recht abenteuerlich. Nach einer Stunde erreichten wir unser B&B. Es war wirklich am „A“ der Welt. Oder fast schon im Himmelreich? Begrüßt wurden wir von Monika aus Gmunden und Bruno aus Linz. Sie leben schon seit 11 Jahren hier am Berg und bauen jetzt 2 neue Häuser. Das jetzige Wohnhaus wird dann abgerissen uns auch neu aufgebaut. Die Häuser sind im 8eck gebaut. Da Tochter Monika am darauf folgenden Dienstag heiratet war die Familie des Bräutigams aus Prag angereist. Es gibt auch schon den 9 Monate alten Thomas. Wir wurden sehr freundlich, eigentlich sofort, in die Familie aufgenommen und die Gastgeber waren überglücklich, dass zwei Wiener hier sind. Auf dem Anwesen gibt es 1000 Schafe und 72 Lama, wobei 2 davon erst einige Stunden alt waren. Die Tiere werden von Tochter Monika betreut. Wir gingen ein bisschen spazieren und waren erstaunt, dass man hier leben möchte. Monika lud uns zum Abendessen ein, es gab Schweinsbraten mit Knödel und Sauerkraut. Walter gab abends einige Wienerlieder zum Besten. Unser Zimmer war das schönste und hatte einen Blick über die Berge und Seen.

17. März – Farewell Spit
Zum Frühstück konnten wir wieder alles haben was wir wollten. Ich bin schon bescheidener geworden und aß meistens nur mehr 2 Toast mit Jam, Walter Ham&Eggs. Monika hatte uns eine Schlüssel für die Zufahrt zum eigenen Badestand gegeben. Leider haben wir das Gate nicht gefunden und haben nach 2maligem Versuch die einstündige Fahrt nach Collingwood angetreten. Ein Stein hat uns die linke Radkappe zerschlagen. Jetzt hat man sich an die 22 km lange Schotterstraße gewöhnt, das ideale Auto hatten wir halt nicht dazu. In Collingwood haben dann im Office den Farewell Spit Tagesausflug bezahlt und sind dann ab 2 Uhr an der Kreuzung nach Westhaven gesessen und haben auf den Bus gewartet. Um 14.45 kam dann endlich der Autobus, es war ein 60 Jahre alter lustiger roter Bus und für uns waren 2 Plätze in der 1. Reihe reserviert. Nun ging die Reise los. Wir sahen den „Old Man“, eine Felsformation, wir fuhren auf den Aussichtsberg und hatten einen herrlichen Blick übers Meer und auf die Farewell Felsen. Danach ging die Fahrt weiter durch Sanddünen auf den Strand. Der Bus fuhr, manchmal mit 4 Radantrieb, direkt auf dem langen Sandstrand. Dann blieb er stehen und wir konnten Robben sehen, ganz nah. Der Bus fuhr oft im Zickzack oder mit Kurven den 13 km langen Sandstrand hinauf bis zum Lighthouse. Dazwischen gab es immer wieder Fotostops. Wir sahen viele Haifisch Schädelknochen, einen toten Delphin und eine schlafende Robbe am Strand. Weites gab es Hunderte Vögel verschiedenster Art. Es schien die Sonne, es war ein herrlicher Tag. Der Bus grub sich oft bis zu 30 cm in den Sand ein. Am Lighthouse sind wir dann viele Stufen hinaufgeklettert, leider war die obere Türe zur Terrasse gesperrt. Danach gab es in einem Haus eine kleine Jause, Muffin, Tee und Kaffee. Der Rückweg war schon bei Sonnenuntergang und es war eine herrliche Abendstimmung. Auf einer Düne war dann die Möglichkeit fürs Sanddünenrutschen. Wir wollten uns nicht sandig machen und haben das Spektakel nur beobachtet. Alle hatten Spaß daran. Als wir zum Auto kamen war es schon 8.30 pm und wir mussten ja noch. 1 Stunde auf unseren Hill zum schlafen. Die Fahrt war ziemlich unheimlich und für den Fahrer auch anstrengend. Nur unsere Scheinwerfer beleuchteten die Straße, die oft ins Niemandsland zu gehen schien. Unheimlich war auch die Fahrt auf den Straßen zwischen den Seen. Durch den Schotter schwing das Auto hinten hinaus und ich hatte schon große Bedenken, dass wir im Wasser landen würden. Wir sahen einige Possum, die ja nur in der Nacht lebend sichtbar sind, am Tag liegen sie meist tot auf der Straße. Manchmal fuhr man durch Bäume durch, die aussahen wir Grotten. Um 9.30pm waren wir dann im Haus und wir waren sehr froh darüber. Monika richtete uns wieder ein Abendessen und anschließend sind wir noch bei einem Glas Wein gesessen. Monika bat Walter einen aus Wien stammenden und in Brisbane lebenden Freund anzurufen und ihm „Mei Muatterl war a Weanerin“ vorzusingen.

18. März – nach Nelson / Motueka
Zum Frühstück gab es Salami und weitere gute Wurstsorten, die Walter sehr schmeckten. Für Monika war es ein tränenreicher Abschied, wir versprachen aber in Kontakt zu bleiben und sicher wird es einmal ein Wiedersehen geben. Dann ging die Reise weiter, wieder 1 Stunde bergab auf der Schotterstraße. Und diesmal sahen wir sogar ein Auto im Wasser liegen. Also es ist doch möglich da hineinzufallen (auch wenn Walter es nicht glauben wollte, waren meine Ängste nicht unbegründet). Wir fuhren wieder über Collingwood nach Takaka wo wir von der Post ein Hochzeitsbillet an Monika jun. schickten. Dann haben wir noch im Supermarkt für unseren Lunch eingekauft. Danach sind wir wieder über die Berge nach Motueka, wo wir bei einem „Forstinger“ einen neue Radkappe kaufen wollten. Doch gab’s die nur in 4er-Packungen und das war uns zu viel. Mouteka ist bekannt für die zahlreichen Plantagen für Äpfel, Kiwi, Hopfen, Tabak, Beeren etc.) In „unserem Haus“ hatten wir einen herrlichen Lunch, Bauernsalat, auf der Terrasse. Danach ein Relexing Day. Dinner hatten wir in einem kleinen Restaurant am Hafen in ein Fischerdörfchen. Wir hatten eine schöne ruhige Nacht in „unserem Haus“.

19. März – nach Wellington
Heute beginnt die Winterzeit, wir stellen eine Stunde zurück, dafür dürfen wir etwas länger schlafen. Jetzt haben wir 10 Stunden vor der „Wiener Zeit“. Dennoch heißt es wieder um 7 Uhr aufstehen um 8°° frühstücken, denn wir müssen nach Picton (150 km) zur Fähre, daher Abfahrt um 8.45. Wir wollten noch Nelson besichtigen, aber da Sonntag war, ist wie immer alles geschlossen. Um 12.15 kamen wir am Hafen von Picton an, gaben unser Auto mit einem Kilometerstand von 14265 (gefahren sind wir auf der Südinsel 2761 km) bei AVIS zurück, checkten unser Gepäck ein, holten unsere reservierten Tickets ab und pünktlich um 13.15 fuhr die Fähre los. Auf der Überfahrt hatten wir nette Unterhaltung mit einer Dame aus Ohio. Die 3 Stunden vergingen wie im Flug und so kamen wir pünktlich in Wellington an. Leider bei Regen. Wir holten die Koffer und Walter holte die Schlüssel und Papiere für unser neues AVIS Auto und wir bekamen wieder einen Toyota Corolla mit 7047 km. Das Auto war zwar neuer, aber der Kofferraum dafür kleiner. Wir fuhren am Hafen entlang in die Lipman Street, gut beschrieben, und fanden gleich unser B&B für die nächsten 2 Nächte. Von Coral wurden wir herzlichst begrüßt und nach Bezug unseres Zimmers im 1. Stock, die erste Nacht mit Ausblick auf ein anderes Dach, gab es Tee, Kaffee und Kuchen. Die Katzen freuten sich auch und setzten sich gleich am Schoß. Bill schaltete mir den Computer ein und ich konnte wieder meine Mails checken. Bill organisierte uns auch eine Wellington Sightseeing Tour für den nächsten Tag. Ich telefonierte noch mit Christoph Tanzer (er ist Konditor in Wellington), der Sohn von Tante Erikas Jugendfreundin, und wir machten uns einen Termin für den nächsten Abend aus. Das Haus ist sehr zentral gelegen, gleich um die Ecke beginnt die „Stadt“. Zum Dinner gingen wir ins „Coyote“ auf ein Steak mit Cesar Salat.

20. März – Wellington
Pünktlich um 10 Uhr werden wir vom Tourbus abgeholt. Mit viel Erklärung wurde uns Wellington gezeigt, wir fuhren mit der Cable Car und hatten einen wunderschönen Blick vom Mount Victoria auf die Stadt. Wir besuchten die 1866 erbaute anglikanische Kirche Old St. Paul, die vielleicht schönste der sogenannten Selwyn Churches, die im Auftrag von Bischof Selwyn von Frederick Thatcher entworfen wurden. Herrliche Blumen sahen wir im Rosengarten und im botanischen Blumenhaus. Nach der Tour hatten wir Lunch in der Brauerei am Hafen, danach sahen wir uns im Te Papa Museum um. Wir spazierten durch die Stadt und wir gingen bis zum Parlament wo wir noch eine Besichtigung mit Führung um 15.45 mitmachen konnten. Das „Parliament House“ wurde aus Granit und Takaka Marmor im Jahr 1922 erbaut. Wir besichtigten den Sitzungssaal des 1952 abgeschafften Oberhauses. Hundemüde kehrten wir dann nach einem letzten Spaziergang durch die Stadt zurück und gingen am Abend zum Dinner ins Hazel wo wir uns mit Christoph trafen. Er hat sich wirklich sehr gefreut, Besuch aus Wien zu haben. Als Nachtisch aßen wir wieder Pavlova, die 3. Art der Zubereitung.

21. März – nach Napier
Nach dem ausgezeichneten Frühstück ging es weiter Richtung Napier (330 km) wo wir die nächste Nacht verbrachten. Coral hat uns empfohlen nicht wie von Umfulana angegeben den Motorway SH2, sondern die SH1 über Palmerston North zu fahren, denn da kommen wir am Southward Automobil Museum vorbei und das wäre sehr sehenswert. Am Weg dorthin hat es geschüttet, daher waren wir froh 2 Stunden in dem Museum verbringen zu können. Wir sahen hunderte Oldtimer, darunter den Wagen von Marlene Dietrich und den mit Einschusslöchern versehenen Wagen von Al Capone. Wo hat der Besitzer des Museums wohl alle Wagen her? Der Regen hat etwas nachgelassen und wir fuhren weiter auf der 3er und 2er bis Hastings, wo wir allerdings um 4pm hinkamen und alles, auch das Museum schon geschlossen war. So sind wir weiter nach Napier zu unserem heutigen B&B. Wir wurden vom Hausherrn Tim Barker freundlichst begrüßt. Er selbst in erst heute hier eingezogen, daher die vielen Kisten und Schachteln die herumstanden. Die Gästezimmer (es gibt 3) im 1. Stock waren aber Tip Top und wir bekamen wieder das schönste, diesmal mit Balkon und Blick auf die Hawks Bay und Napier. Abends fuhren wir in die Stadt, kauften bei einem Türken Takeaway Döner Kebab mit Lamm und Huhn und hatten mit einer Flasche Wein einen gemütlichen Abend am Balkon.

22. März – nach Rotorua
Um 10am hatten wir eine Stadtführung zu Fuß durch Napier. Nach dem Erdbeben 1931 (es wurde alles zerstört) wurde die Stadt neu im Art Deco Stil errichtet. Unser Stadtführer war ein älterer Herr, ein ehemaliger Bankangestellter, der seine Stadt in- und auswendig kennt. Wir haben ihn auch gut verstanden und so waren die Erklärungen ein Genuss. Danach besichtigten wir noch die Tabakfabrik, die ja ebenfalls in einem wunderschönen Art Deco Stil erbaut ist. Weiter ging nun die Fahrt zu unserem heutigen Tagesziel nach Rotorua / Ngongotaha. (250 km). Auf der Weiterfahrt machten wir eine Pause für Lunch in Lake Tapau, danach besichtigten wir die Moon Crater, wo Dampf aus der Erde kommt. Weiter ging’s nach Rotorua. Wir wurden von den Gastgebern sehr herzlich begrüßt und gleich zu einer Jause eingeladen. Wir bekamen ein schönes Zimmer mit Blick auf den See. Abends besuchten wir das Polynesian Spa. Ein Erlebnis besonderer Art. Diese Therme wurde unter die 10 Besten der Welt gewählt. Damen und Herren haben getrennte Garderobe, man nimmt sich eine grüne Kiste, legt da seine Kleidung und Schuhe hinein und stellt die Kiste in eine Stellage. Dann geht man zu den heißen (38°, 40°, 42°C) Becken, setzt sich hinein und schmort zwischen Japanern und Chinesen dahin. Na ja........Nach Schwefel duftend kehrten wir in unser B&B zurück, wir haben aber wirklich gut geschlafen.

23. März – Rotorua
Das Frühstück hatten wir gemeinsam mit 2 Ehepaaren aus Cornwal (GB) und Perth (AUS). Es gab herrliches Champignon-Schinken-Käse Omelett, Toast, Jam, Käse etc. Pünktlich um 10.15am beginnt der Geysir zu spucken, daher heißt es pünktlich sein. Es wird Waschpulver in ein rauchendes Erdloch gegeben und bald danach sprudelt 15 Meter hoch eine Fontäne heraus. die 20 Minuten andauert. Na ja.......Danach haben wir die Schwefelquellen besichtigt und die Schlammquellen (Blubber Blubber). Wir fuhren dann nach Rotorua und spazierten zum Museum. Davor ist eine herrlich Grünanlage im englischen Stil. Lunch gab es bei McDonald. Abends sind wir zu einer Maori Veranstaltung mit Hangi Buffet (wird in der Erde gekocht) abgeholt. Leider regnet es sehr stark und die Freilichtaufführung war daher beeinträchtigt. Trotzdem war es sehr schön, das Essen sehr viel und sehr gut. Mein tischnachbar war ein 60-jähriger (er betonte dies mehrmals) Japaner der leider kaum englisch konnte. Nach einer Glühwürmchen Führung (mit Regenschirm) wurden wir wieder nach Hause gebracht.

24. März – nach Auckland
Nun geht unser Urlaub schön langsam dem Ende zu. Unser nächstes und letztes Ziel ist Auckland. (240 km). Nach dem ausgezeichneten Frühstück und guter Unterhaltung mit unseren Mitbewohnern fuhren wir in den Rainbow Springs Nature-Park. Hier haben wir endlich einen Kiwi, Neuseelands Wappenvogel, gesehen. Er ist sehr scheu und man sieht ihn nur in der Nacht. Wenn überhaupt. 1 Stunde gingen wir durch den wunderschönen Regenwald und sahen noch viel andere neuseeländische Tiere, z.B. auch den Emu. Richtung Auckland machten wir in Tirau einen Stop, weil ich dort ein Teddybär Geschäft gesehen habe. Dieser Ort lohnt zum verweilen, es gibt auch noch ein sehr schönes Uhrengeschäft mit den herrlichsten Standuhren und Kuckucksuhren aus aller Welt. Und dann noch herrliche „Klumpert Geschäfte“ in denen man immer etwas findet. Hamilton: Am Ufer des Waikato Riveres besuchten wir Hamilton Garden. Sternförmig sind 6 verschiedene Gärten im Stil verschiedener Länder angelegt. Indien, Italien, England, China, Japan, Frankreich. Von Hamilton haben wir nicht gleich wieder herausgefunden, aber irgendwie fanden wir doch den Weg Richtung Auckland. Wir kamen gerade in die Rush Hour, daher zog sich die Fahrt nach Devenport hin. Alleine von Auckland nach Devenport über die Habour Bridge brauchten wir 2 Stunden. Stop and Go. Die Villa für unsere letzten 2 Nächte fanden wir aber gut und wir wurden herzlichst von unserer Gastgeberin Kate begrüßt. Das Zimmer lag im ersten Stock und es war mit viel Geschmack eingerichtet. Zum Dinner fuhren wir ins Zentrum von Devenport und aßen bei Portofino italienisch. Wir bekamen -10 % Empfehlungsrabatt.

25. März – Auckland
Beim Frühstück hatten wir ein angeregtes Gespräch mit unseren Gastgebern. Sie wollten alles wissen, sogar über die Habsburger. Manchmal fehlten uns jetzt englischen Vokabeln, aber irgendwie haben wir Österreich gut vertreten. Vormittags sind wir mit der Fähre von Devenport ($10 für Fähre und Link-Bustageskarte) nach Auckland gefahren. Wir fuhren mit dem Panoramalift auf den City Tower wo wir für den Lunch einen Tisch bestellt hatten. Abends war leider schon ausgebucht. Wir beobachteten einige Mutige, die sich ums teure Geld vom Turm „abseilen“ ließen. Das Mittagessen war hervorragend und wir genossen den Ausblick über die Stadt. Das Restaurant dreht sich einmal in 1 Stunde und 8 Minuten. Danach haben wir mit unserer Tagesbuskarte ein wenig Sightseeing gemacht. Nun waren wir schon etwas müde, der Tag war lang und wir sind viel herumgehatscht. Walter wünschte sich einmal noch ein Pavlova zu essen. Und wirklich fanden wir es auf einer Speisekarte in einem indischen Lokal am kleinen Hafen. Das war nun die 3. Version und wieder schmeckte es anders. Nun verließen wir das Zentrum und fuhren mit der Fähre nach Devenport zurück. Der herrliche Blick zurück ins beleuchtete, nächtliche Auckland wird uns in Erinnerung bleiben.

26. März – Rückflug nach Wien
Frühstück um 5.30. Unsere Gastgeberin ist trotz des frühen morgens sehr freundlich und wollte noch so viel über Österreich wissen. Unser letztes Frühstück war wieder ausgezeichnet und wir genossen es, immerhin 4 Wochen lang, bedient zu werden. Wir mussten um 6am fahren, da wir um 7am am Flughafen sein wollten und die Fahrt dorthin doch 45 min dauert. Da Sonntag war, gab es keinen Stau und so verabschiedeten wir uns, währen der Fahrt über die Habour Bridge mit einem Blick auf Auckland, von Neuseeland und von einer wunderschönen Reise. Walter ließ mich am Flughafen samt Koffer aussteigen, er gab das Auto bei AVIS (+ 624 km auf der Nordinsel) zurück, bezahlte die Flughafengebühr von $25 p.P. und wir stellten uns in einer Schlange zum einchecken an. Dann mussten wir wieder einen Immigration Card ausfüllen, damit die wissen, das wir abgereist sind und ziemlich pünktlich um 9.40am starteten wir und verließen somit Neuseeland. Nach 3 Stunden waren wir in Sydney und wir hatten nun 5 Stunden Aufenthalt. Wir saßen in einem SB-Restaurant mit Blick auf die Skyline von Sydney. Die Zeit vertrieben wir uns mit Essen und lesen. Der Flug Sydney-Singapore dauerte 7 Stunden 26 für eine Strecke von 6300 km. Von Singapore nach London HR flogen wir 12 Stunden 47. Die Strecke war 10.893 km lang. Es war ein schöner Nachtflug, wir konnten auch einige Stunden schlafen. Die letzte Strecke von London HR nach Wien war „nur“ mehr knappe 2 Stunden. Nach 25 Stunden Flug und 38 Stunden vom Flughafen Auckland bis Wien-Schwechat hatte uns die Erde wieder. Unsere in NZL eingecheckten Koffer sind auch angekommen und wir freuten uns als wir Norbert sahen der uns abholte. Wir waren wieder zu Hause.

Kurzes Resümee:
Es war wieder einmal ein Urlaub genau so wie wir uns ihn vorgestellt hatten. Insgesamt fuhren wir 3385 km mit dem Auto, was in NZL, auf Grund der minimalen Verkehrsdichte, kein Problem war. Auch wenn man „linksherum“ fährt. Wir brauchten 279 Liter Benzin für $435. Wir haben viele freundliche Menschen kennen gelernt und sehr viel erlebt und gesehen. Kurzum: ein Urlaub ohne „wenn“ und „aber“. Hin- und retour waren es ca. 46000 km wobei wir 50 Stunden in der Luft waren. Wir flogen mit Quantas und British Airways. Auch hier war alles in Ordnung.

Wir danken herzlichst Susanne Bonnemann von Umfulana, sie hat die Reise für uns bestens geplant und uns die schönsten B&B gebucht.



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