Gdansk

Hanseatisch: Kaufmannshäuser am Motlau-Kai

Hanseatisch: Kaufmannshäuser am Motlau-Kai

Stolze Hansestadt an der Weichsel-Mündung

Die Stadt liegt an der Mündung der Toten Weichsel, an der Danziger Bucht, und ist der bedeutendste Ostseehafen Polens. In der Innenstadt, deren zahlreiche Baudenkmäler sorgfältig restauriert wurden, spiegelt sich die ebenso wechselvolle wie glänzende Geschichte der Stadt wider. Im 12. Jahrhundert gründeten deutsche Kaufleute neben dem viel älteren slawischen Fischerdorf eine Niederlassung zum Handel mit Bernstein. Im 15. Jahrhundert, suchte die Bürgerschaft der damals schon blühenden Handelsstadt Schutz vor marodierenden Kreuzrittern beim polnischen König. Später kam die Stadt zu Preußen und wurde mehrmals freie Reichsstadt. Am Ende des Krieges war die Stadt fast vollständig zerstört und wurde in den zwei Jahrzehnten danach historisch wieder aufgebaut – damals eine Pioniertat der Denkmalpflege. Heute scheint die Stadt von etwas zu profitieren, was Jahrhunderte lang Anlass zu Konflikten war: ihrer Verwurzelung in der polnischen und der deutschen Kultur; der Philosoph Schopenhauer wurde hier geboren, die Romane von Günther Grass spielen in Kaschuben, der Umgebung von Danzig. Aber auch polnische Weltgeschichte wurde hier geschrieben: In den 1980er Jahren begann auf der Werft von Gdansk die Solidarnosc-Bewegung, die schließlich das Ende des Sowjetimperiums einläutete.



Sehenswürdigkeiten Gdansk


Muzeum II Wojny Światowej

Vom Alltag der Polen im 2. Weltkrieg

Das „Museum des Zweiten Weltkriegs“ in Danzig dokumentiert neben dem militärischen Widerstand vor allem das Leiden der polnischen Bevölkerung unter der deutschen (und sowjetischen) Besatzung bis 1945. Auch die osteuropäischen Umwälzungen in den Kriegsjahren werden in Erinnerung gerufen und in einen internationalen Kontext gestellt. Die Ausstellung zeigt neben der Verteidigung Polens 1939 auch den Widerstand gegen den Terror der deutschen Besatzer, die polnische Heimatarmee und deren geheimes Schulwesen. Aber auch Ausschreitungen von Polen gegen ihre jüdischen Nachbarn werden nicht verschwiegen, ebenso wie die Ernährungslage und die zerstörten Wohnungen. Das Museumskonzept ist in Polen umstritten, da die PiS-Partei gerne eine heldenhaftere Darstellung gesehen hätte.

Zur Website:
www.muzeum1939.pl


Sopot

Das Monte-Carlo der Ostsee

Das Monte-Carlo des Nordens nannte man den Bade- und Kurort in der historischen Landschaft Westpreußen. Zoppot, wie der mondäne Ort vor dem Zweiten Weltkrieg hieß -  hatte ein Spielcasino und viele Luxushotels. Doch während damals nur die Gutbetuchten kamen, können sich heute auch Normalbürger den Aufenthalt leisten. Das Klima ist sanft, die Region mückenfrei und das Wasser wärmer als an anderen Ostseestränden. Die Attraktionen der Stadt sind die Villen aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und die Seebrücke: Mehr als 500 Meter weit ragt sie ins Meer und ist damit die längste ihrer Art in Europa. 




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