Begegnungen mit Neuseeland: Norden im Überblick, Vertiefung im Süden
Gelbaugenpinguin

Begegnungen mit Neuseeland

Norden im Überblick, Vertiefung im Süden

Der Schwerpunkt dieser 4-wöchigen Mietwagenrundreise liegt auf der Südinsel, deren Landschaften noch einsamer und abwechslungsreicher sind. Die Route umrundet die Südinsel und führt auch in abgelegene Gebiete, die ‚off the beaten track‘ liegen. Die interessantesten Regionen der subtropischen Nordinsel werden ebenfalls besucht. Schöne B&B Unterkünfte der Mittelklasse tragen zu einem guten Preis-/ Leistungs-Verhältnis dieser Reise bei.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Christchurch

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS New Zealand
Fahrzeug: Compact Hatch Auto (CDAR)
Tarif: Max Cover
Station: Christchurch Airport

Christchurch

10 km | 16 Minuten
A

Christchurch

Weltoffene Stadt mit anglikanischen Wurzeln

Die drittgrößte Stadt Neusee­lands ist bis heute stark von der Vision seiner Gründer geprägt, eine anglika­nisch kirch­liche Sied­lung für gläubige Emigranten zu erbauen.

So wur­de Christchurch auch nach der Kirche des alten Oxford Colleges in England benannt. Sehens­wert sind die neue Art Gallery, das Arts Centre, das Canter­bury Museum und der bota­ni­sche Garten. Lohnens­wert ist auch ein Ausflug zum Hafen von Lyttelton und nach Akaroa, einer franzö­sisch geprägten Ortschaft auf der benach­barten Banks Peninsula liegt.
Ein Einschnitt in die Stadt­ge­schichte war das Erdbeben vom 22. Februar 2011, das sich in der geschäf­tigen Mittags­zeit völlig über­ra­schend ereig­nete. Neben 185 Toten gab es verhee­rende Schäden an vielen Gebäuden. So stürzte das Wahrzei­chen der Stadt, der Kirchturm von Christ Church Cathedral, ein. Über 10.000 Häuser mussten abge­rissen und mehr als 100.000 Wohnungen repa­riert werden. Auch wenn bereits viel geschehen ist, konnte sich Christchurch von diesem Schock noch nicht voll­ständig erholen.

Zu Gast in einem viktorianischen Gästehaus

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Nur fünf Fußmi­nuten vom Zentrum Christchurchs entfernt, an der histo­ri­schen Tram­bahn, liegt das Gäste­haus im vikto­ria­ni­schen Kolo­ni­al­stil.

Es wur­de für den Missionar, Über­setzer und Schrift­steller James West Stack gebaut, der jahre­lang nur zu Maoris Kontakt hatte. Heute ist es eines der wenigen verbliebenen Häuser dieser Epoche in Christchurch. Seit seiner Restau­rie­rung bietet es Reisenden in sieben Gäst­ezimmern Unter­kunft. Hinter dem Haupt­haus steht ein neues Gebäude, in dem sich acht moderne Studios für Selbst­ver­sorger befinden. Während den Gästen der Studios die Früh­s­tücks­zutaten im Zimmer bereitge­stellt werden, nehmen Pensi­ons­gäste ihr Früh­stück im Haupt­haus zu sich.

Banks Peninsula

Vulk­an­halb­insel mit spekta­kulärer Küste
Die vulka­ni­sche Halb­insel vor Christchurch hat eine wild zerklüf­tete Küste mit tief einge­schnit­tenen Buchen und wild überwach­senen Felsen. Der Maori-Stamm Ngai Tahu kannte die Halb­insel schon lange, als Kapitän Cook den Akaroa Harbour um 1770 herum entdeckte. Akaroa ist auch Stätte des einzigen Sied­lungs­ver­suchs der Franzosen in Neusee­land. Ihr Einfluss in dem bei Einheimi­schen beliebten Feri­enort zeigt sich in franzö­si­schen Straßen­namen, Kolo­ni­algebäuden und einer inspi­rierten Küche. Lyttelton hingegen war der Eingangshafen für die engli­schen Kolo­nisten auf ihrem Weg zur Besied­lung von Christchurch. Heute legen hier vor allem Container- und Kreuzfahrt­schiffe an. Wer den neusee­ländi­schen Hector Delphin – eine recht seltene und kleine Delphinart – sehen möchte, sollte an einer Wildlife Cruise im Akaroa oder Lyttelton Harbour teil­nehmen. Die Buchten, Krater­ränder und char­manten Sied­lungen der Halb­insel erkundet man am besten in einem Tages­ausflug mit dem Auto.

Mit dem TranzAlpine zum Arthurs Pass

über die Süda­lpen auf einer der schönsten Bahn­stre­cken der Welt
Die Fahrt über die Süda­lpen zählt zu einer der schönsten Bahn­stre­cken der Welt. Sie beginnt morgens in Christchurch und führt erst durch das weite Farm­land der Canter­bury Plains. Dann windet sich der Zug hinauf zum Arthurs Pass, der gegen 11 Uhr morgens erreicht wird. Von dort geht es über abenteuer­liche Brücken und durch Tunnels hinab nach Greymouth an der Westküste. Nach einstün­digem Aufent­halt dort beginnt die Rückfahrt nach Christchurch, wo man gegen Abend ankommt. Der Zug hat einen offenen Aussichts-Wagon, von dem man die vorbei­zie­hende Land­schaft gut fotogra­fieren kann.


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Lyttelton

Natur­hafen im Vulkank­rater
Wo heute buntes Leben um einen idylli­schen Hafen herrscht, spuckte vor 500.000 Jahren noch ein aktiver Vulkan. Dann aber stieg das Meer an. Es füllte den tiefer gelegenen Krater mit Wasser und bildete so einen idealen Natur­hafen, der bereits vor tausend Jahren von den Maoris genutzt wur­de. Ab 1850 landeten dann die frommen Einwanderer, die in Christchurch eine anglika­ni­sche Kolonie grün­deten. Allerdings mussten sie ihre Habe noch durch die Berge von Port Hills transpor­tieren. Erst 1867 wur­de der Eisen­bahn­tunnel gebaut, der erste seiner Art in Neusee­land. Vom Hafen aus werden Boots­ausflüge zur nahe gelegenen Quail Insel und zur Beob­ach­tung des Meeres­lebens ange­boten.

Mount Herbert

Wandern zum höchsten Gipfel der Banks Peninsula
Der höchste Punkt der Banks-Halb­insel ist Mount Herbert mit 919 Metern. Es gibt verschiedene Wander­wege zum Gipfel. Der schnellste ist der Mount Herbert Walkway, der in Diamond Harbour beginnt. Wer oben steht, kann nicht nur die vulka­ni­sche Struktur der Insel erkennen. Er hat auch noch einen tollen Blick auf Christchurch. (HIn und zurück: 16 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Von Christchurch nach Dunedin

381 km | 5:30 h

Zuerst führt die Strecke noch durch die stark land­wirt­schaft­lich geprägte Ebene der Canter­bury Plains.

Wenn man den Waitaki River überquert, erreicht man das nördliche Otago. Die histo­ri­schen Gebäude von Oamaru, die meist aus lokalem weissem Kalk­stein (Whites­tone) gebaut wurden, bein­dru­cken durch ihre Architektur. Etwa ein Stunde nördlich von Dunedin befinden sich am Strand von Moeraki die berühmten Moeraki Boulders: riesige halb im Sand vergr­a­bene Stein­kugeln, die eine geologi­sche Besonder­heit darstellen und sich besonders bei Ebbe wunderbar als Fotomotiv eignen.

Timaru

Natur­hafen vor den Canter­bury Plains
An der Ostküste vor den Canter­bury Plains gibt es einen geschützten Natur­hafen. Den machten sich briti­sche Einwanderer zunutze und grün­deten 1859 eine Stadt euro­päi­schen Zuschnitts. Timaru hat heute knapp 30.000 Einwohner, die haupt­säch­lich vom Export von Gefrierfleisch leben, das über den Hafen bis nach Europa gelangt. Beliebter Treff­punkt ist der Maori Park und die angrenzende Caroline Bay, wo es Restau­rants und Freizei­t­ange­bote gibt. Einen Einblick in die Natur- und Kulturge­schichte gibt das South Canter­bury Museum.

Oamaru

Zwergpinguine und vikto­ria­ni­sche Straßenzüge
Das Zentrum des nörd­li­chen Otago ist eine histo­ri­sche Klein­stadt, deren Sehens­wür­digkeiten man zu Fuß auf dem „Oamuru Historic Walk“ kennenlernen kann. Die vikto­ria­ni­schen Häuser sind aus weißem Kalk­stein gebaut, der in den Steinbrüchen der Umge­bung abge­baut wur­de. Dieser Stadt­teil und das Hafen­viertel stehen unter Denkmal­schutz. Im Hafen lebt die Oamaru Blue Penguin Colony, eine Kolonie von Zwergpinguinen. Direkt südlich der Stadt befindet sich eine Kolonie Gelbau­genpinguine. Bis heute leben Pinguine verein­zelt auch unter einigen strand­nahen Gebäude, z.B. unter dem Musikclub namens Penguin Club. Vor allem bei Einbruch der Dunkelheit können sie auf dem Weg zu ihren Nestern beob­achtet werden.

Moeraki Boulders

Sagen­umwobene Kugel­steine am Koekohe Strand
Die kugelför­migen Steine am Koekohe-Strand sind bis zu zwei Metern groß und so ungewöhn­lich, dass sie Erklär­ungen verlangen. Einer Maori-Legende zufolge sind sie versteinerte Flaschen­kür­bisse, die von dem großen Reise­kanu Araiteuru herun­ter­ge­spült wurden, als es beim Sichten von Land in Neusee­land vor tausend Jahren Schiffbruch erlitt. Wissenschaftler erklären die Felsblöcke als Septa­rien, die sich vor ungefähr 65 Millionen Jahren gebildet haben. In der Nähe von Moeraki Village, am Leuchturm von Katiki Point gibt es auch eine Pinguin-Kolonie. Hier kann man jeden Abend, zwei Stunden vor Sonnen­un­ter­gang von einer Schutzhütte aus, die Gelbaugen-Pinguine dabei beob­achten wie sie nach einem langen Tag im Meer zu ihren Nestern an Land kommen.
B

Dunedin

Dudelsack-Bands und viktorianische Pracht in Neuseelands schottischster Stadt

Die mit 110.000 Einwoh­nern zweitgrößte Stadt der Südinsel wirkt wie eine schot­ti­sche Stadt, die irrtümlich in Neusee­land liegt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründeten schot­ti­sche Presbyte­rianer die Stadt auf der anderen Erdhalbkugel, woran bis heute Dudel­sack­spiel­gruppen, die einzige Whiskybren­nerei des Landes und eine Kilt Schnei­derei erin­nern. Selbst der Name der Stadt (gespro­chen: Danieden) ist die alte gälische Bezeich­nung für Edinburgh. Sehens­wert ist vor allem die Innen­stadt, deren Grund­riss vom zentralen Oktogon geprägt ist, und die vorge­la­gerte Otago Halb­insel. Neben der landschaft­li­chen Schönheit sind dort das Larnach Castle, eine schlossähnliche Villa und Kolo­nien von Alba­trossen, Gelbaugen-Pinguinen und Robben zu bewundern.

Zu Gast in einem Haus im Hereweka Garden

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das anspre­chende Holzhaus steht im Herzen des Here­weka Garden auf der Otago Halb­insel, der in einem versteckten Tal unter­halb des Harbour Cone liegt und zum New Zeeland Gardens Trust gehört.

Umgeben von 12 Acres nativem Wald und Busch mit vielen Wasser­läufen ist die Selbst­ver­sorger­un­terkunft ein idylli­sches Kleinod, das trotz seiner nach­hal­tigen Bauweise modernen Komfort aufweist. Von den hellen, lichtdurch­flu­teten Zimmern und den zwei Decks eröffnen sich impo­sante Blicke in die weite Land­schaft. Die Einrich­tung und Deko­ra­tion ist von den Farben der Natur beeinflusst und erzeugt ein harmo­ni­sches Ambi­ente. Morgens wird ein Früh­s­tückskorb mit hausge­ba­ckenem Brot, Müsli, Chutney, Honig, Marme­laden und Eiern bereitge­stellt.

Central Otago

Klein-Schott­land im Süden Neusee­lands
Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist Otago die zweitgrößte Region in Neusee­land. Sie ist nach einer kleinen Maori-Sied­lung auf der Otago-Halb­insel benannt und erstreckt sich von der Pazi­fikküste über fruchtbares Acker- oder Weide­land bis mitten in die Neusee­ländi­schen Alpen hinein. Die ersten euro­päi­schen Sieder waren Wal- und Robben­fänger. 1848 begann die planmäßige Ansied­lung von schot­ti­schen Auswanderern mithilfe der Church of Scot­land, die die Region bis heute prägt. Die neu gegrün­dete Haupt­stadt bekam den gäli­schen Namen von Edinburgh, Dunedin. In den 1860er Jahren gab es einen kurzen Gold­rausch, der Dunedin für wenige Jahre zur reichsten Stadt Neusee­lands machte. Heute leben nur noch etwa 200.000 Menschen in der Region, die meisten von ihnen in Dunedin.

Larnach Castle

Einziges Schloss Neusee­lands
Die 1871 erbaute vikto­ria­ni­sche Indu­strel­len­villa wird als das „einzige Schloss Neusee­lands“ bezeichnet. Es wur­de von dem Bankier und Poli­tiker William Larnach für seine Frau auf einem Hügel der Otago Halb­insel gebaut, wo es einen faszi­nierenden Rund­blick über Otago Harbour, den Pazifik und die Halb­insel hat. Nach dem Selbstmord des Besitzers wur­de das Anwesen verstei­gert und dem Verfall preisgegeben. 1967 endlich begann die Restau­rie­rung mit Sinn fürs Detail. Heute ist Larnach Castle nicht nur eine der bekann­testen touris­ti­schen Attrak­tionen Neusee­lands, es ist auch Luxus­herberge und Veran­stal­tungsort.

Taiaroa Head

König­salba­trosse, Pelzrobben und Gelbau­genpinguine
Das Kap am Ende der Otago Peninsula beherbergt eine Kolonie der König­salba­trosse. Der faszi­nierende Vogel gehört zu den größten Lang­stre­ckenfliegern und erreicht eine Spannweiter von über drei Metern! 60 Jahre alt kann er werden kann. Jungvögel bleiben bis zu ihrem vierten oder fünften Jahr auf hoher See. Am Pilots Beach inner­halb der Hafenzu­fahrt unmit­telbar südlich werden regelmäßig Neusee­ländi­sche Seebären und Neusee­ländi­sche Seelöwen gesichtet, aber auch Schwarzdelfine und Südkaper. Am Strand befindet sich die größte Kolonie des Zwergpinguins auf der Otago Peninsula. Direkt daneben brüten die bedrohten Gelbau­genpinguine. Zur Alba­tro­sko­lonie gibt es nur beschränkten Zugang. Ein Besu­cher­zentrum  bietet geführte Touren in das Reservat an.

Von Dunedin nach South Catlins

191 km | 3:30 h

Südlich von Dunedin beginnt die Southern Scenic Route. Sie verlässt den Highway nach Inver­cargill und schlängelt sich an der Küste entlang.

Diese landschaft­lich sehr schöne aber teilweise auch sehr kurvige Strecke führt einen an grünem Weide­land, dichten Wäldern steilen Felsküsten und einsamen Sandstränden vorbei ins Herz der Catlins.

Clutha River

Zweitlängster Fluss Neusee­lands
Der zweitlängste Fluss in Neusee­land und der längste der neusee­ländi­schen Südinsel durch­fließt auf einer Länge von 340 Kilome­tern die Region Otago. Der Clutha River ist der Abfluss des Lake Wanaka. Gespeist wird er außerdem vom Hawea River − dem Abfluss des Lake Hawea − sowie dem Kawarau River − dem Abfluss des Lake Waka­tipu − sowie zahlrei­chen kleineren Flüssen. Seine Mündung befindet sich in der Nähe von Balclutha. In seinem Verlauf wird der Clutha River zum Lake Dunstan sowie zum Lake Roxburgh für die Strom­erzeugung aufge­staut. Der Name leitet sich von Cluaidh ab, dem schot­tisch-gäli­schen Namen des durch Glasgow fließenden Clyde.

Nugget Point

Gelbau­genpinguine an wenig berührter Küste
Die Küste der Catlins im äußersten Süden ist kaum berührt. Touris­ti­sche Einrich­tungen gibt es kaum. Dafür kann man an mehreren Stränden Gelbau­genpinguine beoabachten, wie sie abends den Strand entlangwat­scheln. Besonders viele sind am Nugget Point, einer steilen Halb­insel mit eigenem Leucht­turm. Zwischen den Felsen (nuggets) tummeln sich außerdem Basstölpel und Löffler. Zudem gibt es eine große Kolonie des Neusee­ländi­schen Seebären.

Catlins Forest Park

Geschützter Regen­wald im Holz­ein­schlag­gebiet
Um 1890 drang die Holzfällerei bis in den äußersten Süden vor. Neue Eisen­bahnver­bindungen machten es möglich. Einheimi­sche Baum­arten wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts gerodet, bis mehrere Waldbrände den Raubbau zum Stocken brachten. Heute stehen die verbleibenden Wald­stücke unter Schutz. Die einzig verbliebene Sied­lung aus der Zeit des Holzbooms ist Owaka mit 400 Einwoh­nern am Eingang zum Forest Park.

Jacks Blow­hole

Donnerndes Meer­wasser im Tunnel­system
Der kurze Weg führt über Farm­land und an der Küste entlang. Ziel ist Jack's Blow­hole, eine zusam­mengebro­chene Höhle 200 Meter vom Meer entfernt. Durch ein Tunnel­system dringt Meer­wasser ein, das donnernd gegen die Felsen schlägt. (hin und zurück 50 Minuten, 2,9 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)
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The Catlins

Menschenleere Wälder, windzerzauste Bäume und eine zerklüftete Küste

Die einsame Hügel- und Küsten­landschaft im Südosten der Südinsel liegt abseits der großen Touris­ten­straßen.

Sie ist nach einem Walfänger des 19. Jahrhunderts benannt, der die gesamte Region von den Maoris kaufen wollte. Bis heute sind die Wälder ursprüng­lich und die Strände an der zerklüf­teten Küste fast menschenleer. Einige schöne Wander­wege führen durch Wälder, Wiesen und an die von Brandung umtoste Küste. In der Bucht von Curio Bay tummeln sich immer wieder Delphine. Hier findet man außerdem ein besonderes geologi­sches Phänomen, den Petri­fied Forest. Versteinerte Bäume, über 180 Millionen Jahre alt, liegen einge­bettet auf dem Fels­un­ter­grund der Küste nahe der Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel, mit seinen drama­ti­schen windzerzausten Bäumen.

Zu Gast auf einer Farm in den Catlins

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt auf einer ehema­ligen Schaffarm östlich des Catlins Conserva­tion Parks im Grünen. Zwar gibt es auch jetzt noch einige Schafe und Kälber, aber die jungen Gastgeber haben sich auf die Unter­bringung von Gästen speziali­siert.

Sie bieten drei Zimmer mit eigenen Eingängen und Blick in den Garten an. Morgens wird ein gutes Früh­stück mit Obst, Cerealien, Joghurt und frischen Muffins oder Scones sowie warmen Gerichten mit Speck und Eiern aus der Region ange­boten. Der Garten, der jetzt schon eine schöner Ort zum Entspannen ist, soll Schritt für Schritt in eine Wohlfühloase mit kleineren Berei­chen umge­wandelt werden, wo man dann auch ein heißes Bad unter freiem Himmel nehmen kann. Zudem werden Massagen ange­boten. Der versteinerte Wald und die für ihre Delfine bekannte Bucht von Curio Bay liegen nur wenige Minuten von der Unter­kunft entfernt.

McLean Falls

Wasser­fälle der Tautuku River
Die 22 Meter hohen Wasser­fälle des Tautuku River gelten als die schönsten im Catlins Conserva­tion Park. Wer sie besu­chen will, muss noch ein kleines Stück zu Fuß gehen. Dabei kommt man durch dichte Wälder und Busch. Bemerkens­wert sind die riesigen Fuch­si­enbäume am Wesgesrand. (hin und zurück: 40 MInuten, 2,2 Kilometer, auf und ab 80 Meter)

Von South Catlins nach Te Anau

269 km | 4:00 h

Von Inver­cargill führt die Southern Scenic Route zuerst an der Küste von South­land, der südlichsten Region Neusee­lands, entlang.

Hinter Te WaeWae Bay geht es dann durch Tuata­pere land­einwärts – parrallel zur Ostgrenze des Fjord­land Natio­nalparks Rich­tung Te Anau. Auf diesem Stre­cken­ab­schnitt kann man an zwei Stellen über Schot­ter­strassen Abste­cher in den südlichen Teil des Natio­nalparks machen: Von Clifden bringt einen die 34 km lange Lill Burn Route zum von Glet­schern geformten Lake Hauroko, von Blackmount sind es nur 10 km zum Lake Monowai.

Fiord­land Natio­nal­park

Maje­s­tä­ti­sche Berge und stille Fjorde in Neusee­lands größter Wildnis
Die gewal­tige Urlandschaft der Fjord­lands hat in der Eiszeit ihre Prägung erhalten, als die Täler von mäch­tigen Glet­schern ausge­ho­belt wurden. Wegen ihrer Unzugäng­lichkeit und des extremen Nieder­schlage von bis zu 3000 Millime­tern pro Jahr ist die Region die größte Wildnis Neusee­lands geblieben und bis heute fast unbe­siedelt. Im PKW ist nur der Milford Sound zugäng­lich. Der bekann­teste neusee­ländi­sche Fjord ist 15 km lang, sehr eng und von maje­s­tä­ti­schen Bergen umgeben. Eine wunder­schöne – in der Hoch­saison aber auch recht befah­rene – zwei­einhalb­stün­dige Berg­straße führt von Te Anau zum Milford Sound erschließt die Fjord­lands.

Inver­cargill

Klein-Schott­land im äußersten Süden Neusee­lands
Die südlichste Stadt Neusee­lands liegt an der Mündung des Oreti River in den Südpa­zifik und wird umgeben von den weit­läufigen South­land Plains, einer 1500 Quad­ratki­lometer großen Ebene. In östli­cher Rich­tung befinden sich die Catlins. Durch die Foveaux­straße ist Inver­cargill von der noch südli­cher liegenden Stewart-Insel getrennt. Nur 18 Kilometer südlich von Inver­cargill liegt mit Bluff die südlichste Sied­lung der Südinsel. Wie der Name vermuten lässt wur­de, die Stadt im 19. Jahr­hun­dert von Schotten gegründet. Der schot­ti­sche Einfluss ist bis heute spürbar.

Lake Monowai

Unbe­siedelter See in den Fjord­lands
Der See im Fiord­land ist eine Station auf der Southern Scenic Route. Er befindet sich in einem langen, U-förmig gekrümmten Talab­schnitt. Der Abfluss dess Sees erfolgt im Nord­osten durch den kurzen Monowai River, der nach 8 km in den Waiau River mündet. Das Ostende des Sees ist über einen Fahrweg von der nord­öst­lich gelegenen Ansied­lung Monowai erreichbar. In der unbe­siedelten Umge­bung des Sees befinden sich ledig­lich wenige Schutzhütten.
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Te Anau

Tor zu den Fjordlands

Die Stadt mit knapp 2000 Einwoh­nern liegt mitten in den South­lands am südli­chen Ende des Lake Te Anau, der mit knapp 350 Quad­ratki­lome­tern der größte See der Südinsel ist.

Weil Te Anau direkt an der Grenze zum prak­tisch unbe­wohnten Fiord­land National Park liegt, ist der Ort ganz auf Tourismus einge­stellt. Es starten von Te Anau aus Busse und Rundflüge zum nörd­lich gelegenen Milford Sound. Unweit des Ortes beginnt der Kepler Track, ein mehr­tägiger Wanderweg, der zu den Great Walks of New Zealand gerechnet wird. Per Boot kann man die Te Anau Caves zu errei­chen, wo in einem Höhlen­system mit unter­irdi­schem Wasserfall Glowworms (Arachno­campa lumi­nosa) leben.

Zu Gast in einer Pension in Te Anau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Pension liegt in einem ruhigen Garten, 500 Meter vom Orts­kern von Te Anau entfernt. Die drei modern und komfor­tabel einge­rich­teten Studio­zimmer liegen separat vom Haupt­haus.

Zusätz­lich gibt es im Haupt­haus noch eine Suite mit Schlafzimmer und Schlafsofa im Wohnzimmer. Früh­stück kann von Gastgeberin Rebecca entweder im Haupt­haus serviert oder auf Wunsch bereits am Vora­bend auf dem Zimmer bereitge­stellt werden.

Ausflug (OPTIONAL)

Bootstour auf dem Doubtful Sound (ganztägig, englisch)

Die Tages­tour mit maximal 135 Personen startet am Boots­steg von Pearl Harbour in der kleinen Sied­lung von Manapouri, 20 Automi­nuten von Te Anau entfernt, wo man ein Boot besteigt, um den Lake Manapouri zu überqueren. Von der anderen Seite geht es über den Wilmot Pass zu den Ausläufern des Fjords. Bevor man in der Deep Cove den geräu­migen Kata­maran besteigt, gibt es die Möglichkeit zu einer kurzen Wande­rung durch den dichten Regen­wald und alpine Moosgärten. Danach beginnt die drei­stün­dige Fahrt mit dem Kata­maran durch die stillen Fjorde des Doubtful Sounds. Oft begleiten Bottlenose-Delfine den Kata­maran auf seinem Weg durch den Sound, während auf den Uferfelsen Seehunde in der Sonne dösen. Wenn man Glück hat, kann man sogar seltene Pinguine entde­cken.

Ausflug (OPTIONAL)

Glühwürmchen-Höhle Te Anau (ca. 2 Stunden, englisch)

Die Höhle von Te Anau ist eine geheim­nisvolle unter­irdi­sche Welt, die vom Schimmer zahl­loser Glühw­ürmchen erhellt wird. Der Ausflug beginnt mit einer Bootsfahrt über den Te Anau See. Am Eingang zu den Höhlen kann man sich im Cavern House über das Naturwunder informieren.

Anschließend beginnt die Führung in einer Klein­gruppe durch die Höhle mit ihren Gängen, Whirlpools und einem unter­irdi­schen Wasserfall. Am Ende geht es per Boot in eine stille, versteckte Grotte gebracht, die von Tausenden von Glühw­ürmern bewohnt wird.

Fiord­land National Park Visitor Centre

Informa­tionen zu den Fjord­lands
Ein Besuch im Visitor Centre lohnt sich, wenn man die Fjord­lands erkunden will. Die Mitarbeiter sind erfahren und beraten individuell. Im einzelnen bekommt man Informa­tionen und Karten­ma­te­rial über kurze und lange Wander­wege, ebenso Aktuelles über den Zustand der Wege. Wer angeln will oder Führungen mitma­chen möchte, erhält nütz­liche Adressen. Darüber hinaus gibt es ein Museum zur Naturge­schichte und einen Film.

Shallow Bay

Dreh­orte aus Herr der Ringe am Lake Manapouri
Der Wanderweg beginnt am Rainbow Reach und führt hinab zum Nord­ufer des Lake Manapouri. Am Wegesrand sollen einige Dreh­orte des Films „Herr der Ringe“ gewesen sein. (hin und zurück: 4:00 Stunden, 13,7 Kilometer, auf und ab 140 Meter)

Von Te Anau nach Wanaka

271 km | 3:30 h

Southern Alps

Wunderwelt der Glet­scher, Seen und Urwälder
Das Faltengebirge der Süda­lpen stellt das Rückgrat der Südinsel dar. Sein Zentrum bildet der Mount Cook, mit 3.744 Metern der höchste Berg Neesee­lands. Von hier aus verlaufen Glet­scher in alle Rich­tungen; einige fließen fast bis ins Meer. Auf der west­li­chen Seite steigen die Süda­lpen auf einem etwa 50 Kilometer breiten Streifen vom Meer­es­spiegel aus an, was extreme Regen­fälle – bis zu 8000 mm pro Jahr! – verur­sacht. Undurch­dring­liche, immer­grüne Regenwälder wachsen hier bis zu einer Höhe von 2000 Metern. Nach Osten sind die Höhen­un­ter­schiede nicht so gewaltig. Dort sammelt sich das Gebirgs­wasser zu großen Seen, von denen der Lake Te Anau der größte ist. Die Nieder­schlags­menge sinkt auf 400 Millimeter pro Jahr ab, was ideal für den Wein­anbau in Central Otago ist.

Mossburn

Hirschhaupt­stadt Neusee­lands
Die größte Ortschaft zwischen Queens­town und Te Anau hat etwa 240 Einwohner. Die Wirt­schaft des Ortes ist von der Land­wirt­schaft, vor allem Rinderzucht, Hirschzucht und Schafhal­tung geprägt. Wegen der Viel­zahl der Hirschfarmen sieht sich Mossburn als „Hirsch-Haupt­stadt“ Neusee­lands.

Southern Scenic Route

Durch den einsamen Süden
Die etwa 610 Kilometer lange touris­ti­sche Straße verbindet Queens­town mit dem Fiord­land und Te Anau über Manapouri und Riverton mit Inver­cargill und Bluff. Von dort führt sie durch die Catlins nach Balclutha und Dunedin. Die Route selbst nutzt durch­ge­hend befes­tigte Straßen; viele der Sehens­wür­digkeiten, die von der Southern Scenic Route erschlossen werden, liegen jedoch nicht direkt an der Straße und sind nur über unbe­fes­tigte Neben- und Wander­wege zu errei­chen. Das Magazin Travel + Leisure bezeichnete die Strecke 2008 als „eine der großar­tigsten unent­deckten Routen der Welt“.
Auf dem Weg bietet sich ein Stopp in Queens­town, dem touris­ti­schen Zentrum der Süda­lpen an. Es lohnt auch ein Besuch von Arrow­town, einer kleinen Goldgräber­stadt, die nach dem Gold­rausch ebenso schnell verlassen wie sie aufge­baut wur­de.
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Lake Wanaka

Paradies für Segler und Kajakfahrer

Mit seinem kris­tallklaren Wasser ist der 45 Kilometer lange See ein Para­dies für Segler und Kajakfahrer. Die nahe gelegenen, schnell fließenden Flüsse erlauben verschiedene Arten des Extremsports, zum Beispiel Jetboa­ting.

Im Winter kann man in den Steilhängen im Westen Ski fahren. Lake Wanaka befindet sich voll­ständig inner­halb des Mount-Aspi­ring-Natio­nalparks, der zum Welt­natur­erbe Te Wahipou­namu gehört. Der See selbst liegt auf einer Höhe von 280 Metern ü. NN, während er stel­lenweise eine Tiefe von mehr als 300 Metern erreicht. Somit befinden sich Teile der Wasser­masse unter­halb des Meer­es­spiegels.

Zu Gast in einer Lodge bei Wanaka

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt auf einem Hügel und genießt einen weiten Blick auf Wanaka, die Berge und den See. Sie verfügt über ein Zimmer mit Balkon im Oberge­schoss und ein Apart­ment im Erdge­schoss, dass neben drei Schlafzimmern mit Bad auch eine Kitchenette mit Kochmög­lichkeiten, Balkone sowie einen Spa-Pool hat.

Eine Lounge sowie eine weitere Terrasse mit Kamin, Grill und Whirlpool steht allen Gästen zur Verfügung. Gastgeberin Liz verbreitet eine familiäre, herz­liche Atmo­sphäre und serviert morgens ein konti­nen­tales Früh­stück; warme Speisen sind auf Anfrage möglich. Den Ort mit Geschäften, Cafés und Restau­rants erreicht man in ca. 15 Minuten zu Fuß, es gibt aber auch einen kostenfreien Shut­tle­service. Diverse Freizei­t­ak­tivi­täten können auf Wunsch vermit­telt werden, so z. B. Jetboot- oder Kajak­touren.

Ausflug (OPTIONAL)

Siberia Experience - 25 min Flugzeit (halbtägig, englisch)

Bereits die Anreise ist ein Erlebnis: Im Tief­flug geht es durch Täler, über Berg­seen und Glet­scher in eine entlegene Wildnis der Southern Alps, die zu Fuß kaum zugäng­lich sind.

Nach der Landung steht eine drei­stün­dige Wande­rung auf dem Programm, die über offenes Gras­land und durch dichten Regen­wald führt. Unter­wegs kommt man immer wieder an expo­nierten Stellen mit unver­gleich­li­cher Panora­ma­sicht vorbei. Zum Schluss ist noch eine halb­stün­dige Fahrt im Jetboot geplant. Das Boot hat kaum Tiefgang und ist so besonders gut für die flachen Glet­scher­flüsse geeignet.

Wanaka

Zentrum des Outdoorsports
Der kleine Feri­enort am Lake Wanaka ist zwar bei Neusee­ländern recht beliebt, aber bei weitem nicht so über­laufen wie das benach­barte Queens­town. Dabei sind die Möglichkeiten ähnlich: Es gibt ein dichtes Wander­wegenetz, das in die Berge und am See entlang führt, auf dem verschiedene Wassersport­arten ange­boten werden. Die Jahres­zeiten sind ausgeprägt: Im Frühling (Oktober bis Dezember) gibt es eine wahre Blütenpracht, der Sommer (Januar bis März) hat zur Freude von Berg­stei­gern und Wanderern viele wolken­lose sonnige Tage, im Herbst (April bis Juni) leuchtet das Laub der Bäume in herr­li­chen Farben und der Winter (Juli bis September) bringt viel Schnee und klare Tage.

Mount Iron

Aussichtshügel von Wanaka
Um einen schönen Über­blick über Lake Wanaka, den Ort und den Mount Aspi­ring in der Ferne zu bekommen, kann man auf den Aussichtshügel im Osten der Stadt steigen. Wenn man oben ist, kann man im Norden sogar einen zweiten See sehen, den Lake Hawea. (1,30 Stunden, auf und ab: 200 Meter)

Rocky Hill

Panora­mahügel über Lake Wanaka
Nachdem man auf Holz­stegen durch ein Wald­stück geleitet wird, geht man auf Wiesen­wegen mit Aussicht in viele Rich­tungen zum Rocky Hill. Zuvor sollte man den Abste­cher zum Wanaka View­point machen, wo sich ein Blick über den ganzen Lake Wanaka auftut. (Hin und zurück: 3 Stunden, 7,6 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Rob Roy Glacier Walk

Glet­scherwande­rung im Mount Aspi­ring National Park
Die mode­rate Wande­rung führt zum Glet­sch­erkessel des Rob Roy Glaciers im Mount Aspi­ring Natio­nal­park. An einem Bach mit Schmelz­wasser steigt hinauf durch einen Regen­wald mit alten Bäumen und Riesen­farnen. Kurz über der Baumgrenze ist man am Ziel. Der Anblick des gewal­tigen Glet­schers und eines 150 Meter hohen Wasserfalls ist der Lohn für die Mühe. Wer Glück hat, kann unter­wegs mit neugie­rigen Berg­pa­pa­geien, den Kea-Vögeln, in Kontakt kommen. (Hin und zurück: 3:50 Minuten, 12,4 Kilometer, auf und ab: 400 Meter)

Von Wanaka nach Franz Josef

286 km | 4:00 h

Am Fuße der Alpen fährt man zunächst gen Norden. Dabei kommt man an mehreren schönen Seen vorbei. Die Alpen überquert man über den Haast Pass (564m), der auch im Winter wegen seiner relativ geringen Höhe nur selten gesperrt ist.


Bei Haast erreicht man die wilde Westküste. Ein Besuch des modernen Informa­ti­ons­zentrums (South West­land World Heri­tage Visitor Centres), das kurz hinter der Ortschaft liegt, ist unbedingt zu empfehlen. Am Lake Moeraki lohnt sich ein weiterer Stopp; hier führt ein Wanderweg (40 Minuten – eine Strecke) durch den Urwald zur Küste (Monro Beach). Von Juli bis Dezember kann man hier mit etwas Glück Pinguine sehen.

Haast Pass

Südlichster Pass über die Süda­lpen
Der erste Euro­päer, der den südlichsten Pass über die Süda­lpen bezwang, war der deut­sche Geologe, Franz Julius von Haast. Er folgte einem bereits von den Maori genutzten Pfad an die Westküste. Erst 1965 wur­de der Haast Pass für den öffent­li­chen Verkehr frei­gegeben. Der Highway führt heute am Haast River entlang und dann auf Neusee­lands längster einspu­riger Brücke über den Fluss. Kurz vor dem Schei­tel­punkt passiert die Straße die Fantail Falls.

Haast

Winziger Ort am Haast River
Der Ort mit knapp 250 Einwoh­nern ist nach dem deut­schen Geologen und Naturfor­scher Julius von Haast benannt. Er liegt an der Südseite des Haast River unweit seiner Mündung in die Tasmansee. Das neusee­ländi­sche Depart­ment of Conserva­tion (DOC) betreibt am Haast Junc­tion ein Besu­cher­zentrum, das Informa­tionen zur World Heri­tage Area von South West New Zealand bereit­hält. Dort beginnen auch mehrere Wander­wege in den Regen­wald.

Lake Moeraki

Idylli­scher See im Regen­wald
Der idylli­sche See liegt zwischen dem Haast Pass im Süden und dem Fox Glet­scher im Norden. Er ist nur wenige Kilometer vom Meer entfernt und wird umgeben von einem grandiosen Regen­wald mit über 900 Jahre alten Baumriesen. Ein märc­henhafter Wanderweg führt durch den Wald zu Pinguin­ko­lo­nien. Es lohnt auch ein Abste­cher in die abge­legene Jackson Bay – dem Endpunkt der Westküs­ten­strasse. In dieser Gegend trägt Regen zu der besonderen Stim­mung des Regen­waldes bei und sollte daher nicht als schlechtes Wetter betrachtet werden. An der Westküste & im Fjord­land fallen die höchsten Nieder­schläge von ganz Neusee­land. Feste Schuhe und Kleidung gehören daher zur Grund­aus­stat­tung.
F

Westland-Nationalpark

Gletscher in einzigartigem Regenwald

Der 1275 km² große Park mit dem Maori-Namen Tai Poutini erstreckt sich von der Westküste bis hinauf zum 3498 Meter hohen Mount Tasman in den Neusee­ländi­schen Alpen.

Mehrere Glet­scher fließen vom Gebirge aufgrund des starken Gefälles auf bis zu 200 Metern Meeres­höhe hinab und enden wenige Kilometer vom Ozean entfernt. Die bekann­testen sind der Franz-Josef-Glet­scher und der Fox-Glet­scher. An der extrem nieder­schlagsrei­chen Küste wächst sich ein einzig­ar­tiger Regen­wald. Gemeinsam mit dem Fiord­land-Natio­nal­park, dem Mount-Cook- und dem Mount-Aspi­ring-Natio­nal­park bildet der West­land-Natio­nal­park die soge­nannte Te Wahipou­namu World Heri­tage Area. Seit 1990 gehört das Gebiet zum Welt­natur­erbe der UNESCO.

Zu Gast in einem Arts-and-Crafts Haus

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus aus den 1920er Jahren ist aus einheimi­schem Holz gebaut und ein Musterbei­spiel für den damals in Neusee­land vorherr­schenden Stil, den man „Arts and Crafts“ nennt.

Vom Früh­s­tücks­tisch hat man einen herr­li­chen Blick bis tief in die Süda­lpen hinein. Die Zimmer sind komfor­tabel einge­richtet. Das Haus liegt etwas außer­halb des Ortes Franz Josef und ist ideal zur Erkundung des Glet­schers. Die Gastgeber, Gerard und Bernie, helfen ihren Gästen gerne bei der Auswahl der Tages­ak­tivi­täten.

Ausflug (OPTIONAL)

Heli-Hike Franz Josef Glacier (halbtägig, englisch, zahlbar vor Ort)

Bei dieser geführten Glet­scherwande­rung wird man mit dem Helik­o­pter auf die Mitte der Glet­scherzunge geflogen, die hier weniger steil und etwas einfa­cher zu begehen ist.

Während des Fluges kann man den Glet­scher in seiner Ganzheit bewundern und weite Blicke von den schnee­be­deckten Alpen­gipfeln bis hin zum Meer genießen. Die geführte Wande­rung geht an Eisforma­tionen, Glet­scher­spalten und Eishöhlen vorbei. Die Tour dauert insge­samt ca. 3 Stunden, wovon ca. 2 Stunden auf dem Eis verbracht werden. Steig­eisen und Wander­stöcke werden gestellt. Im Anschluss an die Tour können die Glacier Hot Pools ohne Zusatzkosten besucht werden. Aufgrund des Helik­o­pterflugs ist dieser Ausflug bis zu einem maximalen Körpergewicht von 115 Kilogramm buchbar.

Mount Cook National Park

Alpines Wunder­land am höchsten Berg Neusee­lands
Der über 707 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt die alpine Hoch­ge­birgs­landschaft um den höchsten Berg Nesee­lands und des ganzen australisch-ozea­ni­schen Kontin­ents, den 3.753 Meter hohen Mount Cook. Gemeinsam mit dem West­land-, dem Fiord­land- und dem Mount-Aspi­ring-Natio­nal­park bildet der Mount-Cook-Natio­nal­park die soge­nannte Te Wahipou­namu World Heri­tage Area, die größte zusam­men­hän­gende Wildnis Neusee­lands. Ausgangs­punkt für zahlreiche Freizei­t­ak­tivi­täten (Wandern, Berg­steigen, Skifahren, Rundflüge) ist das Besu­cher­zentrum im Aoraki Mount Cook Village. Im Park selbst gibt es 17 Schutzhütten für Bergwanderer.

Franz Josef Glet­scher

Glet­scher im Regen­wald
Der zehn Kilometer lange Glet­scher wur­de 1865 von seinem deut­schen Entde­cker, Julius von Haast, nach Franz Joseph I. von Öster­reich benannt. Er reicht vom Mount Cook, dem mit 3.753 Meter höchsten Berg Neusee­lands, bis in die Niede­rungen, wo bereits Regen­wald wächst. Das liegt an der extrem hohen Fließge­schwin­digkeit: Jeden Tag rutscht der Glet­scher einen halben Meter in die Tiefe. Nachdem er zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und 1982 deut­lich zurückge­gangen war und über drei Kilometer an Länge verloren hatte, ist er seit 1982 wieder um einen Kilometer gewachsen. Mit der Jahr­tausendwende hat sich der Trend wieder umge­kehrt und der Glet­scher verliert an Masse. Dennoch ist der Franz-Josef-Glet­scher einer der wenigen großen Glet­scher, die bislang nicht so stark von der welt­weiten Glet­scher­schmelze betroffen sind.

Fox Glet­scher

Glet­scher bis hinab zum Meer
Der Fox Glet­scher befindet sich 23 Kilometer südlich von Franz Josef. Seine Eis- und Schnee­massen speisen sich aus den Gipfel­regionen der Alpen und rutschen auf fast 14 Kilome­tern Länge bis auf 200 Meter über dem Meer­es­spiegel herunter – so tief wie sonst nirgends in dieser klima­ti­schen Zone. Wer den Glet­scher zu Fuß erkunden möchte, schließe sich nach Möglichkeit einer geführten Tour an. Steig­eisen sind aufgrund der Steilheit notwendig und von den Führern erhält­lich. Rundflüge im Helik­o­pter oder im Flugzeug sind bei gutem Wetter ein großar­tiges Erlebnis und können von Umfulana oder vor Ort gebucht werden. Der „Heli-Hike“, eine geführte Glet­scherbe­ge­hung, bei der man mit dem Helik­o­pter auf den Glet­scher gebracht wird, ist eine ideale Kombi­na­tion, um den Glet­scher sowohl aus der Luft als auch zu Fuß zu erfahren.

Roberts Point

Zu einem Aussichts­punkt am Franz-Josef-Glet­scher
Der Weg gibt einen Über­blick über einen der merkwür­digsten Glet­scher der Welt. Der Franz Josef Glet­scher fließt durch Urwälder bis in eine Hohe von 400 Metern. An seiner Ostseite führt der Wanderweg bis zum Roberts Point, wo man einen Eindruck von der gewal­tigen Größe des Eismas­sivs bekommt. Der Weg ist einfach, nur manchmal ein wenig nass und rutschig. (Hin und zurück: 4:30 Stunden, 13,2 Kilometer, auf und ab: 500 Meter)

Lake Matheson

Mount Cook im Spiegel eines klaren Sees
Der kleine See liegt zwischen der Tasmansee und den Süda­lpen. Vom Nordwe­st­ufer bietet sich ein einmalig schöner Blick: man sieht, wie sich der Mount Cook und der Mount Tasman in seinem klaren Wasser spiegeln. Der gut ausge­baute Rundweg um Lake Matheson hat außerdem noch viele andere bezau­bernde Winkel zu bieten. (1 Stunde, 3,8 Kilometer, auf und ab: 50 Meter)

Von Franz Josef nach Greymouth

186 km | 3:00 h

Hoki­tika

Goldgräber­stadt in den West­lands
Die Stadt mit knapp 3.500 Einwoh­nern liegt an der Westküste rund 40 Kilometer südwest­lich von Greymouth. Südlich der Stadt mündet der Hoki­tika River in die Tasmansea. Wie die anderen Städte und Sied­lungen der Westküste auch ist Hoki­tika von den rest­li­chen Landes­teilen durch die Southern Alps abge­schnitten. Die Goldgräber­sied­lung wur­de im Jahr 1864 gegründet und stellte eines der Zentren des Gold­rau­sches an der Westküste dar. Das Gold wur­de vom Hafen direkt nach Melbourne verschifft. Inner­halb von zwei Jahren wur­de Hoki­tika mit über 6.000 Einwoh­nern zu einer der größten Sied­lungen in Neusee­land. Drei Jahre war es sogar Haupt­stadt der neu geschaffenen Provinz West­land. Danach erfuhr das Städt­chen einen herben Bedeu­tungs­ver­lust.

Zwischen Tasma­ni­scher See und Alpen führt die Route durch eine einzig­ar­tige Land­schaft, die durch ihren Kontrast zwischen Küste und Hoch­ge­birge besticht.

Bei Regen kann man die Jade-Galle­rien von Hoki­tika & Greymouth – oder Shanty­town, eine ehema­lige Goldgräber­stadt bei Greymouth, besich­tigen.

G

West Coast

Menschenleeres Küstengebirge auf der Südinsel

Die Region an der Westküste Neusee­lands ist mit rund 30.000 Einwoh­nern die am dünnsten besiedelte Region Neusee­lands.

Die größten Städte sind Greymouth und Westport. Ansonsten ist die bergige Region so gut wie menschenleer. Die Bevöl­ke­rungs­dichte beträgt 1,3 Einwohner pro Quad­ratki­lometer. Trotz ihrer Schön­heit ist die West Coast isoliert. Ihren Bewoh­nern, die „Coaster“ genannt werden, sagt man einen schrul­ligen Charakter nach. Schroffe Klippen, maje­s­tä­ti­sche Berge und dichte Regenwälder bestimmen das Landschafts­bild.

Zu Gast in einer Lodge am Meer bei Greymouth

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt am Tasma­ni­schen Meer zwischen Westport und Greymouth, vor der Kulisse der Southern Alps. Von hier aus kann man die Pancake Rocks, den Paparoa National Park, Greymouth oder Shanty­town, eine nach­ge­baute Goldgräber­stadt, erkunden.

Alle vier Zimmer, von denen sich zwei im oberen Stock­werk des Haupt­hauses und zwei in einem Nebengebäude befinden, bieten einen fantas­ti­schen Blick auf den wilden Ozean. Vom Garten aus geht ein Pfad zu einem mit Treib­holz über­säten Kiesel­strand, der besonders im Licht der unter­ge­henden Sonne zu einem kleinen Abend­spa­ziergang einlädt. Zum Früh­stück werden – passend zu den Pancake Rocks – Pfannku­chen ange­boten. Restau­rants gibt es in Greymouth, das in 15 Minuten gut mit dem Auto zu errei­chen ist. Jan, die Besitzerin der Lodge, ist – wie viele Neusee­länder – ein großer Outdo­orfan und kann somit ihren Gästen gute Tipps für Aktivi­täten in der näheren und weiteren Umge­bung geben. Sie besitzt außerdem zwei Hunde, die sich immer über Besuch freuen.

Greymouth

Kunst­hand­werk, Maori­tra­di­tion und Alpen­blick in beschau­li­chem Küsten­städt­chen
Die größte Stadt in der West Coast Region hat ein beschau­li­ches Stadt­zentrum mit der Art Gallery und dem History House. Wer einen Blick in die Ateliers der einheimi­schen Kunst­hand­werker werfen will, kann sowohl in Greymouth als auch im benach­barten Hoki­tika sehen, wie die einheimi­sche Jade (Greens­tone/Pounamu) bearbeitet wird. Greymouth ist der Anfangs- und Endpunkt der welt­be­rühmten Tranz-Alpine Bahn, die von Christchurch über die Süda­lpen an die Westküste führt. An klaren Tagen, kann man den Mount Cook von hier aus im Süden sehen.

Shanty­town Heri­tage Park

Frei­lichtmuseum zum Gold­rausch
Das Frei­lichtmuseum an der Westküste zeigt das Leben in einer kleinen, vom neusee­ländi­schen Gold­rausch geprägten Stadt. Shanty­town besteht aus 30 nach­ge­bauten histo­ri­schen Häusern im Stil der 1860er Jahre. Auf dem Gelände verkehrt eine Dampf­lo­komo­tive, die auf einer 1,5 Kilometer langen Eisen­bahn­strecke, dem Infants Creek Tramway, in den einheimi­schen Regen­wald fährt. Über 10.000 Objekte und Fotographien sind zu sehen.

Pororari River Loop

Dschungel­wande­rung durch einen Canyon
Die meisten Besu­cher des Paparoa Parks bleiben bei den Pancakes Rock und dem Besu­cher­zentrum vor der Küste. Wer sich von dort aufmacht und an den Flüssen ins Landes­in­nere geht, erlebt einen grandiosen Dschungel mit klarem Wasser, grünem Urwald­dach und einem gewal­tigen Canyon. (3 Stunden, 10,4 Kilometer, auf und ab: 280 Meter)

Ball Room Over­hang

Grandiose Wande­rung in ein wildes Flus­stal
Die Wande­rung beginnt harmlos – mit Wegen durchs Gras. Dann aber sind mehrere Flussdurch­que­rungen nötig. Knie­tief watet man durch den Fox River. Danach wird die Schlucht enger und erreicht im Ball Room Over­hang einen Höhe­punkt: ein hundert Meter hoher Kalk­steinüber­hang, unter dem man Pick­nick machen oder über­nachten kann. Oben wachsen Flechten, Moose und Farne. (Hin und zurück: 4 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 210 Meter)

Von Greymouth nach Tasman

305 km | 4:30 h

Die Route verlässt die Westküste bei Westport und führt durch die Schlucht des Buller Rivers, und dann am Rande des Kahu­r­angi Natio­nalparks entlang.

Der erst 1995 gegrün­dete Park ist mit 400.000 Hektar einer der größten Neusee­lands. Kurz vor Westport lohnt sich ein Zwischen­stopp bei der Seehundko­lonie am Cape Foulwind.

Paparoa National Parks

Felsküste, Regen­wald und alpine Gipfel
Der 300 Quad­ratki­lometer große Park schützt auf einer verhält­nismäßig kleinen Fläche ganz verschiedene Typen von Biotopen von der Küste der Tasmansee bis zu den Gipfeln der Neusee­ländi­schen Alpen. Wahrzei­chen des Parks sind die Pancake Rocks von Punakaiki. An anderen Stellen des Natio­nalparks kann man auf unter­irdi­schen Flüssen durch Höhlen treiben, ober­irdi­sche Flüsse per Kajak erkunden, wilde Kies­strände entde­cken, oder den schaurig schönen Regen­wald zu Fuß, zu Pferde oder im Allradwagen erleben.

Westport

Pelzrobben am Cape Foulwind, Rafting in der Buller Gorge
Westport, eine der wenigen Städte in der dünn besiedelten West Coast Region ist bekannt für seine nahe gelegenen Pelzrobben­ko­lonie am Cape Foulwind. Nörd­lich von Westport führt einen der Coal Mining Heri­tage Trail zu histo­ri­schen Stätten des Kohlebergbaus in Denniston und Stockton. Die Buller Gorge bietet Gelegen­heit zum Rafting und Jetbootfahren. Tages­ausflüge nach Karamea und zum südli­chen Ende des Heaphy Tracks bieten sich an. Viele Besu­cher der Südinsel übergehen diese ruhigere Ecke der Westküste – Neusee­land ist deswegen hier noch etwas ursprüng­l­i­cher als an anderen Orten.

Mount Owen

Wo der Zauberer Gandalf in die Tiefe stürzte
Der höchste Berg im Kahu­r­angi National Park west­lich von Motueka  bietet an klaren Tagen eine grandiose Aussicht. Kein Wunder, dass sich die Regis­seure von „der kleine Hobbit“ entschieden, die Aufnahmen für das Zwergenreich Khazad-dûm hier zu drehen. In das unweg­same Geländes führt der 60 Kilometer lange Wangapeka Track, ein anspruchsvoller Wanderweg, den erfah­rene Tracker in drei bis fünf Tagen meistern. Hier stürzte übri­gens der Zauberer Gandalf im Kampf gegen das Monster in die Tiefe.
H

Tasman Bay

120 Kilometer Küstenlinie

Die V-förmige Bucht hat etwa 120 km Küstenlinie und an der brei­testen Stelle eine Ost-West-Ausdeh­nung von 70 km.

Sie gehört zur Tasmansee an der west­li­chen Zufahrt zur Cook­straße und ist nach dem holländi­schen Entde­cker Abel Tasman benannt. Im Westen ist die Bucht uneben und dicht bewaldet. Dort liegt der Abel Tasman National Park, der die Bucht von der benach­barten Golden Bay trennt. Im Osten sind die Küsten eben­falls steil und grenzen hier an die überflu­teten Täler der Marlbo­rough Sounds. Die Insel D’Urville Island befindet sich nord­öst­lich des östli­chen Endpunktes der Tasman Bay. Die lang­ge­streckte, flache Insel Rabbit Island liegt nahe der Südküste der Bucht. Zwi­schen den Endpunkten ist das Land flach und fruchtbar. Ange­baut werden beispiels­weise Oliven, Weintrauben, Hopfen und Früchte. Früher wur­de auch Tabak ange­baut, in Motueka exis­tiert ein Tabakmuseum.

Zu Gast in einer Villa in Tasman

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im Herzen der Wein­region Nelson liegt die Unter­kunft auf einer Halb­insel, die in die türkisen Wasser der Tasman Bay hereinragt.

Jede der drei Gäste­suiten bietet mit großer Fensterfront und eigener kleiner Terrasse einen Pa­no­ra­ma­blick über die Bucht im Osten und den schnee­be­deckten Gipfel des Mount Arthur im Westen. In einem Korb erhält man Zutaten für das Früh­stück, welches man dann am Morgen in aller Ruhe auf der Terrasse genießen kann. 
Das Inha­ber­ehe­paar Fran­cesco und Elena, beide gebür­tige Italiener, stehen jederzeit bei Fragen zur Seite und sind bei der Planung von Tages­ak­tivi­täten immer gerne behilf­lich. Als leiden­schaft­li­cher Hobbykoch bereitet Fran­cesco seinen Gästen zudem bei Inter­esse abends ein Dinner zu – vornehm­lich werden Gerichten der italie­ni­schen Küche serviert.

Golden Bay

Robben und Seevögel am goldgelben Strand
Die Bucht gehört zu den abge­le­gensten Regionen Neusee­lands und zieht daher trotz ihrer schönen Sand­strände nur wenige Urlauber an. An ihrer Nord­spitze liegt das Cape Fare­well, von wo sich das Fare­well Spit, eine wüstenhaft anmu­tende Sandbank, etwa 30 Kilometer nach Osten zieht. Als Schutzgebiet für Robben und Seevögel ist der hintere Teil der Sandbank für Urlauber nur per Allradbus im Rahmen einer naturkund­lich geführten Tour zu besich­tigen. Im Hinter­land erheben sich die bewal­deten Bergketten des Kahu­r­angi National Parks, durch die der fünf­tägige Heaphy-Track führt. Viele Tages­wander­wegen beginnen bei Collingwood, einem 200-Seelen-Dorf an der Mündung des Aorere-Flusses. Von Takaka aus findet man über eine kurvige Straße auch Zugang zum nörd­li­chen, weniger besuchten Teil des Abel Tasman Natio­nalparks. Tages­wande­rungen und Fahrten mit dem Wasser­taxi sind auch hier möglich.

Takaka Hill

Wo die Hobbits den schwarzen Reitern nur knapp entkamen
Der aus Marmor beste­hende Berg ist in zahlreiche skurrile Formen verwit­tert. Die einzige über den Berg führ­ende Straße windet sich durch Takaka Tal nach Nordwesten. Der Takaka Hill wur­de – wie viele andere Gebiete in und um die Golden Bay – für Film­auf­nahmen zur Trilogie Der Herr der Ringe genutzt. Hier wurden die Aufnahmen für den Chet­wald gemacht, wo der Wald­läufer ‚Strei­cher‘ die Hobbits durch das unweg­same Gelände östlich von Bree führte, um den schwarzen Reitern zu entkommen.

Nelson

Sonnen­stadt im Kolo­ni­al­stil
Mildes Klima, male­ri­sche Bauten aus Holz, quir­lige Strand­pro­me­naden und Parks machen die wohlha­bende Stadt zu einem ange­nehmen  Auf­ent­haltsort. Sie war auch die erste in Neusee­land, der Queen Victoria das Stadt­recht verlieh. Vorausgegangen waren heftige Ausein­ander­setzung mit den Maoris. Heute ist Nelson ein blüh­ende Stadt mit einer pulsierenden Einkaufszone in der Traf­algar Street. Den schönsten Blick hat man vom Bota­nical Hill, einer Park­anlage, die als geogra­fi­sche Mitte Neusee­lands gilt.

Abel Tasman Hiking Trail

Südsee-Feeling zwischen Lagunen und Urwäl­dern
Wahr­schein­lich gibt es auf der ganzen Welt keine Wande­rung, die es mit dem Abel-Tasman-Hiking-Trail aufnehmen könnte. Goldgelbe Strände, türkise Lagunen und immer­grüne Urwälder lassen Südsee-Feeling aufkommen. Bis zu fünf Tage dauert die Wande­rung. Teil­stre­cken davon können allerdings auch als Tages­wande­rungen gemacht werden. Wanderer können sich von Wasser­taxis zu einem beliebigen Ausgangs­punkt bringen und an einer anderen Stelle an der Küste wieder einsammeln lassen. Man muss nur ein biss­chen winken.

Mount Arthur

Durch eine wilde Höhlen­landschaft zum Aussichtsgipfel
Der 1795 Meter hohe Berg liegt am östli­chen Rand des Kahu­r­angi National Parks. Zu seinem Einzugsgebiet gehören zwei Höhlen­sys­teme, die Nettlebed Cave und der Stormy Pot. Beide stehen in Verbindung mitein­ander und reichen bis 1.174 Meter tief unter die Erde. Damit gelten sie als die tiefsten Höhlen der südli­chen Hemis­phere. Auf einem Kammweg kann man über der Baumgrenze bis zum Gipfel gehen. Dabei wird man häufig von Keas begleitet, wie die neugie­rigen Berg­papgeien genannt werden. Unter­wegs kommt man an vielen Höhlen­ein­gängen vorbei, die in die Tiefe führen. (Hin und Zurück: 6:30 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Von Tasman nach Kaik­oura

421 km | 6:00 h
Die Strecke führt einen zwischen Renwick & Blen­heim an den inter­na­tional bekannten Weingärten der Marlbo­rough Region vorbei. Danach geht es entlang der Pazi­fikküste und parallel zur Eisen­bahn gen Süden weiter.

Pepin Island

Renatu­rierte Insel in der Dela­ware Bay
Die knapp vier Kilometer lange unbe­wohnte Insel ist über einen Deich mit dem Fest­land verbunden. Viele Jahrzehnte haben Schafe und Wild­ziegen alles kahlgefressen, bis die deut­sche Geschäfts­frau, Viola von Hohen­zol­lern, die Insel 1996 kaufte und renatu­rieren ließ. Bäume wurden gepflanzt, Zäune gezogen und Schädlinge bekämpft. Heute gibt es wieder einheimi­sche Flora und Fauna auf der Insel. Nach dem Tod der Besitzerin über­nahm die Tochter die Insel. Seitdem ist Pepin Island an manchen Tagen für die Öffent­lichkeit zugäng­lich.

Hanmer Springs

Baden in heißen Quellen
Ob Regen oder Sonnen­schein – das Wasser in den Thermalbädern von Hanmer Springs ist immer warm und kris­tallklar. Gerade einmal 90 Minuten mit dem Auto von Christchurch entfernt, zählen die heißen Thermalquellen seit mehr als 125 Jahren zu einer der Haupt­at­trak­tionen von Canter­bury. Hanmer Springs ist nicht nur für inter­na­tio­nale Touristen, sondern auch für Neusee­länder ein beliebter Feri­enort. Wer sich entspannen möchte, kann einen der zwölf Pools mit Tempe­raturen zwischen 33 und 42°C ausprobieren. Außerdem stehen private Pools, eine finni­sche Sauna und ein Dampfbad zur Verfügung, Verschiedene Massage-, Heil- und Well­ness­pa­ckungen werden ange­boten.

North Canter­bury

Weinbau im Regenschatten der Western Alps
Canter­bury liegt zwischen den Southern Alps und dem Pazifik und fällt von West nach Ost stark ab. Da vor allem die Westwinde Regen in Neusee­land bringen und die Alpen­kette den meisten Nieder­schlag abfangen, ist die Region recht trocken. Wein und Obst gedeihen hier prächtig. Char­donnay und Pinot Noir, aber auch Ries­ling und Sauvi­gnon Blanc werden ange­baut und bekommen regelmäßig inter­na­tio­nale Auszeich­nungen. Obwohl das Land fruchtbar ist, ist es dünn besiedelt. Von den 600.000 Einwoh­nern leben mehr als die Hälfte in Christchurch.
I

Kaikoura

Wale, Delfine und eine lebendige Maori-Kultur

Das kleine Städt­chen liegt landschaft­lich schön auf der gleich­na­migen, von Klippen und Stränden gesäumten Halb­insel.

Bis in die 1980er Jahre hinein war Kaik­oura ein ziem­lich verschlafenes Nest. Das hat sich dras­tisch geändert, seitdem die Wale, die sich beständig vor der Küste aufhalten, touris­tisch entdeckt wurden. Der Grund für das häufige Auftreten von Meer­es­säugern vor Kaik­oura ist die Menge an Plankton und Kleinst­le­be­wesen in den oberen Wasser­schichten, die aus der großen Meerestiefe unmit­telbar vor der Küste an die Ober­fläche gespült werden. Das ganze Jahr hindurch ist der Pottwal anzu­treffen, während der Buckelwal nur spora­disch vorbei­schaut. Dafür sind vor Kaik­oura auch Delphine, Robben und zahlreiche Seevögel zu sehen. Whale­watching Touren und das Schwimmen mit den Delfinen oder Robben können über Umfulana vorge­bucht werden.

Zu Gast in einer Pension im Herzen von Kaikoura

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Pension hat den Blick zu bieten, der Kaik­oura auszeichnet: eine maje­s­tä­ti­sche, im Winter schnee­be­deckte Bergkette, die in die blauen Weiten des Pazi­fi­schen Ozeans eintaucht.

Vor Kurzem haben Vero­nika und Vlad das direkt ober­halb der Ortschaft liegende Haus von einem Schweizer Paar übernommen. Die Unter­kunft verfügt über sieben Gäste­zimmer mit eigener kleiner Terrasse, von denen man Kaik­oura, die Berge und das Meer über­bli­cken kann. Kaik­ouras Haupt­at­trak­tionen, das Visitor Informa­tion Centre sowie eine Viel­zahl an Cafés und Restau­rants sind von der Unter­kunft in wenigen Gehmi­nuten zu errei­chen.

Kaik­oura Peninsula Walkway

Wandern und Walbe­ob­ach­tung
An der Spitze der Halb­insel vor Kaik­oura wur­de ein etwa drei­stün­diger Wanderweg einge­richtet, der bequem durch die raue Küsten­landschaft führt. Dabei kann man nicht nur Wale sehen, sondern auch zahl­lose Wasservögel und Robben, dazu Delfine und Krebse. Unter­wegs sind Lehr­tafeln ange­bracht mit Informa­tionen zu Geschichte, Geologie und Biologie.

Ohau Waterfall

Robbenkindergarten am Waldsee
Vom Highway 1 führt ein Pfad am Ohau River fluss­aufwärts. Nach kurzem Weg gelangt man zu einem Wasserfall und einem Becken, in dem Robben ihre Jungen aufziehen. Offenbar sind sie an diesem idylli­schen Ort vor Feinden sicher. Die Menschen, die ihnen beim Spielen zuschauen, scheinen sie nicht zu stören.

Ausflug

Whale Watching (2 Stunden, englisch)

Pott- und Buckel­wale, Orcas, Tümmler, Hector- und Dusky-Delphine, dazu mehrere Robben­arten: nirgendwo sonst auf der Erde gibt es solche Bestände von Meer­es­säugern wie vor der Küste wie von Kaik­oura.

 Das Team von ‚Whale Watch Kaik­oura‘ führt seine Gäste für einen halben Tag in diese Wunderwelt ein. In modernen Kata­ma­ranen geht es hinaus aufs offene Meer. Sobald man sich bei einer Walherde befindet, werden die Motoren abge­stellt, bis die Tiere wieder abge­taucht sind. Obwohl die Nach­frage groß ist, wird das Angebot um der Tiere willen nicht ausgeweitet. Eine Reservie­rung ist daher ratsam. Dennoch kann es passieren, dass eine gebuchte Tour noch kurz vor Abfahrt aufgrund von Wetter- und Seever­hält­nissen abge­sagt wird. Die Tour dauert insge­samt ca. 3,5 Std. Davon werden ca. 2 – 2,5 Std. auf dem ­Wasser verbracht.

Von Kaikoura nach Wellington

Fähre

Von Kaik­oura nach Picton Fähr­terminal

158 km | 3:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)

Cape Campbell

östlichster Punkt der Südinsel
Das Kap liegt an der Clifford Bay ist der östlichste ­Punkt der Südinsel. Nach mehreren Schiffs­un­glü­cken wur­de 1869 auf dem Cape Campbell ein hölzerner Leucht­turm gebaut, der jedoch dem Wetter nicht lange trotzte. Er wur­de 1905 durch einen guss­ei­sernen Leucht­turm ersetzt. Mit der Automa­ti­sie­rung des Turmes 1986 ging der letzte Leucht­turmwärter. Seitdem wird der Turm vom Sitz von Maritime New Zealand in Wellington fern­ge­steuert. Vom Cape Campbell Light­house hat man einen schönen Blick auf den schier endlosen Pazifik.

Blen­heim

Mekka für Wein­kenner und Gourmets
Die Haup­stadt der Marlbo­rough Region liegt im Nord­osten der Südinsel – eine halbe Stunde südlich von Picton, einem kleinen Hafenort, an dem die Fähre zur Nord­insel ablegt. Marlbo­rough ist Neusee­lands größte Region für den Anbau und die Herstel­lung von Wein, mit ungefähr 65 Wein­kelle­reien, 290 Winzern und ca. 4054 Hektar Weingärten. Fast alle Wein­kelle­reien sind für Wein­proben für Besu­cher geöffnet und viele haben ein Café oder Restau­rant vor Ort. Sauvi­gnon Blanc ist die Spezialität der Region, aber die aus Char­donnay-, Ries­ling-, Pinot Noir-, Pinot Gris- und Cabernet Sauvi­gnon-Trauben herge­stellten Weine sind eben­falls sehr begehrt. Landkarten mit eingezeichneten Wein-Trails helfen einem, sich in den Weinbergen zu orien­tieren. Außerhalb von Blen­heim gibt es neben Wein­kelle­reien auch einen florie­renden Kunst­handwerksweg (Art and Craft Trail), auf dem man Schnitzerein, Gemälde, lokal produ­zierte Lebens­mittel oder Töpfer­waren erstehen kann.

Robin Hood Bay

Male­ri­sche Bucht mit Sand­strand
Von Picton aus relativ gut zu errei­chen ist die Robin Hood Bay. Nur einige Steil­stellen unter­wegs fordern den Fahrer heraus. Die male­ri­sche Bucht ist unbe­siedelt und hat einen schönen Strand. Sie ist noch ein Geheim­tipp, besonders für Strand­ur­lauber und Surfer.

Von Picton Fähr­terminal nach Wellington

Dauer: 3:00 Stunden
Mietwagen: Fahrzeuge der großen Firmen (wie AVIS) werden in Picton am Ferry Terminal abge­geben. Man bekommt in Wellington einen neuen Wagen zuge­teilt (und spart damit die Fährkosten für den Wagen).

Wellington

5 km | 9 Minuten
J

Wellington

Schönste Stadt Neuseelands am Naturhafen

Die Haupt­stadt Neusee­lands ist zugleich die schönste des Landes – jeden­falls bei gutem Wetter. Sie liegt auf Hügeln über einem male­ri­schen Natur­hafen.

Allerdings beschert ihr die expo­nierte Lage am Cook Strait zwischen den Inseln jede Menge Wind, was ihr den Beinamen Windy City einge­tragen hat. Wellington ist nicht nur Sitz des Parla­ments und der Regie­rung, sondern auch des New Zealand Symphony Orche­stra und des Natio­nalmuseums Te Papa. Eine Fahrt mit der Standseil­bahn von der Unter- in die Ober­stadt eröffnet einen herr­li­chen Pa­no­ra­ma­blick. Wer sich auch in der Stadt mehr für Natur inter­es­siert, sollte den City Marine Drive entlangfahren (per Auto oder mit gelie­henem Fahrrad) – eine 40 Kilometer lange Straße von der Oriental Bay bis zur Robben­ko­lonie an den Red Rocks.

Zu Gast in einem Studio in Wellington

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das gemüt­liche B&B-Studio liegt auf den Melrose Hills mit Blick auf die Lyall Bay im Süden von Wellington. Es befindet sich im Unter­ge­schoss eines Wohn­hauses und hat einen sepa­raten Eingang.

Der Wohn-/Schlaf­raum mit Küchen­ni­sche ist in einem modernen, gemüt­li­chen Stil einge­richtet. Auf der schön gestal­teten Veranda kann man in Ruhe die Aussicht genießen. Nach einem erleb­nis­rei­chen Tag hilft der Spa-Pool im gepflegten Hof beim Entspannen. Morgens bereitet man sich aus den bereitge­stellten Zutaten ein konti­nen­tales Früh­stück mit Obst, Joghurt, Brot, Eiern, Oran­gensaft, Tee und Kaffee zu. Die Gastgeber, Lucy und Torren, wohnen im Oberge­schoss des Hauses, stehen für Fragen zur Verfügung und kümmern sich ansonsten auf eine unauf­dring­liche Art um Haus und Garten.

Mart­inbo­rough

Vikto­ria­ni­sches Städt­chen mit erstklas­sigen Weinen
Die Stadt mit knapp 1.500 Einwoh­nern wur­de von John Martin gegründet, der die ersten Straßen im 19. Jahr­hun­dert im Muster des Union Jack anlegte. Viele von ihnen sind nach Städten im Ausland benannt, die von Martin besucht wurden. Noch heute gibt es ein paar schöne Kolo­ni­al­bauten, beispiels­weise das Peppers Mart­inbo­rough Hotel von 1892. Rings um die elegante Stadt wird wegen des warmen Klimas Wein ange­baut, haupt­säch­lich Spätburgunder. Die wich­tigsten Wein­güter sind Te Kairanga, Palliser Estate Wines, Dry River, Mart­inbo­rough Vineyard, Murdoch James, Ata Rangi und Craggy Range.

Mount Victoria

Schönste Aussicht auf Wellington
Mount Vic, wie die Welling­toner ihren Hausberg nennen, ist ein knapp 200 Meter hoher, markanter Hügel, von dem aus man den besten Blick auf die Haupt­stadt Neusee­lands genießt. An der Nordwest­flanke stehen eine im neogo­ti­schen Stil erbaute katholi­sche Kirche aus dem Jahr 1908 und ein 1931 errich­tetes Kloster, an der Westflanke eine grie­chisch-orthodoxe Kirche. Am Fuß des Hügels, der durch einen Berg­rü­cken mit dem südlich gelegenen Mount Alfred verbunden ist, liegen das Kricket­stadion Basin Reserve und das National War Memo­rial.

Natio­nalmuseum von Wellington

Legende von Maui
Die Kultur der Maori ist reich an Legenden, die über Jahrhunderte – bis zum Eintreffen der Euro­päer – ausschließ­lich münd­lich weiter­geben wurden. Die Erschaffung Neusee­lands wird in der Legende von Maui beschrieben. Maui, ein Gott, war ein dreister Schwindler, dem es unter anderem gelang, die Sonne dazu zu bringen, die Tage länger zu machen. Seine größte Berühmt­heit erlangte er jedoch, als er mit seinen Brüdern fischen ging und dabei die Nord­insel aus dem Meer fischte, was tradi­tionell als Te Ika a Maui (der Fischzug des Maui) beschrieben wird. Ein leicht schräger Blick auf eine Landkarte der Nord­insel zeigt, wie sehr sie einem Fisch ähnelt. Die Maori glauben, dass der hohe Norden der Schwanz des Fisches ist und der Hafen von Wellington das Maul. Die Maori beschreiben die Südinsel als das Waka (Kanu) und die Stewart-Insel (Rakiura) als den Punga (Anker) von Maui. Im Natio­nalmuseum Te Papa in Wellington wird einem in der Langzeit­aus­stel­lung „Mana Whenua“ die Geschichte der Maori auf anschau­liche Weise näher gebracht.

Von Wellington nach Ohakune

299 km | 4:30 h
Zwischen Wanganui und Raetihi gibt es eine herr­liche Neben­strecke. Die teilweise unge­teerte Piste windet sich durch das dicht bewal­dete, histo­risch inter­essante Whanganui-Tal. Kalkulieren Sie mind 2 Std. extra für diesen Umweg ein.

Kapiti Island

Von der Walfang­sta­tion zur streng geschützten Insel
Das knapp 20 Quad­ratki­lometer große Eiland nörd­lich von Wellington steht unter strengstem Natur­schutz. Im 19. Jahr­hun­dert war Kapiti Island noch Rodungs­gebiet und Walfang­sta­tion mit bis zu 2.000 Einwoh­nern. Dass die Insel ein einzig­ar­tiges natür­li­ches Poten­zial hat, wur­de schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannt. 1897 wur­de ein Vogel­schutzgebiet einge­richtet, doch es dauerte noch knapp hundert Jahre, bevor die Insel konsequent renatu­riert wur­de. 1987 wurden die Schafe abtranspor­tiert, seither wächst die ursprüng­l­iche Vege­ta­tion wieder. Ein Jahr später wurden die Ratten vernichtet, was zuvor ange­sichts der Größe der Insel für unmög­lich gehalten wur­de. Heute ist die Vogelviel­falt wieder beinah so vielfältig wie vor 300 Jahren. Auch die Kleine Neusee­landf­le­dermaus, die an ihren ursprüng­l­i­chen Heima­t­orten ausge­rottet ist, hat hier neuen Lebens­raum gefunden. Täglich werden nicht mehr als 50 Menschen auf die Insel gelassen. Bei Reise­gruppen wird eine Kontrolle der Taschen auf Possums, Ratten und Mäuse vorgenommen.

Palmerston North

Bergwälder und klare Flüsse zwischen Vulkan­pla­teau und Ozean
Das Gebiet der Manawatu & Rangiteki Region erstreckt sich vom südli­chen Rand des Zentralen Vulkan­pla­teaus bis nach Wellington west­lich der Hauptgebirgskette. Der Rangi­tikei River ist ein ausgezeichnetes Gewässer zum Forel­len­fi­schen. Im Tal des Rangi­tikei River und dem Hügel­land in der Umge­bung sind gibt es viel Weide­land und viele Farmen, die präch­tige Gärten haben. Auch Golf­plätze gibt es überall in diesem Gebiet. Die zentrale und nörd­liche Ruahine Range ist ein Para­dies für Wanderer und Jäger. Klare Flüsse, attrak­tiver Buchen­wald, Alpen­gipfel tragen zu einigen faszi­nierenden Wande­rungen bei. Im Süden der Region liegt die Univer­si­täts­stadt Palmerston North, eine der größten Provinz­städte.

Otaki Forks

Spaziergang durch einen wuchernden Sekundär­wald
Östlich von Otaki hat der Waiotauru River eine Schlucht ins Berg­land gegr­aben, die im 19. Jahr­hun­dert viele Holzfäller angezogen hat. Davon zeugt noch die dampf­ma­schi­n­enge­triebene Sägemühle am Sheridan Creek, die 1938 den letzten Baum zersägt hat. Inzwi­schen wächst der Sekundär­wald im Tal wieder. Davon kann man sich auf dem Fenceline Loop, einem kurzen Rundweg, überzeugen, der ober­halb eines Camping­platzes beginnt. Wer danach eine Abküh­lung braucht, findet sie im klaren Wasser des Flusses. (hin und zurück: 4 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab 150 Meter)
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Tongariro National Park

Schneebedeckte Gipfel und immergrüner Regenwald

Der Park im Zentrum der Nord­insel ist einer der wenigen welt­weit, die von der UNESCO zugleich zum Welt­natur- und -kultur­erbe erklärt wurden.

Die drei Vulkane sind immer noch aktiv und zählen zu den höchsten Bergen der Nord­insel. Die Land­schaft ist viel­seitig: sie reicht von den ganzjährig schnee­be­deckten Gipfeln über subalpinen Busch über bis zu den Regenwäl­dern. Die trockene Ostseite ist von Grassteppen geprägt. Die Sessellifte im Parks werden sowohl im Sommer und im Winter betrieben und erleich­tern den Weg in die großar­tige Gipfel­region. Um die Krater der Vulkane breiten sich bizarre Mond­landschaften mit smaragdfarbigen Krater­seen und damp­fenden Spalten aus. Die Häupt­linge und Priester der Maoris werden an den Berghängen der „heiligen“ Berge bestattet. Um dem unkontrollierten Vordringen von Sied­lern und Holzfällern zuvor­zu­kommen, übergab der Häupt­ling Te Heuheu Tukino das Gebiet 1887 an die briti­sche Krone mit der Auflage, es unter Schutz zu stellen. Der Tongariro Park ist damit der zweit­äl­teste Natio­nal­park der Erde.

Zu Gast in einer Lodge am Fluss

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Umgeben von einem schönen Garten und geschützt durch neusee­ländi­sche Buchen liegt die Lodge am südli­chen Rand des Tongariro National Parks.

Bei klarer Sicht besticht die Lodge durch einen herr­li­chen Ausblick auf den meist schnee­be­deckten Mount Ruapehu. Neben einem Gäste­zimmer und einer Famili­en­suite im Haupt­haus befinden sich im Garten noch zwei weitere gemüt­lich einge­rich­tete Gästecha­lets, die mit einer kleinen Küchen­zeile (mit Mikrowelle, aber ohne Koch­platten) ausge­stattet sind. Morgens wird ein kleines konti­nen­tales Früh­stück serviert. Nach anstren­genden Wande­rungen durch die Vulk­anwelt des Natio­nalparks kann man sich abends bei einem Glas Wein vor dem Kaminfeuer oder im Whirlpool der Lodge erholen. Das Grund­stück grenzt an einen fisch­rei­chen Bach, den Mangawhero River, der eine Attrak­tion für Forel­len­angler ist. Verschiedene Tages­ausflüge wie Angel-, Wander- und Kajak­touren in die benach­barten Natio­nalparks (Tongariro und Whanganui) sowie Shuttle-Transfers zur Tongariro Cros­sing können über die Gastgeber vorge­bucht werden.

Whanganui National Park

Auf einem Wildfluss ins Landes­in­nere
Der Natio­nal­park schützt einen Berg­wald entlang des Whanganui Fluss, der aus dem nörd­li­chen Landes­in­neren kommend bei der Stadt Wanganui (ohne „h“) ins Meer mündet. Bei der Besied­lung der Nord­insel spielte er eine entschei­dende Rolle. Erst fuhren die Maoris auf ihm mit Kanus ins ansonsten undurch­dring­liche Hinter­land hinauf. Später folgten die Euro­päer mit Raddampfern. Heute ist der Fluss ein Eldo­rado für Kanuten – dank seiner 239 Stromschnellen. Eine schmale und zum Teil unge­teerte Ufer­straße führt von Pipi­riki nach Wanganui. Unter­wegs kommt man durch Jeru­salem, eine franzö­si­sche Missi­ons­sta­tion, in der der Dichter, James K. Baxter, aufge­wachsen ist. Einige besonders reizvolle Fluss­ab­schnitte sind jedoch nur zu Fuß über den Mata­ma­teaonga Track zu errei­chen.

Mount Ruapehu

Höchster Berg der Nord­insel
Der meist schnee­be­deckte, aktive Vulkan im Vulcanic Plateau ist mit 2797 Metern der höchste Berg der Nord­insel. An seinen Hängen gibt es mehrere Glet­scher. Im Krater selbst hat sich ein See gebildet. Von allen Vulkanen der Nach­bar­schaft ist der Ruha­pehu der aktivste. Die jüngste Erup­tion begann 2007 ohne jede Vorwar­nung und wur­de von einem siebenmi­nü­tigen Erdbeben begleitet. Die Erup­ti­ons­säule aus Gasen und Asche erreichte eine Höhe von 5.000 Metern. Ein Bergwanderer wur­de schwer verletzt, als ein Felsbro­cken durch das Dach einer Schutzhütte schlug. Vom Whaka­papa Village im Norden führt ein Wanderweg bis zum Kratersee.

Whanganui River

Kajakfahrer und zwei Natio­nalparks
Der mit insge­samt 290 Kilometer drittlängste Fluss Neusee­lands fließt ausschließ­lich durch die Region Manawatu-Wanganui. Anders als sein nörd­li­cher Nachbar, der Waikato River, ist er wesent­lich natur­be­las­sener, da er durch keinen großen Ballungs­raum, dafür aber durch zwei Natio­nalparks fließt und Neusee­lands Zentrum für Flusskajakfahrer ist. Nach dem Ersten Welt­krieg wur­de vergeb­lich versucht, Kriegsheimkehrer in dem bisher undurch­dring­li­chen Urwald anzu­siedeln, die dort Farmen aufbauen sollten. Ein bekanntes Zeugnis für die fehlge­schla­genen „Kolo­ni­sie­rungs­ver­suche“ ist die Bridge to Nowhere, über die niemals ein Zug fuhr. Die 145 km lange Kajak-Tour Whanganui Journey zählt zu den neun Great Walks.

Tongariro Cros­sing

Spekta­kulärste Wande­rung der Nord­insel
Die Überque­rung des Tongariro Massivs wird zu den spekta­kulärsten Tages­wande­rungen in ganz Neusee­land gezählt. Sie führt durch eine Vulk­anwelt, die noch in Bewe­gung ist. Smaragd­grüne Seen glitzern in erstarrter brauner Lava. Hinzu kommen aufregende Weit­blicke während der ganzen Tour, vor allem aber vom Red Crater, dem mit 1886 Meter höchsten Punkt der Wande­rung. Auf dem Hinweg gibt es über weite Teile einen eher leichten Anstieg, nur zum Schluss führt der Trek etwas steiler hoch. Auf dem Rückweg geht es für etwa einen halben Kilometer über relativ lockeres Gestein recht steil hinunter. (6 – 8 Stunden, 22 Kilometer, auf: 850 Meter, ab: 1210 Meter)

Mount Ngau­ruhoe

König­li­cher Vulkan im Tongariro Park
Der voll­endet geformte Vulkan thront maje­s­tä­tisch über der wilden Lava­landschaft des Tongariro National Parks. Wer den 2287 Meter hohen Berg erklimmen will, beginnt am besten im Nordwesten. Nach einem anstren­genden Aufstieg durch Lava­schutt wird man mit einem Blick sonders­glei­chen belohnt , der bis zum 130 Kilometer entfernten Mount Tara­naki an der Westküste reicht. (hin und zurück: 6 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 1090 Meter)

Von Ohakune nach Rotorua

226 km | 3:30 h

Durch vulka­nisch geprägtes Land führt diese Etappe. Nachdem man den Mount Ruha­pehu umfahren und den Tongariro National Park hinter sich gelassen hat, kommt man an zum Lake Taupo, den man am besten ostwärts umfährt.

Ab Taur­angi folgt man dem Ostufer von Lake Taupo, dem größten Binnensee der Nord­insel, der so groß wie Singapur ist. Forst­wirt­schaft, Land­wirt­schaft und Thermalquellen prägen die Strecke nach Rotorua, die dem „Thermal Explorer Highway“ folgt.

Lake Taupo

Hinreißende Land­schaft um einen Vulk­ansee
Der größte Binnensee Neusee­lands bedeckt gleich eine Reihe erlo­schener Vulkank­rater. Mehrere Flüsse speisen den See. Sein Abfluss ist der Waikato River, der die sehens­werten Huka Fälle bildet. Bereits die ersten Europäer waren von der großartigen Land­schaft um den See hinge­rissen. Heute ist der See im Gegen­satz zum benach­barten Lake Roturua noch ziem­lich beschau­lich. Sein Ufer ist nur in der Nähe der Stadt Taupo bebaut. Reizvolle Boots­ausflüge führen zu märchenhaft anmu­tenden Steinmetz­arbeiten junger Maori Künstler.

Mine Bay

Felsenkunst der Maori
Vor über tausend Jahren führte Ngato­roi­rangi, der visio­näre Maori-Navi­gator und Entde­cker, die Stämme der Tuwharetoa in die Region von Taupo. Ihm zu Ehren schnitzte der Künstler Matahi in den 1970ger Jahren ein zehn Meter hohes Bild in eine Felsgrotte in der Mine Bay, die zum Wahrzei­chen des Lake Taupo geworden ist. Um dem multikulturellen Charakter Neusee­lands Rech­nung zu tragen, fügte Matahi außerdem zwei kleinere Figuren im kelti­schen Design hinzu.

Great Lake Walkway

Wandern und Radeln am Seeufer
Der Wanderweg, der von Lions Club gesponsert wur­de und daher auch Lion's Walk genannt wird, gehört zu den belieb­testen in der Gegend. Er beginnt am Hafen von Taupo und führt unmit­telbar am Seeufer entlang nach Süden. Wem die zehn Kilometer  bis zur Five-Mile-Bay zu lang sind, kann auch ein Fahrrad benutzen. Unter­wegs sieht man ständig auf den Mount Ruha­pehu, der maje­s­tä­tisch über der Bergwelt jenseits des Sees thront.
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Rotorua

Brodelnde Schlammlöcher, dampfende Erdspalten, Geysire

Das Gebiet rund um Rotorua ist von mannigfal­tigen vulka­ni­schen Erscheinungen geprägt. An vielen Stellen steigt heißer Dampf aus Erdspalten, schießen Geysire ihre Fontänen hoch in die Luft, brodeln Schlammlöcher und schil­lern diverse Abla­ge­rungen in allen Farben auf dem heißen Unter­grund.

Und über Allem schwebt ein mehr oder weniger starker Geruch nach Schwefel. Ein weiterer Höhe­punkt sind die zahlrei­chen nach­ge­bauten Maori-Dörfer mit Versamm­lungs­häusern, diverse Folk­lorever­an­stal­tungen bei denen Tänze und Gesänge vorgeführt werden. Dabei wird auch ein tradi­tionelles Maori-Essen aus dem Erdofen ange­boten.

Zu Gast in einer Lodge mit Blick auf Rotorua

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Auf einem 8.000 Quad­r­at­meter großen Grund­stück an den Hängen des Mount Ngongotaha liegend, bietet die Lodge, die seit April 2019 von ihren neuen Besitzern, Grace und David, geführt wird, einen weiten Blick über die eindrucksvolle Land­schaft und die Lichter von Rotorua.

Ein perfekter Platz, um dem Rummel der quir­ligen Stadt zu entfliehen und dennoch nahe dran zu sein. Die modern und geschmackvoll einge­rich­tete Lodge hat drei Zimmer mit Zugang zu Terrasse und Garten mit Grill, Hot Tub und zahmen Alpakas. Das konti­nen­tale Früh­s­tücksbuffet mit vielen selbst­gemachten Zutaten wird im Esszimmer mit Blick auf die Stadt ange­richtet. Auf dem Grund­stück gibt es außerdem noch ein Apart­ment und ein Cottage zur Selbst­ver­pfle­gung.

Ausflug (OPTIONAL)

Maori Cultural Tour (halbtägig, englisch, Kleingruppe)

Diese Tour gibt Einblicke in die tradi­tionelle und moderne Kultur der Maori, umfasst aber auch eine Wande­rung durch die idylli­sche Umge­bung. 
Bis zu sechs Personen finden in dem Gelände­wagen Platz, der die Klein­gruppe zu insge­samt vier Stationen bringt.



Bay of Plenty

Sonniges Klima in der „Bucht der Fülle“
Die „Bucht der Fülle“ scheint wirk­lich alles zu haben: mildes, sonniges Klima und einige der schönsten Strände des Landes. In dieser Region hat der Kiwianbau seinen Anfang genommen. Die welt­weit ersten Anpfl­anzungen über­haupt entstanden in Te Puke, dem Zentrum dieses bedeu­tenden Wirt­schafts­zweiges. Von hier werden heute Früchte rund um die Erde expor­tiert. Überwäl­tigend schöne Strände finden sich im Osten der Bucht, in der Nähe von Whaka­tane. Von hier aus ist am Horizont White Island sichtbar – eine aktive Vulkan­insel. Wer an Vulka­nismus und ähnli­chen Naturphäno­menen inter­es­siert ist, kann sich mit einem Hubschrauber dorthin fliegen lassen oder mit dem Kata­maran hinüberfahren.

National Kiwi Hatchery

Rettungs­sta­tion für den Natio­nal­vogel
In der National Kiwi-Hatchery Aotearoa werden Kiwi-Eier ausgebrütet, um das Über­leben des Natio­nal­vogels zu sichern. In freier Natur würden die selten gewor­denen Vögel von Katzen, Hermelinen und Ratten gefressen. Von 100 Kiwi-Eiern schaffen nur fünf Kiwi-Küken den Sprung ins Erwach­se­ne­n­alter, während die Über­lebens­rate in der Brut­sta­tion 98% beträgt . 

Dazu müssen die Kiwi-Eier im Wald gesucht und gefunden werden, transpor­tiert und gewärmt werden – ein extrem aufwän­diger und kompli­zierter Prozess, der alles in allem acht Monate dauert. Wenn die Kiwis ausge­wachsen sind und sich gegen die Raubtiere wehren können, werden sie in den Wald zurückge­bracht. Das Kiwi Zentrum steht Besu­chern offen. Führungen werden ange­boten, Spenden werden gerne angenommen.

Māori Arts and Crafts Insti­tute

Tradi­tionelle Schnitze­reien, Webe­reien und Schmuck
Neusee­land ist bekannt für das Kunst­hand­werk der Maori. In vielen Läden, Gale­rien und Muse­ums­shops findet man die tradi­tionellen Schnitze­reien, Webe­reien und Schmuck. Die tradi­tionelle Handwerkskünste werden „Taonga“ genannt, was soviel wie „wertvolle Schätze“ bedeutet. Erbstü­cken wie den Carved Rakau (geschnitzte Gehstöcke), Hei Taonga Pounamu (Jade­an­hänger) und Schnitze­reien aus Knochen wird Respekt entgegen­ge­bracht, da die Maori glauben, dass sie den Geist des ursprüng­l­i­chen Besitzers in sich tragen. In verschiedenen Werk­stätten, wie z.B. dem Maori Arts and Crafts Insti­tute in Rotorua oder den Jade-Galle­rien von Hoki­tika und Greymouth, haben Besu­cher die Gelegen­heit, erfah­renen Maori-Schnitzern bei der Arbeit zuzu­sehen.

Blue Lake Loop

Türkisfarbener Kratersee
Südlich von Rotorua gibt es zwei voll­kommen gegen­sätz­liche Seen unmit­telbar neben­ein­ander: Der sandige, seichte Green Lake schimmert smaragdfarben, während der türkise Blue Lake ein tiefer, mit Wasser gefüllter Krater ist. Der Rundweg um den Blue Lake führt zu einer Aussichts­stelle, von der man beide Seen bewundern kann. (1:30 Stunden, 5,8 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Von Rotorua nach Whiti­anga

236 km | 3:30 h

Die Strecke führt in die Bay of Plenty und über den ‚Pacific Coast Highway‘ Rich­tung Norden. Vor der Küste liegt Mayor Island, ein erlo­schener Vulkan mit zwei Krater­seen.

Alter­nativ kann man auch im Landes­in­neren über Mata­mata im Waikato Rich­tung Coromandel Peninsula fahren. Hier gibt es umgeben von Kuhweiden die Überbleibsel der ‚Hob­biton‘ Kulisse aus der „Herr der Ringe“ Verfil­mung zu besich­tigen. Auf dem Weg zur Coromandel Halb­insel lohnt sich ein Abste­cher in die Schlucht von Karanga­hake bei Waihi, in der es eine Auswahl an schönen Wander­wegen gibt, wie z.B. den ca. 60 Minuten langen „Windows Walk“.

Mata­mata – Weide­land von Hinuera

Frodos Heimat in ‚Herr der Ringe‘
Das hüge­lige Weide­land von Hinuera wur­de für den Film, Herr der Ringe, zu Frodos Heimat, dem Auen­land. Auf abwechs­lungs­rei­chen Streifzügen kann man die drohenden Gefahren des Kino­st­rei­fens nach­empfinden. Nahe der Klein­stadt Mata­mata (12.000 Einwohner) und Kara­piro diente ein Stück Weide­land des Bauern Ian Alexander als Hobbingen. Dort exis­tieren noch etwa ein Dutzend Hobbit­höhlen-Eingänge, die besich­tigt werden können. Die Film­stätte kann auf einer zwei stün­digen geführten Tour besich­tigt werden.

Karanga­hake Gorge

Wandern auf einer ehema­ligen Eisen­bahntrasse
Die Schlucht trennt die Gebirgs­züge Coromandel Range und Kaimai Range. Mit ihren vielen Windungen wur­de vom Ohinemuri River geformt, der durch Zuflüsse aus den beiden Gebirgs­zügen gespeist wird. Durch die enge Schlucht führte eine Eisen­bahnlinie. Nach ihrer Einstel­lung wur­de das Gleis demon­tiert und der Bahn­damm als Wanderweg genutzt. Der rund 1100 Meter lange frühere Eisen­bahn­tunnel ist jetzt beleuchtet und für Fußgänger als Bestand­teil des Walkway begehbar. Der Wanderweg führt an zahlrei­chen inter­essanten histo­ri­schen Stätten vorbei, die besonders an die Zeit des Gold­rausch im Zeit­raum zwischen 1870 und 1950 in Neusee­land erin­nern.

Wainora

Urwaldwande­rung zwischen Riesen­farnen und Kauri-Bäumen
Die Wande­rung führt durch einen immer­grünen Regen­wald – vorbei an Riesen­farnen und Kauri-Bäumen. Am Schluss des Weges, der mit Treppen Stegen und Bohlen­wegen gut ausge­baut ist, warten zwei beein­dru­ckende Urwaldgiganten, die die Holzfäller im 19. Jahr­hun­dert – aus Respekt? – stehen gelassen haben.
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Coromandel Halbinsel

Mit dem Boot um die Halbinsel der Kontraste

Die kontra­st­reiche Halb­insel südöst­lich von Auck­land ist geprägt von wild zerklüf­teten meist bewal­deten Bergen, steilen Felsklippen und weißen Sand­stränden.

Sie wird durch den Highway 25 erschlossen, auf dem man eine Rundfahrt um die Halb­insel machen kann. Trotz Gold­su­chern und Holzfällern, die im 19. Jahr­hun­dert große Verwüs­tungen ange­richtet haben, ist die Natur heute wieder weitge­hend intakt. Die Schön­heit von Coromandel erschließt sich besonders auf Bootsfahrten von Whiti­anga oder Thames aus sowie auf Wander­wegen über den Höhenrü­cken oder an Stränden. Über 30 Wander­wege sind auf der Karte des Coromandel Forest Parks eingezeichnet. Nur wenige wissen, dass auch hier mäch­tige alte Kauri-Bäume zu bestaunen sind. Ebenso reizvoll wie die Natur selbst ist das ausgezeichnete und breitgefäc­herte Angebot an Kunst, Hand­werk und Kulturge­schichte. Touris­ti­sche Höhe­punkte der Halb­insel sind „Hot Water Beach“, einem Strand mit heißen, geothermi­schen Quellen und „Cathedral Cove“, einer Höhle direkt am Meer.

Zu Gast in einer Boutique-Lodge bei Whitianga

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Boutique-Lodge liegt auf einer Anhöhe bei Whiti­anga mit Blick auf die histo­ri­sche Mercury Bay, den Pazi­fi­schen Ozean und das Whare­kaho-Tal.

Die Gastgeber David und Dmitri bieten Gästen hier in entspannter und einla­dender Atmo­sphäre drei stil­volle, individuell gestal­tete Suiten. Morgens servieren sie ein reichhal­tiges Früh­stück – bei gutem Wetter auch auf der Terrasse. Beide sind gesellig und kennen die Umge­bung sehr gut, sodass sie mit Tipps für Aktivi­täten, Ausflüge und Restau­rants gerne behilf­lich sind. Die Lodge ist eine ideale Basis zur Erkundung der Coromandel-Halb­insel mit ihren Inseln, Stränden und Buchten sowie schönen Wander­wegen durch die Wälder und Berge.

Ausflug (OPTIONAL)

Highlights der Coromandel Halbinsel (6 Stunden, englisch)

Die Tour über die Halb­insel Coromandel findet im Gelände­wagen statt, damit auch die Punkte ange­steuert werden können, die besonders schön aber schwer zu errei­chen sind. Unter anderem stehen auf dem Programm der Punga Forest, wo die Holzfäller des 19. Jahrhunderts noch einige Urwald­riesen übrig gelassen haben, oder der Maha­kirau Stream, dem man bis zur Mercury Bay folgt.

Der Führer ist Berufsfotograf und kennt die schönsten Stellen der Halb­insel. Auf Wunsch fotogra­fiert er auch seine Kunden an besonders eindrucksvollen Orten mit seiner Kamera und präsen­tiert ihnen die Fotos auf einer CD.



Whiti­anga

Feri­enort in der Mercury Bay
Der Ort im Herzen der Mercury Bay ist ein beliebtes Urlaubs­ziel. Das Gebiet um Whiti­anga ist schon vor über 1000 Jahren von den Māori besucht worden. Als James Cook im Jahr 1769 die Bucht erreichte, wur­de sie in ihren heutigen Namen, „Mercury Bay“ umbe­nannt. Ab 1836 begannen sich die ersten Euro­päer hier niederzulassen. Jahrzehn­te­lang wur­de vom Hafen in Whiti­anga Holz nach Übersee verschifft. Heute ist Whiti­anga eine blüh­ende Klein­stadt mit vielen Ange­boten für Wassersport- und Angelfreunde. Auf einer Wande­rung um Whiti­anga herum kann man im Shakespeare Cliff Scenic and Historic Reserve ein paar schöne Ausblicke genießen.

Billy Goat Track

Wasser­fälle, Aussichts­punkte und Spuren der Holzfäller
Der Rundweg durch den Busch führt zu Aussichts­punkten, Wasser­fällen und Spuren der Vergan­gen­heit, als Holzfäller im 19. Jahrhunderte den Kauri-Wald rodeten. Teilweise verläuft er auf alten Eisen­bahn­schienen. (4 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab 510 Meter)

Von Whiti­anga nach Auck­land

201 km | 3:30 h
Der Pacific Coast Highway führt auf einer Neben­strecke Rich­tung Auck­land. Mehr als 100 Zugvogel­arten leben am Ufer des Firth of Thames. In den Miranda Hot Springs kann man ein thera­peu­ti­sches Bad in einer heißen Mine­r­alquelle nehmen.
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Auckland

Weltstädtisches Flair in der City of Sails

Rund ein Drittel der gesamten Bevöl­ke­rung Neusee­lands lebt in der Haupt­stadt auf einer schmalen Landbrücke zwischen Zentrum der Nord­insel und dem North­land.

Die Metro­pole wird von zwei Seiten von Meer umgeben: Im Westen mündet der Manukau Harbour in die Tasma­ni­sche See, im Osten liegt der Hauraki Golf mit zahl­losen Inseln und Halb­in­seln, die in den Pazi­fi­schen Ozean übergehen. Die Meer­nähe löst eine Begeiste­rung zum Segeln bei den Stadt­be­woh­nern aus, was ihr den Namen „City of Sails“ einge­tragen hat. Vor allem an Woche­n­enden schmü­cken zahl­lose Segel den Hauraki Golf. Das Zentrum, das erst 1840 gegründet wur­de, beein­druckt durch den welt­städ­ti­schen Kern um den Natur­hafen. Ansonsten domi­niert die in ganz Neusee­land vorherr­schende einstö­ckige Holzbauweise.

Zu Gast in einem B&B in Auckland

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B von Sonia und Chris liegt ruhig in einem schönen Vorort von Auck­land, wenige Kilometer außer­halb der Innen­stadt.

Sonia ist ein wasch­echter Kiwi, Chris stammt aus Deutsch­land – zusammen haben sie schon in Europa, Nord- und Südame­rika gelebt, bevor sie vor ca. 15 Jahren nach Neusee­land kamen, wo auch ihre beiden Kinder geboren wurden. Die drei Apart­ments und Studios sind in hellen Farben modern einge­richtet und haben einen Kühlschrank; ein Studio befindet sich im Haupt­haus, das andere im Garten. Vom Apart­ment mit sepa­ratem Eingang hat man einen unver­stellten Blick über den Ozean zur Waiheke Island. Morgens wird ein konti­nen­tales Früh­stück serviert. Kohima­rama Beach ist weniger als 500 Meter entfernt, zu den Cafés und Restau­rants in Mission Bay und St Heliers läuft man ca. zehn Minuten.

Matakana Coast

Kleine Wein­güter und edle Restau­rants
Die Matakana Coast liegt in der Nähe der Ortschaft von Warkworth, nur eine Auto­stunde nörd­lich von Auck­land entfernt, und eignet sich als Zwischen­sta­tion auf dem Weg vom Norden zur Coromandel Peninsula oder nach Rotorua (oder umge­kehrt) sind. In dieser subtro­pisch geprägte Region, die früher auch die „Obstschale von Auck­land“ genannt wur­de, wird heute neben Avocados, Limetten, Bananen und Oliven auch Wein ange­baut, den man entweder auf einem der kleinen Wein­güter selbst, oder in einem der vielen guten Restau­rants der Gegend probieren kann.

Kelly Tarlton’s Sea Life Aqua­rium

Durch einen Tunnel in einer faszi­nierende Unter­was­serwelt
Das Aqua­rium wur­de 1985 auf Initia­tive des Tauchers und Meeres­ar­chäo­logen Kelly Tarlton gegründet und war in vielerlei Hinsicht revo­lu­tionär. Statt ebener Sicht­scheiben gibt es einen 110 Meter langen verglasten Tunnel, durch den die Besu­cher mit einem Transport­band bewegt werden. In der Meeres­landschaft aus Riffen und Höhlen gibt es mehr 1800 Meerestiere, in einem zweiten Abschnitt Haie und Stechro­chen. Die heimi­schen Haie werden nur eine kurze Zeit im Becken gehalten und danach im Fang­gebiet wieder ausge­setzt.

Auck­land Art Gallery

Größte Kunst­galerie Neusee­lands
Die  Galerie beherbergt eine Samm­lung von über 15.000 Werken aus unter­schied­li­chen Epochen. Neusee­ländi­sche und euro­päi­sche Künstler werden ausge­stellt; viele Kunst­werke der breiteren Pazi­fik­region sind eben­falls zu sehen. Darunter befinden sich Kunst­werke, die von neusee­ländi­schen und briti­schen Künst­lern wie Colin McCahon, Marti Fried­lander und Frances Hodgkins stammen und in einigen Fällen der Galerie von den Künst­lern selbst gespendet worden sind.

Auck­land

Mietwagenabgabe

Auck­land

23 km | 31 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Auck­land Airport

26 Tage
ab 3.629,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: September–Mai

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Brinka Hellack

Tel.: +49 (0)2268 92298-13

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
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