20.07.2017

Polenreise von Ursula und Alfred

... war der Beginn einer sehr interessanten, erlebnisreichen und manchmal auch nachdenklichen Reise durch den mittleren und südlichen Teil Polens.

Dies war unsere zweite Reise mit Umfulana, deren Etappen ganz unseren Reisewünschen angepasst wurden. Görlitz, unsere erste Station, war der Beginn einer sehr interessanten, erlebnisreichen und manchmal auch nachdenklichen Reise durch den mittleren und südlichen Teil Polens. Unsere Hauptziele waren Breslau, Krakau, die Hohe Tatra, Kazimierz Dolny (ein Künstlerzentrum), Warschau und Lodz. Die Route wie auch die Hotels waren gut gewählt. Die Rundreise hat uns sehr gut gefallen.
Hotels:
Alle Hotels (Art Hotels, Boutique Hotels, und andere) waren sehr unterschiedlich und doch immer etwas Besonderes, wie z.B. das Hotel im ältesten Kino Europas. Meist waren es kleinere Häuser, die auf den ersten Blick gar nicht als Hotel zu erkennen waren. Oft hatten sie auch eine interessante Geschichte. Alle waren zentrumsnah gelegen, so dass wir die Sehenswürdigkeiten zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Breslau, Warschau) gut erreichen konnten. Ein besonderes Hotel möchten wir erwähnen, das Boutique B&B in Warschau. Unser Zimmer hatte alte Holzmöbel mit besonders schönem, altem Furnier, einen knarrenden Parkettfußboden und das Bad konnten nur durch einen begehbaren alten Spiegelschrank erreicht werden. Das Frühstück wurde, wie bei einer großen Familie, in einem großen „Speisezimmer“ an einer langen Tafel eingenommen, an der die Hotelgäste um den riesigen langen Tisch saßen und ins Gespräch kommen konnten/mussten, was anfangs für manche Gäste irritierend, weil ungewohnt war. Das Frühstücksbuffet bestand aus selbst angebauten, kontrollierten und auch selbst hergestellten, besten Angeboten. An jedem Abend in der Woche gibt es dann auch noch Chopin Klavierkonzerte von jungen Künstlern vorgetragen, die an der nahe gelegenen Chopin Uni studierten.
Rundreise:
Es war sehr beeindruckend zu sehen, welche Anstrengungen in Polen unternommen wurden, um die vielen von der deutschen Wehrmacht im 2ten Weltkrieg zerstörten Bauwerke in den großen Städten wieder originalgetreu aufzubauen. Zwei Beispiele sind das Schloss in Warschau oder auch die riesige ehemalige Textilfabrik in Lodz, die heute das größte 5 Sterne Hotel in der Stadt beherbergt und zum Einkaufs- und Erlebniszentrum (neue „Manufaktura“) und umgebaut wurde. Auf der anderen Seite begegnen einem auch viele Gedenkstätten, die immer wieder an die unrühmliche deutsche Geschichte erinnern. So auch die Gedenkstätte Ausschwitz, die wir nicht besuchen konnten, denn der Besucheransturm war so groß, dass 4-5 Stunden Wartezeit für eine Führung notwendig waren, (keine Möglichkeit der Besichtigung ohne Führung!) Die Empfehlung ist, sich lange im Voraus bereits dafür anzumelden.
Ein bei Polen sehr beliebtes Reiseziel ist Zakopane in der Hohen Tatra. Gefühlte zig Tausend Wanderer fluteten den Ort und das (sehr schöne) Wandergebiet um den „Morskie Oko“ See (Meerauge). Trotz zweieinhalb-stündigem Anmarsch auf guter, geteerter Straße waren unübersehbare Menschenmassen unterwegs. Von Ruhe am See war keine Rede. Wer also in solchen Touristenströmen nicht mitgehen möchte, sollte sich entweder ein anderes Ziel aussuchen oder einen günstigeren Zeitpunkt wählen, z.B. keine Ferien in Polen. Unser Hotel in Zakopane, ziemlich außerhalb und deshalb überaus ruhig am Waldrand gelegen, war allerdings ganz ausgezeichnet.
Der kleine Künstlerort Kazimierz Dolny hatte es uns angetan und hier ganz besonders der Hohlweg „Korzeniowy Dó?“, in dem es ziemlich „unheimlich“ ist, weil einem auf Schritt und Tritt „Ungeheuer“ begegnen (bizarre ausgewaschen Wurzeln), siehe auch Bilder in der Galerie.
Mit vielen schönen Eindrücken sind wir wieder zuhause angekommen und können nun die Reise anhand der vielen mitgebrachten Bilder und Informationen immer wieder nach erleben.



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