Harmonie der Gegensätze: Vertiefungsreise auf beiden Hauptinseln - Neuseeland
Mt. Cook: Reisefoto von

Harmonie der Gegensätze

Vertiefungsreise auf beiden Hauptinseln

Diese Reise stellt Neuseeland in seiner ganzen Vielseitigkeit vor: subtropische Strände, unberührte Inseln, Gletscher, die beinah bis ins Meer fließen, Vulkane, Fjorde und Regenwälder. Obwohl die Reise weit in die Wildnis führt, muss auf modernen Komfort und klassische Eleganz nicht verzichtet werden. Die Unterkünfte gehören zum besten, was Neuseeland Reisen zu bieten haben.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Auck­land

Auck­land

20 km | 28 Minuten
A

Auckland

Weltstädtisches Flair in der City of Sails

Rund ein Drittel der gesamten Bevöl­ke­rung Neusee­lands lebt in der Haupt­stadt auf einer schmalen Landbrücke zwischen Zentrum der Nord­insel und dem North­land.

Die Metro­pole wird von zwei Seiten von Meer umgeben: Im Westen mündet der Manukau Harbour in die Tasma­ni­sche See, im Osten liegt der Hauraki Golf mit zahl­losen Inseln und Halb­in­seln, die in den Pazi­fi­schen Ozean übergehen. Die Meer­nähe löst eine Begeiste­rung zum Segeln bei den Stadt­be­woh­nern aus, was ihr den Namen „City of Sails“ einge­tragen hat. Vor allem an Woche­n­enden schmü­cken zahl­lose Segel den Hauraki Golf. Das Zentrum, das erst 1840 gegründet wur­de, beein­druckt durch den welt­städ­ti­schen Kern um den Natur­hafen. Ansonsten domi­niert die in ganz Neusee­land vorherr­schende einstö­ckige Holzbauweise.

Zu Gast in einem B&B in Auckland

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Meet & Greet by Bart at the Airport

Das kleine B&B liegt zentral im histo­ri­schen Stadt­teil Parnell. Umgeben von einem subtro­pi­schen Garten und in einer von Bäumen gesäumten Straße, könnte man schnell vergessen, dass es nur wenige Fußmi­nuten zu vielen Restau­rants und den meist­be­suchten Sehens­wür­digkeiten der Stadt sind – wäre da nicht der Blick auf Auck­lands Sky Tower.

Die Zimmer sind geräumig und mit lebhaften Farb­akzenten wohn­lich einge­richtet. Außerdem können Gäste den Pool, eine Lounge und einen Balkon nutzen. Im angrenzenden Esszimmer servieren die Gastgeber Bart und Therese ein herzhaftes Früh­stück.

Ausflug (OPTIONAL)

City to Surf Tour (ganztägig, deutsch)

Die Tages­tour wur­de speziell für Umfulana-Kunden entwi­ckelt und bietet Impres­sionen von Auck­land, wie man sie im Reiseführer nicht finden wird.
Sie führt in die beein­dru­ckende Vulk­anwelt rund um die Haupt­stadt und zu Orten mit Maori-Vergan­gen­heit.

Im Fokus steht eine Wande­rung an der Westküste, wo Maui-Delfine, Seebären (Kekeno) und Tölpel zuhause sind. Ent­lang der Kumeu-Wein­region geht es zur rauen Westküste, wo man an einem vulka­ni­schen, schwarzen Sand­strand entlang­läuft. Zurück geht es durch einen mysti­schen Regen­wald. Nach einer kurzen Erfri­schungs­pause mit Blick über die Tasma­ni­sche See gehen wir auf die Suche nach Maui-Delfinen, Seebären, die in der Sonne faulenzen und einer Kolonie mit 3.000 Tölpeln, die sich von August bis April am Otaka­miro Point ihrem Nach­wuchs widmen. 
Auf dem Rückweg besu­chen wir Sebas­tian Point, einen geschicht­s­träch­tigen Ort der Maori, und anschließend einen vom Tourismus kaum entdeckten Vorort von Auck­land. Dort gibt es die Möglichkeit zum Lunch (auf eigene Kosten) mit tollem Blick auf den Rangi­toto, den größten Vulkan Auck­lands, und Browns Island. Den Abschluss bildet der ein Besuch des Maunga­kieke, dem zweitgrößten Vulkan Auck­lands, der in der Kultur der Maori eine besondere Rolle spielt. Oben hat man eine grandiose Aussicht auf den Hauraki Gulf, Auck­land City und den Rangi­toto.

Auck­land Art Gallery

Größte Kunst­galerie Neusee­lands
Die  Galerie beherbergt eine Samm­lung von über 15.000 Werken aus unter­schied­li­chen Epochen. Neusee­ländi­sche und euro­päi­sche Künstler werden ausge­stellt; viele Kunst­werke der breiteren Pazi­fik­region sind eben­falls zu sehen. Darunter befinden sich Kunst­werke, die von neusee­ländi­schen und briti­schen Künst­lern wie Colin McCahon, Marti Fried­lander und Frances Hodgkins stammen und in einigen Fällen der Galerie von den Künst­lern selbst gespendet worden sind.

Queen Street

Auck­lands ange­sagte Shoppingmeile
Die Hauptschlag­ader von Auck­land führt von Queens Wharf an der Waterfront drei Kilometer nach Süden. Sie wird von Bürotürmen, Banken und Versi­che­rungen gesäumt, aber auch von Repräsentativ-Bauten aus der Kolo­ni­alzeit und vielen Jugend­stilhäusern, in denen es gute Geschäfte, Restau­rants und Boutiquen gibt. Die Straße mit den meisten Restau­rants ist die Vulcan Lane, eine Quer­straße der Queen Street. Mittags und abends herrscht Hoch­be­trieb.

Sky Tower

Sky Jumps vom höchsten Fern­sehturm der südli­chen Hemi­sphäre
Mit 328 Metern ist der Sky Tower von Auck­land der höchste Fern­sehturm der südli­chen Hemi­sphäre. Der 1997 fertig­ge­stellte Tower besitzt drei Aussichts­platt­formen: auf 182 Meter Höhe, auf 191 Meter und eine weitere unter freiem Himmel auf 220 Meter Höhe. Die unterste Aussichts­platt­form hat einen Glasboden. Ein Dreh­re­stau­rant und eine Bar drehen sich in 60 Minuten um die eigene Achse. Von der obersten Platt­form aus werden Sky Jumps gemacht. Dabei werden die Springer durch ein elek­tro­nisch gesteuertes Seil abge­bremst, sodass sie nie die freie Fallge­schwin­digkeit errei­chen.

Transfer

Unterkunft Devonport - AVIS Northshore

Sie werden von einem AVIS-Mitarbeiter von Ihrer Unter­kunft abge­holt und zum North Shore Büro von AVIS gefahren, wo Sie dann die notwen­digen Formali­täten erle­digen und Ihren Mietwagen in Empfang nehmen können.

Dieser PickUp-Service ist für Umfulana-Kunden kostenfrei. nur die Benzin­kosten für die Strecke bis zur Unter­kunft werden berechnet. Dieser Service ist nur von Montag bis Freitag und Sams­tags auf Anfrage möglich.

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS New Zealand
Fahrzeug: Intermediate Sedan (IDAR)
Tarif: Max Cover
Station: North Shore

Von Auck­land nach Waipoua Forest

208 km | 3:30 h
Auf dem Weg lohnt sich ein Stopp im Kauri-Museum bei Matakohe.

Puhoi

Deutsch-böhm­i­sches Dorf am Puhoi-River
Das Dorf am Puhoi-River wur­de 1863 von deutsch-böhm­i­schen Sied­lern gegründet. Unter dem Verspre­chen, 40 Acres Land für jeden Erwach­senen, plus 20 Acres für jedes Kind im Alter zwischen 5 und 18 Jahren zu erhalten, kamen insge­samt sechs Gruppen mit zusammen etwas über 200 Sied­lern. Sie spra­chen Eger­ländisch, einen nordbay­ri­schen Dialekt. Bis zum 1. Welt­krieg betrach­teten sich die Einwohner von Puhoi als Deut­sche. Wegen der antideut­schen Ressenti­ments, die damals in Neusee­land aufkamen, wurden sie fortan als „Bohe­mians“ bezeichnet. Auch das 1876 gegrün­dete German Hotel heißt heute Puhoi Hotel.

Kauri Museum

Rund um den legendären Urwald­riesen
Das Museum widmet sich dem Kauri-Baum und dem fossilen Kauri-Harz sowie der Pionierzeit Neusee­lands. Der Rundgang beginnt an einem 23 Meter Langen Kauri-Riesen. Eine Stirnwand zeigt die Durch­messer der größten histo­ri­schen und lebenden Kauribäume. In dem Raum befindet sich außerdem eine Fotoaus­stel­lung, der Tisch eines der Gener­al­gouver­neure von Neusee­land und die Nach­bildung einer Holz­werk­statt. Im Muse­ums­laden können Gegen­stände aus fossilem Kauri­holz und Kauriharz erworben werden. Auf dem Außenge­lände steh ein komplett einge­rich­tetes denkmalge­schütztes Schulgebäude von 1878. Das histo­ri­sche Postamt von Matakohe zeigt antike­Tele­fone. Auf der anderen Straßen­seite steht die 1867 aus Kauri errich­tete Kirche.

Dargaville Museum

Heimatmuseum der Kauri Coast
Über dem Wairoa River liegt im Harding Park das Heimatmuseum der Kauri Coast. Es enthält Gegen­stände der Maori-Kultur und aus der frühen euro­päi­schen Siedl­erzeit. Eine beondere Attrak­tion ist ein Kriegskanu von 1809, das vergr­aben war und erst um die Jahr­tausendwende wieder­ent­deckt wur­de. Das Greenpeace-Schiffe Rainbow Warrior, das von der franzö­si­schen Marine nach Protesten gegen Atombombenver­suche zerstört wur­de, ist eben­falls zu sehen.
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Waipoua Forest

Durch den Urwald zum „Gott des Waldes“

Vor Ankunft der Euro­päer war Neusee­land in weiten Teilen bewaldet. Auf der Nord­insel gab es riesige Bestände an Kauri-Fichten.

Die Urwald­riesen gehören zu den größten Bäumen der Erde und werden über 50 Meter hoch. Da das Hart­holz sehr begehrt war, haben Holzfäller im 19. Jahr­hun­dert fast alles abge­holzt. Nur in den abge­legenen Gebieten nörd­lich von Dargaville sind Rest­be­stände übrig geblieben, die 1952 zum Natur­schutzgebiet erklärt wurden. Im Waipoua Forest befinden sich einige gewal­tige Kauri Bäume, unter anderem der über 2.000 Jahre alte Tane Mahuta, was in der Maori Sprache so viel wie „Gott des Waldes“ bedeutet. Durch den Urwald führen mehrere Tages­wande­rungen unter­schied­li­cher Länge, über die man im Visi­tors Centre im Park Auskunft erhält.

Zu Gast in einer Lodge am Rande des Urwalds

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x 3 Gang Dinner (á la carte) pro Person

Das Hauptgebäude der luxu­riösen Lodge, die am südli­chen Rand des Waipoua Forest – dem bedeu­ten­dsten Kauri­wald der Welt – liegt, diente früher als Haupt­haus einer Schaffarm.

Inzwi­schen findet auf dem Farmge­lände Auffor­s­tung von Kauri­wald in großem Stil statt. Gäste werden in elegant renovierten Suiten separat vom Haupt­haus unter­ge­bracht. Aufgrund der abge­legenen Lage der Lodge bietet es sich an, sich abends von der Gourmetküche der Lodge mit einem mehrgängigen Dinner verwöhnen zu lassen.

Te Matua Ngahere

Vater des Waldes
In der Sprache der Māori bedeutet der Name des Baumes „Vater des Waldes“. Der Baum ist zwar nied­riger als der Tāne Mahuta, hat aber mit 16,50 Metern den größten Stamm­umfang aller Bäume in Neusee­land. Sein Stamm ist über 10 Meter hoch, seine Gesamt­höhe betrug fast 30 Meter. Mit ehemals 208 Kubikme­tern hat er nach dem Tane Mahuta das zweitgrößte Volumen aller Bäume in Neusee­land. Er wird im Jahr von etwa 50.000 Besu­chern besich­tigt. Sein Alter wird auf zwischen 2000 und 3000 Jahre geschätzt. Er ist ein Über­rest eines Regen­waldes, der einst auf der North Auck­land Peninsula wuchs. Auf dem Baum wachsen fünfzig weitere Pflanzen­arten.

Tāne Mahuta

Gotte des Waldes
Der Baum zählt mit über 51 Metern zu den größten heute noch lebenden Bäumen und ist der größte bekannte Kauri-Baum. Sein Umfang in Boden­nähe beträgt mehr als 13 Meter, was einem Durch­messer von knapp 4,4 Metern entspricht. Die Stammhöhe vom Erdboden bis zum Kronen­an­satz beträgt fast 18 Meter und das Stamm-Volumen 245 Kubikmeter. Erst in 18 Metern Höhe weist der Baum Äste auf. Der Urwaldgigant, dessen Alter unbe­kannt ist,  wurde erst 1928 durch Nicholas Yakas bei Straßenbau­arbeiten entdeckt. Der Name des Baumes stammt aus der Sprache der Māori und ist nach dem gleich­na­migen Gott des Waldes Tāne benannt.

Ausflug

Nachtwanderung durch den Waipoua Forest (4 Stunden, englisch)

Die Nach­twande­rung führt zu den Kauri-Riesen des Waipoua Forests. Besonders in der Dunkelheit ist der einzig­ar­tige Urwald in einen geheim­nisvollen Zauber gehüllt.

Koro Carman, ein sympathi­scher Maori aus der Hoki­anga Gegend, führt seine Gäste in die Pflanzen- und Tierwelt des Waldes ein. Seine Tour beginnt in der Abenddämme­rung und dauert vier Stunden. Unter­wegs erklingen Maori-Gesänge. Tradi­tionelle Geschichten und Mythen werden erzählt. Ein Geheim­tipp für alle, die etwas Besonderes abseits der Touris­ten­ströme erleben wollen.

Von Waipoua Forest nach Pahia

125 km | 2:30 h
Die kurze Strecke von West nach Ost schlängelt sich zuerst durch den Kauri-Urwald von Waipoua. Ab Omapere fährt man parallel zum Hoki­anga Harbour, an dessen anderer Ufer­seite riesige Sanddünen zu bestaunen sind.

Ngawha Springs

Urige, einfache Bade­anlage
Den heißen Quellen von Ngawha Springs wird heilende Wirkung zuge­spro­chen. Die einfache, rustikale Anlage, deren Umkleiden leider nicht ganz sauber sind, steht im krassen Gegen­satz zu den touris­tisch stark erschlos­senen, hoch­modernen SPA-Bädern in Rotorua. Kurz hinter Kaikohe rechts abbiegen. Hinter der ersten Anlage mit Bretter­zaun gibt es ganz am Ende des Fahr­weges rechts von dem alten Hotel noch weitere Becken – sehen Sie selbst, welche/ob Ihnen eine davon zusagt. Vorsicht: Metallschmuck ablegen (färbt sich sonst schwarz) und erst am nächsten Tag wieder anziehen.
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Bay of Islands

Subtropische Vegetation, Badebuchten und 150 Inseln

Als der briti­sche Seefahrer James Cook die weite Bucht 1769 entdeckte, war er von den mehr als 150 Inseln beein­druckt, die teils felsig, teils grün bewach­senen aus dem Meer herausragen.

Sie sind Teil eines ertrun­kenen Tals, das nach der letzten Eiszeit vom Meer geflutet wur­de. Mit ihrer subtro­pi­schen Vege­ta­tion, ihren Bade­buchten und teils unbe­wohnten Inseln ist die Bay of Islands heute ein beliebtes Urlaubs­ziel für die Einwohner Auck­lands. Für die Geschichte Neusee­lands spielt die Bucht eine besondere Rolle. Hier sind sich Euro­päer und Maori zum ersten Mal begegnet. In Wait­angi wur­de 1840 der Vertrag zwischen der briti­schen Krone und den Maori-Häupt­lingen geschlossen, der bis heute maßgeb­lich für die Verfassung ist. Die histo­ri­schen Gebäude stehen noch und sind Teil eines sehens­werten Frei­lichtmuseums.

Zu Gast in einer Panoramalodge in Paihia

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus liegt am Hang des Feri­en­ortes Paihia in der Bay of Islands. Die Lounge hat große Panora­ma­fenster und eine Aussichtster­rasse mit Blick über die Bucht und die vorge­la­gerten Inseln.

Die drei Gäste­zimmer sind stil­si­cher und schnörkellos modern einge­richtet. Die Gastgeber, Heinz und Brita, stammen aus der Schweiz und haben langjäh­rige Erfah­rung im Hotelgewerbe. Geschäfte, Restau­rants, das Visitor Centre und der Anlege­steg von Paihia – Ausgangs­punkt für viele Tages­ausflüge – können gut zu Fuß erreicht werden. Wait­angi und KeriKeri liegen nur einige Automi­nuten entfernt, ins Örtchen Russell kann man gut per Boot oder Fähre gelangen.

Ausflug (OPTIONAL)

Segeltörn Bay of Islands (ganztägig, englisch, Kleingruppe)

Mit über 15.000 km Küste verspre­chen die unbe­rührten Küstenge­wässer Neusee­lands einen herr­li­chen Urlaub für alle, die eine Auszeit auf dem Wasser suchen.

Die vielen kleinen Inseln und Buchten der Bay of Islands lassen sich am Besten auf einer Segel­yacht erkunden. Die Tour beginnt vormit­tags im Hafen von Russell mit einem Skipper, der einem gerne erzählt, warum Segeln eine der Natio­nalsport­arten Neusee­lands ist. Zur Mittags­pause wird eine geschützte sandige Bucht auf einer der Inseln ange­steuert, in der dann ein leckeres Pick­nick-Lunch serviert wird. Je nach Wetter­lage und Inter­esse der Teil­nehmer gibt es die Möglichkeit zu Schnor­cheln, Schwimmen, Angeln oder zu einem kleinen Entde­ckungs­spa­ziergang auf der Insel. Bei einer „non-exclusive“ Tages­tour segelt man in einer Klein­gruppe, je nach Segeljacht maximal 8 bzw. 12 Tagesgäste. Auf Anfrage kann über Umfulana aber auch ein exklusiver Charter als Tages- oder Mehr­tages­ausflug gebucht werden.

Wait­angi

Geburtsort des neuzeit­li­chen Neusee­lands
Am 6. Februar 1840 wur­de in einem Zelt vor dem „Treaty House“ (siehe Bild links) der Vertrag von Wait­angi von Vertre­tern Großbri­tan­niens und einigen Maoriführern gemeinsam rati­fi­ziert. Durch diesen Staats­ver­trag wur­de Neusee­land offi­ziell eine Kolonie und gehörte somit zum Briti­schen Empire. Dieses Datum wird als „Geburts­stunde“ des modernen Neusee­land gesehen. Daher ist der 6. Februar der Natio­nalfei­ertag des Landes, genannt Wait­angi Day. Auf dem Gelände des Treaty House kann man ein Versamm­lungs­haus der Maori (Te Whare Runanga) und ein Bootshaus mit geschnitzten Maori-Kanus besich­tigen.

Hundert­was­ser­toilette

öffent­li­ches WC von Kawakawa
Die öffent­liche Toilette in der Gilles Street wurde von Friedensreich Hundert­wasser errichtet. Der öster­rei­chi­sche Künstler lebte von 1973 bis zu seinem Tod 2000 in Kawakawa. Geschwun­gene Linien und unregelmäßige Keramikfliesen inte­grieren kleinste Skulpturen und sogar einen leben­digen Baum. Funk­tional unter­scheidet sie sich nicht von anderen Bedürf­nis­an­stalten. So dient eine Seite den Bedürf­nissen der Frauen, eine denen der Männer. Die 1999 eröffnete Toilette ist die Haupt­at­trak­tion von Kawakawa und die meistfotogra­fierte Toilette Neusee­lands.

Von Pahia nach Whiti­anga

430 km | 6:30 h

Um nicht eine (weitere) Nacht in Auck­land zu über­nachten, ist es sinnvoll, die weite Strecke in Kauf zu nehmen.

Auf dem Weg von Whangarei nach Auck­land, Neusee­lands einziger Millio­nen­stadt, wird die Land­schaft immer besiedelter.
Man durch­quert Auck­land über Neusee­lands größte (und mehr oder weniger einzige) Auto­bahn, die einen südlich der sogannten Bombay Hills bringt. Parallel zum Ufer des Firth of Thames fährt man dann bis zur gleich­na­migen Stadt am Fuße der Coromandel Halb­insel.

Tutukaka Coast

Strandspa­ziergänge, Kajakfahren und Schnor­cheln in kris­tallklarem Wasser
Die Küste liegt abseits der Haupt­rei­se­route zwischen Whangarei und der Bay of Islands. Subtro­pi­sches Klima, einsame Buchten, weiße Sand­strände und Klippen, an denen Pohutukawa Bäume wachsen, machen den Küsten­streifen zu einem der schönsten in Neusee­land. Hier kann man Strandwande­rungen unter­nehmen, mit dem Kajak kleine Buchten erkunden, Schnor­cheln, Wellenreiten oder zum Tauchen zu den Poor Knights Inseln segeln, wo es in den kris­tallklaren Gewäs­sern bunte Fische zu entde­cken gibt. Die Gegend um die benach­barten Whangarei Heads bietet außerdem eine Viel­zahl an Wandermög­lichkeiten.

Sculptureum

Gale­rien und Künst­lergärten
Das 25 Hektar große Ensemble bei Matakana besteht aus drei Skulpturen­gärten, sechs Gale­rien, einem Weinberg und einem Restau­rant. Die in Auck­land ansäs­sigen Anwälte Anthony und Sandra Grant haben 12 Jahre lang das Projekt entwi­ckelt und sammeln noch immer Hunderte von Werken, die sie füllen. In den Gale­rien sind Arbeiten von Cezanne, Chagall, Rodin und anderen zu sehen, vor allem Tierskulpturen von Künst­lern aus der ganzen Welt. In den Gärten gibt es inzwi­schen mehr als 400 Werke, daneben verschiedene Fasane, die eben­falls als leben­dige Skulpturen betrachtet werden.

Matakana Coast

Kleine Wein­güter und edle Restau­rants
Die Matakana Coast liegt in der Nähe der Ortschaft von Warkworth, nur eine Auto­stunde nörd­lich von Auck­land entfernt, und eignet sich als Zwischen­sta­tion auf dem Weg vom Norden zur Coromandel Peninsula oder nach Rotorua (oder umge­kehrt) sind. In dieser subtro­pisch geprägte Region, die früher auch die „Obstschale von Auck­land“ genannt wur­de, wird heute neben Avocados, Limetten, Bananen und Oliven auch Wein ange­baut, den man entweder auf einem der kleinen Wein­güter selbst, oder in einem der vielen guten Restau­rants der Gegend probieren kann.
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Coromandel Halbinsel

Mit dem Boot um die Halbinsel der Kontraste

Die kontra­st­reiche Halb­insel südöst­lich von Auck­land ist geprägt von wild zerklüf­teten meist bewal­deten Bergen, steilen Felsklippen und weißen Sand­stränden.

Sie wird durch den Highway 25 erschlossen, auf dem man eine Rundfahrt um die Halb­insel machen kann. Trotz Gold­su­chern und Holzfällern, die im 19. Jahr­hun­dert große Verwüs­tungen ange­richtet haben, ist die Natur heute wieder weitge­hend intakt. Die Schön­heit von Coromandel erschließt sich besonders auf Bootsfahrten von Whiti­anga oder Thames aus sowie auf Wander­wegen über den Höhenrü­cken oder an Stränden. Über 30 Wander­wege sind auf der Karte des Coromandel Forest Parks eingezeichnet. Nur wenige wissen, dass auch hier mäch­tige alte Kauri-Bäume zu bestaunen sind. Ebenso reizvoll wie die Natur selbst ist das ausgezeichnete und breitgefäc­herte Angebot an Kunst, Hand­werk und Kulturge­schichte. Touris­ti­sche Höhe­punkte der Halb­insel sind „Hot Water Beach“, einem Strand mit heißen, geothermi­schen Quellen und „Cathedral Cove“, einer Höhle direkt am Meer.

In einem Gästehaus mit Observatorium

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

In der Idylle von Coromandel, wo die Nächte oft wolkenlos und der Himmel kaum durch Kunst­licht getrübt ist, haben sich zwei Astro­nomen, Alas­tair und Harri­ette, niederge­lassen.

Auf dem großen Grund­stück haben sie ein hoch­kompli­ziertes Tele­skop auf einer drehbaren Platt­form ­in­stalliert, das sie gerne Besu­chern zeigen. In Ergänzung dazu haben sie ein kleines B&B aufge­baut, damit die Sternbe­ob­achter nicht spät in der Nach­t noch fahren müssen. Inzwi­schen hat sich das Gäste­haus zu einem hoch­wer­tigen Betrieb entwi­ckelt, der auch Gäste anzieht, die tags­über die nähere Umge­bung erkunden möchten. Dennoch werfen die meisten Gäste – gutes Wetter vorausge­setzt - abends gern noch einen Blick auf den Ster­nenhimmel unter dem Kreuz des Südens.

Ausflug (OPTIONAL)

Highlights der Coromandel Halbinsel (6 Stunden, englisch)

Die Tour über die Halb­insel Coromandel findet im Gelände­wagen statt, damit auch die Punkte ange­steuert werden können, die besonders schön aber schwer zu errei­chen sind. Unter anderem stehen auf dem Programm der Punga Forest, wo die Holzfäller des 19. Jahrhunderts noch einige Urwald­riesen übrig gelassen haben, oder der Maha­kirau Stream, dem man bis zur Mercury Bay folgt.

Der Führer ist Berufsfotograf und kennt die schönsten Stellen der Halb­insel. Auf Wunsch fotogra­fiert er auch seine Kunden an besonders eindrucksvollen Orten mit seiner Kamera und präsen­tiert ihnen die Fotos auf einer CD.



Whiti­anga

Feri­enort in der Mercury Bay
Der Ort im Herzen der Mercury Bay ist ein beliebtes Urlaubs­ziel. Das Gebiet um Whiti­anga ist schon vor über 1000 Jahren von den Māori besucht worden. Als James Cook im Jahr 1769 die Bucht erreichte, wur­de sie in ihren heutigen Namen, „Mercury Bay“ umbe­nannt. Ab 1836 begannen sich die ersten Euro­päer hier niederzulassen. Jahrzehn­te­lang wur­de vom Hafen in Whiti­anga Holz nach Übersee verschifft. Heute ist Whiti­anga eine blüh­ende Klein­stadt mit vielen Ange­boten für Wassersport- und Angelfreunde. Auf einer Wande­rung um Whiti­anga herum kann man im Shakespeare Cliff Scenic and Historic Reserve ein paar schöne Ausblicke genießen.

Billy Goat Track

Wasser­fälle, Aussichts­punkte und Spuren der Holzfäller
Der Rundweg durch den Busch führt zu Aussichts­punkten, Wasser­fällen und Spuren der Vergan­gen­heit, als Holzfäller im 19. Jahrhunderte den Kauri-Wald rodeten. Teilweise verläuft er auf alten Eisen­bahn­schienen. (4 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab 510 Meter)

Von Whiti­anga nach Rotorua

244 km | 4:00 h

Die Strecke führt über den ‚Pacific Coast Highway‘ nach Taur­anga in die Bay of Plenty. Von dort führt die Etappe ins vulka­ni­sche Innere der Nord­insel.

Auf dem Weg lohnt sich ein Abste­cher in die Schlucht von Karanga­hake, in der es eine Auswahl an Wander­wegen gibt. Alter­nativ kann man auch im Landes­in­neren über Mata­mata im Waikato Rich­tung Rotorua fahren. Hier gibt es umgeben von Kuhweiden die Reste der ‚Hob­biton‘ Kulisse aus der „Herr der Ringe“ Verfil­mung zu besich­tigen.

Karanga­hake Gorge

Wandern auf einer ehema­ligen Eisen­bahntrasse
Die Schlucht trennt die Gebirgs­züge Coromandel Range und Kaimai Range. Mit ihren vielen Windungen wur­de vom Ohinemuri River geformt, der durch Zuflüsse aus den beiden Gebirgs­zügen gespeist wird. Durch die enge Schlucht führte eine Eisen­bahnlinie. Nach ihrer Einstel­lung wur­de das Gleis demon­tiert und der Bahn­damm als Wanderweg genutzt. Der rund 1100 Meter lange frühere Eisen­bahn­tunnel ist jetzt beleuchtet und für Fußgänger als Bestand­teil des Walkway begehbar. Der Wanderweg führt an zahlrei­chen inter­essanten histo­ri­schen Stätten vorbei, die besonders an die Zeit des Gold­rausch im Zeit­raum zwischen 1870 und 1950 in Neusee­land erin­nern.

Mata­mata – Weide­land von Hinuera

Frodos Heimat in ‚Herr der Ringe‘
Das hüge­lige Weide­land von Hinuera wur­de für den Film, Herr der Ringe, zu Frodos Heimat, dem Auen­land. Auf abwechs­lungs­rei­chen Streifzügen kann man die drohenden Gefahren des Kino­st­rei­fens nach­empfinden. Nahe der Klein­stadt Mata­mata (12.000 Einwohner) und Kara­piro diente ein Stück Weide­land des Bauern Ian Alexander als Hobbingen. Dort exis­tieren noch etwa ein Dutzend Hobbit­höhlen-Eingänge, die besich­tigt werden können. Die Film­stätte kann auf einer zwei stün­digen geführten Tour besich­tigt werden.

Wainora

Urwaldwande­rung zwischen Riesen­farnen und Kauri-Bäumen
Die Wande­rung führt durch einen immer­grünen Regen­wald – vorbei an Riesen­farnen und Kauri-Bäumen. Am Schluss des Weges, der mit Treppen Stegen und Bohlen­wegen gut ausge­baut ist, warten zwei beein­dru­ckende Urwaldgiganten, die die Holzfäller im 19. Jahr­hun­dert – aus Respekt? – stehen gelassen haben.
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Rotorua

Brodelnde Schlammlöcher, dampfende Erdspalten, Geysire

Das Gebiet rund um Rotorua ist von mannigfal­tigen vulka­ni­schen Erscheinungen geprägt. An vielen Stellen steigt heißer Dampf aus Erdspalten, schießen Geysire ihre Fontänen hoch in die Luft, brodeln Schlammlöcher und schil­lern diverse Abla­ge­rungen in allen Farben auf dem heißen Unter­grund.

Und über Allem schwebt ein mehr oder weniger starker Geruch nach Schwefel. Ein weiterer Höhe­punkt sind die zahlrei­chen nach­ge­bauten Maori-Dörfer mit Versamm­lungs­häusern, diverse Folk­lorever­an­stal­tungen bei denen Tänze und Gesänge vorgeführt werden. Dabei wird auch ein tradi­tionelles Maori-Essen aus dem Erdofen ange­boten.

Zu Gast in einer Lodge mit Blick auf Rotorua

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Auf einem 8.000 Quad­r­at­meter großen Grund­stück an den Hängen des Mount Ngongotaha liegend, bietet die Lodge, die seit April 2019 von ihren neuen Besitzern, Grace und David, geführt wird, einen weiten Blick über die eindrucksvolle Land­schaft und die Lichter von Rotorua.

Ein perfekter Platz, um dem Rummel der quir­ligen Stadt zu entfliehen und dennoch nahe dran zu sein. Die modern und geschmackvoll einge­rich­tete Lodge hat drei Zimmer mit Zugang zu Terrasse und Garten mit Grill, Hot Tub und zahmen Alpakas. Das konti­nen­tale Früh­s­tücksbuffet mit vielen selbst­gemachten Zutaten wird im Esszimmer mit Blick auf die Stadt ange­richtet. Auf dem Grund­stück gibt es außerdem noch ein Apart­ment und ein Cottage zur Selbst­ver­pfle­gung.

Ausflug (OPTIONAL)

Maori Cultural Tour (halbtägig, englisch, Kleingruppe)

Diese Tour gibt Einblicke in die tradi­tionelle und moderne Kultur der Maori, umfasst aber auch eine Wande­rung durch die idylli­sche Umge­bung. 
Bis zu sechs Personen finden in dem Gelände­wagen Platz, der die Klein­gruppe zu insge­samt vier Stationen bringt.



Bay of Plenty

Sonniges Klima in der „Bucht der Fülle“
Die „Bucht der Fülle“ scheint wirk­lich alles zu haben: mildes, sonniges Klima und einige der schönsten Strände des Landes. In dieser Region hat der Kiwianbau seinen Anfang genommen. Die welt­weit ersten Anpfl­anzungen über­haupt entstanden in Te Puke, dem Zentrum dieses bedeu­tenden Wirt­schafts­zweiges. Von hier werden heute Früchte rund um die Erde expor­tiert. Überwäl­tigend schöne Strände finden sich im Osten der Bucht, in der Nähe von Whaka­tane. Von hier aus ist am Horizont White Island sichtbar – eine aktive Vulkan­insel. Wer an Vulka­nismus und ähnli­chen Naturphäno­menen inter­es­siert ist, kann sich mit einem Hubschrauber dorthin fliegen lassen oder mit dem Kata­maran hinüberfahren.

National Kiwi Hatchery

Rettungs­sta­tion für den Natio­nal­vogel
In der National Kiwi-Hatchery Aotearoa werden Kiwi-Eier ausgebrütet, um das Über­leben des Natio­nal­vogels zu sichern. In freier Natur würden die selten gewor­denen Vögel von Katzen, Hermelinen und Ratten gefressen. Von 100 Kiwi-Eiern schaffen nur fünf Kiwi-Küken den Sprung ins Erwach­se­ne­n­alter, während die Über­lebens­rate in der Brut­sta­tion 98% beträgt . 

Dazu müssen die Kiwi-Eier im Wald gesucht und gefunden werden, transpor­tiert und gewärmt werden – ein extrem aufwän­diger und kompli­zierter Prozess, der alles in allem acht Monate dauert. Wenn die Kiwis ausge­wachsen sind und sich gegen die Raubtiere wehren können, werden sie in den Wald zurückge­bracht. Das Kiwi Zentrum steht Besu­chern offen. Führungen werden ange­boten, Spenden werden gerne angenommen.

Māori Arts and Crafts Insti­tute

Tradi­tionelle Schnitze­reien, Webe­reien und Schmuck
Neusee­land ist bekannt für das Kunst­hand­werk der Maori. In vielen Läden, Gale­rien und Muse­ums­shops findet man die tradi­tionellen Schnitze­reien, Webe­reien und Schmuck. Die tradi­tionelle Handwerkskünste werden „Taonga“ genannt, was soviel wie „wertvolle Schätze“ bedeutet. Erbstü­cken wie den Carved Rakau (geschnitzte Gehstöcke), Hei Taonga Pounamu (Jade­an­hänger) und Schnitze­reien aus Knochen wird Respekt entgegen­ge­bracht, da die Maori glauben, dass sie den Geist des ursprüng­l­i­chen Besitzers in sich tragen. In verschiedenen Werk­stätten, wie z.B. dem Maori Arts and Crafts Insti­tute in Rotorua oder den Jade-Galle­rien von Hoki­tika und Greymouth, haben Besu­cher die Gelegen­heit, erfah­renen Maori-Schnitzern bei der Arbeit zuzu­sehen.

Blue Lake Loop

Türkisfarbener Kratersee
Südlich von Rotorua gibt es zwei voll­kommen gegen­sätz­liche Seen unmit­telbar neben­ein­ander: Der sandige, seichte Green Lake schimmert smaragdfarben, während der türkise Blue Lake ein tiefer, mit Wasser gefüllter Krater ist. Der Rundweg um den Blue Lake führt zu einer Aussichts­stelle, von der man beide Seen bewundern kann. (1:30 Stunden, 5,8 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Von Rotorua nach Ohakune

224 km | 3:00 h

Durch vulka­nisch geprägtes Land führt die Etappe. Forst­wirt­schaft, Land­wirt­schaft und Thermalquellen prägen die Strecke nach Taupo, die dem „Thermal Explorer Highway“ folgt.

Bis Taur­angi folgt man dem Ostufer von Lake Taupo, dem größten Binnensee der Nord­insel, der so gross wie Singapur ist. Danach führt die Strecke am Rande des Tongariro National Parks entlang. Bei gutem Wetter sieht man den schnee­be­deckten Mount Ruha­pehu, den höchsten Berg der Nord­insel. In den Mythen der Maori spielt dieser heilige Berg eine besondere Rolle.

Wai-O-Tapu Thermal Wonder­land

Vulka­ni­sches Wunder­land
Das Waiotapu (maori für heilige Wasser) Thermalgebiet entstand vor etwa 160.000 Jahren und liegt am ehema­ligen Krater­rand, der vom Lake Taupo aufge­füllt wird. Das gesamte Gebiet ist übersät mit kollabierten Kratern, heißen und kalten Seen, Schlamm­tüm­peln und damp­fenden Fuma­rolen. Besonders bemerkens­wert sind die von Mine­ralien ausge­lösten Farb­spiele, die das Gebiet schwefelgelb, orange, weiß, grün oder purpurn schimmern lassen. Die beiden High­lights sind der Champagne Pool mit seinem orange leuch­tenden Rand und der Lady-Knox-Geysir. Letzterer wird täglich um 10:15 Uhr mit Seifenflo­cken zum Ausbruch gebracht. Die Wass­erfontäne ist bis zu 20 Meter hoch und der Ausbruch kann bis zu einer Stunde dauern. Hier führt ein ange­legter Weg durch eine beein­dru­ckend vielfäl­tige Geothermal­landschaft von blub­bernden Schlamm­tüm­peln, brodelnden Geysiren und kochend-heißen Seen, die von farbenpräch­tigen Abla­ge­rungen umrandet sind.

Great Lake Walkway

Wandern und Radeln am Seeufer
Der Wanderweg, der von Lions Club gesponsert wur­de und daher auch Lion's Walk genannt wird, gehört zu den belieb­testen in der Gegend. Er beginnt am Hafen von Taupo und führt unmit­telbar am Seeufer entlang nach Süden. Wem die zehn Kilometer  bis zur Five-Mile-Bay zu lang sind, kann auch ein Fahrrad benutzen. Unter­wegs sieht man ständig auf den Mount Ruha­pehu, der maje­s­tä­tisch über der Bergwelt jenseits des Sees thront.

Mine Bay

Felsenkunst der Maori
Vor über tausend Jahren führte Ngato­roi­rangi, der visio­näre Maori-Navi­gator und Entde­cker, die Stämme der Tuwharetoa in die Region von Taupo. Ihm zu Ehren schnitzte der Künstler Matahi in den 1970ger Jahren ein zehn Meter hohes Bild in eine Felsgrotte in der Mine Bay, die zum Wahrzei­chen des Lake Taupo geworden ist. Um dem multikulturellen Charakter Neusee­lands Rech­nung zu tragen, fügte Matahi außerdem zwei kleinere Figuren im kelti­schen Design hinzu.
F

Tongariro National Park

Schneebedeckte Gipfel und immergrüner Regenwald

Der Park im Zentrum der Nord­insel ist einer der wenigen welt­weit, die von der UNESCO zugleich zum Welt­natur- und -kultur­erbe erklärt wurden.

Die drei Vulkane sind immer noch aktiv und zählen zu den höchsten Bergen der Nord­insel. Die Land­schaft ist viel­seitig: sie reicht von den ganzjährig schnee­be­deckten Gipfeln über subalpinen Busch über bis zu den Regenwäl­dern. Die trockene Ostseite ist von Grassteppen geprägt. Die Sessellifte im Parks werden sowohl im Sommer und im Winter betrieben und erleich­tern den Weg in die großar­tige Gipfel­region. Um die Krater der Vulkane breiten sich bizarre Mond­landschaften mit smaragdfarbigen Krater­seen und damp­fenden Spalten aus. Die Häupt­linge und Priester der Maoris werden an den Berghängen der „heiligen“ Berge bestattet. Um dem unkontrollierten Vordringen von Sied­lern und Holzfällern zuvor­zu­kommen, übergab der Häupt­ling Te Heuheu Tukino das Gebiet 1887 an die briti­sche Krone mit der Auflage, es unter Schutz zu stellen. Der Tongariro Park ist damit der zweit­äl­teste Natio­nal­park der Erde.

Zu Gast in einer Lodge bei Ohakune

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben Peter und Heather das Groß­stadt­leben in Auck­land nach vielen Jahren hinter sich gelassen, um sich einen neuen Traum zu erfüllen: ein Leben auf dem Land.

Die kleine Lodge mit vier Gäste­suiten ist fünf Kilometer von Ohakune entfernt, und bis zum Tongariro National Park mit dem welt­be­kannten Tongariro Cros­sing sind es 15 Minuten. Wer auf der Suche nach Ruhe und Entspan­nung oder aber sport­li­cher Betä­tigung ist, wird hier fündig. Die eigene Terrasse, die zu jedem Zimmer gehört, und der weit­läufige Garten mit Pferden, Hühnern, Schafen und vielen gemüt­li­chen Sitzgelegen­heiten laden zum Verweilen ein. Zum Wandern und Radfahren stehen mehrere gekennzeichnete Wege zur Auswahl. Nach erhol­samen Stunden in der Natur kann man den Abend am offenen Kamin bei einem Glas Wein ausklingen lassen.

Whanganui National Park

Auf einem Wildfluss ins Landes­in­nere
Der Natio­nal­park schützt einen Berg­wald entlang des Whanganui Fluss, der aus dem nörd­li­chen Landes­in­neren kommend bei der Stadt Wanganui (ohne „h“) ins Meer mündet. Bei der Besied­lung der Nord­insel spielte er eine entschei­dende Rolle. Erst fuhren die Maoris auf ihm mit Kanus ins ansonsten undurch­dring­liche Hinter­land hinauf. Später folgten die Euro­päer mit Raddampfern. Heute ist der Fluss ein Eldo­rado für Kanuten – dank seiner 239 Stromschnellen. Eine schmale und zum Teil unge­teerte Ufer­straße führt von Pipi­riki nach Wanganui. Unter­wegs kommt man durch Jeru­salem, eine franzö­si­sche Missi­ons­sta­tion, in der der Dichter, James K. Baxter, aufge­wachsen ist. Einige besonders reizvolle Fluss­ab­schnitte sind jedoch nur zu Fuß über den Mata­ma­teaonga Track zu errei­chen.

Mount Ruapehu

Höchster Berg der Nord­insel
Der meist schnee­be­deckte, aktive Vulkan im Vulcanic Plateau ist mit 2797 Metern der höchste Berg der Nord­insel. An seinen Hängen gibt es mehrere Glet­scher. Im Krater selbst hat sich ein See gebildet. Von allen Vulkanen der Nach­bar­schaft ist der Ruha­pehu der aktivste. Die jüngste Erup­tion begann 2007 ohne jede Vorwar­nung und wur­de von einem siebenmi­nü­tigen Erdbeben begleitet. Die Erup­ti­ons­säule aus Gasen und Asche erreichte eine Höhe von 5.000 Metern. Ein Bergwanderer wur­de schwer verletzt, als ein Felsbro­cken durch das Dach einer Schutzhütte schlug. Vom Whaka­papa Village im Norden führt ein Wanderweg bis zum Kratersee.

Tongariro Cros­sing

Spekta­kulärste Wande­rung der Nord­insel
Die Überque­rung des Tongariro Massivs wird zu den spekta­kulärsten Tages­wande­rungen in ganz Neusee­land gezählt. Sie führt durch eine Vulk­anwelt, die noch in Bewe­gung ist. Smaragd­grüne Seen glitzern in erstarrter brauner Lava. Hinzu kommen aufregende Weit­blicke während der ganzen Tour, vor allem aber vom Red Crater, dem mit 1886 Meter höchsten Punkt der Wande­rung. Auf dem Hinweg gibt es über weite Teile einen eher leichten Anstieg, nur zum Schluss führt der Trek etwas steiler hoch. Auf dem Rückweg geht es für etwa einen halben Kilometer über relativ lockeres Gestein recht steil hinunter. (6 – 8 Stunden, 22 Kilometer, auf: 850 Meter, ab: 1210 Meter)

Mount Ngau­ruhoe

König­li­cher Vulkan im Tongariro Park
Der voll­endet geformte Vulkan thront maje­s­tä­tisch über der wilden Lava­landschaft des Tongariro National Parks. Wer den 2287 Meter hohen Berg erklimmen will, beginnt am besten im Nordwesten. Nach einem anstren­genden Aufstieg durch Lava­schutt wird man mit einem Blick sonders­glei­chen belohnt , der bis zum 130 Kilometer entfernten Mount Tara­naki an der Westküste reicht. (hin und zurück: 6 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 1090 Meter)

Von Ohakune nach Seatoun

306 km | 5:00 h

Auf dem Weg nach Wellington gibt es zwischen Raetihi und Wanganui eine kurvige aber sehens­werte Neben­strecke, für die man mindes­tens zwei weitere Stunden Fahrzeit einplanen sollte.

Die teilweise enge und sehr kurvenreiche Straße windet sich durch das dicht bewal­dete, histo­risch inter­essante Whanganui-Tal. Danach folgt man der Westküste bis Wellington.

Whanganui River

Kajakfahrer und zwei Natio­nalparks
Der mit insge­samt 290 Kilometer drittlängste Fluss Neusee­lands fließt ausschließ­lich durch die Region Manawatu-Wanganui. Anders als sein nörd­li­cher Nachbar, der Waikato River, ist er wesent­lich natur­be­las­sener, da er durch keinen großen Ballungs­raum, dafür aber durch zwei Natio­nalparks fließt und Neusee­lands Zentrum für Flusskajakfahrer ist. Nach dem Ersten Welt­krieg wur­de vergeb­lich versucht, Kriegsheimkehrer in dem bisher undurch­dring­li­chen Urwald anzu­siedeln, die dort Farmen aufbauen sollten. Ein bekanntes Zeugnis für die fehlge­schla­genen „Kolo­ni­sie­rungs­ver­suche“ ist die Bridge to Nowhere, über die niemals ein Zug fuhr. Die 145 km lange Kajak-Tour Whanganui Journey zählt zu den neun Great Walks.

Wanganui

Vikto­ria­ni­scher Charme an der Mündung des Whanganui Rivers
Die Stadt mit knapp 40.000 Einwoh­nern liegt an der Mündung des Whanganui Rivers in die Tasmansee. Sie verdankt ihre frühe Entste­hung dem Hafen im Mündungs­be­reich des Flusses. Als der seine Bedeu­tung verlor, sank auch der Stern der Stadt. So sieht heute vieles noch so aus wie vor hundert Jahren: die vikto­ria­ni­schen Fassaden und die alten Laternen. Im Wanganui Museum kann man Maori Kunst bewundern.

Palmerston North

Bergwälder und klare Flüsse zwischen Vulkan­pla­teau und Ozean
Das Gebiet der Manawatu & Rangiteki Region erstreckt sich vom südli­chen Rand des Zentralen Vulkan­pla­teaus bis nach Wellington west­lich der Hauptgebirgskette. Der Rangi­tikei River ist ein ausgezeichnetes Gewässer zum Forel­len­fi­schen. Im Tal des Rangi­tikei River und dem Hügel­land in der Umge­bung sind gibt es viel Weide­land und viele Farmen, die präch­tige Gärten haben. Auch Golf­plätze gibt es überall in diesem Gebiet. Die zentrale und nörd­liche Ruahine Range ist ein Para­dies für Wanderer und Jäger. Klare Flüsse, attrak­tiver Buchen­wald, Alpen­gipfel tragen zu einigen faszi­nierenden Wande­rungen bei. Im Süden der Region liegt die Univer­si­täts­stadt Palmerston North, eine der größten Provinz­städte.

Otaki Forks

Spaziergang durch einen wuchernden Sekundär­wald
Östlich von Otaki hat der Waiotauru River eine Schlucht ins Berg­land gegr­aben, die im 19. Jahr­hun­dert viele Holzfäller angezogen hat. Davon zeugt noch die dampf­ma­schi­n­enge­triebene Sägemühle am Sheridan Creek, die 1938 den letzten Baum zersägt hat. Inzwi­schen wächst der Sekundär­wald im Tal wieder. Davon kann man sich auf dem Fenceline Loop, einem kurzen Rundweg, überzeugen, der ober­halb eines Camping­platzes beginnt. Wer danach eine Abküh­lung braucht, findet sie im klaren Wasser des Flusses. (hin und zurück: 4 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab 150 Meter)
G

Wellington

Schönste Stadt Neuseelands am Naturhafen

Die Haupt­stadt Neusee­lands ist zugleich die schönste des Landes – jeden­falls bei gutem Wetter. Sie liegt auf Hügeln über einem male­ri­schen Natur­hafen.

Allerdings beschert ihr die expo­nierte Lage am Cook Strait zwischen den Inseln jede Menge Wind, was ihr den Beinamen Windy City einge­tragen hat. Wellington ist nicht nur Sitz des Parla­ments und der Regie­rung, sondern auch des New Zealand Symphony Orche­stra und des Natio­nalmuseums Te Papa. Eine Fahrt mit der Standseil­bahn von der Unter- in die Ober­stadt eröffnet einen herr­li­chen Pa­no­ra­ma­blick. Wer sich auch in der Stadt mehr für Natur inter­es­siert, sollte den City Marine Drive entlangfahren (per Auto oder mit gelie­henem Fahrrad) – eine 40 Kilometer lange Straße von der Oriental Bay bis zur Robben­ko­lonie an den Red Rocks.

Zu Gast in einem Designerhaus in Seatoun

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das moderne Desi­gn­er­haus befindet sich in Seatoun, einem ruhigen Vorort von Wellington, unweit des Wellington Harbour.
Das Apart­ment ist lichtdurch­flutet und verfügt über eine kleine Küchen­zeile, wo Zutaten für das Früh­stück bereit­stehen.

Entspannt werden kann zum melodi­schen Gesang der Tuis auf einem privaten Balkon mit Blick über die Bucht. Zum Zentrum von Wellington sind es rund zehn Minuten mit dem Auto und auch Strände und Wander­wege entlang der Küste sind in nur wenigen Minuten zu errei­chen.

Mount Victoria

Schönste Aussicht auf Wellington
Mount Vic, wie die Welling­toner ihren Hausberg nennen, ist ein knapp 200 Meter hoher, markanter Hügel, von dem aus man den besten Blick auf die Haupt­stadt Neusee­lands genießt. An der Nordwest­flanke stehen eine im neogo­ti­schen Stil erbaute katholi­sche Kirche aus dem Jahr 1908 und ein 1931 errich­tetes Kloster, an der Westflanke eine grie­chisch-orthodoxe Kirche. Am Fuß des Hügels, der durch einen Berg­rü­cken mit dem südlich gelegenen Mount Alfred verbunden ist, liegen das Kricket­stadion Basin Reserve und das National War Memo­rial.

Natio­nalmuseum von Wellington

Legende von Maui
Die Kultur der Maori ist reich an Legenden, die über Jahrhunderte – bis zum Eintreffen der Euro­päer – ausschließ­lich münd­lich weiter­geben wurden. Die Erschaffung Neusee­lands wird in der Legende von Maui beschrieben. Maui, ein Gott, war ein dreister Schwindler, dem es unter anderem gelang, die Sonne dazu zu bringen, die Tage länger zu machen. Seine größte Berühmt­heit erlangte er jedoch, als er mit seinen Brüdern fischen ging und dabei die Nord­insel aus dem Meer fischte, was tradi­tionell als Te Ika a Maui (der Fischzug des Maui) beschrieben wird. Ein leicht schräger Blick auf eine Landkarte der Nord­insel zeigt, wie sehr sie einem Fisch ähnelt. Die Maori glauben, dass der hohe Norden der Schwanz des Fisches ist und der Hafen von Wellington das Maul. Die Maori beschreiben die Südinsel als das Waka (Kanu) und die Stewart-Insel (Rakiura) als den Punga (Anker) von Maui. Im Natio­nalmuseum Te Papa in Wellington wird einem in der Langzeit­aus­stel­lung „Mana Whenua“ die Geschichte der Maori auf anschau­liche Weise näher gebracht.

Von Seatoun nach Picton

Fähre

Von Seatoun nach Wellington Fähr­terminal

13 km | 23 Minuten

Von Wellington Fähr­terminal nach Picton Fähr­terminal

96 km | 5:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Mietwagen: Wagen der großen Firmen (wie AVIS) werden in Wellington am Ferry Terminal abge­geben. Man bekommt in Picton einen neuen Wagen zuge­teilt (und spart damit die Fährkosten für den Wagen).

Von Picton Fähr­terminal nach Picton

11 km | 17 Minuten
H

Marlborough Sounds

Sonnenverwöhnte Wasserlandschaft aus dem Bilderbuch

Die einzig­ar­tige Land­schaft von Wasser­armen, Berg­rü­cken und Urwäl­dern ist nach der letzten Eiszeit entstanden.

Erst haben abschmelzende Glet­scher tiefe Trogtäler ausge­ho­belt, dann stieg das Meer an und flutete die Täler. Die „ertrun­kene Fluss­landschaft“ ist heute ein Gewirr von Wasser­armen und Berg­rü­cken, die meist mit Urwäl­dern bewachsen sind. Zu Land sind die Marlbo­rough Sounds kaum zu erschließen; ständig versperrt Wasser den Weg. Darum ist das Haupt­ver­kehrs­mittel das Boot. Es gibt reguläre Verbindungen und Wasser­taxis. Die Schön­heit der Land­schaft wäre schon genug, um Reisende aus aller Welt anzulo­cken. Hinzu kommt die Sonnen­schein­dauer, die die höchste in Neusee­land ist. Kajakfahrer und Wanderer finden hier ein Para­dies. Von den vielen bezeichneten Wegen ist der Queen Charlotte Track der bekann­teste.

Zu Gast in einem Pfahlhaus am Queen Charlotte Sound

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das komfor­table Holzhaus liegt umgeben von Busch an einem Hang direkt am Queen Charlotte Sound, einem der Haupt­arme der Marlbo­rough Sounds.

Man wohnt entweder im Gäste­zimmer im Haupt­haus oder in einem separat gelegenen Studio­zimmer. Beide Zimmer mit eigenem Eingang haben einen Balkon bzw. eine Terrasse mit Grill und Blick auf den Ozean sowie einen abge­trennten Garten­bereich. Die Zutaten für ein leckeres Früh­stück werden auf die Zimmer gebracht; Tee und Kaffee können jederzeit im Zimmer zubereitet werden. Das Orts­zentrum von Picton mit Restau­rants und Fähr­terminal ist von der Unter­kunft in 15 Minuten mit dem Auto zu errei­chen. Die freund­liche Gastgeberin Andrea hilft gerne bei der Auswahl eines der zahlrei­chen Restau­rants und bei der Planung von Tages­ak­tivi­täten wie Angeln, Segeln sowie Kajak- oder Wander­touren.

Kenepuru Sound

Flache Bucht im Süden des Queen Charlotte Sounds
Der Kenepuru Sound gehört zu ehema­ligen Flus­stälern in den Marlbo­rough Sounds. Er liegt parallel zum Queen Charlotte Sound, dem größte Sound in Marlbo­rough, von dem er durch eine Hügel­kette getrennt ist. Die Bucht am Ende des Sounds ist flach und verlandet. Vermut­lich haben die Maori deswegen den Namen „Kenepuru“ gewählt, was in ihrer Sprache Schlamm oder Schlick bedeutet. Eine asphal­tierte, aber kurvenreiche, schmale Straße führt am Südufer entlang bis zum Kenepuru Head.

Queen Charlotte Sound

Wunderwelt aus Inseln, Wäldern und Buchten
Wer mit der Fähre von der Nord­insel zur Südinsel fährt, dem bereitet sie einen zauber­haften Empfang. Nachdem man die raue Cook-Street durch­fahren hat, gelangt man in einen märc­henhaft schönen Sund, wo bewal­dete Felsklippen mit male­ri­schen Buchten abwech­seln. Besonders schön die Mistletoe Bay, die Bay of Many Cove und das Endeavour Inlet, die von Picton aus gut zu errei­chen sind. Auf der Nord­seite verläuft der Queen Charlotte Track von Anakiwa bis Ship Cove. Auch Teil­stücke des 67 Kilometer langen Wander­wegs können begangen werden.

Robin Hood Bay

Male­ri­sche Bucht mit Sand­strand
Von Picton aus relativ gut zu errei­chen ist die Robin Hood Bay. Nur einige Steil­stellen unter­wegs fordern den Fahrer heraus. Die male­ri­sche Bucht ist unbe­siedelt und hat einen schönen Strand. Sie ist noch ein Geheim­tipp, besonders für Strand­ur­lauber und Surfer.

Queen Charlotte Track, der Süden

Buchten und Meeres­arme, Inseln und Halb­in­seln
Die einfache Wande­rung verläuft über einen Höhenrü­cken wunderbarer Aussicht auf verschiedene Fjorde gleichzeitig. Niemand kann die Meeres­arme, Buchten, Inseln und Halb­in­seln zählen, die man von dem Kammweg aus sieht. Zum Ausgangs- und zum Endpunkt kommt man am besten mit dem Wasser­taxi von Picton aus. (3:30 Stunden, 10 Kilometer, auf 490 Meter, ab: 570 Meter)

Queen Charlotte Track, der Norden

Dunkel­grüne Urwälder, azur­blaue Fjorde
Die Wande­rung führt an verschiedenen Fjorden entlang. Besonders im letzten Teil kommt man dem Wasser sehr nah. Ober­halb der Reso­lu­tion Bay führen breite Wege durch einen arten­rei­chen Urwald, dessen dunkel­grüne Farbe einen reizvollen Kontrast zum azur­blauen Meer bildet. Ausgangs- und Endpunkt der Wande­rung sind nur per Boot erreichbar. (4 Stunden, 13,2 Kilometer, auf und ab 430 Meter)

Von Picton nach Nelson

177 km | 3:00 h

Schönster Abschnitt der Tour ist der kurvige Queen Charlotte Drive – bekannte Panora­ma­strecke an dem Ufer der Marlbo­rough Sounds entlang.

Wer an den Weinen der Marlbo­rough Region inter­es­siert ist, sollte lieber über Blen­heim fahren und unter­wegs einem Weingut einen Besuch ab­stat­ten. Weiter geht über Nelson, einer sonnigen lebens­frohen Hafen­stadt im Norden der Südinsel, in Rich­tung Abel Tasman Natio­nal­park.

Blen­heim

Mekka für Wein­kenner und Gourmets
Die Haup­stadt der Marlbo­rough Region liegt im Nord­osten der Südinsel – eine halbe Stunde südlich von Picton, einem kleinen Hafenort, an dem die Fähre zur Nord­insel ablegt. Marlbo­rough ist Neusee­lands größte Region für den Anbau und die Herstel­lung von Wein, mit ungefähr 65 Wein­kelle­reien, 290 Winzern und ca. 4054 Hektar Weingärten. Fast alle Wein­kelle­reien sind für Wein­proben für Besu­cher geöffnet und viele haben ein Café oder Restau­rant vor Ort. Sauvi­gnon Blanc ist die Spezialität der Region, aber die aus Char­donnay-, Ries­ling-, Pinot Noir-, Pinot Gris- und Cabernet Sauvi­gnon-Trauben herge­stellten Weine sind eben­falls sehr begehrt. Landkarten mit eingezeichneten Wein-Trails helfen einem, sich in den Weinbergen zu orien­tieren. Außerhalb von Blen­heim gibt es neben Wein­kelle­reien auch einen florie­renden Kunst­handwerksweg (Art and Craft Trail), auf dem man Schnitzerein, Gemälde, lokal produ­zierte Lebens­mittel oder Töpfer­waren erstehen kann.

Pepin Island

Renatu­rierte Insel in der Dela­ware Bay
Die knapp vier Kilometer lange unbe­wohnte Insel ist über einen Deich mit dem Fest­land verbunden. Viele Jahrzehnte haben Schafe und Wild­ziegen alles kahlgefressen, bis die deut­sche Geschäfts­frau, Viola von Hohen­zol­lern, die Insel 1996 kaufte und renatu­rieren ließ. Bäume wurden gepflanzt, Zäune gezogen und Schädlinge bekämpft. Heute gibt es wieder einheimi­sche Flora und Fauna auf der Insel. Nach dem Tod der Besitzerin über­nahm die Tochter die Insel. Seitdem ist Pepin Island an manchen Tagen für die Öffent­lichkeit zugäng­lich.
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Tasman Bay

120 Kilometer Küstenlinie

Die V-förmige Bucht hat etwa 120 km Küstenlinie und an der brei­testen Stelle eine Ost-West-Ausdeh­nung von 70 km.

Sie gehört zur Tasmansee an der west­li­chen Zufahrt zur Cook­straße und ist nach dem holländi­schen Entde­cker Abel Tasman benannt. Im Westen ist die Bucht uneben und dicht bewaldet. Dort liegt der Abel Tasman National Park, der die Bucht von der benach­barten Golden Bay trennt. Im Osten sind die Küsten eben­falls steil und grenzen hier an die überflu­teten Täler der Marlbo­rough Sounds. Die Insel D’Urville Island befindet sich nord­öst­lich des östli­chen Endpunktes der Tasman Bay. Die lang­ge­streckte, flache Insel Rabbit Island liegt nahe der Südküste der Bucht. Zwi­schen den Endpunkten ist das Land flach und fruchtbar. Ange­baut werden beispiels­weise Oliven, Weintrauben, Hopfen und Früchte. Früher wur­de auch Tabak ange­baut, in Motueka exis­tiert ein Tabakmuseum.

Zu Gast in einem B&B zwischen Nelson & Abel Tasman NP

2 Nächte | 1x Apartment | Ohne Verpflegung

Das B&B liegt zwischen Nelson und Motueka in einer Gegend, in der früher vorwiegend der neusee­ländi­sche Brae­burn-Apfel ange­baut wurden.

Heute werden die wenigen verbliebenen Apfelbäume von Wein­gärten, Olivenhainen und Weide­land umgeben. Auch die Gastgeber, Peter und Marion, haben sich schon vor Jahren vom Apfe­l­anbau zurückge­zogen und widmen sich nun ihrem Garten, der Malerei und ihren Gästen. Das Haus wur­de von einem Architekten so gestaltet, dass man von der Gäste­suite und der Veranda aus die gesamte Tasman Bay bis zum Rand des Abel Tasman Parks sehen kann. Neben dem Haupt­haus befindet sich ein komfor­tabel einge­rich­tetes Holi­daycot­tage mit zwei Schlafzimmern und einer kleinen Küche zur Selbst­ver­pfle­gung. Gute Restau­rants und ein Sand­strand sind im nur wenige Automi­nuten entfernten Fisch­er­ört­chen Mapua zu finden. Zum Abel Tasman Park gelangt man in ca. 35 Minuten. Peter und Marion helfen gerne bei der Buchung von Aktivi­täten oder Wasser­taxi-Transfers.

Golden Bay

Robben und Seevögel am goldgelben Strand
Die Bucht gehört zu den abge­le­gensten Regionen Neusee­lands und zieht daher trotz ihrer schönen Sand­strände nur wenige Urlauber an. An ihrer Nord­spitze liegt das Cape Fare­well, von wo sich das Fare­well Spit, eine wüstenhaft anmu­tende Sandbank, etwa 30 Kilometer nach Osten zieht. Als Schutzgebiet für Robben und Seevögel ist der hintere Teil der Sandbank für Urlauber nur per Allradbus im Rahmen einer naturkund­lich geführten Tour zu besich­tigen. Im Hinter­land erheben sich die bewal­deten Bergketten des Kahu­r­angi National Parks, durch die der fünf­tägige Heaphy-Track führt. Viele Tages­wander­wegen beginnen bei Collingwood, einem 200-Seelen-Dorf an der Mündung des Aorere-Flusses. Von Takaka aus findet man über eine kurvige Straße auch Zugang zum nörd­li­chen, weniger besuchten Teil des Abel Tasman Natio­nalparks. Tages­wande­rungen und Fahrten mit dem Wasser­taxi sind auch hier möglich.

Nelson

Sonnen­stadt im Kolo­ni­al­stil
Mildes Klima, male­ri­sche Bauten aus Holz, quir­lige Strand­pro­me­naden und Parks machen die wohlha­bende Stadt zu einem ange­nehmen  Auf­ent­haltsort. Sie war auch die erste in Neusee­land, der Queen Victoria das Stadt­recht verlieh. Vorausgegangen waren heftige Ausein­ander­setzung mit den Maoris. Heute ist Nelson ein blüh­ende Stadt mit einer pulsierenden Einkaufszone in der Traf­algar Street. Den schönsten Blick hat man vom Bota­nical Hill, einer Park­anlage, die als geogra­fi­sche Mitte Neusee­lands gilt.

Takaka Hill

Wo die Hobbits den schwarzen Reitern nur knapp entkamen
Der aus Marmor beste­hende Berg ist in zahlreiche skurrile Formen verwit­tert. Die einzige über den Berg führ­ende Straße windet sich durch Takaka Tal nach Nordwesten. Der Takaka Hill wur­de – wie viele andere Gebiete in und um die Golden Bay – für Film­auf­nahmen zur Trilogie Der Herr der Ringe genutzt. Hier wurden die Aufnahmen für den Chet­wald gemacht, wo der Wald­läufer ‚Strei­cher‘ die Hobbits durch das unweg­same Gelände östlich von Bree führte, um den schwarzen Reitern zu entkommen.

Abel Tasman Hiking Trail

Südsee-Feeling zwischen Lagunen und Urwäl­dern
Wahr­schein­lich gibt es auf der ganzen Welt keine Wande­rung, die es mit dem Abel-Tasman-Hiking-Trail aufnehmen könnte. Goldgelbe Strände, türkise Lagunen und immer­grüne Urwälder lassen Südsee-Feeling aufkommen. Bis zu fünf Tage dauert die Wande­rung. Teil­stre­cken davon können allerdings auch als Tages­wande­rungen gemacht werden. Wanderer können sich von Wasser­taxis zu einem beliebigen Ausgangs­punkt bringen und an einer anderen Stelle an der Küste wieder einsammeln lassen. Man muss nur ein biss­chen winken.

Mount Arthur

Durch eine wilde Höhlen­landschaft zum Aussichtsgipfel
Der 1795 Meter hohe Berg liegt am östli­chen Rand des Kahu­r­angi National Parks. Zu seinem Einzugsgebiet gehören zwei Höhlen­sys­teme, die Nettlebed Cave und der Stormy Pot. Beide stehen in Verbindung mitein­ander und reichen bis 1.174 Meter tief unter die Erde. Damit gelten sie als die tiefsten Höhlen der südli­chen Hemis­phere. Auf einem Kammweg kann man über der Baumgrenze bis zum Gipfel gehen. Dabei wird man häufig von Keas begleitet, wie die neugie­rigen Berg­papgeien genannt werden. Unter­wegs kommt man an vielen Höhlen­ein­gängen vorbei, die in die Tiefe führen. (Hin und Zurück: 6:30 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Von Nelson nach Greymouth

297 km | 4:30 h

Im Osten liegt einer der größten und am wenigsten erschlos­senen Natio­nalparks Neusee­lands, der Kahu­r­angi Park mit seinen Hügeln und Wäldern.

Die Strecke führt durch die Schlucht des Buller Rivers an die rauhe Westküste. Bei Westport, am Cape Foulwind lohnt sich ein Stopp zur Besich­tigung der Seehundko­lonie.

Southern Alps

Wunderwelt der Glet­scher, Seen und Urwälder
Das Faltengebirge der Süda­lpen stellt das Rückgrat der Südinsel dar. Sein Zentrum bildet der Mount Cook, mit 3.744 Metern der höchste Berg Neesee­lands. Von hier aus verlaufen Glet­scher in alle Rich­tungen; einige fließen fast bis ins Meer. Auf der west­li­chen Seite steigen die Süda­lpen auf einem etwa 50 Kilometer breiten Streifen vom Meer­es­spiegel aus an, was extreme Regen­fälle – bis zu 8000 mm pro Jahr! – verur­sacht. Undurch­dring­liche, immer­grüne Regenwälder wachsen hier bis zu einer Höhe von 2000 Metern. Nach Osten sind die Höhen­un­ter­schiede nicht so gewaltig. Dort sammelt sich das Gebirgs­wasser zu großen Seen, von denen der Lake Te Anau der größte ist. Die Nieder­schlags­menge sinkt auf 400 Millimeter pro Jahr ab, was ideal für den Wein­anbau in Central Otago ist.

Mount Owen

Wo der Zauberer Gandalf in die Tiefe stürzte
Der höchste Berg im Kahu­r­angi National Park west­lich von Motueka  bietet an klaren Tagen eine grandiose Aussicht. Kein Wunder, dass sich die Regis­seure von „der kleine Hobbit“ entschieden, die Aufnahmen für das Zwergenreich Khazad-dûm hier zu drehen. In das unweg­same Geländes führt der 60 Kilometer lange Wangapeka Track, ein anspruchsvoller Wanderweg, den erfah­rene Tracker in drei bis fünf Tagen meistern. Hier stürzte übri­gens der Zauberer Gandalf im Kampf gegen das Monster in die Tiefe.

Nelson Lakes National Park

Bergwildnis mit Glet­schern, Wäldern und Seen
Der über 1000 Quad­ratki­lometer große Park im äußersten Norden der Southern Alps ist geprägt von kahlen Bergen und verglet­scherten Tälern, von dichten Buchenwäl­dern und idylli­schen Seen, die wegen ihrer Forellen bei Anglern beliebt sind. Die Wälder in den tieferen Lagen des Natio­nalparks sind noch so, wie sie vor der Ankunft der Euro­päer aussahen. Sie bieten Lebens­raum für viele Vögel. Von Spazier­wegen am Seeufer bis zu mehr­tägigen alpinen Wande­rungen gibt es viele Wandermög­lichkeiten. Das Tor zum Park ist St Arnaud.
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West Coast

Menschenleeres Küstengebirge auf der Südinsel

Die Region an der Westküste Neusee­lands ist mit rund 30.000 Einwoh­nern die am dünnsten besiedelte Region Neusee­lands.

Die größten Städte sind Greymouth und Westport. Ansonsten ist die bergige Region so gut wie menschenleer. Die Bevöl­ke­rungs­dichte beträgt 1,3 Einwohner pro Quad­ratki­lometer. Trotz ihrer Schön­heit ist die West Coast isoliert. Ihren Bewoh­nern, die „Coaster“ genannt werden, sagt man einen schrul­ligen Charakter nach. Schroffe Klippen, maje­s­tä­ti­sche Berge und dichte Regenwälder bestimmen das Landschafts­bild.

Zu Gast in einer Lodge am Meer bei Greymouth

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt am Tasma­ni­schen Meer zwischen Westport und Greymouth, vor der Kulisse der Southern Alps. Von hier aus kann man die Pancake Rocks, den Paparoa National Park, Greymouth oder Shanty­town, eine nach­ge­baute Goldgräber­stadt, erkunden.

Alle vier Zimmer, von denen sich zwei im oberen Stock­werk des Haupt­hauses und zwei in einem Nebengebäude befinden, bieten einen fantas­ti­schen Blick auf den wilden Ozean. Vom Garten aus geht ein Pfad zu einem mit Treib­holz über­säten Kiesel­strand, der besonders im Licht der unter­ge­henden Sonne zu einem kleinen Abend­spa­ziergang einlädt. Zum Früh­stück werden – passend zu den Pancake Rocks – Pfannku­chen ange­boten. Restau­rants gibt es in Greymouth, das in 15 Minuten gut mit dem Auto zu errei­chen ist. Jan, die Besitzerin der Lodge, ist – wie viele Neusee­länder – ein großer Outdo­orfan und kann somit ihren Gästen gute Tipps für Aktivi­täten in der näheren und weiteren Umge­bung geben. Sie besitzt außerdem zwei Hunde, die sich immer über Besuch freuen.

Greymouth

Kunst­hand­werk, Maori­tra­di­tion und Alpen­blick in beschau­li­chem Küsten­städt­chen
Die größte Stadt in der West Coast Region hat ein beschau­li­ches Stadt­zentrum mit der Art Gallery und dem History House. Wer einen Blick in die Ateliers der einheimi­schen Kunst­hand­werker werfen will, kann sowohl in Greymouth als auch im benach­barten Hoki­tika sehen, wie die einheimi­sche Jade (Greens­tone/Pounamu) bearbeitet wird. Greymouth ist der Anfangs- und Endpunkt der welt­be­rühmten Tranz-Alpine Bahn, die von Christchurch über die Süda­lpen an die Westküste führt. An klaren Tagen, kann man den Mount Cook von hier aus im Süden sehen.

Shanty­town Heri­tage Park

Frei­lichtmuseum zum Gold­rausch
Das Frei­lichtmuseum an der Westküste zeigt das Leben in einer kleinen, vom neusee­ländi­schen Gold­rausch geprägten Stadt. Shanty­town besteht aus 30 nach­ge­bauten histo­ri­schen Häusern im Stil der 1860er Jahre. Auf dem Gelände verkehrt eine Dampf­lo­komo­tive, die auf einer 1,5 Kilometer langen Eisen­bahn­strecke, dem Infants Creek Tramway, in den einheimi­schen Regen­wald fährt. Über 10.000 Objekte und Fotographien sind zu sehen.

Pororari River Loop

Dschungel­wande­rung durch einen Canyon
Die meisten Besu­cher des Paparoa Parks bleiben bei den Pancakes Rock und dem Besu­cher­zentrum vor der Küste. Wer sich von dort aufmacht und an den Flüssen ins Landes­in­nere geht, erlebt einen grandiosen Dschungel mit klarem Wasser, grünem Urwald­dach und einem gewal­tigen Canyon. (3 Stunden, 10,4 Kilometer, auf und ab: 280 Meter)

Ball Room Over­hang

Grandiose Wande­rung in ein wildes Flus­stal
Die Wande­rung beginnt harmlos – mit Wegen durchs Gras. Dann aber sind mehrere Flussdurch­que­rungen nötig. Knie­tief watet man durch den Fox River. Danach wird die Schlucht enger und erreicht im Ball Room Over­hang einen Höhe­punkt: ein hundert Meter hoher Kalk­steinüber­hang, unter dem man Pick­nick machen oder über­nachten kann. Oben wachsen Flechten, Moose und Farne. (Hin und zurück: 4 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 210 Meter)

Von Greymouth nach Franz Josef

186 km | 3:00 h

Zwischen Tasma­ni­scher See und Alpen führt die Route durch eine einzig­ar­tige Land­schaft, die durch ihren Kontrast zwischen Küste und Hoch­ge­birge besticht.

Bei Regen kann man die Jade-Galle­rien von Hoki­tika & Greymouth – oder Shanty­town, eine ehema­lige Goldgräber­stadt bei Greymouth, besich­tigen.

Hoki­tika

Goldgräber­stadt in den West­lands
Die Stadt mit knapp 3.500 Einwoh­nern liegt an der Westküste rund 40 Kilometer südwest­lich von Greymouth. Südlich der Stadt mündet der Hoki­tika River in die Tasmansea. Wie die anderen Städte und Sied­lungen der Westküste auch ist Hoki­tika von den rest­li­chen Landes­teilen durch die Southern Alps abge­schnitten. Die Goldgräber­sied­lung wur­de im Jahr 1864 gegründet und stellte eines der Zentren des Gold­rau­sches an der Westküste dar. Das Gold wur­de vom Hafen direkt nach Melbourne verschifft. Inner­halb von zwei Jahren wur­de Hoki­tika mit über 6.000 Einwoh­nern zu einer der größten Sied­lungen in Neusee­land. Drei Jahre war es sogar Haupt­stadt der neu geschaffenen Provinz West­land. Danach erfuhr das Städt­chen einen herben Bedeu­tungs­ver­lust.
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Westland-Nationalpark

Gletscher in einzigartigem Regenwald

Der 1275 km² große Park mit dem Maori-Namen Tai Poutini erstreckt sich von der Westküste bis hinauf zum 3498 Meter hohen Mount Tasman in den Neusee­ländi­schen Alpen.

Mehrere Glet­scher fließen vom Gebirge aufgrund des starken Gefälles auf bis zu 200 Metern Meeres­höhe hinab und enden wenige Kilometer vom Ozean entfernt. Die bekann­testen sind der Franz-Josef-Glet­scher und der Fox-Glet­scher. An der extrem nieder­schlagsrei­chen Küste wächst sich ein einzig­ar­tiger Regen­wald. Gemeinsam mit dem Fiord­land-Natio­nal­park, dem Mount-Cook- und dem Mount-Aspi­ring-Natio­nal­park bildet der West­land-Natio­nal­park die soge­nannte Te Wahipou­namu World Heri­tage Area. Seit 1990 gehört das Gebiet zum Welt­natur­erbe der UNESCO.

Zu Gast in einem Arts-and-Crafts Haus

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus aus den 1920er Jahren ist aus einheimi­schem Holz gebaut und ein Musterbei­spiel für den damals in Neusee­land vorherr­schenden Stil, den man „Arts and Crafts“ nennt.

Vom Früh­s­tücks­tisch hat man einen herr­li­chen Blick bis tief in die Süda­lpen hinein. Die Zimmer sind komfor­tabel einge­richtet. Das Haus liegt etwas außer­halb des Ortes Franz Josef und ist ideal zur Erkundung des Glet­schers. Die Gastgeber, Gerard und Bernie, helfen ihren Gästen gerne bei der Auswahl der Tages­ak­tivi­täten.

Ausflug (OPTIONAL)

Heli-Hike Franz Josef Glacier (halbtägig, englisch, zahlbar vor Ort)

Bei dieser geführten Glet­scherwande­rung wird man mit dem Helik­o­pter auf die Mitte der Glet­scherzunge geflogen, die hier weniger steil und etwas einfa­cher zu begehen ist.

Während des Fluges kann man den Glet­scher in seiner Ganzheit bewundern und weite Blicke von den schnee­be­deckten Alpen­gipfeln bis hin zum Meer genießen. Die geführte Wande­rung geht an Eisforma­tionen, Glet­scher­spalten und Eishöhlen vorbei. Die Tour dauert insge­samt ca. 3 Stunden, wovon ca. 2 Stunden auf dem Eis verbracht werden. Steig­eisen und Wander­stöcke werden gestellt. Im Anschluss an die Tour können die Glacier Hot Pools ohne Zusatzkosten besucht werden. Aufgrund des Helik­o­pterflugs ist dieser Ausflug bis zu einem maximalen Körpergewicht von 115 Kilogramm buchbar.

Mount Cook National Park

Alpines Wunder­land am höchsten Berg Neusee­lands
Der über 707 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt die alpine Hoch­ge­birgs­landschaft um den höchsten Berg Nesee­lands und des ganzen australisch-ozea­ni­schen Kontin­ents, den 3.753 Meter hohen Mount Cook. Gemeinsam mit dem West­land-, dem Fiord­land- und dem Mount-Aspi­ring-Natio­nal­park bildet der Mount-Cook-Natio­nal­park die soge­nannte Te Wahipou­namu World Heri­tage Area, die größte zusam­men­hän­gende Wildnis Neusee­lands. Ausgangs­punkt für zahlreiche Freizei­t­ak­tivi­täten (Wandern, Berg­steigen, Skifahren, Rundflüge) ist das Besu­cher­zentrum im Aoraki Mount Cook Village. Im Park selbst gibt es 17 Schutzhütten für Bergwanderer.

Franz Josef Glet­scher

Glet­scher im Regen­wald
Der zehn Kilometer lange Glet­scher wur­de 1865 von seinem deut­schen Entde­cker, Julius von Haast, nach Franz Joseph I. von Öster­reich benannt. Er reicht vom Mount Cook, dem mit 3.753 Meter höchsten Berg Neusee­lands, bis in die Niede­rungen, wo bereits Regen­wald wächst. Das liegt an der extrem hohen Fließge­schwin­digkeit: Jeden Tag rutscht der Glet­scher einen halben Meter in die Tiefe. Nachdem er zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und 1982 deut­lich zurückge­gangen war und über drei Kilometer an Länge verloren hatte, ist er seit 1982 wieder um einen Kilometer gewachsen. Mit der Jahr­tausendwende hat sich der Trend wieder umge­kehrt und der Glet­scher verliert an Masse. Dennoch ist der Franz-Josef-Glet­scher einer der wenigen großen Glet­scher, die bislang nicht so stark von der welt­weiten Glet­scher­schmelze betroffen sind.

Fox Glet­scher

Glet­scher bis hinab zum Meer
Der Fox Glet­scher befindet sich 23 Kilometer südlich von Franz Josef. Seine Eis- und Schnee­massen speisen sich aus den Gipfel­regionen der Alpen und rutschen auf fast 14 Kilome­tern Länge bis auf 200 Meter über dem Meer­es­spiegel herunter – so tief wie sonst nirgends in dieser klima­ti­schen Zone. Wer den Glet­scher zu Fuß erkunden möchte, schließe sich nach Möglichkeit einer geführten Tour an. Steig­eisen sind aufgrund der Steilheit notwendig und von den Führern erhält­lich. Rundflüge im Helik­o­pter oder im Flugzeug sind bei gutem Wetter ein großar­tiges Erlebnis und können von Umfulana oder vor Ort gebucht werden. Der „Heli-Hike“, eine geführte Glet­scherbe­ge­hung, bei der man mit dem Helik­o­pter auf den Glet­scher gebracht wird, ist eine ideale Kombi­na­tion, um den Glet­scher sowohl aus der Luft als auch zu Fuß zu erfahren.

Roberts Point

Zu einem Aussichts­punkt am Franz-Josef-Glet­scher
Der Weg gibt einen Über­blick über einen der merkwür­digsten Glet­scher der Welt. Der Franz Josef Glet­scher fließt durch Urwälder bis in eine Hohe von 400 Metern. An seiner Ostseite führt der Wanderweg bis zum Roberts Point, wo man einen Eindruck von der gewal­tigen Größe des Eismas­sivs bekommt. Der Weg ist einfach, nur manchmal ein wenig nass und rutschig. (Hin und zurück: 4:30 Stunden, 13,2 Kilometer, auf und ab: 500 Meter)

Lake Matheson

Mount Cook im Spiegel eines klaren Sees
Der kleine See liegt zwischen der Tasmansee und den Süda­lpen. Vom Nordwe­st­ufer bietet sich ein einmalig schöner Blick: man sieht, wie sich der Mount Cook und der Mount Tasman in seinem klaren Wasser spiegeln. Der gut ausge­baute Rundweg um Lake Matheson hat außerdem noch viele andere bezau­bernde Winkel zu bieten. (1 Stunde, 3,8 Kilometer, auf und ab: 50 Meter)

Von Franz Josef nach Queens­town

352 km | 5:00 h

Lake Moeraki

Idylli­scher See im Regen­wald
Der idylli­sche See liegt zwischen dem Haast Pass im Süden und dem Fox Glet­scher im Norden. Er ist nur wenige Kilometer vom Meer entfernt und wird umgeben von einem grandiosen Regen­wald mit über 900 Jahre alten Baumriesen. Ein märc­henhafter Wanderweg führt durch den Wald zu Pinguin­ko­lo­nien. Es lohnt auch ein Abste­cher in die abge­legene Jackson Bay – dem Endpunkt der Westküs­ten­strasse. In dieser Gegend trägt Regen zu der besonderen Stim­mung des Regen­waldes bei und sollte daher nicht als schlechtes Wetter betrachtet werden. An der Westküste & im Fjord­land fallen die höchsten Nieder­schläge von ganz Neusee­land. Feste Schuhe und Kleidung gehören daher zur Grund­aus­stat­tung.

Haast Pass

Südlichster Pass über die Süda­lpen
Der erste Euro­päer, der den südlichsten Pass über die Süda­lpen bezwang, war der deut­sche Geologe, Franz Julius von Haast. Er folgte einem bereits von den Maori genutzten Pfad an die Westküste. Erst 1965 wur­de der Haast Pass für den öffent­li­chen Verkehr frei­gegeben. Der Highway führt heute am Haast River entlang und dann auf Neusee­lands längster einspu­riger Brücke über den Fluss. Kurz vor dem Schei­tel­punkt passiert die Straße die Fantail Falls.

Haast

Winziger Ort am Haast River
Der Ort mit knapp 250 Einwoh­nern ist nach dem deut­schen Geologen und Naturfor­scher Julius von Haast benannt. Er liegt an der Südseite des Haast River unweit seiner Mündung in die Tasmansee. Das neusee­ländi­sche Depart­ment of Conserva­tion (DOC) betreibt am Haast Junc­tion ein Besu­cher­zentrum, das Informa­tionen zur World Heri­tage Area von South West New Zealand bereit­hält. Dort beginnen auch mehrere Wander­wege in den Regen­wald.

Mount Iron

Aussichtshügel von Wanaka
Um einen schönen Über­blick über Lake Wanaka, den Ort und den Mount Aspi­ring in der Ferne zu bekommen, kann man auf den Aussichtshügel im Osten der Stadt steigen. Wenn man oben ist, kann man im Norden sogar einen zweiten See sehen, den Lake Hawea. (1,30 Stunden, auf und ab: 200 Meter)

Auf dieser Etappe gibt es besonders viele Gelegen­heiten für Zwischen­stopps, so dass man sich bei schönem Wetter für die Strecke einen ganzen Tag Zeit nehmen sollte.

Am Fuße der Alpen fährt man zunächst gen Süden. Hinter Fox Glacier kommt man an mehreren schönen Seen wie zum Beispiel dem berühmten Lake Matheson vorbei. Am Lake Moeraki lohnt sich eben­falls ein Stopp; hier führt ein Weg durch den Regen­wald zur Küste. Bei Haast empfehlen wir – nicht nur bei Regen – den Besuch des Visitor Informa­tion Centres (ein grosses Gebäude auf der linken Seite). Hier kann man gebüh­r­enfrei das Wich­tigste über die Flora und Fauna des angrenzeden ‚South West­land World Hertige Parks‘ erfahren. Hinter Haast windet sich die erst 1965 fertig­ge­stellte Strasse über den nach dem deut­schen Naturfor­scher Haast benannten Pass ins Landes­in­nere. Obwohl der Haast Pass der nied­rigste aller Süda­lpen­pässe ist, der auch im Winter nur selten zuge­schneit ist, beein­druckt die wild zerklüf­tete Gebirgs­landschaft rings umher. Hier lohnen sich Abste­cher zu verschiedenen Wasser­fällen. Weiter südlich kommt man am Lake Wanaka, einem blauen, von hohen Bergen umge­benen See, vorbei. Über die Cadrona Road, eine male­ri­sche Gebirgs­staße, gelangt man nach Queens­town.

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Queenstown

Mekka für Outdoor-Aktivisten am Lake Wakatipu

Der Goldgräber­sied­lung im Zentrum der Süda­lpen ist heute das Mekka für Abenteuer­lus­tige und Erho­lungs­su­chende aus aller Welt.

Das ganze Jahr über werden Freizei­t­ak­tivi­täten ange­boten, darunter Bungee-Jumping, Jetbootfahren, White-Water-Rafting, Gleit­schirmfliegen, Fall­schirmspringen und Berg­steigen. Im Winter wird Queens­town zum alpinen Spiel­platz für Skifahrer und Snowboarder. Golfer schätzen die landschaft­lich beein­dru­ckenden Plätze des Umlandes. In den letzten Jahren werden auch geführte Touren zu den Wein­kellern der Region immer beliebter. Den Kern des Ortes bildet ein Viertel mit Fußgängerzone, Geschäften, guten Restau­rants und Bars. Auf dem Lake Waka­tipu fährt nach seiner Restau­rie­rung wieder der uralte Raddampfer TSS Earnslaw.

Zu Gast in einem B&B in Queenstown

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Weite Blicke auf The Remarka­bles, den Lake Waka­tipu und den Queens­town Hill, kombi­niert mit beispi­el­loser Gastfreund­lichkeit -  das zeichnet dieses B&B in Queens­town aus.

Isha und Shashank, die beiden indisch stäm­migen Gastgeber bieten ihren Gästen neben sieben Zimmern ein ausgezeichnetes Früh­stück und umfas­sendes Wissen über die Region. Das Zentrum von Queens­town erreicht man zu Fuß in fünf Minuten.

Arrow­town

Histo­ri­sche Goldgräber­stadt
1862 fand Jack Tewa, ein Schaf­scherer, Gold im Arrow River. Die Nach­richt zog Scharen von Goldgräbern an und inner­halb weniger Wochen wuchs die Sied­lung auf 1.500 Einwohner an. Nachdem ein verhee­rendes Hoch­wasser viele Todes­opfer gefordert hatte, wur­de die Stadt mit soliden Häusern am Fluss wieder aufge­baut; Chinesen mussten allerdings außer­halb in Lehm­ziegelhütten wohnen. Auf dem Höhe­punkt des Gold­rau­sches gab es 7.000 Einwohner und 80 Goldfelder in Arrow­town, die jedoch alle inner­halb eines Jahrzehnts wieder verschwanden. Viele Bergmanns­häuser sind in den letzten Jahren restau­riert worden. In der histo­ri­schen Filiale der Bank of New Zealand informiert ein Museum über die Geschichte des Gold­rauschs. Am Arrow River kann man auch heute noch mit ausgelie­henen Pfannen sein Glück beim Gold­wa­schen versu­chen.

Queens­town Hill

Heilige Stätte der Maori
Den Maori war die Stätte im Schatten schroffer Felsen heilig. Heute führt ein Natur­lehrpfad dorthin. Das beste an dem kleinen, einfa­chen Hügel ist natür­lich die Aussicht. Sie reicht im Süden und Westen kilome­terweit bis zum Ende des Lake Waka­tipu. (Hin und zurück: 2:10 Stunden, 6,2 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Ben Lomond

Ruhe, Stille und Aussicht hoch über Queens­town
Wer Kondi­tion hat und ein paar felsige Stellen nicht scheut, sollte von Queens­town am One Mile Creek entlang zum Ben Lomond gehen. Der Berg mit dem schot­tisch klin­genden Namen bietet Einsamkeit und Stille gut 1300 Meter über dem quir­ligen Outdoor-Zentrum Queens­town. Und an guten Tagen sieht man bis zum Mount Aspi­ring. (Hin und zurück: 6 Stunden, 14,1 Kilometer, auf und ab: 1340 Meter)

Von Queens­town nach Te Anau

171 km | 2:30 h
Am Lake Waka­tipu tritt man aus den Südalpen hinaus ins Vorland. Der Weg zum Fjord­land National Park wird zuse­hends einsamer.

Fiord­land Natio­nal­park

Maje­s­tä­ti­sche Berge und stille Fjorde in Neusee­lands größter Wildnis
Die gewal­tige Urlandschaft der Fjord­lands hat in der Eiszeit ihre Prägung erhalten, als die Täler von mäch­tigen Glet­schern ausge­ho­belt wurden. Wegen ihrer Unzugäng­lichkeit und des extremen Nieder­schlage von bis zu 3000 Millime­tern pro Jahr ist die Region die größte Wildnis Neusee­lands geblieben und bis heute fast unbe­siedelt. Im PKW ist nur der Milford Sound zugäng­lich. Der bekann­teste neusee­ländi­sche Fjord ist 15 km lang, sehr eng und von maje­s­tä­ti­schen Bergen umgeben. Eine wunder­schöne – in der Hoch­saison aber auch recht befah­rene – zwei­einhalb­stün­dige Berg­straße führt von Te Anau zum Milford Sound erschließt die Fjord­lands.

Southern Scenic Route

Durch den einsamen Süden
Die etwa 610 Kilometer lange touris­ti­sche Straße verbindet Queens­town mit dem Fiord­land und Te Anau über Manapouri und Riverton mit Inver­cargill und Bluff. Von dort führt sie durch die Catlins nach Balclutha und Dunedin. Die Route selbst nutzt durch­ge­hend befes­tigte Straßen; viele der Sehens­wür­digkeiten, die von der Southern Scenic Route erschlossen werden, liegen jedoch nicht direkt an der Straße und sind nur über unbe­fes­tigte Neben- und Wander­wege zu errei­chen. Das Magazin Travel + Leisure bezeichnete die Strecke 2008 als „eine der großar­tigsten unent­deckten Routen der Welt“.

Mossburn

Hirschhaupt­stadt Neusee­lands
Die größte Ortschaft zwischen Queens­town und Te Anau hat etwa 240 Einwohner. Die Wirt­schaft des Ortes ist von der Land­wirt­schaft, vor allem Rinderzucht, Hirschzucht und Schafhal­tung geprägt. Wegen der Viel­zahl der Hirschfarmen sieht sich Mossburn als „Hirsch-Haupt­stadt“ Neusee­lands.
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Te Anau

Tor zu den Fjordlands

Die Stadt mit knapp 2000 Einwoh­nern liegt mitten in den South­lands am südli­chen Ende des Lake Te Anau, der mit knapp 350 Quad­ratki­lome­tern der größte See der Südinsel ist.

Weil Te Anau direkt an der Grenze zum prak­tisch unbe­wohnten Fiord­land National Park liegt, ist der Ort ganz auf Tourismus einge­stellt. Es starten von Te Anau aus Busse und Rundflüge zum nörd­lich gelegenen Milford Sound. Unweit des Ortes beginnt der Kepler Track, ein mehr­tägiger Wanderweg, der zu den Great Walks of New Zealand gerechnet wird. Per Boot kann man die Te Anau Caves zu errei­chen, wo in einem Höhlen­system mit unter­irdi­schem Wasserfall Glowworms (Arachno­campa lumi­nosa) leben.

Zu Gast in einer Pension in Te Anau

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Pension liegt in einem ruhigen Garten, 500 Meter vom Orts­kern von Te Anau entfernt. Die drei modern und komfor­tabel einge­rich­teten Studio­zimmer liegen separat vom Haupt­haus.

Zusätz­lich gibt es im Haupt­haus noch eine Suite mit Schlafzimmer und Schlafsofa im Wohnzimmer. Früh­stück kann von Gastgeberin Rebecca entweder im Haupt­haus serviert oder auf Wunsch bereits am Vora­bend auf dem Zimmer bereitge­stellt werden.

Fiord­land National Park Visitor Centre

Informa­tionen zu den Fjord­lands
Ein Besuch im Visitor Centre lohnt sich, wenn man die Fjord­lands erkunden will. Die Mitarbeiter sind erfahren und beraten individuell. Im einzelnen bekommt man Informa­tionen und Karten­ma­te­rial über kurze und lange Wander­wege, ebenso Aktuelles über den Zustand der Wege. Wer angeln will oder Führungen mitma­chen möchte, erhält nütz­liche Adressen. Darüber hinaus gibt es ein Museum zur Naturge­schichte und einen Film.

Shallow Bay

Dreh­orte aus Herr der Ringe am Lake Manapouri
Der Wanderweg beginnt am Rainbow Reach und führt hinab zum Nord­ufer des Lake Manapouri. Am Wegesrand sollen einige Dreh­orte des Films „Herr der Ringe“ gewesen sein. (hin und zurück: 4:00 Stunden, 13,7 Kilometer, auf und ab 140 Meter)

Ausflug

Bootstour auf dem Doubtful Sound (ganztägig, englisch)

Die Tages­tour mit maximal 135 Personen startet am Boots­steg von Pearl Harbour in der kleinen Sied­lung von Manapouri, 20 Automi­nuten von Te Anau entfernt, wo man ein Boot besteigt, um den Lake Manapouri zu überqueren. Von der anderen Seite geht es über den Wilmot Pass zu den Ausläufern des Fjords. Bevor man in der Deep Cove den geräu­migen Kata­maran besteigt, gibt es die Möglichkeit zu einer kurzen Wande­rung durch den dichten Regen­wald und alpine Moosgärten. Danach beginnt die drei­stün­dige Fahrt mit dem Kata­maran durch die stillen Fjorde des Doubtful Sounds. Oft begleiten Bottlenose-Delfine den Kata­maran auf seinem Weg durch den Sound, während auf den Uferfelsen Seehunde in der Sonne dösen. Wenn man Glück hat, kann man sogar seltene Pinguine entde­cken.

Von Te Anau nach South Catlins

269 km | 3:30 h
Besonders reizvoll ist die Neben­strecke entlang der Südküste über Inver­cargill. Sie führt zum südli­chesten Punkt des neusee­ländi­schen Fest­lands und zu vielen schönen Buchten.

Lake Monowai

Unbe­siedelter See in den Fjord­lands
Der See im Fiord­land ist eine Station auf der Southern Scenic Route. Er befindet sich in einem langen, U-förmig gekrümmten Talab­schnitt. Der Abfluss dess Sees erfolgt im Nord­osten durch den kurzen Monowai River, der nach 8 km in den Waiau River mündet. Das Ostende des Sees ist über einen Fahrweg von der nord­öst­lich gelegenen Ansied­lung Monowai erreichbar. In der unbe­siedelten Umge­bung des Sees befinden sich ledig­lich wenige Schutzhütten.

Inver­cargill

Klein-Schott­land im äußersten Süden Neusee­lands
Die südlichste Stadt Neusee­lands liegt an der Mündung des Oreti River in den Südpa­zifik und wird umgeben von den weit­läufigen South­land Plains, einer 1500 Quad­ratki­lometer großen Ebene. In östli­cher Rich­tung befinden sich die Catlins. Durch die Foveaux­straße ist Inver­cargill von der noch südli­cher liegenden Stewart-Insel getrennt. Nur 18 Kilometer südlich von Inver­cargill liegt mit Bluff die südlichste Sied­lung der Südinsel. Wie der Name vermuten lässt wur­de, die Stadt im 19. Jahr­hun­dert von Schotten gegründet. Der schot­ti­sche Einfluss ist bis heute spürbar.
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The Catlins

Menschenleere Wälder, windzerzauste Bäume und eine zerklüftete Küste

Die einsame Hügel- und Küsten­landschaft im Südosten der Südinsel liegt abseits der großen Touris­ten­straßen.

Sie ist nach einem Walfänger des 19. Jahrhunderts benannt, der die gesamte Region von den Maoris kaufen wollte. Bis heute sind die Wälder ursprüng­lich und die Strände an der zerklüf­teten Küste fast menschenleer. Einige schöne Wander­wege führen durch Wälder, Wiesen und an die von Brandung umtoste Küste. In der Bucht von Curio Bay tummeln sich immer wieder Delphine. Hier findet man außerdem ein besonderes geologi­sches Phänomen, den Petri­fied Forest. Versteinerte Bäume, über 180 Millionen Jahre alt, liegen einge­bettet auf dem Fels­un­ter­grund der Küste nahe der Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel, mit seinen drama­ti­schen windzerzausten Bäumen.

Zu Gast auf einer Farm in den Catlins

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt auf einer ehema­ligen Schaffarm östlich des Catlins Conserva­tion Parks im Grünen. Zwar gibt es auch jetzt noch einige Schafe und Kälber, aber die jungen Gastgeber haben sich auf die Unter­bringung von Gästen speziali­siert.

Sie bieten drei Zimmer mit eigenen Eingängen und Blick in den Garten an. Morgens wird ein gutes Früh­stück mit Obst, Cerealien, Joghurt und frischen Muffins oder Scones sowie warmen Gerichten mit Speck und Eiern aus der Region ange­boten. Der Garten, der jetzt schon eine schöner Ort zum Entspannen ist, soll Schritt für Schritt in eine Wohlfühloase mit kleineren Berei­chen umge­wandelt werden, wo man dann auch ein heißes Bad unter freiem Himmel nehmen kann. Zudem werden Massagen ange­boten. Der versteinerte Wald und die für ihre Delfine bekannte Bucht von Curio Bay liegen nur wenige Minuten von der Unter­kunft entfernt.

McLean Falls

Wasser­fälle der Tautuku River
Die 22 Meter hohen Wasser­fälle des Tautuku River gelten als die schönsten im Catlins Conserva­tion Park. Wer sie besu­chen will, muss noch ein kleines Stück zu Fuß gehen. Dabei kommt man durch dichte Wälder und Busch. Bemerkens­wert sind die riesigen Fuch­si­enbäume am Wesgesrand. (hin und zurück: 40 MInuten, 2,2 Kilometer, auf und ab 80 Meter)

Von South Catlins nach Dunedin

189 km | 3:30 h
Die Southern Scenic Route schlängelt sich an der Küste der Catlins entlang. Diese landschaft­lich sehr schöne aber teilweise auch recht kurvige Strecke führt an dichten Wäldern, steilen Felsküsten, einsamen Sand­stränden und an grünem Weide­land vorbei gen Norden nach Dunedin und zur Otago Peninsula.

Catlins Forest Park

Geschützter Regen­wald im Holz­ein­schlag­gebiet
Um 1890 drang die Holzfällerei bis in den äußersten Süden vor. Neue Eisen­bahnver­bindungen machten es möglich. Einheimi­sche Baum­arten wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts gerodet, bis mehrere Waldbrände den Raubbau zum Stocken brachten. Heute stehen die verbleibenden Wald­stücke unter Schutz. Die einzig verbliebene Sied­lung aus der Zeit des Holzbooms ist Owaka mit 400 Einwoh­nern am Eingang zum Forest Park.

Nugget Point

Gelbau­genpinguine an wenig berührter Küste
Die Küste der Catlins im äußersten Süden ist kaum berührt. Touris­ti­sche Einrich­tungen gibt es kaum. Dafür kann man an mehreren Stränden Gelbau­genpinguine beoabachten, wie sie abends den Strand entlangwat­scheln. Besonders viele sind am Nugget Point, einer steilen Halb­insel mit eigenem Leucht­turm. Zwischen den Felsen (nuggets) tummeln sich außerdem Basstölpel und Löffler. Zudem gibt es eine große Kolonie des Neusee­ländi­schen Seebären.

Clutha River

Zweitlängster Fluss Neusee­lands
Der zweitlängste Fluss in Neusee­land und der längste der neusee­ländi­schen Südinsel durch­fließt auf einer Länge von 340 Kilome­tern die Region Otago. Der Clutha River ist der Abfluss des Lake Wanaka. Gespeist wird er außerdem vom Hawea River − dem Abfluss des Lake Hawea − sowie dem Kawarau River − dem Abfluss des Lake Waka­tipu − sowie zahlrei­chen kleineren Flüssen. Seine Mündung befindet sich in der Nähe von Balclutha. In seinem Verlauf wird der Clutha River zum Lake Dunstan sowie zum Lake Roxburgh für die Strom­erzeugung aufge­staut. Der Name leitet sich von Cluaidh ab, dem schot­tisch-gäli­schen Namen des durch Glasgow fließenden Clyde.

Jacks Blow­hole

Donnerndes Meer­wasser im Tunnel­system
Der kurze Weg führt über Farm­land und an der Küste entlang. Ziel ist Jack's Blow­hole, eine zusam­mengebro­chene Höhle 200 Meter vom Meer entfernt. Durch ein Tunnel­system dringt Meer­wasser ein, das donnernd gegen die Felsen schlägt. (hin und zurück 50 Minuten, 2,9 Kilometer, auf und ab: 40 Meter)
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Dunedin

Dudelsack-Bands und viktorianische Pracht in Neuseelands schottischster Stadt

Die mit 110.000 Einwoh­nern zweitgrößte Stadt der Südinsel wirkt wie eine schot­ti­sche Stadt, die irrtümlich in Neusee­land liegt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründeten schot­ti­sche Presbyte­rianer die Stadt auf der anderen Erdhalbkugel, woran bis heute Dudel­sack­spiel­gruppen, die einzige Whiskybren­nerei des Landes und eine Kilt Schnei­derei erin­nern. Selbst der Name der Stadt (gespro­chen: Danieden) ist die alte gälische Bezeich­nung für Edinburgh. Sehens­wert ist vor allem die Innen­stadt, deren Grund­riss vom zentralen Oktogon geprägt ist, und die vorge­la­gerte Otago Halb­insel. Neben der landschaft­li­chen Schönheit sind dort das Larnach Castle, eine schlossähnliche Villa und Kolo­nien von Alba­trossen, Gelbaugen-Pinguinen und Robben zu bewundern.

Zu Gast in einem B&B in Portobello

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt in einem parkähn­li­chen, blumenrei­chen Garten in Porto­bello Village auf der Otago Halb­insel bei Dunedin.

Ein Jacuzzi, eine Sauna, das reichhal­tige Früh­stück und die herz­liche Gastfreundschaft von Mary und Pat tragen zur Erho­lung bei. Die beiden Gäste­zimmer, die im Stil eines typisch engli­schen B&Bs einge­richtet sind, liegen im unteren Stock­werk des Hauses und haben jeweils eine eigene Terrasse und direkten Zugang zum Garten. In diesem findet jeder zwischen Rhododendren, Rosen und anderen Pflanzen einen versteckten Platz, an dem er abschalten oder in Ruhe ein Buch lesen kann. In der näheren Umge­bung kann man zahlreiche Ausflüge machen – auf eigene Faust oder geführt – z. B. zu den Alba­tros- und Pinguin­ko­lo­nien. Die Gastgeber sind gerne bei der Planung und Buchung behilf­lich; auf Anfrage bietet Pat auch Kajak- und Moun­tai­nbike­touren an.

Central Otago

Klein-Schott­land im Süden Neusee­lands
Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist Otago die zweitgrößte Region in Neusee­land. Sie ist nach einer kleinen Maori-Sied­lung auf der Otago-Halb­insel benannt und erstreckt sich von der Pazi­fikküste über fruchtbares Acker- oder Weide­land bis mitten in die Neusee­ländi­schen Alpen hinein. Die ersten euro­päi­schen Sieder waren Wal- und Robben­fänger. 1848 begann die planmäßige Ansied­lung von schot­ti­schen Auswanderern mithilfe der Church of Scot­land, die die Region bis heute prägt. Die neu gegrün­dete Haupt­stadt bekam den gäli­schen Namen von Edinburgh, Dunedin. In den 1860er Jahren gab es einen kurzen Gold­rausch, der Dunedin für wenige Jahre zur reichsten Stadt Neusee­lands machte. Heute leben nur noch etwa 200.000 Menschen in der Region, die meisten von ihnen in Dunedin.

Larnach Castle

Einziges Schloss Neusee­lands
Die 1871 erbaute vikto­ria­ni­sche Indu­strel­len­villa wird als das „einzige Schloss Neusee­lands“ bezeichnet. Es wur­de von dem Bankier und Poli­tiker William Larnach für seine Frau auf einem Hügel der Otago Halb­insel gebaut, wo es einen faszi­nierenden Rund­blick über Otago Harbour, den Pazifik und die Halb­insel hat. Nach dem Selbstmord des Besitzers wur­de das Anwesen verstei­gert und dem Verfall preisgegeben. 1967 endlich begann die Restau­rie­rung mit Sinn fürs Detail. Heute ist Larnach Castle nicht nur eine der bekann­testen touris­ti­schen Attrak­tionen Neusee­lands, es ist auch Luxus­herberge und Veran­stal­tungsort.

Taiaroa Head

König­salba­trosse, Pelzrobben und Gelbau­genpinguine
Das Kap am Ende der Otago Peninsula beherbergt eine Kolonie der König­salba­trosse. Der faszi­nierende Vogel gehört zu den größten Lang­stre­ckenfliegern und erreicht eine Spannweiter von über drei Metern! 60 Jahre alt kann er werden kann. Jungvögel bleiben bis zu ihrem vierten oder fünften Jahr auf hoher See. Am Pilots Beach inner­halb der Hafenzu­fahrt unmit­telbar südlich werden regelmäßig Neusee­ländi­sche Seebären und Neusee­ländi­sche Seelöwen gesichtet, aber auch Schwarzdelfine und Südkaper. Am Strand befindet sich die größte Kolonie des Zwergpinguins auf der Otago Peninsula. Direkt daneben brüten die bedrohten Gelbau­genpinguine. Zur Alba­tro­sko­lonie gibt es nur beschränkten Zugang. Ein Besu­cher­zentrum  bietet geführte Touren in das Reservat an.

Von Dunedin nach Christchurch

379 km | 5:30 h

Von Dunedin führt die relativ gerade verlau­fende Strecke nach Christchurch an Moeraki Boulders vorbei. Um die drei Meter dicken Stein­kugeln, die verstreut am Strand liegen, ranken sich Mythen der Maoris ebenso wie wissenschaft­liche Erklärungs­ver­suche.

Wer des Auto­fah­rens noch nicht müde ist, kann den mehrstündigen Umweg ins Landes­in­nere nach Twizel und Lake Tekapo machen, um – bei guter Sicht – den Blick vom türkisblauen Lake Pukaki auf die schnee­be­deckten Alpen und den Mount Cook (Aoraki) zu genießen. Märchenhaft liegt auch die anglika­ni­sche Kapelle ‚Church of the Good Shepherd‘ am Lake Tekapo.

Fleurs Place

Uriges Fisch­re­stau­rant am Hafen von Moeraki
Ein altes Fischer­haus am Hafen von Moeraki beherbergt eines der ungewöhn­lichsten Restau­rants der Südinsel. Von Fleurs Place hat man einen weiten Blick über die Bucht. In uriger Atmo­sphäre werden frischer Fisch und Sea Food vom Feinsten serviert – ergänzt von Gemüse aus eigenem Anbau. Der Service ist aufmerksam und freund­lich. Ein Besuch lohnt sich.

Moeraki Boulders

Sagen­umwobene Kugel­steine am Koekohe Strand
Die kugelför­migen Steine am Koekohe-Strand sind bis zu zwei Metern groß und so ungewöhn­lich, dass sie Erklär­ungen verlangen. Einer Maori-Legende zufolge sind sie versteinerte Flaschen­kür­bisse, die von dem großen Reise­kanu Araiteuru herun­ter­ge­spült wurden, als es beim Sichten von Land in Neusee­land vor tausend Jahren Schiffbruch erlitt. Wissenschaftler erklären die Felsblöcke als Septa­rien, die sich vor ungefähr 65 Millionen Jahren gebildet haben. In der Nähe von Moeraki Village, am Leuchturm von Katiki Point gibt es auch eine Pinguin-Kolonie. Hier kann man jeden Abend, zwei Stunden vor Sonnen­un­ter­gang von einer Schutzhütte aus, die Gelbaugen-Pinguine dabei beob­achten wie sie nach einem langen Tag im Meer zu ihren Nestern an Land kommen.

Oamaru

Zwergpinguine und vikto­ria­ni­sche Straßenzüge
Das Zentrum des nörd­li­chen Otago ist eine histo­ri­sche Klein­stadt, deren Sehens­wür­digkeiten man zu Fuß auf dem „Oamuru Historic Walk“ kennenlernen kann. Die vikto­ria­ni­schen Häuser sind aus weißem Kalk­stein gebaut, der in den Steinbrüchen der Umge­bung abge­baut wur­de. Dieser Stadt­teil und das Hafen­viertel stehen unter Denkmal­schutz. Im Hafen lebt die Oamaru Blue Penguin Colony, eine Kolonie von Zwergpinguinen. Direkt südlich der Stadt befindet sich eine Kolonie Gelbau­genpinguine. Bis heute leben Pinguine verein­zelt auch unter einigen strand­nahen Gebäude, z.B. unter dem Musikclub namens Penguin Club. Vor allem bei Einbruch der Dunkelheit können sie auf dem Weg zu ihren Nestern beob­achtet werden.
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Christchurch

Weltoffene Stadt mit anglikanischen Wurzeln

Die drittgrößte Stadt Neusee­lands ist bis heute stark von der Vision seiner Gründer geprägt, eine anglika­nisch kirch­liche Sied­lung für gläubige Emigranten zu erbauen.

So wur­de Christchurch auch nach der Kirche des alten Oxford Colleges in England benannt. Sehens­wert sind die neue Art Gallery, das Arts Centre, das Canter­bury Museum und der bota­ni­sche Garten. Lohnens­wert ist auch ein Ausflug zum Hafen von Lyttelton und nach Akaroa, einer franzö­sisch geprägten Ortschaft auf der benach­barten Banks Peninsula liegt.
Ein Einschnitt in die Stadt­ge­schichte war das Erdbeben vom 22. Februar 2011, das sich in der geschäf­tigen Mittags­zeit völlig über­ra­schend ereig­nete. Neben 185 Toten gab es verhee­rende Schäden an vielen Gebäuden. So stürzte das Wahrzei­chen der Stadt, der Kirchturm von Christ Church Cathedral, ein. Über 10.000 Häuser mussten abge­rissen und mehr als 100.000 Wohnungen repa­riert werden. Auch wenn bereits viel geschehen ist, konnte sich Christchurch von diesem Schock noch nicht voll­ständig erholen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Christchurch

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das char­mante Boutique-Hotel liegt südlich des Zentrums von Christchurch und bietet einen Pa­no­ra­ma­blick auf die Stadt, die Southern Alps und den Ozean.

Barry und Angela haben bei der Moder­ni­sie­rung des Hauses im edwardia­ni­schen Stil sorgsam darauf geachtet, den Charme und Stil der vergan­genen Epoche zu bewahren. Jedes der drei Gäste­zimmer ist individuell und in harmo­ni­schen Farben geschmackvoll einge­richtet und auch die rest­li­chen Räume des Hauses vermit­teln stil­volle wohn­liche Eleganz. In der Bibliothek und im Salon kann man sich in tiefe Sofamöbel fallen lassen und relaxen, bei schönem Wetter im Garten den Duft der Rosen genießen. Morgens bereitet Angela ein reichhal­tiges Früh­stück aus vorwiegend lokalen Biopro­dukten zu. Die Innen­stadt erreicht man in ca. zehn Minuten.

North Canter­bury

Weinbau im Regenschatten der Western Alps
Canter­bury liegt zwischen den Southern Alps und dem Pazifik und fällt von West nach Ost stark ab. Da vor allem die Westwinde Regen in Neusee­land bringen und die Alpen­kette den meisten Nieder­schlag abfangen, ist die Region recht trocken. Wein und Obst gedeihen hier prächtig. Char­donnay und Pinot Noir, aber auch Ries­ling und Sauvi­gnon Blanc werden ange­baut und bekommen regelmäßig inter­na­tio­nale Auszeich­nungen. Obwohl das Land fruchtbar ist, ist es dünn besiedelt. Von den 600.000 Einwoh­nern leben mehr als die Hälfte in Christchurch.

Banks Peninsula

Vulk­an­halb­insel mit spekta­kulärer Küste
Die vulka­ni­sche Halb­insel vor Christchurch hat eine wild zerklüf­tete Küste mit tief einge­schnit­tenen Buchen und wild überwach­senen Felsen. Der Maori-Stamm Ngai Tahu kannte die Halb­insel schon lange, als Kapitän Cook den Akaroa Harbour um 1770 herum entdeckte. Akaroa ist auch Stätte des einzigen Sied­lungs­ver­suchs der Franzosen in Neusee­land. Ihr Einfluss in dem bei Einheimi­schen beliebten Feri­enort zeigt sich in franzö­si­schen Straßen­namen, Kolo­ni­algebäuden und einer inspi­rierten Küche. Lyttelton hingegen war der Eingangshafen für die engli­schen Kolo­nisten auf ihrem Weg zur Besied­lung von Christchurch. Heute legen hier vor allem Container- und Kreuzfahrt­schiffe an. Wer den neusee­ländi­schen Hector Delphin – eine recht seltene und kleine Delphinart – sehen möchte, sollte an einer Wildlife Cruise im Akaroa oder Lyttelton Harbour teil­nehmen. Die Buchten, Krater­ränder und char­manten Sied­lungen der Halb­insel erkundet man am besten in einem Tages­ausflug mit dem Auto.

Mit dem TranzAlpine zum Arthurs Pass

über die Süda­lpen auf einer der schönsten Bahn­stre­cken der Welt
Die Fahrt über die Süda­lpen zählt zu einer der schönsten Bahn­stre­cken der Welt. Sie beginnt morgens in Christchurch und führt erst durch das weite Farm­land der Canter­bury Plains. Dann windet sich der Zug hinauf zum Arthurs Pass, der gegen 11 Uhr morgens erreicht wird. Von dort geht es über abenteuer­liche Brücken und durch Tunnels hinab nach Greymouth an der Westküste. Nach einstün­digem Aufent­halt dort beginnt die Rückfahrt nach Christchurch, wo man gegen Abend ankommt. Der Zug hat einen offenen Aussichts-Wagon, von dem man die vorbei­zie­hende Land­schaft gut fotogra­fieren kann.


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Mount Herbert

Wandern zum höchsten Gipfel der Banks Peninsula
Der höchste Punkt der Banks-Halb­insel ist Mount Herbert mit 919 Metern. Es gibt verschiedene Wander­wege zum Gipfel. Der schnellste ist der Mount Herbert Walkway, der in Diamond Harbour beginnt. Wer oben steht, kann nicht nur die vulka­ni­sche Struktur der Insel erkennen. Er hat auch noch einen tollen Blick auf Christchurch. (HIn und zurück: 16 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Christchurch

Mietwagenabgabe

Christchurch

17 km | 24 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Christchurch Airport

29 Tage
ab 4.259,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • AVIS Navigationssystem (GPS) (zahlbar vor Ort)

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: September–Mai

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Brinka Hellack

Tel.: +49 (0)2268 92298-13

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