Gdansk

Hanseatisch: Kaufmannshäuser am Motlau-Kai

Hanseatisch: Kaufmannshäuser am Motlau-Kai

Stolze Hansestadt an der Weichsel-Mündung

Die Stadt an der Mündung der Toten Weichsel liegt an der Danziger Bucht und ist der bedeutendste Ostseehafen Polens. In der Innenstadt, deren zahlreiche Baudenkmäler sorgfältig restauriert wurden, spiegelt sich die ebenso wechselvolle wie glänzende Geschichte der Stadt. Im 12. Jahrhundert gründeten deutsche Kaufleute neben dem viel älteren slawischen Fischerdorf eine Niederlassung zum Handel mit Bernstein. Im 15. Jahrhundert, damals schon eine blühende Handelsstadt, suchte die Bürgerschaft Schutz vor marodierenden Kreuzrittern beim polnischen König. Später kam sie zu Preußen und wurde mehrmals freie Reichsstadt. Am Ende des Krieges war die Stadt fast vollständig zerstört und wurde in den zwei Jahrzehnten danach historisch wieder aufgebaut – damals eine Pioniertat der Denkmalpflege. Heute scheint die Stadt von etwas zu profitieren, was Jahrhunderte lang Anlass zu Konflikten war: ihrer Verwurzelung in der polnischen und der deutschen Kultur: der Philosoph Schopenhauer wurde hier geboren, die Romane von Günther Grass spielen in Kaschuben, der Umgebung von Danzig. Aber auch polnische Weltgeschichte wurde hier geschrieben: In den 1980iger Jahren begann auf der Werft von Gdansk die Solidarnosz-Bewegung, die schließlich das Ende des Sowjetimperiums einläutete.



Sehenswürdigkeiten Gdansk


Stegna

Fachwerkkirche mit barocken Deckenmalereien

Die Kirche wurde 1682/1683 als Fachwerkbau mit Ziegelausfachung errichtet. Ihr Frontturm wird von einem Nadelhelm bekrönt und trägt eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1683. Das Innere der Saalkirche wird von einem flachen Holzgewölbe überspannt, an dem sich ungewöhnliche Leinwandmalereien finden. Von der übrigen barocken Ausstattung ragt noch der vor 1681 gefertigte Prospekt der großen Orgel hervor. Das Instrument wurde 1914 eingebaut. Vor 1945 war die Kirche evangelisch. Heute finden dort katholische Gottesdienste statt.


KZ Stutthof

Das Konzentrationslager östlich von Danzig wurde nach dem Angriff auf Polen errichtet. Es war zunächst ein Zivilgefangenenlager. Ab 1941 unterstand es der Danziger Gestapo. Heute gibt es dort eine Gedenkstätte. Im Museum befinden sich die Daten von etwa 110.000 ehemaligen Häftlingen. Das Gelände kann insgesamt besichtigt werden. In den Ausstellungen werden zusätzlich Dokumentarfilme vorgeführt, die das Martyrium der Opfer zeigen.


Kąty Rybackie

Ruhe und Einsamkeit am Landschaftspark

Als ersten Ort auf der Frischen Nehrung erreicht man Katy Rybackie (zu deutsch: Bodenwinkel). Im Gegensatz zum größten Urlaubsort Krynica Morska kann man hier Ruhe und Einsamkeit finden. Nebenan liegt der Landschaftspark „Mierzeja Wislana“, ein 14 Hektar großes Naturschutzgebiet für Kormorane und Graureiher. Im Sommer kann man am Fischerhafen auf der Haffseite das Muzeum Zalewu Wiślanego besichtigen, wo man viel über das Leben der Fischer und die Geschichte der Fischerei auf dem Haff erfährt.




Reisebeispiele Gdansk

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