Wollin

Steilklippen im Nationalpark: Insel Wollin

Steilklippen im Nationalpark: Insel Wollin

Badestrände und Wisente im Nationalpark

Die 265 Quadratkilometer große Insel zwischen Ostsee und Stettiner Haff wird nur durch die Meerenge Swina von der westlich gelegenen Insel Usedom getrennt. Die in der Eiszeit geformte Landschaft ist abwechslungsreich: Moore, Dünen und Seen wechseln einander ab. Dazwischen wachsen Fichten und Kiefern. Vor der Ostsee gibt es Badestrände und Klippenufer. Der Wolliner Nationalpark umfasst heute beinah die ganze Insel. Dort gibt es unter anderem eine Herde der beinahe ausgestorbenen Wisente zu sehen.



Sehenswürdigkeiten Wollin


Wapnica

Wandern und Baden am Türkis-See

Das Dorf war einst Heimat von Fischern und Kleinbauern, dann von Gruben- und Fabrikarbeitern, die in der örtlichen Kreide- und Kalkindustrie arbeiteten. Heute hat Wapnica (deutsch: Kalkofen) etwa 350 Einwohner und lebt heute vom Fremdenverkehr. In der Dorfaue steht eine auf etwa 450 Jahre Alter geschätzte Eiche, die „Dab Prastary” (die Uralte), mit einem Umfang von 6,5 Metern und einer Höhe von 21 Metern. Am Südostrand von Wapnica ist der von Buchenwald umgebene Türkissee ein beliebtes Ausflugsziel. Der See entstand durch das Volllaufen einer aufgegebenen Kreidegrube und ist Teil des Nationalparks Wolin. Die türkisgrüne Färbung entsteht durch die Kombination von klarem Wasser und dem weißen, kalkhaltigen Grubenboden. Rund um den See führt ein Wanderweg zu schönen Aussichtspunkten, etwa zum Piaskowa Góra (Sandberg) am Südufer des Sees.


Swinemünde

Ostseebad mit glamouröser Geschichte

Bekannt wurde das ehemals drittgrößte deutsche Seebad vor allem durch die regelmäßigen Besuche von Kaiser Wilhelm II, weshalb Świnoujście mitunter auch als das „Kaiserbad“ bezeichnet wird. Von der Stadt zum Strand führt die längste Strandpromenade Europas. Der zwölf Kilometer lange feine Sandstrand zwischen Świnoujście und Bansin setzt sich bis ins 42 Kilometer entfernte Peenemünde fort. Sehenswert sind die Promenade mit Geschäften, Freizeitangeboten, Restaurants und Bars, der Kurpark zwischen Kurviertel und Altstadt sowie die Mühlenbake von 1871, ein Leuchtturm, dessen Leuchtfeuer mit Windmühlrädern erzeugt wurde.


Kamień Pomorski

Kurort hinter der Ostsee

Die Stadt mit dem deutschen Namen Cammin ist ein Urlaubs- und Kurort. Im Sommer finden Orgelfestivals und andere Kulturveranstaltungen statt. Besonders sehenswert ist die gotische St. Johannes Kathedrale, die von 1535 bis 1945 ein evangelischer Dom war und seither von der katholischen Gemeinde genutzt wird. Ihr gegenüber steht das alte Rathaus von 1350.


Kirchenruine von Hoff

Vom Meer gefressene Kirche

Die Kirchenruine von Hoff (polnisch Trzęsacz) stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Als sie gebaut wurde, lag die Kirche etwa zwei Kilometer von der Küste entfernt. Doch immer näher fraß sich die See an das Gotteshaus heran. So ordneten Domkapitel und Landrat 1771 an, den Friedhof abzubrechen. Große Stürme in den Jahren 1843, 1853 und 1855 führten dazu, dass der Abgrund des über 20 Meter hohen Steilufers nur noch wenige Fuß von der Kirche entfernt war. Im August 1874 wurde der letzte Gottesdienst gehalten. Danach wurde der Dachstuhl abgenommen und das Mauerwerk versteigert. Die Kirchenausstattung wurde ins Camminer Dommuseum verlegt, wo man nach heute ein spätmittelalterliches Triptychon bewundern kann. 1900 stürzte die Nordwestecke ein, ein Jahr später folgte die gesamte Nordwand. Nach und nach verschwanden immer größere Teile in der Tiefe. Doch das Ende der Hoffer Kirche ist bis zum heutigen Tage nicht gekommen. Seit 2004 verhindern massive Schutzbauten das weitere Abrutschen. Ein Teil der Südwand mit drei Bögen steht noch.




Reisebeispiele Wollin

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