02.05.2006

Neuseelandreise von Katja & Manuel Braas

Rundreise vom 10.03. – 04.04.2006

Auckland
Nach endlos anmutendem Flug mit der sehr gewöhnungsbedürftigen Korean Air und dem notwendigen, ziemlich gründlichen Einreisehickhack wurden wir – durchaus erschöpft – mit dem vorher schon gebuchten Taxi zu unserer ersten Unterkunft, im malerischen Örtchen Titirangi in der Nähe von Auckland gebracht. Der Gastgeber Richard spricht perfekt deutsch und war sehr nett und hilfsbereit, die luxuriöse Lodge war der perfekte Ort, um möglichst tolle Tage rund um unsere Trauung (am superschönen Bethells Beach) zu verleben. Besonders hervorzuheben wäre das unglaublich reichhaltige Frühstück und das abendliche Glas Wein mit Blick auf Aucklands Skyline.

Coromandel Halbinsel
Die Coromandel Halbinsel ist schon wegen „Cathedral Cove“ am Hahei Beach ein absolutes Muss auf der Reiseroute, getoppt wurde dieses atemberaubend schöne Fleckchen Erde aber fast noch von unserer genialen Unterkunft. Die Gastgeber Trish und Barry waren einfach nur herzlich und hatten super Tipps zur Erkundung der Gegend parat.

Rotorua
Rotorua ist wegen des allgegenwärtigen Schwefelgeruchs nicht jedermanns Sache, aber kulturell definitiv sehr interessant. Unser B&B am See war zwar etwas außerhalb, aber den Fahraufwand auf jeden Fall wert.

Napier
Napier ist zwar ein nettes Städtchen, aber auch recht schnell erkundet (das Aquarium ist einen Besuch wert), ein Tag Aufenthalt war für uns ausreichend.

Wellington
Die Hauptstadt Wellington hatte natürlich einiges mehr zu bieten, die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, es gibt tolle Restaurants. Das Museum „Te Papa“ ist Pflicht!
Unsere Gastgeber waren sehr freundlich und hilfsbereit, die Atmosphäre locker.

Marlborough Sounds
Nach einer überraschend turbulenten Überfahrt mit der Fähre auf die Südinsel entschädigten die Marlborough Sounds sofort für die Strapazen. Der Aufenthalt im Öko-Cottage in der einsamen Ngaio Bay bleibt definitiv ein unvergessliches Erlebnis. Wer einmal einen Sonnenuntergang in der heißen Außenbadewanne am Strand erlebt hat, zehrt sicher auch lange von der Erinnerung… Die Gastgeber Jude und Roger sind sehr nette ältere Herrschaften, die gemeinsamen Abendessen waren sowohl vom superleckeren Essen wie auch von der Atmosphäre her einfach perfekt!

Abel Tasman Parks
In der Nähe des Abel Tasman Parks bezogen wir ein traumhaftes Cottage in Ruby Bay. Unterkunft, Frühstück und Landschaft – für alles die Höchstnote!

Greymouth
Auf dem Weg die raue Westküste herunter nach Greymouth machten wir leider Bekanntschaft mit den fiesen Sandfliegen – das trübte die Eindrücke der herrlichen Landschaft aber nur leicht. Die „Pancake Rocks“ sind zwar touristenüberströmt, aber ein Muss!

Franz Josef Gletscher
Die Gletscher Fox und Franz Josef bildeten dann einen krassen Kontrast zu den goldenen Stränden des Tasman Parks, der kurze Helikopter-Rundflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Gegend ist verständlicherweise sehr touristisch geprägt, aber man konnte auch sehr nette ruhige Orte finden. Im „Holly Homestead“ gab’s ein leckeres, frisch gekochtes warmes Frühstück nach Wahl.

Queenstown
Die Abenteuersportmetropole Queenstown lockt mit vielen spektakulären, aber auch sehr teuren Freizeitangeboten, es gibt einige Herr der Ringe-Locations zu sehen. Unsere dortige Unterkunft war allerdings nicht so toll, weil etwas schmutzig.

Fjordland
Bedauerlicherweise blieb uns fürs Fjordland nur ein einziger Tag Zeit und dann war unser Cottage in Te Anau auch noch so gemütlich, dass wir es kaum noch verlassen wollten… Für die Sounds muss man auf jeden Fall einige Tage einplanen – nächstes Mal wissen wir das 

Lake Tekapo
Auf dem Weg zurück in den Norden der Südinsel machten wir noch Station am eisblauen Lake Tekapo, um anschließend von Christchurch aus die Heimreise anzutreten. Unser B&B auf dem Scarborough Hill war noch mal eine super Unterkunft am Ende der Rundreise, unsere Gastgeber waren extrem freundlich und engagiert.

Insgesamt haben wir über 4500 km im Mietwagen zurückgelegt, aber trotzdem natürlich viel zu wenig gesehen. Man kann in 22 Tagen einfach nicht ganz Neuseeland abklappern und muss sich rechtzeitig mit diesem Gedanken abfinden, um die spektakulären Locations, die anvisiert sind, auch entsprechend genießen zu können. Die Reiseroute war super geplant (Lob an Umfulana!) und auch die Bed&Breakfast-Unterkünfte waren insgesamt toll und abwechslungsreich.

Essen gehen macht wirklich Spaß in Neuseeland, die Küche ist überdurchschnittlich gut und bezahlbar, der Wein macht förmlich süchtig – und ist nach Deutschland importiert leider ganz schön teuer.

Auf unserer nächsten Neuseelandreise werden wir definitiv viel weniger Gepäck mitnehmen, denn man konnte in jeder Unterkunft waschen – oft sogar gratis.

Auch von der Tatsache abgesehen, dass die Reise schon wegen unserer Hochzeit am Strand ein absolutes Highlight für uns war, gab es so viele unglaubliche, einzigartige Eindrücke, dass es noch Wochen brauchen wird, alles zu begreifen. Wir haben einige Stunden Videomaterial gedreht und über 2000 Fotos gemacht, die beim Anschauen immer noch eine ordentliche Gänsehaut erzeugen. Auch dazu ein Tipp: Eine ordentliche Kamera lohnt auf jeden Fall, solche Motive findet man nie wieder!

Die Reise war ein Traum, den wir – so bald es geht – wiederholen werden…

Katja & Manuel Braas
Herborn, Deutschland



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