Sognefjord

Längster Fjord Norwegens: Sognefjord

Längster Fjord Norwegens: Sognefjord

Längster und tiefster Fjord Norwegens

Der Sognefjord ist Norwegens längster und tiefster Fjord, dessen bergige Umgebung zu den beliebtesten Wanderregionen Norwegens gehört. Er erstreckt sich von der Küste nördlich von Bergen bis zu den Nationalparks Jotunheimen und Jostedalsbreen. An seiner tiefsten Stelle misst der Sognefjord über 1.300 Meter, die Berge, die ihn flankieren, ragen mehr als 1.700 Meter in die Höhe. Er hat mehrere Nebenarme; der schmalste und bekannteste, der Nærøyfjord, ist an seiner engsten Stelle nur 250 Meter breit und zählt zum UNESCO-Welterbe. Weitere bekannte Fjordarme sind der Lusterfjord, der Fjærlandsfjord und der Finnafjord, deren Wasser oft smaragdgrün schimmert. Rund 30.000 Einwohner leben in der gesamten Region und verteilen sich auf kleine Dörfer an den Fjorden und in den Tälern. Neben Wanderungen locken auch diverse andere Aktivitäten wie Rafting, Bergsteigen, Klettern, Sommer-Skifahren und Mountainbiking.



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Sehenswürdigkeiten Sognefjord

Bøyabreen (Jostedalsbreen)

Wo der Gletscher zum Greifen nah scheint

Der am leichtesten zugängliche und spektakulärste Gletscherarm des Jostedalsbreen ist der Bøyabreen bei Fjærland. Vom Parkplatz läuft man wenige Minuten bis zu einem schönen See, der vom Gletscherwasser gebildet wird. Es gibt auch einen ausgewiesenen Weg, der näher an den Gletscherarm heranführt, der jedoch zeitweise gesperrt sein kann. Ganz in der Nähe des Sees befindet sich ein Restaurant mit Parkplatz, der allerdings den Gästen vorbehalten ist. Wer es etwas beschaulicher mag, der kann auch oder stattdessen zu einem weiteren Aussichtspunkt fahren, an dem man auf den Supphellbreen, einen anderen Gletscherarm blickt. Dieser liegt weiter abseits der Hauptstraße E5 und ist über eine schmale, teils unbefestigte Straße zu erreichen.

Durch den Nærøyfjord

„Mini-Kreuzfahrt“ von Kaupanger nach Gudvangen

Zwischen Kaupanger und Gudvangen pendelt eine Linienfähre für Fußgänger und PKW. Was zunächst wenig glamourös klingt, entpuppt sich dann jedoch als eine gefühlte Kreuzfahrt en miniature durch den Nærøyfjord. Es ist zwar kein Luxusdampfer, auf dem man auf dem wilden Seitenarm des Sognefjord entlang schippert, die Ausblicke sind jedoch – bei gutem Wetter – unschlagbar und die Überfahrt ist in der Regel nicht so touristisch besucht, wie die Bootstouren ab Flåm. Gute zweieinhalb Stunden ist man pro Strecke unterwegs. Aufgrund einer begrenzten Platzkapazität sollten die Tickets vorab online gebucht werden.

Zur Website:
www.norwaysbest.com

Fjærland

Bücherdorf am Fjord

Fjaerland trägt den Beinamen bokbyen (Bücherstadt), allerdings ist es alles andere als eine Stadt, sondern ein kleines Dorf am Fjord, in dem es nicht viel mehr gibt als eine Kirche, ein Café, einen kleinen Supermarkt und Wohnhäuser. In den Sommermonaten ist das Dorf jedoch für Bücherfreunde ein lohnenswerter Abstecher von der Hauptstraße: In mehreren alten Häusern kann man durch eine große Sammlung an gebrauchten Büchern stöbern – die meisten sind natürlich in norwegischer Sprache – und bei Interesse kaufen. Und auch an der Straße sind ein paar Bücherregale aufgestellt.

Nähere Informationen:
fjaerlandguiding.com

Flåm

Malerisches Dorf am Aurlandsfjord

Am Ufer des Aurlandsfjords, einem etwa 17 Kilometer langen Seitenarm des mächtigen Sognefjords, liegt das kleine Örtchen Flåm. Weniger als 500 Einwohner zählt das Dorf, dessen bunte Häuser sich in dem schmalen Tal zwischen steil aufstrebenden Bergwänden erheben. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lebte man hauptsächlich von der Landwirtschaft, dann wurde der Ort von englischen Sportfischern zu einem beliebten Angelplatz auserkoren und man begann mit dem Aufbau einer touristischen Infrastruktur. 1909 nahm die Flåmbahn ihren Betrieb auf. Die Bergbahn verbindet den Bahnhof im Tal mit der Hochgebirgsstation Myrdal, die auf etwa 870 Metern Höhe liegt. Heute ist sie die beliebteste Attraktion für die Touristen, die vor allem von den Kreuzfahrtschiffen in den Ort gebracht werden. Der Ortskern selbst ist stets klein und überschaubar geblieben, besteht vornehmlich aus einigen Häusern, ein paar Cafés und Restaurants sowie Souvenirgeschäften und dem historischen Fretheim Hotel. Das umliegende Flåmtal eignet sich ideal für ausgedehnte Wanderungen und Radtouren.

Flåm Zipline

Längste Zipline Skandinaviens

Ziplines, in Norwegisch „løypestreng“, haben eine lange Tradition im Flåmsdalen. Güter wie Holz, Heu oder Milch wurden aus schwer zugänglichen Wäldern und Bergen per Seilrutsche ins Tal geschickt. Man sagt, sogar störrische Ziegenböcke seien auf diese Art von den Bergfarmen heruntergebracht worden. Die Flåm Zipline wurde 2018 erbaut und ist mit 1.381 Metern die längste ihrer Art in ganz Skandinavien. Statt landwirtschaftlichen Gütern transportiert sie adrenalinliebende Besucher. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern geht es von Vatnahalsen hinunter nach Kårdalen. Hier endet die Zipline nahe der Hofkäserei Rallarrosa, wo man bei kühlen Getränken und einfachen Gerichten nach der aufregenden Fahrt erstmal ein wenig verschnaufen kann. Den Ausgangspunkt der Zipline erreicht man mit der Flåmbahn. Das Auto kann am Bahnhof in Flåm geparkt werden. Für den Rückweg von Kårdalen steht eine begrenzte Anzahl an Leihfahrrädern zur Verfügung. Es wird empfohlen, Bahntickets sowie Fahrräder direkt gemeinsam mit den Tickets für die Zipline zu buchen.

Zur Website:
www.flaamzipline.no

Lærdalsøyri

Historische Holzhäuser am Lærdalsfjord

Lærdalsøyri liegt am Ende des Lærdalsfjords, einem Seitenarm des Sognefjords. Bei dem Ort mit rund 1.000 Einwohnern handelt es sich um das Verwaltungszentrum der Gemeinde Lærdal. Direkt am Ufer des Fjords befindet sich der historische Ortskern mit über 150 gut erhaltenen bunten Holzhäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Siedlung entstand ursprünglich als Handelsplatz, der als Schnittstelle zwischen dem gebirgigen Osten und den Fjordregionen des Westens fungierte.

Norwegisches Gletschermuseum

Eine Reise durch die Erdgeschichte

Das Norwegische Gletschermuseum liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gletscher Jostedalsbreen und zum Sognefjord. Es ist zudem ein Informationszentrum für den Jostedalsbreen Nationalpark. Das Museumsgebäude wurde vom norwegischen Architekten Sverre Fehn entworfen, der sich dabei vom Gletscher und der umgebenden Landschaft inspirieren ließ. Im Museum wird auf spielerische und anschauliche Weise viel Wissenswertes über die Entstehung der Gletscher, ihre Bedeutung für das Klima, ihre Zukunft und weitere spannende Themen vermittelt. Ein Panoramafilm informiert über den Jostedalsbreen, den größten Gletscher auf dem europäischen Festland.

Sogn Fjord Museum

Maritime Ausstellung des Sogn Folk Museum

Das Fjordmuseum ist ein externer Standort des Sogn Folk Museum mit Fokus auf die maritime Geschichte der Region. Beleuchtet wird die Bedeutung, die der Sognefjord seit jeher für das alltägliche Leben der Menschen hat. Ausgestellt sind einige historische Boote, zudem gibt es eine rekonstruierte Werft mit traditionellen Werkzeugen zu besichtigen.

Sogn Folk Museum

Von Alltagsgegenständen zum Museumsobjekten

Das Freilichtmuseum außerhalb von Kaupanger gehört zu den ältesten Volkskundemuseen Norwegens. Die Sammlung geht ursprünglich zurück auf das Lebenswerk von Gert Falch Heiberg. Heiberg lebte zwischen 1871 und 1944, in einer Zeit, in dem das norwegische Landleben eine grundlegende Modernisierung erfuhr. Als alte Gerätschaften und Werkzeuge gegen effizientere Neuerungen ausgetauscht wurden, wurde er zu einem leidenschaftlichen Sammler landwirtschaftlicher Antiquitäten aus der Region und dem ganzen Land. Dass er seine private Sammlung dem neu gegründeten Geschichtsverband überließ, führte im Jahre 1909 zu der Gründung eines ersten Museums.

Heute führen rund 30 Gebäude durch hunderte von Jahren – vom Mittelalter in die Moderne. Vom Pfarrhaus über eine Schule zu verschiedenen Werkstätten und kleinen Wassermühlen findet sich hier alles, was das Leben auf dem Land seit Ewigkeiten geprägt hat. Zudem gibt es im Hauptgebäude Ausstellungen zu Themen des Alltags wie Kindheit, Kleidung oder Volksglaube.

Nähere Informationen:
www.dhs.museum.no

Stabkirche Urnes

Älteste noch erhaltene Kirche Norwegens

Die Stabkirche von Urnes ist die älteste noch erhaltene Kirche Norwegens und wurde im Jahr 1980 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Erbaut wurde sie um 1130 christlicher Zeitrechnung, die charakteristischen Holzschnitzereien am Nordportal stammen von einer noch älteren Kirche. Dort, wo die Kirche heute steht, wurden Überreste einer anderen Kirche aus der Zeit um 1050 gefunden. Diese Teile – das Portal, die Außenverkleidung und ein Eckpfosten – wurden beim Bau der neueren Kirche einbezogen.

Stegastein

Aussichtsplattform am Snøvegen

An der sogenannten „Schneestraße“, der Passstraße Snøvegen zwischen Aurland und Lærdal, ragt die Aussichtsplattform Stegastein 650 Meter über dem Aurlandsfjord auf. Als Teil des Projekts „Norwegische Landschaftsrouten“ wurde die 30 Meter lange Rampe im Jahr 2006 von den Architekten Todd Saunders und Tommie Wilhemsen entworfen. Die Zufahrtsstraße ist eng und kurvenreich. Ist man aber einmal angekommen, wird man mit einem tollen Ausblick belohnt.

Tvindefossen

Breiter Kaskadenwasserfall

Der Tvindefossen liegt an der E 16 auf dem Weg zwischen Voss und Gudvangen. Er fällt über mehrere Stufen und führt auch im Sommer viel Wasser. Vom Parkplatz mit Souvenirladen geht ein kurzer ebener Weg dorthin. Aufgrund seiner Lage ist er allerdings oft sehr überlaufen, da hier auch viele Ausflugsbusse der Kreuzfahrtschiffe anhalten.

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