Karpacz

Gasthöfe und ein Kurzentrum: Karpacz

Gasthöfe und ein Kurzentrum: Karpacz © The Atlas of Photos / Shutterstock.com

Urlaubsort im Riesengebirge

Die Stadt mit dem deutschen Namen Krummhübel liegt am Nordhang des Riesengebirges und ist einer von zwei wichtigen Urlaubsorten. Es gibt ein Kurzentrum, Schwimmbäder, aber auch Skilifte und eine Rodelbahn. Hoch über den Ort ragt die kahle Schneekoppe empor, die im Sommer Wanderer und im Winter Skifahrer anlockt. Ihren Ursprung verdankt die Stadt aber dem Bergbau. Eisen und Silber wurden abgebaut. Im 18. Jahrhundert kamen sogenannte Laboranten, die Kräuter sammelten und sie als Arznei verkauften.



Sehenswürdigkeiten Karpacz

Auf die Rübezahlkanzel

Fantastisches Panorama und senkrecht abstürzende Felswände

Die Tschechen nennen sie Krakonošova kazatelna. Auf Deutsch trägt die verwitterte Felsgruppe noch den romantischen Namen Rübezahlkanzel. Die Granitblöcke liegen auf 1.497 Metern Höhe und sind über Stufen zu besteigen. Oben tut sich ein fantastisches Panorama auf. Für zusätzlichen Nervenkitzel sorgen die senkrecht abstürzenden Wände, unterhalb derer ganzjährig ein Karfeld, eine große Schneegrube, liegt. Man erreicht die dramatische Landschaft von Michalowice aus. Hinter der Rübezahlkanzel wartet eine Hütte, die in der Saison bewirtschaftet ist. (hin und zurück: 18 Kilometer, 6 Stunden, auf und ab: 870 Meter)

Elbquelle

Panoramaweg auf dem Kamm des Riesengebirges

Die Elbquelle befindet sich im Norden Tschechiens an der Grenze zu Polen, am Hauptkamm des Riesengebirges. Viele kleine Quellbäche auf der Hochfläche oberhalb der Labská Bouda (Elbfallbaude) fließen in ein mit Steinen gefasstes Wasserloch. Wer die Quellen besuchen will, kann das mit einer Panoramawanderung über den Hauptkamm verbinden, die oberhalb von Schneegruben entlangführt, während das Hohe Rad einen Glanzpunkt in der Bergkulisse setzt. Die Wanderung beginnt an der Bergstation des Szrenica-Sessellifts. Die Bergstation ist auch die einzige Einkehrmöglichkeit unterwegs. (hin und zurück: 11 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 360 Meter)

Mumlava Wasserfälle

Wasserreich

Der Mumlava Wasserfall befindet sich am gleichnamigen Fluss, in der Nähe von Harrachov im westlichen Riesengebirge. Er ist zwar nicht der größte, aber einer der wasserreichsten Fälle in Tschechien. Den Wasserfall bilden bis zu acht Meter hohe, stufenweise geordnete Steinblöcke aus Granit, in denen sich sogenannte „Teufelsaugen“ befinden. Dabei handelt es sich um kleine Vertiefungen, die im Granitfundament durch die Wasser- und Steinbewegung gegraben wurden. Am mächtigsten ist der Wasserfall im Frühling durch Schmelzwasser, im Winter friert er oft ein. Unweit des Wasserfalls befindet sich das einstige Harrachover Forsthaus, heute ein Ausflugrestaurant. Vom Busbahnhof führt ein gekennzeichneter Wanderweg zum Wasserfall.

Schloss Fürstenstein

Monumentale Burg in malerischer Lage

Das Schloss Fürstenstein wurde im 13. Jahrhundert vom Herzog Bolko I. als Schutzburg errichtet. Die Lage auf dem Fürstenberg wurde aus strategischen Gründen gebaut; spätere Generationen schätzten vor allem die grandiose Aussicht. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude ständig erweitert. 400 Säle sind entstanden, die ersten noch im romanischen Stil, die letzten vor gut 100 Jahren im Jugendstil. Während des Zweiten Weltkriegs sollte das Schloss eine Residenz des Führers werden. Heute ist Schloss Fürstenstein (polnisch Zamek Książ) ein Kulturzentrum mit einer Ausstellung und mehreren Konzertsälen.

Mehr Info:
www.ksiaz.walbrzych.pl

Sklárna Harrachov

Glashütte mit angeschlossenem Museum und Brauerei

Die Geschichte der Glashütte in Nový Svět reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Die erste schriftliche Erwähnung findet sich im Jahr 1712, in den Landeschroniken des Staatsarchives in Zámrsk. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Glasproduktion auf ihrem Zenit angelangt. Regelmäßig wurden die Produkte auf internationale Messen ausgestellt, unter anderem auch auf der Great Exhibition, der ersten Weltausstellung, die 1851 in London stattfand. Die beiden Weltkriege sowie die Zeit der Sowjetunion brachten der Glasbläserei bewegte Jahre, von der Wirtschaftskrise über die nationalsozialistische Übernahme bis zur späteren Verstaatlichung. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ging der Betrieb dann wieder in privaten Besitz über. Da regionale Glaswaren bereits zunehmend durch günstigere Importe abgelöst worden waren, musste für das Unternehmen ein neues Konzept gefunden werden. So begann unter dem neuen Inhaber im Frühjahr 2001 der Umbau, in dessen Rahmen eine Bierbrauerei angeschlossen wurde. Nach einer Besichtigung des Museums sowie der Produktionsstätte, wo nach wie vor dekorative Glasartikel traditionell in Handarbeit gefertigt werden, kann man in der Brauerei einkehren und traditionelle tschechische Gerichte sowie die Bierspezialitäten aus eigener Herstellung genießen.

Zur Website:
de.sklarnaharrachov.cz

Stabkirche Wang

Romanische Stabholzkirche aus Norwegen

Ursprünglich stand die Holzkirche in Norwegen am Wang-See. Dort war sie eine der ältesten Gotteshäuser überhaupt – sie wurde bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Im 19. Jahrhundert war sie altersschwach und wäre abgerissen worden, hätte sie nicht einen Beschützer gefunden. Der romantischen Maler Jan Christian Dahl wollte sie erhalten, allerdings fehlten ihm die Mittel. Schließlich begeisterte sich der preußische König, Friedrich Wilhelm III. Er kaufte die Kirche, ließ sie abbauen, verschiffen und auf Pferdefuhrwerken ins Riesengebirge bringen. Dort wurde sie an einem besonders schönen Ort wieder aufgebaut. Noch heute wird die romanische Stabholzkirche aus Skandinavien von einer kleinen evangelischen Gemeinde genutzt.

Zur Website:
www.wang.com.pl

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