Neuseeland intensiv
Neuseeland intensiv

Neuseeland intensiv

Kein anderes Land der Erde ist so weit von Mitteleuropa entfernt wie Neuseeland. Wer die Reise auf die andere Seite des Globus wagt, sollte sich daher viel Zeit nehmen.

Wir haben eine sehr lange Reise durch Neuseeland entworfen. Sie führt auch in die entlegensten Ecken, etwa das East Cape auf der Nordinsel. Außerdem gibt es viel Zeit für Aktivitäten. Eine davon ist eine mehrtägige Radtour durch Otago.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Auck­land

Auck­land

20 km | 28 Minuten
A

Auckland

Weltstädtisches Flair in der City of Sails

Rund ein Drittel der gesamten Bevöl­ke­rung Neusee­lands lebt in der Haupt­stadt auf einer schmalen Landbrücke zwischen Zentrum der Nord­insel und dem North­land.

Die Metro­pole wird von zwei Seiten von Meer umgeben: Im Westen mündet der Manukau Harbour in die Tasma­ni­sche See, im Osten liegt der Hauraki Golf mit zahl­losen Inseln und Halb­in­seln, die in den Pazi­fi­schen Ozean übergehen. Die Meer­nähe löst eine Begeiste­rung zum Segeln bei den Stadt­be­woh­nern aus, was ihr den Namen „City of Sails“ einge­tragen hat. Vor allem an Woche­n­enden schmü­cken zahl­lose Segel den Hauraki Golf. Das Zentrum, das erst 1840 gegründet wur­de, beein­druckt durch den welt­städ­ti­schen Kern um den Natur­hafen. Ansonsten domi­niert die in ganz Neusee­land vorherr­schende einstö­ckige Holzbauweise.

Zu Gast in einem B&B in Auckland

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast | 1x Meet & Greet by Bart at the Airport

Das kleine B&B liegt zentral im histo­ri­schen Stadt­teil Parnell. Umgeben von einem subtro­pi­schen Garten und in einer von Bäumen gesäumten Straße, könnte man schnell vergessen, dass es nur wenige Fußmi­nuten zu vielen Restau­rants und den meist­be­suchten Sehens­wür­digkeiten der Stadt sind – wäre da nicht der Blick auf Auck­lands Sky Tower.

Die Zimmer sind geräumig und mit lebhaften Farb­akzenten wohn­lich einge­richtet. Außerdem können Gäste den Pool, eine Lounge und einen Balkon nutzen. Im angrenzenden Esszimmer servieren die Gastgeber Bart und Therese ein herzhaftes Früh­stück.

Auck­land Art Gallery

Größte Kunst­galerie Neusee­lands
Die  Galerie beherbergt eine Samm­lung von über 15.000 Werken aus unter­schied­li­chen Epochen. Neusee­ländi­sche und euro­päi­sche Künstler werden ausge­stellt; viele Kunst­werke der breiteren Pazi­fik­region sind eben­falls zu sehen. Darunter befinden sich Kunst­werke, die von neusee­ländi­schen und briti­schen Künst­lern wie Colin McCahon, Marti Fried­lander und Frances Hodgkins stammen und in einigen Fällen der Galerie von den Künst­lern selbst gespendet worden sind.

Queen Street

Auck­lands ange­sagte Shoppingmeile
Die Hauptschlag­ader von Auck­land führt von Queens Wharf an der Waterfront drei Kilometer nach Süden. Sie wird von Bürotürmen, Banken und Versi­che­rungen gesäumt, aber auch von Repräsentativ-Bauten aus der Kolo­ni­alzeit und vielen Jugend­stilhäusern, in denen es gute Geschäfte, Restau­rants und Boutiquen gibt. Die Straße mit den meisten Restau­rants ist die Vulcan Lane, eine Quer­straße der Queen Street. Mittags und abends herrscht Hoch­be­trieb.

Sky Tower

Sky Jumps vom höchsten Fern­sehturm der südli­chen Hemi­sphäre
Mit 328 Metern ist der Sky Tower von Auck­land der höchste Fern­sehturm der südli­chen Hemi­sphäre. Der 1997 fertig­ge­stellte Tower besitzt drei Aussichts­platt­formen: auf 182 Meter Höhe, auf 191 Meter und eine weitere unter freiem Himmel auf 220 Meter Höhe. Die unterste Aussichts­platt­form hat einen Glasboden. Ein Dreh­re­stau­rant und eine Bar drehen sich in 60 Minuten um die eigene Achse. Von der obersten Platt­form aus werden Sky Jumps gemacht. Dabei werden die Springer durch ein elek­tro­nisch gesteuertes Seil abge­bremst, sodass sie nie die freie Fallge­schwin­digkeit errei­chen.

Von Auckland nach Hahei

Mietwagenannahme

Auck­land

4 km | 12 Minuten

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS New Zealand
Fahrzeug: Intermediate Sedan (IDAR)
Tarif: Max Cover
Station: Auck­land, City/Down­town

Von Auck­land nach Hahei

191 km | 3:30 h

Man verlässt die Millio­nen­stadt über Neusee­lands größte (und mehr oder weniger einzige) Auto­bahn nach Süden, die einen südlich der sogannten Bombay Hills bringt.

Parallel zum Ufer des Firth of Thames fährt man dann in östliche Rich­tung bis zur gleich­na­migen Stadt am Fuße der Coromandel Halb­insel.

Wainora

Urwaldwande­rung zwischen Riesen­farnen und Kauri-Bäumen
Die Wande­rung führt durch einen immer­grünen Regen­wald – vorbei an Riesen­farnen und Kauri-Bäumen. Am Schluss des Weges, der mit Treppen Stegen und Bohlen­wegen gut ausge­baut ist, warten zwei beein­dru­ckende Urwaldgiganten, die die Holzfäller im 19. Jahr­hun­dert – aus Respekt? – stehen gelassen haben.
B

Coromandel Halbinsel

Mit dem Boot um die Halbinsel der Kontraste

Die kontra­st­reiche Halb­insel südöst­lich von Auck­land ist geprägt von wild zerklüf­teten meist bewal­deten Bergen, steilen Felsklippen und weißen Sand­stränden.

Sie wird durch den Highway 25 erschlossen, auf dem man eine Rundfahrt um die Halb­insel machen kann. Trotz Gold­su­chern und Holzfällern, die im 19. Jahr­hun­dert große Verwüs­tungen ange­richtet haben, ist die Natur heute wieder weitge­hend intakt. Die Schön­heit von Coromandel erschließt sich besonders auf Bootsfahrten von Whiti­anga oder Thames aus sowie auf Wander­wegen über den Höhenrü­cken oder an Stränden. Über 30 Wander­wege sind auf der Karte des Coromandel Forest Parks eingezeichnet. Nur wenige wissen, dass auch hier mäch­tige alte Kauri-Bäume zu bestaunen sind. Ebenso reizvoll wie die Natur selbst ist das ausgezeichnete und breitgefäc­herte Angebot an Kunst, Hand­werk und Kulturge­schichte. Touris­ti­sche Höhe­punkte der Halb­insel sind „Hot Water Beach“, einem Strand mit heißen, geothermi­schen Quellen und „Cathedral Cove“, einer Höhle direkt am Meer.

Zu Gast in einem B&B in Hahei

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ein atembe­rau­bender Blick auf die üppige grüne Umge­bung und das Meer, die expo­nierte Lage und vor allem die warmherzige Gastfreundschaft, mit der Mary und Kevin ihre Gäste empfangen und umsorgen, machen diese Unter­kunft zu einem Juwel, in der man sich schnell zuhause fühlt.

Nachdem man sich beim reichhal­tigen Früh­stück gestärkt hat und sich mit Tipps von den Gastgebern versorgt hat, kann man von hier aus die Co­romandel Halb­insel mit der bekannten Cathedral Cove und dem Hot Water Beach erkunden. Im Ort selbst gibt es kleinere Geschäfte und Restau­rants; Whiti­anga, die nächste größere Stadt, ist in einer halben Stunde mit dem Auto zu errei­chen.

Bay of Plenty

Sonniges Klima in der „Bucht der Fülle“
Die „Bucht der Fülle“ scheint wirk­lich alles zu haben: mildes, sonniges Klima und einige der schönsten Strände des Landes. In dieser Region hat der Kiwianbau seinen Anfang genommen. Die welt­weit ersten Anpfl­anzungen über­haupt entstanden in Te Puke, dem Zentrum dieses bedeu­tenden Wirt­schafts­zweiges. Von hier werden heute Früchte rund um die Erde expor­tiert. Überwäl­tigend schöne Strände finden sich im Osten der Bucht, in der Nähe von Whaka­tane. Von hier aus ist am Horizont White Island sichtbar – eine aktive Vulkan­insel. Wer an Vulka­nismus und ähnli­chen Naturphäno­menen inter­es­siert ist, kann sich mit einem Hubschrauber dorthin fliegen lassen oder mit dem Kata­maran hinüberfahren.

Whiti­anga

Feri­enort in der Mercury Bay
Der Ort im Herzen der Mercury Bay ist ein beliebtes Urlaubs­ziel. Das Gebiet um Whiti­anga ist schon vor über 1000 Jahren von den Māori besucht worden. Als James Cook im Jahr 1769 die Bucht erreichte, wur­de sie in ihren heutigen Namen, „Mercury Bay“ umbe­nannt. Ab 1836 begannen sich die ersten Euro­päer hier niederzulassen. Jahrzehn­te­lang wur­de vom Hafen in Whiti­anga Holz nach Übersee verschifft. Heute ist Whiti­anga eine blüh­ende Klein­stadt mit vielen Ange­boten für Wassersport- und Angelfreunde. Auf einer Wande­rung um Whiti­anga herum kann man im Shakespeare Cliff Scenic and Historic Reserve ein paar schöne Ausblicke genießen.

Billy Goat Track

Wasser­fälle, Aussichts­punkte und Spuren der Holzfäller
Der Rundweg durch den Busch führt zu Aussichts­punkten, Wasser­fällen und Spuren der Vergan­gen­heit, als Holzfäller im 19. Jahrhunderte den Kauri-Wald rodeten. Teilweise verläuft er auf alten Eisen­bahn­schienen. (4 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab 510 Meter)

Von Hahei nach Rotorua

207 km | 3:30 h

Die Strecke führt über den ‚Pacific Coast Highway‘ nach Taur­anga in die Bay of Plenty. Von dort führt die Etappe ins vulka­ni­sche Innere der Nord­insel.

Auf dem Weg lohnt sich ein Abste­cher in die Schlucht von Karanga­hake, in der es eine Auswahl an Wander­wegen gibt. Alter­nativ kann man auch im Landes­in­neren über Mata­mata im Waikato Rich­tung Rotorua fahren. Hier gibt es umgeben von Kuhweiden die Reste der ‚Hob­biton‘ Kulisse aus der „Herr der Ringe“ Verfil­mung zu besich­tigen.

Karanga­hake Gorge

Wandern auf einer ehema­ligen Eisen­bahntrasse
Die Schlucht trennt die Gebirgs­züge Coromandel Range und Kaimai Range. Mit ihren vielen Windungen wur­de vom Ohinemuri River geformt, der durch Zuflüsse aus den beiden Gebirgs­zügen gespeist wird. Durch die enge Schlucht führte eine Eisen­bahnlinie. Nach ihrer Einstel­lung wur­de das Gleis demon­tiert und der Bahn­damm als Wanderweg genutzt. Der rund 1100 Meter lange frühere Eisen­bahn­tunnel ist jetzt beleuchtet und für Fußgänger als Bestand­teil des Walkway begehbar. Der Wanderweg führt an zahlrei­chen inter­essanten histo­ri­schen Stätten vorbei, die besonders an die Zeit des Gold­rausch im Zeit­raum zwischen 1870 und 1950 in Neusee­land erin­nern.

Mata­mata – Weide­land von Hinuera

Frodos Heimat in ‚Herr der Ringe‘
Das hüge­lige Weide­land von Hinuera wur­de für den Film, Herr der Ringe, zu Frodos Heimat, dem Auen­land. Auf abwechs­lungs­rei­chen Streifzügen kann man die drohenden Gefahren des Kino­st­rei­fens nach­empfinden. Nahe der Klein­stadt Mata­mata (12.000 Einwohner) und Kara­piro diente ein Stück Weide­land des Bauern Ian Alexander als Hobbingen. Dort exis­tieren noch etwa ein Dutzend Hobbit­höhlen-Eingänge, die besich­tigt werden können. Die Film­stätte kann auf einer zwei stün­digen geführten Tour besich­tigt werden.
C

Rotorua

Brodelnde Schlammlöcher, dampfende Erdspalten, Geysire

Das Gebiet rund um Rotorua ist von mannigfal­tigen vulka­ni­schen Erscheinungen geprägt. An vielen Stellen steigt heißer Dampf aus Erdspalten, schießen Geysire ihre Fontänen hoch in die Luft, brodeln Schlammlöcher und schil­lern diverse Abla­ge­rungen in allen Farben auf dem heißen Unter­grund.

Und über Allem schwebt ein mehr oder weniger starker Geruch nach Schwefel. Ein weiterer Höhe­punkt sind die zahlrei­chen nach­ge­bauten Maori-Dörfer mit Versamm­lungs­häusern, diverse Folk­lorever­an­stal­tungen bei denen Tänze und Gesänge vorgeführt werden. Dabei wird auch ein tradi­tionelles Maori-Essen aus dem Erdofen ange­boten.

Zu Gast in einem B&B in Rotorua

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Ein wenig abseits des touris­ti­schen Treibens liegt das kleine B&B auf einem Hügel, west­lich des Lake Rotorua und mit Blick auf die angrenzenden Weiden, den See und den Mount Tarawera.

Die Zimmer sind nach neusee­ländi­schen Vögeln wie dem Kiwi oder Tui benannt. Antike Möbel, frische Blumen und ein kusche­liger Bademantel wirken wohltuend nach einem langen Tag auf den Beinen. Gastgeber Louise und Mark kennen sich in der Region hervor­ra­gend aus und sind mit ihrem umfang­rei­chen Wissen gerne bei der Tages­pla­nung behilf­lich. Ins Zentrum von Rotorua fährt man ca. zehn Minuten.

Waikato

Mittelgebirge und Sümpfe am Waikato River
Die Region südlich von Auck­land ist nach dem Waikato River benannt. Der längste Fluss Neusee­lands entspringt an den Hängen des Mount Ruapehu im Zentrum der Nord­insel und fließt 425 Kilometer weiter nord­öst­lich in die Tasmansee. Rings um den Fluss dehnt sich eine fruchtbare Tief­ebene aus, wo es neben inten­siver Land­wirt­schaft auch noch die ursprüng­l­i­chen Torfsümpfe gibt. Östlich und west­lich schließen sich Mittelgebirge an, deren sanfte Hügel meist bewaldet sind. Waikato war eines der wich­tigsten Sied­lungs­gebiete der Maori und in den Neusee­landkriegen um 1860 hart umkämpft. Noch heute lebt der König der Māori, Tuhe­itia Paki, in Waikato.

National Kiwi Hatchery

Rettungs­sta­tion für den Natio­nal­vogel
In der National Kiwi-Hatchery Aotearoa werden Kiwi-Eier ausgebrütet, um das Über­leben des Natio­nal­vogels zu sichern. In freier Natur würden die selten gewor­denen Vögel von Katzen, Hermelinen und Ratten gefressen. Von 100 Kiwi-Eiern schaffen nur fünf Kiwi-Küken den Sprung ins Erwach­se­ne­n­alter, während die Über­lebens­rate in der Brut­sta­tion 98% beträgt . 

Dazu müssen die Kiwi-Eier im Wald gesucht und gefunden werden, transpor­tiert und gewärmt werden – ein extrem aufwän­diger und kompli­zierter Prozess, der alles in allem acht Monate dauert. Wenn die Kiwis ausge­wachsen sind und sich gegen die Raubtiere wehren können, werden sie in den Wald zurückge­bracht. Das Kiwi Zentrum steht Besu­chern offen. Führungen werden ange­boten, Spenden werden gerne angenommen.

Māori Arts and Crafts Insti­tute

Tradi­tionelle Schnitze­reien, Webe­reien und Schmuck
Neusee­land ist bekannt für das Kunst­hand­werk der Maori. In vielen Läden, Gale­rien und Muse­ums­shops findet man die tradi­tionellen Schnitze­reien, Webe­reien und Schmuck. Die tradi­tionelle Handwerkskünste werden „Taonga“ genannt, was soviel wie „wertvolle Schätze“ bedeutet. Erbstü­cken wie den Carved Rakau (geschnitzte Gehstöcke), Hei Taonga Pounamu (Jade­an­hänger) und Schnitze­reien aus Knochen wird Respekt entgegen­ge­bracht, da die Maori glauben, dass sie den Geist des ursprüng­l­i­chen Besitzers in sich tragen. In verschiedenen Werk­stätten, wie z.B. dem Maori Arts and Crafts Insti­tute in Rotorua oder den Jade-Galle­rien von Hoki­tika und Greymouth, haben Besu­cher die Gelegen­heit, erfah­renen Maori-Schnitzern bei der Arbeit zuzu­sehen.

Blue Lake Loop

Türkisfarbener Kratersee
Südlich von Rotorua gibt es zwei voll­kommen gegen­sätz­liche Seen unmit­telbar neben­ein­ander: Der sandige, seichte Green Lake schimmert smaragdfarben, während der türkise Blue Lake ein tiefer, mit Wasser gefüllter Krater ist. Der Rundweg um den Blue Lake führt zu einer Aussichts­stelle, von der man beide Seen bewundern kann. (1:30 Stunden, 5,8 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Ausflug

Maori Cultural Tour (halbtägig, englisch, Kleingruppe)
Diese Tour gibt Einblicke in die tradi­tionelle und moderne Kultur der Maori, umfasst aber auch eine Wande­rung durch die idylli­sche Umge­bung. 
Bis zu sechs Personen finden in dem Gelände­wagen Platz, der die Klein­gruppe zu insge­samt vier Stationen bringt.



Von Rotorua nach Hicks Bay

290 km | 4:30 h

Der „Pacific Coast Highway“ schlängelt sich von Whaka­tane an Felsküsten und einigen schönen Bade­buchten vorbei zum East Cape.

Auf dem Weg liegt Opotiki, an deren Ausfall­strasse zwei geschnitzte Maori-Pfähle darauf hinweisen, dass sich die Stadt als das west­liche Tor zum East Cape sieht.

D

East Cape

Sandstrände, Felsküsten und verträumte Maori-Dörfer

Das östlichste Kap Neusee­lands ist jeden Morgen welt­weit die erste Fest­lands­region, die die Sonne erblickt.

Auf dem Pacific Coast Highway kann man von Opotiki nach Gisborne fahren und dabei die Halb­insel umrunden. Die Straße windet sich zwischen bewach­senen Felsküsten, Sand­stränden, Wäldern und Farm­land und gelangt schließ­lich zu einem Leucht­turm. Entlang der Küste gibt es abge­legene Maori-Dörfer mit reich­lich verzierten Versamm­lungs­häusern (Marae), wo Frauen noch das tradi­tionelle Hangi-Essen vorbe­reiten, Kinder auf Pferden galop­pieren und die Männer nach Muscheln und Langusten tauchen. Durch den Maori-Film „Whale Rider“ hat die bisher unbe­ach­tete Region national und inter­na­tional etwas mehr Aufmerk­samkeit bekommen.

Zu Gast in einem Chalet in der Hicks Bay

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhaus in der länd­li­chen Küsten­region hat einen weiten Blick auf die Hicks Bay. Eine stim­mungs­volle Kulisse schaffen die einheimi­schen Puriri-Bäume auf dem Grund­stück, besonders zu Sonnen­aufgang.

Wenn sich die Mühe macht früh aufzu­stehen, kann man als einer der ersten auf der Welt die Sonne des neuen Tags begrüßen. Sogar vom Schlafzimmer aus sieht man, wie die Sonne prachtvoll über dem Ostkap aufsteigt. Gäste haben eine eigenes Blockhaus mit Zugang zum Garten. Zum Strand sind es wenige Minuten mit dem Auto. Wer lieber zu Fuß geht, braucht auf dem Buschwanderweg eine halbe Stunde.

Von Hicks Bay nach Arero

119 km | 2:30 h

Der „Pacific Coast Highway“ führt einen nach Te Araroa, einer kleinen Ortschaft am East Cape, in der der größte Pohutukawa-Baum Neusee­lands steht.

Von hier geht eine ca. 20km lange Schot­ter­straße zum Leucht­turm von East Cape, dem östlichsten Punkt des neuseeländischen Fest­landes. Auf dem Weg vom East Cape nach Gisborne gibt es viele Gründe für einen Zwischen­stopp: so kann man in Tiki­tiki eine der orna­mentreichsten Maori-Kirchen Neusee­lands bewundern, in Te Puia Springs ein heisses Bad in den Thermal-Quellen nehmen und in Tolaga Bay den längsten Pier Neusee­lands erlaufen.

Mount Hiku­r­angi

Höchster nichtvul­ka­ni­scher Berg der Nord­insel
Der 1754 Meter hohe Berg im Distrikt Gisborne ist der höchste nichtvul­ka­ni­sche Gipfel der Nord­insel. Er gite den in der Region lebenden Māori als Heiligtum und wird als Ruhe­platz von Nuku­taime­meha, eines mythi­schen­Helden ange­sehen. Der Gipfel ist das erste Stück Land, auf das das Licht des neuen Tages fällt. Dies ist jedoch nur während des Sommers der Fall, da Fidschi und Tonga, die noch näher an der Datumsgrenze liegen, weiter nörd­lich sind. Vom Park­platz führt ein Pfad zum Gipfel. Allerdings benö­tigt man für eine Rich­tung 7 Stunden.
E

Poverty Bay

Obst, Wein und eine folgenreiche Begegnung

Als Kapitän Cook am 8. Oktober 1769 auf seiner ersten Expedi­tion östlich des Turanganui River an Land ging, kam es zu einer folgenrei­chen Begeg­nung mit den Maori.

Die Crew der Endeavour wur­de im Dorf feier­lich mit einem Haka empfangen. Doch Schiffs­be­satzung inter­pre­tierte die Maori-Begrüßungs­ze­re­monie als Angriff und eröffnete das Feuer. Am Ende gab es sechs Tote und der Proviant für die Weiter­reise wur­de verwei­gert. Cook war über dieses furch­tbare Missver­ständnis so entsetzt, dass er den Ort Bay of Poverty nannte. Heute ist die Region allerdings alles andere als arm. Bedingt durch mildes Klima und fruchtbare Böden werden Obst und Gemüse ange­baut. Der reich­liche Sonnen­schein lässt zudem einen hervor­ra­genden Wein wachsen.

Zu Gast in einem Beachstay in der Anaura Bucht

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Unter­kunft liegt völlig allein in der Anaura Bucht, die zu den schönsten Küsten­ab­schnitten im Nord­osten der Südinsel gehört.

Die nächstgrößere Stadt ist das etwa eine Stunde entfernte Gisborne. Auf zwei Hektar Land, das sich bis zum sandigen Bade­strand hinab­zieht, stehen zwei Gäst­e­häuser mit insge­samt drei Apart­ments. Alle sind zur Selbst­ver­pfle­gung ausge­stattet und haben eine eigene Veranda oder einen Balkon mit weitem Blick über die unbe­rührte Küste. Wander­wege führen an der Küste entlang oder durch den Busch im Hinter­land. Da es keine Restau­rants in der Gegend gibt, kann man Dinner in der Unter­kunft vorbe­stellen. An Sams­tag­a­benden wird ein typi­sches Kiwi Barbecue ange­boten.
Die Gastgeberin stellt alle Zutaten bereit welche die Gäste gemeinsam zubereiten.

Tolaga Bay

Bade­strände am längsten Pier der Südhalbkugel
Die Bucht in der Region Gisborne hat einen besonders schönen Bade­strand. Sie wur­de durch James Cook 1769 entdeckt, der am südli­chen Ende der Bucht landete. In die Bucht mündet der Uawa River, in den kurz zuvor der Manga­heia River einmündet. Die Bucht entstand aus dem Schwemm­land der beiden Flüsse. Beid­seitig ragen die felsigen Ausläufer der 300 bis 400 Meter hohen Berge des Hinter­landes mit ihren Abbrüchen direkt in den Pazi­fi­schen Ozean. Die in den 1920er Jahren in der Bucht errich­tete Tolaga Bay Wharf ist mit 660 Metern Länge die längste Stahl­beton-Pier der Südhalbkugel.

Von Arero nach Bluff Hill

293 km | 4:30 h

Die Route verläuft größtenteils parallel zur Küstenlinie und durch das hügelige Farm­land der Hawkes Bay.

Auf halber Strecke liegt Wairoa, eine alter Maori-Ort und Anfang des 19. Jahrhunderts Walfänger- und Missionars­sied­lung. Ein Museum erin­nert an die bewegte Vergan­gen­heit. Weiter nordöstlich, in Motere, lohnt sich auch ein Besuch der heissen Thermalquellen.

Gisborne

Weit­blicke, Weinbau und Führungen ins Maori-Umland
Die Stadt mit 30.000 Einwoh­nern liegt am Nord­ufer der Poverty Bay, ungefähr da, wo James Cook das erste Mal Neusee­land betrat. Im Südwesten sieht man den Young Nick’s Head, eine Steilklippe, aus dem Meer ragen. Drei vonein­ander unabhängige Flüsse durch­ziehen die „City of Rivers“. Östlich des Stadt­gebiets befindet sich der Kaiti Hill (auf Maori: Titi­rangi), ein Aussichtshügel mit Blick auf das gesamte Umland. Eine wich­tige Säule ist der Wein­anbau entlang der Küste, weshalb Gisborne auch als Char­donnay Capital of New Zealand bezeichnet wird. Von Gisborne aus werden Führungen in das von der Maori-Kultur geprägte Umland führen. Eine davon führt zu dem Dorf, in dem der inter­na­tional erfolg­reiche Film „Whale Rider“ gedreht wur­de.

Mahia-Halb­insel

Seichtes Wasser, stran­dende Wale
Die Halb­insel ist 22 Kilometer lang und 11 Kilometer breit. Der höchste Punkt liegt bei Rahuimoka­iroa mit über 400 Metern über dem Meer­es­spiegel. Mahia war ursprüng­lich eine Insel, die nach und nach durch eine Sandbank mit der Haupt­insel verbunden wur­de. In den seichten Gewäs­sern stranden oft Wale. Früher bestand im Schutz von Long Point bei der Farm Kini Kini an der Westküste der Halb­insel eine Walfang­sta­tion. Vor der Südspitze der Halb­insel liegt die kleine Insel Port­land Island. Die Insel wur­de von einem Māori-Kanuten so benannt, als er hier Trink­wasser suchte und nur Salz­wasser fand. Waikawa bedeutet „saures Wasser“. Auf der Insel gibt es einen automa­ti­schen Leucht­turm.
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Hawkes Bay

Sonne, Strände, Weinberge

Die Bucht im Osten den Nord­insel wird für ihr sonniges Klima, die hervor­ra­genden Strände und die alten Weinberge geschätzt.

Es ist außerdem eines der größten Obstgebiete des Landes. In Napier, der größten Stadt der Region, findet man eine der dich­testen Konzent­ra­tionen von Art-Deco-Gebäuden auf der Welt. Die Weinberge, auf denen meist Char­donnay und Sauvi­gnon Blanc ange­baut wird, befinden sich alle rund um Napier und Hastings. Über 30 von ihnen sind für Wein­proben zugäng­lich, einige mit eigenem Café oder Garten­re­stau­rant.  Der Golf­platz am Cape Kidnap­pers zählt zu einem der besten in Neusee­land.

Zu Gast in einer Villa in Napier

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die kolo­niale Villa liegt auf dem Bluff Hill, drei Auto- bzw. 15 Gehmi­nuten von Napiers Innen­stadt entfernt.

Die individuell einge­rich­teten Zimmer, die schat­tige Terrasse, ein sonniger Winter­garten und ein gemüt­li­ches Wohnzimmer tragen zum Wohlbe­finden der Gäste bei. Ein kleiner gepflegter Garten lädt ein, die üppige neusee­ländi­sche Flora zu bewundern. Das Früh­stück ist reichhaltig, und die freund­li­chen, neusee­ländi­schen Gastgeber geben gerne Tipps zur Erkundung von Napier und der Hawkes Bay Region.

Napier

Welt­haup­stadt des Art Deco
Die wich­tigste Hafen­stadt an der Hawkes Bay wur­de 1931 durch Erdbeben und Feuer weitge­hend zerstört. Trotz wirt­schaft­li­cher Depres­sion wur­de sie schnell wieder aufge­baut. Statt des bislang gebräuc­h­li­chen neoklas­si­schen Baustils kamen einfa­chere und geome­tri­sche Formen zum Tragen, die vom „Art Deco“ und vom amerika­ni­schen „Spanish Mission Style“ ange­regt waren. Der neuen Architektur eilte der Ruf voraus, erdbeben­si­cher zu sein. Von Architektur-Experten wird Napier heute als die am besten erhal­tene Art-Déco-Stadt welt­weit ange­sehen. Besonders sehens­wert sind das Masonic Hotel, das Crite­rion Hotel, die Country Wide Bank und das Theater mit seinen ägyp­tisch anmu­tenden Säulen und Bögen.

Cape Kidnap­pers

Größte Tölpelko­lonie der Welt
Das Kap erhielt 1769 seinen Namen von dem Seefahrer Kapitän James Cook. Maoris hatten versucht, einen tahi­ti­schen Matrosen der Endeavour zu entführen und wurden dafür mit dem Tod bestraft. Empfehlens­wert ist eine  geführte Exkur­sion mit dem Traktor zu den Feld­ter­rassen des wild­um­tosten Kaps wegen der Tölpelko­lonie, die als größte der Welt gilt. Insge­samt brüten dort über 8000 Paare dieser Seevögel, die zwar hervor­ra­gende Segler sind, sich aber an Land recht unbe­holfen fort­be­wegen.

Von Bluff Hill nach Ohakune

200 km | 3:30 h
G

Tongariro National Park

Schneebedeckte Gipfel und immergrüner Regenwald

Der Park im Zentrum der Nord­insel ist einer der wenigen welt­weit, die von der UNESCO zugleich zum Welt­natur- und -kultur­erbe erklärt wurden.

Die drei Vulkane sind immer noch aktiv und zählen zu den höchsten Bergen der Nord­insel. Die Land­schaft ist viel­seitig: sie reicht von den ganzjährig schnee­be­deckten Gipfeln über subalpinen Busch über bis zu den Regenwäl­dern. Die trockene Ostseite ist von Grassteppen geprägt. Die Sessellifte im Parks werden sowohl im Sommer und im Winter betrieben und erleich­tern den Weg in die großar­tige Gipfel­region. Um die Krater der Vulkane breiten sich bizarre Mond­landschaften mit smaragdfarbigen Krater­seen und damp­fenden Spalten aus. Die Häupt­linge und Priester der Maoris werden an den Berghängen der „heiligen“ Berge bestattet. Um dem unkontrollierten Vordringen von Sied­lern und Holzfällern zuvor­zu­kommen, übergab der Häupt­ling Te Heuheu Tukino das Gebiet 1887 an die briti­sche Krone mit der Auflage, es unter Schutz zu stellen. Der Tongariro Park ist damit der zweit­äl­teste Natio­nal­park der Erde.

Zu Gast in einer Lodge bei Ohakune

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben Peter und Heather das Groß­stadt­leben in Auck­land nach vielen Jahren hinter sich gelassen, um sich einen neuen Traum zu erfüllen: ein Leben auf dem Land.

Die kleine Lodge mit vier Gäste­suiten ist fünf Kilometer von Ohakune entfernt, und bis zum Tongariro National Park mit dem welt­be­kannten Tongariro Cros­sing sind es 15 Minuten. Wer auf der Suche nach Ruhe und Entspan­nung oder aber sport­li­cher Betä­tigung ist, wird hier fündig. Die eigene Terrasse, die zu jedem Zimmer gehört, und der weit­läufige Garten mit Pferden, Hühnern, Schafen und vielen gemüt­li­chen Sitzgelegen­heiten laden zum Verweilen ein. Zum Wandern und Radfahren stehen mehrere gekennzeichnete Wege zur Auswahl. Nach erhol­samen Stunden in der Natur kann man den Abend am offenen Kamin bei einem Glas Wein ausklingen lassen.

Whanganui National Park

Auf einem Wildfluss ins Landes­in­nere
Der Natio­nal­park schützt einen Berg­wald entlang des Whanganui Fluss, der aus dem nörd­li­chen Landes­in­neren kommend bei der Stadt Wanganui (ohne „h“) ins Meer mündet. Bei der Besied­lung der Nord­insel spielte er eine entschei­dende Rolle. Erst fuhren die Maoris auf ihm mit Kanus ins ansonsten undurch­dring­liche Hinter­land hinauf. Später folgten die Euro­päer mit Raddampfern. Heute ist der Fluss ein Eldo­rado für Kanuten – dank seiner 239 Stromschnellen. Eine schmale und zum Teil unge­teerte Ufer­straße führt von Pipi­riki nach Wanganui. Unter­wegs kommt man durch Jeru­salem, eine franzö­si­sche Missi­ons­sta­tion, in der der Dichter, James K. Baxter, aufge­wachsen ist. Einige besonders reizvolle Fluss­ab­schnitte sind jedoch nur zu Fuß über den Mata­ma­teaonga Track zu errei­chen.

Mount Ruapehu

Höchster Berg der Nord­insel
Der meist schnee­be­deckte, aktive Vulkan im Vulcanic Plateau ist mit 2797 Metern der höchste Berg der Nord­insel. An seinen Hängen gibt es mehrere Glet­scher. Im Krater selbst hat sich ein See gebildet. Von allen Vulkanen der Nach­bar­schaft ist der Ruha­pehu der aktivste. Die jüngste Erup­tion begann 2007 ohne jede Vorwar­nung und wur­de von einem siebenmi­nü­tigen Erdbeben begleitet. Die Erup­ti­ons­säule aus Gasen und Asche erreichte eine Höhe von 5.000 Metern. Ein Bergwanderer wur­de schwer verletzt, als ein Felsbro­cken durch das Dach einer Schutzhütte schlug. Vom Whaka­papa Village im Norden führt ein Wanderweg bis zum Kratersee.

Tongariro Cros­sing

Spekta­kulärste Wande­rung der Nord­insel
Die Überque­rung des Tongariro Massivs wird zu den spekta­kulärsten Tages­wande­rungen in ganz Neusee­land gezählt. Sie führt durch eine Vulk­anwelt, die noch in Bewe­gung ist. Smaragd­grüne Seen glitzern in erstarrter brauner Lava. Hinzu kommen aufregende Weit­blicke während der ganzen Tour, vor allem aber vom Red Crater, dem mit 1886 Meter höchsten Punkt der Wande­rung. Auf dem Hinweg gibt es über weite Teile einen eher leichten Anstieg, nur zum Schluss führt der Trek etwas steiler hoch. Auf dem Rückweg geht es für etwa einen halben Kilometer über relativ lockeres Gestein recht steil hinunter. (6 – 8 Stunden, 22 Kilometer, auf: 850 Meter, ab: 1210 Meter)

Mount Ngau­ruhoe

König­li­cher Vulkan im Tongariro Park
Der voll­endet geformte Vulkan thront maje­s­tä­tisch über der wilden Lava­landschaft des Tongariro National Parks. Wer den 2287 Meter hohen Berg erklimmen will, beginnt am besten im Nordwesten. Nach einem anstren­genden Aufstieg durch Lava­schutt wird man mit einem Blick sonders­glei­chen belohnt , der bis zum 130 Kilometer entfernten Mount Tara­naki an der Westküste reicht. (hin und zurück: 6 Stunden, 15,7 Kilometer, auf und ab: 1090 Meter)

Von Ohakune nach Seatoun

293 km | 4:30 h

Auf dem Weg nach Wellington gibt es zwischen Raetihi und Wanganui eine kurvige aber sehens­werte Neben­strecke, für die man mindes­tens zwei weitere Stunden Fahrzeit einplanen sollte.

Die teilweise enge und sehr kurvenreiche Straße windet sich durch das dicht bewal­dete, histo­risch inter­essante Whanganui-Tal. Danach folgt man der Westküste bis Wellington.

Whanganui River

Kajakfahrer und zwei Natio­nalparks
Der mit insge­samt 290 Kilometer drittlängste Fluss Neusee­lands fließt ausschließ­lich durch die Region Manawatu-Wanganui. Anders als sein nörd­li­cher Nachbar, der Waikato River, ist er wesent­lich natur­be­las­sener, da er durch keinen großen Ballungs­raum, dafür aber durch zwei Natio­nalparks fließt und Neusee­lands Zentrum für Flusskajakfahrer ist. Nach dem Ersten Welt­krieg wur­de vergeb­lich versucht, Kriegsheimkehrer in dem bisher undurch­dring­li­chen Urwald anzu­siedeln, die dort Farmen aufbauen sollten. Ein bekanntes Zeugnis für die fehlge­schla­genen „Kolo­ni­sie­rungs­ver­suche“ ist die Bridge to Nowhere, über die niemals ein Zug fuhr. Die 145 km lange Kajak-Tour Whanganui Journey zählt zu den neun Great Walks.

Wanganui

Vikto­ria­ni­scher Charme an der Mündung des Whanganui Rivers
Die Stadt mit knapp 40.000 Einwoh­nern liegt an der Mündung des Whanganui Rivers in die Tasmansee. Sie verdankt ihre frühe Entste­hung dem Hafen im Mündungs­be­reich des Flusses. Als der seine Bedeu­tung verlor, sank auch der Stern der Stadt. So sieht heute vieles noch so aus wie vor hundert Jahren: die vikto­ria­ni­schen Fassaden und die alten Laternen. Im Wanganui Museum kann man Maori Kunst bewundern.

Palmerston North

Bergwälder und klare Flüsse zwischen Vulkan­pla­teau und Ozean
Das Gebiet der Manawatu & Rangiteki Region erstreckt sich vom südli­chen Rand des Zentralen Vulkan­pla­teaus bis nach Wellington west­lich der Hauptgebirgskette. Der Rangi­tikei River ist ein ausgezeichnetes Gewässer zum Forel­len­fi­schen. Im Tal des Rangi­tikei River und dem Hügel­land in der Umge­bung sind gibt es viel Weide­land und viele Farmen, die präch­tige Gärten haben. Auch Golf­plätze gibt es überall in diesem Gebiet. Die zentrale und nörd­liche Ruahine Range ist ein Para­dies für Wanderer und Jäger. Klare Flüsse, attrak­tiver Buchen­wald, Alpen­gipfel tragen zu einigen faszi­nierenden Wande­rungen bei. Im Süden der Region liegt die Univer­si­täts­stadt Palmerston North, eine der größten Provinz­städte.

Otaki Forks

Spaziergang durch einen wuchernden Sekundär­wald
Östlich von Otaki hat der Waiotauru River eine Schlucht ins Berg­land gegr­aben, die im 19. Jahr­hun­dert viele Holzfäller angezogen hat. Davon zeugt noch die dampf­ma­schi­n­enge­triebene Sägemühle am Sheridan Creek, die 1938 den letzten Baum zersägt hat. Inzwi­schen wächst der Sekundär­wald im Tal wieder. Davon kann man sich auf dem Fenceline Loop, einem kurzen Rundweg, überzeugen, der ober­halb eines Camping­platzes beginnt. Wer danach eine Abküh­lung braucht, findet sie im klaren Wasser des Flusses. (hin und zurück: 4 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab 150 Meter)
H

Wellington

Schönste Stadt Neuseelands am Naturhafen

Die Haupt­stadt Neusee­lands ist zugleich die schönste des Landes – jeden­falls bei gutem Wetter. Sie liegt auf Hügeln über einem male­ri­schen Natur­hafen.

Allerdings beschert ihr die expo­nierte Lage am Cook Strait zwischen den Inseln jede Menge Wind, was ihr den Beinamen Windy City einge­tragen hat. Wellington ist nicht nur Sitz des Parla­ments und der Regie­rung, sondern auch des New Zealand Symphony Orche­stra und des Natio­nalmuseums Te Papa. Eine Fahrt mit der Standseil­bahn von der Unter- in die Ober­stadt eröffnet einen herr­li­chen Pa­no­ra­ma­blick. Wer sich auch in der Stadt mehr für Natur inter­es­siert, sollte den City Marine Drive entlangfahren (per Auto oder mit gelie­henem Fahrrad) – eine 40 Kilometer lange Straße von der Oriental Bay bis zur Robben­ko­lonie an den Red Rocks.

Zu Gast in einer Strandvilla in Worser Bay

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die lichtdurch­flu­tete private Villa liegt direkt am Strand von Worser Bay. Eine schönere Lage wird man in Wellington kaum finden.

Alle drei atembe­rau­bende Gäste­zimmer haben Meer­blick. Bereits vor dem Früh­stück kann man schwimmen gehen oder am Strand entlang­laufen. Wenn man den Tag in der pulsierenden Innen­stadt verbringen will, kann man den Bus nehmen oder 20 Minuten mit dem eigenen Wagen fahren.

Mount Victoria

Schönste Aussicht auf Wellington
Mount Vic, wie die Welling­toner ihren Hausberg nennen, ist ein knapp 200 Meter hoher, markanter Hügel, von dem aus man den besten Blick auf die Haupt­stadt Neusee­lands genießt. An der Nordwest­flanke stehen eine im neogo­ti­schen Stil erbaute katholi­sche Kirche aus dem Jahr 1908 und ein 1931 errich­tetes Kloster, an der Westflanke eine grie­chisch-orthodoxe Kirche. Am Fuß des Hügels, der durch einen Berg­rü­cken mit dem südlich gelegenen Mount Alfred verbunden ist, liegen das Kricket­stadion Basin Reserve und das National War Memo­rial.

Natio­nalmuseum von Wellington

Legende von Maui
Die Kultur der Maori ist reich an Legenden, die über Jahrhunderte – bis zum Eintreffen der Euro­päer – ausschließ­lich münd­lich weiter­geben wurden. Die Erschaffung Neusee­lands wird in der Legende von Maui beschrieben. Maui, ein Gott, war ein dreister Schwindler, dem es unter anderem gelang, die Sonne dazu zu bringen, die Tage länger zu machen. Seine größte Berühmt­heit erlangte er jedoch, als er mit seinen Brüdern fischen ging und dabei die Nord­insel aus dem Meer fischte, was tradi­tionell als Te Ika a Maui (der Fischzug des Maui) beschrieben wird. Ein leicht schräger Blick auf eine Landkarte der Nord­insel zeigt, wie sehr sie einem Fisch ähnelt. Die Maori glauben, dass der hohe Norden der Schwanz des Fisches ist und der Hafen von Wellington das Maul. Die Maori beschreiben die Südinsel als das Waka (Kanu) und die Stewart-Insel (Rakiura) als den Punga (Anker) von Maui. Im Natio­nalmuseum Te Papa in Wellington wird einem in der Langzeit­aus­stel­lung „Mana Whenua“ die Geschichte der Maori auf anschau­liche Weise näher gebracht.

Von Seatoun nach Nelson

275 km | 7:00 h (inkl. Fähr­überfahrt)
Mietwagen: Wagen der großen Firmen (wie AVIS) werden in Wellington am Ferry Terminal abge­geben. Man bekommt in Picton einen neuen Wagen zuge­teilt (und spart damit die Fährkosten für den Wagen).

Queen Charlotte Sound

Wunderwelt aus Inseln, Wäldern und Buchten
Wer mit der Fähre von der Nord­insel zur Südinsel fährt, dem bereitet sie einen zauber­haften Empfang. Nachdem man die raue Cook-Street durch­fahren hat, gelangt man in einen märc­henhaft schönen Sund, wo bewal­dete Felsklippen mit male­ri­schen Buchten abwech­seln. Besonders schön die Mistletoe Bay, die Bay of Many Cove und das Endeavour Inlet, die von Picton aus gut zu errei­chen sind. Auf der Nord­seite verläuft der Queen Charlotte Track von Anakiwa bis Ship Cove. Auch Teil­stücke des 67 Kilometer langen Wander­wegs können begangen werden.

Cullen Point

Aussicht über den Pelorus Sound
Zwei Kilometer, bevor der Queen Sharlotte Drive in den State Highway 6 mündet, kommt man über eine Landzunge, den Cullen Point. Dort kann man das Auto auf dem Park­platz stehen lassen und eine kurze Runde bis zum Kap machen, wo eine schöne Aussicht über den Pelorus Sound und den Mahua Sound wartet. (hin und zurück: 1:15 Stunden, 4 Kilometer, auf und ab: 140 Meter)

Schönster Abschnitt der Tour ist der kurvige Queen Charlotte Drive – bekannte Panora­ma­strecke an dem Ufer der Marlbo­rough Sounds entlang.

Wer an den Weinen der Marlbo­rough Region inter­es­siert ist, sollte lieber über Blen­heim fahren und unter­wegs einem Weingut einen Besuch ab­stat­ten. Weiter geht über Nelson, einer sonnigen lebens­frohen Hafen­stadt im Norden der Südinsel, in Rich­tung Abel Tasman Natio­nal­park.

I

Tasman Bay

120 Kilometer Küstenlinie

Die V-förmige Bucht hat etwa 120 km Küstenlinie und an der brei­testen Stelle eine Ost-West-Ausdeh­nung von 70 km.

Sie gehört zur Tasmansee an der west­li­chen Zufahrt zur Cook­straße und ist nach dem holländi­schen Entde­cker Abel Tasman benannt. Im Westen ist die Bucht uneben und dicht bewaldet. Dort liegt der Abel Tasman National Park, der die Bucht von der benach­barten Golden Bay trennt. Im Osten sind die Küsten eben­falls steil und grenzen hier an die überflu­teten Täler der Marlbo­rough Sounds. Die Insel D’Urville Island befindet sich nord­öst­lich des östli­chen Endpunktes der Tasman Bay. Die lang­ge­streckte, flache Insel Rabbit Island liegt nahe der Südküste der Bucht. Zwi­schen den Endpunkten ist das Land flach und fruchtbar. Ange­baut werden beispiels­weise Oliven, Weintrauben, Hopfen und Früchte. Früher wur­de auch Tabak ange­baut, in Motueka exis­tiert ein Tabakmuseum.

Zu Gast in einem B&B zwischen Nelson & Abel Tasman NP

3 Nächte | 1x Apartment | Ohne Verpflegung

Das B&B liegt zwischen Nelson und Motueka in einer Gegend, in der früher vorwiegend der neusee­ländi­sche Brae­burn-Apfel ange­baut wurden.

Heute werden die wenigen verbliebenen Apfelbäume von Wein­gärten, Olivenhainen und Weide­land umgeben. Auch die Gastgeber, Peter und Marion, haben sich schon vor Jahren vom Apfe­l­anbau zurückge­zogen und widmen sich nun ihrem Garten, der Malerei und ihren Gästen. Das Haus wur­de von einem Architekten so gestaltet, dass man von der Gäste­suite und der Veranda aus die gesamte Tasman Bay bis zum Rand des Abel Tasman Parks sehen kann. Neben dem Haupt­haus befindet sich ein komfor­tabel einge­rich­tetes Holi­daycot­tage mit zwei Schlafzimmern und einer kleinen Küche zur Selbst­ver­pfle­gung. Gute Restau­rants und ein Sand­strand sind im nur wenige Automi­nuten entfernten Fisch­er­ört­chen Mapua zu finden. Zum Abel Tasman Park gelangt man in ca. 35 Minuten. Peter und Marion helfen gerne bei der Buchung von Aktivi­täten oder Wasser­taxi-Transfers.

Golden Bay

Robben und Seevögel am goldgelben Strand
Die Bucht gehört zu den abge­le­gensten Regionen Neusee­lands und zieht daher trotz ihrer schönen Sand­strände nur wenige Urlauber an. An ihrer Nord­spitze liegt das Cape Fare­well, von wo sich das Fare­well Spit, eine wüstenhaft anmu­tende Sandbank, etwa 30 Kilometer nach Osten zieht. Als Schutzgebiet für Robben und Seevögel ist der hintere Teil der Sandbank für Urlauber nur per Allradbus im Rahmen einer naturkund­lich geführten Tour zu besich­tigen. Im Hinter­land erheben sich die bewal­deten Bergketten des Kahu­r­angi National Parks, durch die der fünf­tägige Heaphy-Track führt. Viele Tages­wander­wegen beginnen bei Collingwood, einem 200-Seelen-Dorf an der Mündung des Aorere-Flusses. Von Takaka aus findet man über eine kurvige Straße auch Zugang zum nörd­li­chen, weniger besuchten Teil des Abel Tasman Natio­nalparks. Tages­wande­rungen und Fahrten mit dem Wasser­taxi sind auch hier möglich.

Nelson

Sonnen­stadt im Kolo­ni­al­stil
Mildes Klima, male­ri­sche Bauten aus Holz, quir­lige Strand­pro­me­naden und Parks machen die wohlha­bende Stadt zu einem ange­nehmen  Auf­ent­haltsort. Sie war auch die erste in Neusee­land, der Queen Victoria das Stadt­recht verlieh. Vorausgegangen waren heftige Ausein­ander­setzung mit den Maoris. Heute ist Nelson ein blüh­ende Stadt mit einer pulsierenden Einkaufszone in der Traf­algar Street. Den schönsten Blick hat man vom Bota­nical Hill, einer Park­anlage, die als geogra­fi­sche Mitte Neusee­lands gilt.

Takaka Hill

Wo die Hobbits den schwarzen Reitern nur knapp entkamen
Der aus Marmor beste­hende Berg ist in zahlreiche skurrile Formen verwit­tert. Die einzige über den Berg führ­ende Straße windet sich durch Takaka Tal nach Nordwesten. Der Takaka Hill wur­de – wie viele andere Gebiete in und um die Golden Bay – für Film­auf­nahmen zur Trilogie Der Herr der Ringe genutzt. Hier wurden die Aufnahmen für den Chet­wald gemacht, wo der Wald­läufer ‚Strei­cher‘ die Hobbits durch das unweg­same Gelände östlich von Bree führte, um den schwarzen Reitern zu entkommen.

Abel Tasman Hiking Trail

Südsee-Feeling zwischen Lagunen und Urwäl­dern
Wahr­schein­lich gibt es auf der ganzen Welt keine Wande­rung, die es mit dem Abel-Tasman-Hiking-Trail aufnehmen könnte. Goldgelbe Strände, türkise Lagunen und immer­grüne Urwälder lassen Südsee-Feeling aufkommen. Bis zu fünf Tage dauert die Wande­rung. Teil­stre­cken davon können allerdings auch als Tages­wande­rungen gemacht werden. Wanderer können sich von Wasser­taxis zu einem beliebigen Ausgangs­punkt bringen und an einer anderen Stelle an der Küste wieder einsammeln lassen. Man muss nur ein biss­chen winken.

Mount Arthur

Durch eine wilde Höhlen­landschaft zum Aussichtsgipfel
Der 1795 Meter hohe Berg liegt am östli­chen Rand des Kahu­r­angi National Parks. Zu seinem Einzugsgebiet gehören zwei Höhlen­sys­teme, die Nettlebed Cave und der Stormy Pot. Beide stehen in Verbindung mitein­ander und reichen bis 1.174 Meter tief unter die Erde. Damit gelten sie als die tiefsten Höhlen der südli­chen Hemis­phere. Auf einem Kammweg kann man über der Baumgrenze bis zum Gipfel gehen. Dabei wird man häufig von Keas begleitet, wie die neugie­rigen Berg­papgeien genannt werden. Unter­wegs kommt man an vielen Höhlen­ein­gängen vorbei, die in die Tiefe führen. (Hin und Zurück: 6:30 Stunden, 17 Kilometer, auf und ab: 800 Meter)

Von Nelson nach Greymouth

297 km | 4:30 h

Im Osten liegt einer der größten und am wenigsten erschlos­senen Natio­nalparks Neusee­lands, der Kahu­r­angi Park mit seinen Hügeln und Wäldern.

Die Strecke führt durch die Schlucht des Buller Rivers an die rauhe Westküste. Bei Westport, am Cape Foulwind lohnt sich ein Stopp zur Besich­tigung der Seehundko­lonie.

Southern Alps

Wunderwelt der Glet­scher, Seen und Urwälder
Das Faltengebirge der Süda­lpen stellt das Rückgrat der Südinsel dar. Sein Zentrum bildet der Mount Cook, mit 3.744 Metern der höchste Berg Neesee­lands. Von hier aus verlaufen Glet­scher in alle Rich­tungen; einige fließen fast bis ins Meer. Auf der west­li­chen Seite steigen die Süda­lpen auf einem etwa 50 Kilometer breiten Streifen vom Meer­es­spiegel aus an, was extreme Regen­fälle – bis zu 8000 mm pro Jahr! – verur­sacht. Undurch­dring­liche, immer­grüne Regenwälder wachsen hier bis zu einer Höhe von 2000 Metern. Nach Osten sind die Höhen­un­ter­schiede nicht so gewaltig. Dort sammelt sich das Gebirgs­wasser zu großen Seen, von denen der Lake Te Anau der größte ist. Die Nieder­schlags­menge sinkt auf 400 Millimeter pro Jahr ab, was ideal für den Wein­anbau in Central Otago ist.

Mount Owen

Wo der Zauberer Gandalf in die Tiefe stürzte
Der höchste Berg im Kahu­r­angi National Park west­lich von Motueka  bietet an klaren Tagen eine grandiose Aussicht. Kein Wunder, dass sich die Regis­seure von „der kleine Hobbit“ entschieden, die Aufnahmen für das Zwergenreich Khazad-dûm hier zu drehen. In das unweg­same Geländes führt der 60 Kilometer lange Wangapeka Track, ein anspruchsvoller Wanderweg, den erfah­rene Tracker in drei bis fünf Tagen meistern. Hier stürzte übri­gens der Zauberer Gandalf im Kampf gegen das Monster in die Tiefe.

Nelson Lakes National Park

Bergwildnis mit Glet­schern, Wäldern und Seen
Der über 1000 Quad­ratki­lometer große Park im äußersten Norden der Southern Alps ist geprägt von kahlen Bergen und verglet­scherten Tälern, von dichten Buchenwäl­dern und idylli­schen Seen, die wegen ihrer Forellen bei Anglern beliebt sind. Die Wälder in den tieferen Lagen des Natio­nalparks sind noch so, wie sie vor der Ankunft der Euro­päer aussahen. Sie bieten Lebens­raum für viele Vögel. Von Spazier­wegen am Seeufer bis zu mehr­tägigen alpinen Wande­rungen gibt es viele Wandermög­lichkeiten. Das Tor zum Park ist St Arnaud.
J

West Coast

Menschenleeres Küstengebirge auf der Südinsel

Die Region an der Westküste Neusee­lands ist mit rund 30.000 Einwoh­nern die am dünnsten besiedelte Region Neusee­lands.

Die größten Städte sind Greymouth und Westport. Ansonsten ist die bergige Region so gut wie menschenleer. Die Bevöl­ke­rungs­dichte beträgt 1,3 Einwohner pro Quad­ratki­lometer. Trotz ihrer Schön­heit ist die West Coast isoliert. Ihren Bewoh­nern, die „Coaster“ genannt werden, sagt man einen schrul­ligen Charakter nach. Schroffe Klippen, maje­s­tä­ti­sche Berge und dichte Regenwälder bestimmen das Landschafts­bild.

Zu Gast in einer Lodge am Meer bei Greymouth

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt am Tasma­ni­schen Meer zwischen Westport und Greymouth, vor der Kulisse der Southern Alps. Von hier aus kann man die Pancake Rocks, den Paparoa National Park, Greymouth oder Shanty­town, eine nach­ge­baute Goldgräber­stadt, erkunden.

Alle vier Zimmer, von denen sich zwei im oberen Stock­werk des Haupt­hauses und zwei in einem Nebengebäude befinden, bieten einen fantas­ti­schen Blick auf den wilden Ozean. Vom Garten aus geht ein Pfad zu einem mit Treib­holz über­säten Kiesel­strand, der besonders im Licht der unter­ge­henden Sonne zu einem kleinen Abend­spa­ziergang einlädt. Zum Früh­stück werden – passend zu den Pancake Rocks – Pfannku­chen ange­boten. Restau­rants gibt es in Greymouth, das in 15 Minuten gut mit dem Auto zu errei­chen ist. Jan, die Besitzerin der Lodge, ist – wie viele Neusee­länder – ein großer Outdo­orfan und kann somit ihren Gästen gute Tipps für Aktivi­täten in der näheren und weiteren Umge­bung geben. Sie besitzt außerdem zwei Hunde, die sich immer über Besuch freuen.

Greymouth

Kunst­hand­werk, Maori­tra­di­tion und Alpen­blick in beschau­li­chem Küsten­städt­chen
Die größte Stadt in der West Coast Region hat ein beschau­li­ches Stadt­zentrum mit der Art Gallery und dem History House. Wer einen Blick in die Ateliers der einheimi­schen Kunst­hand­werker werfen will, kann sowohl in Greymouth als auch im benach­barten Hoki­tika sehen, wie die einheimi­sche Jade (Greens­tone/Pounamu) bearbeitet wird. Greymouth ist der Anfangs- und Endpunkt der welt­be­rühmten Tranz-Alpine Bahn, die von Christchurch über die Süda­lpen an die Westküste führt. An klaren Tagen, kann man den Mount Cook von hier aus im Süden sehen.

Shanty­town Heri­tage Park

Frei­lichtmuseum zum Gold­rausch
Das Frei­lichtmuseum an der Westküste zeigt das Leben in einer kleinen, vom neusee­ländi­schen Gold­rausch geprägten Stadt. Shanty­town besteht aus 30 nach­ge­bauten histo­ri­schen Häusern im Stil der 1860er Jahre. Auf dem Gelände verkehrt eine Dampf­lo­komo­tive, die auf einer 1,5 Kilometer langen Eisen­bahn­strecke, dem Infants Creek Tramway, in den einheimi­schen Regen­wald fährt. Über 10.000 Objekte und Fotographien sind zu sehen.

Pororari River Loop

Dschungel­wande­rung durch einen Canyon
Die meisten Besu­cher des Paparoa Parks bleiben bei den Pancakes Rock und dem Besu­cher­zentrum vor der Küste. Wer sich von dort aufmacht und an den Flüssen ins Landes­in­nere geht, erlebt einen grandiosen Dschungel mit klarem Wasser, grünem Urwald­dach und einem gewal­tigen Canyon. (3 Stunden, 10,4 Kilometer, auf und ab: 280 Meter)

Ball Room Over­hang

Grandiose Wande­rung in ein wildes Flus­stal
Die Wande­rung beginnt harmlos – mit Wegen durchs Gras. Dann aber sind mehrere Flussdurch­que­rungen nötig. Knie­tief watet man durch den Fox River. Danach wird die Schlucht enger und erreicht im Ball Room Over­hang einen Höhe­punkt: ein hundert Meter hoher Kalk­steinüber­hang, unter dem man Pick­nick machen oder über­nachten kann. Oben wachsen Flechten, Moose und Farne. (Hin und zurück: 4 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 210 Meter)

Von Greymouth nach Franz Josef

186 km | 3:00 h

Zwischen Tasma­ni­scher See und Alpen führt die Route durch eine einzig­ar­tige Land­schaft, die durch ihren Kontrast zwischen Küste und Hoch­ge­birge besticht.

Bei Regen kann man die Jade-Galle­rien von Hoki­tika & Greymouth – oder Shanty­town, eine ehema­lige Goldgräber­stadt bei Greymouth, besich­tigen.

Hoki­tika

Goldgräber­stadt in den West­lands
Die Stadt mit knapp 3.500 Einwoh­nern liegt an der Westküste rund 40 Kilometer südwest­lich von Greymouth. Südlich der Stadt mündet der Hoki­tika River in die Tasmansea. Wie die anderen Städte und Sied­lungen der Westküste auch ist Hoki­tika von den rest­li­chen Landes­teilen durch die Southern Alps abge­schnitten. Die Goldgräber­sied­lung wur­de im Jahr 1864 gegründet und stellte eines der Zentren des Gold­rau­sches an der Westküste dar. Das Gold wur­de vom Hafen direkt nach Melbourne verschifft. Inner­halb von zwei Jahren wur­de Hoki­tika mit über 6.000 Einwoh­nern zu einer der größten Sied­lungen in Neusee­land. Drei Jahre war es sogar Haupt­stadt der neu geschaffenen Provinz West­land. Danach erfuhr das Städt­chen einen herben Bedeu­tungs­ver­lust.
K

Westland-Nationalpark

Gletscher in einzigartigem Regenwald

Der 1275 km² große Park mit dem Maori-Namen Tai Poutini erstreckt sich von der Westküste bis hinauf zum 3498 Meter hohen Mount Tasman in den Neusee­ländi­schen Alpen.

Mehrere Glet­scher fließen vom Gebirge aufgrund des starken Gefälles auf bis zu 200 Metern Meeres­höhe hinab und enden wenige Kilometer vom Ozean entfernt. Die bekann­testen sind der Franz-Josef-Glet­scher und der Fox-Glet­scher. An der extrem nieder­schlagsrei­chen Küste wächst sich ein einzig­ar­tiger Regen­wald. Gemeinsam mit dem Fiord­land-Natio­nal­park, dem Mount-Cook- und dem Mount-Aspi­ring-Natio­nal­park bildet der West­land-Natio­nal­park die soge­nannte Te Wahipou­namu World Heri­tage Area. Seit 1990 gehört das Gebiet zum Welt­natur­erbe der UNESCO.

Zu Gast in einem Arts-and-Crafts Haus

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus aus den 1920er Jahren ist aus einheimi­schem Holz gebaut und ein Musterbei­spiel für den damals in Neusee­land vorherr­schenden Stil, den man „Arts and Crafts“ nennt.

Vom Früh­s­tücks­tisch hat man einen herr­li­chen Blick bis tief in die Süda­lpen hinein. Die Zimmer sind komfor­tabel einge­richtet. Das Haus liegt etwas außer­halb des Ortes Franz Josef und ist ideal zur Erkundung des Glet­schers. Die Gastgeber, Gerard und Bernie, helfen ihren Gästen gerne bei der Auswahl der Tages­ak­tivi­täten.

Mount Cook National Park

Alpines Wunder­land am höchsten Berg Neusee­lands
Der über 707 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt die alpine Hoch­ge­birgs­landschaft um den höchsten Berg Nesee­lands und des ganzen australisch-ozea­ni­schen Kontin­ents, den 3.753 Meter hohen Mount Cook. Gemeinsam mit dem West­land-, dem Fiord­land- und dem Mount-Aspi­ring-Natio­nal­park bildet der Mount-Cook-Natio­nal­park die soge­nannte Te Wahipou­namu World Heri­tage Area, die größte zusam­men­hän­gende Wildnis Neusee­lands. Ausgangs­punkt für zahlreiche Freizei­t­ak­tivi­täten (Wandern, Berg­steigen, Skifahren, Rundflüge) ist das Besu­cher­zentrum im Aoraki Mount Cook Village. Im Park selbst gibt es 17 Schutzhütten für Bergwanderer.

Franz Josef Glet­scher

Glet­scher im Regen­wald
Der zehn Kilometer lange Glet­scher wur­de 1865 von seinem deut­schen Entde­cker, Julius von Haast, nach Franz Joseph I. von Öster­reich benannt. Er reicht vom Mount Cook, dem mit 3.753 Meter höchsten Berg Neusee­lands, bis in die Niede­rungen, wo bereits Regen­wald wächst. Das liegt an der extrem hohen Fließge­schwin­digkeit: Jeden Tag rutscht der Glet­scher einen halben Meter in die Tiefe. Nachdem er zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und 1982 deut­lich zurückge­gangen war und über drei Kilometer an Länge verloren hatte, ist er seit 1982 wieder um einen Kilometer gewachsen. Mit der Jahr­tausendwende hat sich der Trend wieder umge­kehrt und der Glet­scher verliert an Masse. Dennoch ist der Franz-Josef-Glet­scher einer der wenigen großen Glet­scher, die bislang nicht so stark von der welt­weiten Glet­scher­schmelze betroffen sind.

Fox Glet­scher

Glet­scher bis hinab zum Meer
Der Fox Glet­scher befindet sich 23 Kilometer südlich von Franz Josef. Seine Eis- und Schnee­massen speisen sich aus den Gipfel­regionen der Alpen und rutschen auf fast 14 Kilome­tern Länge bis auf 200 Meter über dem Meer­es­spiegel herunter – so tief wie sonst nirgends in dieser klima­ti­schen Zone. Wer den Glet­scher zu Fuß erkunden möchte, schließe sich nach Möglichkeit einer geführten Tour an. Steig­eisen sind aufgrund der Steilheit notwendig und von den Führern erhält­lich. Rundflüge im Helik­o­pter oder im Flugzeug sind bei gutem Wetter ein großar­tiges Erlebnis und können von Umfulana oder vor Ort gebucht werden. Der „Heli-Hike“, eine geführte Glet­scherbe­ge­hung, bei der man mit dem Helik­o­pter auf den Glet­scher gebracht wird, ist eine ideale Kombi­na­tion, um den Glet­scher sowohl aus der Luft als auch zu Fuß zu erfahren.

Roberts Point

Zu einem Aussichts­punkt am Franz-Josef-Glet­scher
Der Weg gibt einen Über­blick über einen der merkwür­digsten Glet­scher der Welt. Der Franz Josef Glet­scher fließt durch Urwälder bis in eine Hohe von 400 Metern. An seiner Ostseite führt der Wanderweg bis zum Roberts Point, wo man einen Eindruck von der gewal­tigen Größe des Eismas­sivs bekommt. Der Weg ist einfach, nur manchmal ein wenig nass und rutschig. (Hin und zurück: 4:30 Stunden, 13,2 Kilometer, auf und ab: 500 Meter)

Lake Matheson

Mount Cook im Spiegel eines klaren Sees
Der kleine See liegt zwischen der Tasmansee und den Süda­lpen. Vom Nordwe­st­ufer bietet sich ein einmalig schöner Blick: man sieht, wie sich der Mount Cook und der Mount Tasman in seinem klaren Wasser spiegeln. Der gut ausge­baute Rundweg um Lake Matheson hat außerdem noch viele andere bezau­bernde Winkel zu bieten. (1 Stunde, 3,8 Kilometer, auf und ab: 50 Meter)

Ausflug

Heli-Hike Franz Josef Glacier (halbtägig, englisch, zahlbar vor Ort)

Bei dieser geführten Glet­scherwande­rung wird man mit dem Helik­o­pter auf die Mitte der Glet­scherzunge geflogen, die hier weniger steil und etwas einfa­cher zu begehen ist.

Während des Fluges kann man den Glet­scher in seiner Ganzheit bewundern und weite Blicke von den schnee­be­deckten Alpen­gipfeln bis hin zum Meer genießen. Die geführte Wande­rung geht an Eisforma­tionen, Glet­scher­spalten und Eishöhlen vorbei. Die Tour dauert insge­samt ca. 3 Stunden, wovon ca. 2 Stunden auf dem Eis verbracht werden. Steig­eisen und Wander­stöcke werden gestellt. Im Anschluss an die Tour können die Glacier Hot Pools ohne Zusatzkosten besucht werden. Aufgrund des Helik­o­pterflugs ist dieser Ausflug bis zu einem maximalen Körpergewicht von 115 Kilogramm buchbar.

Von Franz Josef nach Wanaka

288 km | 4:00 h

Lake Moeraki

Idylli­scher See im Regen­wald
Der idylli­sche See liegt zwischen dem Haast Pass im Süden und dem Fox Glet­scher im Norden. Er ist nur wenige Kilometer vom Meer entfernt und wird umgeben von einem grandiosen Regen­wald mit über 900 Jahre alten Baumriesen. Ein märc­henhafter Wanderweg führt durch den Wald zu Pinguin­ko­lo­nien. Es lohnt auch ein Abste­cher in die abge­legene Jackson Bay – dem Endpunkt der Westküs­ten­strasse. In dieser Gegend trägt Regen zu der besonderen Stim­mung des Regen­waldes bei und sollte daher nicht als schlechtes Wetter betrachtet werden. An der Westküste & im Fjord­land fallen die höchsten Nieder­schläge von ganz Neusee­land. Feste Schuhe und Kleidung gehören daher zur Grund­aus­stat­tung.

Haast Pass

Südlichster Pass über die Süda­lpen
Der erste Euro­päer, der den südlichsten Pass über die Süda­lpen bezwang, war der deut­sche Geologe, Franz Julius von Haast. Er folgte einem bereits von den Maori genutzten Pfad an die Westküste. Erst 1965 wur­de der Haast Pass für den öffent­li­chen Verkehr frei­gegeben. Der Highway führt heute am Haast River entlang und dann auf Neusee­lands längster einspu­riger Brücke über den Fluss. Kurz vor dem Schei­tel­punkt passiert die Straße die Fantail Falls.

Haast

Winziger Ort am Haast River
Der Ort mit knapp 250 Einwoh­nern ist nach dem deut­schen Geologen und Naturfor­scher Julius von Haast benannt. Er liegt an der Südseite des Haast River unweit seiner Mündung in die Tasmansee. Das neusee­ländi­sche Depart­ment of Conserva­tion (DOC) betreibt am Haast Junc­tion ein Besu­cher­zentrum, das Informa­tionen zur World Heri­tage Area von South West New Zealand bereit­hält. Dort beginnen auch mehrere Wander­wege in den Regen­wald.

Auf dieser Etappe gibt es besonders viele Gelegen­heiten für Zwischen­stopps, so dass man sich bei schönem Wetter für die Strecke einen ganzen Tag Zeit nehmen sollte.

Am Fuße der Alpen fährt man zunächst gen Süden. Hinter Fox Glacier kommt man an mehreren schönen Seen wie zum Beispiel dem berühmten Lake Matheson vorbei. Am Lake Moeraki lohnt sich eben­falls ein Stopp; hier führt ein Weg durch den Regen­wald zur Küste. Bei Haast empfehlen wir unbedingt den Besuch des dortigen Visitor Informa­tion Centres (ein grosses Gebäude auf der linken Seite). Hier kann man gebüh­r­enfrei das Wich­tigste über die Flora und Fauna des angrenzeden ‚South West­land World Hertige Parks‘ erfahren. Hinter Haast windet sich die erst 1965 fertig­ge­stellte Strasse über den nach dem deut­schen Naturfor­scher Haast benannten Pass ins Landes­in­nere. Obwohl der Haast Pass der nied­rigste aller Süda­lpen­pässe ist, der auch im Winter nur selten zuge­schneit ist, beein­druckt die wild zerklüf­tete Gebirgs­landschaft rings umher.

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Lake Wanaka

Paradies für Segler und Kajakfahrer

Mit seinem kris­tallklaren Wasser ist der 45 Kilometer lange See ein Para­dies für Segler und Kajakfahrer. Die nahe gelegenen, schnell fließenden Flüsse erlauben verschiedene Arten des Extremsports, zum Beispiel Jetboa­ting.

Im Winter kann man in den Steilhängen im Westen Ski fahren. Lake Wanaka befindet sich voll­ständig inner­halb des Mount-Aspi­ring-Natio­nalparks, der zum Welt­natur­erbe Te Wahipou­namu gehört. Der See selbst liegt auf einer Höhe von 280 Metern ü. NN, während er stel­lenweise eine Tiefe von mehr als 300 Metern erreicht. Somit befinden sich Teile der Wasser­masse unter­halb des Meer­es­spiegels.

Zu Gast in einem Loft in Wanaka

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Country House liegt am Ortsrand von Wanaka am gleich­na­migen See. Die zwei geräu­migen Lofts haben einen sepa­raten Eingang und sind geschmackvoll mit hoch­wer­tigen Möbeln einge­richtet; vom Balkon hat man einen weiten Blick über den gepflegten Garten auf den See und die maje­s­tä­ti­schen Southern Alps.

Don und Lorraine, die Gastgeber, sind sehr gastfreund­lich und hilfsbe­reit, haben stets ein offenes Ohr für ihre Gäste und geben gute Tipps. Auch das leckere Früh­stück, das sie morgens frisch zubereiten, weiß zu überzeugen und sorgt für einen guten Start in den Tag.

Wanaka

Zentrum des Outdoorsports
Der kleine Feri­enort am Lake Wanaka ist zwar bei Neusee­ländern recht beliebt, aber bei weitem nicht so über­laufen wie das benach­barte Queens­town. Dabei sind die Möglichkeiten ähnlich: Es gibt ein dichtes Wander­wegenetz, das in die Berge und am See entlang führt, auf dem verschiedene Wassersport­arten ange­boten werden. Die Jahres­zeiten sind ausgeprägt: Im Frühling (Oktober bis Dezember) gibt es eine wahre Blütenpracht, der Sommer (Januar bis März) hat zur Freude von Berg­stei­gern und Wanderern viele wolken­lose sonnige Tage, im Herbst (April bis Juni) leuchtet das Laub der Bäume in herr­li­chen Farben und der Winter (Juli bis September) bringt viel Schnee und klare Tage.

Mount Iron

Aussichtshügel von Wanaka
Um einen schönen Über­blick über Lake Wanaka, den Ort und den Mount Aspi­ring in der Ferne zu bekommen, kann man auf den Aussichtshügel im Osten der Stadt steigen. Wenn man oben ist, kann man im Norden sogar einen zweiten See sehen, den Lake Hawea. (1,30 Stunden, auf und ab: 200 Meter)

Rocky Hill

Panora­mahügel über Lake Wanaka
Nachdem man auf Holz­stegen durch ein Wald­stück geleitet wird, geht man auf Wiesen­wegen mit Aussicht in viele Rich­tungen zum Rocky Hill. Zuvor sollte man den Abste­cher zum Wanaka View­point machen, wo sich ein Blick über den ganzen Lake Wanaka auftut. (Hin und zurück: 3 Stunden, 7,6 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)

Rob Roy Glacier Walk

Glet­scherwande­rung im Mount Aspi­ring National Park
Die mode­rate Wande­rung führt zum Glet­sch­erkessel des Rob Roy Glaciers im Mount Aspi­ring Natio­nal­park. An einem Bach mit Schmelz­wasser steigt hinauf durch einen Regen­wald mit alten Bäumen und Riesen­farnen. Kurz über der Baumgrenze ist man am Ziel. Der Anblick des gewal­tigen Glet­schers und eines 150 Meter hohen Wasserfalls ist der Lohn für die Mühe. Wer Glück hat, kann unter­wegs mit neugie­rigen Berg­pa­pa­geien, den Kea-Vögeln, in Kontakt kommen. (Hin und zurück: 3:50 Minuten, 12,4 Kilometer, auf und ab: 400 Meter)

Von Wanaka nach Lauder Central Otago

Von Wanaka nach Clyde

77 km | 57 Minuten
Im Schatten der Alpen fährt man auf der geschützten Ostseite bis Cromwell zum Lake Dunstan und weiter Rich­tung Alexandra.

Mit dem Fahrrad von Clyde nach Lauder Central Otago

40 km – 2–4 Stunden

Radtour auf dem Otago Rail Trail nach Clyde
Entfer­nung: 40 km Zeit: 2-4 Stunden

Auf der ehema­ligen Bahn­strecke durch Central Otago verläuft heute eine Piste, die wegen der geringen Steigung ideal ist für Moun­tain Biker. In Clyde gibt es ein Reise­un­ter­nehmen, das Fahr­räder ausleiht. (http://www.otago­r­ail­trail.co.nz) Dort kann man seinen Wagen parken und die Radtour beginnen. Fahr­räder müssen an Ort und Stelle gebucht werden. Wir empfehlen diese vorab per eMail zu reservieren.

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Lauder Central Otago

Zu Gast in einem B&B in Central Otago

1 Nacht | 1x Apartment | Bed & Breakfast

In dem Stein­haus aus dem frühen 19. Jahr­hun­dert, in dem sich einst ein Laden befand, der die Bewohner der Region versorgte, befindet sich heute ein Apart­ment mit zwei Schlafzimmern, einer Kitchenette und einem Wohn-/Essbe­reich sowie einem privaten Außenbereich. Der große Garten mit Spa-Pool und Grill­platz steht zur gemein­samen Nutzung offen. Pam und Bruce, die heutigen Besitzer, stammen beide aus Dunedin und haben sich 2016 dazu entschlossen, sich in der beein­dru­ckenden Land­schaft und dem ange­nehmen Klima der Gegend niederzulassen und Gästen eine stil­volle Unter­kunft zu schaffen. Morgens servieren sie ein gutes Früh­stück mit Müsli, Joghurt, Porridge, Obst und Eiern. Das B&B liegt ideal, um den zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Otago Rail Trail zu erkunden, der sich auf dem ehema­ligen Gleis­bett der Eisen­bahn Otago Central Rail­ways befindet.



Mit dem Fahrrad von Lauder Central Otago nach Ranfurly

50 km – 3–6 Stunden
Radtour auf dem Otago Rail Trail nach Ranfurly
Entfer­nung: 50 km Zeit: 3-6 Stunden

Die Strecke verläuft fast geradlinig nach Süden durch die Maniototo Ebene.
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Ranfurly

Zu Gast in einer Lodge am Otago Rail Trail

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge liegt in einem ruhigen, länd­li­chen Gebiet am Otago Rail Trail und bietet impo­sante Blicke auf Berge und Land­schaft.

Sie wur­de im Jahr 1904 als Presbyte­rium für die Ranfurly Catholic Church erbaut und galt mit ihren massiven Steinmauern, die jedem Sturm trotzten, als eines der statt­lichsten Gebäude jener Zeit. Heute gibt es hier drei geräu­mige Zimmer, die individuell in hellen Farben einge­richtet sind; zwei davon haben einen Kamin. Eine Lounge mit Fern­seher, Zeitschriften und Büchern steht exklusiv den Gästen zur Verfügung. Morgens wird das Früh­stück im Esszimmer serviert, dessen große Fens­ter­türen sich zur Terrasse öffnen.

Central Otago

Klein-Schott­land im Süden Neusee­lands
Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist Otago die zweitgrößte Region in Neusee­land. Sie ist nach einer kleinen Maori-Sied­lung auf der Otago-Halb­insel benannt und erstreckt sich von der Pazi­fikküste über fruchtbares Acker- oder Weide­land bis mitten in die Neusee­ländi­schen Alpen hinein. Die ersten euro­päi­schen Sieder waren Wal- und Robben­fänger. 1848 begann die planmäßige Ansied­lung von schot­ti­schen Auswanderern mithilfe der Church of Scot­land, die die Region bis heute prägt. Die neu gegrün­dete Haupt­stadt bekam den gäli­schen Namen von Edinburgh, Dunedin. In den 1860er Jahren gab es einen kurzen Gold­rausch, der Dunedin für wenige Jahre zur reichsten Stadt Neusee­lands machte. Heute leben nur noch etwa 200.000 Menschen in der Region, die meisten von ihnen in Dunedin.

Ranfurly

1000-Seelen-Stadt am Central Otago Trail
Während des Otago-Gold­rau­sches der 1860er Jahre wurden mehrere wich­tige Goldvor­kommen nahe Ranfurly auf der Südseite der Kakanui Range gefunden. Ranfurly wuchs, als die Eisen­bahn 1898 gebaut wur­de. Ein paar schöne Art-Deco-Gebäude entstanden. Heute hat die Stadt knapp 1.000 Einwohner. Die Bahn­strecke wur­de 1990 stillgelegt und demon­tiert, Die ehema­lige Trasse, der Otago Central Rail Trail, ist heute ein Wander- und Radweg und die frühere Bahn­sta­tion ein Museum.

Von Ranfurly nach Clyde

Mit dem Fahrrad von Ranfurly nach Clyde

60 km – 3–6 Stunden

Radtour auf dem Otago Rail Trail Rich­tung Midd­lem­arch
Entfer­nung: 60 km Zeit: 3-6 Stunden

Die Strecke verläuft im Schatten der Rock und Pillar Ranges weiter nach Süden. Dabei geht es ständig bergab. Am Ende der Radtour lässt man sich vom Reise­un­ter­nehmen von Midd­lem­arch nach Clyde zurückfahren. Bitte auch unbedingt vorab buchen!

Clyde

800 m | 2 Minuten
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Clyde

Vom Goldrausch zum Ferienort

Die kleine Feri­enort am Clutha River entstand während des Gold­rau­sches von Otago in dern 1860ger Jahren. Nachdem der Amerikaner Horatio Hartley am Clutha River Gold gefunden hatte, hielt er den Fundort zunächst geheim.

Doch damit war es vorbei, als er 87 Pfund Gold in Dunedin tauschen wollte. Gegen 2000 Pfund Ster­ling gab er den Fundort preis und binnen kurzem zogen Scharen von Goldgräbern in die Region. Clyde wur­de mit über 4000 Einwoh­nern für kurze Zeit der größte Ort Neusee­lands. 1864 war das leicht zu schür­fende Gold erschöpft. Heute wird der Ort durch den Clyde Dam am Nordende des Ortes geprägt. Der Otago Central Rail Trail., ein Rad- und Wanderweg auf der ehema­ligen Eisen­bahntrasse, führt durch Clyde.

Zu Gast in einem B&B in Clyde

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B befindet sich in einem Haus, das im frühen 20. Jahr­hun­dert aus Lehm­ziegeln erbaut und Anfang der 80er Jahre restau­riert und erwei­tert wur­de.

Es liegt inmitten eines schönen Gartens am Clutha River. Zwei Gäste­zimmer stehen zur Verfügung, die in einem wohn­li­chen Stil individuell einge­richtet sind und Blick in den Garten haben. Zudem gibt es noch ein Haus mit Kitchenette und Wohnbereich. Morgens wird ein gutes haus­gemachtes Früh­stück mit kalten und warmen Speisen serviert. Später kann man in der gemüt­li­chen Lounge mit Bibliothek bei einem guten Buch entspannen – an kalten Tagen wird der Kamin angemacht. Das histo­ri­sche Zentrum von Clyde mit Cafés und Restau­rants ist fußläufig erreichbar.

Cromwell

Ideale Basis für Central Otago
Der Ort mit knapp 5.000 Einwoh­nern zwischen Queens­town und Wanaka entstand während des Gold­rau­sches und wur­de danach zu einem Zentrum des Obst- und Wein­anbaus. Als der Clyde Dam im Jahr 1992 fertig­ge­stellt wur­de und der Wasser­pegel des Clutha River anstieg, versank ein Teil des ursprüng­l­i­chen Ortes in den Fluten. Der künst­liche See, gebaut zur Strom­erzeugung, ist der drittgrößte Stau­damm Neusee­lands und bestim­mend für die Stadt. Queens­town und der Lake Wanaka sind beide leicht zu errei­chen, was Cromwell zu einer idealen Ausgangs­basis für Central Otago macht.

Von Clyde nach Te Anau

243 km | 3:30 h

Fiord­land Natio­nal­park

Maje­s­tä­ti­sche Berge und stille Fjorde in Neusee­lands größter Wildnis
Die gewal­tige Urlandschaft der Fjord­lands hat in der Eiszeit ihre Prägung erhalten, als die Täler von mäch­tigen Glet­schern ausge­ho­belt wurden. Wegen ihrer Unzugäng­lichkeit und des extremen Nieder­schlage von bis zu 3000 Millime­tern pro Jahr ist die Region die größte Wildnis Neusee­lands geblieben und bis heute fast unbe­siedelt. Im PKW ist nur der Milford Sound zugäng­lich. Der bekann­teste neusee­ländi­sche Fjord ist 15 km lang, sehr eng und von maje­s­tä­ti­schen Bergen umgeben. Eine wunder­schöne – in der Hoch­saison aber auch recht befah­rene – zwei­einhalb­stün­dige Berg­straße führt von Te Anau zum Milford Sound erschließt die Fjord­lands.

Southern Scenic Route

Durch den einsamen Süden
Die etwa 610 Kilometer lange touris­ti­sche Straße verbindet Queens­town mit dem Fiord­land und Te Anau über Manapouri und Riverton mit Inver­cargill und Bluff. Von dort führt sie durch die Catlins nach Balclutha und Dunedin. Die Route selbst nutzt durch­ge­hend befes­tigte Straßen; viele der Sehens­wür­digkeiten, die von der Southern Scenic Route erschlossen werden, liegen jedoch nicht direkt an der Straße und sind nur über unbe­fes­tigte Neben- und Wander­wege zu errei­chen. Das Magazin Travel + Leisure bezeichnete die Strecke 2008 als „eine der großar­tigsten unent­deckten Routen der Welt“.

Mossburn

Hirschhaupt­stadt Neusee­lands
Die größte Ortschaft zwischen Queens­town und Te Anau hat etwa 240 Einwohner. Die Wirt­schaft des Ortes ist von der Land­wirt­schaft, vor allem Rinderzucht, Hirschzucht und Schafhal­tung geprägt. Wegen der Viel­zahl der Hirschfarmen sieht sich Mossburn als „Hirsch-Haupt­stadt“ Neusee­lands.
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Te Anau

Tor zu den Fjordlands

Die Stadt mit knapp 2000 Einwoh­nern liegt mitten in den South­lands am südli­chen Ende des Lake Te Anau, der mit knapp 350 Quad­ratki­lome­tern der größte See der Südinsel ist.

Weil Te Anau direkt an der Grenze zum prak­tisch unbe­wohnten Fiord­land National Park liegt, ist der Ort ganz auf Tourismus einge­stellt. Es starten von Te Anau aus Busse und Rundflüge zum nörd­lich gelegenen Milford Sound. Unweit des Ortes beginnt der Kepler Track, ein mehr­tägiger Wanderweg, der zu den Great Walks of New Zealand gerechnet wird. Per Boot kann man die Te Anau Caves zu errei­chen, wo in einem Höhlen­system mit unter­irdi­schem Wasserfall Glowworms (Arachno­campa lumi­nosa) leben.

Zu Gast in einer Pension in Te Anau

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Pension liegt in einem ruhigen Garten, 500 Meter vom Orts­kern von Te Anau entfernt. Die drei modern und komfor­tabel einge­rich­teten Studio­zimmer liegen separat vom Haupt­haus.

Zusätz­lich gibt es im Haupt­haus noch eine Suite mit Schlafzimmer und Schlafsofa im Wohnzimmer. Früh­stück kann von Gastgeberin Rebecca entweder im Haupt­haus serviert oder auf Wunsch bereits am Vora­bend auf dem Zimmer bereitge­stellt werden.

Fiord­land National Park Visitor Centre

Informa­tionen zu den Fjord­lands
Ein Besuch im Visitor Centre lohnt sich, wenn man die Fjord­lands erkunden will. Die Mitarbeiter sind erfahren und beraten individuell. Im einzelnen bekommt man Informa­tionen und Karten­ma­te­rial über kurze und lange Wander­wege, ebenso Aktuelles über den Zustand der Wege. Wer angeln will oder Führungen mitma­chen möchte, erhält nütz­liche Adressen. Darüber hinaus gibt es ein Museum zur Naturge­schichte und einen Film.

Shallow Bay

Dreh­orte aus Herr der Ringe am Lake Manapouri
Der Wanderweg beginnt am Rainbow Reach und führt hinab zum Nord­ufer des Lake Manapouri. Am Wegesrand sollen einige Dreh­orte des Films „Herr der Ringe“ gewesen sein. (hin und zurück: 4:00 Stunden, 13,7 Kilometer, auf und ab 140 Meter)

Ausflug

Bootstour auf dem Doubtful Sound (ganztägig, englisch)

Die Tages­tour mit maximal 135 Personen startet am Boots­steg von Pearl Harbour in der kleinen Sied­lung von Manapouri, 20 Automi­nuten von Te Anau entfernt, wo man ein Boot besteigt, um den Lake Manapouri zu überqueren. Von der anderen Seite geht es über den Wilmot Pass zu den Ausläufern des Fjords. Bevor man in der Deep Cove den geräu­migen Kata­maran besteigt, gibt es die Möglichkeit zu einer kurzen Wande­rung durch den dichten Regen­wald und alpine Moosgärten. Danach beginnt die drei­stün­dige Fahrt mit dem Kata­maran durch die stillen Fjorde des Doubtful Sounds. Oft begleiten Bottlenose-Delfine den Kata­maran auf seinem Weg durch den Sound, während auf den Uferfelsen Seehunde in der Sonne dösen. Wenn man Glück hat, kann man sogar seltene Pinguine entde­cken.

Ausflug

Glühwürmchen-Höhle Te Anau (ca. 2 Stunden, englisch)

Die Höhle von Te Anau ist eine geheim­nisvolle unter­irdi­sche Welt, die vom Schimmer zahl­loser Glühw­ürmchen erhellt wird. Der Ausflug beginnt mit einer Bootsfahrt über den Te Anau See. Am Eingang zu den Höhlen kann man sich im Cavern House über das Naturwunder informieren.

Anschließend beginnt die Führung in einer Klein­gruppe durch die Höhle mit ihren Gängen, Whirlpools und einem unter­irdi­schen Wasserfall. Am Ende geht es per Boot in eine stille, versteckte Grotte gebracht, die von Tausenden von Glühw­ürmern bewohnt wird.

Von Te Anau nach Lake Tekapo

416 km | 5:30 h

Am südlichen Arm des Lake Waka­tipu geht es zuerst Rich­tung Queens­town. Im Schatten der Alpen fährt man dann auf deren geschützter Ostseite durch Central Otago.

Die uralte Route über den Lindis Pass (970 m) wur­de schon von den Maoris und ab Mitte des 19. Jahrhunderts von vielen Gold­su­chern genutzt. Wer des Fahrens noch nicht müde ist, kann kurz hinter Twizel einen Abste­cher zum Aoraki/Mt Cook Natio­nal­park machen.

Queens­town

Mekka für Outdoor-Aktivisten am Lake Waka­tipu
Der Goldgräber­sied­lung im Zentrum der Süda­lpen ist heute das Mekka für Abenteuer­lus­tige und Erho­lungs­su­chende aus aller Welt. Das ganze Jahr über werden Freizei­t­ak­tivi­täten ange­boten, darunter Bungee-Jumping, Jetbootfahren, White-Water-Rafting, Gleit­schirmfliegen, Fall­schirmspringen und Berg­steigen. Im Winter wird Queens­town zum alpinen Spiel­platz für Skifahrer und Snowboarder. Golfer schätzen die landschaft­lich beein­dru­ckenden Plätze des Umlandes. In den letzten Jahren werden auch geführte Touren zu den Wein­kellern der Region immer beliebter. Den Kern des Ortes bildet ein Viertel mit Fußgängerzone, Geschäften, guten Restau­rants und Bars. Auf dem Lake Waka­tipu fährt nach seiner Restau­rie­rung wieder der uralte Raddampfer TSS Earnslaw.

Arrow­town

Histo­ri­sche Goldgräber­stadt
1862 fand Jack Tewa, ein Schaf­scherer, Gold im Arrow River. Die Nach­richt zog Scharen von Goldgräbern an und inner­halb weniger Wochen wuchs die Sied­lung auf 1.500 Einwohner an. Nachdem ein verhee­rendes Hoch­wasser viele Todes­opfer gefordert hatte, wur­de die Stadt mit soliden Häusern am Fluss wieder aufge­baut; Chinesen mussten allerdings außer­halb in Lehm­ziegelhütten wohnen. Auf dem Höhe­punkt des Gold­rau­sches gab es 7.000 Einwohner und 80 Goldfelder in Arrow­town, die jedoch alle inner­halb eines Jahrzehnts wieder verschwanden. Viele Bergmanns­häuser sind in den letzten Jahren restau­riert worden. In der histo­ri­schen Filiale der Bank of New Zealand informiert ein Museum über die Geschichte des Gold­rauschs. Am Arrow River kann man auch heute noch mit ausgelie­henen Pfannen sein Glück beim Gold­wa­schen versu­chen.

Twizel

Retor­ten­stadt im Mackenzie Becken
Das Städt­chen im Backenzie Becken wur­de erst 1968 auf der grünen Wiese als Wohn­sied­lung für ein Wasserkraft­projekt gebaut und sollte nach Projekt­ab­schluss wieder aufge­geben werden. 1983 erkämpften die Einwohner jedoch den Fort­be­stand des Ortes. Die Stadt wur­de nach einem ‚skan­di­navi­schen‘ Muster entworfen, wo die Läden, Schule und ein Erho­lungs­park das Stadt­zentrum bilden; rund herum wurden die Wohn­gebiete ange­ordnet. Die Unterkünfte waren nach sozialen Gesichts­punkten getrennt: Neben den Wohn­gebäuden für Allein­ste­hende in der Stadt­mitte gab es verschiedene Haustypen. Die kleinsten waren für Arbeiter bestimmt, etwas größere staff houses für Lehrer und Fach­leute, die größten für Inge­nieure und andere Einwohner mit hohem sozialen Status. Die meisten Häuser waren demon­tierbare Fertighäuser.  Da man die Stadt ursprüng­lich in Farm­land zurückver­wandeln wollte, gibt es in der Stadt viele Provis­o­rien. So machte man sich nicht die Mühe, die Straßen mit Fußwegen, Bord­steinen und Kanälen zu bauen.
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Lake Tekapo

Neuseeland aus dem Bilderbuch

Neusee­land aus dem Bilder­buch: In der baum­losen Hoch­e­bene von Canter­bury und vor der drama­ti­schen Kulisse der höchsten Berge Neusee­lands glitzert ein stiller, türkisfarbener See.

Der Lake Tekapo verdankt seine ungewöhn­liche Farbe den wandernden Glet­schern, die den Fels zermahlen. Das feine Mehl gelangt über die Bäche in den See und verur­sacht dort schwe­bend die inten­sive Färbung. Dar­über erhebt sich die wahr­schein­lich meist fotogra­fierte Kirche Neusee­lands, die Church of the Good Shepherd. Durch ihr Altarfenster gibt sie einen einzig­ar­tigen Blick auf den Mount Cook frei. In der Nähe erin­nert das bronzene Schäfer­hund­denkmal daran, dass Land­wirt­schaft ohne den Schäfer­hunds in dieser bergigen Gegend unmög­lich wäre. male­ri­sche Umge­bung lädt zu Spaziergängen und Wande­rungen ein, zum Beispiel auf dem Lake Tekapo Walkway. An klaren Nächten kann man die Sterne vom Mount John Observatory aus bewundern.

Zu Gast in einer Lodge am Lake Tekapo

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Zwei Fahrmi­nuten vom kleinen Ort Tekapo entfernt liegt die Lodge mit Blick auf den See, den man durch decken­hohe Fenster in den Zimmern besonders gut genießen kann.

Die Einrich­tung ist modern, die Farben sind gedeckt, und das Haus fügt sich perfekt in die natür­liche Umge­bung ein. Gäste erhalten ein Früh­stück entweder in der Unter­kunft oder gegen einen Voucher in einem Restau­rant im Ort. Abends sollte man es auf keinen Fall verpassen, den Blick gen Himmel zu richten, der hier mit Sternen übersät ist. Noch mehr davon kann man im Mt. John Observatory sehen.

Lake Pukaki

Tor zum Mount-Cook-National-Park
Der See entstand, als sich die Glet­scher am höchsten Berg Neusee­lands, dem Mount Cook, zurückzogen. Der Schutt, den der Glet­scher vor sich her geschoben hatte, wirkte nun wie eine gewal­tige Staumauer, die das Seewasser sammelte. Seine türkisblaue Färbung erhält der See durch die Feinpar­tikel, die der Glet­scher bis heute abreibt und in den See spült. Am West­ufer des See führt eine Straße in die grandiose Bergwelt hinein. Sie endet am Mount Cook National Park. Vor allem auf der Südseite des Sees hat man einen prachtvollen Blick auf den schnee­be­deckten Mount Cook.

Cowan's Hill

Unver­gleich­li­cher Blick auf den Lake Tekapo
Der kurze Spaziergang beginnt an der Church of the Good Shepherd, einem Wahrzei­chen des Lake Tekapo. Nach einer Prome­nade am Ufer geht es den Cowan's Hill hinauf. Oben hat man einen unver­gleich­li­chen Blick auf den türkisen See und die schnee­be­deckten Berge am Horizont. (2 Stunden, 6,4 Kilometer, auf und ab 70 Meter)

Mount John

Aussicht über den ganzen Lake Tekapo
Rund 300 Meter über dem See ragt der Mount John an seinem West­ufer empor. Von oben kann man den ganzen Lake Tekapo über­sehen. Auf dem Gipfel steht ein Observa­to­rium, weil nirgendwo sonst in Neusee­land der Ster­nenhimmel so klar ist. Dort gibt es auch ein kleines Café mit Glaswänden und Tele­s­kopen. (3:45 Stunden, 12,4 Kilometer, auf und ab: 340 Meter)

Von Lake Tekapo nach Christchurch

257 km | 3:30 h
Die Südalpen werden verlassen und man fährt durch fruchtbares Weide- und Acker­land parallel zur Küste nach Nord­osten.

South Canter­bury

Buchenwälder, Wild­wasser und Schau­plätze von ‚Herr der Ringe‘
Die Region von South Canter­bury wird von den Voralpen, dem Pazi­fi­schen Ozean, dem Waitaki River und dem Raikaia River einge­rahmt. Methven, Ashburton und Timaru sind die größten Städte der Region. Der Raikaia River ist bei Anglern bekannt für seine Forellen und Lachse, Geologen schätzen sein breites verwildertes Fluss­bett und Abenteuer­lus­tige für seine Jetbootfahrten. Mount Hutt bietet im Winter gute Skipisten, Mount Somers und der Peel Forest im Sommer schöne subalpine Wander­wege durch neusee­ländi­schen Buchen­wald. „Herr der Ringe“ Fans sollten einen Ausflug zum Mount Sunday (Kulisse für Edoras') machen. Von Methven aus kann man mit dem Heißluft­ballon über das angrenzende Farm­land – die Canter­bury Plains – schweben, Fall­schirmspringen und Moun­tai­nbiken. Lake Cole­ridge und andere Voralpen­seen der Region sind berühmt für Angeln, Wasserskifahren und Landschaftphotographie.

Mount Hutt

Heliskifahren im euro­päi­schen Sommer
Neusee­land ist ein inter­na­tional beliebtes Ski-Reise­ziel. Skifahrer der Nordhalbkugel schätzen besonders, dass sie die Saison in den euro­päi­schen Sommer fällt. Mit zwölf kommer­zi­ellen Skigebieten, einem Gebiet für Skilang­lauf, zwölf Clubskigebieten und einer Viel­zahl von Veran­staltern für Heli-Skiing ist die Auswahl umwer­fend, das Gelände spekta­kulär und die Wartezeiten an den Liften vergleichs­weise kurz. Im Zentrum des Skitou­rismus ist der Mount Hutt nur 70 Minuten von Christchurch entfernt. Dort gibt es quali­fi­zierte Skischulen, Verleih von Ausrüs­tung sowie ein Café und ein Restau­rant.
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Christchurch

Weltoffene Stadt mit anglikanischen Wurzeln

Die drittgrößte Stadt Neusee­lands ist bis heute stark von der Vision seiner Gründer geprägt, eine anglika­nisch kirch­liche Sied­lung für gläubige Emigranten zu erbauen.

So wur­de Christchurch auch nach der Kirche des alten Oxford Colleges in England benannt. Sehens­wert sind die neue Art Gallery, das Arts Centre, das Canter­bury Museum und der bota­ni­sche Garten. Lohnens­wert ist auch ein Ausflug zum Hafen von Lyttelton und nach Akaroa, einer franzö­sisch geprägten Ortschaft auf der benach­barten Banks Peninsula liegt.
Ein Einschnitt in die Stadt­ge­schichte war das Erdbeben vom 22. Februar 2011, das sich in der geschäf­tigen Mittags­zeit völlig über­ra­schend ereig­nete. Neben 185 Toten gab es verhee­rende Schäden an vielen Gebäuden. So stürzte das Wahrzei­chen der Stadt, der Kirchturm von Christ Church Cathedral, ein. Über 10.000 Häuser mussten abge­rissen und mehr als 100.000 Wohnungen repa­riert werden. Auch wenn bereits viel geschehen ist, konnte sich Christchurch von diesem Schock noch nicht voll­ständig erholen.

Zu Gast in einem B&B bei Christchurch

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die freund­liche Unter­kunft in der Nähe des Flughafens bietet alles, was Neusee­land so einzig­artig macht: viel Ruhe, eine idylli­sche Umge­bung und aufrich­tige Gastfreundschaft.

Margaret und Paul leben hier mit Spoodle, dem freund­lich gesinnten Haushund, und Katze Smudgie, die oft am Pool anzu­treffen ist. Wer einen Flug vor oder hinter sich hat, kann im Garten oder auf der Terrasse des B&B ausspannen. Ein Zimmer im Erdge­schoss und eine Suite mit Balkon im ersten Stock sind hoch­wertig einge­richtet und mit einem Kühlschrank ausge­stattet. Morgens serviert Gastgeberin Margaret ein üppiges Früh­stück, und auch sonst kümmert sie sich aufmerksam um ihre Gäste und steht ihnen mit hilf­rei­chen Tipps für Tages­ausflüge zur Seite. Nach einem erleb­nis­rei­chen Tag kann man in der Lounge bei einem Drink vor dem Kamin entspannen.

North Canter­bury

Weinbau im Regenschatten der Western Alps
Canter­bury liegt zwischen den Southern Alps und dem Pazifik und fällt von West nach Ost stark ab. Da vor allem die Westwinde Regen in Neusee­land bringen und die Alpen­kette den meisten Nieder­schlag abfangen, ist die Region recht trocken. Wein und Obst gedeihen hier prächtig. Char­donnay und Pinot Noir, aber auch Ries­ling und Sauvi­gnon Blanc werden ange­baut und bekommen regelmäßig inter­na­tio­nale Auszeich­nungen. Obwohl das Land fruchtbar ist, ist es dünn besiedelt. Von den 600.000 Einwoh­nern leben mehr als die Hälfte in Christchurch.

Banks Peninsula

Vulk­an­halb­insel mit spekta­kulärer Küste
Die vulka­ni­sche Halb­insel vor Christchurch hat eine wild zerklüf­tete Küste mit tief einge­schnit­tenen Buchen und wild überwach­senen Felsen. Der Maori-Stamm Ngai Tahu kannte die Halb­insel schon lange, als Kapitän Cook den Akaroa Harbour um 1770 herum entdeckte. Akaroa ist auch Stätte des einzigen Sied­lungs­ver­suchs der Franzosen in Neusee­land. Ihr Einfluss in dem bei Einheimi­schen beliebten Feri­enort zeigt sich in franzö­si­schen Straßen­namen, Kolo­ni­algebäuden und einer inspi­rierten Küche. Lyttelton hingegen war der Eingangshafen für die engli­schen Kolo­nisten auf ihrem Weg zur Besied­lung von Christchurch. Heute legen hier vor allem Container- und Kreuzfahrt­schiffe an. Wer den neusee­ländi­schen Hector Delphin – eine recht seltene und kleine Delphinart – sehen möchte, sollte an einer Wildlife Cruise im Akaroa oder Lyttelton Harbour teil­nehmen. Die Buchten, Krater­ränder und char­manten Sied­lungen der Halb­insel erkundet man am besten in einem Tages­ausflug mit dem Auto.

Mit dem TranzAlpine zum Arthurs Pass

über die Süda­lpen auf einer der schönsten Bahn­stre­cken der Welt
Die Fahrt über die Süda­lpen zählt zu einer der schönsten Bahn­stre­cken der Welt. Sie beginnt morgens in Christchurch und führt erst durch das weite Farm­land der Canter­bury Plains. Dann windet sich der Zug hinauf zum Arthurs Pass, der gegen 11 Uhr morgens erreicht wird. Von dort geht es über abenteuer­liche Brücken und durch Tunnels hinab nach Greymouth an der Westküste. Nach einstün­digem Aufent­halt dort beginnt die Rückfahrt nach Christchurch, wo man gegen Abend ankommt. Der Zug hat einen offenen Aussichts-Wagon, von dem man die vorbei­zie­hende Land­schaft gut fotogra­fieren kann.


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Mount Herbert

Wandern zum höchsten Gipfel der Banks Peninsula
Der höchste Punkt der Banks-Halb­insel ist Mount Herbert mit 919 Metern. Es gibt verschiedene Wander­wege zum Gipfel. Der schnellste ist der Mount Herbert Walkway, der in Diamond Harbour beginnt. Wer oben steht, kann nicht nur die vulka­ni­sche Struktur der Insel erkennen. Er hat auch noch einen tollen Blick auf Christchurch. (HIn und zurück: 16 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Christchurch

Mietwagenabgabe

Christchurch

9 km | 12 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Christchurch Airport

33 Tage
ab 4.519,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • AVIS Navigationssystem (GPS) (zahlbar vor Ort)

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: September–Mai

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Brinka Hellack

Tel.: +49 (0)2268 92298-13

Warum bei Umfulana buchen?
  • Das persönliche Reiseerlebnis steht im Vordergrund, daher bieten wir keine Gruppenreisen an.
  • Die Reisen werden individuell ausgearbeitet – nach Ihren Interessen, Vorstellungen, Zeit und Budget.
  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
  • Sie buchen alles aus einer Hand: vom Reisesicherungsschein über den Flug, die Unterkünfte und Fahrzeuge bis hin zu den Führungen vor Ort.
  • Wenn Sie unterwegs sind, haben Sie eine 24/7-Notfallhotline.
Buchungsablauf
1. Reisewünsche
Fordern Sie Ihren persönlichen Entwurf an. Nennen Sie uns Ihre Interessen, Reisewünsche, Reisezeit, Budget.

2. Beratung & Entwurf
Reiseerfahrene Mitarbeiter beraten Sie fachkundig und erstellen Ihnen einen persönlichen Entwurf. Dieser ist noch nach Ihren Wünschen veränderbar.

3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
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